ZePrA | Konfiguration | Gradationen

Gradationen

Tonwertkorrekturen anwenden

Gradationen

Überblick

Gradationen sind Kennlinien, die zum Abschluss der Konvertierung auf die einzelnen Farbkanäle der Daten angewendet werden. Dieses Vorgehen ähnelt der Kennlinien-Steuerung bei der Belichtung von Druckplatten. Mit Hilfe von Gradationen können Tonwertkorrekturen in Konfigurationen eingebunden und automatisch sowohl auf CMYK-Kanäle als auch auf Sonderfarbenkanäle angewendet werden. Tonwertkorrekturen können entweder nach oder anstatt einer Farbkonvertierung erfolgen.

Hinweis: Erfordert eine Lizenz für das Gradationen-Modul.

Wenn Sie ausschließlich Gradationskurven auf ansonsten druckfertige Daten anwenden möchten, können Sie die dafür benötigten Konfigurationen mit dem Auto Setup anlegen. Dabei wird der Dokumentfarbraum nicht geändert.

Am besten wenden Sie reine Gradationskorrekturen auf druckfertige PDF/X-1a-Dateien an, die nur aus CMYK und eventuell Sonderfarben bestehen. Weitere Informationen finden Sie unter Gradationen und Auto Setup/Nur Gradationskurven anwenden.

Gradationen anwenden

Im Reiter Gradationen können vorgegebene Gradationskurven ausgewählt und in Konfigurationen integriert werden. Es können aber auch externe Dateien, die Gradationskurven enthalten, geladen und in Konfigurationen eingebunden werden. Dies ist auch ohne vorheriges Farbmanagement möglich. Wenn eine externe Datei geändert wird, verwendet ZePrA die geänderte Datei, das heißt, wenn die Kurven einer externen Dateien aktualisiert werden, werden die aktualisierten Kurven automatisch in die ZePrA-Konfiguration übernommen und angewendet. Dies ermöglicht kurzfristige Anpassungen der Druckdaten, ohne die CTP-Kurven im RIP verändern zu müssen. Auf diese Weise ist mit ZePrA eine automatische Farb- und Drucksteuerung für Standarddruckverfahren – auch für Digitaldruckmaschinen – möglich.

Die Basisfarben Cyan, Magenta, Yellow, Black und der Eintrag Alle Sonderfarben stehen als feste Werte oben in der Liste und können nicht gelöscht oder umbenannt werden. Mit dem Eintrag Alle Sonderfarben können viele Sonderfarben schnell angepasst werden. Da es zwei Einträge für Alle Sonderfarben (Bilder und Vektoren) gibt, müssen beide Einträge geändert werden, wenn die gleiche Kurve auf Bilder und Vektoren angewendet werden soll. Wenn Sie Alle Sonderfarben aktivieren und eine Gradation zuweisen, werden sämtliche DeviceN-Sonderfarben mit der gleichen Gradationskurve angepasst.

Hinweise:

  • Wenn alte Konfigurationen geladen oder importiert werden und Gradationen auf Bilder/Vektorgrafiken anwenden deaktiviert ist, werden die Gradationsregeln entsprechend geändert.
  • Konfigurationen, die individuelle Bild- und Vektorregeln verwenden, sollten in älteren ZePrA-Versionen nicht verwendet werden.

Ein Rechtsklick auf einen Kanal öffnet ein Kontextmenü, mit dem Sie den ausgewählten Eintrag Ausschneiden, Kopieren, Einfügen oder Löschen können. Gradationseinstellungen können komfortabel mit den Kontextmenüeinträgen Kopieren und Einfügen auf andere Konfigurationen übertragen werden.

Neu: Erstellt weitere Einträge zum Anpassen der Gradation von Sonderfarben. Vergeben Sie einen Kanalnamen und wählen Sie die gewünschte Gradationskurve.

Löschen: Löscht den gewählten Kanal.

Bearbeiten: Öffnet das Fenster Gradationseinstellung bearbeiten, um vorhandene Kanäle zu bearbeiten. Vergeben Sie einen neuen Kanalnamen oder wählen Sie unter Gradation eine andere Gradationskurve.

Kanalname: Vergeben Sie einen neuen Namen für den ausgewählten Kanal. 

Gradation:  Vergeben Sie eine neue Gradationskurve für den ausgewählten Kanal. 

Anwenden auf: Wendet die ausgewählte Gradationskurve auf Bilder, Vektoren oder Bilder und Vektoren an.
Hinweis: Einzelne Kurven können auf Bilder und Vektoren angewendet werden, indem Sie zwei Regeln für einen Kanal ( zum Beispiel den Cyan-Kanal) einrichten, wobei eine Kurve den Bildern und die andere den Vektoren zugewiesen wird.

Exportieren und Importieren: Mit diesen Funktionen können Sie Gradationseinstellungen aus einer Konfiguration exportieren und in eine andere Konfiguration importieren.

Kurven laden: Lädt eine externe Datei, die die Gradationskorrekturen für die zu ändernde(n) Prozessfarbe(n) enthält. Es gibt zwei Möglichkeiten, Gradationskurven zu laden:

  1. Kurven auswählen
    Wählen Sie mit CoPrA erstellte Linearisierung-DeviceLink-Profile oder zuvor importierte Dateien, die Korrekturkurven (Gradationen) enthalten. Bereits importierte Dateien werden unter den Linearisierungs-DeviceLink-Profilen angezeigt.
    Gradationskurven, die mit CoPrAs Werkzeug Linearisierung erstellt wurden, werden im Systemordner für ICC-Profile  gespeichert und automatisch in ZePrAs Drop-down-Menü Kurven auswählen angezeigt. Diese Kurven sind schreibgeschützt und können mit ZePrAs Werkzeug Gradationen nicht bearbeitet werden. Beim Ändern der Gradationskurven (zum Beispiel durch Überschreiben der .icc-Datei in CoPrA mit geänderten Linearisierungsdaten) werden diese Änderungen automatisch auf alle Konfigurationen angewendet, die diese Kurven verwenden. Der Speicherort der ausgewählten.icc-Datei spielt hierbei keine Rolle (System– oder Auto Import-Ordner).
  2. Kurven aus Datei verwenden
    Lädt eine externe Datei, die die Gradationskorrekturen für die zu ändernde(n) Prozessfarbe(n) enthält.
    Die mit ZePrA erstellten Kurven oder aus importierten Textdateien duplizierte Kurven werden als einkanalige ICC-DeviceLink-Profile im Profilordner des Betriebssystems gespeichert. Das Drop-down-Menü zeigt neben den in ZePrA enthaltenen Kurven für Tonwertkorrekturen von -20% bis +20% auch alle Grau-zu-Grau-DeviceLink-Profile, die sich im Profilordner des Betriebssystems befinden. Beachten Sie, dass in ZePrA nur die in ZePrA angelegten Kurven editiert werden können. Schreibgeschützte Gradationskurven können dupliziert und die Duplikate können editiert werden.
    Importierte Textdateien werden intern und temporär gespeichert, jedoch nicht als DeviceLink-Profil. Diese Kurven sind daher nicht in ZePrA editierbar.

Hinweis: Gradationskurven, die mit ZePrAs Werkzeug Gradationen erstellt wurden, werden im Systemordner für ICC-Profile gespeichert und automatisch in der Konfiguration in den Drop-down-Menüs Gradation unter Neu/Bearbeiten aufgeführt. Auf die Kurven kann auch über Kurven laden/Kurven aus Datei verwenden zugegriffen werden. Wenn Sie die Gradationskurven mit ZePrAs Werkzeug Gradationen ändern, werden diese Änderungen automatisch auf alle Konfigurationen angewendet, die diese Kurven verwenden.

CTP-Kompensationskurven importieren

ZePrA ermöglicht es, externe Gradationsdateien in Konfigurationen einzubinden und so innerhalb eines automatisierten Workflows automatisch auf Daten anzuwenden.

Zum Importieren von bereits vorhandenen CTP-Kompensationskurven oder Korrekturgradationen benötigen Sie eine separate Anwendung, die die Berechnung der entsprechenden Korrekturkurven auf Basis von Messwerten auf Druckbögen vornimmt und sie als Text- oder XML-Datei exportiert. Die Daten müssen in folgender Form vorliegen:

BEGIN_DATA_FORMAT
GRAY CMYK_C CMYK_M CMYK_Y CMYK_K
END_DATA_FORMAT
BEGIN_DATA

0.00        0.00       0.00     0.00       0.00
1.00        0.69       0.58     0.53       0.65
3.00        2.02       1.76     1.62       1.92
5.00        3.23       2.60     2.38       3.28
10.00      6.95       5.92     5.52       7.41
15.00    10.80      9.64      9.02     11.93
20.00    15.10    13.29    12.43    16.68
25.00    19.53    17.19    16.06    21.52
30.00    24.07    21.88    20.37    26.37
35.00    29.08    26.91    24.94    31.26
40.00    34.12    31.50    28.69    36.24
45.00    39.33    36.43    32.94    41.68
50.00    43.80    41.84    37.96    46.59
55.00    49.20    47.98    43.81    51.42
60.00    55.37    54.01    50.29    57.48
65.00    61.91    60.59    57.36    63.44
70.00    68.46    66.28    63.78    69.11
75.00    74.90    72.54    70.73    74.58
80.00    79.24    78.89    77.66    79.52
85.00    85.08    83.09    82.28    84.93
90.00    89.42    87.13    86.64    89.33
95.00    93.74    92.60    92.40    94.02
97.00    95.66    95.25    95.13    96.03
99.00    98.18    98.01    97.98    98.31
100.00 100.00  100.00  100.00 100.00

END_DAT

Gray steht dabei für die Eingabewerte in Prozent (0-100 %). CMYK_C steht für die Ausgabewerte des Cyan-Kanals in Prozent (0-100 %). Das Beispiel zeigt einen Stufenkeil mit 25 Abstufungen der Prozessfarben in CMYK. Die Anzahl der Stufen ist beliebig und richtet sich nach dem jeweiligen Messkeil.

Tonwertzuwachskurven von Sonderfarben korrigieren

Um Gradationskurven auf Sonderfarbenkanäle anzuwenden, klicken Sie auf Neu und geben den exakten Namen der Sonderfarbe ein. Der Name des Sonderfarbenkanals muss mit der in der PDF-Datei verwendeten Sonderfarbenbezeichnung übereinstimmen.

Verwendung von Wildcards

Wenn identische Sonderfarben in verschiedenen Dateien unterschiedliche Namen haben, sollten Sie bei der Eingabe des Kanalnamens mit Wildcards arbeiten. Um beispielsweise eine Sonderfarbe mit dem Namen Pantone 123C oder Pantone 123 CVC mit derselben Gradationskurve zu verarbeiten, verwenden Sie die Wildcard (?), um genau eine Zahl oder Buchstabenkombination hinter der Wildcard zu ersetzen, oder verwenden Sie die Wildcard (*), um alle Kombinationen zu ersetzen. Die Eingabe von Pantone 123* bezieht sich auf Sonderfarben namens Pantone 123C oder Pantone 123 CVC.

