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ZePrA | Konfiguration | Bildqualität

Bildqualität

Anpassen aller Bildqualitäts-Einstellungen an einem Ort

Bildqualität

Alle Aspekte, die die Bildqualität betreffen, wie zum Beispiel die Formatoptionen, die Bildauflösung und die Bildgröße sowie das Schärfen sind im Reiter Bildqualität vereint.

Formatoptionen

TIFF-, JPEG-, PSD- oder PSB-Bildformate werden auf die gleiche Weise verarbeitet wie die Bilddaten einer PDF-Datei. Dabei werden Bilder mit 8 Bit und 16 Bit Farbtiefe unterstützt. Die Farbtiefe der Eingangsdaten bleibt bei Konvertierungen erhalten, es sei denn, TIFF-, PSD- oder PSB-Dateien werden als JPEG-Dateien gespeichert. Dies führt zu einer Farbtiefe von 8 Bit, da in JPEG-Dateien nur 8 Bit möglich sind.

Kompressionsverfahren: Für die Farbkonvertierung von Bildern können vier Kompressionsverfahren verwendet werden:

  • Automatisch: Bilder in PDF-Dateien können eine Reihe von Komprimierungsmethoden verwenden. Die Methode Automatisch stellt normalerweise sicher, dass alle vorhandenen Bildformate und Komprimierungsmethoden beibehalten werden. Die einzige Ausnahme ist, dass JPEG2000-komprimierte Bilder aus PDF-Dateien als verlustfreie ZIP-komprimierte Bilder geschrieben werden.
    Dies verbessert die Interoperabilität mit verschiedenen PDF-Workflows und -Viewern.
  • Verlustfrei: Speichert die Bilddatei entweder im PSD- oder im TIFF-Format. JPEG-Daten, die komprimiert in einer PDF-Datei vorliegen, werden zu ZIP konvertiert. Multicolor-Dateien können nicht als JPEG gespeichert werden
  • JPEG: Mit einer JPEG-Komprimierung werden TIFF- und PSD-Dateien, genauso wie unkomprimierte oder ZIP-komprimierte Daten in einer PDF-Datei, zu JPEG konvertiert.
  • Wie Eingabe: Stellt sicher, dass alle vorhandenen Bildformate erhalten bleiben, weder die Farbtiefe noch der Typ oder die Komprimierung der Eingabedaten werden geändert.
    Hinweis: ZePrA unterstützt keine JPEG2000-Bilddateiformate wie *.jp2, *.jpf oder ähnliche

Bevorzugtes verlustfreies Format: TIFF oder PSD stehen als verlustfreie Ausgabeformate zur Verfügung.

JPEG-Qualität: Ermöglicht es, die Qualität der JPEG-Komprimierung für Pixel-Bilder und JPEG-komprimierte Bilder in PDF-Dateien zu definieren. Die Kompressionsrate ist standardmäßig auf Hoch gestellt, was bei maximal komprimierten JPEG-Bildern zu einer größeren Datei nach der Farbkonvertierung führen kann.

Wählen Sie unter JPEG-Qualität eine der vier vordefinierten Qualitätsabstufungen oder bestimmen Sie unter Eigene einen individuellen Komprimierungsfaktor mit Hilfe der Prozentangabe.

Tipp: ColorLogic empfiehlt die Standardeinstellung Hoch 90 %.

Bildauflösung

Im Bereich Bildauflösung kann die Auflösung von Bildern durch das Hinzufügen von Schwellenwerten für das Runterskalieren und das Hochskalieren geändert werden. Dies gilt sowohl für Bilder in Pixelformaten als auch für Bilder in PDF-Dateien.

Bildauflösung ändern: Durch das Aktivieren dieser Checkbox kann die Auflösung der Bilder eingestellt werden. Die Auflösung wird in dpi eingegeben. Mindestens eine der Checkboxen für den Schwellenwert muss aktiviert sein.

Schwellwert für Runterskalieren: Gibt die Auflösung an, ab der Bilder herunterskaliert werden sollen, beispielsweise um die Daten für die Darstellung im Internet zu optimieren, die Auflösung für den Druck anzupassen oder um eine unnötige Größenänderung zu vermeiden.

Hinweis: ZePrA verwendet die „Bisquare“-Interpolationsmethode, um den möglichen Schärfeverlust auszugleichen, der beim Herunterskalieren von Bildern auftreten kann.

Tipp: Die bikubische Interpolationsmethode (Schärfen) von Photoshop kann schärfere Bilder erzeugen als ZePrA, zeigt aber im Gegensatz zu ZePrA deutliche Artefakte. Wie unter Schärfen beschrieben, können die Funktionen zum Herunterskalieren und Schärfen von Bildern in ZePrA kombiniert werden, wobei für Bilder eine ZIP-Komprimierung verwendet wird.

Schwellwert für Hochskalieren: Gibt die Auflösung an, ab der Bilder hochskaliert werden sollen, zum Beispiel wenn die Bildauflösung für den Druck zu niedrig ist (zum Beispiel 72 dpi) oder um eine unnötige Größenänderung zu vermeiden.
Beispiel: Um Bilder mit einer Auflösung von weniger als 150 dpi auf 300 dpi hochzuskalieren, setzen Sie den Schwellwert für Hochskalieren auf 150 dpi und Bildauflösung ändern auf 300 dpi. Diese Einstellungen stellen sicher, dass nur Bilder mit einer Auflösung von weniger als 150 dpi hochskaliert werden, während Bilder zwischen 150 und 300 dpi unverändert bleiben, um unnötiges Resampling zu vermeiden.

Hinweis: ZePrA verwendet die „Bikubische Catmull“-Interpolationsmethode, um den potenziellen Schärfeverlust auszugleichen, der beim Hochskalieren von Bildern auftreten kann.

Hinweis: Beim Ändern der Bildauflösung reicht es nicht aus, nur die Checkbox Bildauflösung ändern zu aktivieren und die Schwellenwerte zu deaktivieren. Wenn keine Checkbox für die Schwellenwerte aktiviert ist, wird eine Job-Warnung angezeigt.

Wenn alle Bilder, unabhängig von ihrer Auflösung, auf eine bestimmte Auflösung (zum Beispiel 300 dpi) umskaliert werden sollen, aktivieren Sie die Checkbox Bildauflösung ändern und geben Sie die gewünschte Auflösung ein. Aktivieren Sie auch die beiden Checkboxen für die Schwellenwerte und geben Sie in jedem Zahlenfeld denselben dpi-Wert an. Auf diese Weise werden Bilder mit einer höheren Auflösung (in diesem Beispiel 300 dpi) herunterskaliert und Bilder mit einer niedrigeren Auflösung hochskaliert.

In den meisten Fällen sollte die Bildauflösung jedoch nicht verändert werden, und ein Resampling sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn die Bildauflösung viel zu hoch oder viel zu niedrig ist. In solchen Fällen können geeignete Schwellenwerte für das Resampling festgelegt werden.

Wenn nur ein Runterskalieren von höheren Auflösungen erforderlich ist, aktivieren Sie die Checkbox Schwellwert für Runterskalieren.

Wenn hingegen nur Bilder mit niedriger Auflösung hochskaliert werden sollen, aktivieren Sie einfach die Checkbox Schwellwert für Hochskalieren.

Bildgröße (nur Pixel-Dateien )

Im Bereich Bildgröße können die Dimensionen von Bilddateien geändert werden. Dies ist unter anderem nützlich, um die meist enormen Größen von Bildern (jedoch mit niedriger Auflösung) anzupassen, die mit Smartphones aufgenommen wurden.

Hinweis: Die Funktion bezieht sich ausschließlich auf Bilddateien (TIFF-, JPEG-, PSD-, PSB-Dateien), eingebettete Bilder in PDF-Dateien sind davon nicht betroffen.

Modus: Die verfügbaren Modi ermöglichen flexible Größenänderungen, wobei die ursprünglichen Proportionen des Bildes beigehalten oder geändert werden können.

