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ZePrA | Sonderfarben-Report

Sonderfarben-Report

Überprüfen der Konvertierungsgenauigkeit von Sonderfarben

Sonderfarben-Report

Überblick

Der Sonderfarben-Report zeigt, welche Ergebnisse bei einer Sonderfarbenkonvertierung in Bezug auf deltaE00, deltaE76 und der Separation in die Prozessfarben erzielt werden. So wird es möglich, die Genauigkeit der Sonderfarbenkonvertierung schon vor dem Druck zu prüfen und bereits im Vorfeld zu ermitteln, wie Sonderfarben (zum Beispiel Pantone®-Farben) in spezifischen PDF- und Bilddateien von ZePrA konvertiert werden.

Vorgehensweise

    1. Öffnen Sie den Sonderfarben-Report aus dem Menü Werkzeuge.
    2. Konfigurationen: Wählen Sie eine oder mehrere Konfigurationen aus der Liste. Eine Konfiguration enthält alle Einstellungen für die Konvertierung. In der Liste werden nur Konfigurationen angezeigt, bei denen die Option Sonderfarben konvertieren aktiviert ist.
    3. Wählen Sie unter Quelldaten eine einzelne PDF- oder Bilddatei, eine Sonderfarbenbibliothek oder mehrere Dateien aus.
      PDF- oder Bilddatei: Wählen Sie die PDF- oder Pixelbilddatei mit Sonderfarben aus, die mit den Einstellungen der ausgewählten Konfiguration verarbeitet werden soll.
      Bibliothek: Wählen Sie die Sonderfarbenbibliothek, die Sie mit den Einstellungen der ausgewählten Konfiguration konvertieren möchten.
      Mehrere Dateien: Hier können mehrere Dateien hinzugefügt werden, die dann gleichzeitig geprüft werden.
    4. Wählen Sie die Sortierreihenfolge.
      Sortieren nach: Sortiert die Liste nach verschiedenen Vorgaben. Wenn nach Delta E sortiert wird, werden Sonderfarben mit dem niedrigsten dE oben in der Tabelle gelistet, die mit dem Höchsten unten.
    5. Erstellen Sie den Report. Er kann in verschiedenen Formaten erstellt werden (PDF, XML, Text oder CGATS).
      Speichern: Erstellt den Sonderfarben-Report und speichert ihn ab. Optional kann vorher eine Vorschau erstellt werden.

    Unterstützte Dateiformate

    Der Sonderfarben-Report kann in verschiedenen Formaten gespeichert werden:

    • PDF
    • HTML
    • XML (sowohl ältere als auch neue Formate)
    • Text
    • CGATS
    • CxF
    • JSON

    Hinweis: Das Speichern als CGATS-Text und Color Exchange Format (CxF) ermöglicht das Öffnen der Datei in externen Werkzeugen, wie zum Beispiel ColorAnt. Auf diese Weise können die Gerätewerte (DCS) nach dem Optimieren durch ZePrA und die daraus resultierenden Lab-Werte untersucht werden. Die Lab-Werte der Sonderfarben in dieser Datei geben die tatsächlich erreichbaren Lab-Werte wieder, die sich aus den Konvertierungen durch ZePrA ergeben und können von den ursprünglichen Lab-Werten abweichen (aufgrund von Out-of-Gamut- oder anderen Einschränkungen).

    Die beiden Dateiformate JSON-Dateien und XML-Dateien am Ende der Liste sind für das maschinelle Lesen optimiert und eignen sich am besten für die Verwendung durch externe Systeme zur Extraktion von Daten für Reporte.

    Hinweis: Die Option XML (altes Format) ist nur für die Abwärtskompatibilität mit älteren ZePrA-Systemen verfügbar.

    Geeignetste Konfiguration: Bestimmt automatisch die geeignetste Konfiguration zum Erreichen der Sonderfarben eines oder mehrerer Jobs aus einer Liste ausgewählter Konfigurationen.
    Hinweis: Die Konfiguration mit dem höchsten Score wird automatisch als Geeignetste Konfiguration ermittelt und im Report ganz oben aufgeführt. Der höchste Score wird immer von der Konfiguration mit der geringsten Anzahl an Kanälen bei gleichem oder leicht schlechterem farbmetrischen Ergebnis erreicht (im Vergleich zu Konfigurationen mit Zielprofilen, die mehr Kanäle verwenden).