ZePrA unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung. Nur bei fehlender Übereinstimmung der Schreibweise wird die Groß- und Kleinschreibung von manuell eingetragenen Sonderfarben toleranter gehandhabt. Eine Sonderfarbe, deren Name im Dokument nur mit Großbuchstaben geschrieben wird, wird auch dann mit der Gradationskurve angepasst, wenn der Name in ZePrA nur aus Kleinbuchstaben besteht.

ZePrA | Konfiguration | Optionen

Optionen

Anpassen der Dateiverarbeitungs-Optionen

Anpassen der Dateiverarbeitungs-Optionen

Rendering Intents

Tiefenkompensierung: Um sicherzustellen, dass bei Verwendung des relativ farbmetrischen Rendering Intents eine qualitativ hochwertige Farbkonvertierung ohne Detailverlust in den Tiefen erfolgt, ist die Tiefenkompensierung standardmäßig aktiviert. Dies ist besonders wichtig in PDF-Dokumenten, da Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung in PDF-Dateien vor PDF 2.0 nicht unterstützt wird. PDF 2.0 und höher unterstützt die Tiefenkompensierung – siehe Abschnitt unten.

Typischerweise wird der Rendering Intent, der beim Konvertieren oder Anzeigen von PDF-Dateien verwendet werden soll, zusammen mit dem eingebetteten ICC-Profil jedes Objekts definiert und von der PDF-erzeugenden Anwendung festgelegt. In solchen Anwendungen ist der standardmäßige Rendering Intent in der Regel auf Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung eingestellt, aber aufgrund der fehlenden Unterstützung wird dies in älteren PDF-Dateien zu Relativ farbmetrisch (ohne Tiefenkompensierung), was zu Detailverlusten in den Tiefen nach der Konvertierung führt. Aus diesem Grund ist die Tiefenkompensierung eine separate Option in den Einstellungen vieler PDF-Anwendungen.

Hinweis: Wenn Sie Bilder oder PDF-Dokumente für den Proof mit dem relativ farbmetrisch Rendering Intent farbig konvertieren möchten (zum Beispiel weil Sie für den Produktionsdruck und den Proofdruck dasselbe Papier verwenden), deaktivieren Sie die Checkbox Tiefenkompensierung.   

Hinweis: Wenn die Checkbox Tiefenkompensierung deaktiviert ist, werden alle Farbkonvertierungen, die mit dem relativ farbmetrischen Rendering Intent durchgeführt werden nicht mit einer Tiefenkompensierung durchgeführt, was zu einer Überfüllung der Tiefen führen kann. Um dies bei der Konvertierung vom Dokument– in den Zielfarbraum zu vermeiden, verwenden Sie bitte SmartLink in Kombination mit der Rendering-Einstellung Schwarzkompensation.

Tiefenkompensierung mit PDF 2.0-Dateien

Moderne PDF 2.0-Dateien unterstützen die Tiefenkompensierung in Kombination mit dem relativ farbmetrischen Rendering Intent. Die Tiefenkompensierung kann in PDF 2.0 drei Zustände aufweisen: Ein, Aus, Standard. Standard bedeutet, dass anwendungsspezifische Einstellungen verwendet werden, zum Beispiel Einstellungen, die in ZePrA definiert wurden.

  • Wenn die Checkbox Tiefenkompensierung für die Verarbeitung einer PDF 2.0-Datei aktiviert ist, wird die Tiefenkompensierung auf alle Objekte des PDF (wie Bilder, Vektoren, Text, Schattierungen) mit relativ farbmetrischem Rendering für die Zustände Ein und Standard angewendet. Die Tiefenkompensierung wird nicht für Objekte mit ausgeschaltetem Zustand verwendet.

  • Wenn jedoch beide Checkboxen – Tiefenkompensierung und Rendering Intents aus PDF-Dateien ignorieren – aktiviert sind, wird immer die Tiefenkompensierung verwendet.

Rendering Intent aus PDF-Dateien ignorieren: Wenn Sie im Reiter Bilder/Vektoren die Checkbox Eingebettete Profile/Intents anwenden  aktivieren, werden sowohl das eingebettete ICC-Geräteprofil als auch der in der PDF-Datei eingebettete Rendering Intent berücksichtigt. Wenn Rendering Intents aus PDF-Dateien ignorieren deaktiviert ist (Standardeinstellung in ZePrA), werden die in jedem PDF-Dokument für jedes Objekt definierten Rendering Intents verwendet, während die im Reiter Bilder/Vektoren definierten ignoriert werden. Diese Option gilt nur für PDF-Dateien. Für Bilddateien (PSD, JPEG, TIFF) werden immer die im Reiter Bilder/Vektoren definierten Rendering Intents verwendet.

Durch Aktivieren der Checkbox Rendering Intents aus PDF-Dateien ignorieren wird verhindert, dass der Rendering Intent der PDF-Datei verwendet wird, wodurch die in ZePrA unter Bilder/Vektoren voreingestellten Rendering Intents die Priorität erhalten. Beachten Sie, dass dann die Rendering-Einstellungen nicht mehr den PDF/X-Regeln entsprechen.

Bildqualität

Kompressionsverfahren: Für die Farbkonvertierung von Bildern können drei Kompressionsverfahren verwendet werden:

Automatisch: Stellt sicher, dass alle vorhandenen Bildformate erhalten bleiben, es werden weder die Farbtiefe, der Typ noch die Kompression der Eingangsdaten verändert.

Verlustfrei: Speichert die Bilddatei entweder im PSD- oder im TIFF-Format. JPEG-Daten, die komprimiert in einer PDF-Datei vorliegen, werden zu ZIP konvertiert. Multicolor-Dateien können nicht als JPEG gespeichert werden.

JPEG:  Mit einer JPEG-Komprimierung werden TIFF- und PSD-Dateien, genauso wie unkomprimierte oder ZIP-komprimierte Daten in einer PDF-Datei, zu JPEG konvertiert.

Bilder herunterskalieren: Ändert die Auflösung von Bildern. Geben Sie die benötigte Auflösung in dpi an.

Schwellwert: Legt fest, ab welcher Auflösung Bilder herunterskalieren durchgeführt werden soll, zum Beispiel, um Daten für die Darstellung im Internet zu optimieren, die Auflösung für den Druck anzupassen, oder, um unnötige Größenanpassungen zu vermeiden.
Hinweis: Um den potentiellen Verlust von Schärfe zu kompensieren, der beim Herunterskalieren von Bildern entstehen kann, verwendet ZePrA die Methode “Catmull Bicubic Interpolation”.

Tipp: Die Interpolations-Methode bikubisch (Schärfen) in Photoshop kann schärfere Bilder produzieren als ZePrA, zeigt im Gegensatz zu ZePrA jedoch merkliche Artefakte. Wie unter Schärfen beschrieben, können die Funktionen Bilder herunterskalieren und Schärfen in ZePrA kombiniert werden, in diesem Fall wird die ZIP-Kompression für Bilder verwendet.

JPEG-Qualität: Ermöglicht es, die Qualität der JPEG-Komprimierung für Pixel-Bilder und JPEG-komprimierte Bilder in PDF-Dateien zu definieren. Die Kompressionsrate ist standardmäßig auf Hoch gestellt, was bei maximal komprimierten JPEG-Bildern zu einer größeren Datei nach der Farbkonvertierung führen kann.

Wählen Sie unter JPEG-Qualität eine der vier vordefinierten Qualitätsabstufungen oder bestimmen Sie unter Eigene einen individuellen Komprimierungsfaktor mit Hilfe der Prozentangabe.

Tipp: ColorLogic empfiehlt die Standardeinstellung Hoch 90 %.

Tintenverbrauch

Tintenverbrauch in konvertierter Datei berechnen: Wenn diese Checkbox aktiviert ist, wird in den Job-Eigenschaften (über einen Rechtsklick auf einen verarbeiteten Job aufrufbar) der neue Abschnitt Tintenverbrauch hinzugefügt. Hier wird für jeden verarbeiteten Job die berechnete Tintenmenge für jeden Kanal angezeigt. 

Hinweis: Für einige Anwendungsfälle im Digitaldruck bedeutet das Einsparen von Kanälen eine Kostenersparnis und durch die Verwendung bestimmter DeviceLink-Profile ist eine Reduzierung der Kanäle möglich (zum Beispiel das Entfernen von Schwarz aus CMYK). Nicht verwendete Kanäle können in den Job-Eigenschaften überprüft werden, da diese Kanäle entweder mit “-” oder “0” markiert sind.

Falls die Job-Eigenschaften automatisch gespeichert werden sollen oder zur Automatisierung mit anderen Tools wie Enfocus Switch oder Impressed IWS verwendet werden sollen, sollten die Rohdaten im neuen XML-Format angelegt werden. Die Informationen finden Sie in “ConvertedDocumentProperties” in “InkInfo“.

Farbersparnis berechnen: Berechnet die CMYK-Farbeinsparung, wenn ein SaveInk-Profil auf eine individuelle Datei angewandt wird. Diese Berechnung kann entweder mit der Farbersparnis berechnen-Checkbox manuell oder automatisch, beim Erstellen einer SaveInk-Warteschlange mit dem Auto Setup-Assistenten, aktiviert werden. Die Prozentangaben der Einsparung werden in der Tabelle Verarbeitete Jobs im Fenster Übersicht angezeigt und im Job-Eigenschaften-Fenster. Die Farbeinsparung wird bei jeder berechneten Datei separat angezeigt. Um die Job-Eigenschaften zu sehen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Datei in der Übersicht/Verarbeitete Jobs-Tabelle und wählen Job-Eigenschaften anzeigen.

Hinweis: Wenn die Checkbox Farbersparnis berechnen aktiviert ist, wird die Checkbox Tintenverbrauch in konvertierter Datei berechnen automatisch ebenfalls aktiviert.

Ein SaveInk-Report kann über das Werkzeuge-Menü generiert werden. Dieser Report liefert eine detaillierte Übersicht jeder SaveInk-Warteschlange, die erstellt wurde, und die verarbeiteten Jobs. Der Bereich Zusammenfassung listet die gesamte Farbersparnis über alle Warteschlangen. Farbersparnis pro Warteschlange und Job zeigt Details der Ersparnis pro Warteschlange und pro Job, was von Vorteil bei der Kostenberechnung sein kann. Der Report kann als PDF-, TXT-, HTML- oder XML-Datei erstellt werden.

Photoshop PSD- und TIFF-Konvertierung

ZePrA 7 und höher ermöglicht die Konvertierung von Photoshop PSD- und TIFF-Dateien, die Ebenen enthalten. Je nach Anforderung an die Weiterverarbeitung der Bilddateien können Ebenen entfernt oder beibehalten werden.