  • Nicht ändern: Bildgröße und -proportionen bleiben unverändert.
  • Breite und Höhe ändern: Mit dieser Option können sowohl die Breite als auch die Höhe des Bildes unabhängig von den ursprünglichen Proportionen manuell festgelegt werden.
    Dies ist nützlich, wenn das Bild bestimmten Abmessungen entsprechen muss und das Seitenverhältnis keine Rolle spielt.
    Hinweis: Bei einer Änderung des Seitenverhältnisses wird das Bild verzerrt.
  • Proportionen erhalten (Breite festlegen): Diese Option ermöglicht es, die Breite des Bildes zu ändern, wobei die Höhe automatisch angepasst wird, um das ursprüngliche Seitenverhältnis beizubehalten.
    Dies ist nützlich, wenn das Bild auf eine bestimmte Breite eingestellt werden muss und eine Bildverzerrung vermieden werden soll.
  • Proportionen erhalten (Höhe festlegen): Diese Option ermöglicht es, die Höhe des Bildes zu ändern, wobei die Breite automatisch angepasst wird, um das ursprüngliche Seitenverhältnis beizubehalten.
    Dies ist nützlich, wenn das Bild auf eine bestimmte Höhe eingestellt werden muss und eine Bildverzerrung vermieden werden soll.
  • Nur Breite ändern: Mit dieser Option wird nur die Breite geändert, ohne die Höhe anzupassen. Das Bild wird dabei verzerrt.
    Diese Option ist nützlich, wenn ein horizontaler Streck- oder Staucheffekt erwünscht ist und keine proportionale Genauigkeit erforderlich ist.
  • Nur Höhe ändern: Ändert die Höhe, während die Breite unverändert bleibt. Dadurch wird das Bild vertikal gestreckt oder gestaucht.
    Diese Option ist nützlich, wenn ein vertikaler Streck- oder Staucheffekt gewünscht ist und keine proportionale Genauigkeit erforderlich ist.

Breite: Geben Sie die gewünschte Bildbreite ein und wählen Sie die entsprechende Einheit aus dem Drop-down-Menü.

Höhe: Geben Sie die gewünschte Bildhöhe ein und wählen Sie die entsprechende Einheit aus dem Drop-down-Menü.

Nicht neu berechnen: Die Anzahl der Pixel im Bild bleibt unverändert, nur die physischen Abmessungen (Breite und Höhe in cm oder Zoll) werden durch automatische Anpassung der Bildauflösung angepasst. Dadurch wird ein Resampling vermieden, das in der Regel mit einem Qualitätsverlust verbunden ist.
Dieser Ansatz ist besonders nützlich für Bilder mit niedrigen Auflösungen, die für den Druck ungeeignet sind, zum Beispiel Smartphone-Bilder mit 72 dpi, aber mit sehr großer Breite und Höhe.
Hinweis: Die Checkbox ist nur verfügbar, wenn die obigen Optionen für die Bildauflösung nicht aktiviert sind. Am besten geeignet ist sie, wenn einer der beiden Proportionen erhalten-Modi verwendet wird. Bei anderen Modi erscheint eine Workflow-Warnung, die Funktion kann aber ausgeführt werden.

Schärfen

Mangelnde Schärfe wird bei Fotoaufnahmen in der Regel bereits durch die Kamera, bzw. durch die integrierte Aufnahme-Software kompensiert. Zusätzlich wird die Funktion “Schärfen” auch als kreative Option in Bildbearbeitungsprogrammen genutzt.

ZePrA verwendet für das Schärfen den “Unsharp Masking”-Algorithmus, der auch von Adobe Photoshop verwendet wird. Das Schärfen von Bildern beinhaltet die Intensivierung von Helligkeitsunterschieden oder Farbe zwischen zwei angrenzenden Pixeln. Dies kann bei einer starken Schärfung zu Linien zwischen den Bildbereichen mit unterschiedlicher Helligkeit/Farbe führen.

Mit ZePrAs Schärfen-Funktion können Bilder nach der Farbkonvertierung geschärft werden. In der Mediaproduktion gibt es verschiedene Gründe für die Verwendung von Schärfen:

  • Zum Kompensieren von Unzulänglichkeiten bei der Digitalisierung (Digitalfoto oder Scan)
  • Schärfen als kreative Option
  • Zur Kompensation von Detailverlust nach dem Ändern der Bildauflösung
  • Zum Kompensieren von Unzulänglichkeiten des Druckprozesses (zum Beispiel Screening)

Das Schärfen von Bilddaten kann auf individuelle Farbformate (CMYK, RGB, Multicolor, Grau, Lab) oder alle Farbformate simultan angewendet werden.

Generell erfolgt das Schärfen nach einer Farbkonvertierung. In bestimmten Situationen, zum Beispiel wenn gleichzeitig eine Transparenzreduzierung durchgeführt werden soll, werden Bilder vor der Konvertierung geschärft.

Voreinstellungen für das Schärfen

Für das Schärfen stehen – neben der Option nicht zu schärfen – drei Vorstellungen zur Verfügung. Individuelle Einstellungen sind jedoch auch möglich.

Hinweis: Dateien, die in einem kontrollierten, hausinternen Arbeitsumfeld erstellt wurden, können meist stärker geschärft werden.

Voreinstellung

  • Alle Bilder moderat schärfen: Empfohlene Voreinstellung. Gleicht typische Anomalien im Druckprozess aus.
  • RGB- und Grau-Bilder stark schärfen: Für medienneutrale Arbeitsabläufe, die häufig auf hochauflösende RGB- und Graubilder zurückgreifen.
  • Herunterskalierte Bilder moderat schärfen: Gleicht kleinere Schärfeverluste aus, die zum Beispiel beim Herunterskalieren entstehen können.
  • Individuell: Ermöglicht es, alle Schärfen-Parameter individuell zu definieren. Eine Stärke von 80 % und ein Schwellwert von 8 liefern üblicherweise stabile Ergebnisse.

Die folgenden Parameter können individuell eingestellt werden:

Radius: Je breiter der Radius, desto breiter ist auch die Linie, die beim Schärfen entsteht. Die Wahl des richtigen Radius hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem üblichen Betrachtungsabstand oder der Auflösung des verwendeten Druckverfahrens. Weitere Informationen über die Beziehung von Skalierung und Bildauflösung finden Sie weiter unten im Abschnitt Zusammenhänge zwischen Skalierung und Bildauflösung.

Stärke: Gibt die Intensität des Schärfens in Bezug zum gewählten Radius an und sollte die Schärfe des Originalbilds und die Anomalien des Druckprozesses berücksichtigen.

Schwellwert: Beschreibt den Farb- oder Helligkeitsunterschied, ab dem der Schärfefilter greift. Je niedriger der Schwellwert, desto mehr Bildbereiche werden in die Schärfung einbezogen und desto größer ist die Gefahr, dass ungewünschte Bildartefakte ebenfalls mit geschärft werden. Übliche Werte liegen hier bei 2 bis 10.

Tipp: Zu starkes Schärfen durch einen zu hohen Radius und eine zu hohe Stärke kann zu einer unnatürlichen Bilddarstellung führen. Abhängig von den Schärfeeinstellungen können Artefakte, die zuvor nicht sichtbar waren, jetzt sichtbar und zu stark betont werden. Dies betrifft insbesondere die quadratischen Muster der JPEG-Komprimierung oder das Bildrauschen in dunklen Partien von Digitalfotos.

Mehr über spezielle Arbeitsabläufe/Flachgerechnete Transparenzen und Schärfen erfahren Sie unter Umgang mit Transparenzen.

Bildbasiertes vs ausgabebasiertes Schärfen

Der Radius der Schärfung kann auf zwei verschiedene Weisen definiert werden: bildbasiert oder ausgabebasiert.