    Wenn zum Beispiel die Sonderfarben eines Jobs mit 7, 6 oder 5 Prozessfarben auf derselben Druckmaschine mit der gleichen Qualität verarbeitet werden können, ist die Konfiguration mit 5 Prozessfarben die geeignetste, weil sie bei der Produktion Farbe und Kosten spart.

    Übersicht: Die Vorschau und der Sonderfarben-PDF-Report zeigen eine Übersicht und den Abschnitt Geeignetste Konfiguration, der beschreibt, wie die Datei(en) mit den verschiedenen vom Anwender ausgewählten Konfigurationen verarbeitet wurden.

    Score: Zeigt die prozentuale Übereinstimmung aller getesteten Konfigurationen zum Erreichen der Sonderfarben eines Jobs beim Konvertieren von Sonderfarben zu Prozessfarben (0 % - keine Übereinstimmung, 100 % - perfekte Übereinstimmung mit maximal drei Prozessfarben).
    Hinweis: Bei der Berechnung des Scores werden der maximale dE00, der Mittelwert (Avg dE00) über alle einzelnen dE00s der Sonderfarbenkonvertierungen und die Anzahl an Kanälen berücksichtigt. Die Konfiguration, die den höchsten Score erreicht, wird oben unter Geeignetste Konfiguration aufgeführt.​

    Der Screenshot zeigt zwei Dateien, die mit vier Konfigurationen untersucht wurden. Im Abschnitt Geeignetste Konfiguration werden die Konfigurationen aufgelistet, die zu den besten Ergebnissen für jede Datei führen.

    Datei(en) verarbeiten: Ausgewählte Dateien können direkt aus dem Fenster Sonderfarben-Report mit der geeignetsten Konfiguration verarbeitet werden. Die Dateien werden automatisch in den Eingabeordner der entsprechenden Konfiguration verschoben und automatisch verarbeitet.

    Der Sonderfarben-Report zeigt, welche Ergebnisse bei einer Sonderfarbenkonvertierung in Bezug auf deltaE00, deltaE76 und der Separation in die Prozessfarben erzielt werden.

    Hinweis: Beim Erstellen des Reports werden alle Sonderfarbeneinstellungen verwendet, die in den Konfigurationen gesetzt wurden, einschließlich manueller Einstellungen und Warnungen. Farben mit Warnungen werden mit roten deltaE Werten dargestellt.
    Wenn die Funktion Ausgabekanäle minimieren aktiviert ist, listet der Report alle Profilvarianten auf, die in dieser Konfiguration angelegt wurden, und die Sonderfarbenkonvertierung mit diesen Varianten. Das kann zu einem recht langen Report führen, dessen Berechnung und Erstellung entsprechend lange dauern kann, vor allem wenn mehrere Konfigurationen zu überprüfen sind.

    Ein Inhaltsverzeichnis in der PDF-Report-Datei ermöglicht eine einfache Navigation zu den Details der einzelnen Konfigurationen. Insbesondere wenn viele Sonderfarben ausgewertet wurden, zum Beispiel eine ganze Sonderfarbenbibliothek mit Hunderten oder gar Tausenden von Sonderfarben, ist dies sehr praktisch, um direkt zu den Details der einzelnen Konfigurationsergebnisse zu gelangen.
    Grundsätzlich ist der Report so aufgebaut, dass die analysierten Dateien oben im Abschnitt Details aufgeführt werden, darunter die verwendeten Konfigurationen pro Datei, gefolgt von den Profilvarianten und deren Details.

    Funktionen zur Produktionsoptimierung
    Anstatt eine einzige Konfiguration mit der Funktion Ausgabekanäle minimieren zu verwenden, können mehrere verschiedene Konfigurationen eingerichtet werden, zum Beispiel für den Druck mit demselben Drucker, aber mit verschiedenen Zielprofilen, zum Beispiel mit CMYK, 5 Farben, 6 Farben oder 7 Farben. Dann können die Produktions-PDF-Datei(en) mit allen möglichen Farbkonfigurationen geprüft werden. Dabei kann sich herausstellen, dass die Produktions-PDF-Datei(en) nicht 7C benötigen, sondern bereits mit einem bestimmten Satz von 5 Farben oder sogar CMYK gut verwendbar sind.
    Auf diese Weise könnten viele Klicks im Digitaldruck oder viele Plattenproduktionen im konventionellen Druck eingespart werden. Nach dem Prüfen der Dateien und dem Ermitteln der am besten passenden Konfigurationen können die Dateien automatisch mit den Konfigurationen, die die niedrigsten maximalen DeltaE-Werte aufweisen, direkt aus dem Dialogfeld Sonderfarben-Report verarbeitet werden.