  1. Entfernen – Transparenz beibehalten
    Berücksichtigt bei der Konvertierung nur sichtbare Ebenen. Alle Bildelemente und Texte werden farbkonvertiert. Entfernt Ebenen, aber transparente Bereiche können weiterhin verwendet und gesehen werden. In Bezug auf die Ebenen wird das resultierende Bild ähnlich wie mit der Sichtbare auf eine Ebenen zusammenführen-Funktion von Photoshop.
    Hinweis: Stellen Sie sicher, dass Sie vor der Konvertierung mit ZePrA nur jene Ebenen der PSD-Datei aktivieren, die in der konvertierten Datei sichtbar sein sollen. Dies gilt für alle folgenden Entfernen-Optionen ebenso.
  2. Entfernen – keine Transparenz
    Ergibt eine konvertierte PSD-Datei ohne Ebenen und ohne Transparenzen. In Bezug auf Ebenen ist das resultierende Bild ähnlich wie mit der Auf Hintergrundebene reduzieren-Option von Photoshop.
  3. Entfernen – Transparenzkanal hinzufügen
    Erzeugt eine konvertierte Datei, die keine sichtbare Transparenz aufweist (Checkerboard-Bereiche sind nicht mehr vorhanden). Optisch erscheint die Datei wie bei einer Konvertierung mit Entfernen – keine Transparenz. Im Gegensatz zu dieser Option werden jedoch alle Bereiche, die in der Originaldatei Transparenzen enthalten, beibehalten und in einem Alpha-Kanal namens Transparenz hinzugefügt. Dies ermöglicht eine weitere Bearbeitung der Alpha-Kanal-Maske in Photoshop. Die Maske kann auch dazu verwendet werden, die Transparenz bei Bedarf wieder in die Datei einzufügen.

  4. Ebenen beibehalten, falls möglich
    Behält alle Ebenen und deren Sichtbarkeitsstatus bei, wenn dies möglich ist. Alle Ebenen werden konvertiert, auch deaktivierte. Farben in Texten und Effekten werden ebenfalls konvertiert.
    Sonderfarbenkonvertierung nach CMYK unter Beibehaltung der Ebenen: Alle Sonderfarben, die in CMYK umgewandelt werden, befinden sich nach der Konvertierung in einer eigenen Ebene. Auf diese Weise kann die Sonderfarbenkonvertierung separat angepasst werden. Dies ist eine Besonderheit von ZePrA.

    Bitte beachten Sie, dass die Farbwiedergabe der in Photoshop konvertierten Sonderfarben von der allgemeinen Wiedergabe von Ebenen in Photoshop abhängt, die optisch möglicherweise nicht perfekt ist. Der große Vorteil dieser zusätzlichen Ebenen besteht darin, dass es weiterhin möglich ist, die Sonderfarbenkonvertierung zu modifizieren, während Ebenen und transparente Bereiche erhalten bleiben.
    Hinweise: ZePrA ermöglicht die Umwandlung in ein Multicolor-Profil, aber in diesem Fall können Ebenen nicht beibehalten werden. Der Grund dafür ist eine Einschränkung in Photoshop, das keine Sonderfarben in einer Ebene unterstützt – bitte lesen Sie dazu das folgende Kapitel Allgemeine Hinweise. Wenn ZePrA bei einem Multicolor-Zielprofil auch Multicolor generiert, werden die Ebenen entfernt und eine Job-Warnung angezeigt. Wenn ZePrA eine Textebene nicht konvertieren kann, wird folgende Job-Warnung angezeigt: Eine Textebene wurde möglicherweise nicht vollständig farbkonvertiert.
  5. Ebenen beibehalten, falls möglich und SmartObject-Daten entfernen
    Behält alle Ebenen und ihren Sichtbarkeitsstatus bei, wenn dies möglich ist. Alle Ebenen werden konvertiert, einschließlich deaktivierter Ebenen. Smart Objects werden entfernt, und es wird eine Ebene hinzugefügt, die eine korrekt konvertierte Farbdarstellung des Objekts enthält.
    Hinweis: Smart Objects in Photoshop können externe Dateien sein, und da sie nicht farbkonvertiert werden können, kann es riskant sein, sie in der konvertierten Datei zu behalten. Mit dieser Option können alle Smart-Object-bezogenen Daten entfernt werden.

Allgemeine Hinweise

Ebenen und Transparenzen sind besondere Photoshop-Funktionalitäten, die von anderen Anwendungen möglicherweise nicht genutzt werden können.

  1. PSD-Dateien mit Ebenen, die mit aktuellen Photoshop-Versionen erstellt wurden, können möglicherweise nicht von anderen Anwendungen, wie zum Beispiel ZePrA, geöffnet werden. Um dies zu vermeiden sollte für PSD-Dateien mit Ebenen in den Photoshop-Formatoptionen die Checkbox Kompatibilität maximieren aktiviert werden.

  2. Insbesondere bei TIFF-Dateien funktionieren Ebenen und Transparenzen hauptsächlich in Adobe Photoshop und teilweise in anderen Adobe-Anwendungen, aber möglicherweise nicht in anderen Anwendungen. Um Transparenzen in TIFF-Dateien zu erhalten, zum Beispiel um die Datei in Adobe InDesign zu platzieren, sollten Sie die Checkbox Transparenz speichern im Dialog TIFF-Optionen von Photoshop aktivieren. Wenn sie aktiviert ist, funktioniert das Platzieren auch mit der konvertierten TIFF-Datei, mit der Ausnahme, dass die Vorschau im Dialog Platzierungsoptionen von InDesign nicht transparent ist.
  3. TIFF wird von ZePrA unterstützt, wenn die Pixelreihenfolge auf Interleaved eingestellt ist. Die alternative Pixelreihenfolge Pro Kanal wird nicht unterstützt.
  4. Farbkonvertierte Bilder mit erhaltenen Ebenen können im Vergleich zu Bildern, die auf die Hintergrundebene reduziert sind, zu anderen visuellen Ergebnissen führen. Dies hängt von mehreren Aspekten ab, die alle einen großen Einfluss auf die Farbansicht von konvertierten Bildern mit Ebenen in Photoshop haben können:
    a) Photoshop berechnet die Vorschau eines Bildes immer mit den Ebenen in ihrer Stapelfolge und Sichtbarkeit. Dies gilt mit Ausnahme von Sonderfarben, die auf das vollständig zusammengesetzte Bild überdruckt werden.
    b) Sonderfarben können nicht in einer Ebene liegen. Weitere Informationen über die Einschränkungen von Sonderfarben finden Sie in der Online-Hilfe von Adobe Photoshop.
    c) Anpassungsebenen werden bei einer Konvertierung mit beibehaltenen Ebenen in ZePrA nicht konvertiert, was einen anderen Effekt auf die konvertierte Datei haben kann als die Anpassungsebene auf die Originaldatei hatte. In einigen Fällen funktionieren Anpassungsebenen in Photoshop nicht richtig, wenn sich der Farbraum nach der Konvertierung geändert hat. In ZePrA wird eine Jobwarnung angezeigt, wenn bei Dateien mit Anpassungsebenen ein Farbraumwechsel (in Photoshop als Moduswechsel bezeichnet) durchgeführt wurde.
    d) Photoshop-Ebenen mit Smart-Objekten werden bei einer Konvertierung von Bildern mit Ebenen nicht konvertiert, wenn Ebenen erhalten werden sollen. In diesem Fall wird der Inhalt des Smart-Objekts nicht verändert und so belassen, wie er ist. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn Farbräume geändert wurden (zum Beispiel RGB zu CMYK).
    e) Transparenzeffekte, die den Ebenen hinzugefügt wurden, können nach der Konvertierung anders aussehen.

Hinweis: Wenn die Farbgenauigkeit der wichtigste Aspekt Ihrer PSD- und TIFF-Dateikonvertierung ist, empfehlen wir Ihnen, eine der Entfernen-Optionen zu verwenden. Wenn es wichtiger ist, Ebenen nach der Farbkonvertierung zu bearbeiten, verwenden Sie die Option Ebenen beibehalten.

Ausnahmen

Text- und Vektorgrafiken sind in PDF-Dokumenten unabhängige Objekte. Für beide Arten von Objekten kann verhindert werden, dass rein schwarz aufgebaute Vektorgrafiken oder Texte nach einer ICC-Konvertierung vierfarbig aufgebaut werden.

Reines Vektor-Schwarz und -Grau erhalten (RGB, CMYK): Konvertiert RGB-Schwarz zu reinem CMYK-Schwarz und erhält reines CMYK-Schwarz. Alle Abstufungen von Grau, die als Vektoren erstellt wurden, bleiben ebenfalls erhalten. Eine 50-%-K-Abstufung bleibt unverändert bei 50 % K. Eine mittlere Grau-RGB-Abstufung mit RGB=128/128/128 wird nach der Konvertierung von RGB zu CMYK zu 50 % K.

Text nicht umwandeln: Nur Vektorgrafiken werden konvertiert, nicht aber der Text.

HinweisBeide Funktionen sind bei Verwendung von ColorLogic DeviceLink-Profilen nicht erforderlich, wenn darin die Ausnahmen für 100% Schwarz und Grau gesetzt wurden, da diese DeviceLinks zum einen 100% Schwarz und Grau erhalten, und Grau darüber hinaus auch in der Helligkeit und Linearität angepasst wird. Wir empfehlen daher die Verwendung solcher DeviceLinks.

Weiß erhalten bei Bildern und Vektoren: Wenn diese Funktion aktiviert ist, bleiben Bereiche mit 0 % Tinte erhalten und werden vom Farbmanagement ausgeschlossen.

Typischerweise werden beim Konvertieren von Dateien auch Bild- und Vektorbereiche, die ursprünglich transparent gestaltet wurden und keine Tinte verwenden (zum Beispiel 0 % Tinte oder Weiß), mit den gewählten Farbmanagementeinstellungen konvertiert. Bei Verwendung des perzeptiven Rendering-Intents führt dies zu 0 % Tinte in der konvertierten Datei, und beim Proofen mit dem Absolut farbmetrischen Rendering-Intent zu einer Papiersimulation. In beiden Fällen stellt ZePrA sicher, dass das korrekte Papierweiß (entweder 0 % Tinte oder Papiersimulation) verwendet wird, und legt das Papierweiß unter die komplette Art-Box. In manchen Fällen, insbesondere beim Druck auf transparente Folien und bei der Verwendung von weißen Tinten, ist dies unerwünscht, da Bereiche mit 0 % Tinte nach der Konvertierung transparent bleiben sollen. 

Hinweis: Wenn die Ausnahme aktiviert ist und eine starke Papiersimulation in der konvertierten Datei vorliegt, entsteht eine Abrisskante zwischen dem erhaltenen Weiß und benachbarten Farben (zum Beispiel 1-%-Farben).

Schärfen

Mangelnde Schärfe wird bei Fotoaufnahmen in der Regel bereits durch die Kamera, bzw. durch die integrierte Aufnahme-Software kompensiert. Zusätzlich wird die Funktion “Schärfen” auch als kreative Option in Bildbearbeitungsprogrammen genutzt.

ZePrA verwendet für das Schärfen den “Unsharp Masking”-Algorithmus, der auch von Adobe Photoshop verwendet wird. Das Schärfen von Bildern beinhaltet die Intensivierung von Helligkeitsunterschieden oder Farbe zwischen zwei angrenzenden Pixeln. Dies kann bei einer starken Schärfung zu Linien zwischen den Bildbereichen mit unterschiedlicher Helligkeit/Farbe führen.