Bildbasiertes Schärfen: Der Radius wird in Pixeln angegeben. Bei einem Radius von 2 Pixeln beträgt die Wirkbreite des Schärfens dementsprechend 2 Pixel. Entspricht der Methodik des Filters „Unscharfmaskieren“ in Photoshop.

Wird ein geschärftes Bild in einem Layoutprogramm platziert, ist die visuell wahrgenommene Wirkbreite bzw. der Radius der Schärfung abhängig von der Bildauflösung in Pixeln per Inch (ppi) und der Skalierung im Layoutprogramm.

Beispiel: Wenn Sie bei einem Bild mit 288 ppi Auflösung einen Radius von 2 Pixeln angeben und es mit einer Skalierung von 100 % in ein Layoutprogramm platzieren, beträgt der visuell wahrgenommene Radius der Schärfung 0,5 Punkte (0,18 mm). Dies ergibt sich daraus, dass 72 Punkte einen Inch ergeben. Bei einem Bild mit 288 Pixeln per Inch, ist ein Pixel 0,25 Punkte (0,09 mm) breit.

Ausgabebasiertes Schärfen: Der Radius der Schärfung (in Punkten bzw. in mm) bleibt für Bilder mit verschiedenen Auflösungen bzw. Skalierungen im Layoutprogramm gleich. Da ausgabebasiertes Schärfen vorwiegend Detailverluste des Ausgabesystems ausgleicht (zum Beispiel durch die Rasterung), wird sichergestellt, dass der Radius der Schärfung bei allen Bildern im Dokument dem Detailverlust der Ausgabe vergleichbar entgegenwirkt.

Zusammenhänge zwischen Skalierung und Bildauflösung

Wenn Sie das Bild aus dem vorangegangenen Beispiel mit 288 ppi Auflösung im Layoutprogramm auf 50 % verkleinern, ändert sich die Bildauflösung auf 576 ppi. Eine ausgabebasierte Schärfung mit 0,5 Punkten ergibt – bezogenen auf die Bildpixel – somit einen verdoppelten Radius von 4 Pixeln.

Typische bildbasierte Schärfe-Radien in 300-dpi-Bildern mit 100-%-Skalierung im Layoutprogramm entsprechen folgenden Werten der ausgabebasierten Schärfung in Punkten.

0,8 Pixel = 0,19 Punkte
0,9 Pixel = 0,22 Punkte
1,0 Pixel = 0,24 Punkte
1,1 Pixel = 0,26 Punkte
1,2 Pixel = 0,29 Punkte
1,3 Pixel = 0,31 Punkte
1,4 Pixel = 0,34 Punkte
1,5 Pixel = 0,36 Punkte
1,6 Pixel = 0,38 Punkte

Konvertieren der Breite eines Bildpixels mit beliebiger Auflösung in Punkte

Es gilt folgender Zusammenhang:

Radius (in Punkten) = 72 / Bildauflösung (in ppi)

Hinweis: Adobe Photoshop verwendet statt ppi (pixel per inch) die Bezeichnung dpi (dots per Inch).

Der Radius der Schärfe sollte nicht größer sein als die Rasterweite im Druck. Als Hilfe dient dabei folgende Tabelle, die die Rasterweite und den Radius der Schärfe (in mm) im Verhältnis 1:1 zeigt:

60 L/cm = 0,17 mm (0,48 Punkte)
70 L/cm = 0,14 mm (0,40 Punkte)
80 L/cm = 0,13 mm (0,37 Punkte)
90 L/cm = 0,11 mm (0,31 Punkte)
100 L/cm = 0,10 mm (0,28 Punkte)
110 L/cm = 0,09 mm (0,26 Punkte)
120 L/cm = 0,08 mm (0,23 Punkte)
200 L/cm = 0,05 mm (0,14 Punkte)

L/cm = Linien pro Zentimeter

Wenn Sie mit einem Raster von 70 L/cm drucken, sollte der Radius 0,14 mm oder weniger betragen.

Den Schärferadius (in mm), der einer gegebenen Rasterweite entspricht, können Sie mit folgender Formel berechnen:

Radius (in mm) = 10 / Rasterweite (in Linien pro Zentimeter)

Schärfen und Bildauflösung bezogen auf den Betrachtungsabstand, das Druckverfahren und die Rasterweite

Eine Möglichkeit, den Radius der Schärfung zu bestimmen, besteht darin, sich am Betrachtungsabstand, dem Druckverfahren und der Rasterweite im Druck zu orientieren.

Das maximale Auflösungsvermögen des Auges liegt – je nach Kontrast der Strukturen und der Position im Blickfeld – bei ca. 0,2 mm (127 Pixeln pro Inch) bei einem Betrachtungsabstand von 1 m oder bei ca. 0,05 mm (508 Pixeln pro Inch) bei einem Betrachtungsabstand von 25 cm.

Die Bildauflösung und die Wirkbreite (bzw. der Radius der Schärfung) sollten nur an die Druckauflösung angepasst werden, wenn das gewählte Druckverfahren in der Lage ist, Details in der Auflösung des Auges für den jeweiligen Betrachtungsabstand zu reproduzieren. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte die Bildauflösung eine ca. 1,5-fache Reserve zur Druckauflösung bzw. dem angenommen Betrachtungsabstand haben.

Beispiel 1: Bei einem Offsetdruck mit einer Rasterweite von 70 L/cm (178 Lpi) können Details bis 0,14 mm Breite sicher wiedergegeben werden, was auch den maximalen Radius der Schärfung definiert. Mit einer 1,5-fachen Reserve sollte die Bildauflösung mindestens 267 ppi betragen.

Beispiel 2: Bei einem Messestand, der aus 1 m Entfernung betrachtet wird, kann das normalsichtige Auge Details bis ca. 0,2 mm erkennen, wodurch der Radius der Schärfung bestimmt wird. Mit einer 1,5-fachen Reserve reicht hier eine Bildauflösung von 191 ppi aus.

ZePrA | Sonderfarben-Iteration (ZePrA 9 und höher)

Sonderfarben-Iteration

Iteration von Sonderfarben zum verbessern oder erhalten der Qualität

Sonderfarben-Iteration

Bei der Sonderfarben-Iteration werden die von ZePrA konvertierten Sonderfarben zunächst auf dem Drucker ausgedruckt, der für den Druckauftrag verwendet werden soll. Anschließend werden Testcharts gemessen und Farbunterschiede so lange optimiert (in deltaE2000), bis sich die gemessenen deltaE-Werte innerhalb der gewünschten Toleranzen befinden. Bereits das einmalige Ausdrucken eines Testcharts und Anwenden der Sonderfarben-Iteration führt zu einer verbesserten Wiedergabe der Sonderfarben und ist in der Regel nah am Optimum für diesen Drucker.

Warum kann eine Sonderfarben-Iteration erforderlich werden?

Grundsätzlich berechnet ZePrA bereits die bestmögliche Farbkonvertierung basierend auf dem unter Konfiguration/Zielfarbraum festgelegten Zielprofil. Allerdings divergieren Drucker, Tinten und Papiere mit der Zeit, so dass es immer einige Abweichungen von dem Zustand gibt, in dem der Drucker profiliert wurde. Bei der Sonderfarben-Iteration wird zunächst gemessen, wie konvertierte Sonderfarben im aktuellen Zustand des Druckers tatsächlich gedruckt werden, anschließend werden dann die deltaE2000-Werte optimiert. Der Iterations-Report gibt an, welche Farben verbessert werden und wo Beschränkungen aufgrund des Farbumfanges oder der Sonderfarben-Berechnungsmethode auftreten, so dass Farben nicht weiter optimiert werden können, oder, ob zusätzliche Iterationsschritte empfohlen werden.