    Beispiel für einen Sonderfarben-Report: Der Screenshot zeigt die Vorschau für die Verarbeitung von Sonderfarben mit zwei verschiedenen Konfigurationen. Grundsätzlich werden alle Sonderfarben einbezogen, die in der PDF-Datei gefunden werden. Die eine Konfiguration verwendet ein CMYK-Zielprofil, die andere ein 7C-Zielprofil. Der Report zeigt, dass in diesem Fall das 7C-Profil viel besser für die Simulation der Sonderfarben in der PDF-Datei geeignet ist.

    Sonderfarben-Iteration

    Wenn Sonderfarben iteriert wurden (siehe Nummer 1 im Screenshot), stammen die angezeigten Lab-Werte und deltaE-Werte (2) aus der Sonderfarben-Iteration.

    Wenn eine abschließende Bewertungsmessung durchgeführt wurde, wird in der Informationsspalte (2) ein einziges Sternchen angezeigt und die entsprechende Informationsmeldung (3) weist darauf hin, dass die Lab- und dE-Werte auf den Messungen der Sonderfarben-Iteration basieren.

    Wenn keine abschließende Bewertungsmessung durchgeführt wurde, weist eine Meldung mit zwei Sternchen darauf hin, dass die Lab- und dE-Werte auf der zuletzt angewandten Sonderfarben-Iteration basieren und möglicherweise nicht mit dem tatsächlichen Druck übereinstimmen.

    ZePrA | Globale Einstellungen | Profilzuordnungen

    Profilzuweisungen

    Erstellen und Verwalten von SmartLink-Einstellungen

    Funktion von Profilzuweisungen

    ZePrAs SmartLink-Funktion kann durch Profilzuweisungen genauer definiert werden. Standard-DeviceLinks, Hausstandards oder speziell angepasste Profile können Konfigurationen automatisch zugewiesen und für Konvertierungen verwendet werden.

    Erstellen und Verwalten von Profilzuweisungen

    Aktivieren der SmartLink-Funktion

    1. Aktivieren Sie im Reiter Bilder/Vektoren die Checkbox SmartLink anwenden oder wählen Sie im Reiter Dokument/Ziel den Eintrag SmartLink aus dem Drop-down-Menü Konvertierungsmethode.
      oder

    2. Aktivieren Sie im Werkzeug Profilzuweisungen die Checkbox Profilzuweisungen verwenden, um die in der Tabelle definierten Profilzuweisungen zu verwenden.
    3. Die SmartLink-Funktion kann beim Anlegen von Konfigurationen mit dem Auto Setup gewählt werden. SmartLink benutzt vorrangig Profile aus der Tabelle im Werkzeug Profilzuweisungen. Wenn keine passenden Profile in der Tabelle gefunden werden, erfolgt automatisch und on-the-fly eine DeviceLink-Berechnung aus den von Ihnen gewählten Quell-/Ziel-/Dokument-Profilen.

    Profilzuweisungen anlegen oder bearbeiten

    Beim Anlegen oder Bearbeiten von SmartLink-Profilzuweisungen können Sie auf bereits bestehende DeviceLinks oder Standard-Profile zurückgreifen.

    Um neue Profilzuweisungen hinzuzufügen, klicken Sie am unteren Fensterrand auf Neu und wählen das DeviceLink-Profil direkt über das Drop-down-Menü DeviceLink-Profil aus.

    Zum Bearbeiten von vorhandenen Profilzuweisungen öffnen Sie das Fenster Profilzuweisung bearbeiten mit einem Doppelklick auf die entsprechende Zuweisung.

    Profilzuweisung bearbeiten

    Wenn das DeviceLink-Profil einen PSID-Tag enthält (wie bei ColorLogic-Profilen üblich) werden die Quell- und Zielprofile automatisch in den Drop-down-Menüs für Quell- und Zielprofil angezeigt. Alternativ können Sie auch eine Kombination aus Quell- und Zielprofil und einem Rendering Intent auswählen. Das zu dieser Kombination an Farbräumen passende DeviceLink-Profil können Sie aus dem Drop-down-Menü auswählen.