Mit ZePrAs Schärfen-Funktion können Bilder nach der Farbkonvertierung geschärft werden. In der Mediaproduktion gibt es verschiedene Gründe für die Verwendung von Schärfen:

  • Zum Kompensieren von Unzulänglichkeiten bei der Digitalisierung (Digitalfoto oder Scan)
  • Schärfen als kreative Option
  • Zur Kompensation von Detailverlust nach dem Ändern der Bildauflösung
  • Zum Kompensieren von Unzulänglichkeiten des Druckprozesses (zum Beispiel Screening)

Das Schärfen von Bilddaten kann auf individuelle Farbformate (CMYK, RGB, Multicolor, Grau, Lab) oder alle Farbformate simultan angewendet werden.

Generell erfolgt das Schärfen nach einer Farbkonvertierung. In bestimmten Situationen, zum Beispiel wenn gleichzeitig eine Transparenzreduzierung durchgeführt werden soll, werden Bilder vor der Konvertierung geschärft.

Voreinstellungen für das Schärfen

Für das Schärfen stehen – neben der Option nicht zu schärfen – drei Vorstellungen zur Verfügung. Individuelle Einstellungen sind jedoch auch möglich.

Hinweis: Dateien, die in einem kontrollierten, hausinternen Arbeitsumfeld erstellt wurden, können meist stärker geschärft werden.

Voreinstellung

Alle Bilder moderat schärfen: Empfohlene Voreinstellung. Gleicht typische Anomalien im Druckprozess aus.

RGB- und Grau-Bilder stark schärfen: Für medienneutrale Arbeitsabläufe, die häufig auf hochauflösende RGB- und Graubilder zurückgreifen.

Herunterskalierte Bilder moderat schärfen: Gleicht kleinere Schärfeverluste aus, die zum Beispiel beim Herunterskalieren entstehen können.

Individuell: Ermöglicht es, alle Schärfen-Parameter individuell zu definieren. Eine Stärke von 80 % und ein Schwellwert von 8 liefern üblicherweise stabile Ergebnisse.

Die folgenden Parameter können individuell eingestellt werden:

Radius: Je breiter der Radius, desto breiter ist auch die Linie, die beim Schärfen entsteht. Die Wahl des richtigen Radius hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem üblichen Betrachtungsabstand oder der Auflösung des verwendeten Druckverfahrens. Weitere Informationen über die Beziehung von Skalierung und Bildauflösung finden Sie weiter unten im Abschnitt Zusammenhänge zwischen Skalierung und Bildauflösung.

Stärke: Gibt die Intensität des Schärfens in Bezug zum gewählten Radius an und sollte die Schärfe des Originalbilds und die Anomalien des Druckprozesses berücksichtigen.

Schwellwert: Beschreibt den Farb- oder Helligkeitsunterschied, ab dem der Schärfefilter greift. Je niedriger der Schwellwert, desto mehr Bildbereiche werden in die Schärfung einbezogen und desto größer ist die Gefahr, dass ungewünschte Bildartefakte ebenfalls mit geschärft werden. Übliche Werte liegen hier bei 2 bis 10.

Tipp: Zu starkes Schärfen durch einen zu hohen Radius und eine zu hohe Stärke kann zu einer unnatürlichen Bilddarstellung führen. Abhängig von den Schärfeeinstellungen können Artefakte, die zuvor nicht sichtbar waren, jetzt sichtbar und zu stark betont werden. Dies betrifft insbesondere die quadratischen Muster der JPEG-Komprimierung oder das Bildrauschen in dunklen Partien von Digitalfotos.

Mehr über spezielle Arbeitsabläufe/Flachgerechnete Transparenzen und Schärfen erfahren Sie unter Umgang mit Transparenzen.

Bildbasiertes vs ausgabebasiertes Schärfen

Der Radius der Schärfung kann auf zwei verschiedene Weisen definiert werden: bildbasiert oder ausgabebasiert.

Bildbasiertes Schärfen: Der Radius wird in Pixeln angegeben. Bei einem Radius von 2 Pixeln beträgt die Wirkbreite des Schärfens dementsprechend 2 Pixel. Entspricht der Methodik des Filters „Unscharfmaskieren“ in Photoshop.

Wird ein geschärftes Bild in einem Layoutprogramm platziert, ist die visuell wahrgenommene Wirkbreite bzw. der Radius der Schärfung abhängig von der Bildauflösung in Pixeln per Inch (ppi) und der Skalierung im Layoutprogramm.

Beispiel: Wenn Sie bei einem Bild mit 288 ppi Auflösung einen Radius von 2 Pixeln angeben und es mit einer Skalierung von 100 % in ein Layoutprogramm platzieren, beträgt der visuell wahrgenommene Radius der Schärfung 0,5 Punkte (0,18 mm). Dies ergibt sich daraus, dass 72 Punkte einen Inch ergeben. Bei einem Bild mit 288 Pixeln per Inch, ist ein Pixel 0,25 Punkte (0,09 mm) breit.

Ausgabebasiertes Schärfen: Der Radius der Schärfung (in Punkten bzw. in mm) bleibt für Bilder mit verschiedenen Auflösungen bzw. Skalierungen im Layoutprogramm gleich. Da ausgabebasiertes Schärfen vorwiegend Detailverluste des Ausgabesystems ausgleicht (zum Beispiel durch die Rasterung), wird sichergestellt, dass der Radius der Schärfung bei allen Bildern im Dokument dem Detailverlust der Ausgabe vergleichbar entgegenwirkt.

Zusammenhänge zwischen Skalierung und Bildauflösung

Wenn Sie das Bild aus dem vorangegangenen Beispiel mit 288 ppi Auflösung im Layoutprogramm auf 50 % verkleinern, ändert sich die Bildauflösung auf 576 ppi. Eine ausgabebasierte Schärfung mit 0,5 Punkten ergibt – bezogenen auf die Bildpixel – somit einen verdoppelten Radius von 4 Pixeln.

Typische bildbasierte Schärfe-Radien in 300-dpi-Bildern mit 100-%-Skalierung im Layoutprogramm entsprechen folgenden Werten der ausgabebasierten Schärfung in Punkten.

0,8 Pixel = 0,19 Punkte
0,9 Pixel = 0,22 Punkte
1,0 Pixel = 0,24 Punkte
1,1 Pixel = 0,26 Punkte
1,2 Pixel = 0,29 Punkte
1,3 Pixel = 0,31 Punkte
1,4 Pixel = 0,34 Punkte
1,5 Pixel = 0,36 Punkte
1,6 Pixel = 0,38 Punkte

Konvertieren der Breite eines Bildpixels mit beliebiger Auflösung in Punkte

Es gilt folgender Zusammenhang:

Radius (in Punkten) = 72 / Bildauflösung (in ppi)

Hinweis: Adobe Photoshop verwendet statt ppi (pixel per inch) die Bezeichnung dpi (dots per Inch).

Der Radius der Schärfe sollte nicht größer sein als die Rasterweite im Druck. Als Hilfe dient dabei folgende Tabelle, die die Rasterweite und den Radius der Schärfe (in mm) im Verhältnis 1:1 zeigt:

60 L/cm = 0,17 mm (0,48 Punkte)
70 L/cm = 0,14 mm (0,40 Punkte)
80 L/cm = 0,13 mm (0,37 Punkte)
90 L/cm = 0,11 mm (0,31 Punkte)
100 L/cm = 0,10 mm (0,28 Punkte)
110 L/cm = 0,09 mm (0,26 Punkte)
120 L/cm = 0,08 mm (0,23 Punkte)
200 L/cm = 0,05 mm (0,14 Punkte)

L/cm = Linien pro Zentimeter

Wenn Sie mit einem Raster von 70 L/cm drucken, sollte der Radius 0,14 mm oder weniger betragen.

Den Schärferadius (in mm), der einer gegebenen Rasterweite entspricht, können Sie mit folgender Formel berechnen:

Radius (in mm) = 10 / Rasterweite (in Linien pro Zentimeter)

Schärfen und Bildauflösung bezogen auf den Betrachtungsabstand, das Druckverfahren und die Rasterweite

Eine Möglichkeit, den Radius der Schärfung zu bestimmen, besteht darin, sich am Betrachtungsabstand, dem Druckverfahren und der Rasterweite im Druck zu orientieren.

Das maximale Auflösungsvermögen des Auges liegt – je nach Kontrast der Strukturen und der Position im Blickfeld – bei ca. 0,2 mm (127 Pixeln pro Inch) bei einem Betrachtungsabstand von 1 m oder bei ca. 0,05 mm (508 Pixeln pro Inch) bei einem Betrachtungsabstand von 25 cm.

Die Bildauflösung und die Wirkbreite (bzw. der Radius der Schärfung) sollten nur an die Druckauflösung angepasst werden, wenn das gewählte Druckverfahren in der Lage ist, Details in der Auflösung des Auges für den jeweiligen Betrachtungsabstand zu reproduzieren. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte die Bildauflösung eine ca. 1,5-fache Reserve zur Druckauflösung bzw. dem angenommen Betrachtungsabstand haben.

Beispiel 1: Bei einem Offsetdruck mit einer Rasterweite von 70 L/cm (178 Lpi) können Details bis 0,14 mm Breite sicher wiedergegeben werden, was auch den maximalen Radius der Schärfung definiert. Mit einer 1,5-fachen Reserve sollte die Bildauflösung mindestens 267 ppi betragen.

Beispiel 2: Bei einem Messestand, der aus 1 m Entfernung betrachtet wird, kann das normalsichtige Auge Details bis ca. 0,2 mm erkennen, wodurch der Radius der Schärfung bestimmt wird. Mit einer 1,5-fachen Reserve reicht hier eine Bildauflösung von 191 ppi aus.

Notizen and Tags

Eigene Notizen und Tags werden mit der ausgewählten Konfiguration verknüpft. Sie können dann verwendet werden, um die zugehörige Konfiguration mit Hilfe der Suche zu finden. 

Im Übersicht-Fenster kann beispielsweise ein Tag (oder eine Notiz) verwendet werden, um Konfigurationen zu finden, die auf diesem Tag (oder dieser Notiz) basieren. 

Tags können mit der blauen Plus-Schaltfläche hinzugefügt und mit der roten X-Schaltfläche aus einer Konfiguration entfernt werden. Durch Klicken auf das Plus kann entweder ein vorhandenes Tag ausgewählt oder ein neues Tag erstellt werden.

Tag-Verwaltung

Alle vorhandenen Tags werden in einer Tabelle unter Tag-Verwaltung aufgelistet. Sie kann über das Menü Werkzeuge geöffnet werden und ist besonders praktisch, wenn Tags in mehreren Konfigurationen bearbeitet oder entfernt werden sollen.

