CoPrA | Neues Druckerprofil

Neues Druckerprofil

Neue Druckerprofile erstellen

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Überblick

Als Basis für jede Druckerprofilierung wird ein Testchart mit unterschiedlichen Farbfeldern des entsprechenden Farbraums benötigt. Es gibt zwei Möglichkeiten, um Messdaten für das Erstellen eines druckerspezifischen ICC-Profils zu erhalten:

  1. Entweder Sie vermessen und optimieren dieses Testchart mit einer entsprechenden Software, wie zum Beispiel ColorAnt, und laden die erhaltenen Messwerte dann in CoPrA, oder
  2. Sie erstellen die Messwerte direkt in CoPrA mit Hilfe des integrierten Measure Tools.

Die Verwendung von ColorAnt für die Messdatenaufbereitung hat den Vorteil, dass Messfehler, Druckfehler oder andere Artefakte (zum Beispiel Inhomogenitäten) beseitigt werden können. Durch die Analyse und Optimierung der Messdaten wird die Profilqualität erhöht, was wiederum zu einer verbesserten Produktionssicherheit führt.

Hinweis: Für die meisten CMYK-Druckprozesse empfehlen wir das Testchart IT8.7/4. Für RGB-Drucker sollten Sie Testcharts mit vielen Messfeldern (900 und mehr) verwenden. Für Multicolor-Druckprozesse verwenden Sie entweder die mit CoPrA mitgelieferten Testcharts und Referenzdateien, oder Sie erstellen sich welche mit ColorAnt.

Laden oder Messen von Daten

Laden oder Messen

Laden: Öffnet bereits vorliegende Messdaten.
Hinweis: Ein Rechtsklick auf Laden öffnet eine Liste mit den zuletzt verwendeten Dateien. Wenn ein Eintrag in der Liste angeklickt wird, während die CMD-Taste gedrückt ist, gelangt man zu dem Ordner, der die Datei enthält.
Alternativ können die Daten per Drag-and-drop in das Fenster
Druckerprofil erstellen gezogen werden, die Mess- und Referenzdaten werden dann extrahiert und angezeigt. CoPrA unterstützt viele, teilweise sehr verschiedene Messdatenformate von vielen Messgeräteherstellern.

Die benötigten Mess- und Referenzdaten können auf drei verschiedenen Wegen erhalten werden:

  1. Verwenden von Referenzdaten, die von Organisationen wie FOGRA, ECI oder IDEAlliance zur Verfügung gestellt werden.
  2. Extrahieren von Mess- und Referenzdateien aus ICC-Profilen. Viele Hersteller von Profilierungssoftware speichern die Mess- und Referenzdateien, die der Erstellung des ICC-Profiles zugrunde liegen, im ICC-Profil ab. Ziehen Sie einfach das entsprechende ICC-Profil per Drag-and-drop in das Fenster Druckerprofil erstellen und die Daten werden extrahiert und angezeigt. Alternativ kann das entsprechende Profil über die Schaltfläche Laden ausgewählt und geladen werden. Wenn das nicht gelingt, beinhaltet das entsprechende Profil keine Messdaten.
  3. Messen von Testcharts mit ColorAnt oder Messtools von anderen Profilierungsherstellern, und anschließendes laden in CoPrA.

 

Messdaten für die Druckerprofilierung

 

Messen: Neben der Möglichkeit bereits vorliegende Messwerte zu laden, können Testcharts auch mit dem Measure Tool vermessen werden. Es ist in CoPrA enthalten und kann über die Schaltfläche Messen geöffnet werden. Anschließend können damit Testcharts für die Druckerprofilierung mit den unterstützten Messgeräten vermessen werden. Weiterführende Informationen zum Messen von Testcharts finden Sie hier.

Einstellung: Hier kann das zu verwendende Druckverfahren bzw. die Parameter zur Erstellung des Profils ausgewählt werden. CoPrA enthält bereits eine Vielzahl von Standardeinstellungen für gängige Druckverfahren (zum Beispiel den Digitaldruck).

Anpassen: Um die beste Profilqualität zu erreichen, können unter Anpassen weitere Einstellungen vorgenommen werden, zum Beispiel Einstellungen zur Farberzeugung oder zur Festlegung des ersten druckenden Tons.

An Breite anpassen: Durch Aktivieren der Checkbox werden die Farbfelder einer Reihe an die Fensterbreite angepasst. Gerade bei großen Testcharts mit sehr vielen Farbfeldern und vielen Reihen werden die Farbfelder damit größer dargestellt.

Zeige Referenzdaten: Durch Aktivieren der Checkbox können neben der standardmäßigen Ansicht der Messwerte, zusätzlich die Referenzdaten (also die Gerätewerte wie zum Beispiel CMYK oder RGB) und die Messwerte (also Lab- oder Spektralwerte) gemeinsam in einem geteilten Farbfeld angezeigt werden. Auf diese Weise wird die visuelle Kontrolle erleichtert, und Sie können die richtige Zuordnung von Referenz- und Messwerten prüfen, damit keine fehlerhaften Profile entstehen.

Feld
Feld: Für das gewählte Farbfeld wird die Nummer des Feldes, die Gesamtanzahl der Farbfelder, der Farbraum, der Aufbau der Farbe und der Lab-Wert angezeigt.

Profileinstellungen importieren, exportieren oder aufräumen

Im Drop-down-Menü Einstellung wählen Sie bei Drucker-, DeviceLink- und SaveInk-Profilierungen die Profileinstellungen aus. Mit dem Paket CoPrA Basic können Sie aus den vorhandenen Voreinstellung auswählen, ab dem Paket CoPrA M haben Sie außerdem Zugriff auf alle Profilparameter und können diese frei ändern. Klicken Sie hierfür auf Anpassen. Angepasste Einstellungen können gespeichert, importiert und exportiert werden. Auf diese Weise können persönliche Profilierungseinstellungen ganz einfach mit anderen CoPrA-Nutzern ausgetauscht oder für Support-Fälle zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Einstellung importieren: Der Import von Einstellungen kann entweder über das Menü Werkzeuge mit dem Eintrag Einstellung importieren erfolgen, oder indem das ICC-Profil mit den gewünschten Einstellungen auf das Drop-down-Menü Einstellungen gezogen wird. Der Name von importierten Profilen erhält die Endung (imported). Wenn man versucht unpassende Profile (zum Beispiel ein RGB-Profil für eine CMYK-Profilierung) auf das Drop-down-Menü Einstellungen zu ziehen, erscheint ein entsprechender Hinweis.

Einstellung exportieren: Angepasste Profileinstellungen können im Drop-down-Menü Einstellungen ausgewählt und anschließend über das Menü Werkzeuge mit dem Eintrag Einstellung exportieren als Einstellungsdatei exportiert werden.

Die in CoPrA enthaltenen Standardeinstellungen können hingegen nicht exportiert werden. Standardeinstellungen stehen im Drop-down-Menü Einstellungen unter dem Eintrag [VOREINGESTELLT] und können angepasst, aber nicht überschrieben werden. Nach dem Anpassen einer Einstellung bekommt diese den Namenszusatz (edited) und ist dann eine eigene und somit auch exportierbare Einstellung, welche separat unter dem Eintrag [GEÄNDERT] geführt wird. Diese editierte Einstellung können Sie dann unter einem beliebigen Namen abspeichern. Eine gespeicherte Einstellung wird aus [GEÄNDERT] entfernt und unter [GESPEICHERT] gelistet. Gespeicherte und geänderte Einstellungen können manuell gelöscht werden.

Einstellungen aufräumen: Alle Einstellungen, die sich unter dem Eintrag [GEÄNDERT] befinden, können über das Menü Werkzeuge mit dem Befehl Einstellungen aufräumen gelöscht werden.

 

Voreinstellungen

Default: Beginnen Sie mit dieser Voreinstellung, wenn keine der spezielleren Voreinstellungen zu Ihren Anforderungen passt. Passen Sie sie dann an Ihre Bedürfnisse an.

Digital Printer: Diese Standardvoreinstellung ist ein guter Ausgangspunkt für Anpassungen an die besonderen Anforderungen des Digitaldrucks.

Gravure TAC360: Wählt automatisch die geeigneten Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite für den Tiefdruck aus. Begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 360 %.

InkJet: Diese Standardvoreinstellung ist ein guter Ausgangspunkt für Anpassungen an spezielle Anforderungen.

Newspaper TAC240: Für den Zeitungsdruck. Wählt automatisch passende Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite. Begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 240 %.

No Black Separation: Erstellt ein Druckerprofil ohne Schwarzseparation. Die Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite werden automatisch ausgewählt und ausgegraut.

Offset coated TAC330: Für den Offsetdruck. Wählt automatisch die geeigneten Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite. Setzt die Schwarzberechnung auf Neutrales-CMY und begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 330 %.

Offset uncoated TAC280: Für den Offsetdruck. Wählt automatisch die geeigneten Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite. Setzt die Schwarzberechnung auf Neutrales-CMY und begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 280 %.

Default – Multicolor: Diese Standardvoreinstellung ist ein guter Startpunkt für Anpassungen an die besonderen Anforderungen des Multicolor-Drucks.

Industrial Printing and Packaging: Voreinstellung für den Verpackungsdruck.

White ink + 4 Primary Colors – Printing on Black: Für farbgemanagte Farbdrucke auf schwarzen Substraten, wie zum Beispiel Textilien, muss zuerst weiße Tinte verwendet werden, auf die dann die anderen Farben aufgetragen werden, um farbintensive Grafiken zu erhalten. Diese Voreinstellung verwendet Weiß für die Separation. Sie wählt automatisch den entsprechenden Multicolor-Modus – entweder CMY+White oder CMYK+White – aus, während alle anderen Einstellungen für die Farberzeugung deaktiviert werden.
Hinweis: Zum Erstellen von Profilen mit Weiß sind spezielle Testcharts erforderlich, die im Testchart-Unterordner Special für die beiden Fälle CMY+White_on_Black und CMYK+White_on_Black zu finden sind.

Allgemein

Perzeptive Umrechnung

Im Vergleich zum ICC-Framework, das nur ein perzeptives Rendering in Anwendungen unterstützt, verfügt ColorLogic beim Erstellen von Profilen über vielfältige Auswahlmöglichkeiten an perzeptiven Rendering-Optionen. Um ein ColorLogic-Profil, das mit einer der speziellen perzeptiven Rendering-Optionen erstellt wurde, nutzen zu können, muss in der Zielanwendung der perzeptive Rendering-Intent eingestellt werden.

Hinweis: Alle perzeptiven Rendering-Optionen im Drop-down-Menü, einschließlich der erweiterten perzeptiven Umrechnungsoptionen (wie Buntheit, Sättigung, Helligkeit, Graubalance), werden auch bei der sättigungserhaltenden Umrechnungsart (Saturation Rendering Intent) angewendet.

CoPrA stellt die folgenden Methoden in Bezug auf die perzeptive Umrechnung zur Verfügung:

Standard Komprimierung: Das ist unsere Standard-Methode, die für die meisten Anwendungen gut geeignet ist. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Wenn zum Beispiel das Papierweiß des eingesetzten Druckmediums deutlich gelber ist als die Referenz, sieht die Grauachse dem Papierweiß entsprechend ebenfalls gelblicher aus. Bei kleinen Farbumfängen wird der Kontrastumfang angepasst, damit die Zeichnung nicht verloren geht.

SchwarzkompensationVerwenden Sie die Schwarzkompensation, um mit der perzeptiven Konvertierung die gleichen Ergebnisse zu erzielen, wie mit "Relativ farbmetrisch mit aktivierter Tiefenkompensierung”. Bei der Konvertierung von einem großen auf einen kleinen Farbraum bleibt die Zeichnung in den Lichtern und Tiefen erhalten, anders als bei einer reinen relativ farbmetrischen Konvertierung. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Out-of-Gamut-Farben werden abgeschnitten.

Absolute Komprimierung: Diese Methode orientiert sich bezüglich der Farbwiedergabe am absolut farbmetrischen Intent, wobei in den Lichtern und Tiefen der Kontrastumfang angepasst wird, damit die Zeichnung nicht verloren geht. Die Wiedergabe von neutralen Farben orientiert sich an der absolut farbmetrischen Umsetzung, wobei im Lichterbereich keine Papierton-Simulation stattfindet. Wenn zum Beispiel das Papierweiß des eingesetzten Druckmediums deutlich gelber ist als die Referenz, wirkt die Grauachse trotz des gelblichen Papierweiß neutral.

Minimale Komprimierung (Papier-absolut): Dieser Rendering Intent gibt den Farbraum möglichst absolut farbmetrisch wieder und kompensiert nur in der Nähe von Schwarz- und Weißpunkt. Dabei wird eine maximale Tiefe erreicht, die Zeichnung bleibt erhalten und das Weiß wird nicht simuliert. Verwenden Sie diesen Rendering Intent, wenn Sie eine sehr genaue Wiedergabe erzielen wollen, zum Beispiel mit Druckstandards wie ISO Coated V2 oder GRACoL2006 Coated1v2 auf einer Digitaldruckmaschine.

Hinweis: Beachten Sie dabei, dass ähnlich wie beim absolut farbmetrischen Rendering Intent der Zielfarbraum möglichst größer sein sollte, als der zu simulierende Farbraum (oder ähnlich groß), um den Verlust von Details und Farbigkeit zu vermeiden. Für Konvertierungen von großen auf kleine Farbräume verwenden Sie, wenn Sie die Graubalance des Quellfarbraumes erhalten wollen, stattdessen unseren Rendering Intent Absolute Komprimierung.

Minimale Komprimierung (Papier-relativ): Diese Methode ähnelt weitgehend dem relativ farbmetrischen Intent und kompensiert nur in der Nähe des Schwarz- und des Weißpunkts. Sie ähnelt der Methode Minimale Komprimierung (Papier-absolut), verwendet jedoch die relative Farbmetrik.

Erweiterte Perzeptive Umrechnungsoptionen: Die Buntheit, Sättigung oder Helligkeit des Profils kann mit einem Schieberegler angepasst werden.

Mit der Einstellung Buntheit kann die Farbigkeit von hochgesättigten Farben im Bereich von -20 bis +20 verringert oder erhöht werden.

Die Einstellung Sättigung ist jedoch noch besser geeignet, wenn ein höher gesättigtes Ergebnis gewünscht wird. Bei diesen beiden Einstellungen wird die Graubalance nicht durch die Einstellung des Schiebereglers beeinträchtigt. Sie können die Einstellung Sättigung vor allem für große Farbräume verwenden, zum Beispiel für gamuterweiterndes Multicolor, um Farben noch brillanter wirken zu lassen.

Hinweise: Wir haben die Buntheitsauswirkung bewusst moderat implementiert. Achten Sie dennoch darauf, eine Buntheits- oder Sättigungserhöhung so einzustellen, dass weder die Zeichnung in hochgesättigten Farben verloren geht, noch dass sich die Veränderung zu stark auf kritische Farbtöne auswirkt, wie zum Beispiel Hauttöne.

Die Auswirkungen aller Veränderungen werden in der Gamutgrafik auf der rechten Seite visualisiert. Da die Sättigung durch ein Verschieben zu mehr Buntheit und weniger Helligkeit berechnet wird, können Sie erkennen, dass mehr Sättigung die Farben etwas verdunkelt und sie so dynamischer wirken lässt. Im Gegensatz dazu kann mehr Buntheit dazu führen, dass hochgesättigte Farben außerhalb des Gamuts liegen und eventuell vom gegebenen Profil nicht wiedergegeben werden können.

Graubalance: Ermöglicht die Anpassung der Graubalance, um eine kältere oder wärmere Grauachse zu erzeugen. kälter verschiebt die Graubalance in Richtung bläulicher Farben (negative b*-Werte), wärmer verschiebt sie zu gelblichen Farben (positive b*-Werte). Die Auswirkung, die sich aus einer Änderung der Schiebereglereinstellung ergibt, wird in der nebenstehenden Grafik angezeigt.

Hinweis: Die Einstellung der Graubalance ist von der unter Perzeptive Umrechnung ausgewählten Methode (die sich bereits auf die Graubalance auswirkt) unabhängig und ermöglicht visuelle Anpassungen aufgrund persönlicher Vorlieben.

Besonderheiten bei RGB-Druckerprofilen

Reines Schwarz: Setzt absolutes Lab-Schwarz auf den RGB-Wert 0/0/0 bei RGB-Druckerprofilen.

Reines Grau: Bei RGB-Druckerprofilen bewirkt Reines Grau, dass die Graubalance mit gleichanteiliger Farbe aufgebaut wird. Diese Option kann sich bei Druckertreibern, die mit RGB angesteuert werden, als nützlich erweisen, wenn das Drucksystem in der Grauachse bereits sehr neutral druckt und leichte Schwankungen bei gleichanteiligen RGB-Grauwerten verhindert werden sollen.
Hinweis: Beachten Sie, dass die Optionen die Schwarzberechnung und die Perzeptive Umrechnung verändern und sogar aushebeln können. Sie sollten diese beiden Optionen also nur in begründeten Ausnahmefällen einsetzen.

Schwarzberechnung: Bei der Berechnung des Schwarzpunktes können Sie zwischen drei verschiedenen Einstellungen auswählen:

Automatisch: Setzt den Schwarzpunkt des Profils auf den bei RGB wohldefinierten Wert von RGB=0/0/0. 

Neutral: Mit dieser Einstellung erfolgt die Berechnung eines neutralen Schwarzpunkts mit a*=b*=0 unter Berücksichtigung der Messdaten. Dies kann bei nicht neutralen Messwerten dazu führen, dass die RGB-Werte nicht mehr RGB=0/0/0 sind und unter Umständen Kontrast verloren geht.

Darkest: Berechnet den dunkelst möglichen Schwarzpunkt, der abhängig von den Messdaten dann auch bunt sein kann. In vielen Fällen führt diese Option zum gleichen RGB-Schwarzpunkt wie Automatisch.

CoPrA zeigt den berechneten Lab-Wert auf Grundlage Ihrer Vorgabewerte für die Schwarzberechnung an. Damit können Sie sofort sehen, welche farbliche Auswirkung im Schwarzpunkt des Profils sich durch die eingestellte Option ergibt.

Gamut-Grafik

Die Gamut-Grafik zeigt zwei typische Gamuts eines Profils bei der Konvertierung vom Gerätefarbraum nach Lab. Diese Profil-Gamuts entsprechen den beiden unterschiedlichen Rendering-Intents Absolut farbmetrisch (der bläuliche Teil) und Perzeptiv (der grünliche Teil). Normalerweise ist der perzeptive Gamut größer, da er von absolut Weiß (Lab= 100/0/0) bis absolut Schwarz (Lab= 0/0/0) angelegt ist. Der absolut farbmetrische Gamut ist normalerweise kleiner, da er den Gamut anhand der Messdaten im Profil darstellt.

Hinweis: Diese Gamut-Darstellung ist eine grafische Visualisierung, die auf einem virtuellen Profil basiert, um die Auswirkungen von ColorLogics perzeptiver Umrechnung auf den perzeptiven Gamut zu zeigen. Die Gamut-Grafik basiert jedoch nicht auf Ihren tatsächlich geladenen Messdaten.