Vorgehensweise

Öffnen Sie die Sonderfarben-Iteration, hierfür gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Unter Konfigurationen im Reiter Sonderfarben (Konfigurationen > Sonderfarben > Iterieren unten rechts im Fenster)

  2. Im Menü Werkzeuge (Werkzeuge > Sonderfarben-Iteration)

  3. Wenn ein Job mit Sonderfarben über eine Warteschlange konvertiert wurde und in der verwendeten Konfiguration die Sonderfarbenkonvertierung aktiviert ist, kann der Sonderfarben-Iterations-Assistent aus dem Bereich Verarbeitete Jobs der ZePrA-Übersicht gestartet werden, indem man einfach mit der rechten Maustaste auf diesen Job klickt und Sonderfarben-Iteration wählt.

Hinweis: Erfordert eine Lizenz für das Sonderfarbenmodul.

Der Sonderfarben-Iterations-Assistent besteht aus den Reitern Aktuelle Iteration und Archiv. Der Reiter Aktuelle Iteration enthält den eigentlichen Iterations-Assistenten und typischerweise wird bei Auswahl einer noch nicht iterierten Konfiguration der Assistent direkt dort gestartet. Der Reiter Archiv enthält alle bisher durchgeführten Iterationsschritte einschließlich aller Auswertungsdetails.

Der Assistent führt den Anwender in sieben Schritten durch den Iterationsprozess:

Schritt 1: Wählen Sie die Konfiguration, die Sie für den Druck verwenden möchten. In dieser Konfiguration muss die Option Sonderfarben konvertieren aktiviert werden.

Hinweise: Wenn der Sonderfarben-Iterations-Assistent über Verarbeitete Jobs aus der Übersicht gestartet wird, ist die Konfiguration bereits vorausgewählt.
Der beste Ansatz für die Iteration von Sonderfarben ist, die Berechnungsmethode für die entsprechende Konfiguration auf Höchste Genauigkeit oder Visuelle Genauigkeit einzustellen.
Die Berechnungsmethode So wenig Kanäle wie möglich verwenden ist für die Iteration von Sonderfarben möglicherweise unzureichend. Wichtig: Die Iteration von Sonderfarben funktioniert nicht, wenn für die Sonderfarbenkonvertierung die Option Konvertieren mit PDF-Ersatzfarbe und Berechnungsvorschrift gewählt wurde.

Schritt 2: Wählen Sie die Quelle der Sonderfarben, die Sie optimieren möchten. Sie können entweder eine PDF- oder Bilddatei mit Sonderfarben oder eine komplette Sonderfarbenbibliothek wählen.

Hinweis: Wenn der Sonderfarben-Iterations-Assistent über Verarbeitete Jobs aus der Übersicht gestartet wird, ist der Job (PDF- oder Bilddatei) bereits vorausgewählt.

Schritt 3: Wählen Sie eine oder mehrere Sonderfarben für die Iteration aus. Alle Sonderfarben des Auftrags (PDF- oder Bilddatei) werden automatisch extrahiert und im Assistenten verwendet. Sie können die zu optimierenden Sonderfarben auswählen und die Farben, die nicht iteriert werden sollen, deaktivieren. Standardmäßig sind alle Sonderfarben des Auftrags ausgewählt.


Schritt 4: Wählen Sie, ob Sie ein Testchart erzeugen oder die Volltöne der Sonderfarben aus einem vorhandenen Druck messen wollen (Kein Testchart erzeugen).
Testchart erzeugen: Erstellt ein Testchart mit den im vorherigen Schritt ausgewählten Sonderfarben. Wählen Sie eine Messgeräte-Einstellung und klicken Sie auf Speichern, um die Schaltfläche Weiter freizugeben.

Kein Testchart erzeugen: Einige Drucke enthalten Kontrollfelder mit Sonderfarben, die zum Messen verwendet werden können. Größere Bereiche im Motiv, die den 100-%-Ton einer Sonderfarbe enthalten, können ebenfalls verwendet werden.



Hinweis: Das Testchart enthält die konvertierten Sonderfarben wie in der Konfiguration festgelegt unter Verwendung der Konvertierungseinstellungen und Berechnungsmethode, die im Reiter Sonderfarben definiert wurden.

Schritt 5: Messen Sie die gedruckten Sonderfarben. Wenn Sie das erzeugte Testchart verwenden, muss es ohne Farbmanagement gedruckt werden und kann nach dem Trocknen gemessen werden.

Messen: Startet das Measure Tool. Um die Referenzdatei und das Layout brauchen Sie sich nicht zu kümmern, da dies im Measure Tool bereits vorgewählt ist. Eine Anleitung zur Auswahl Ihres Messgeräts und zur Durchführung von Messungen finden Sie unter Messen.
Laden: Wenn Sie ein Testchart erstellt haben, können Sie die zugehörige exportierte Referenzdatei verwenden und Ihr gedrucktes Chart mit einem anderen Messwerkzeug messen. Achten Sie darauf, dass die Messungen in Standard-Dateiformaten gespeichert werden, die von ZePrA gelesen werden können, wie etwa CGATS TXT, XML oder CXF3. Die externen Messdateien können über die Schaltfläche Laden importiert werden.
Wenn die Messdaten vom Measure Tool übertragen oder aus externen Quellen geladen wurden und mit dem gedruckten Chart konform sind, zeigt ein grünes Häkchen diese Übereinstimmung an und Sie können mit einem Klick auf Weiter fortfahren.


Hinweis: Wenn Sie Messdaten laden, die nicht zum Chart-Layout oder zu den entsprechenden Patches in der Referenzdatei passen, werden Sie durch eine Warnmeldung darauf aufmerksam gemacht und ein Fortfahren mit dem nächsten Schritt ist nicht möglich.

Schritt 6: Die Auswertungsergebnisse der Messungen jeder Sonderfarbe werden im Vergleich zu den Referenz-Lab-Werten der Original-Sonderfarben angezeigt. Zusätzlich zu den Werten DeltaE00 und DeltaE76 wird ein Status-Informationstext angezeigt, und entweder in grüner, gelber oder oranger Farbe hinterlegt. Die Legende unterhalb der Tabelle erklärt die Anzeigefarben und Statusinformationen.


Grundsätzlich gilt: Wenn die Übereinstimmung einer Sonderfarbe weniger als 1 dE00 beträgt, ist eine perfekte Übereinstimmung erreicht und ihr Status wird in der Tabelle grün dargestellt. Eine weitere Optimierung ist dann nicht mehr erforderlich. Wenn die Übereinstimmung einer Sonderfarbe kleiner als 2 dE00, aber größer als 1 dE00 ist und die Übereinstimmung weiter verbessert werden kann, dann wird sie in der Spalte Status in Gelb angezeigt. Weist eine Sonderfarbe schließlich eine höhere Abweichung als 2 dE00 auf, wird sie orange hervorgehoben. Wenn eine Farbe nicht optimierbar oder Out-of-Gamut ist, kann sie nicht verbessert werden, was ebenfalls in der Status-Information angezeigt wird.

ZePrA wählt je nach Auswertungsergebnis eine der beiden Optionen (Optimierung anwenden oder Optimierung nicht anwenden) aus. Diese Vorauswahl kann natürlich geändert und eine weitere Iteration angewendet werden, wenn die Messwerte einzelner Farbfelder oder Kategorien orange markiert sind und die Ergebnisse weiter verbessert werden sollen. Wählen Sie dazu Optimierung anwenden und klicken Sie auf Weiter. Wenn Sie die Messungen nur zur Auswertung benötigen, wählen Sie stattdessen Optimierung nicht anwenden.