    Damit das gewählte DeviceLink-Profil tatsächlich verwendet wird, muss neben dem Quell- und Zielprofil des DeviceLinks auch der Rendering Intent mit den Einstellungen unter Konfigurationen übereinstimmen. Wenn Sie das DeviceLink-Profil vorrangig verwenden möchten – unabhängig davon welcher Rendering Intent unter Konfigurationen ausgewählt wurde – wählen Sie im Drop-down-Menü Rendering Intent unter Profilzuweisung bearbeiten den Eintrag Alle. Das DeviceLink wird dann für alle Rendering Intents angewandt.

    Mit Anwenden auf kann festgelegt werden, ob das DeviceLink auf Vektoren und Bilder, nur auf Vektoren, oder nur auf Bilder angewendet werden soll. Damit kann bei einer Farbkonvertierung (zum Beispiel AdobeRGB zu ISO Coated V2) ein DeviceLink-Profil für Vektoren gewählt werden, das Primär- und Sekundärfarben auf 100 % der entsprechenden CMYK-Werte konvertiert, während für Bilder, für die eine solche Konvertierung nicht gewünscht ist, ein anderes DeviceLink ausgewählt werden kann.

    Mit Löschen werden einzelne Profilzuweisungen entfernt, mit Alles Löschen werden alle Einträge der Tabelle entfernt.

    Hinweis: In der Jobs und Warteschlangen-Übersicht zeigt ZePrA bei der Verarbeitung von Jobs in der Statuszeile an, ob im Hintergrund DeviceLink-Profile über SmartLink berechnet werden. In den Job-Eigenschaften können außerdem die Farbräume eingesehen werden und ob ein ausgewähltes DeviceLink-Profil aus den Profilzuweisungen verwendet wurde oder ob SmartLink on-the-fly ein DeviceLink-Profil erstellt hat.

    ZePrA | Sonderfarbe bearbeiten

    Sonderfarbe bearbeiten

    Anpassen von Sonderfarben

    Bearbeiten und Messen von Sonderfarben

    • Einzelne, neue Sonderfarben (als Vollton oder Gradation) können Sie mit Neu im unteren Fenster Sonderfarben der ausgewählten Bibliothek hinzufügen. Das Fenster Sonderfarbe bearbeiten wird geöffnet. Sonderfarben als CxF/X-4-Daten werden vollständig unterstützt.
    • Name: Geben Sie den Namen der Sonderfarbe an. Der Name ist wichtig und muss dem Namen der Sonderfarbe im PDF-Dokumenten entsprechen, um eine automatische Konvertierung erfolgreich durchführen zu können.

      Hinweis: Wenn Sie unterschiedliche Bibliotheken für verschiedene Substrate oder Druckverfahren anlegen, kann es vorkommen, dass der gleiche Sonderfarbenname in unterschiedlichen Bibliotheken mit verschiedenen Messwerten vorliegt. Stellen Sie sicher, dass in der Konfiguration die richtige Bibliothek für die Farbkonvertierung ausgewählt ist, um Probleme auszuschließen.