Die Darstellung des absoluten Gamuts ändert sich nicht, die Darstellung des perzeptiven Gamuts ändert sich jedoch entsprechend der ausgewählten Methode für die Perzeptive Umrechnung. Neben den verschiedenen Größen und Formen des Gamuts wird auch die Graubalance dargestellt.

Beim absoluten Intent (Absolute) wird die Graubalance als rote Linie dargestellt. Sie liegt im gelblichen Teil des Gamuts, da der Weißpunkt dieses virtuellen Profils ebenfalls eher gelblich ist.

Die gepunktete Linie stellt die Graubalance des perzeptiven Gamuts dar (Perceptual) und hängt von der gewählten perzeptiven Umrechnung ab. Daher ändert sich die Darstellung des perzeptiven Gamuts entsprechend der ausgewählten Methode für die Perzeptive Umrechnung. Wenn die perzeptive Umrechnung eher Papier-relativ ist, wie die Standard-Komprimierung, die Schwarzkompensation oder die Minimale Komprimierung (Papier-relativ), bleibt die gepunktete Linie in einer neutralen Position, das heißt, sie berücksichtigt die gelbliche Graubalance nicht.

Wenn die perzeptive Umrechnung eher Papier-absolut ist, das heißt unter Berücksichtigung der gelblichen Graubalance, konvergiert die gepunktete Linie mit der roten Linie des absoluten Gamuts. Zu den Papier-absoluten perzeptiven Methoden gehören die Absolute Komprimierung und die Minimale Komprimierung (Papier-absolut).

Wenn Erweiterte perzeptive Umrechnungsoptionen, wie Sättigung, Chroma, Helligkeit oder die Graubalance geändert werden, wird dies ebenfalls in der Grafik für den perzeptiven Gamut dargestellt. Mehr Sättigung führt zu einem größeren und etwas dunkleren perzeptiven Gamut und eine wärmere Graubalance bewirkt, dass sich die gepunktete Linie nach links ins gelbliche verschiebt.

Messdaten-Aufbereitung

Beim Erstellen von Druckerprofilen kann es notwendig werden, Messdaten zu optimieren. Die Messdaten-Aufbereitung in CoPrA umfasst die optische Aufheller-Korrektur, die Messdaten-Korrektur sowie die Vorgabe einer Abmusterungs-Lichtart.

Aufheller-Korrektur: Für hochweiße Papiere, die optische Aufheller enthalten, empfiehlt es sich eine Aufheller-Korrektur durchzuführen. Diese Korrektur sorgt dafür, dass der Effekt des optischen Aufhellers, der vom Messgerät anders bewertet wird als vom Auge, abgeschwächt wird, und keine negativen Begleiteffekte auftreten, wie zum Beispiel eine zu gelbliche Farbwiedergabe.

Empfehlung: Arbeiten Sie möglichst mit spektralen Messwerten. Wenn Sie mit spektralen Messdaten arbeiten, kann die Funktion Aufheller-Korrektur eine optimale Korrektur bei Papieren mit optischen Aufhellern erzielen. Die Korrektur wird, anders als bei farbmetrischen Messdaten (Lab-Messwerte), nur dann ausgeführt, wenn CoPrA den Papierton auch als optischen Aufheller erkennt. Sie wird jedoch nicht durchgeführt, wenn CoPrA den Papierton nicht als optischen Aufheller erkennt, zum Beispiel bei einem blau eingefärbten Papier.

Durch die Normlichtänderung nach ISO 3664:2009 werden optische Aufheller in Papieren stärker angeregt, eine geringe Korrektur ist deswegen auch bei Messgeräten mit M0-Messmethode notwendig.

Auswahl von Aufheller- und Messdaten-Korrektur

Hinweis: Wenn Sie die Auswirkungen des optischen Aufhellers im Papier gezielt korrigieren wollen, sollten Sie vor der Profilerstellung in CoPrA das Werkzeug Aufheller im Messdaten-Optimierungsprogramm ColorAnt verwenden. Deaktivieren Sie dann bitte die entsprechende Checkbox in CoPrA, um keine doppelten Korrekturen durchzuführen.

Messdaten-Korrektur: Das Ziel der Messdaten-Korrektur ist es, Messfehler zu erkennen und zu beheben, ohne dabei das Druckverhalten zu ändern. Redundante Messwerte, wie sie in typischen Testcharts auftreten, zum Beispiel im ECI2002 oder im IT8.7/4, werden zur Erkennung eines gleichmäßigen Druckverhaltens berücksichtigt und intelligent in die Korrektur einbezogen. Weitergehende Korrekturen, wie zum Beispiel die Entfernung von redundanten Messwerten oder das Glätten, können Sie in ColorAnt durchführen.

Empfehlung: Für eigene Messdaten wählen Sie die Messdaten-Korrektur als Standardeinstellung. Bei bereits geglätteten Messwerten, zum Beispiel den FOGRA-Messwerten oder Messwerten, die bereits mit ColorAnt vorverarbeitet wurden, sollten Sie diese Korrektur jedoch deaktivieren. Wenn Sie bereits eine Korrektur in ColorAnt ausgeführt haben warnt CoPrA bei der Aktivierung der Messdaten-Korrektur und/oder Aufheller-Korrektur vor einer unnötigen Doppelkorrektur.

Abmusterungs-Lichtart

Abmusterungs-Lichtart: Typischerweise werden Druckerprofile für eine Abmusterungs-Lichtart von D50 und 2 Grad Beobachter erstellt. Ist die Aufgabenstellung jedoch eine andere, zum Beispiel bei Fotos in einer Galerie unter Glühlampenlicht (entspricht in etwa Lichtart A) oder bei Displays unter einer Messebeleuchtung mit suboptimalen Lichtbedingungen (zum Beispiel bei fluoreszierendem Licht), können Sie die Lichtbedingung bei der Profilerstellung berücksichtigen.

Wählen Sie dazu eine der vier vordefinierten Lichtarten aus oder geben Sie die gemessene Lichtart als Kelvin-Wert oder als XYZ-Wert manuell ein. Ändern Sie bei Bedarf den Beobachter.

Um eine spektrale Emissions-Lichtmessung zu verwenden, wählen Sie im Drop-Down-Menü Abmusterungs-Lichtart den Eintrag Emission und wählen dann im nachfolgenden Dialog die Messdatendatei aus (TXT-, CXF- oder CSV-Datei). Sie können die Messdatendatei auch einfach per Drag-and-Drop auf das Wertefeld ziehen. CoPrA extrahiert den Weißpunkt aus der Datei und zeigt den Wert an.

Wenn Spektraldaten verfügbar sind, verwendet CoPrA diese Informationen zur Berechnung eines Druckerprofils, dass Ihre Drucke unter der gewählten Lichtart so aussehen lässt, wie sie unter der Standard-Lichtart D50 aussehen würden.

Wenn Sie mit spektralen Messdaten eines Testcharts und mit einer spektralen Lichtmessung einer Abmusterungsbedingung arbeiten (zum Beispiel D50, D65, A, Energiegleiches Spektrum, Kelvin oder Emission), verwendet CoPrA ein spektrales Farbmodell anstatt der sonst üblichen chromatischen Adaption nach CIECAM02. Die chromatische Adaption nach CIECAM02 wird nur dann verwendet, wenn Sie als Abmusterungs-Lichtart keine spektrale Lichtmessung hinterlegen und/oder wenn das Testchart nicht mit spektralen Messwerten vorliegt. Hinsichtlich der Qualität ist dies nicht die bevorzugte Methode.

Das Ändern des Beobachters ist nur bei Spektraldaten möglich. Wenn die Beobachter-Optionen deaktiviert sind, ist dies ein Hinweis darauf, dass keine Spektraldaten vorliegen.

Hinweis: Beachten Sie, dass sich CoPrA Ihre letzten Einstellungen inklusive der Abmusterungs-Lichtart merkt. Wenn Sie neue Profile erstellen, prüfen Sie bitte, ob die ausgewählte Abmusterungs-Lichtart dem Anwendungszweck des Profils entspricht, oder ob Sie nicht besser die Standard-Lichtart D50 und den Standard-Beobachter 2 Grad verwenden sollten.

Lichter

Im Flexodruck kommt es häufig vor, dass die ersten druckenden Farbtöne einen sehr hohen Tonwertzuwachs aufweisen. In den Lichtern wird bei manchen Flexodruckverfahren bis zu einem bestimmten Prozentwert kein Tonwert übertragen. Insbesondere für Proofanwendungen ist die Simulation dieser Prozesseigenschaften sehr wichtig, um im Lichterbereich auch wirklich das finale Druckergebnis zu simulieren. Für die Produktion und die Separation mit dem Profil kann zudem eine Anhebung von Lichtertonwerten notwendig werden.

In CoPrA haben wir aus diesem Grund vier Einstellungen für die Lichter integriert (siehe Screenshot).

Einstellungen für die Lichter

Standard: Gibt das “normale” Verhalten der Profilierung in den Lichterbereichen vor. Verwenden Sie diese Einstellung bei allen Druckverfahren, die keine besonderen Anforderungen an den ersten druckenden Ton stellen.

Erster druckender Ton (Weiß erhalten): Mit dieser Einstellung geben Sie vor, wann der erste druckende Ton im Profil berücksichtigt und im Proof (Hardcopy- oder Softproof) erscheinen soll. Bei der Separation mit dem Profil bleibt das Papierweiß erhalten, und kleine Tonwerte werden sofort mit einem starken Kurvenanstieg auf den eingestellten Tonwert angehoben.

Erster druckender Ton (Minimaler Ton): Legt fest, wann der erste druckende Ton im Profil berücksichtigt und im Proof (Hardcopy- oder Softproof) erscheinen soll. Bei der Separation mit dem Profil wird mit dieser Einstellung bereits im Weiß ein Tonwert in allen Kanälen gedruckt, der dem eingestellten Prozentwert entspricht.

Druckender Ton bei 1 % (Proof): Mit dieser Einstellung definieren Sie den Tonwert, der in der Proofrichtung des Profils bei 1 % erreicht werden soll. In der Separationsrichtung des Profils wird jedoch die Einstellung Standard verwendet (im Gegensatz zu den anderen Lichter-Einstellungen).

Aus den Daten: Falls die geladenen Messdaten genügend Stützpunkte in den Lichtern enthalten, stellt CoPrA außerdem Informationen über den Start des ersten druckenden Tons in den Messdaten bereit. Diese Information dient als Richtwert, um festzulegen, welcher Wert im Eingabefeld rechts eingetragen werden sollte (siehe Screenshot).

Aus den Daten wird nur angezeigt, wenn die Daten eine abweichende Erkennung des ersten druckenden Tons zum Standard ermöglichen.

Farberzeugung

Farberzeugung

Multicolor-Modus: Legt fest, wie die Farben in den einzelnen Separationen aufgebaut werden. Der Multicolor-Modus steht nur zur Verfügung, wenn Multicolor-Messdaten geladen wurden. Zur Nutzung der Multicolor-Funktionen ist eine Multicolor-Lizenz erforderlich.
Hinweis: Multicolor-Modi, die für die geladenen Messdaten nicht empfohlen werden, sind im Drop-down-Menü rot hervorgehoben.
In manchen Fällen wird im unteren Teil des Fensters eine Warn- oder Informationsmeldung angezeigt, wenn die geladenen Daten womöglich einen anderen Modus erfordern, als den momentan ausgewählten.

Auswahl des Multicolor-Modus

In CoPrA werden die ersten drei Kanäle als Hauptfarben betrachtet (typischerweise CMY). Sie sollten einen möglichst guten Farbraum (Gamut) aufspannen und für die Erstellung einer bunt aufgebauten Grauachse geeignet sein. Der vierte Kanal sollte Schwarz sein, wenn eine Separation mit UCR/GCR gewünscht ist.

Wenn Schwarz in den Multicolor-Messdaten nicht vorhanden ist, und der  Modus Automatisch  ausgewählt ist, wird dies von CoPrA erkannt und es wird keine Separation erzeugt. Die Schwarzseparation wird deaktiviert, wenn der Maximalschwarz-Wert in der Schwarzpunkt und TAC-Einstellung 0 % beträgt. Die zusätzlichen Sonderfarbenkanäle (zum Beispiel Orange, Grün oder Violett in einem CMYKOGV-7C-Datensatz) werden als farbraumerweiternde Farben behandelt. Der Multicolor-Modus legt fest, wie die farbraumerweiternden Farben mit den Hauptfarben verrechnet werden.

Stark: Mit diesem Multicolor-Modus wird möglichst viel Sonderfarbe eingerechnet, dementsprechend werden weniger Hauptfarben in den hochgesättigten Farbbereichen verwendet. Dies führt zu einer stärkeren Nutzung der farbraumerweiternden Sonderfarbenkanäle und zu entsprechend höher gesättigten Farben im Ausdruck.

Glatt: Verwenden Sie diese Methode, wenn mehr CMY notwendig ist und eine besonders glatte und harmonische Separation mit den farbraumerweiternden Farben angestrebt wird.
Hinweis: Die beiden Multicolor-Modi Glatt und Stark arbeiten ähnlich, jedoch werden bei Glatt weniger farbraumerweiternde Sonderfarbenkanäle benutzt.

Glatt - mit Spezialfarben und Stark - mit Spezialfarben: Diese beiden Multicolor-Modi richten sich an Anwendungen im industriellen Drucksektor, wie zum Beispiel den Keramikdruck, bei dem zu den Hauptfarben entweder zusätzliche farbraumerweiternde helle (z. B. Pink) oder dunkle Farben (z. B. Braun) eingesetzt werden. Sie stellen eine Erweiterung der bestehenden Multicolor-Modi Glatt und Stark dar, verwenden jedoch auch Zusatzfarben, die normalerweise nicht verwendet werden können. Die Zusatzfarbe Pink wird zum Beispiel zusammen mit einem dunkleren Magenta in der Magenta-Gradation genutzt. In den hellen Bereichen der Gradation wird dabei Pink verwendet und in den dunklen Bereichen Magenta.

Hinweise:

  1. Die Graubalance wird bei Verwendung dieser beiden Multicolor-Modi zusätzliche Kanäle aufweisen, da die hellen oder dunklen Farben mit in die Gradationen und damit die Graubalancekurven aufgenommen werden.
  2. Diese beiden Multicolor-Modi unterstützen auch die Profilierung von Lite-Inks, wie zum Beispiel helles und dunkles Cyan und Magenta. Grundsätzlich sollten helle und dunkle Farben besser im Drucker, beziehungsweise RIP, verarbeitet werden. Falls Sie aber nicht im RIP vorverarbeitet werden, sind besonders große Testcharts für die Profilierung erforderlich.
  3. Es ist auch möglich, helles Grau mit Schwarz zu kombinieren, was bei einigen Druckverfahren, wie dem Flexodruck, auffällige Artefakte in den Lichtern maskieren kann. Auch in diesem Fall müssen geeignete Testcharts verwendet werden.

Wenige Farben generieren: Dieser Multicolor-Modus ist für den Verpackungsmarkt interessant, da hierbei die Farbseparationen so angelegt werden, dass zum Beispiel bei einem zu erzeugenden Rot-Farbton möglichst viel von einer rötlichen Sonderfarbe und sehr wenig bis gar kein Magenta und Gelb eingesetzt wird. Pro Farbsegment werden maximal zwei bis drei Farben verwendet, so dass dieser Multicolor-Modus auch zum Einsparen von Prozessfarben gut geeignet ist. Allerdings ist der Schwarzaufbau nicht steuerbar und wird mit dem (Separations-) Modus Maximales Schwarz aufgebaut.

Hinweis: Anders als bei den Multicolor-Modi Stark, Glatt und Nur CMYK benutzen haben Sie bei dem Multicolor-Modus Wenige Farben generieren keinen Einfluss auf die Farberzeugung. Dementsprechend werden diese Einstellungsparameter ausgegraut.

Nur CMYK benutzen: Mit dieser Methode wird ein Multicolor-Druckerprofil erstellt, das zwar die gewünschte Anzahl an Kanälen (zum Beispiel sieben Kanäle) verwendet, jedoch nur aus CMYK aufgebaut ist. Die farbraumerweiternden Sonderfarbenkanäle werden in der Separation nicht benutzt, jedoch bei der Simulation von Farben durchaus verwendet.

Hinweise:

  1. Im Verpackungsdruck besteht gelegentlich der Wunsch, dass mit CMYK aufgebaute Bilder und Vektoren, trotz Konvertierung in einen Multicolor-Farbraum, weiterhin mit möglichst nur minimal veränderten CMYK-Werten und ohne Sonderfarben aufgebaut werden. Nur Sonderfarben, die im PDF als DeviceN vorliegen (zum Beispiel Pantone-Farben), sollen in einem solchen Szenario in den großen Multicolor-Farbraum konvertiert werden. Ein solcher Workflow ist realisierbar, wenn in CoPrA mit der Multicolor-Methode Nur CMYK benutzen ein separationserhaltendes CMYK-zu-Multicolor-DeviceLink-Profil erstellt wird und anschließend eine Sonderfarbenkonvertierung der PDF-Dateien mit dem Farbserver ZePrA von ColorLogic erfolgt.
  2. In CoPrA sind alle Schwarzerzeugungs-Einstellungen darauf ausgelegt, dass Schwarz in den Messdaten vorhanden ist. Schwarz muss daher in den Messdaten oder ICC-Profilen als vierter Kanal vorhanden sein.
    Wenn dies nicht der Fall ist, wenn also beispielsweise Blau statt Schwarz im vierten Kanal vorhanden ist, beziehen sich alle Einstellungen im Reiter Farberzeugung weiterhin auf den vierten - jetzt blauen - Kanal. Wenn in Ihren Messdaten Schwarz also nicht der vierte Kanal sein sollte, wird dieser Kanal dennoch wie Schwarz behandelt. Auf diese Weise können Sonderfarben für die Berechnung der Graubalance und des Schwarzpunkts eingesetzt werden.

CMY+White: Dieser Multicolor-Modus muss gewählt werden, wenn die Messdaten neben drei Primärfarben auch Weiß als Farbkanal enthalten. CMY bezieht sich auf alle drei Primärfarben, die einen guten Farbraum bilden und eine Graubalance enthalten. Dieser Modus definiert Voreinstellungen für die Separation, die die Farbe des Hintergrunds (zum Beispiel das schwarze Substrat) und die weiße Tinte in der Separation verwenden. Er wählt automatisch die optimalen Einstellungen aus, daher sind alle anderen Farberzeugungselemente deaktiviert, nur der Gesamt-TAC kann unter Schwarzpunkt und TAC eingestellt werden.
Beachten Sie bitte, dass das resultierende ICC-Profil ein Multicolor-Profil (4CLR-Profil) ist.

CMYK+White: Dieser Multicolor-Modus muss gewählt werden, wenn die Messdaten neben Schwarz und drei Primärfarben auch Weiß als Farbkanal enthalten. CMY bezieht sich auf alle drei Primärfarben, die einen guten Farbraum bilden und eine Graubalance enthalten. Dieser Modus definiert Voreinstellungen für die Separation, die die Farbe des Hintergrunds (zum Beispiel das schwarze Substrat) und die weiße Tinte in der Separation verwenden. Er wählt automatisch die optimalen Einstellungen aus, daher sind alle anderen Farberzeugungselemente deaktiviert, nur der Gesamt-TAC kann unter Schwarzpunkt und TAC eingestellt werden.
Für den Farbwert, der als Schwarzpunkt angenommen wird, d. h. die dunkelste Farbe, wird eine vordefinierte Kombination mit 100 % schwarzer Druckfarbe gedruckt auf dem schwarzen Substrat verwendet.
Beachten Sie bitte, dass das resultierende ICC-Profil ein Multicolor-Profil (5CLR-Profil) ist.