Schritt 7: Im abschließenden Schritt der Iteration stehen Ihnen drei Optionen und eine Checkbox zur Auswahl. Je nach den zuvor erzielten Ergebnissen trifft der Assistent bereits eine Vorauswahl für eine logische Option, die Sie anwenden können:

  1. Weitere Optimierung der Sonderfarben durchführen: Führt eine weitere Iteration durch, zum Beispiel, um zu überprüfen, ob eine zuvor iterierte Sonderfarbe soweit optimiert werden kann, dass sie die Bewertung erfolgreich besteht. Wenn Sie diese Option wählen und dann auf Weiter klicken, beginnt ein neuer Iterationsdurchlauf mit Schritt 1 und dem Erstellen eines neuen zu druckenden Testcharts.
  2. Die Auswertungsgebnisse auf der Registerkarte “Archiv” ansehen: Wenn Sie bereits mehrere Iterationen durchgeführt haben oder die Bewertungsergebnisse noch einmal sehen möchten, können Sie diese Option wählen. Wenn Sie auf Weiter klicken, öffnet sich der Reiter Archiv.
  3. Diesen Dialog schließen: Wenn Sie nicht weiter iterieren möchten oder das Ergebnis der Bewertung in Ordnung ist, können Sie die Option Diesen Dialog schließen wählen und durch einen Klick auf Weiter die Iteration beenden.

Die Checkbox Job erneut verarbeiten arbeitet unabhängig von den drei Optionsschaltern. Ist sie aktiviert, wird beim Klicken auf Weiter der letzte Job erneut mit der Konfiguration konvertiert. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn die Sonderfarben dieses letzten Auftrags vom Assistenten optimiert wurden, der wiederum die Sonderfarbeneinstellungen in der Konfiguration optimiert, um die Wiedergabe der Sonderfarben zu verbessern.

In der Konfiguration finden Sie die optimierten Gerätewerte (Zielwerte in der Spalte Wert) in der Tabelle des Reiters Sonderfarben. Sie werden in der Spalte Information als Iteriert aufgeführt.

Archiv

Alle während der Iteration erzeugten Daten – wie Testcharts, Referenz- und Messdaten sowie der Report – werden unabhängig von dem vom Anwender definierten Speicherort auch in einer internen Datenbank gespeichert.

Wenn also Daten aus dem Speicherort gelöscht werden, können sie weiterhin über den Reiter Archiv aus der internen Datenbank wiederhergestellt werden. Anwender können einen Iterationsprozess anhalten und den Sonderfarben-Iterations-Assistenten schließen, und anhand der im Archiv gespeicherten Informationen zum letzten abgeschlossenen Schritt zurückkehren.

Der Reiter Archiv zeigt alle Iterationsschritte und Auswertedetails an. Die Tabelle Verlauf enthält eine Liste mit allen Iterationen. Unter Details werden weitere Informationen für den ausgewählten Iterationsschritt angezeigt.

Die Spalten der Tabelle Verlauf zeigen die Nummer des Iterationsschritts #, den maximalen DeltaE00-Wert dE00 (max), den durchschnittlichen DeltaE00-Wert dE00 (avg), den Status des ausgewählten Iterationsschritts und einige Informationen über den Iterationsprozess selbst, wie zum Beispiel Optimierung angewandt, wenn die Messungen aus dem gedruckten Testchart tatsächlich zur Iteration einer Sonderfarbe verwendet wurden, oder Auswertungsmessung, wenn die Messungen nur zur Bewertung und nicht zur Iteration einer Sonderfarbe verwendet wurden.

Außerdem kann der Iterationsprozess (der im Reiter Aktuelle Iteration ausgeführt wird) abgebrochen werden, was durch Meldungen wie Nächster Schritt: Chart speichern, Nächster Schritt: Daten messen oder laden, Nächster Schritt: Auswertung angezeigt wird.

Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf einen Iterationsschritt im Verlauf klicken, wird ein Kontextmenü mit den folgenden Optionen angezeigt:

Testchart speichern: Exportiert das Testchart in eine vom Anwender gewählte Datei. Das Testchart wird nicht neu erstellt, sondern nur aus der internen Datenbank kopiert. Das heißt, dass die Dateiauswahl nur den ursprünglich vom Anwender gewählten Dateityp unterstützt.

Referenzdaten speichern: Exportiert die Referenzdaten, die zum Testchart gehören, in eine vom Anwender gewählte Datei.

Messdaten speichern: Exportiert die Messdaten in eine Datei.

Report speichern: Speichert einen Report mit allen auf der rechten Seite angezeigten Details und den vollständigen Informationen zu jeder Sonderfarbe. Das ist praktisch, um Farben mit den höchsten oder niedrigsten DeltaE-Werten oder Farben, die außerhalb des Gamuts liegen, zu identifizieren. Der Report wird weiter unten ausführlicher erklärt.

Vorherigen Zustand wiederherstellen: Diese Option ist nur für Iterationen mit dem Status Optimierung angewandt verfügbar. Kehrt zum Zustand vor dieser Iteration zurück und gibt der vorherigen Iteration, falls vorhanden, den Status Optimierung angewandt. Der Status ändert sich in Auswertungsmessung. Alle nachfolgenden Schritte werden gelöscht.

Zustand danach wiederherstellen: Diese Option ist nur für Iterationen mit dem Status Optimierung angewandt verfügbar. Springt zum Zustand nach diesem Iterationsschritt und macht ihn damit zur aktiven Iteration. Der Status einer nächsten Iteration, falls vorhanden, wäre Auswertungsmessung. Alle nachfolgenden Schritte nach der nächsten Iteration werden gelöscht.

Optimierung anwenden: Diese Option ist nur für Iterationen mit dem Status Auswertungsmessung verfügbar. Sie kann für Auswertungsmessungen verwendet werden, die nicht im Iterationsprozess selbst angewandt wurden. Verwenden Sie diese Option, wenn Sie eine Iteration später anwenden möchten. 

Auswertungsergebnisse

Die unter Details angezeigten Auswertungsergebnisse sind immer die Auswertungen des vorherigen Schrittes. Das heißt, wenn in Schritt 1 eine Iteration angewandt wurde, sind die unter Details angezeigten Auswertungsergebnisse für den ausgewählten Schritt 1 die Werte, bevor die Iteration tatsächlich angewandt wurde. Um die Ergebnisse der ersten Iteration zu sehen, ist also ein zweiter Schritt notwendig. Die für diesen zweiten Schritt angezeigten Auswertungsergebnisse sind eigentlich die Iterationsergebnisse des ersten Iterationsschritts usw. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Ergebnisse einer Iteration für eine zweite Iteration zu verwenden. Aber auch hier ist ein weiterer Messschritt erforderlich, um zu ermitteln, ob diese Iteration das Ergebnis tatsächlich verbessert hat.

Der Report

Mit einem Rechtsklick auf einen Iterationsschritt in der linken Tabelle kann ein Report für diesen Schritt erstellt werden. Der Report kann in verschiedenen Formaten wie PDF, HTML, XML und TXT gespeichert werden. Die Formate PDF und HTML sind die gebräuchlichsten Formate für Endanwender, während die anderen Formate eher für die Automatisierung und die Verwendung in anderen Systemen wie zum Beispiel einem MIS (Management Information System) gedacht sind. 

Der Report enthält alle Information zum Namen der Sonderfarbe, den von ZePrA erzeugten Gerätewerten (angezeigt im Farbraum des Zielprofils) sowie den gemessenen Lab-Werten sowie die dE2000 und dE76 Abweichungen von den Referenz-Lab-Werten der Sonderfarbe und den Status. Unter Status wird angezeigt, ob die jeweilige Sonderfarbe gut getroffen wurde (kleiner 1 deltaE2000), ob sie noch optimierbar oder nicht optimierbar ist. Wenn die Übereinstimmung einer Sonderfarbe kleiner als 2 dE00, aber größer als 1 dE00 ist und die Übereinstimmung weiter verbessert werden kann, dann wird sie in der Spalte Status in Gelb angezeigt. Weist eine Sonderfarbe schließlich eine höhere Abweichung als 2 dE00 auf, wird sie orange hervorgehoben. Wenn eine Farbe nicht optimierbar oder Out-of-Gamut ist, kann sie nicht verbessert werden, was ebenfalls in der Status-Information angezeigt wird. In der Legende unterhalb der Tabelle werden noch weitere Informationesmeldungen erläutert, die erscheinen können.