    Bearbeiten einer Sonderfarbe

    • Die Checkbox Nicht druckende Farbe definiert, ob der angegebene Sonderfarbenname einer nicht druckenden Farbe entspricht (Stanzmarkierungen, Blindenzeichen, Lackierungen usw.). Durch das Aktivieren der Checkbox werden alle notwendigen Einstellungen automatisch vorgenommen. Schließen Sie den Dialog mit OK.
      Hinweis: In modernen PDF-Dateien können auch nicht druckende Bereiche durch Processing Steps definiert werden. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu PDF-Ebenen.
    • Auf weißen Hintergrund (Substrat) gedruckt und Auf schwarzen Hintergrund (Prozess-Schwarz) gedruckt: Liegt Ihre Sonderfarbe als Druck auf weißem oder schwarzem Hintergrund vor, können Sie die Werte selber messen oder die bereits vorliegenden Werte importieren.
    • Vorlage verwenden: Für “echte“ Sonderfarben können Sie festlegen, ob Sie den 100% Vollton oder Abstufungen der Sonderfarbe angeben wollen. Ganze Keile können mit drei Abstufungen (3 Felder: 0 %, 50 % und 100 %) oder mit elf Abstufungen (11 Felder: in 10-%-Schritten) angegeben werden. Alternativ dazu können Sie eine bereits gemessene und als Messwert-Datei vorliegende Sonderfarbe Importieren.
    • Individuell: Wenn ein bereits gedruckter Keil mit einer Abstufung der Sonderfarbe vorliegt, die keiner der beiden vordefinierten Vorlagen entspricht, klicken Sie auf Hinzufügen und geben im erscheinenden Dialog Weitere Tonwerte die Abstufungen Ihres Keiles in Prozentwerten an. Trennen Sie die Prozentwerte mit einem Leerzeichen und bestätigen dann mit OK.
    • Ihr eigener Keil wird nun als Individuell markiert und kann zur späteren Nutzung für weitere Sonderfarben als eigene Vorlage gespeichert werden. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Als Vorlage sichern.
    • Es gibt drei Möglichkeiten, um Farbwerte zu definieren: Durch manuelle Eingabe der Lab-Werte für jede Abstufung, durch Messen mit dem mit ZePrA mitgeliefertem Measure Tool oder durch Importieren einer bereits vorhandenen Messdatei.
      Hinweis: Wir empfehlen, einen Keil Ihrer Sonderfarbe direkt auf dem jeweiligen Substrat sowie einen zweiten Keil der Sonderfarbe als Überdruck mit der schwarzen Prozessfarbe unter korrekten Druckbedingungen zu drucken und diese in ZePrA spektral zu messen. So kann ZePrA eine qualitativ sehr gute Konvertierung, nicht nur des Volltones, sondern auch der Abstufungen und der Opazität vornehmen und dabei den Tonwertzuwachs berücksichtigen. Durch spektrale Messdaten kann im Vergleich zu Lab-Messdaten die Simulation von überdruckenden Sonderfarben verbessert werden.
    • Klicken Sie auf Messen, um das Measure Tool zum Messen von Farbwerten zu öffnen.
      Das Measure Tool wird im nächsten Abschnitt genauer vorgestellt.
    • Nach der Messung können die Messdaten mit Übertragen vom Measure Tool an ZePrA übermittelt werden. Das Measure Tool schließt sich und der Dialog Sonderfarbe bearbeiten erscheint. Bestätigen Sie hier mit OK, um die gemessene Sonderfarbe in Ihre Farbbibliothek aufzunehmen.

    Die Opazität gibt an, wie transparent oder opak eine Farbe ist. Eine Sonderfarbe ist vollkommen transparent, wenn der Wert auf 0 % gesetzt wird, und vollkommen opak, wenn der Wert 100 % beträgt. Wenn der Opazitätswert manuell geändert wird, hat die Sonderfarbe eine benutzerdefinierte Opazität.

    Zurücksetzen: Entfernt die benutzerdefinierte Opazität der Sonderfarbe. Die Schaltfläche Zurücksetzen ist aktiviert, wenn die Sonderfarbe eine benutzerdefinierte Opazität besitzt, andernfalls ist sie deaktiviert. Wenn die Sonderfarbe keine benutzerdefinierte Opazität besitzt (Schaltfläche Zurücksetzen deaktiviert), wird der angezeigte Opazitätswert immer dann aktualisiert, wenn sich ein relevanter Messwert ändert (zum Beispiel die Messung auf Schwarz).

    Hinweis: ZePrA berechnet die Opazität von Messwerten auf schwarzen Hintergründen automatisch und verwendet die Opazitätswerte für die Farbkonvertierung von Sonderfarben. Angaben des Druckfarbenherstellers zur Opazität der Sonderfarbe können direkt in Prozent eingegeben werden, Messungen auf schwarzem Hintergrund sind nicht erforderlich. Ohne Opazitätsinformationen geht ZePrA davon aus, dass die Sonderfarbe bei 0 % vollkommen transparent ist.

    Hinweise: In der Tabelle Sonderfarben der ausgewählten Bibliothek wird angezeigt, ob eine Sonderfarbe nur aus einem Vollton oder aus mehreren Abstufungen besteht, und ob die Farbwerte spektral (Bezeichnung: Remission) oder als Lab-Werte vorliegen. Zudem wird die Opazität der Sonderfarben angezeigt, wenn diese Information verfügbar ist. Die Farbwerte können editiert oder gelöscht und die Bibliothek kann jederzeit mit weiteren Sonderfarben ergänzt werden.
    Weiterhin können Farben von einer Farbbibliothek in eine andere kopiert oder verschoben werden. Dazu wählen Sie zunächst eine oder mehrere Farben aus, öffnen mit einem Rechtsklick das Kontextmenü und wählen Kopieren oder Ausschneiden. Klicken Sie dann die Farbbibliothek an, in die die Farbe(n) verschoben werden soll(en). Wenn deren Farben in der Tabelle erscheinen, öffnen Sie das Kontextmenü und klicken auf Einfügen.