Die Spalte Verwendung gibt an, wie viele Konfigurationen ein bestimmtes Tag verwenden. Mit den Schaltflächen auf der rechten Seite können neue Tags eingetragen und bestehende Tags entfernt (betrifft alle Konfigurationen) oder umbenannt werden (betrifft ebenfalls alle Konfigurationen).

ZePrA | Konfiguration | PDF

PDF

Einstellungen für die PDF-Verarbeitung

Einstellungen für die PDF-Verarbeitung

Im Reiter Konfigurationen/PDF können Transparenzen/Überdrucken, PDF/X-spezifische Informationen, Erweiterte Einstellungen und PDF-Ebenen-Regeln definiert werden.

PDF/X-spezifische Informationen sind dann sinnvoll, wenn ZePrA zum Erstellen der Druckdaten eingesetzt wird. Die Druckerei, die diese PDF/X-Daten erhält, kann an den PDF/X-Einträgen erkennen, für welchen Druckstandard die angelieferten PDF/X-Dateien optimiert wurden.

ZePrA unterstützt die folgenden PDF/X-Standards:

  • PDF/X-1a
  • PDF/X-3
  • PDF/X-4
  • PDF/X- 5n

Transparenzen/Überdrucken

PDF/X

PDF/X-spezifische Informationen sind dann sinnvoll, wenn ZePrA zum Erstellen der Druckdaten eingesetzt wird. Die Druckerei, die diese PDF/X-Daten erhält, kann an den PDF/X-Einträgen erkennen, für welchen Druckstandard die angelieferten PDF/X-Dateien optimiert wurden.

PDF/X-Output-Intent: Der Output Intent ist ein Farbprofil, das den Druckfarbraum beschreibt, für den die PDF-Datei erzeugt wurde.

Der Output Intent einer Konfiguration kann über vier Vorgaben eingestellt werden:

Auswahl des PDF/X Output Intents

Zielprofil einbetten: Standardeinstellung. Das Zielprofil wird als Output Intent eingebettet

Anderes Profil einbetten: Ein manuell ausgewähltes Profil wird als Output Intent eingebettet

Kein Output Intent: Der Output Intent wird entfernt

Nicht ändern: Der Output Intent bleibt erhalten

Hinweis: Wenn im Reiter Dokument/Ziel unter Zielfarbraum ein Korrektur-DeviceLink-Profil ausgewählt wurde und unter Einstellungen die Checkbox Aktualisiertes Zielprofil anstelle des eingestellten Zielprofils einbetten aktiviert wurde, dann wird dieses korrigierte Zielprofil als Output Intent eingebettet.

Registrierter Name: Bezeichnet die Farbmessdaten, auf denen das Farbprofil des Output Intents beruht. Diese Information ist wichtig, da es zum Beispiel für Druckstandards von verschiedenen Anbietern Profile mit teilweise recht unterschiedlichen Namen gibt. Bekommt eine Druckerei PDF/X-Daten von Anwendern, die mit unterschiedlichen Profilen arbeiten, kann sie über Registrierter Name erkennen, ob es sich um ein Profil für einen Branchenstandard oder um ein individuelles Profil handelt.

Ausgabebedingung: Hier kann eingegeben werden, für welchen Druckstandard die PDF/X-Daten optimiert wurden.

Information: Hier können zusätzlich Kunden-, Auftrags-, Druckprozess- oder Profil-spezifische Angaben gemacht werden.

Name der Registry: Auf www.color.org führt der ICC ein Register für Farbmessdaten/Output-Conditions, die internationale Druckstandards repräsentieren. Arbeitet eine Druckerei mit vielen verschiedenen Lieferanten zusammen, ist es sinnvoll, sich auf einen beim ICC registrierten Namen/Output-Condition-Identifier zu verständigen.

Importieren: Wenn über Importieren eine PDF/X-Datei geladen wird, extrahiert ZePrA die darin enthaltenen PDF/X-Informationen. Eine manuelle Eingabe der Informationen ist dann nicht mehr notwendig.

Hinweis: In ColorLogics DeviceLink-Sets (DLS) mit den Endungen CoLoV3/V4/V5 sind Informationen hinterlegt, die von ZePrA automatisch in die entsprechenden Felder der PDF/X-Informationen übernommen werden können. Beim Erstellen von Warteschlangen mit dem Auto Setup sind keine manuellen Einträge in den PDF/X-Informationen notwendig, wenn ColorLogic-DeviceLinks verwendet werden. Ebenso sind keine manuellen Einträge notwendig, wenn ein Zielprofil verwendet wird, das von ZePrA als Standard-Ausgabeprofil erkannt wird.

Hinweis: Bei selbsterstellten DeviceLink-Profilen können Sie mit CoPrAs Werkzeug Profile Manager die Einträge, die zur automatischen Übernahme der PDF/X-Informationen in ZePrA benötigt werden, sehr einfach im Reiter Workflow vornehmen.

PDF-Objekte markieren (ICC-basiert): Weist nach der Farbkonvertierung jedem Objekt der PDF-Datei das Zielprofil zu. Kann verwendet werden, wenn eine PDF-Dateie keine PDF/X-Datei ist, aber sichergestellt werden soll, dass die Farbinformationen für Bilder und Vektoren mit dem Zielprofil korrekt definiert sind. Standardmäßig ist diese Option deaktiviert und wir empfehlen, sie nur in Ausnahmen zu verwenden.

Erweiterte Einstellungen

PDF-Passwörter: Passwörter in PDF-Dateien verhindern, dass die Daten konvertiert werden können. Geben Sie das Passwort hier ein, um den Passwortschutz aufzuheben und eine Konvertierung zu ermöglichen.

Seiten: Legt bei PDF-Dateien mit mehreren Seiten fest, welche Seiten konvertiert werden. Seiten können individuell gewählt werden, wenn sie unterschiedliche Farbkonvertierungen erfordern.

Auswahl der zu konvertierenden Seiten

Alle Seiten konvertieren: Standardeinstellung. Konvertiert alle Seiten des PDF-Dokumentes.

Nur diese Seiten konvertieren: Konvertiert nur die angegebenen Seiten eines mehrseitigen PDF Dokuments. Mehrere Seitenzahlen werden mit Kommas getrennt (zum Beispiel 3,5,8), Seitenbereiche werden mit einem Bindestrich angegeben (zum Beispiel 5-9).

Diese Seiten nicht konvertieren: Konvertiert alle Seiten mit Ausnahme der angegebenen Seite(n).

Diese Seiten konvertieren und den Rest entfernen: Extrahiert und konvertiert die angegebenen Seiten. Die restlichen Seiten werden entfernt.

Diese Seiten entfernen und den Rest konvertieren: Entfernt die angegebenen Seiten. Die restlichen Seiten werden konvertiert.

Zusätzliche Regeln zur Seitenauswahl können nach einem Klick auf den Pfeil definiert werden

Erhöhte RIP-Kompatibilität komplexer grafischer Elemente: ZePrA verarbeitet alle Objekte, inklusive Vektor-Verläufe (Shadings), mit höchster Genauigkeit und 16-Bit-Tiefe. Bei Verläufen, die in der Originaldatei als Funktionen angelegt sind, kann nur über hochaufgelöste LUT (look up table) eine korrekte Farbdarstellung erzielt werden. Leider können diese 16-Bit-Shadings und hochaufgelöste LUT in PDF-Dateien bei einigen RIPs (zum Beispiel EFI Fiery und Global Graphics MultiRIP) zu Verarbeitungsproblemen führen. Durch das Aktivieren dieser Funktion kann dies umgangen und zudem die Verarbeitungsgeschwindigkeit in diesen RIPs drastisch beschleunigt werden.

Standardmäßig ist diese Funktion deaktiviert (sowohl bei bereits bestehenden Konfigurationen als auch bei Konfigurationen, die mit dem Auto-Setup-Wizard neu erstellt werden). Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie nach der ZePrA-Konvertierung Verarbeitungsprobleme mit Ihrem RIP bemerken.

Private Daten anderer Anwendungen entfernen: Entfernt private Anwendungsdaten aus PDF-Dateien. Solche Daten können unter anderem von Adobe Photoshop oder Illustrator beim Speichern einer Datei als PDF optional mitgespeichert werden.


Auch andere Programme können diese sogenannten Piece-Informationen im PDF nutzen, um nicht öffentliche Anwendungsdaten in PDF-Dateien zu schreiben. Dies ermöglicht zum Beispiel das nachträgliche Öffnen und Editieren der Originaldatei in den zuvor genannten Applikationen. Solche Anwendungsdaten können jedoch bei farbkonvertierten Dateien missverständlich sein, da sie nicht konvertiert werden und ein erneutes Öffnen dieser Dateien in den genannten Applikationen eben nur die originalen Farbinformationen und nicht die konvertierten zeigen würde. Zudem sind PDF-Dateien, die Piece-Informationen beinhalten, unter Umständen deutlich größer. Um kleinere Dateien zu erhalten (ohne Piece-Informationen nach der Konvertierung von PDF-Dateien), aktivieren Sie die Funktion Private Daten anderer Anwendungen entfernen.

PDF-Ebenen

ZePrA 7 und höher unterstützt den Standard ISO 19593-1:2018 (Processing Steps für Verpackungen und Etiketten). Die im Verpackungssektor und anderen Segmenten der Druckindustrie verwendeten PDF-Dateien enthalten üblicherweise grafische Objekte, die gedruckt werden sollen und weitere grafische Objekte und Metadaten, die in anderen Schritten der Produktion des fertigen Druckproduktes gebraucht werden. Diese nicht gedruckten PDF-Objekte und Metadaten sind wichtig für Processing Steps wie zum Beispiel Stanzen oder Rillen.

Definition von Processing Steps: Schritt in der Herstellung von Druckprodukten, bei dem keine normale Druckfarbe auf eine Druckfläche aufgetragen wird. Beispiel: Schneiden, Drucken von Weiß, Lack oder ähnlichem. Eine Ebene wird an ihren Metadaten im Ebenenverzeichnis des PDFs (“optionale Inhaltsgruppe”) als Processing Step erkannt. Die Funktion funktioniert auch für Ebenen, die nicht durch den Standard “Processing Steps” abgedeckt sind. In diesem Fall wird der Ebenenname vom Benutzer angegeben.

Die Funktion PDF-Ebenen ermöglicht die Definition von Regeln, die festlegen, wie die einzelnen Ebenen verarbeitet werden. Bei der Anwendung auf PDF-Dateien kann somit der Inhalt ausgewählter Ebenen farbkonvertiert werden, während der Inhalt anderer ausgewählter Ebenen entweder unverändert bleibt oder gelöscht wird.

Exportieren und Importieren: Mit diesen Funktionen können Sie Einstellungen aus einer Konfiguration exportieren und in eine andere Konfiguration importieren.

Vorgehensweise

Das Fenster Verarbeitungsregel für PDF-Ebene kann mit einem Klick auf Neu oder einem Doppelklick auf eine Regel geöffnet werden. Jede Regel legt die Verarbeitung der ausgewählten Ebene(n) fest. Die folgenden Optionen stehen zur Verfügung:

Ebenenname: Geben Sie den Namen der Ebenen ein, die einer Verarbeitung zugeordnet werden soll. Ebenennamen können Platzhalter enthalten, zum Beispiel bedeutet * alle Ebenennamen.