Video-Tutorial: Der Sonderfarben-Iterations-Assistent im Überblick

ZePrA | Proofen

Proofen

Farbverbindliche Simulation des Druckergebnisses

Proofen

ZePrAs technisch anspruchsvolle Technologie – zum Beispiel die Qualität von DeviceLink- und SmartLink-Profilen oder die Sonderfarbwiedergabe des modernen Sonderfarbenmoduls – kann auch zum Proofen verwendet werden. Dies ist besonders interessant, da viele RIPs weder CxF/X-4-Daten oder die SCTV-Kalibrierung unterstützen, noch über ein spektrales Farbvorhersagemodell für die Sonderfarbwiedergabe verfügen.

Der Reiter Proofen unter Konfiguration enthält alle Einstellungen für Medienkeile und die Proofing-Information.

Medienkeile

Zwei Arten von Medienkeilen können verwendet werden:

  1. Medienkeil im Simulations-Farbraum: Bestimmt die Genauigkeit des Proofs. Dieser Medienkeil wird konvertiert, wie in den verschiedenen Konfigurationsreitern definiert.
  2. Medienkeil im Proofer-Farbraum: Ermöglicht die Verwendung eines zweiten Medienkeils ohne Farbmanagement. Er muss den Farbraum des Proofers abdecken und kann verwendet werden, um die Stabilität des Proofdruckers zu überprüfen.

Der Medienkeil wird zu Proof-Überprüfung außerhalb der Medienbox des Dokuments hinzugefügt. Dies kann entweder ein dynamischer oder ein externer Medienkeil sein.

Dynamischer Medienkeil: Verwendet die Farben des Simulationsfarbraums und alle Sonderfarben aus den zu verarbeitenden Dokumenten.

Die erforderlichen Referenzdateien für die Vermessung der Keile werden von ZePrA on-the-fly erstellt. Sie werden im Report-Ordner der Proofing-Warteschlange gespeichert, die automatisch vom Auto-Setup-Assistenten eingerichtet wurde.

Hinweis: Momentan werden maximal 32 Kanäle für dynamische Medienkeile unterstützt.

Die Referenzdateien für dynamische Medienkeile enthalten neben den Gerätewerten (DCS-Werte) auch die Ziel-Lab-Werte. Auch für die Sonderfarben des Jobs werden die Ziel-Lab-Werte berechnet und zusätzlich zu den Farbwerten des Dokument-Farbraums in die Referenzdatei eingefügt. Dies erfolgt gemäß den Einstellungen unter Konfigurationen > Optionen (nur der Vollton oder auch Abstufungswerte) und Konfigurationen > Sonderfarben.

Verwenden Sie diese Referenzdateien in geeigneten Werkzeugen (wie z. B. ColorAnts Measure Tool) zum Messen.  Die erhaltenen Messwerte können dann gleich mit den Ziel-Lab-Werten verglichen werden (z. B. in ColorAnt/Vergleichen oder Auswerten).

Hinweis: Referenzdateien werden nicht erstellt, wenn der Report-Ordner Ordner für Reporte und andere Daten fehlt.
Wenn eine bestehende Warteschlange für das Proofing verwendet werden soll, muss geprüft werden, ob der Ordner für Reporte vorhanden ist. Falls erforderlich, muss er manuell angelegt werden, damit eine Referenzdatei erstellt werden kann. Wenn dieser Ordner fehlt, kann keine Referenzdatei erstellt werden.

Referenzdateien werden für jeden Job in der Warteschlange erstellt und wie folgt benannt:

Jobname_DynamicMediaWedgeReferenceSource
Jobname_DynamicMediaWedgeReferenceTarget

Wenn dynamische Medienkeile für Quell- und Zielfarbraum verwendet werden, werden für jeden Auftrag zwei Referenzdateien erstellt.

Hinweis: Die Referenzdatei wird überschrieben, wenn der gleiche Job noch einmal ausgeführt wird. Das heißt, dass bei einer Änderung der Sonderfarbfelder unter Optionen eine geänderte Referenzdatei gespeichert wird und jede vorherige Konvertierung mit der Referenzdatei mit einer anderen Anzahl an Feldern verloren geht.

Die Verwendung von Sonderfarben für den dynamischen Medienkeil kann unter Optionen definiert werden.  

Medienkeil aus Datei: Können Medienkeile wie die FOGRA-, UGRA-, Idealliance- oder andere Medienkeile sein (als PDF-, TIFF- oder PSD-Datei).

Für externe Medienkeile wird die dazugehörende Referenzdatei benötigt, um den gedruckten Keil zu vermessen. Die Messungen können mit jeder Proof-Auswerte-Software oder mit ColorAnts Measure Tool durchgeführt werden.

Hinweis: Für die Nutzung der Mess- und Vergleichsfunktionen ist eine gesonderte ColorAnt-Lizenz erforderlich.

Proofing-Information: Durch Aktivieren dieser Checkbox werden Textinformationen nach ISO 12647-7 hinzugefügt, wie z. B. Informationen über den Job, Datum und Uhrzeit, Konvertierungseinstellungen und die verwendete Software. Die Informationen, die der konvertierten Datei hinzugefügt werden, können im Textfeld überprüft und bearbeitet werden. Zum Bearbeiten wechseln Sie zu Individuell.

Rahmen: Fügt einen Rahmen um die Proofing-Information ein.

Logo: Fügt das in den Einstellungen angegebene Logo in die Proofing-Information ein.

Position: Die beiden Medienkeile und die Proofing-Information können unabhängig voneinander auf dem konvertierten Dokument positioniert werden. Für jedes dieser drei Elemente kann der Benutzer angeben, wo es platziert werden soll. Möglich sind folgende Positionierungen: Automatisch, Unterer Rand, Rechter Rand, Oberer Rand, Linker Rand.

Die Elemente werden dieser Einstellung entsprechend außerhalb der Medienbox des Dokuments platziert. Dies führt zu einer vergrößerten Medienbox im konvertierten Dokument. Automatisch wird als Standardeinstellung für alle drei Elemente empfohlen, um sicherzustellen, dass sie beim Konvertieren zusammen platziert werden.

Optionen für Medienkeile

Allgemein

Schriftgröße: Definiert die Schriftgröße, die für die Proof-Information verwendet wird (in Punkten).

Leerraum: Ermöglicht das Platzieren von Rändern an Medienkeilen durch Eingabe eines benutzerdefinierten Abstands in mm. Standardmäßig wird ein Leerraum von 15 mm hinzugefügt. Dadurch wird sichergestellt, dass links und rechts von den platzierten Medienkeilen genügend Weißraum hinzugefügt wird, den einige Instrumente für eine korrekte Messung benötigen. Der Leerraum kann sowohl auf externe als auch auf dynamische Medienkeile angewendet werden.
Hinweis: Wenn der externe Medienkeil bereits einen Rand hat, empfehlen wir, 0 mm als Leerraum einzugeben. Als Faustregel gilt, dass der Weißraum in Millimeter für dynamische Medienkeile mindestens der Feldbreite entsprechen sollte. Der Leerraum des Medienkeils im Simulationsfarbraum unterliegt dem Farbmanagement, der Leerraum des Medienkeils im Proofer-Farbraum hingegen nicht.

Auf jeder Seite platzieren: Bei mehrseitigen PDF-Dateien können Medienkeile auf jeder Seite platziert werden. Durch Deaktivieren der Checkbox werden Medienkeile nur auf der ersten Seite der PDF-Datei platziert.

Dynamische Medienkeile

Definiert die Default-Chart-Breite, die Feldbreite und die Feldhöhe des dynamischen Keils.

Gap-Breite: Zum Trennen der einzelnen Felder. Wählen Sie die Breite des Feldtrenners in mm. Wenn die Option Automatisch verwendet wird, werden 0,5-mm-Abstände zwischen den Feldern eingefügt.

Feldverteilung: Definiert die Verteilung der Patches auf dem Medienkeil.