    Messen von Sonderfarben mit dem Measure Tool

    Einige Messgeräte ermöglichen die Auswahl des Messmodus (M0, M1 oder M2). Wählen Sie den Modus, der den Messanforderungen entspricht, dann den Messmodus für das Keil-Layout und drücken Sie die Taste Messen am Gerät.

    Hinweis: Barbieri-Messgeräte sind für die Testchartmessung optimiert, daher ist eine Einzelfeldmessung nicht möglich.

    Nach Abschluss der Messung erscheint die gemessene Farbe im Messwerkzeug. Die Messdaten können nun durch Klicken auf Übertragen an ZePrA übermittelt werden. Das Speichern der Messwerte im Measure Tool ist nicht erforderlich.

    Das Measure Tool ist Teil von ColorAnt und in ZePrA enthalten. Wenn es nicht auf dem Computer installiert ist, ist die Schaltfläche Messen in ZePrA ausgegraut.

    Die folgenden Messgeräte werden unterstützt:

    • Barbieri Spectro LFP
    • Barbieri Spectro LFP qb
    • Barbieri SpectroPad
    • Konica Minolta FD-7
    • Konica Minolta FD-9
    • Techkon SpectroDens (nur Windows)
    • Techkon SpectroPad (nur Windows)
    • X-Rite eXact
    • X-Rite i1iO
    • X-Rite i1Pro 1 (ohne XRGA)
    • X-Rite i1Pro 2 (XRGA)

    Vorgehensweise

    1. Verbinden Sie das Messgerät mit dem USB-Anschluss Ihres Rechners.
    2. Wählen Sie den entsprechenden Keil aus dem Drop-down-Menü Vorlage verwenden. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Messen im Fenster Sonderfarbe bearbeiten in ZePrA. Das Measure Tool wird gestartet und der Rest des Messvorgangs wird innerhalb der Measure Tool-Software abgeschlossen.
    3. Wenn ein Vollton ausgewählt ist, wird ein einzelnes Farbfeld für die Messung vorgewählt. Wenn ein Stufenkeil ausgewählt ist, wird das Layout des in ZePrA ausgewählten Keils angezeigt. Wählen Sie unter Auswahl das angeschlossene Messgerät aus dem Drop-down-Menü. Klicken Sie auf Verbinden und folgen Sie den Anweisungen. Weitere Informationen zum Thema Messen finden Sie in der ColorAnt-Online-Hilfe.
    4. Bei der Einzelfeldmessung wird jeweils nur eine Farbe gemessen und übertragen. Klicken Sie entweder auf Übertragen oder messen Sie erneut, wenn die Messung fehlerhaft war oder fehlgeschlagen ist.

       

    ZePrA | Sonderfarben-Bibliotheken

    Sonderfarben-Bibliotheken

    Verwalten von Sonderfarben

    Sonderfarben-Bibliotheken

    Überblick

    In ZePrAs Sonderfarbenmodul können Sonderfarbenbibliotheken und Sonderfarben übersichtlich verwaltet werden. Es kann mit einem Klick auf Sonderfarben-Bibliotheken in der Sidebar geöffnet werden.

    Hier können Sie Bibliotheken anlegen, hinzufügen, einsehen und anpassen. Sonderfarben können bearbeitet, importiert oder gemessen werden. So können zum Beispiel Sonderfarben aus Farbfächern mit einem Spektralfotometer gemessen oder Lab-Werte manuell eingegeben werden. Es können aber auch Farbtabellen mit Sonderfarben importiert werden. Unterstützte Formate sind Named Color ICC-Profile, Photoshop ACO-Farbtabellen, Adobe ASE-Farbtabellen (aus InDesign oder Illustrator), Textdateien im CGATS-Format oder CxF-Dateien, wie CxF/X-4. Über die Schaltfläche PantoneLIVE können Sie Ihre in der Cloud gespeicherten PantoneLIVE-Farbfächer importieren.