Unsichtbare Ebenen: Wählt alle Ebenen aus, die ausgeschaltet sind und daher in PDF-Viewern wie Acrobat nicht sichtbar sind.

Processing Steps (ISO 19593-1): Definiert Ebenen, die nach ISO 19593-1 als Processing Step gekennzeichnet sind. Der Typ des Processing Steps kann aus dem Menü ausgewählt werden. Alle bedeutet alle Processing Steps. Benutzerdefiniert meint einen Processing Step-Namen, wie er im Textfeld angegeben ist.

Die Verarbeitung definiert, wie eine ausgewählte Ebene behandelt werden soll:

Normale Verarbeitung: Die Ebene wird wie gewohnt konvertiert.

Nicht konvertieren: Schließt die Ebene von der Farbkonvertierung aus.

Entfernen: Die Ebene wird aus der konvertierten PDF-Datei entfernt.

Allgemeine Anmerkungen

  • In PDF-Dateien können grafische Elemente mit einer beliebigen Anzahl an Ebenen versehen sein. Für jedes Element durchsucht ZePrA die Liste der Ebenenregeln von oben nach unten nach einer Regel, die dem Ebenennamen dieses Elements entspricht. Die erste gefundene übereinstimmende Regel wird dann angewendet. Nachfolgende Regeln werden ignoriert, das heißt, es wird nur eine Regel auf jedes grafische Element angewendet.
  • Wenn ein Element mehr als einer Ebene zugeordnet ist und es mehrere übereinstimmende Regeln für diese Ebenen mit unterschiedlichen Verarbeitungsoptionen gibt, zum Beispiel wenn die erste Ebene auf Nicht konvertieren und die nächste auf Entfernen gesetzt ist, hängt das Ergebnis von der Reihenfolge ab, in der die Regeln in der Liste erscheinen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Ebenenregeln in ZePrA in einer geeigneten Reihenfolge auflisten. Öffnen Sie das Kontextmenü, um mit Ausschneiden und Einfügen die Position von Ebenen in der Tabelle zu ändern.
  • Ebenen, die auf Entfernen gesetzt sind, werden aus der Liste der OCProperties entfernt und erscheinen nicht in der Ebenenübersicht von Adobe Acrobat.
  • Sonderfarbenkonvertierungen von Sonderfarben, die zusammen mit Ebenen entfernt wurden, erscheinen nicht im Job-Report.
  • Wenn eine Datei flachgerechnet wird, wird ihre Ebenenstruktur zerstört. Um eine Ebene zu erhalten, extrahiert ZePrA sie daher vor dem Flachrechnen aus dem PDF und führt sie anschließend wieder ein.
  • Ein möglicher Ausnahmefehler kann auftreten, wenn Ebenenregeln Ebenen vor der Konvertierung schützen, diese jedoch am Ende der PDF-Verarbeitung in ZePrA mit anderen Elementen zusammen geführt werden. Das bedeutet, wenn in der Originaldatei ein Teil einer nicht konvertierten Ebene durch ein anderes Element verdeckt ist, das später gedruckt wird, ist diese Ebene in der konvertierten Datei nicht mehr verdeckt. Derzeit gibt es für dieses Problem keine Lösung, andererseits könnte es in der Praxis bedeutungslos sein.
  • ZePrA kann eine Datei in PDF rastern, ohne die Ebenen zu verändern. Das Ergebnis ist ein einzelnes Bild, das das gerasterte Dokument mit den oben liegenden Ebenen enthält.

ZePrA | Konfiguration | Sonderfarben

Sonderfarben

Sonderfarben-Konvertierungen anpassen

Sonderfarben

Das Sonderfarbenmodul von ZePrA verfügt über die genauesten Methoden um Sonderfarben aus PDF-Dateien in CMYK-, RGB- oder Multicolor-Farbräume zu konvertieren. Es erfordert eine Sonderfarbenlizenz, die in ZePrA XXL enthalten ist, es kann aber auch als Zusatzmodul erworben werden.

Das Sonderfarbenmodul

  • ist Teil von ZePrA XXL, einschließlich einer Multicolor-Lizenz.
  • ist als Add-on für ZePrA erhältlich (erfordert eine Sonderfarbenlizenz).
  • ist Teil des Multicolor-Add-ons (erfordert eine Multicolor-Lizenz).

So erzielen Sie das bestmögliche Druckergebnis:

  1. Erstellen Sie eine Sonderfarbenbibliothek. Zur Erzielung bestmöglicher Ergebnisse sollten Sie versuchen, die Farbwerte von Sonderfarben so genau wie möglich zu ermitteln und zu messen, entweder basierend auf dem Druckverfahren, einem Proofer oder den Anforderungen der Kunden. Je vollständiger eine Sonderfarbenbibliothek ist, desto besser kann ZePrA Sonderfarben aus PDF- und Bilddateien automatisch in den Zielfarbraum konvertieren. Die Sonderfarbenbibliotheken in ZePrA enthalten grundlegende Beschreibungen der Sonderfarben, zum Beispiel Messwerte des Volltones und der Abstufungen, Messungen auf Weiß und Schwarz, Opazität und Informationen darüber, ob es sich um nicht druckende Kanäle handelt, wie Schnittmarken, Registermarken oder dergleichen.
  2. Als Alternative zu separaten Sonderfarbenbibliotheken können CxF/X-4-Spektraldaten für Sonderfarben eingebunden werden und mit den PDF-Dateien wandern. ZePrA kann diese Informationen nutzen und so eingestellt werden, dass diese dynamischen Daten gegenüber der Bibliothek bevorzugt werden. Weitere Informationen finden Sie weiter unten unter Sonderfarbenbibliotheken.
  3. Wenden Sie die Sonderfarbenbibliotheken oder CxF/X-4-Daten der Konfiguration auf die PDF- und Bilddateien an. Geben Sie im Fenster Konfigurationen/Sonderfarben an, wie die Sonderfarben in den Zielfarbraum konvertiert werden sollen. Alle Konfigurationen greifen auf diese grundlegenden Beschreibungen aus den Sonderfarbenbibliotheken zurück, um die präzisesten Lab- oder Spektralwerte zu bestimmen.

Konvertieren von Sonderfarben in pixelbasierte Formate: Sonderfarben aus Bilddateien (ZePrA unterstützt die Pixelformate TIFF, PSD und PSB) können konvertiert werden, indem die Sonderfarben als Alphakanäle mit Sonderfarbenattribut erzeugt werden.  

Ohne Sonderfarbenmodul: Die in der PDF-Datei angegebenen alternativen Farbraumfarben werden verwendet, um Sonderfarben in den Zielfarbraum zu konvertieren, was zu einer verminderten Qualität führt. Weitere Informationen finden Sie weiter unten unter Arbeiten ohne Sonderfarbenlizenz.

Hinweis: In vielen Fällen führt die Standardkonvertierung ohne Verwendung einer benutzerdefinierten Sonderfarbenbibliothek weder zu einer ausreichend guten Wiedergabe der Sonderfarbe noch zu einer gut druckenden Ersatzprozessfarbe.

Beibehaltung benutzerdefinierter Sonderfarben: Die Beibehaltung benutzerdefinierter Farben ist für die Druckproduktion von entscheidender Bedeutung. Dies ist beispielsweise im Verpackungsdruck erforderlich, wenn Bereiche für Stanz-, Blindenschrift-, Lack-, Falz- und Schnittmarken erhalten bleiben sollen.

Sonderfarben konvertieren

Sonderfarbenobjekte können in CMYK, RGB oder Multicolor konvertiert werden. So werden Sonderfarben in CMYK konvertiert, wenn das in ZePrA definierte Zielprofil ein CMYK-Profil ist.

Es gibt drei Möglichkeiten, Sonderfarben zu verarbeiten:

  1. Sonderfarben nicht konvertieren: Alle Sonderfarbenobjekte bleiben unverändert. Verwenden Sie bei Bedarf das Werkzeug Gradationen, um zusätzliche Tonwertkorrekturen an Sonderfarbverläufen vorzunehmen.
  2. Sonderfarben konvertieren: Sonderfarben werden in Prozessfarben konvertiert. Im Digitaldruck müssen Sonderfarben konvertiert werden.
  3. Konvertieren mit PDF-Ersatzfarbe und BerechnungsvorschriftBenutzt die Ersatzwerte (Alternate Color Space und Tint Transform), die im PDF für die jeweilige Sonderfarbe hinterlegt ist. Dies führt zu einer qualitativ deutlich schlechteren Wiedergabe, als wenn eine Sonderfarbenbibliothek mit Spektraldaten und Gradienten und die ColorLogic-Berechnungsmethoden verwendet werden. Die Option dient dem Vergleich zu Ergebnissen, die mit PDF-Viewern und Preflight-Tools erzielt werden, wenn damit Konvertierungen von Sonderfarben durchgeführt würden.
    Hinweis: Beachten Sie, dass die hochwertigen ColorLogic-Berechnungsmethoden in diesem Fall nicht angewendet werden.

Alle weiteren Schritte erfordern das Sonderfarbenmodul.

Sonderfarben-Bibliotheken

Wählen Sie eine oder mehrere Sonderfarben-Bibliotheken, die primär für die Konvertierung verwendet werden sollen. Sonderfarben-Bibliotheken können über die Schaltfläche rechts neben der Bibliothekenanzeige gewählt werden.

 Auswahl der Sonderfarben-Bibliothek

Zu verwendende Sonderfarben-Bibliotheken: Wählen Sie eine oder mehrere Sonderfarbenbibliothek(en).

Andere Bibliotheken durchsuchen: Durchsucht weitere Bibliotheken nach passenden Sonderfarbennamen. Die standardmäßige Verwendung dieser Option wird nicht empfohlen, da die Möglichkeit besteht, dass automatisch eine Sonderfarbe aus einer Bibliothek ausgewählt wird, die nicht den Möglichkeiten des Zieldruckers entspricht.

Beispiel: Wenn eine der Sonderfarben-Bibliotheken eine Sonderfarbe enthält, die auf OPP-Folie gedruckt wurde, das Zielprofil jedoch auf Papier, würde dies nicht zusammenpassen. Daher wird empfohlen, manuell die Bibliotheken auszuwählen, die am besten zu den Anforderungen des Druckers passen.

Sonderfarbenbibliotheken priorisieren
Die oberste Bibliothek hat höchste Priorität, die anderen werden in der Reihenfolge von oben nach unten berücksichtigt. Mit den Schaltflächen Ganz nach oben, Nach oben, Nach unten und Ganz nach unten kann die Reihenfolge der ausgewählten Bibliotheken geändert werden.

Ganz nach oben: Verschiebt die ausgewählte Sonderfarbenbibliothek an den Anfang der Liste.
Ganz nach unten: Verschiebt die ausgewählte Sonderfarbenbibliothek ans Ende der Liste.