Hintergrund: Für farbgemanagte Farbdrucke auf schwarzen Substraten, wie zum Beispiel Textilien, muss zuerst weiße Tinte verwendet werden. Die anderen Farben müssen dann auf die weiße Tinte aufgetragen werden, um farbintensive Grafiken zu erhalten.
HInweis: Zum Erstellen von Profilen mit Weiß sind spezielle Testcharts erforderlich, die im Testchart-Unterordner Special für die beiden Fälle CMY+White_on_Black und CMYK+White_on_Black zu finden sind.

Schwarzerzeugung: Über diese Einstellung definieren Sie die Methode zur Erzeugung von Schwarz im Zielfarbraum und nehmen so global auf die Separation Einfluss. Im Drop-down-Menü Modus stehen Ihnen  fünf verschiedene Methoden zur Schwarzerzeugung zur Auswahl:

Auswahl des Farberzeugungs-Modus

Automatisch: Wählt unter Berücksichtigung der Messdaten eine mittlere GCR-Stärke aus.

UCR: Erlaubt es, den Schwarzstart und die Schwarzbreite einzustellen.

GCR: Erlaubt zusätzlich die Einstellung der GCR-Stärke.

Minimales Schwarz: Verwendet Schwarz nur minimal und sorgt für einen maximalen Buntaufbau.

Maximales Schwarz: Verwendet Schwarz maximal und sorgt für einen maximalen Unbuntaufbau.

Die Methoden UCR, GCR, Minimales Schwarz und Maximales Schwarz generieren eine neue Separation, unabhängig von der Separation des Zielprofils.

GCR-Stärke: Sie legt fest, wie viele CMY-Anteile durch Schwarz ersetzt werden. Bei 0 wird nur ein geringes GCR verwendet, das sich hauptsächlich in den Tiefen auswirkt und bei 100 ein sehr starkes GCR, das von den Tiefen bis in die Lichter hineinwirkt.

Startschwarz: Definiert den Startpunkt der Schwarzerzeugung. Wenn das Minimum an C, M, Y, diese Grenze überschreitet, wird Schwarz eingesetzt.

Schwarzbreite: Definiert den Raum außerhalb des farbneutralen Bereichs, in dem Schwarz generiert wird. Je niedriger dieser Wert, umso weniger Schwarz wird außerhalb des farbneutralen Bereichs erzeugt.

GCR, Schwarzstart und Schwarzbreite

100 % Schwarz: Hiermit können Sie verhindern, dass ein rein schwarzer RGB-Text nach einer Konvertierung über ein CMYK-Profil vierfarbig aufgebaut wird und dadurch bunt aufgebaut wirkt, was bei Office-Dokumenten häufig der Fall ist. Mit 100 % Schwarz wird ein RGB-Wert 0/0/0 auf 0-0-0-100 (also 100 % Schwarz) umgesetzt.

Reines Grau: Mit dieser Einstellung wird die Graubalance in einem CMYK-Druckerprofil nur mit schwarzer Druckfarbe aufgebaut. Dies ergibt allerdings nur Sinn, wenn das Drucksystem mit einem sehr neutralen Schwarz von den Lichtern bis in die Tiefen ausgestattet ist.
Hinweis: Diese beiden Optionen sind sehr speziell und sollten nur in begründeten Ausnahmefällen verwendet werden.

Benutzte Kanäle: Definiert die Kanäle, die in einem Profil verwendet werden und bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit, Kanäle beim Separieren von Daten auszuwählen oder auszuschließen. Die Auswirkungen, die das Ein- oder Ausschließen von Kanälen auf die Kurven und den Gamut hat, werden sofort in der nebenstehenden Grafik visualisiert und der nun resultierende Wert für den Schwarzpunkt wird angezeigt.

Standardmäßig werden alle Farben eines Profils verwendet. Um eine Farbe auszuschließen klicken Sie einfach auf das gewünschte farbige Symbol, dabei können mehrere Farben ausgeschlossen werden. Ausgeschlossen Farben werden ausgegraut dargestellt und sind mit einem X versehen. Um eine ausgeschlossenen Farbe wieder zu verwenden klicken Sie einfach erneut auf das farbige Symbol.

Ausschließen von Kanälen

Hinweis: Bei Multicolor-Profilen ist die Funktion besonders intelligent, da sie beim Ausschluss eines Kanals (z. B. Cyan) in den Multicolor-Kanälen nach einer Ersatzfarbe sucht, die den fehlenden Kanal in der Graubalance ausgleichen kann. Die ersatzweise berechneten Multicolor-Kanäle werden im Bedienfeld Schwarzpunkt und TAC für den Schwarzpunkt ausgegraut angezeigt (siehe auch Screenshots dazu im Ausklappmenü Schwarzpunkt und TAC.

 Beispiel: Wenn eine braune Schokoladenverpackung in CMYK ohne Verwendung von Cyan in der Separation gedruckt werden soll, kann ein CMYK-Druckerprofil erstellt werden, das nur MYK verwendet. Ein solches Profil vermeidet unerwünschte Cyantöne in der Separation und die Farbkonvertierung dieser Verpackung würde optisch fast wie eine Konvertierung mit dem vollen CMYK-Profil erscheinen.

Dot-on-Dot vermeiden: Verhindert Farbkombinationen von Schwarz und Violett/Blau, die im AM-Druck Dot-on-Dot-Effekte hervorrufen können. Ersetzt einen Teil des Schwarzes durch CMY, wodurch Dot-on-Dot Effekte vermieden werden. 

Hintergrund: Beim Drucken mit gamuterweiternden Prozessfarben wie CMYK+Orange+Grün+Violett/Blau im traditionellen AM-Raster werden die Prozessfarben Violett oder Blau oft auf den gleichen Rasterwinkel wie Schwarz gesetzt. Dies kann zu sogenannten Dot-on-Dot-Problemen führen, die Farb- und Helligkeitsabweichungen zur Folge haben. Das Vermeiden von schwarzen und violetten/blauen Farbkombinationen in Separationen würde jedoch den verfügbaren Gamut erheblich reduzieren und auch verhindern, dass dunkle bläuliche Sonderfarben originalgetreu wiedergegeben werden. Wenn die Funktion Dot-on-Dot vermeiden aktiviert ist, verwendet die Separation bei Kombinationen mit Violett/Blau daher mehr CMY-Farben als Schwarz.

Diese Funktion funktioniert optimal, wenn ein später Schwarzstart und ein eher schwaches GCR oder sogar eine UCR-Schwarzerzeugung verwendet wird.

Hinweis: Andere Farbkombinationen mit den gleichen AM-Rasterwinkeln wie Cyan und Orange oder Magenta und Grün werden von dieser Funktion nicht berücksichtigt, da diese Kombinationen ohnehin nur selten in Separationen verwendet werden.

Kurven und Gamut: Visualisiert die Auswirkungen aller Einstellungsänderungen. Wenn Sie Einstellungen ändern, visualisiert die Gamut-Darstellung sofort alle Änderungen der Gamut-Form und zeigt eine Echtzeitvorschau der geladenen Daten. Zusätzlich wird das Gamut-Volumen berechnet und in Lab-Einheiten angezeigt, wodurch die Einstellungen, die den größten Gamut kreieren, leicht gefunden werden können (größte Zahl).

Beispiel: Die Gamut-Darstellung kann zum Beispiel aufzeigen, wie eine Verringerung der Schwarzbreite oder ein sehr später Schwarzstart die Fähigkeit eines Profils beeinträchtigt, dunkle Farben wiederzugeben.

Grafische Darstellung des Farbraums

Schwarzpunkt und TAC

Im Bedienfeld Schwarzpunkt und TAC definieren Sie sowohl den Gesamtfarbauftrag (TAC) als auch den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC). Der Schwarz-TAC definiert den dunkelsten Farbwert in einem Profil – in der Regel ist dies gleichzeitig der Wert mit dem maximalen Farbauftrag (TAC).

Unter Vorgabe befindet sich neben den farbigen Symbolen ein Zahlenfeld, dass die im Profil verwendete Tintenmenge anzeigt. Je nach ausgewählter Schwarzberechnung sind die Zahlenfelder entweder aktiviert oder ausgegraut.

Hinweis: Die Standardfenstergröße schneidet die Eingabefelder für Multicolor-Kanäle ab, wenn viele Kanäle verwendet werden. Vergrößern Sie das Fenster, um die Eingabefelder für alle Farben anzuzeigen.

Vorgabe von TAC-Werten

Schwarzberechnung: Bei der Schwarzberechnung können Sie aus vier verschiedenen Einstellungen auswählen:

Einstellungen für die Schwarzberechnung

Automatisch: Mit dieser Einstellung erfolgt die Berechnung des optimalen Schwarzpunkts unter Berücksichtigung der Messdaten. Dabei werden die von Ihnen vorgegebenen Schwarz-TAC- und Maximalschwarz-Werte als Grenzwerte betrachtet, die zwar nicht über-, aber unterschritten werden dürfen, wenn dies rechnerisch möglich ist.

Es werden alle Kanäle verwendet, um den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC) zu erzeugen, daher ist die Bearbeitung der Kanäle deaktiviert. In diesem Modus werden neben den ersten vier Kanälen (in der Regel CMYK) keine Multicolor-Kanäle verwendet.
Hinweis: Falls Sie keine Vorgabe für den Schwarz-TAC haben, empfehlen wir 400 % für den Schwarz-TAC als Startwert für die automatische Berechnung einzustellen.

Neutrales-CMY: Gleicht die CMY-Werte an einen von Ihnen definierten Maximalschwarz-Wert an, um einen neutralen Schwarzpunkt zu erzeugen. Dazu sollten Sie den Schwarz-TAC und das Maximalschwarz auf die für Ihren Bedruckstoff idealen Werte einstellen. Die beiden Werte werden als Richtwerte für die Separation verwendet, können aber unterschritten werden.
Ermöglicht die Anpassung des Schwarz-Kanals (oder prinzipiell des vierten Kanals) und den Multicolor-Kanälen. Wenn Sie einen zu erzielenden Multicolor-Farbwert eingeben wird er - wie der Maximalschwarzwert - festgelegt und die CMY-Werte werden entsprechend angepasst.

Hinweis zum Ausschließen von Kanälen:
Grundsätzlich ermöglicht Neutrales-CMY die Bearbeitung des Schwarz-Kanals (oder prinzipiell des vierten Kanals) und den Multicolor-Kanälen. Die CMY-Kanäle werden ausgegraut (siehe Screenshot).

Mit der Einstellung Neutrales-CMY können Schwarz und die Multicolor-Kanäle editiert werden

Wenn jedoch ein Kanal ausgeschlossen wird, wird in den Multicolor-Kanälen nach einer Ersatzfarbe gesucht, die den fehlenden Kanal in der Graubalance ausgleichen kann. Die ersatzweise berechneten Multicolor-Kanäle werden im Bedienfeld Schwarzpunkt und TAC für den Schwarzpunkt ausgegraut (siehe Screenshot).

Ersatz des ausgeschlossenen Cyan-Kanals durch einen Multicolor-Kanal, der dann nicht mehr editiert werden kann.

Vorgabe: Mit dieser Einstellung können Sie den Schwarzpunkt in den Eingabefeldern definieren. Der Schwarz-TAC-Wert wird daraufhin neu berechnet. Ermöglicht die Bearbeitung aller Kanäle, es können also auch die Multicolor-Kanäle angepasst werden.

Hinweise:

  • CoPrA berechnet den Lab-Wert auf Grundlage Ihrer Vorgabewerte. Damit können Sie sofort sehen, welche Auswirkungen sich durch Änderungen der Vorgabewerte ergeben. Falls Sie die Empfehlung von CoPrA bevorzugen, wählen Sie die Einstellungen Neutrales-CMY oder Automatisch.
  • Bei Multicolor-Profilen mit mehr als vier Kanälen können Sie neben den ersten vier Kanälen (typischerweise CMYK) auch die Multicolor-Kanäle für den Schwarzaufbau einsetzen. Der maximale Gesamtfarbauftrag (TAC) kann jedoch nicht mehr als  400 % betragen. Mit den Einstellungen Neutrales-CMY und Vorgabe können Werte für die Multicolor-Kanäle manuell eingegeben werden, die dann zur Berechnung des Schwarz-TAC verwendet werden. In den meisten Fällen ist das nicht erforderlich, aber manchmal kann ein dunkler Multicolor-Kanal den Kontrast und die Zeichnung erhöhen. Dies kann leicht durch eine manuelle Eingabe von Werten in die Multicolor-Kanäle anhand der resultierenden Lab-Werte (unterhalb der Zahlenfelder) überprüft werden. Wenn sich der L*-Wert durch die Verwendung eines bestimmten Multicolor-Kanals verringert, während die a*b*-Werte im Wesentlichen unverändert bleiben, ist es sinnvoll, diesen Kanal zu nutzen.  Allerdings verwendet die Graubalance des Profils dann auch mehr als vier Kanäle.

Hinweis: Mit den Einstellungen Automatik und Neutrales-CMY versucht CoPrA möglichst  neutrale a*- und b*-Werte bei der Schwarzberechnung zu verwenden. Wenn Sie für die Schwarzberechnung die Einstellung Vorgabe wählen, können Sie den Schwarzpunkt unabhängig von einer erzielbaren Neutralität dieser beiden Werte einstellen. Berücksichtigen Sie dabei, dass dies dann zu einem bunten Schwarzpunkt führen kann, was Sie an den a*- und b*-Werten erkennen können.

TAC: Hier definieren Sie den maximalen Gesamtfarbauftrag (Wertebereich: 0 bis 400 %). Der eingestellte Wert darf nicht überschritten werden. Dies gilt auch für Multicolor-Profile. Der TAC kann auch für 2- oder 3-Kanal-Profile eingestellt werden.

Schwarz-TAC: Der Schwarz-TAC ist die Summe aller Farbwerte. Der Wert, der sich aus Ihren Einstellungen für den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC) ergibt, wird nach kurzer Berechnung unter dem Textfeld Vorgabe neben dem berechneten Lab-Wert in Prozent angezeigt (rote Umrahmung im unteren Screenshot).

Hinweis: Die Regler begrenzen sich bei der Einstellung gegenseitig, so dass der TAC nie niedriger als der Schwarz-TAC sein kann (er kann jedoch höher sein).

Maximalschwarz: Hier geben Sie die durch die Separation maximal zu verwendende Menge an schwarzer Druckfarbe/Tinte an (Wertebereich: 0 bis 100 %). Beachten Sie, dass sich die Eingabe grundsätzlich auf den vierten Kanal bezieht und dieser im Multicolor-Fall durchaus nicht schwarz, sondern eine Buntfarbe sein kann. Zudem wird grundsätzlich der vierte Kanal im Schwarz-TAC für den dunkelsten Punkt des Profils, den Schwarzpunkt, verwendet.

Schwarzpunkt und TAC

TAC und Schwarz-TAC: Viele moderne Drucksysteme ermöglichen einen Schwarzpunkt mit immer geringerem Farbauftrag. Teilweise kann die dunkelste Tiefe (Schwarz-TAC) mit reinem Schwarz gedruckt werden, d. h. im Extremfall kann bereits ein Schwarzpunkt von nur 100 % K ausreichend sein. Natürlich ist so ein niedriger Gesamtfarbauftrag nicht für andere Farbbereiche geeignet – damit könnten Sie nicht einmal ein Vollton-Rot, Grün oder Blau drucken! Daher haben wir den Schwarz-TAC vom Gesamtfarbauftrag (TAC) getrennt. Dies ermöglicht eine optimale Einstellung für die Schwarzpunktberechnung, ohne den Farbraum einzuschränken.

Einstellen des Schwarz-TAC

Der Wert für den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC), der sich aus Ihren Einstellungen ergibt, wird nach kurzer Berechnung unter dem Textfeld Vorgabe neben dem berechneten Lab-Wert in Prozent angezeigt (rote Umrahmung im unteren Screenshot).

Der Lab-Wert ist besonders praktisch, um die Auswirkung einer Änderung des Gesamtfarbauftrages oder des Schwarz-TAC auf den Schwarzpunkt beurteilen zu können. Je kleiner der L*-Wert, desto tiefer das Schwarz und umso höher der Kontrast.

TAC und Schwarz-TAC können in CoPrA getrennt voneinander eingestellt werden
Bei traditionell arbeitenden Drucksystemen sind der durch die Separation erzeugte Gesamtfarbauftrag (TAC) und der Schwarzpunkt-TAC identisch. Jedoch zeigt sich sowohl bei industriellen Druckanwendungen als auch bei vielen Digitaldrucksystemen, dass der Schwarzpunkt viel niedriger gewählt werden kann als der Gesamtfarbauftrag. Eine Trennung der beiden Werte ist in solchen Fällen notwendig, um eine gute Graubalance mit hohem Kontrast bei dennoch hochgesättigten Farben erzielen zu können.

Die Vorteile eines getrennt einstellbaren Schwarz-TAC
Wie wichtig es ist, den Schwarz-TAC getrennt vom Gesamtfarbauftrag (TAC) einstellen zu können möchten wir anhand eines Digitaldrucksystems verdeutlichen. Nehmen wir an, dass Sie den Schwarz-TAC nicht gesondert einstellen könnten und mit identischen Werten für TAC und Schwarz-TAC auskommen müssten. Wenn Sie dann die Einstellung Automatisch für die Schwarzpunktberechnung verwenden und einen TAC von 300 % angeben (und somit auch einen Schwarz-TAC von 300 %), berechnet Ihnen CoPrA den besten Schwarzpunkt für diesen Fall. Es resultiert ein Gesamtfarbauftrag von 275 % mit einem neutralen Schwarzpunkt (a* und b* sind jeweils 0), der allerdings mit einem recht hellen L* von 22 verbunden ist (im Screenshot rot umrandet).

CoPrA ermöglicht es jedoch den Schwarz-TAC getrennt vom Gesamtfarbauftrag (TAC) einzustellen. Da reines Schwarz in Digitaldrucksystemen bei einigen Systemen als dunkelste druckende Farbe verwendet wird, können Sie den Schwarz-TAC auf 100 % reduzieren und einen Schwarzpunkt mit einem deutlich niedrigeren L*-Wert von 9.8 erzielen. Mit der getrennten Einstellung des Schwarz-TAC kann also ein deutlich höherer und besserer Kontrast erreicht werden, als mit der Verwendung eines an den TAC gekoppelten Schwarz-TAC von 300 %. Mit der Wahl eines Gesamtfarbauftrages (TAC) von 300 % stellen Sie zudem sicher, dass hochgesättigte Farben dargestellt werden können. Ohne Trennung der beiden TAC-Werte sind diese gezielten Einstellungen nicht möglich.