    Hinweis: PantoneLIVE® von X-Rite ist eine Cloud-Lösung zur digitalen Speicherung von spektralen Sonderfarben. Zur Nutzung von PantoneLIVE werden Lizenzen für das Sonderfarben-Modul von ZePrA und für PantoneLIVE von X-Rite benötigt. Unter My X-Rite müssen Sie Ihre Lizenzen für die Nutzung in ZePrA freischalten. Wie Sie die Freischaltung durchführen, erfahren Sie unter PantoneLIVE.

    Unterstützt werden sowohl Lab- als auch Spektralfarbwerte. Spektrale Messdaten sind zu bevorzugen, da intern damit die besten Ergebnisse erzielt werden.

    Weitere Informationen zum Umgang mit Sonderfarben und Sonderfarbenbibliotheken finden Sie unter:

    Sonderfarben

    Sonderfarbe bearbeiten

    PantoneLIVE

    Eine Sonderfarbenbibliothek kann eine Vielzahl verschiedener Informationen in nur einer Bibliothek enthalten, darunter Volltöne, Abstufungen auf Substrat oder Schwarz, Spektral- oder Lab-Messungen und Opazitätswerte.

    Unter Bibliotheken werden alle verfügbaren Bibliotheken und die Anzahl der Sonderfarben einer Bibliothek aufgelistet. Zusätzlich werden die Revisionsnummer und das Ablaufdatum der PantoneLIVE-Bibliotheken angezeigt (mit dem PantoneLIVE-Symbol markiert).

    Nach einem Doppelklick auf die ausgewählte Bibliothek werden die Sonderfarben im unteren Teil des Fensters angezeigt. Um die Performance zu verbessern – insbesondere bei umfangreichen und vielen Bibliotheken – werden Sonderfarben nur dann verfügbar gemacht, wenn sie tatsächlich bei der Bearbeitung von Jobs oder durch Doppelklick auf eine Bibliothek verwendet werden.

    Die Sonderfarbentabelle zeigt die Namen aller Sonderfarben und weitere Informationen, wie zum Beispiel den Datentyp (Remission oder Lab), Vollton oder Tonwerte und Opazitätsinformationen (benutzerdefiniert oder berechnet).

    Mit der Suchfunktion können bestimmte Sonderfarben schnell gefunden werden. Sonderfarbenbibliotheken können auch nach Lab-Werten durchsucht werden. Hat der Suchtext die Form "L a b Lab" (zum Beispiel "51 7 -62 Lab"), sucht ZePrA nach Sonderfarben, die dem angegebenen Wert entsprechen. Da exakte Übereinstimmungen oft an Rundungen und unpräzisen Eingaben scheitern, wird hier eine Toleranz verwendet.

     

    Hinweise: PantoneLIVE-Bibliotheken sind geschützt und können in ZePrA nicht bearbeitet, erweitert oder entfernt werden. Mit PantoneLIVE kann von ZePrA aus direkt auf Pantone-Sonderfarben und -Bibliotheken zugegriffen werden.

    Sonderfarbenbibliotheken importieren
    1. Wählen Sie in der Sidebar Sonderfarbenbibliotheken aus.
    2. Importieren Sie vorhandene Farbtabellen mit vielen Sonderfarben, indem Sie unter Sonderfarbenbibliotheken verwalten die Option Importieren wählen. Zu den von ZePrA unterstützten Formaten gehören ACO (Photoshop-Farbtabellen), Adobe ASE, TXT (Textdateien im CGATS 1.7-Format), CxF (Color Exchange Format 3), CxF/X-4 und Named Color ICC-Profile.
    3. Um eine Bibliothek von Grund auf aus Druckmustern zu erstellen, klicken Sie auf Neu, geben Sie der Bibliothek einen Namen und klicken Sie dann auf Neu unten rechts im Fenster, um den Dialog Sonderfarbe bearbeiten zu öffnen. Die hinzugefügten Farben werden in der ausgewählten Bibliothek angezeigt. Mehr dazu, zum Beispiel, wie Sie Sonderfarben messen können, erfahren Sie unter Sonderfarbe bearbeiten.

    Hinweis: ZePrA enthält nach einer Neuinstallation keine Sonderfarbenbibliotheken. Um Sonderfarben aus bestimmten Anwendungen zu erhalten:

    Exportieren Sie Adobe Photoshop-Farbtabellen mit Lab-Farbwerten als ACO-Dateien oder Adobe InDesign/Illustrator-Dateien als ASE. Farbtabellen des X-Rite Pantone Color Manager können als Named Color ICC-Profile oder als CxF-Datei (enthält Lab-Werte, aber keine Spektralwerte für Pantone-Volltöne) und CGATS-kompatible Textdateien gespeichert werden.