Weitere Optionen für die Sonderfarbenkonvertierung

Eingebettete CxF-Daten: Verwendet automatisch CxF/X-4 Spektraldaten für Sonderfarben in der PDF-Datei. CxF/X-4 ist seit 2015 ISO-Standard und wurde entworfen, um das Verhalten von Sonderfarben besser zu definieren. Dies kann spektrale Informationen über Volltonfarben und ihr Überdruckverhalten beinhalten. Diese Informationen ermöglichen Farbmanagementsystemen (wie ZePrA) eine bessere Proof-Produktion und Reproduktion von Sonderfarben.

Hinweis: Mit ColorAnt L (ab Version 5) können CxF/X-4-Daten in PDF/X-Dateien eingebettet werden (CxF/X-4 einbetten).

 Zu verwendende Sonderfarben-Bibliotheken

Lab-Werte aus PDF-Ersatzfarben: Verwendet den alternativen Lab-Farbraum anstelle einer Bibliothek. Neuere Versionen von Adobe InDesign speichern Lab-PDF-Ersatzfarbwerte anstelle von CMYK in der PDF-Datei. Wenn Sonderfarben keine CxF-Werte aufweisen oder nicht in einer Sonderfarben-Bibliothek verfügbar sind, kann der alternative Lab-Wert aus der PDF-Datei verwendet werden.

Hinweis: Wenn der alternative Farbraum in der PDF-Datei kein Lab-, sondern, zum Beispiel, ein CMYK-Farbraum ist, wird er nicht verwendet und von ZePrA als undefiniert eingestuft.

Undefinierte Sonderfarben

Legt fest, wie Sonderfarben, die weder in einer Bibliothek enthalten sind, noch in der unteren Tabelle im Reiter Sonderfarben definiert sind, konvertiert werden sollen.

  • PDF-Ersatzfarbe (Alternate Color Space) verwendenUndefinierte Sonderfarben werden durch die eventuell ungenauere im PDF-hinterlegte Ersatzfarbe konvertiert, was zu qualitativ schlechteren Ergebnissen führen kann.
    Hinweis: Beachten Sie, dass die hochwertigen ColorLogic-Berechnungsmethoden in diesem Fall nicht angewendet werden.
  • Sonderfarbe erhalten: Alle undefinierten Sonderfarben werden erhalten und nicht konvertiert.
  • Datei in Fehlerordner verschieben: Wenn eine undefinierte Sonderfarbe gefunden wird, zeigt ZePrA eine Fehlermeldung für den entsprechenden Job auf der Übersicht-Seite. Die Datei wird in den Fehler-Ordner der entsprechenden Warteschlange verschoben.
    Hinweis: Dateien können mehrere undefinierte Sonderfarben enthalten, auch wenn nur eine angezeigt wird.
Berechnungsmethode

Die Berechnungsmethode gibt an, wie eine Sonderfarbe, eine Kombinationen aus Sonderfarben und Prozessfarben, oder mehreren Sonderfarben zum Zielfarbraum konvertiert werden.

 Auswahl der Berechnungsmethode

Fünf Berechnungsmethoden sind verfügbar:

  1. Höchste Genauigkeit – Proofen: Ist geeignet, um Sonderfarben auf einem Proofdrucker so präzise wie möglich wiederzugeben. Diese Methode ist nicht für die Produktion gedacht, da sie unter Umständen für die Sonderfarben-Simulation alle Prozessfarben verwendet, um das beste Ergebnis zu erzielen (basierend auf DeltaE 2000). Der Vollton wird berechnet mit dem Ziel, den kleinstmöglichen DeltaE 2000 Wert zu erzeugen. Es wird keine Kanalreduzierung oder Druckoptimierung angewandt.
  2. Visuelle Genauigkeit – mehr Kanäle nutzen: Die visuell beste Konvertierung mit hoher Farbgenauigkeit und guten Druckeigenschaften. Volltöne und Gradienten der Sonderfarben werden mit minimaler Kanalanzahl konvertiert und bleiben immer noch farbmetrisch akkurat. Sonderfarben, die mit anderen Prozess- oder Sonderfarben kombiniert sind, können nach der Konvertierung aus mehreren Prozessfarben aufgebaut sein. Diese Option ist für Digitaldruck, Großformat-Inkjet-Druck, Proofing oder Offsetdruck mit einer feinen Rasterweite geeignet.
  3. So wenig Kanäle wie möglich verwenden: Gut geeignet, um Volltöne und Gradienten der Sonderfarben mit minimaler Kanalanzahl zu konvertieren und immer noch farbmetrisch akkurate Ergebnisse zu liefern. Überdruckende Sonderfarben bestehen nach der Konvertierung aus möglichst wenigen Prozessfarben des Zielfarbraums. Gute Methode für den Verpackungsdruck, wo bevorzugt reine Farben produziert werden sollen. Ein- oder Zweifarbenkombinationen werden auch in die Suche nach der bestmöglichen Farbkombination aufgenommen.
  4. Sonderfarbe auf maximal drei Ausgabekanäle abbilden: Ähnelt der Berechnungsmethode So wenig Kanäle wie möglich verwenden, stellt aber sicher, dass nicht mehr als maximal drei Kanäle verwendet werden. Wählen Sie dieses Verfahren für den Verpackungsdruck, bei dem möglichst reine Farben erzeugt werden sollen und nicht mehr als drei Prozessfarben für die Sonderfarbenkonvertierung verwendet werden dürfen. Bei der Suche nach der besten Farbkombination werden auch Ein- und Zweifarbenkombinationen berücksichtigt.
  5. Sonderfarbe auf maximal zwei Ausgabekanäle abbilden: Die beste Methode für die Produktion mit ein oder zwei Prozessfarben. Sie liefert automatisch die bestmögliche farbmetrische Darstellung für jede Sonderfarbe mit maximal zwei Kanälen. Das Ergebnis ist, eine Separation, die sich daher einfach drucken lässt, aber nicht unbedingt farbmetrisch sehr genau sein muss. Es wird empfohlen, diese Funktion nur für eigene individuell erstellte Sonderfarben zu verwenden.

ZePrA konvertiert Sonderfarben automatisch visuell und druckoptimiert (kanalminimiert). Eine visuell optimierte Konvertierung bevorzugt die niedrigste visuelle Farbdifferenz basierend auf der ColorLogic-eigenen DeltaE-Methode. Dies kann dazu führen, dass mehr Prozessfarben verwendet werden, um die Sonderfarbe zu simulieren.

Unsere Methode zur Kanalreduzierung priorisiert die Verwendung möglichst weniger Kanäle, wobei dennoch ein niedriger DeltaE 2000 Wert erhalten bleibt. Kanäle werden nur dann nicht genutzt, wenn die resultierende Farbe die Sonderfarbe noch immer gut abbildet.

Abstufungen von Sonderfarben werden nur mit den Prozessfarben gedruckt, die Sie für die Volltöne entweder manuell oder mit Hilfe der Auto-Funktion definiert haben. Außerdem werden Kombinationen von Sonderfarben mit Prozess- oder anderen Sonderfarben in den Dateien analysiert und mit einer der fünf Berechnungsmethoden zum Zielfarbraum konvertiert.

Hinweis: Die von ColorLogic entwickelte DeltaE-Methodik ist der DeltaE2000-Methode sehr ähnlich, ist aber in bestimmten Bereichen besser geeignet, insbesondere bei größeren Farbunterschieden, für die sich DeltaE2000 als nicht gut geeignet erwiesen hat.

Gamut-Warnung

Das Sonderfarben-Modul ermöglicht bei der Konvertierung von Sonderfarben zu Prozessfarben eine extrem genaue Farbwiedergabe. Es ist jedoch möglich, dass einige Sonderfarben außerhalb des druckbaren Bereichs des Zielprofils liegen und deshalb eine präzise Umsetzung verhindern. Für diesen Fall kann unter Gamut-Warnung ein deltaE Limit (dE 2000) eingestellt werden, um eine Warnmeldung zu erhalten.

Auswahl der Gamut-Warnung

Wählen Sie eine Gamut-Warnung aus:

  • Keine: Es werden keine Warn- oder Fehlermeldungen während der Sonderfarben-Konvertierung zum Zielfarbraum angezeigt.
  • Warnung anzeigen und fortfahren: Während der Konvertierung von Sonderfarben zum Zielfarbraum wird eine Warnung angezeigt, wenn das eingestellte dE2000 Limit überschritten wird. Gleichzeitig wird die verarbeitete Datei in der Jobs und Warteschlangenübersicht gelb hinterlegt angezeigt. Die Datei wird anschließend konvertiert und in den Ziel-Ordner verschoben.
  • Als Fehler behandeln: Die Datei wird nicht konvertiert und rot hinterlegt  in der Jobs und Warteschlangenübersicht angezeigt. Anschließend wird die Datei in den Fehler-Ordner verschoben.
  • Sonderfarbe erhalten und Warnung anzeigen: Die Sonderfarbe, die eine Warnung verursacht, wird nicht konvertiert, sondern beibehalten. Alle anderen Sonderfarben werden konvertiert. Die berechnete Datei wird gelb hinterlegt in der Jobs und Warteschlangenübersicht angezeigt und in den Ziel-Ordner oder in den Ziel-Ordner im Warnungsfall (wenn dieser Ordner unter Warteschlangen eingerichtet wurde) verschoben.

Hinweis: Gamut-Warnungen für Sonderfarben können ignoriert werden. Siehe Details unter Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe.

Sonderoptionen

Der Dialog Sonderoptionen ermöglicht es, den Mischfarbraum, die Linearität der Abstufungen und andere allgemeine Konvertierungseinstellungen zu definieren. Wenn Sie die Standardeinstellungen verwenden, wird die Meldung Standardeinstellungen werden verwendet neben der Schaltfläche Sonderoptionen angezeigt.

Mischfarbraum: Definiert den Farbraum, der für die Berechnung von Überdrucken und Abstufungen verwendet werden soll. Während Sonderfarben immer in das als Zielfarbraum definierte ICC-Profil konvertiert werden, können die Überdrucke und Abstufungen entweder als Simulation des Dokuments oder des Zielfarbraums angenommen werden. Die folgenden Optionen sind im Drop-down-Menü verfügbar:

  • Automatisch (Standard): Verwendet hauptsächlich das als Zielfarbraum definierte Profil, aber der Dokumentfarbraum wird verwendet, wenn ein RGB-Arbeitsflächenprofil als Zielprofil ausgewählt wird (siehe Beispiel 3 unten).
  • Zielfarbraum: Verwendet das Zielprofil für alle Überdruck- und Abstufungsberechnungen. Beispiel: Typischer Produktionsdruck mit Sonderfarben, die in den Zielfarbraum konvertiert werden.
  • Dokumentfarbraum: Alle Berechnungen verwenden das Dokumentenprofil.
    Beispiel 1: Beim Proofen wollen wir prüfen, wie ISO coated V2 und zwei Sonderfarben visuell zusammenwirken (Überdrucke der Sonderfarben mit CMYK) und nicht, wie die beiden Sonderfarben im Proofdruckerprofil überdrucken.
    Beispiel 2: Wenn das Zielprofil ein RGB-Tintenstrahldrucker für den Textdruck ist, würden wir dennoch Sonderfarbeneigenschaften aus einem Referenzdaten- oder Referenzprofil (Dokumentfarbraum) anstelle des Zielprofils auswählen.
    Beispiel 3: Für das Softproofing einer CMYK+Sonderfarben-Datei wollen wir die Abstufungen und Überdrucke im RGB-Monitor-Farbraum (oder AdobeRGB etc.) nicht sehen. Stattdessen wollen wir sehen, wie die Abstufungen und Überdrucke aussehen würden, wenn sie zusammen mit CMYK (Dokumentfarbraum) gedruckt würden und das sollte dann auf den RGB-Monitor-Farbraum gerendert werden.