Profileinstellungen

Format, Größe und Weiterverarbeitung

Im letzten Schritt der Profilerstellung können Sie einen Profilnamen vergeben, sowie Format und Größe des Profils festlegen (siehe Screenshot).

Name: Hier können Sie einen Namen für das Profil festlegen.

Vorlagen: Ermöglicht die Auswahl und Kombination von Namenskomponenten aus einer Liste. Diese Auswahl kann dann auch als eigene Vorlage gespeichert werden. 

Die zuletzt ausgewählte Vorlage wird beim Erstellen neuer Profile verwendet, so dass die Benennung der Profile automatisiert erfolgt.

Die verfügbaren Namenskomponenten hängen vom aktuellen Profiltyp ab und beinhalten  Datum, Datum und Uhrzeit, Name der Messdatendatei, Quell– und Zielprofile, Name der aktuellen Voreinstellung und andere. Jede Namenskomponente kann an einer beliebigen Position unter Vorlage hinzugefügt werden (die Position wird mit dem Mauszeiger gewählt). Der folgende Bereich Beispiel zeigt den sich daraus ergebenden Namen. Neben den Namenskomponenten können eigene Namenskomponenten an jeder beliebigen Stelle im Bereich Vorlage hinzugefügt werden.

Format: Hier legen Sie das Format für das Profil fest. Als Grundeinstellung ist ein ICC-Format gemäß der Spezifikation V2 zu empfehlen. Sie können aber auch das neuere ICC V4-Format wählen. Dabei müssen Sie jedoch sicherstellen, dass Ihre Programme dieses Format auch richtig unterstützen.

Hinweis: Profile im ICC V4-Format werden in ColorLogic-Produkten konsistent und richtig verwendet.

Größe: Die Einstellung Groß ist eine gute Wahl. Mit der Größe legen Sie die Anzahl der Stützstellen im Profil fest und bestimmen den Platzbedarf des generierten Profils. Kleine Profile sollten nur zu Testzwecken verwendet werden. Sehr große Profile können bei einer Nutzung in nachfolgenden Programmen die Verarbeitung verlangsamen. Darüber hinaus können einige Programme nicht mit sehr großen Profilen umgehen.

Weiterverarbeitung

Profil-Report erstellen: Wir empfehlen diese Checkbox zu aktivieren. Der PDF-Report enthält Statistiken zur Darstellung von Graubalancen, Farbkurven, Farbumfängen sowie Farbauszüge aus konvertierten Testdateien und gibt Ihnen so einen Überblick über die Qualität Ihres Profils.

CMYK-Profil berechnen: Ist nur beim Erstellen von Multicolor-Druckerprofilen verfügbar. Hiermit wird  nur der CMYK-Anteil aus den Multicolor-Daten genutzt, um ein CMYK-Profil zu erstellen. Dies kann zum Beispiel hilfreich sein, um bei einer PDF-Datei die Ansicht des CMYK-Anteils einer Multicolor-Konvertierung in PDF-Viewern zu ermöglichen, die Multicolor-Profile nicht unterstützen.

Preview-Profile speichern: Ist nur beim Erstellen von Multicolor-Druckerprofilen verfügbar. Wenn Sie diese Checkbox aktivieren wird zusätzlich ein ICC-Preview-Profil generiert, welches Sie als Softproof-Profil in Adobe Photoshop verwenden können.

Hinweise: Preview-Profile sind ausschließlich für Proofanwendungen geeignet.
Es kann in einem Arbeitsschritt entweder ein Preview-Profil oder ein CMYK-Profil berechnet werden, aber nicht beides.

Speichern: Profile werden im Ordner Profiles (macOS) bzw. color (Windows) gespeichert (macOS: /Users/Username/Library/ColorSync/Profiles, Windows: C:\Windows\System32\spool\drivers\color). Das Berechnen und Speichern von Profilen ist nur mit einer Registrierung möglich.

Hinweis: CoPrA-SP-Profile werden im Unterordner Licensed-Profiles im ColorLogic-Ordner gespeichert.

Preview-Profile (Vorschauprofile)

Einführung: Softproof mit Preview-Profilen

Preview-Profile ermöglichen den Softproof von Bilddateien bei der DeviceLink-Profilierung und der Multicolor-Druckerprofilierung, ohne die Datei dafür tatsächlich konvertieren zu müssen. So wird es zum Beispiel möglich, eine echtfarbige Darstellung von Bildern zu erhalten, die in den Multicolor-Farbraum konvertiert werden sollen, um schon vor der Multicolor-Konvertierung überprüfen zu können, welche Ergebnisse erzielt werden würden (mehr dazu finden Sie weiter unten im Text). Gleiches gilt für die DeviceLink-Konvertierung. Auch hier kann in Photoshop an den Originaldaten mit Hilfe des DeviceLink-Preview-Profils überprüft werden, wie die eigentliche Konvertierung mit diesem DeviceLink visuell aussehen würde.

Preview-Profile können bei der Profilerstellung gleichzeitig mit den eigentlichen Profilen erstellt und gespeichert werden. Aktivieren Sie hierfür die Checkbox Preview-Profile speichern (siehe Screenshots). Preview-Profile erhalten das Suffix “preview” im Profilnamen und werden im Ordner Profiles (macOS) bzw. color (Windows) gespeichert (macOS: /Users/Username/Library/ColorSync/Profiles, Windows: C:\Windows\System32\spool\drivers\color). Durch einen Rechtsklick auf das (Preview-) Profil im Profile Manager und Wahl des Kontextmenüeintrags Datei anzeigen gelangen Sie direkt zum Speicherort des gewählten (Preview-) Profils.

Erstellen von Preview-Profilen bei der Multicolor-Druckerprofilierung.

Erstellen von Preview-Profilen bei der DeviceLink-Profilierung.

Das erstellte Preview-Profil ist ein Druckerprofil, dass den gleichen Farbraum hat, wie das Quellprofil des DeviceLinks. Sie können es als Softproof-Profil verwenden, zum Beispiel in Adobe Photoshop. Preview-Profile können Sie für folgende DeviceLink-Kombination erstellen: RGB-zu-CMYK, RGB-zu-Multicolor, CMYK-zu-CMYK und CMYK-zu-Multicolor.

Hinweis: Für DeviceLink-Profile mit mehr als vier Kanälen als Quellfarbraum können keine Preview-Profile erstellt werden, da in Adobe Photoshop nur Preview-Profile der Farbräume Grau, RGB oder CMYK genutzt werden können. Multicolor-Druckerprofile sind davon nicht betroffen, da diese immer RGB-Profile sind und somit in Photoshop verwendet werden können.

Beispiele: Wenn Sie Ihre RGB-Bilddaten im RGB-Modus an die gewünschte CMYK-Druckbedingung anpassen möchten, können Sie das Preview-Profil Ihres RGB-zu-CMYK-DeviceLinks als Softproof-Profil in Adobe Photoshop verwenden, um zu überprüfen, wie das Bild nach der Konvertierung aussehen würde. Auf diese Weise können Sie gezielte RGB-Korrekturen durchführen, ohne die RGB-Datei frühzeitig konvertieren zu müssen. Gerade im Hinblick auf die RGB-Bilddatenhaltung in medienneutralen Workflows ist ein Preview-Profil eine sehr hilfreiche Funktion.

Für Multicolor-Druckerprofile lassen sich zudem auch Preview-Profile erstellen, die es ermöglichen, eine Echtfarbsimulation der Farbdarstellung vor Anwendung des Multicolor-Profils zu erhalten. Zwar ermöglicht es Adobe Photoshop ab Version CS4 Bilddaten mit Multicolor-Profilen zu konvertieren, jedoch ist die Farbdarstellung von Mehrkanal-Dateien nicht echtfarbig. Eine Echtfarbdarstellung ist bisher nur mit zusätzlichen Plug-ins und einem erhöhten Arbeitsaufwand möglich. Mit der Preview-Profil-Funktion wird ein RGB-Druckerprofil erstellt, das die gleiche farbliche Wiedergabe erzeugt, wie das eigentliche Multicolor-Profil. Dieses Preview-Profil können Sie im Softproof auf Ihre Originalbilddaten anwenden.

Hinweis: Preview-Profile sind nur für den Softproof gedacht und sollten auf keinen Fall für die eigentliche Konvertierung genutzt werden. Ein Preview-Profil gibt eine gute visuelle Vorschau über das zu erwartende Ergebnis einer DeviceLink-Konvertierung, jedoch können die Spezialfunktionen eines DeviceLinks nicht 100 %ig nachgebildet werden, zum Beispiel die tatsächliche Reinhaltung von Farben.

Verwenden von Preview-Profilen für DeviceLinks in Adobe Photoshop

  1. Öffnen Sie die originalen Bilddaten, die Sie mit einem DeviceLink-Profil konvertieren wollen in Adobe Photoshop.
  2. Weisen Sie dieser Bilddatei entweder das Preview-Profil aus CoPrA zu, oder wählen Sie es im Dialog Customize Proof Condition als Device to Simulate aus (siehe Screenshot).
    Hinweis: Beachten Sie, dass sich der Farbraum des Preview-Profils nach dem Farbraum des Quellprofils des DeviceLinks richtet. Bei RGB-zu-CMYK-DeviceLinks ist dies ein RGB-Preview-Profil, bei CMYK-zu-CMYK-DeviceLinks ist es ein CMYK-Preview-Profil.
  3. Aktivieren Sie hier unbedingt Preserve CMYK Numbers, um eine annähernd 1:1-Vorschau der zu erwartenden farblichen Ergebnisse der DeviceLink-Konvertierung zu erhalten.

Hinweis: Pipettenwerte entsprechen nicht der finalen DeviceLink-Konvertierung. Nur die farbliche Darstellung im Softproof entspricht der finalen DeviceLink-Konvertierung.

Verwenden von Multicolor-Preview-Profilen in Photoshop

  1. Öffnen Sie die originalen Bilddaten, die Sie mit einem Multicolor-Druckerprofil konvertieren möchten (zum Beispiel ein RGB-Bild).
  2. Wählen Sie das Preview-Profil aus CoPrA im Dialog Customize Proof Condition als Device to Simulate aus. Sie finden das Profil in der Liste der RGB-Profile. Die Namensgebung richtet sich nach dem Multicolor-Profilnamen: Profilname_preview.icc.
  3. Wählen Sie den gewünschten Rendering Intent und deaktivieren Sie die Checkbox Preserve RGB/CMYK Numbers.

Hinweis: Pipettenwerte entsprechen nicht der finalen DeviceLink-Konvertierung. Nur die farbliche Darstellung im Softproof entspricht der finalen DeviceLink-Konvertierung.

Profilereporte

Profilreporte können beim Erstellen von Drucker- oder DeviceLink-Profilen sehr einfach mit erstellt werden. Aktivieren Sie dazu im letzten Schritt der Profilerstellung die Checkbox Profil-Report erstellen oder beim Aktualisieren von Profilen die Checkbox Profilvergleichs-Report erstellen.

Die Reporte beinhalten je nach Profiltyp unterschiedliche statistische Daten, zum Beispiel zur Genauigkeit des Profils (Integrity, Precision, Black Point, White Point usw.), sowie Gamut- und Kurvendarstellungen (Graubalance, Gradienten usw.), Konvertierungen von Testbildern, Kanalauszüge und Farbfelder zur Beurteilung der Glätte oder der Reinheit von Farben. Auf diese Weise helfen Profilreporte dabei, eventuelle Artefakte zu erkennen.

Profilreporte können Sie in der Batch-Übersicht oder im Profile Manager jederzeit nachträglich erstellen – dies ist übrigens nicht auf ColorLogic-Profile beschränkt.

Unter Einstellungen können Sie einige Grundeinstellungen für das Erstellen von Profilreporten festlegen, wie zum Beispiel den Speicherort, das Reportformat (PDF oder XML) oder die DeltaE-Methode (dE76 oder dE2000).

Hinweis: Wenn beim Aktualisieren eines Profils ein Profilvergleichsreport erstellt wird, werden die Messdaten des Aktualisierungstestcharts mit den Werten des ursprünglichen Profils (Referenzprofil) verglichen.

Wenn zusätzlich die beiden Checkboxen Aufhellerkorrektur und Messdatenkorrektur aktiviert wurden, dann werden nicht die Messwerte des Aktualisierungstestcharts zum Vergleich mit dem Referenzprofil verwendet, sondern die Werte, die mit diesen Optionen modifiziert wurden.

Multicolor-Profilierungen und Multicolor-Testcharts

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen

CoPrA unterstützt drei chromatische Hauptprimärfarben, die einen ausreichend großen Gamut erzeugen sollten, der die Graubalance beinhaltet. Normalerweise erfolgt dies mit den Farben CMY, aber grundsätzlich kann jede beliebige sinnvolle chromatische Farbkombination gewählt werden.

Schwarz kann optional als vierter Kanal hinzugefügt werden. Wenn Schwarz verwendet wird, muss es zwingend als vierter Kanal sein.

Bis zu zwei Gamut-erweiternde Farben können zwischen jedem Abschnitt der Hauptprimärfarben verwendet werden.

Hinweis: Diesem Ansatz folgend könnten theoretisch Druckerprofile mit bis zu zehn Kanälen von CoPrA erstellt werden. Im Hinblick auf die Qualität ist es jedoch nicht empfehlenswert Profile mit mehr als acht Kanälen zu erstellen. Jeder zusätzliche Kanal erhöht die Profilgröße exponentiell, so dass entweder eine sehr geringe Gittergröße der Look-up-Tabelle oder ein übertrieben großes Profil verwendet werden müsste.

Beispiele

Der Multicolor-Normalfall
Wenn ein Standard-Multicolor-Farbraum mit CMYK-Anteilen verwendet wird, erweitern die zusätzlichen Farben Grün, Orange und Violett den Gamut in jedem Abschnitt der drei Primärfarben. Zwischen jedem dieser Abschnitte wird eine Gamut-erweiternde Farbe verwendet, so dass ein Farbraum mit sieben Farben entsteht.

Der komplexe Fall
Einige neue Tintenstrahldrucker verwenden zusätzlich zu den Standard-CMYK-Tinten zum Beispiel eine rote und eine orange Tinte. CoPrA ist in der Lage, einen solchen Sechsfarbendrucker zu profilieren, da Orange und Rot zwei Gamut-erweiternde Farben der Hauptprimärfarbenabschnitte Gelb und Magenta darstellen.

Hinweis: Wenn zwei Gamut-erweiternden Farben eingesetzt werden, müssen spezielle Testcharts verwendet werden. CoPrA enthält für solche Anwendungen geeignete Multicolor-Testcharts, die über das Menü Werkzeuge > Testcharts-Ordner öffnen > Multicolor verfügbar sind.

Spezielle Druckfarben
Im industriellen Druck, wie zum Beispiel dem Keramikdruck, werden die Hauptfarben oft durch zusätzliche helle (zum Beispiel Pink) oder dunkle Farben (zum Beispiel Braun) ergänzt. Ein weiteres Beispiel ist der Flexodruck, bei dem eine graue Tinte die schwarze Tinte ergänzt, um hellere Grautöne in der Druckvorlage besser wiederzugeben. Diese Farben sind das, was wir als “spezielle Druckfarben” bezeichnen. Sie können mit den speziellen Multicolor-Modi in CoPrA verwendet werden.

Unterstützte Farbsysteme

CoPrA ermöglicht das Erstellen von Drucker- und DeviceLink-Profilen für alle Arten von Farbräumen: Grau, RGB, CMYK und Multicolor. Farbraumübergreifende Profile werden ebenfalls unterstützt, wie zum Beispiel RGB-zu-CMYK, CMYK-zu-Graustufen oder RGB/CMYK-zu-Multicolor.

Die folgenden Farbsysteme werden unterstützt:

  • 2- und 3-Farbsysteme
  • 4-Farbsysteme mit CMYK
  • 4-Farbsysteme mit CMY + entweder Rot oder Grün oder Blau, ohne Schwarz
  • 5-Farbsysteme: CMYK + entweder Rot oder Grün oder Blau
  • 5-Farbsysteme: CMY + entweder Rot+Grün, Rot+Blau oder Grün+Blau, ohne Schwarz
  • 6-Farbsysteme: CMYK + entweder Rot+Grün, Rot+Blau oder Grün+Blau
  • 6-Farbsysteme: CMY + Rot+Grün+Blau, ohne Schwarz
  • 7-Farbsysteme: CMYK + Rot+Grün+Blau
  • 8-Farbsysteme: CMYK + Rot+Orange+Grün+Blau
  • 9-Farbsysteme: CMYK + Rot+Orange+Grün+Blau+Violet
  • Kombinationen spezieller Druckfarben wie CMYK+Grau, CMYK+Pink+Braun usw.
  • Die CMY-Kanäle können auch gegen andere ähnliche Farben ausgetauscht werden, zum Beispiel Magenta gegen eine andere rötliche Farbe oder Gelb gegen Beige usw.
  • DeviceLinks mit bis zu 9 Kanälen.
Verwenden von Multicolor-Testcharts

Zum Erstellen von Multicolor-Profilen stehen verschiedene Testcharts (Photoshop Multikanal-PSD- oder PDF-Dateien) mit den dazugehörigen Referenzdateien für die Messung, zum Beispiel mit ColorAnt, zur Verfügung. Die Multicolor-Testcharts finden Sie im Ordner Testcharts (im Installationsordner von CoPrA). Sie können den Ordner direkt in CoPrA öffnen (Menü Werkzeuge > Testchart-Ordner öffnen). Die darin befindlichen Multicolor-Testcharts sind eigens für CoPrA-Algorithmen optimiert. Alternativ dazu können Sie sich für Ihren Multicolor-Prozess mit Hilfe von ColorAnt (Individuelles Chart) eigene Testcharts erstellen.

Wenn Sie die vorgefertigten Testcharts nutzen wollen, wird die Auswahl des richtigen Testcharts für Ihren Druckprozess durch die Namensgebung erleichtert. Beachten Sie daher bitte folgende Namenskonventionen:

  • Aus dem Namen des Testcharts können Sie die Anzahl der Kanäle, die Farbkombination und die Anzahl der Farbfelder entnehmen. Am Namen des Testcharts CL-CMYKB-2140 können Sie daher erkennen, dass es sich um ein 5-kanaliges Testchart mit der Farbkombination CMYK+Blau und 2140 Farbfeldern handelt.
  • Unter "Blau" verstehen wir dabei einen recht weit gefassten Farbtonbereich von rötlichem bis grünlichem Blau. Er beinhaltet somit zum Beispiel auch Violett.
  • Die folgenden Farb-Kürzel werden in den Ordner- und Dateinamen verwendet: R = Rot, G = Grün, B= Blau, V= Violett, O = Orange, Yg= Yellow-Green,
  • Für ein Hexachrome-Druckverfahren mit CMYK+Orange+Grün sollten Sie dementsprechend das Testchart CL-CMYKRG verwenden. Die Bezeichnung CMYKRG steht hierbei für CMYK+Rot+Grün, wobei Rot auch Orange mit einschließt.
  • Für einen 7-farbigen Druck verwenden Sie das Testchart CL-CMYKRGB. Es enthält neben den CMYK-Farben auch die Zusatzfarben Rot+Grün+Blau.
  • Für zwei Gamut erweiternde Druckfarben (z. B. CMYK+Rot+Orange) stehen neun Spezialtestscharts für 6C- und 7C-Farbkombinationen zur Verfügung, die sich im Ordner Special befinden.
  • Die mitgelieferten Testcharts sind für die Handmessgeräte, die vom Measure Tool unterstützt werden, in den Formaten DIN A4 und US Letter Size optimiert und bestehen deshalb aus mehreren Seiten, wie Sie an den Seitenzahlen erkennen können: 1_6 bedeutet, dass es sich um das erste von sechs Testcharts handelt, die in entsprechender Reihenfolge vermessen werden müssen.