  • Zufällig: Die Farbfelder werden zufällig verteilt.
  • Normal: Die Farbfelder werden verteilt, wie in der Referenzdatei angegeben.
  • Sortiert: Die Farbfelder werden von hell nach dunkel sortiert.

Felder pro Sonderfarbe: Legt fest, ob Sonderfarben im dynamischen Medienkeil verwendet werden sollen, und wenn ja, ob Abstufungen verwendet werden sollen.

  • Keine: Dem dynamischen Keil wird keine Sonderfarbe hinzugefügt.
  • Vollton: Nur der Vollton aller Sonderfarben im Job wird dem dynamischen Keil hinzugefügt.
  • 3 Felder: Verwendet die folgenden Felder für jede Sonderfarbe: 100 %, 70 %, 40 %.
  • 5 Felder: Verwendet die folgenden Felder für jede Sonderfarbe: 100 %, 70 %, 40 %, 20 %, 10 %.

Farben im dynamischen Keil vermeiden: Sonderfarben werden neben dem Drucken aus verschiedenen anderen Gründen in Dokumenten verwendet, z. B. zur Darstellung der DIE-Schnittlinien oder von Lack, Braille oder anderen nicht druckenden Elementen. Diese Farben sollten natürlich nicht im dynamischen Medienkeil verwendet werden.

Um ihre Verwendung in Medienkeilen zu vermeiden, erstellen Sie eine Bibliothek (oder bei Bedarf mehrere), die alle auszuschließenden Sonderfarben enthält, und wählen Sie diese aus der Liste unter Farben im dynamischen Keil vermeiden aus. Diese Liste enthält alle von ZePrA verwalteten Sonderfarbenbibliotheken. Aktivieren Sie nur die Checkboxen von Bibliotheken, die die auszuschließenden Farben enthalten.

Die ausgewählten Bibliotheken, die die auszuschließenden Farben enthalten, werden auch auf Sonderfarben von externen Medienkeilen angewendet. Wenn der Dokumentfarbraum ein Multicolor-Farbraum ist, ordnet ZePrA normalerweise die Kanäle des Dokumentfarbraums den Kanälen des Medienkeils zu. Dies ist in den meisten Fällen beabsichtigt, z. B. wenn ein 7C-Medienkeil mit generischen Kanalnamen für einen 7C-Dokumentfarbraum so verwendet wird, dass die Kanäle assoziiert sind. Dies ist jedoch nicht beabsichtigt, wenn eine Volltonfarbe Weiß als 5. Kanal verwendet werden soll und der 5. Kanal im Multicolor-Profil des Dokumentfarbraums als Orange (zum Beispiel) bezeichnet wird. Um die weißen Sonderfarben beizubehalten, kann eine Ausschlussbibliothek ausgewählt werden, die Weiß als nicht druckende Farbe enthält.

Video Tutorial (Englisch)

How to Use the Proof Evaluation Tool in ColorAnt in combination with ZePrA

Learn step-by-step how to use the Proof Evaluation tool in ColorAnt for the evaluation of a proofing media wedge created with ZePrA. In this example, we will be demonstrating the special feature of ZePrA to create a dynamic media wedge using process and spot colors and how to use the supplied reference data from ZePrA for evaluation of a Contract Proof.

ZePrA | Jobwarnung

Job-Warnungen

Fehlermeldungen individuell anpassen

Job-Warnungen individuell anpassen

Im Allgemeinen werden Job-Warnungen und Fehlermeldungen ausgegeben, wenn bei der Verarbeitung einer Datei Probleme oder Fehler auftreten. Dateien mit einer gelben Warnung im Fenster Übersicht wurden bearbeitet, können aber Probleme aufweisen. Sie werden in den Ziel-Ordner verschoben. Alternativ können Sie bei der Konfiguration von Warteschlangen einen Ziel-Ordner im Warnungsfall definieren, in den solche Dateien nach der Verarbeitung verschoben werden. Fehlerhaft verarbeitete Dateien, fatale Fehler oder nicht unterstützte Dateitypen werden rot markiert und in den Fehler-Ordner verschoben.

Die Liste enthält alle vorhandenen Warnmeldungen. Ihr Verhalten kann unabhängig für jede Konfiguration angepasst werden, zum Beispiel, wenn Sie keine Warnmeldung für ein bestimmtes Problem wünschen, oder wenn Sie der Meinung sind, dass ein Problem so schwerwiegend ist, dass es besser wie ein Fehler behandelt werden sollte.

Hinweis: Das Verhalten von Fehlermeldungen kann nicht geändert werden.

Job-Warnungen können individuell angepasst werden: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Job-Warnung, um das Kontextmenü zu öffnen. Wählen Sie Inaktiviert, Aktiviert oder Aktiviert (Als Fehler behandeln).

Inaktiviert: Deaktiviert die Warnung in der ausgewählten Konfiguration. Im Fenster Übersicht wird keine gelbe Warnung mehr angezeigt.

Aktiviert: Aktiviert die Warnung in der ausgewählten Konfiguration.

Aktiviert (Als Fehler behandeln): Behandelt das zugehörige Problem wie einen Fehler. Die Datei wird rot markiert und in den Fehler-Ordner verschoben.

Zurücksetzen: Setzt die geänderten Warnungen auf die Standardeinstellungen zurück.

ZePrA | Sonderfarben-Iteration

Sonderfarben-Iteration

Iteration von Sonderfarben zum verbessern oder erhalten der Qualität

Sonderfarben-Iteration

Bei der Sonderfarben-Iteration werden die von ZePrA konvertierten Sonderfarben zunächst auf dem Drucker ausgedruckt, der für den Druckauftrag verwendet werden soll. Anschließend werden Testcharts gemessen und Farbunterschiede so lange optimiert (in deltaE2000), bis sich die gemessenen deltaE-Werte innerhalb der gewünschten Toleranzen befinden. Bereits das einmalige Ausdrucken eines Testcharts und Anwenden der Sonderfarben-Iteration führt zu einer verbesserten Wiedergabe der Sonderfarben und ist in der Regel nah am Optimum für diesen Drucker.

Warum kann eine Sonderfarben-Iteration erforderlich werden?

Grundsätzlich berechnet ZePrA bereits die bestmögliche Farbkonvertierung basierend auf dem unter Konfiguration/Zielfarbraum festgelegten Zielprofil. Allerdings divergieren Drucker, Tinten und Papiere mit der Zeit, so dass es immer einige Abweichungen von dem Zustand gibt, in dem der Drucker profiliert wurde. Bei der Sonderfarben-Iteration wird zunächst gemessen, wie konvertierte Sonderfarben im aktuellen Zustand des Druckers tatsächlich gedruckt werden, anschließend werden dann die deltaE2000-Werte optimiert. Der Iterations-Report gibt an, welche Farben verbessert werden und wo Beschränkungen aufgrund des Farbumfanges oder der Sonderfarben-Berechnungsmethode auftreten, so dass Farben nicht weiter optimiert werden können, oder, ob zusätzliche Iterationsschritte empfohlen werden.

Vorgehensweise

Öffnen Sie das Werkzeug Sonderfarben-Iteration, entweder unter Konfigurationen im Reiter Sonderfarben, oder im Menü Werkzeuge, und führen Sie dann die beschriebenen Schritte aus. Für die Verwendung dieses Werkzeugs ist eine Lizenz für das Sonderfarbenmodul erforderlich.

Schritt 1: Wählen Sie die Konfiguration, die Sie für den Druck verwenden möchten. In dieser Konfiguration muss die Option Sonderfarben konvertieren aktiviert werden.

Hinweise: Der beste Ansatz für die Iteration von Sonderfarben ist, die Berechnungsmethode für die entsprechende Konfiguration auf Höchste Genauigkeit oder Visuelle Genauigkeit einzustellen.

Die Berechnungsmethode So wenig Kanäle wie möglich verwenden ist für die Iteration von Sonderfarben möglicherweise unzureichend. Wichtig: Die Iteration von Sonderfarben funktioniert nicht, wenn für die Sonderfarbenkonvertierung die Option Konvertieren mit PDF-Ersatzfarbe und Berechnungsvorschrift gewählt wurde.