    Eine weitere Quelle für Sonderfarben ist das PantoneLive-Ökosystem. Die Verwendung von PantoneLIVE-Bibliotheken erfordert die entsprechenden Zugangsdaten und eine Lizenz von X-Rite.

    Exportieren von Sonderfarbenbibliotheken aus ZePrA

    Sonderfarbenbibliotheken können exportiert werden. Wenn Sie auf Exportieren klicken, werden die unterstützten Dateiformate (CCF, ACO, ICC, TXT, CxF) zum Speichern der Bibliothek angeboten.

    Beachten Sie, dass nur das ZePrA-interne CCF-Format es erlaubt, alle Informationen zu speichern, die sich in einer Bibliothek befinden können. Verwenden Sie das CCF-Format, wenn Sie eine Bibliothek mit einer anderen ZePrA-Installation auf einem anderen Computer austauschen möchten.

    Die anderen gängigen Dateiformate werden hauptsächlich für den Austausch mit anderen Anwendungen verwendet. Bei anderen Dateiformaten erscheint eine Warnung.

    Exportieren von Sonderfarben aus ZePrA

    Es gibt drei Möglichkeiten, Sonderfarben zu Exportieren:

    • Im oberen Bereich unter Bibliotheken können ganze Bibliotheken mit allen Farben exportiert werden.
    • Im unteren Bereich (Sonderfarben der ausgewählten Bibliothek) kann eine einzelne Farbe aus einer Bibliothek ausgewählt und exportiert werden.
    • Im Dialog Sonderfarbe bearbeiten kann auch eine einzelne Sonderfarbe exportiert werden.

    • PantoneLIVE-Bibliotheken und Einzelfarben können nicht exportiert werden.

    Wenn Sie auf Exportieren klicken werden die unterstützten Dateiformate (CCF, ACO, ICC, TXT, CxF) angezeigt, um die Bibliothek oder eine einzelne Sonderfarbe zu speichern:

    • Nur das interne CCF-Format von ZePrA ermöglicht es, alle in einer Bibliothek enthaltenen Informationen zu speichern. Verwenden Sie das CCF-Format, um eine Bibliothek mit einer anderen ZePrA-Installation auf einem anderen Computer auszutauschen.
    • Verwenden Sie das CxF-Format, um CxF/X-4-kompatible Dateien zu speichern. Eine Informationsmeldung zeigt an, welche CxF/X-4-Kompatibilitätsstufe in Abhängigkeit von den Daten (X-4a, X-4b, volle Kompatibilität) exportiert wurde.
    • Die anderen Dateiformate sind enthalten, um Daten mit anderen Anwendungen auszutauschen. Der Austausch ist jedoch begrenzt, da nicht alle Daten einer Bibliothek in diesen Formaten exportiert werden können. Eine Informationsmeldung zeigt an, welche Daten bei der Verwendung des ausgewählten Formats verloren gehen können.

    ZePrA | SaveInk-Report

    SaveInk-Report

    Informationen zur Farbersparnis

    Erstellen von SaveInk-Reporten

    Farbersparnisberichte geben eine detaillierte Übersicht über die Farbersparnis aller SaveInk-Warteschlangen und der verarbeiteten Jobs. Sie können einen Farbersparnisbericht erstellen, indem Sie SaveInk-Report in der Sidebar wählen.

    Farbersparnis aller SaveInk-Warteschlangen

     

    Vorgehensweise

    1. Wählen Sie SaveInk-Report in der Sidebar
    2. Vergeben Sie einen Dateinamen und wählen Sie das Format. Der Report kann als PDF, TXT, HTML oder XML erstellt werden. PDF ist die Standardeinstellung. Geben Sie dann den Speicherort an.
    3. Klicken Sie auf Sichern und der Farbersparnisbericht wird erstellt.

    Zusammenfassung: Zeigt die Farbeinsparung für alle Dateien für jede einzelne SaveInk-Warteschlange und für alle Warteschlangen.

    Farbersparnis pro Warteschlange und Job: Zeigt Details zu einzelnen Warteschlangen und Jobs.

    Hinweis: Die prozentualen Berechnungen im SaveInk-Report beziehen sich nur auf die CMYK-Anteile. Transparenzeffekte überdruckende Elemente, und Sonderfarben werden nicht berücksichtigt.