 Wichtige Hinweise

  • In keinem der Testcharts wird der Gesamtfarbauftrag von 400 % überschritten, auch nicht bei Multicolor-Testcharts.
  • Überprüfen Sie, ob Ihr RIP oder das Ausgabesystem für Ihren Drucker Photoshop Multikanal-PSD-Dateien unterstützt. Wenn nicht, sollten Sie die Testcharts in Photoshop (oder einem anderen geeigneten Bildbearbeitungsprogramm) öffnen und als DCS2-Dateien abspeichern.
  • Die Testcharts sind für das Messgerät X-Rite i1Pro optimiert, können aber auch mit anderen Einzelfarbmessgeräten vermessen werden.
  • Für Messungen mit den Messgeräten X-Rite i1iO, Barbieri Spectro LFP und Konica-Minolta FD-9 empfehlen wir, in ColorAnt mit dem Werkzeug Chart Exportieren aus der entsprechenden Referenzdatei eine angepasste Testchartdatei  zu erstellen.
  • Falls Sie ein Messgerät verwenden möchten, das nicht von ColorAnt/MeasureTool unterstützt wird, können Sie sich aus unseren Referenzdateien ein passendes Testchart für Ihr Messgerät und das vorgesehene Druckverfahren generieren. Verwenden Sie dabei unbedingt die zu Ihrem Farbsystem passende Referenzdatei. Wir empfehlen, die entsprechende Referenzdateien mit ColorAnt/Individuelles Chart zu erstellen.
  • Für die Multicolor-Profilierung müssen die Testcharts - anders als bei der CMYK-Profilierung - auf die Berechnungsalgorithmen abgestimmt sein, um Farbbereiche zu minimieren, da die Testcharts ansonsten außerordentlich groß werden würden.
    Wichtig: Die Multicolor-Profilierung unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. Falls Sie in CoPrA mit gemessenen Multicolor-Testcharts von anderen Herstellern arbeiten möchten, beachten Sie bitte, dass mit diesen Testcharts in CoPrA möglicherweise keine optimalen Ergebnisse erzielt werden können.
  • Wenn Sie keine Möglichkeit haben, die CoPrA-Testcharts neu zu drucken und Messdaten aus Multicolor-Testcharts anderer Hersteller verwenden müssen, sollten Sie die Messdaten vor der Profilerstellung in CoPrA mit ColorAnt aufbereiten. Mit dem Werkzeug Umrechnen können Sie die Mess- und Referenzwerte in ColorAnt an die für CoPrA geeigneten Testcharts anpassen. Fehlende Messwerte werden dabei interpoliert, was jedoch bei sehr vielen Lücken in alternativen Testcharts anderer Hersteller zu Ungenauigkeiten führen kann.
  • Spezielle Testcharts, wie zum Beispiel CMY-Testcharts für Drucksysteme die Schwarz nicht nutzen, sind ebenfalls im Ordner Testcharts/Multicolor verfügbar.

    Wenn Sie zum Beispiel mit CMY+Blau arbeiten, sollten Sie das entsprechende Testchart aus dem Ordner CMY+B verwenden.

    Hinweis
    : Viele Anwender haben für Farbkombinationen ohne Schwarz, wie zum Beispiel CMY+Blau, in der Vergangenheit Standard-CMYK-Testcharts verwendet, wie das ECI2002 oder IT8/7-4, und den K-Kanal mit Blau ausgetauscht. Dieser auf den ersten Blick praktikable Ansatz ist aber nicht sinnvoll, denn in CMYK-Testcharts hat die Prozessfarbe Schwarz eine ganz andere Rolle als eine Gamut erweiternde Prozessfarbe Blau. Entsprechend sind viele Farbkombinationen in den CMYK-Testcharts entweder unnötig oder sie fehlen. Deshalb empfehlen wir CoPrA in Verbindung mit CMY+X-Testcharts zu verwenden, um die bestmögliche Profilqualität zu erzielen.

CoPrA | Aktualisierung

Aktualisierung

Aktualisieren von Profilen mit optimierten Messdaten

Profile aktualisieren

Überblick

Mit dem Werkzeug Aktualisierung können Sie optimierte ICC-Druckerprofile für RGB-, CMYK- und Multicolor-Farbräume erstellen, ohne ein Farbmanagementexperte sein zu müssen. Einfach und produktionssicher passen Sie Ihre aktuellen Druckbedingungen an einen vorgegebenen Druckstandard an – Internationaler Standard oder Hausstandard. Schnell und ohne großen Aufwand, basierend auf einem Referenzprofil und wenigen Messungen, generieren Sie ein aktualisiertes Profil, das Sie auf Ihre Druckdaten oder Ihren Soft- und Digitalproof anwenden können. Der Druck zeigt nach der Anwendung des aktualisierten Profils wieder die bestmögliche Übereinstimmung mit dem von Ihnen gewünschten Ziel. Soft- und Digitalproof simulieren verbindlich, wie die Kundendaten auf Ihrer Druckmaschine wiedergegeben werden und auch im Digitaldruck werden farblich großartige Ergebnisse erzielt. Jeder Veränderung im Druck, sei es eine Änderungen im Bedruckstoff, eine Farbe oder andere Parameter, kann mit dem Werkzeug Aktualisierung und mit einer professionellen Konvertierung der Druckdaten mittels DeviceLinks entgegengesteuert werden.

Hinweis: Die Aktualisierung von Multicolor-Profilen setzt eine Multicolor-Lizenz voraus.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Anpassen an ein abweichendes Papierweiß
  • Ausgleich des durch die Grammatur eingeschränkten Farbauftrags
  • Anpassen aufgrund eines veränderten Tonwertverhaltens bei Bedruckstoffwechsel
  • Ausgleich von Farbverschiebungen aufgrund abweichender Skalenfarben
  • Erstellen von Hausstandardprofilen auf Basis eines Standardprofils
  • Optimieren der Farbausgabe beim Digitaldruck

Prinzipielle Vorgehensweise

Bei Farbänderungen muss ein Druckerprofil aktualisiert werden, damit der Drucker Farben auch weiterhin farbecht übertragen kann. Ein Druckerprofil kann in wenigen Schritten aktualisiert werden:

  1. Ausdruck eines kleinen Reprofiler-Testcharts auf dem zu aktualisierenden Drucker und anschließende Vermessung.
  2. Auswahl des zu aktualisierenden Referenzprofils und der gewünschten Profileinstellungen.
  3. Berechnen des optimierten Druckerprofils.
  4. Optional: Erstellen eines Korrektur-DeviceLink-Profils aus Referenz- und aktualisiertem Profil, um Druckdaten so anzupassen, dass Farbabweichungen ausgeglichen werden.
    Hinweis: Für das Erstellen von DeviceLinks wird das Werkzeug DeviceLink benötigt. Dies ist in den Paketen CoPrA  L, XL und XXL enthalten.

Die Vorgehensweise im Detail

Aktualisieren von Profilen
  1. Drucken Sie ein Reprofiler-Testchart auf dem zu aktualisierenden Drucker aus. Verwenden Sie hierfür die in CoPrA enthaltenen Reprofiler-Testcharts aus dem Ordner Reprofiling (Menü Werkzeuge/Testcharts-Ordner öffnen/Reprofiling). Auch wenn Reprofiler-Testcharts nur wenige Farbfelder enthalten, können damit sehr genaue Profile erstellt werden.
    Hinweis: Für den Ausdruck des Testcharts deaktivieren Sie bitte alle Farbmanagementkonvertierungen und drucken mit den gleichen Kalibrierungs-, CtP- oder Druckertreibereinstellungen wie denen des bestehenden Profils (Referenzprofil).
  2. Alternativ können Sie sich auch ein eigenes Reprofiler-Testchart in ColorAnt erstellen (mit Hilfe der Werkzeuge Individuelles Chart und Chart exportieren). Verwenden Sie dafür im Werkzeug Individuelles Chart den Modus Profilupdate, der für die benötigte Mindestanzahl an Farbfeldern sorgt.
    Hinweis: ColorAnt ist ab CoPrA M und höher im Paket enthalten.
  3. Wählen Sie das Werkzeug Aktualisierung aus der Sidebar. Hier können Sie das ausgewählte Testchart Messen oder ein bereits vermessenes und mit ColorAnt optimiertes Testchart Laden. Klicken Sie auf Weiter, wenn Ihre Messwerte im Fenster angezeigt werden.

  4. Wählen Sie unter Referenz das Druckerprofil aus, das Sie aktualisieren wollen. Für alle Profile im Drop-down-Menü wird die Übereinstimmung der Messwerte mit dem Gamut des Referenzprofils in Prozent angegeben. Mit Automatisch kann das Profil als Referenz ausgewählt werden, das am besten zu den Messdaten passt. Für das ausgewählte Profil wird die Übereinstimmung unterhalb des Drop-down-Menüs angezeigt.
    Hinweis: Es werden ausschließlich Profile mit passendem Farbmodell angezeigt (RGB, CMYK, Multicolor). Bitte beachten Sie, dass das am besten passende Profil nicht unbedingt das richtige Profil sein muss!
    Hinweis: Alle Drop-down-Menüs mit Profilen fungieren auch als Suchfelder. Tippen Sie einfach einige Buchstaben des gewünschten Profils ein und nur die Profile, die diese Buchstaben enthalten, werden im Drop-down-Menü angezeigt. Um ein Profil auszuwählen klicken Sie es einfach an.
    Alternativ können Sie das Drop-down-Menü auch wie gewohnt mit dem kleinen Pfeil auf der rechten Seite öffnen und ein Profil aus der Liste wählen.

  5. Die 2D-Ansicht des Gamuts zeigt die Messpunkte des Reprofiler-Testcharts und den Gamutrand des ausgewählten Referenzprofils. Wenn eine sehr hohe Übereinstimmung von etwa 90 bis 100 % (mittlere Abweichung unter 1 deltaE) besteht, decken sich die Messwerte gut mit dem Gamut des Referenzprofils.
    Hinweis: Falls Sie sich unsicher sind, ob Sie ein neues Druckerprofil benötigen, können Sie einfach ein Reprofiler-Testchart ausdrucken, vermessen und sich die Übereinstimmung Ihres Druckerprofils mit den Messwerten anzeigen lassen. Bei Übereinstimmungen von 90 % und mehr ist ein neues Druckerprofil normalerweise nicht notwendig.
  6. Die Profileinstellungen wählen Sie im Drop-down-Menü Einstellungen aus. Die gewählte Einstellung hat unter anderem Auswirkungen auf das verwendete Gamut-Mapping, die Separation, den Gesamtfarbauftrag (TAC), den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC) und den Maximalschwarz-Wert. Die Werte für die drei zuletzt genannten Profil-Parameter werden unter dem Drop-down-Menü angezeigt.
    Hinweis: Für normale Druckanwendungen empfehlen wir die Einstellung Default|Benutzt Einstellungen aus dem Referenz-Profil und für Digitaldrucke die Einstellung Digital Printer.
    Mit dem Paket CoPrA Basic können Sie ausschließlich vorgefertigte Voreinstellung aus dem Drop-down-Menü Einstellungen auswählen. Ab dem Paket CoPrA M haben Sie außerdem Zugriff auf alle Profilparameter und können diese frei ändern. Klicken Sie hierfür auf den Knopf Anpassen. Im Reiter Allgemein können Sie die Einstellungen für die Perzeptive Umrechnung, die Messdaten-Aufbereitung, die Abmusterungs-Lichtart und die Lichter auswählen. Im Reiter Farberzeugung können Sie unter anderem verschiedene Einstellungen zur Farberzeugung, zum Gesamtfarbauftrag (TAC), zum Schwarzpunkt (Schwarz-TAC) und dem Wert für das Maximalschwarz vornehmen.
  7. Klicken Sie auf Weiter, wenn Sie das korrekte Referenzprofil sowie die gewünschten Profileinstellungen ausgewählt haben.
  8. Im erscheinenden Fenster können nun verschiedene Einstellungen zur Profilberechnung, wie der Name, das Format, die Größe und die Weiterverarbeitung festgelegt werden. Hierbei wird die Kennung “updated” an den Namen angefügt, um das aktualisierte Profil als Reprofiler-Profil zu kennzeichnen.

  9. Neben einem Profil-Report kann zusätzlich oder alternativ auch ein Profilvergleichs-Report erstellt werden (siehe Ausklappmenü unten). Dieser gibt Auskunft darüber, inwieweit das Referenz- und aktualisierte Profil die Messdaten wiedergeben und welche Verbesserungen mit dem aktualisierten Profil erzielt werden.
  10. Durch aktivieren der Checkbox Berechne DeviceLink kann auch gleich ein Korrektur-DeviceLink-Profil für das aktualisierte Druckerprofil berechnet werden. Damit können Sie Ihre Druckdaten anpassen, um Farbabweichungen auszugleichen und eine Farbwiedergabe zu erhalten, die der des Referenzprofils vor den Farbabweichungen entspricht. Mit dem Korrektur-DeviceLink stellen Sie somit eine konsistente Farbwiedergabe sicher.
    Hinweis: Das Korrektur-DeviceLink-Profil wird automatisch erstellt, wobei die Vergabe des Namens ebenfalls automatisch erfolgt. Der vergebene Profilname setzt sich aus Quell- und Zielprofil, sowie dem Namen der Einstellung (zum Beispiel Default, Digital Printer, InkJet usw.) zusammen. Falls Sie einen anderen Namen bevorzugen oder Einstellungen kontrollieren oder editieren wollen, sollten Sie das Korrektur-DeviceLink-Profil manuell erstellen (mit dem Werkzeug DeviceLink-Profil erstellen). Das Reprofiler-DeviceLink können Sie anschließend im Farbserver ZePrA unter Konfigurationen im Reiter Dokument/Ziel als (Korrektur-) DeviceLink-Profil auswählen.

Laden oder Messen von Daten

Laden oder Messen

Laden: Öffnet bereits vorliegende Messdaten.
Hinweis: Ein Rechtsklick auf Laden öffnet eine Liste mit den zuletzt verwendeten Dateien. Wenn ein Eintrag in der Liste angeklickt wird, während die CMD-Taste gedrückt ist, gelangt man zu dem Ordner, der die Datei enthält.
Alternativ können die Daten per Drag-and-drop in das Fenster
Druckerprofil erstellen gezogen werden, die Mess- und Referenzdaten werden dann extrahiert und angezeigt. CoPrA unterstützt viele, teilweise sehr verschiedene Messdatenformate von vielen Messgeräteherstellern. Die benötigten Mess- und Referenzdaten können auf drei verschiedenen Wegen erhalten werden:

  1. Verwenden von Referenzdaten, die von Organisationen wie zum Beispiel FOGRA, ECI oder IDEAlliance zur Verfügung gestellt werden.
  2. Extrahieren von Mess- und Referenzdateien aus ICC-Profilen. Viele Hersteller von Profilierungssoftware speichern die Mess- und Referenzdateien, die der Erstellung des ICC-Profiles zugrunde liegen, im ICC-Profil ab. Ziehen Sie einfach das entsprechende ICC-Profil per Drag-and-drop in das Fenster Druckerprofil erstellen und die Daten werden extrahiert und angezeigt. Alternativ kann das entsprechende Profil über die Schaltfläche Laden ausgewählt und geladen werden. Wenn das nicht gelingt, beinhaltet das entsprechende Profil keine Messdaten.
  3. Messen von Testcharts mit ColorAnt oder Messtools von anderen Profilierungsherstellern, und anschließend in CoPrA laden.

Messen: Neben der Möglichkeit bereits vorliegende Messwerte zu laden, können Testcharts auch mit dem Measure Tool vermessen werden. Es ist in CoPrA enthalten und kann über die Schaltfläche Messen geöffnet werden. Anschließend können damit Testcharts für die Druckerprofilierung mit den unterstützten Messgeräten vermessen werden. Weiterführende Informationen zum Messen von Testcharts finden Sie hier.

 

Druckerprofile aktualisieren – Wenige Messdaten reichen aus

 

Einstellung: Hier kann das zu verwendende Druckverfahren bzw. die Parameter zur Erstellung des Profils ausgewählt werden. CoPrA enthält bereits eine Vielzahl von Standardeinstellungen für gängige Druckverfahren (zum Beispiel den Digitaldruck).

Anpassen: Um die beste Profilqualität zu erreichen, können unter Anpassen weitere Einstellungen vorgenommen werden, zum Beispiel Einstellungen zur Farberzeugung oder zur Festlegung des ersten druckenden Tons.

An Breite anpassen: Durch Aktivieren der Checkbox werden die Farbfelder einer Reihe an die Fensterbreite angepasst. Gerade bei großen Testcharts mit sehr vielen Farbfeldern und vielen Reihen werden die Farbfelder damit größer dargestellt.

Zeige Referenzdaten: Durch Aktivieren der Checkbox können neben der standardmäßigen Ansicht der Messwerte, zusätzlich die Referenzdaten (also die Gerätewerte wie zum Beispiel CMYK oder RGB) und die Messwerte (also Lab- oder Spektralwerte) gemeinsam in einem geteilten Farbfeld angezeigt werden. Auf diese Weise wird die visuelle Kontrolle erleichtert, und Sie können die richtige Zuordnung von Referenz- und Messwerten prüfen, damit keine fehlerhaften Profile entstehen.

Feld
Feld: Für das gewählte Farbfeld werden die Nummer des Feldes, die Gesamtanzahl der Farbfelder, der Farbraum, Aufbau der Farbe und die XYZ-Werte angezeigt.

Profileinstellungen importieren, exportieren oder aufräumen

Im Drop-down-Menü Einstellung wählen Sie bei Drucker-, DeviceLink- und SaveInk-Profilierungen die Profileinstellungen aus. Mit dem Paket CoPrA Basic können Sie aus den vorhandenen Voreinstellung auswählen, ab dem Paket CoPrA M haben Sie außerdem Zugriff auf alle Profilparameter und können diese frei ändern. Klicken Sie hierfür auf Anpassen. Angepasste Einstellungen können gespeichert, importiert und exportiert werden. Auf diese Weise können persönliche Profilierungseinstellungen ganz einfach mit anderen CoPrA-Nutzern ausgetauscht oder für Support-Fälle zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Einstellung importieren: Der Import von Einstellungen kann entweder über das Menü Werkzeuge mit dem Eintrag Einstellung importieren erfolgen, oder indem das ICC-Profil mit den gewünschten Einstellungen auf das Drop-down-Menü Einstellungen gezogen wird. Der Name von importierten Profilen erhält die Endung (imported). Wenn man versucht unpassende Profile (zum Beispiel ein RGB-Profil für eine CMYK-Profilierung) auf das Drop-down-Menü Einstellungen zu ziehen, erscheint ein entsprechender Hinweis.