Schritt 2: Wählen Sie die Quelle der Sonderfarben, die Sie optimieren möchten. Sie können entweder eine PDF-Datei mit Sonderfarben oder eine komplette Sonderfarbenbibliothek wählen. Im folgenden Beispiel werden wir eine PDF-Datei mit Sonderfarben als Quelle verwenden.

Schritt 3: Hier wird eine druckbare Testchartdatei entweder aus einer PDF- oder Bilddatei oder einer Sonderfarben-Bibliothek erstellt. Wenn Sie z. B. eine PDF-Datei als Quelle wählen, und Sie auf die Schaltfläche Speichern klicken, extrahiert ZePrA alle Sonderfarben (Volltöne), die in der Datei verwendet werden und konvertiert sie anhand der ausgewählten Konfiguration. In diesem Schritt wählen Sie eine Messgerät-Einstellung für Ihr Messgerät. Im Speichern-Dialog können Sie entweder eine PDF- oder eine TIFF-Datei Ihres Testcharts erstellen, die die Sonderfarben als für Ihr Messgerät optimierte Streifen enthält. Außerdem wird die zugehörige Referenzdatei für die Messung erstellt. Die neu erstellte Testchartdatei muss auf dem Drucker ausgedruckt werden, der für den Druckauftrag verwendet werden soll.

Hinweise: Das Testchart enthält die konvertierten Sonderfarben wie in der Konfiguration festgelegt unter Verwendung der Konvertierungseinstellungen und Berechnungsmethode, die im Reiter Sonderfarben definiert wurden.

Schritt 4: Drucken Sie das Testchart auf Ihrem Drucker aus. Wenden Sie beim Drucken des Testcharts kein Farbmanagement an.

Schritt 5: Messen Sie anschließend das ausgedruckte Testchart mit ColorAnt/Measure Tool oder einer anderen geeigneten Software. Die erforderliche Referenzdatei, die für die Messung der Sonderfarben benötigt wird, wird in Schritt 3 angezeigt. Klicken Sie auf Messen, um das Measure Tool in ColorAnt zu öffnen. Die Referenzdatei wird automatisch vorausgewählt, so dass sie das Measure Tool sofort für Messungen mit Ihrem Messinstrument verwenden können. Weitere Informationen darüber, wie Sie das Measure Tool in Kombination mit Ihrem Messinstrument verwenden, finden Sie in der Online-Hilfe. Alternativ können Sie die bereitgestellte Referenzdatei auch für Messungen mit einer anderen geeigneten Software verwenden.

Schritt 6: Dieser Schritt ist optional, wird aber dringend empfohlen. Klicken Sie auf Report speichern, um einen Sonderfarben-Iterationsreport zu erstellen. Der Report enthält Informationen über die erzielten und gemessenen deltaE-Werte.

Die letzte Spalte des Reports – Status – zeigt Statusinformationen über Verbesserungen, Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise oder Warnungen. Wenn der deltaE00-Wert bereits sehr niedrig (kleiner als 1) und eine weitere Optimierung nicht erforderlich ist, wird die Farbe grün markiert. Farben, die gelb markiert sind, weisen Werte höher als 1 aber unter 2 dE00 auf und orange-markierte Farben haben Werte, die höher als 2 dE00 liegen. Bei Farben, die durch eine Iteration verbessert wurden steht die Verbesserung in deltaE in Klammern hinter dem Status. Wenn Sonderfarben außerhalb des Farbraums liegen, oder eine Optimierung aufgrund von Beschränkungen aus der ausgewählten Konfiguration nicht möglich ist, werden diese Farben entsprechend markiert. Eine Legende unter der Tabelle des Reports erklärt die verschiedenen Status. Wird eine Farbe als optimierbar gekennzeichnet, zeigt der in Klammern dahinterstehende Wert die zu erwartende maximale Verbesserung in deltaE an.

Schritt 7: Beim Klicken auf die Schaltfläche Anwenden werden die optimierten Sonderfarben auf Basis der Messdaten berechnet und in der Konfiguration angewendet. Aktivieren Sie die Checkbox Alle Sonderfarben iterieren nur dann, wenn Sie alle Sonderfarben iterieren möchten. Wir empfehlen, die Checkbox deaktiviert zu lassen, damit nur solche Sonderfarben optimiert werden, die auch sinnvoll verbessert werden können. Sonderfarben, die bereits als „gut“ im Report markiert wurden, werden korrekterweise nicht weiter optimiert, wenn die Checkbox ausgestellt ist.

Nach einer erfolgreich angewendeten Sonderfarben-Iteration wird eine Nachricht als Feedback für den Anwender angezeigt.


In der Konfiguration finden Sie die optimierten Gerätewerte (Zielwerte in der Spalte Wert) in der Tabelle des Reiters Sonderfarben. Sie werden in der Spalte Information als Iteriert aufgeführt.

Experten-Tipps: Es ist sinnvoll, die Tabelle mit den optimierten Sonderfarben des Reiters Sonderfarben zu Exportieren. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, auf diese Werte zurückzugreifen, wenn Sie weitere Iterationen vornehmen oder einige Werte manuell ändern. Falls Sie zu den ursprünglichen, nicht-iterierten Werten zurückkehren möchten, nutzen Sie den Reset-Knopf im Dialog der Sonderfarben-Iteration. Dies löscht die als iteriert markierten Farben aus der Tabelle.

Zusätzliche Hinweise

Wenn Sie die Verbesserungen in Bezug auf die deltaE2000-Werte nach Schritt 7 beurteilen möchten, müssen Sie die optimierten Sonderfarben noch einmal ausdrucken. Klicken Sie dazu auf die Speichern-Schaltfläche in Schritt 3 des Dialogs Sonderfarben-Iteration, um eine neue Testchartdatei mit den optimierten Gerätewerten und eine neue Referenzdatei zu erzeugen. Bitte denken Sie daran, diese zweite Testchart-Datei zum Drucken und Messen zu verwenden und nicht die erste! Nach dem Messen und dem Speichern des neuen Reports, können Sie die verbesserten deltaE00-Werte begutachten. Sie können sogar mit dem Iterieren fortfahren, indem Sie einfach die Schaltfläche Anwenden in Schritt 7 anklicken. Wenn die deltaE-Werte in Ordnung sind und weitere Iterationen nicht empfohlen werden, schließen Sie einfach den Dialog, ohne die neuen Messungen anzuwenden.

Falls in der ausgewählten Quelldatei Sonderfarben enthalten sind, die in der gewählten Konfiguration nicht berücksichtigt werden, erhalten Sie in Schritt 3 eine Job-Warnung und das Testchart kann nicht erstellt werden. Wir empfehlen deshalb, vor der Iteration die Quelldatei mit den Sonderfarben mit der gewünschten Konfiguration zu konvertieren oder im Sonderfarben-Report zu prüfen, um sicher zu stellen, dass die Einstellungen in der Konfiguration korrekt sind.

Wenn Sie für Schritt 3 der Iteration das Erstellen des Testcharts für Ihr Messgerät optimieren wollen, können Sie sich mit Hilfe des Werkzeugs Chart exportieren in ColorAnt eine eigene Voreinstellung anlegen. Diese ist nach dem Beenden und neu Öffnen des Dialogs Sonderfarben-Iteration im Drop-down-Menü Messgerät-Einstellung verfügbar.

Die vom MeasureTool an ZePrA in Schritt 5 übertragenen Messdaten werden für die spätere Verwendung in dem für alle Benutzer freigegebenen Ordner ColorLogic/SpotColorMeasurements gespeichert (unter Windows: C:\Users\Public\Documents\ColorLogic\SpotColorMeasurements.
Unter Mac: \Benutzer\Geteilt\ColorLogic\SpotColorMeasurements).