Einstellung exportieren: Angepasste Profileinstellungen können im Drop-down-Menü Einstellungen ausgewählt und anschließend über das Menü Werkzeuge mit dem Eintrag Einstellung exportieren als Einstellungsdatei exportiert werden.

Die in CoPrA enthaltenen Standardeinstellungen können hingegen nicht exportiert werden. Standardeinstellungen stehen im Drop-down-Menü Einstellungen unter dem Eintrag [VOREINGESTELLT] und können angepasst, aber nicht überschrieben werden. Nach dem Anpassen einer Einstellung bekommt diese den Namenszusatz (edited) und ist dann eine eigene und somit auch exportierbare Einstellung, welche separat unter dem Eintrag [GEÄNDERT] geführt wird. Diese editierte Einstellung können Sie dann unter einem beliebigen Namen abspeichern. Eine gespeicherte Einstellung wird aus [GEÄNDERT] entfernt und unter [GESPEICHERT] gelistet. Gespeicherte und geänderte Einstellungen können manuell gelöscht werden.

Einstellungen aufräumen: Alle Einstellungen, die sich unter dem Eintrag [GEÄNDERT] befinden, können über das Menü Werkzeuge mit dem Befehl Einstellungen aufräumen gelöscht werden.

 

Voreinstellungen

Default: Beginnen Sie mit dieser Voreinstellung, wenn keine der spezielleren Voreinstellungen zu Ihren Anforderungen passt. Passen Sie sie dann an Ihre Bedürfnisse an.

Digital Printer: Diese Standardvoreinstellung ist ein guter Ausgangspunkt für Anpassungen an die besonderen Anforderungen des Digitaldrucks.

Gravure TAC360: Wählt automatisch die geeigneten Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite für den Tiefdruck aus. Begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 360 %.

InkJet: Diese Standardvoreinstellung ist ein guter Ausgangspunkt für Anpassungen an spezielle Anforderungen.

Newspaper TAC240: Für den Zeitungsdruck. Wählt automatisch passende Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite. Begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 240 %.

No Black Separation: Erstellt ein Druckerprofil ohne Schwarzseparation. Die Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite werden automatisch ausgewählt und ausgegraut.

Offset coated TAC330: Für den Offsetdruck. Wählt automatisch die geeigneten Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite. Setzt die Schwarzberechnung auf Neutrales-CMY und begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 330 %.

Offset uncoated TAC280: Für den Offsetdruck. Wählt automatisch die geeigneten Einstellungen für Schwarzerzeugung (GCR), GCR-Stärke, Schwarzstart und Schwarzbreite. Setzt die Schwarzberechnung auf Neutrales-CMY und begrenzt den Gesamtfarbauftrag im Druckerprofil auf 280 %.

Default – Multicolor: Diese Standardvoreinstellung ist ein guter Startpunkt für Anpassungen an die besonderen Anforderungen des Multicolor-Drucks.

Industrial Printing and Packaging: Voreinstellung für den Verpackungsdruck.

White ink + 4 Primary Colors – Printing on Black: Für farbgemanagte Farbdrucke auf schwarzen Substraten, wie zum Beispiel Textilien, muss zuerst weiße Tinte verwendet werden, auf die dann die anderen Farben aufgetragen werden, um farbintensive Grafiken zu erhalten. Diese Voreinstellung verwendet Weiß für die Separation. Sie wählt automatisch den entsprechenden Multicolor-Modus – entweder CMY+White oder CMYK+White – aus, während alle anderen Einstellungen für die Farberzeugung deaktiviert werden.
Hinweis: Zum Erstellen von Profilen mit Weiß sind spezielle Testcharts erforderlich, die im Testchart-Unterordner Special für die beiden Fälle CMY+White_on_Black und CMYK+White_on_Black zu finden sind.

Allgemein

Perzeptive Umrechnung

Im Vergleich zum ICC-Framework, das nur ein perzeptives Rendering in Anwendungen unterstützt, verfügt ColorLogic beim Erstellen von Profilen über vielfältige Auswahlmöglichkeiten an perzeptiven Rendering-Optionen. Um ein ColorLogic-Profil, das mit einer der speziellen perzeptiven Rendering-Optionen erstellt wurde, nutzen zu können, muss in der Zielanwendung der perzeptive Rendering-Intent eingestellt werden.

Hinweis: Alle perzeptiven Rendering-Optionen im Drop-down-Menü, einschließlich der erweiterten perzeptiven Umrechnungsoptionen (wie Buntheit, Sättigung, Helligkeit, Graubalance), werden auch bei der sättigungserhaltenden Umrechnungsart (Saturation Rendering Intent) angewendet.

CoPrA stellt die folgenden Methoden in Bezug auf die perzeptive Umrechnung zur Verfügung:

Standard Komprimierung: Das ist unsere Standard-Methode, die für die meisten Anwendungen gut geeignet ist. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Wenn zum Beispiel das Papierweiß des eingesetzten Druckmediums deutlich gelber ist als die Referenz, sieht die Grauachse dem Papierweiß entsprechend ebenfalls gelblicher aus. Bei kleinen Farbumfängen wird der Kontrastumfang angepasst, damit die Zeichnung nicht verloren geht.

SchwarzkompensationVerwenden Sie die Schwarzkompensation, um mit der perzeptiven Konvertierung die gleichen Ergebnisse zu erzielen, wie mit "Relativ farbmetrisch mit aktivierter Tiefenkompensierung”. Bei der Konvertierung von einem großen auf einen kleinen Farbraum bleibt die Zeichnung in den Lichtern und Tiefen erhalten, anders als bei einer reinen relativ farbmetrischen Konvertierung. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Out-of-Gamut-Farben werden abgeschnitten.

Absolute Komprimierung: Diese Methode orientiert sich bezüglich der Farbwiedergabe am absolut farbmetrischen Intent, wobei in den Lichtern und Tiefen der Kontrastumfang angepasst wird, damit die Zeichnung nicht verloren geht. Die Wiedergabe von neutralen Farben orientiert sich an der absolut farbmetrischen Umsetzung, wobei im Lichterbereich keine Papierton-Simulation stattfindet. Wenn zum Beispiel das Papierweiß des eingesetzten Druckmediums deutlich gelber ist als die Referenz, wirkt die Grauachse trotz des gelblichen Papierweiß neutral.

Minimale Komprimierung (Papier-absolut): Dieser Rendering Intent gibt den Farbraum möglichst absolut farbmetrisch wieder und kompensiert nur in der Nähe von Schwarz- und Weißpunkt. Dabei wird eine maximale Tiefe erreicht, die Zeichnung bleibt erhalten und das Weiß wird nicht simuliert. Verwenden Sie diesen Rendering Intent, wenn Sie eine sehr genaue Wiedergabe erzielen wollen, zum Beispiel mit Druckstandards wie ISO Coated V2 oder GRACoL2006 Coated1v2 auf einer Digitaldruckmaschine.

Hinweis: Beachten Sie dabei, dass ähnlich wie beim absolut farbmetrischen Rendering Intent der Zielfarbraum möglichst größer sein sollte, als der zu simulierende Farbraum (oder ähnlich groß), um den Verlust von Details und Farbigkeit zu vermeiden. Für Konvertierungen von großen auf kleine Farbräume verwenden Sie, wenn Sie die Graubalance des Quellfarbraumes erhalten wollen, stattdessen unseren Rendering Intent Absolute Komprimierung.

Minimale Komprimierung (Papier-relativ): Diese Methode ähnelt weitgehend dem relativ farbmetrischen Intent und kompensiert nur in der Nähe des Schwarz- und des Weißpunkts. Sie ähnelt der Methode Minimale Komprimierung (Papier-absolut), verwendet jedoch die relative Farbmetrik.

Erweiterte Perzeptive Umrechnungsoptionen: Die Buntheit, Sättigung oder Helligkeit des Profils kann mit einem Schieberegler angepasst werden.

Mit der Einstellung Buntheit kann die Farbigkeit von hochgesättigten Farben im Bereich von -20 bis +20 verringert oder erhöht werden.

Die Einstellung Sättigung ist jedoch noch besser geeignet, wenn ein höher gesättigtes Ergebnis gewünscht wird. Bei diesen beiden Einstellungen wird die Graubalance nicht durch die Einstellung des Schiebereglers beeinträchtigt. Sie können die Einstellung Sättigung vor allem für große Farbräume verwenden, zum Beispiel für gamuterweiterndes Multicolor, um Farben noch brillanter wirken zu lassen.

Hinweise: Wir haben die Buntheitsauswirkung bewusst moderat implementiert. Achten Sie dennoch darauf, eine Buntheits- oder Sättigungserhöhung so einzustellen, dass weder die Zeichnung in hochgesättigten Farben verloren geht, noch dass sich die Veränderung zu stark auf kritische Farbtöne auswirkt, wie zum Beispiel Hauttöne.

Die Auswirkungen aller Veränderungen werden in der Gamutgrafik auf der rechten Seite visualisiert. Da die Sättigung durch ein Verschieben zu mehr Buntheit und weniger Helligkeit berechnet wird, können Sie erkennen, dass mehr Sättigung die Farben etwas verdunkelt und sie so dynamischer wirken lässt. Im Gegensatz dazu kann mehr Buntheit dazu führen, dass hochgesättigte Farben außerhalb des Gamuts liegen und eventuell vom gegebenen Profil nicht wiedergegeben werden können.

Graubalance: Ermöglicht die Anpassung der Graubalance, um eine kältere oder wärmere Grauachse zu erzeugen. kälter verschiebt die Graubalance in Richtung bläulicher Farben (negative b*-Werte), wärmer verschiebt sie zu gelblichen Farben (positive b*-Werte). Die Auswirkung, die sich aus einer Änderung der Schiebereglereinstellung ergibt, wird in der nebenstehenden Grafik angezeigt.

Hinweis: Die Einstellung der Graubalance ist von der unter Perzeptive Umrechnung ausgewählten Methode (die sich bereits auf die Graubalance auswirkt) unabhängig und ermöglicht visuelle Anpassungen aufgrund persönlicher Vorlieben.

Besonderheiten bei RGB-Druckerprofilen

Reines Schwarz: Setzt absolutes Lab-Schwarz auf den RGB-Wert 0/0/0 bei RGB-Druckerprofilen.

Reines Grau: Bei RGB-Druckerprofilen bewirkt Reines Grau, dass die Graubalance mit gleichanteiliger Farbe aufgebaut wird. Diese Option kann sich bei Druckertreibern, die mit RGB angesteuert werden, als nützlich erweisen, wenn das Drucksystem in der Grauachse bereits sehr neutral druckt und leichte Schwankungen bei gleichanteiligen RGB-Grauwerten verhindert werden sollen.
Hinweis: Beachten Sie, dass die Optionen die Schwarzberechnung und die Perzeptive Umrechnung verändern und sogar aushebeln können. Sie sollten diese beiden Optionen also nur in begründeten Ausnahmefällen einsetzen.

Schwarzberechnung: Bei der Berechnung des Schwarzpunktes können Sie zwischen drei verschiedenen Einstellungen auswählen:

Automatisch: Setzt den Schwarzpunkt des Profils auf den bei RGB wohldefinierten Wert von RGB=0/0/0. 

Neutral: Mit dieser Einstellung erfolgt die Berechnung eines neutralen Schwarzpunkts mit a*=b*=0 unter Berücksichtigung der Messdaten. Dies kann bei nicht neutralen Messwerten dazu führen, dass die RGB-Werte nicht mehr RGB=0/0/0 sind und unter Umständen Kontrast verloren geht.

Darkest: Berechnet den dunkelst möglichen Schwarzpunkt, der abhängig von den Messdaten dann auch bunt sein kann. In vielen Fällen führt diese Option zum gleichen RGB-Schwarzpunkt wie Automatisch.

CoPrA zeigt den berechneten Lab-Wert auf Grundlage Ihrer Vorgabewerte für die Schwarzberechnung an. Damit können Sie sofort sehen, welche farbliche Auswirkung im Schwarzpunkt des Profils sich durch die eingestellte Option ergibt.

Gamut-Grafik

Die Gamut-Grafik zeigt zwei typische Gamuts eines Profils bei der Konvertierung vom Gerätefarbraum nach Lab. Diese Profil-Gamuts entsprechen den beiden unterschiedlichen Rendering-Intents Absolut farbmetrisch (der bläuliche Teil) und Perzeptiv (der grünliche Teil). Normalerweise ist der perzeptive Gamut größer, da er von absolut Weiß (Lab= 100/0/0) bis absolut Schwarz (Lab= 0/0/0) angelegt ist. Der absolut farbmetrische Gamut ist normalerweise kleiner, da er den Gamut anhand der Messdaten im Profil darstellt.

Hinweis: Diese Gamut-Darstellung ist eine grafische Visualisierung, die auf einem virtuellen Profil basiert, um die Auswirkungen von ColorLogics perzeptiver Umrechnung auf den perzeptiven Gamut zu zeigen. Die Gamut-Grafik basiert jedoch nicht auf Ihren tatsächlich geladenen Messdaten.

Die Darstellung des absoluten Gamuts ändert sich nicht, die Darstellung des perzeptiven Gamuts ändert sich jedoch entsprechend der ausgewählten Methode für die Perzeptive Umrechnung. Neben den verschiedenen Größen und Formen des Gamuts wird auch die Graubalance dargestellt.

Beim absoluten Intent (Absolute) wird die Graubalance als rote Linie dargestellt. Sie liegt im gelblichen Teil des Gamuts, da der Weißpunkt dieses virtuellen Profils ebenfalls eher gelblich ist.

Die gepunktete Linie stellt die Graubalance des perzeptiven Gamuts dar (Perceptual) und hängt von der gewählten perzeptiven Umrechnung ab. Daher ändert sich die Darstellung des perzeptiven Gamuts entsprechend der ausgewählten Methode für die Perzeptive Umrechnung. Wenn die perzeptive Umrechnung eher Papier-relativ ist, wie die Standard-Komprimierung, die Schwarzkompensation oder die Minimale Komprimierung (Papier-relativ), bleibt die gepunktete Linie in einer neutralen Position, das heißt, sie berücksichtigt die gelbliche Graubalance nicht.

Wenn die perzeptive Umrechnung eher Papier-absolut ist, das heißt unter Berücksichtigung der gelblichen Graubalance, konvergiert die gepunktete Linie mit der roten Linie des absoluten Gamuts. Zu den Papier-absoluten perzeptiven Methoden gehören die Absolute Komprimierung und die Minimale Komprimierung (Papier-absolut).

Wenn Erweiterte perzeptive Umrechnungsoptionen, wie Sättigung, Chroma, Helligkeit oder die Graubalance geändert werden, wird dies ebenfalls in der Grafik für den perzeptiven Gamut dargestellt. Mehr Sättigung führt zu einem größeren und etwas dunkleren perzeptiven Gamut und eine wärmere Graubalance bewirkt, dass sich die gepunktete Linie nach links ins gelbliche verschiebt.

Messdaten-Aufbereitung

Beim Erstellen von Druckerprofilen kann es notwendig werden, Messdaten zu optimieren. Die Messdaten-Aufbereitung in CoPrA umfasst die optische Aufheller-Korrektur, die Messdaten-Korrektur sowie die Vorgabe einer Abmusterungs-Lichtart.

Aufheller-Korrektur: Für hochweiße Papiere, die optische Aufheller enthalten, empfiehlt es sich eine Aufheller-Korrektur durchzuführen. Diese Korrektur sorgt dafür, dass der Effekt des optischen Aufhellers, der vom Messgerät anders bewertet wird als vom Auge, abgeschwächt wird, und keine negativen Begleiteffekte auftreten, wie zum Beispiel eine zu gelbliche Farbwiedergabe.

Empfehlung: Arbeiten Sie möglichst mit spektralen Messwerten. Wenn Sie mit spektralen Messdaten arbeiten, kann die Funktion Aufheller-Korrektur eine optimale Korrektur bei Papieren mit optischen Aufhellern erzielen. Die Korrektur wird, anders als bei farbmetrischen Messdaten (Lab-Messwerte), nur dann ausgeführt, wenn CoPrA den Papierton auch als optischen Aufheller erkennt. Sie wird jedoch nicht durchgeführt, wenn CoPrA den Papierton nicht als optischen Aufheller erkennt, zum Beispiel bei einem blau eingefärbten Papier.

Durch die Normlichtänderung nach ISO 3664:2009 werden optische Aufheller in Papieren stärker angeregt, eine geringe Korrektur ist deswegen auch bei Messgeräten mit M0-Messmethode notwendig.

Auswahl von Aufheller- und Messdaten-Korrektur

Hinweis: Wenn Sie die Auswirkungen des optischen Aufhellers im Papier gezielt korrigieren wollen, sollten Sie vor der Profilerstellung in CoPrA das Werkzeug Aufheller im Messdaten-Optimierungsprogramm ColorAnt verwenden. Deaktivieren Sie dann bitte die entsprechende Checkbox in CoPrA, um keine doppelten Korrekturen durchzuführen.

Messdaten-Korrektur: Das Ziel der Messdaten-Korrektur ist es, Messfehler zu erkennen und zu beheben, ohne dabei das Druckverhalten zu ändern. Redundante Messwerte, wie sie in typischen Testcharts auftreten, zum Beispiel im ECI2002 oder im IT8.7/4, werden zur Erkennung eines gleichmäßigen Druckverhaltens berücksichtigt und intelligent in die Korrektur einbezogen. Weitergehende Korrekturen, wie zum Beispiel die Entfernung von redundanten Messwerten oder das Glätten, können Sie in ColorAnt durchführen.

Empfehlung: Für eigene Messdaten wählen Sie die Messdaten-Korrektur als Standardeinstellung. Bei bereits geglätteten Messwerten, zum Beispiel den FOGRA-Messwerten oder Messwerten, die bereits mit ColorAnt vorverarbeitet wurden, sollten Sie diese Korrektur jedoch deaktivieren. Wenn Sie bereits eine Korrektur in ColorAnt ausgeführt haben warnt CoPrA bei der Aktivierung der Messdaten-Korrektur und/oder Aufheller-Korrektur vor einer unnötigen Doppelkorrektur.

Abmusterungs-Lichtart

Abmusterungs-Lichtart: Typischerweise werden Druckerprofile für eine Abmusterungs-Lichtart von D50 und 2 Grad Beobachter erstellt. Ist die Aufgabenstellung jedoch eine andere, zum Beispiel bei Fotos in einer Galerie unter Glühlampenlicht (entspricht in etwa Lichtart A) oder bei Displays unter einer Messebeleuchtung mit suboptimalen Lichtbedingungen (zum Beispiel bei fluoreszierendem Licht), können Sie die Lichtbedingung bei der Profilerstellung berücksichtigen.

Wählen Sie dazu eine der vier vordefinierten Lichtarten aus oder geben Sie die gemessene Lichtart als Kelvin-Wert oder als XYZ-Wert manuell ein. Ändern Sie bei Bedarf den Beobachter.

Um eine spektrale Emissions-Lichtmessung zu verwenden, wählen Sie im Drop-Down-Menü Abmusterungs-Lichtart den Eintrag Emission und wählen dann im nachfolgenden Dialog die Messdatendatei aus (TXT-, CXF- oder CSV-Datei). Sie können die Messdatendatei auch einfach per Drag-and-Drop auf das Wertefeld ziehen. CoPrA extrahiert den Weißpunkt aus der Datei und zeigt den Wert an.

Wenn Spektraldaten verfügbar sind, verwendet CoPrA diese Informationen zur Berechnung eines Druckerprofils, dass Ihre Drucke unter der gewählten Lichtart so aussehen lässt, wie sie unter der Standard-Lichtart D50 aussehen würden.

Wenn Sie mit spektralen Messdaten eines Testcharts und mit einer spektralen Lichtmessung einer Abmusterungsbedingung arbeiten (zum Beispiel D50, D65, A, Energiegleiches Spektrum, Kelvin oder Emission), verwendet CoPrA ein spektrales Farbmodell anstatt der sonst üblichen chromatischen Adaption nach CIECAM02. Die chromatische Adaption nach CIECAM02 wird nur dann verwendet, wenn Sie als Abmusterungs-Lichtart keine spektrale Lichtmessung hinterlegen und/oder wenn das Testchart nicht mit spektralen Messwerten vorliegt. Hinsichtlich der Qualität ist dies nicht die bevorzugte Methode.

Das Ändern des Beobachters ist nur bei Spektraldaten möglich. Wenn die Beobachter-Optionen deaktiviert sind, ist dies ein Hinweis darauf, dass keine Spektraldaten vorliegen.

Hinweis: Beachten Sie, dass sich CoPrA Ihre letzten Einstellungen inklusive der Abmusterungs-Lichtart merkt. Wenn Sie neue Profile erstellen, prüfen Sie bitte, ob die ausgewählte Abmusterungs-Lichtart dem Anwendungszweck des Profils entspricht, oder ob Sie nicht besser die Standard-Lichtart D50 und den Standard-Beobachter 2 Grad verwenden sollten.

Lichter

Im Flexodruck kommt es häufig vor, dass die ersten druckenden Farbtöne einen sehr hohen Tonwertzuwachs aufweisen. In den Lichtern wird bei manchen Flexodruckverfahren bis zu einem bestimmten Prozentwert kein Tonwert übertragen. Insbesondere für Proofanwendungen ist die Simulation dieser Prozesseigenschaften sehr wichtig, um im Lichterbereich auch wirklich das finale Druckergebnis zu simulieren. Für die Produktion und die Separation mit dem Profil kann zudem eine Anhebung von Lichtertonwerten notwendig werden.

In CoPrA haben wir aus diesem Grund vier Einstellungen für die Lichter integriert (siehe Screenshot).

Einstellungen für die Lichter

Standard: Gibt das “normale” Verhalten der Profilierung in den Lichterbereichen vor. Verwenden Sie diese Einstellung bei allen Druckverfahren, die keine besonderen Anforderungen an den ersten druckenden Ton stellen.

Erster druckender Ton (Weiß erhalten): Mit dieser Einstellung geben Sie vor, wann der erste druckende Ton im Profil berücksichtigt und im Proof (Hardcopy- oder Softproof) erscheinen soll. Bei der Separation mit dem Profil bleibt das Papierweiß erhalten, und kleine Tonwerte werden sofort mit einem starken Kurvenanstieg auf den eingestellten Tonwert angehoben.

Erster druckender Ton (Minimaler Ton): Legt fest, wann der erste druckende Ton im Profil berücksichtigt und im Proof (Hardcopy- oder Softproof) erscheinen soll. Bei der Separation mit dem Profil wird mit dieser Einstellung bereits im Weiß ein Tonwert in allen Kanälen gedruckt, der dem eingestellten Prozentwert entspricht.

Druckender Ton bei 1 % (Proof): Mit dieser Einstellung definieren Sie den Tonwert, der in der Proofrichtung des Profils bei 1 % erreicht werden soll. In der Separationsrichtung des Profils wird jedoch die Einstellung Standard verwendet (im Gegensatz zu den anderen Lichter-Einstellungen).

Aus den Daten: Falls die geladenen Messdaten genügend Stützpunkte in den Lichtern enthalten, stellt CoPrA außerdem Informationen über den Start des ersten druckenden Tons in den Messdaten bereit. Diese Information dient als Richtwert, um festzulegen, welcher Wert im Eingabefeld rechts eingetragen werden sollte (siehe Screenshot).

Aus den Daten wird nur angezeigt, wenn die Daten eine abweichende Erkennung des ersten druckenden Tons zum Standard ermöglichen.

Farberzeugung

Farberzeugung

Multicolor-Modus: Legt fest, wie die Farben in den einzelnen Separationen aufgebaut werden. Der Multicolor-Modus steht nur zur Verfügung, wenn Multicolor-Messdaten geladen wurden. Zur Nutzung der Multicolor-Funktionen ist eine Multicolor-Lizenz erforderlich.
Hinweis: Multicolor-Modi, die für die geladenen Messdaten nicht empfohlen werden, sind im Drop-down-Menü rot hervorgehoben.
In manchen Fällen wird im unteren Teil des Fensters eine Warn- oder Informationsmeldung angezeigt, wenn die geladenen Daten womöglich einen anderen Modus erfordern, als den momentan ausgewählten.

Auswahl des Multicolor-Modus

In CoPrA werden die ersten drei Kanäle als Hauptfarben betrachtet (typischerweise CMY). Sie sollten einen möglichst guten Farbraum (Gamut) aufspannen und für die Erstellung einer bunt aufgebauten Grauachse geeignet sein. Der vierte Kanal sollte Schwarz sein, wenn eine Separation mit UCR/GCR gewünscht ist.

Wenn Schwarz in den Multicolor-Messdaten nicht vorhanden ist, und der  Modus Automatisch  ausgewählt ist, wird dies von CoPrA erkannt und es wird keine Separation erzeugt. Die Schwarzseparation wird deaktiviert, wenn der Maximalschwarz-Wert in der Schwarzpunkt und TAC-Einstellung 0 % beträgt. Die zusätzlichen Sonderfarbenkanäle (zum Beispiel Orange, Grün oder Violett in einem CMYKOGV-7C-Datensatz) werden als farbraumerweiternde Farben behandelt. Der Multicolor-Modus legt fest, wie die farbraumerweiternden Farben mit den Hauptfarben verrechnet werden.

Stark: Mit diesem Multicolor-Modus wird möglichst viel Sonderfarbe eingerechnet, dementsprechend werden weniger Hauptfarben in den hochgesättigten Farbbereichen verwendet. Dies führt zu einer stärkeren Nutzung der farbraumerweiternden Sonderfarbenkanäle und zu entsprechend höher gesättigten Farben im Ausdruck.

Glatt: Verwenden Sie diese Methode, wenn mehr CMY notwendig ist und eine besonders glatte und harmonische Separation mit den farbraumerweiternden Farben angestrebt wird.
Hinweis: Die beiden Multicolor-Modi Glatt und Stark arbeiten ähnlich, jedoch werden bei Glatt weniger farbraumerweiternde Sonderfarbenkanäle benutzt.

Glatt - mit Spezialfarben und Stark - mit Spezialfarben: Diese beiden Multicolor-Modi richten sich an Anwendungen im industriellen Drucksektor, wie zum Beispiel den Keramikdruck, bei dem zu den Hauptfarben entweder zusätzliche farbraumerweiternde helle (z. B. Pink) oder dunkle Farben (z. B. Braun) eingesetzt werden. Sie stellen eine Erweiterung der bestehenden Multicolor-Modi Glatt und Stark dar, verwenden jedoch auch Zusatzfarben, die normalerweise nicht verwendet werden können. Die Zusatzfarbe Pink wird zum Beispiel zusammen mit einem dunkleren Magenta in der Magenta-Gradation genutzt. In den hellen Bereichen der Gradation wird dabei Pink verwendet und in den dunklen Bereichen Magenta.

Hinweise:

  1. Die Graubalance wird bei Verwendung dieser beiden Multicolor-Modi zusätzliche Kanäle aufweisen, da die hellen oder dunklen Farben mit in die Gradationen und damit die Graubalancekurven aufgenommen werden.
  2. Diese beiden Multicolor-Modi unterstützen auch die Profilierung von Lite-Inks, wie zum Beispiel helles und dunkles Cyan und Magenta. Grundsätzlich sollten helle und dunkle Farben besser im Drucker, beziehungsweise RIP, verarbeitet werden. Falls Sie aber nicht im RIP vorverarbeitet werden, sind besonders große Testcharts für die Profilierung erforderlich.
  3. Es ist auch möglich, helles Grau mit Schwarz zu kombinieren, was bei einigen Druckverfahren, wie dem Flexodruck, auffällige Artefakte in den Lichtern maskieren kann. Auch in diesem Fall müssen geeignete Testcharts verwendet werden.

Wenige Farben generieren: Dieser Multicolor-Modus ist für den Verpackungsmarkt interessant, da hierbei die Farbseparationen so angelegt werden, dass zum Beispiel bei einem zu erzeugenden Rot-Farbton möglichst viel von einer rötlichen Sonderfarbe und sehr wenig bis gar kein Magenta und Gelb eingesetzt wird. Pro Farbsegment werden maximal zwei bis drei Farben verwendet, so dass dieser Multicolor-Modus auch zum Einsparen von Prozessfarben gut geeignet ist. Allerdings ist der Schwarzaufbau nicht steuerbar und wird mit dem (Separations-) Modus Maximales Schwarz aufgebaut.

Hinweis: Anders als bei den Multicolor-Modi Stark, Glatt und Nur CMYK benutzen haben Sie bei dem Multicolor-Modus Wenige Farben generieren keinen Einfluss auf die Farberzeugung. Dementsprechend werden diese Einstellungsparameter ausgegraut.

Nur CMYK benutzen: Mit dieser Methode wird ein Multicolor-Druckerprofil erstellt, das zwar die gewünschte Anzahl an Kanälen (zum Beispiel sieben Kanäle) verwendet, jedoch nur aus CMYK aufgebaut ist. Die farbraumerweiternden Sonderfarbenkanäle werden in der Separation nicht benutzt, jedoch bei der Simulation von Farben durchaus verwendet.

Hinweise:

  1. Im Verpackungsdruck besteht gelegentlich der Wunsch, dass mit CMYK aufgebaute Bilder und Vektoren, trotz Konvertierung in einen Multicolor-Farbraum, weiterhin mit möglichst nur minimal veränderten CMYK-Werten und ohne Sonderfarben aufgebaut werden. Nur Sonderfarben, die im PDF als DeviceN vorliegen (zum Beispiel Pantone-Farben), sollen in einem solchen Szenario in den großen Multicolor-Farbraum konvertiert werden. Ein solcher Workflow ist realisierbar, wenn in CoPrA mit der Multicolor-Methode Nur CMYK benutzen ein separationserhaltendes CMYK-zu-Multicolor-DeviceLink-Profil erstellt wird und anschließend eine Sonderfarbenkonvertierung der PDF-Dateien mit dem Farbserver ZePrA von ColorLogic erfolgt.
  2. In CoPrA sind alle Schwarzerzeugungs-Einstellungen darauf ausgelegt, dass Schwarz in den Messdaten vorhanden ist. Schwarz muss daher in den Messdaten oder ICC-Profilen als vierter Kanal vorhanden sein.
    Wenn dies nicht der Fall ist, wenn also beispielsweise Blau statt Schwarz im vierten Kanal vorhanden ist, beziehen sich alle Einstellungen im Reiter Farberzeugung weiterhin auf den vierten - jetzt blauen - Kanal. Wenn in Ihren Messdaten Schwarz also nicht der vierte Kanal sein sollte, wird dieser Kanal dennoch wie Schwarz behandelt. Auf diese Weise können Sonderfarben für die Berechnung der Graubalance und des Schwarzpunkts eingesetzt werden.

CMY+White: Dieser Multicolor-Modus muss gewählt werden, wenn die Messdaten neben drei Primärfarben auch Weiß als Farbkanal enthalten. CMY bezieht sich auf alle drei Primärfarben, die einen guten Farbraum bilden und eine Graubalance enthalten. Dieser Modus definiert Voreinstellungen für die Separation, die die Farbe des Hintergrunds (zum Beispiel das schwarze Substrat) und die weiße Tinte in der Separation verwenden. Er wählt automatisch die optimalen Einstellungen aus, daher sind alle anderen Farberzeugungselemente deaktiviert, nur der Gesamt-TAC kann unter Schwarzpunkt und TAC eingestellt werden.
Beachten Sie bitte, dass das resultierende ICC-Profil ein Multicolor-Profil (4CLR-Profil) ist.

CMYK+White: Dieser Multicolor-Modus muss gewählt werden, wenn die Messdaten neben Schwarz und drei Primärfarben auch Weiß als Farbkanal enthalten. CMY bezieht sich auf alle drei Primärfarben, die einen guten Farbraum bilden und eine Graubalance enthalten. Dieser Modus definiert Voreinstellungen für die Separation, die die Farbe des Hintergrunds (zum Beispiel das schwarze Substrat) und die weiße Tinte in der Separation verwenden. Er wählt automatisch die optimalen Einstellungen aus, daher sind alle anderen Farberzeugungselemente deaktiviert, nur der Gesamt-TAC kann unter Schwarzpunkt und TAC eingestellt werden.
Für den Farbwert, der als Schwarzpunkt angenommen wird, d. h. die dunkelste Farbe, wird eine vordefinierte Kombination mit 100 % schwarzer Druckfarbe gedruckt auf dem schwarzen Substrat verwendet.
Beachten Sie bitte, dass das resultierende ICC-Profil ein Multicolor-Profil (5CLR-Profil) ist.

Hintergrund: Für farbgemanagte Farbdrucke auf schwarzen Substraten, wie zum Beispiel Textilien, muss zuerst weiße Tinte verwendet werden. Die anderen Farben müssen dann auf die weiße Tinte aufgetragen werden, um farbintensive Grafiken zu erhalten.
HInweis: Zum Erstellen von Profilen mit Weiß sind spezielle Testcharts erforderlich, die im Testchart-Unterordner Special für die beiden Fälle CMY+White_on_Black und CMYK+White_on_Black zu finden sind.

Schwarzerzeugung: Über diese Einstellung definieren Sie die Methode zur Erzeugung von Schwarz im Zielfarbraum und nehmen so global auf die Separation Einfluss. Im Drop-down-Menü Modus stehen Ihnen  fünf verschiedene Methoden zur Schwarzerzeugung zur Auswahl:

Auswahl des Farberzeugungs-Modus

Automatisch: Wählt unter Berücksichtigung der Messdaten eine mittlere GCR-Stärke aus.

UCR: Erlaubt es, den Schwarzstart und die Schwarzbreite einzustellen.

GCR: Erlaubt zusätzlich die Einstellung der GCR-Stärke.

Minimales Schwarz: Verwendet Schwarz nur minimal und sorgt für einen maximalen Buntaufbau.

Maximales Schwarz: Verwendet Schwarz maximal und sorgt für einen maximalen Unbuntaufbau.

Die Methoden UCR, GCR, Minimales Schwarz und Maximales Schwarz generieren eine neue Separation, unabhängig von der Separation des Zielprofils.

GCR-Stärke: Sie legt fest, wie viele CMY-Anteile durch Schwarz ersetzt werden. Bei 0 wird nur ein geringes GCR verwendet, das sich hauptsächlich in den Tiefen auswirkt und bei 100 ein sehr starkes GCR, das von den Tiefen bis in die Lichter hineinwirkt.

Startschwarz: Definiert den Startpunkt der Schwarzerzeugung. Wenn das Minimum an C, M, Y, diese Grenze überschreitet, wird Schwarz eingesetzt.

Schwarzbreite: Definiert den Raum außerhalb des farbneutralen Bereichs, in dem Schwarz generiert wird. Je niedriger dieser Wert, umso weniger Schwarz wird außerhalb des farbneutralen Bereichs erzeugt.

GCR, Schwarzstart und Schwarzbreite

100 % Schwarz: Hiermit können Sie verhindern, dass ein rein schwarzer RGB-Text nach einer Konvertierung über ein CMYK-Profil vierfarbig aufgebaut wird und dadurch bunt aufgebaut wirkt, was bei Office-Dokumenten häufig der Fall ist. Mit 100 % Schwarz wird ein RGB-Wert 0/0/0 auf 0-0-0-100 (also 100 % Schwarz) umgesetzt.

Reines Grau: Mit dieser Einstellung wird die Graubalance in einem CMYK-Druckerprofil nur mit schwarzer Druckfarbe aufgebaut. Dies ergibt allerdings nur Sinn, wenn das Drucksystem mit einem sehr neutralen Schwarz von den Lichtern bis in die Tiefen ausgestattet ist.
Hinweis: Diese beiden Optionen sind sehr speziell und sollten nur in begründeten Ausnahmefällen verwendet werden.

Benutzte Kanäle: Definiert die Kanäle, die in einem Profil verwendet werden und bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit, Kanäle beim Separieren von Daten auszuwählen oder auszuschließen. Die Auswirkungen, die das Ein- oder Ausschließen von Kanälen auf die Kurven und den Gamut hat, werden sofort in der nebenstehenden Grafik visualisiert und der nun resultierende Wert für den Schwarzpunkt wird angezeigt.

Standardmäßig werden alle Farben eines Profils verwendet. Um eine Farbe auszuschließen klicken Sie einfach auf das gewünschte farbige Symbol, dabei können mehrere Farben ausgeschlossen werden. Ausgeschlossen Farben werden ausgegraut dargestellt und sind mit einem X versehen. Um eine ausgeschlossenen Farbe wieder zu verwenden klicken Sie einfach erneut auf das farbige Symbol.

Ausschließen von Kanälen

Hinweis: Bei Multicolor-Profilen ist die Funktion besonders intelligent, da sie beim Ausschluss eines Kanals (z. B. Cyan) in den Multicolor-Kanälen nach einer Ersatzfarbe sucht, die den fehlenden Kanal in der Graubalance ausgleichen kann. Die ersatzweise berechneten Multicolor-Kanäle werden im Bedienfeld Schwarzpunkt und TAC für den Schwarzpunkt ausgegraut angezeigt (siehe auch Screenshots dazu im Ausklappmenü Schwarzpunkt und TAC.

 Beispiel: Wenn eine braune Schokoladenverpackung in CMYK ohne Verwendung von Cyan in der Separation gedruckt werden soll, kann ein CMYK-Druckerprofil erstellt werden, das nur MYK verwendet. Ein solches Profil vermeidet unerwünschte Cyantöne in der Separation und die Farbkonvertierung dieser Verpackung würde optisch fast wie eine Konvertierung mit dem vollen CMYK-Profil erscheinen.

Dot-on-Dot vermeiden: Verhindert Farbkombinationen von Schwarz und Violett/Blau, die im AM-Druck Dot-on-Dot-Effekte hervorrufen können. Ersetzt einen Teil des Schwarzes durch CMY, wodurch Dot-on-Dot Effekte vermieden werden. 

Hintergrund: Beim Drucken mit gamuterweiternden Prozessfarben wie CMYK+Orange+Grün+Violett/Blau im traditionellen AM-Raster werden die Prozessfarben Violett oder Blau oft auf den gleichen Rasterwinkel wie Schwarz gesetzt. Dies kann zu sogenannten Dot-on-Dot-Problemen führen, die Farb- und Helligkeitsabweichungen zur Folge haben. Das Vermeiden von schwarzen und violetten/blauen Farbkombinationen in Separationen würde jedoch den verfügbaren Gamut erheblich reduzieren und auch verhindern, dass dunkle bläuliche Sonderfarben originalgetreu wiedergegeben werden. Wenn die Funktion Dot-on-Dot vermeiden aktiviert ist, verwendet die Separation bei Kombinationen mit Violett/Blau daher mehr CMY-Farben als Schwarz.

Diese Funktion funktioniert optimal, wenn ein später Schwarzstart und ein eher schwaches GCR oder sogar eine UCR-Schwarzerzeugung verwendet wird.

Hinweis: Andere Farbkombinationen mit den gleichen AM-Rasterwinkeln wie Cyan und Orange oder Magenta und Grün werden von dieser Funktion nicht berücksichtigt, da diese Kombinationen ohnehin nur selten in Separationen verwendet werden.

Kurven und Gamut: Visualisiert die Auswirkungen aller Einstellungsänderungen. Wenn Sie Einstellungen ändern, visualisiert die Gamut-Darstellung sofort alle Änderungen der Gamut-Form und zeigt eine Echtzeitvorschau der geladenen Daten. Zusätzlich wird das Gamut-Volumen berechnet und in Lab-Einheiten angezeigt, wodurch die Einstellungen, die den größten Gamut kreieren, leicht gefunden werden können (größte Zahl).

Beispiel: Die Gamut-Darstellung kann zum Beispiel aufzeigen, wie eine Verringerung der Schwarzbreite oder ein sehr später Schwarzstart die Fähigkeit eines Profils beeinträchtigt, dunkle Farben wiederzugeben.

Grafische Darstellung des Farbraums

Schwarzpunkt und TAC

Im Bedienfeld Schwarzpunkt und TAC definieren Sie sowohl den Gesamtfarbauftrag (TAC) als auch den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC). Der Schwarz-TAC definiert den dunkelsten Farbwert in einem Profil – in der Regel ist dies gleichzeitig der Wert mit dem maximalen Farbauftrag (TAC).

Unter Vorgabe befindet sich neben den farbigen Symbolen ein Zahlenfeld, dass die im Profil verwendete Tintenmenge anzeigt. Je nach ausgewählter Schwarzberechnung sind die Zahlenfelder entweder aktiviert oder ausgegraut.

Hinweis: Die Standardfenstergröße schneidet die Eingabefelder für Multicolor-Kanäle ab, wenn viele Kanäle verwendet werden. Vergrößern Sie das Fenster, um die Eingabefelder für alle Farben anzuzeigen.

Vorgabe von TAC-Werten

Schwarzberechnung: Bei der Schwarzberechnung können Sie aus vier verschiedenen Einstellungen auswählen:

Einstellungen für die Schwarzberechnung

Automatisch: Mit dieser Einstellung erfolgt die Berechnung des optimalen Schwarzpunkts unter Berücksichtigung der Messdaten. Dabei werden die von Ihnen vorgegebenen Schwarz-TAC- und Maximalschwarz-Werte als Grenzwerte betrachtet, die zwar nicht über-, aber unterschritten werden dürfen, wenn dies rechnerisch möglich ist.

Es werden alle Kanäle verwendet, um den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC) zu erzeugen, daher ist die Bearbeitung der Kanäle deaktiviert. In diesem Modus werden neben den ersten vier Kanälen (in der Regel CMYK) keine Multicolor-Kanäle verwendet.
Hinweis: Falls Sie keine Vorgabe für den Schwarz-TAC haben, empfehlen wir 400 % für den Schwarz-TAC als Startwert für die automatische Berechnung einzustellen.

Neutrales-CMY: Gleicht die CMY-Werte an einen von Ihnen definierten Maximalschwarz-Wert an, um einen neutralen Schwarzpunkt zu erzeugen. Dazu sollten Sie den Schwarz-TAC und das Maximalschwarz auf die für Ihren Bedruckstoff idealen Werte einstellen. Die beiden Werte werden als Richtwerte für die Separation verwendet, können aber unterschritten werden.
Ermöglicht die Anpassung des Schwarz-Kanals (oder prinzipiell des vierten Kanals) und den Multicolor-Kanälen. Wenn Sie einen zu erzielenden Multicolor-Farbwert eingeben wird er - wie der Maximalschwarzwert - festgelegt und die CMY-Werte werden entsprechend angepasst.

Hinweis zum Ausschließen von Kanälen:
Grundsätzlich ermöglicht Neutrales-CMY die Bearbeitung des Schwarz-Kanals (oder prinzipiell des vierten Kanals) und den Multicolor-Kanälen. Die CMY-Kanäle werden ausgegraut (siehe Screenshot).

Mit der Einstellung Neutrales-CMY können Schwarz und die Multicolor-Kanäle editiert werden

Wenn jedoch ein Kanal ausgeschlossen wird, wird in den Multicolor-Kanälen nach einer Ersatzfarbe gesucht, die den fehlenden Kanal in der Graubalance ausgleichen kann. Die ersatzweise berechneten Multicolor-Kanäle werden im Bedienfeld Schwarzpunkt und TAC für den Schwarzpunkt ausgegraut (siehe Screenshot).

Ersatz des ausgeschlossenen Cyan-Kanals durch einen Multicolor-Kanal, der dann nicht mehr editiert werden kann.

Vorgabe: Mit dieser Einstellung können Sie den Schwarzpunkt in den Eingabefeldern definieren. Der Schwarz-TAC-Wert wird daraufhin neu berechnet. Ermöglicht die Bearbeitung aller Kanäle, es können also auch die Multicolor-Kanäle angepasst werden.

Hinweise:

  • CoPrA berechnet den Lab-Wert auf Grundlage Ihrer Vorgabewerte. Damit können Sie sofort sehen, welche Auswirkungen sich durch Änderungen der Vorgabewerte ergeben. Falls Sie die Empfehlung von CoPrA bevorzugen, wählen Sie die Einstellungen Neutrales-CMY oder Automatisch.
  • Bei Multicolor-Profilen mit mehr als vier Kanälen können Sie neben den ersten vier Kanälen (typischerweise CMYK) auch die Multicolor-Kanäle für den Schwarzaufbau einsetzen. Der maximale Gesamtfarbauftrag (TAC) kann jedoch nicht mehr als  400 % betragen. Mit den Einstellungen Neutrales-CMY und Vorgabe können Werte für die Multicolor-Kanäle manuell eingegeben werden, die dann zur Berechnung des Schwarz-TAC verwendet werden. In den meisten Fällen ist das nicht erforderlich, aber manchmal kann ein dunkler Multicolor-Kanal den Kontrast und die Zeichnung erhöhen. Dies kann leicht durch eine manuelle Eingabe von Werten in die Multicolor-Kanäle anhand der resultierenden Lab-Werte (unterhalb der Zahlenfelder) überprüft werden. Wenn sich der L*-Wert durch die Verwendung eines bestimmten Multicolor-Kanals verringert, während die a*b*-Werte im Wesentlichen unverändert bleiben, ist es sinnvoll, diesen Kanal zu nutzen.  Allerdings verwendet die Graubalance des Profils dann auch mehr als vier Kanäle.

Hinweis: Mit den Einstellungen Automatik und Neutrales-CMY versucht CoPrA möglichst  neutrale a*- und b*-Werte bei der Schwarzberechnung zu verwenden. Wenn Sie für die Schwarzberechnung die Einstellung Vorgabe wählen, können Sie den Schwarzpunkt unabhängig von einer erzielbaren Neutralität dieser beiden Werte einstellen. Berücksichtigen Sie dabei, dass dies dann zu einem bunten Schwarzpunkt führen kann, was Sie an den a*- und b*-Werten erkennen können.

TAC: Hier definieren Sie den maximalen Gesamtfarbauftrag (Wertebereich: 0 bis 400 %). Der eingestellte Wert darf nicht überschritten werden. Dies gilt auch für Multicolor-Profile. Der TAC kann auch für 2- oder 3-Kanal-Profile eingestellt werden.

Schwarz-TAC: Der Schwarz-TAC ist die Summe aller Farbwerte. Der Wert, der sich aus Ihren Einstellungen für den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC) ergibt, wird nach kurzer Berechnung unter dem Textfeld Vorgabe neben dem berechneten Lab-Wert in Prozent angezeigt (rote Umrahmung im unteren Screenshot).

Hinweis: Die Regler begrenzen sich bei der Einstellung gegenseitig, so dass der TAC nie niedriger als der Schwarz-TAC sein kann (er kann jedoch höher sein).

Maximalschwarz: Hier geben Sie die durch die Separation maximal zu verwendende Menge an schwarzer Druckfarbe/Tinte an (Wertebereich: 0 bis 100 %). Beachten Sie, dass sich die Eingabe grundsätzlich auf den vierten Kanal bezieht und dieser im Multicolor-Fall durchaus nicht schwarz, sondern eine Buntfarbe sein kann. Zudem wird grundsätzlich der vierte Kanal im Schwarz-TAC für den dunkelsten Punkt des Profils, den Schwarzpunkt, verwendet.

Schwarzpunkt und TAC

TAC und Schwarz-TAC: Viele moderne Drucksysteme ermöglichen einen Schwarzpunkt mit immer geringerem Farbauftrag. Teilweise kann die dunkelste Tiefe (Schwarz-TAC) mit reinem Schwarz gedruckt werden, d. h. im Extremfall kann bereits ein Schwarzpunkt von nur 100 % K ausreichend sein. Natürlich ist so ein niedriger Gesamtfarbauftrag nicht für andere Farbbereiche geeignet – damit könnten Sie nicht einmal ein Vollton-Rot, Grün oder Blau drucken! Daher haben wir den Schwarz-TAC vom Gesamtfarbauftrag (TAC) getrennt. Dies ermöglicht eine optimale Einstellung für die Schwarzpunktberechnung, ohne den Farbraum einzuschränken.

Einstellen des Schwarz-TAC

Der Wert für den Schwarzpunkt (Schwarz-TAC), der sich aus Ihren Einstellungen ergibt, wird nach kurzer Berechnung unter dem Textfeld Vorgabe neben dem berechneten Lab-Wert in Prozent angezeigt (rote Umrahmung im unteren Screenshot).

Der Lab-Wert ist besonders praktisch, um die Auswirkung einer Änderung des Gesamtfarbauftrages oder des Schwarz-TAC auf den Schwarzpunkt beurteilen zu können. Je kleiner der L*-Wert, desto tiefer das Schwarz und umso höher der Kontrast.

TAC und Schwarz-TAC können in CoPrA getrennt voneinander eingestellt werden
Bei traditionell arbeitenden Drucksystemen sind der durch die Separation erzeugte Gesamtfarbauftrag (TAC) und der Schwarzpunkt-TAC identisch. Jedoch zeigt sich sowohl bei industriellen Druckanwendungen als auch bei vielen Digitaldrucksystemen, dass der Schwarzpunkt viel niedriger gewählt werden kann als der Gesamtfarbauftrag. Eine Trennung der beiden Werte ist in solchen Fällen notwendig, um eine gute Graubalance mit hohem Kontrast bei dennoch hochgesättigten Farben erzielen zu können.

Die Vorteile eines getrennt einstellbaren Schwarz-TAC
Wie wichtig es ist, den Schwarz-TAC getrennt vom Gesamtfarbauftrag (TAC) einstellen zu können möchten wir anhand eines Digitaldrucksystems verdeutlichen. Nehmen wir an, dass Sie den Schwarz-TAC nicht gesondert einstellen könnten und mit identischen Werten für TAC und Schwarz-TAC auskommen müssten. Wenn Sie dann die Einstellung Automatisch für die Schwarzpunktberechnung verwenden und einen TAC von 300 % angeben (und somit auch einen Schwarz-TAC von 300 %), berechnet Ihnen CoPrA den besten Schwarzpunkt für diesen Fall. Es resultiert ein Gesamtfarbauftrag von 275 % mit einem neutralen Schwarzpunkt (a* und b* sind jeweils 0), der allerdings mit einem recht hellen L* von 22 verbunden ist (im Screenshot rot umrandet).

CoPrA ermöglicht es jedoch den Schwarz-TAC getrennt vom Gesamtfarbauftrag (TAC) einzustellen. Da reines Schwarz in Digitaldrucksystemen bei einigen Systemen als dunkelste druckende Farbe verwendet wird, können Sie den Schwarz-TAC auf 100 % reduzieren und einen Schwarzpunkt mit einem deutlich niedrigeren L*-Wert von 9.8 erzielen. Mit der getrennten Einstellung des Schwarz-TAC kann also ein deutlich höherer und besserer Kontrast erreicht werden, als mit der Verwendung eines an den TAC gekoppelten Schwarz-TAC von 300 %. Mit der Wahl eines Gesamtfarbauftrages (TAC) von 300 % stellen Sie zudem sicher, dass hochgesättigte Farben dargestellt werden können. Ohne Trennung der beiden TAC-Werte sind diese gezielten Einstellungen nicht möglich.

Profileinstellungen

Format, Größe und Weiterverarbeitung

Im letzten Schritt der Profilerstellung können Sie einen Profilnamen vergeben, sowie Format und Größe des Profils festlegen (siehe Screenshot).

Name: Hier können Sie einen Namen für das aktualisierte Profil festlegen.

Vorlagen: Ermöglicht die Auswahl und Kombination von Namenskomponenten aus einer Liste. Diese Auswahl kann dann auch als eigene Vorlage gespeichert werden. 

Die zuletzt ausgewählte Vorlage wird beim Erstellen neuer Profile verwendet, so dass die Benennung der Profile automatisiert erfolgt.

Die verfügbaren Namenskomponenten hängen vom aktuellen Profiltyp ab und beinhalten  Datum, Datum und Uhrzeit, Name der Messdatendatei, Quell– und Zielprofile, Name der aktuellen Voreinstellung und andere. Jede Namenskomponente kann an einer beliebigen Position unter Vorlage hinzugefügt werden (die Position wird mit dem Mauszeiger gewählt). Der folgende Bereich Beispiel zeigt den sich daraus ergebenden Namen. Neben den Namenskomponenten können eigene Namenskomponenten an jeder beliebigen Stelle im Bereich Vorlage hinzugefügt werden.

Format: Hier legen Sie das Format für das Profil fest. Als Grundeinstellung ist ein ICC-Format gemäß der Spezifikation V2 zu empfehlen. Sie können aber auch das neuere ICC V4-Format wählen. Dabei müssen Sie jedoch sicherstellen, dass Ihre Programme dieses Format auch richtig unterstützen.

Hinweis: Profile im ICC V4-Format werden in ColorLogic-Produkten konsistent und richtig verwendet.

Größe: Die Einstellung Groß ist eine gute Wahl. Mit der Größe legen Sie die Anzahl der Stützstellen im Profil fest und bestimmen den Platzbedarf des generierten Profils. Kleine Profile sollten nur zu Testzwecken verwendet werden. Sehr große Profile können bei einer Nutzung in nachfolgenden Programmen die Verarbeitung verlangsamen. Darüber hinaus können einige Programme nicht mit sehr großen Profilen umgehen.

Weiterverarbeitung

Profil-Report erstellen: Wir empfehlen diese Checkbox zu aktivieren. Der PDF-Report enthält Statistiken zur Darstellung von Graubalancen, Farbkurven, Farbumfängen sowie Farbauszüge aus konvertierten Testdateien und gibt Ihnen so einen Überblick über die Qualität Ihres Profils.

Profilvergleichs-Report erstellen: Kann zusätzlich oder alternativ zum Profil-Report erstellt werden. Er gibt Auskunft darüber, inwieweit das Referenz- und aktualisierte Profil die Messdaten wiedergeben und welche Verbesserungen mit dem aktualisierten Profil erzielt werden.

Berechne DeviceLink: Für das aktualisierte Druckerprofil kann auch gleich ein Korrektur-DeviceLink-Profil berechnet werden. Damit können Sie Ihre Druckdaten anpassen, um Farbabweichungen auszugleichen und eine Farbwiedergabe zu erhalten, die der des Referenzprofils vor den Farbabweichungen entspricht. Mit dem Korrektur-DeviceLink stellen Sie somit eine konsistente Farbwiedergabe sicher.
Hinweis: Das Korrektur-DeviceLink-Profil wird automatisch erstellt, wobei die Vergabe des Namens ebenfalls automatisch erfolgt. Der vergebene Profilname setzt sich aus Quell- und Zielprofil, sowie dem Namen der Einstellung (zum Beispiel Default, Digital Printer, InkJet usw.) zusammen. Falls Sie einen anderen Namen bevorzugen oder Einstellungen kontrollieren oder editieren wollen, sollten Sie das Korrektur-DeviceLink-Profil manuell erstellen (mit dem Werkzeug DeviceLink-Profil erstellen). Das Reprofiler-DeviceLink können Sie anschließend im Farbserver ZePrA unter Konfigurationen im Reiter Dokument/Ziel als (Korrektur-) DeviceLink-Profil auswählen.

Speichern: Profile werden im Ordner Profiles (macOS) bzw. color (Windows) gespeichert (macOS: /Users/Username/Library/ColorSync/Profiles, Windows: C:\Windows\System32\spool\drivers\color). Das Berechnen und Speichern von Profilen ist nur mit einer Registrierung möglich.

Hinweis: CoPrA-SP-Profile werden im Unterordner Licensed-Profiles im ColorLogic-Ordner gespeichert.

Profilereporte

Profilreporte können beim Erstellen von Drucker- oder DeviceLink-Profilen sehr einfach mit erstellt werden. Aktivieren Sie dazu im letzten Schritt der Profilerstellung die Checkbox Profil-Report erstellen oder beim Aktualisieren von Profilen die Checkbox Profilvergleichs-Report erstellen.

Die Reporte beinhalten je nach Profiltyp unterschiedliche statistische Daten, zum Beispiel zur Genauigkeit des Profils (Integrity, Precision, Black Point, White Point usw.), sowie Gamut- und Kurvendarstellungen (Graubalance, Gradienten usw.), Konvertierungen von Testbildern, Kanalauszüge und Farbfelder zur Beurteilung der Glätte oder der Reinheit von Farben. Auf diese Weise helfen Profilreporte dabei, eventuelle Artefakte zu erkennen.

Profilreporte können Sie in der Batch-Übersicht oder im Profile Manager jederzeit nachträglich erstellen – dies ist übrigens nicht auf ColorLogic-Profile beschränkt.

Unter Einstellungen können Sie einige Grundeinstellungen für das Erstellen von Profilreporten festlegen, wie zum Beispiel den Speicherort, das Reportformat (PDF oder XML) oder die DeltaE-Methode (dE76 oder dE2000).

Hinweis: Wenn beim Aktualisieren eines Profils ein Profilvergleichsreport erstellt wird, werden die Messdaten des Aktualisierungstestcharts mit den Werten des ursprünglichen Profils (Referenzprofil) verglichen.

Wenn zusätzlich die beiden Checkboxen Aufhellerkorrektur und Messdatenkorrektur aktiviert wurden, dann werden nicht die Messwerte des Aktualisierungstestcharts zum Vergleich mit dem Referenzprofil verwendet, sondern die Werte, die mit diesen Optionen modifiziert wurden.