Linearität: Definiert, wie Abstufungen von Sonderfarben berechnet werden. Dies ist besonders wichtig, wenn keine Abstufungen vorhanden sind (keine Messungen auf weißem Hintergrund) und nur der Vollton einer Sonderfarbe definiert ist. Im Drop-down-Menü stehen zwei Optionen zur Verfügung:

  • Automatisch: Wenn die Abstufungen einer Sonderfarbe verfügbar sind (Messungen auf weißem Hintergrund), werden sie als Sollwerte verwendet. Wenn nur der Vollton einer Sonderfarbe definiert ist, wird die durchschnittliche Linearität des entsprechenden ICC-Profils verwendet. Das zu verwendende Profil hängt von der Einstellung von Mischfarbraum ab.
  • ISO 20654: Verwendet die ISO-Methode, um die Linearität der Abstufungen zu berechnen.
    Hinweis: Wenn die Sonderfarbenbibliothek oder die CxF/X-4-Daten Abstufungen aufweisen, wird der Farbton der Abstufungen für die Berechnung verwendet, aber die Linearität wird nach ISO 20654 berechnet. Diese Option würde also die aus den Abstufungsmessungen abgeleitete Linearität mit der Linearität nach ISO 20654 anpassen.

Dot-on-Dot-Kombinationen verhindern: Aktivieren dieser Checkbox verhindert Prozessfarbkombinationen, die Moiré-Effekte im AM-Druck erzeugen könnten, wie beispielsweise Cyan und Orange, Magenta und Grün oder Schwarz und Violett.

Beispiel: Wenn der Zielfarbraum ein mehrfarbiges Profil ist und der Druck mit AM-Rasterung erfolgt, dann stehen vor allem Cyan und Orange, Magenta und Grün sowie Schwarz und Violett im gleichen Winkel, was Moiré oder andere Dot-on-Dot-Effekte erzeugen könnte, wenn sie zusammen gedruckt werden.

Das Aktivieren der Checkbox verhindert die oben aufgeführten typischen Farbkombinationen und damit Moiré oder andere Dot-on-Dot-Effekte. Wenn diese Option deaktiviert ist, kann die Sonderfarbenkonvertierung jedoch eine beliebige Kombination von Prozessfarben verwenden.

Hinweis: Wenn Sie die Checkbox aktivieren, kann dies eine perfekte Farbabstimmung beeinträchtigen.

Sonderfarbe “All” nicht konvertieren: Registermarken und andere schwarze Druckermarken werden oft mit der spezifischen Sonderfarbe “All” erstellt. Um die Konvertierung dieser speziellen Sonderfarbe in den Zielfarbraum zu vermeiden, wird durch Aktivieren der Option Sonderfarben konvertieren automatisch die Checkbox Sonderfarbe “All” nicht konvertieren aktiviert.

Minimaler Tonwert für Ausgabewerte (0-20): Ermöglicht es den minimalen Tonwert für die Sonderfarben-Konvertierung anzugeben.Tonwerte unterhalb dieses Schwellwertes werden nicht erzeugt. Diese Funktion ist besonders für den Flexodruck relevant.

Beispiel: Wenn Tintendrucke unter 3 % instabil sind, sollten Sie 3 als Grenzwert eingeben. ZePrA wird dann keine Prozessfarbe unterhalb von 3 % erzeugen.

Hinweis: Wenn diese Funktion genutzt wird und der Grenzwert ist zu hoch, kann es passieren, dass eine konvertierte helle Sonderfarbe in höheren DeltaE Werten resultiert. Setzen Sie die Prozentangabe mit Sorgfalt.

Schwarzstart: Definiert den Startwert für die Verwendung von Schwarz bei Sonderfarbenkonvertierungen.
Hinweis: Normalerweise wird bei der Konvertierung von Sonderfarben zu Prozessfarben Schwarz verwendet, wann immer dies möglich ist. In einigen Anwendungen kann dies bei hellen Farben jedoch zu “peppering effects” führen, wenn mit niedriger Auflösung gedruckt wird. In diesem Fall wird mit einem späten Schwarzstart mehr von den anderen Prozessfarben verwendet, und mit einem sehr späten Schwarzstart kann erzwungen werden, dass überhaupt kein Schwarz beim Aufbau von Prozessfarben verwendet wird.

Druckreihenfolge

Druckreihenfolge für Sonderfarben

Ein weiterer Aspekt, der in Verbindung mit der Opazität eine Rolle spielt, ist die Druckreihenfolge für transparente Sonderfarben (sehen Sie auch Sonderfarben-Bibliotheken).

Bei der Konvertierung von Sonderfarben spielt die Druckreihenfolge eine wichtige Rolle. So gibt es beispielsweise einen Unterschied in der Farbwiedergabe, je nachdem, ob die Sonderfarbe Silber auf oder unter der Sonderfarbe Orange gedruckt wird, wie in den beiden folgenden Beispielen gezeigt (rechts: Silber auf Orange, links: Orange auf Silber).

Der Dialog Druckreihenfolge bietet mehrere Optionen, um die Reihenfolge von Sonderfarben entsprechend den Anforderungen Ihres Druckers zu definieren. Bezieht sich nur auf Sonderfarben. Prozessfarben wie CMYK oder die Kanäle eines mehrfarbigen Zielprofils können hier nicht definiert werden.

Die PDF-Spezifikation ermöglicht das Speichern der Druckfarbenfolge in der PDF-Datei. Wenn die Druckreihenfolge in der PDF-Datei korrekt definiert ist und die Checkbox Angaben zur Druckreihenfolge im Dokument berücksichtigen aktiviert ist, verwendet ZePrA diese Informationen, ohne alle Sonderfarben manuell in die richtige Reihenfolge bringen zu müssen. Bitte beachten Sie, dass diese Funktion von Programmen zur PDF-Erstellung nur selten richtig eingestellt oder verwendet wird. Wenn diese Option aktiviert ist, überschreibt sie die drei folgenden Optionen und verwendet die Dokumenteinstellungen. Falls jedoch keine Dokumenteinstellungen verfügbar sind, wird eine der folgenden Optionen verwendet:

  1. Dunkel -> Hell: Sortiert automatisch alle Sonderfarben von den dunklen zu den hellen L*-Werten. Dies ist eine typische Farbfolgeeinstellung im Flexo- und Offsetdruck und die Standardeinstellung in ZePrA.
  2. Hell -> Dunkel: Sortiert die Sonderfarben automatisch von hellen nach dunklen L*-Werten.
  3. Eigene Druckreihenfolge: Wird in Verbindung mit den Schaltflächen Hinzufügen und Löschen unterhalb der Tabelle ausgeführt. Fügen Sie die Namen der Sonderfarben hinzu und ordnen Sie die gewünschte Druckreihenfolge von oben nach unten mit den Schaltflächen Nach oben und Nach unten an.

Hinweis: Es müssen mindestens zwei Sonderfarben definiert werden, um anwendbar zu sein.

ZePrA kann die Druckreihenfolge von PDF-Dateien nur dann richtig interpretieren, wenn Objekte, die aus mehreren Sonderfarben und/oder Prozessfarben bestehen, gemeinsam in einem DeviceN-Objekt erstellt wurden – siehe auch Überdrucken auflösen unter Transparenzen/Überdrucken.

Hinweis: Die Druckreihenfolge von Sonderfarben in Bilddateien wie PSD- oder TIFF-Dateien wird durch die Reihenfolge ihres Auftretens im Kanalfenster bestimmt, wobei der oberste Kanal als oberste Sonderfarbe druckt. Daher haben die Einstellungen des Dialogs Druckreihenfolge keinen Einfluss auf Bilddateien.

Die Druckreihenfolge für Bilder kann jedoch in Photoshop definiert werden:

  1. Wählen Sie den Reiter Kanäle (in Photoshop)
  2. Ordnen Sie die Kanäle manuell in der benötigten Reihenfolge an
  3. Speichern Sie die Photoshop-Datei mit der benutzerdefinierten Kanalreihenfolge und verwenden Sie sie in ZePrA
CIE-Konvertierung

Die CIE-Konvertierung ist besonders hilfreich für spezielle Anwendungen, wie dem Textildruck. In der Textilindustrie beträgt die Standardbeleuchtung D65 und der Standardbeobachter 10 Grad. Die für die Konvertierung verwendeten Lab-Werte können durch Auswahl der gewünschten Beleuchtung und des Beobachterwinkels geändert werden. Änderungen gelten nur für spektral definierte Sonderfarben und sind nur sinnvoll, wenn das Zielprofil mit einer passenden Beleuchtung und einem passenden Beobachter erstellt wurde.

Hinweis: Die Standardeinstellung beträgt D50 und 2 Grad.

Typischerweise sind Druckerprofile für D50-Betrachtungsbedingungen optimiert, für unterschiedliche Aufgaben, zum Beispiel Fotos in einer Galerie unter Glühlampenlicht (entspricht in etwa dem Betrachtungszustand A) oder Präsentationsdisplays unter einer Messebeleuchtung mit suboptimalen Lichtverhältnissen (zum Beispiel Leuchtstofflicht), können die Lichtverhältnisse bei der Profilerstellung jedoch berücksichtigt werden.

Wählen Sie dazu eine der drei vordefinierten Beleuchtungen oder geben Sie gemessene Werte manuell als Kelvin– oder als XYZ-Werte ein.

Alternativ können Sie auch einfach eine Messdatei (TXT- oder CSV-Datei) des gemessenen Lichts per Drag-and-Drop auf das Wertefeld ziehen. ZePrA extrahiert den Weißpunkt aus der Datei und zeigt den Wert an.

Um eine spektrale Lichtmessung auszuwählen, wählen Sie den Eintrag Emission im Drop-down-Menü Beleuchtung und wählen Sie dann im folgenden Dialog Ihre Messdatendatei aus oder ziehen Sie Ihre Messdatendatei einfach per Drag-and-Drop in das Drop-down-Menü.

Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe

Einzelne Sonderfarben können innerhalb einer Konfiguration angepasst werden. Diese Funktion ermöglicht es, spezifische Regeln auf eine Sonderfarbe anzuwenden, die dann anders behandelt wird als in der allgemeinen Einstellung für die Sonderfarbenkonvertierung festgelegt.

Dieses Werkzeug ist auch nützlich, um das Konvertierungsergebnis und die DeltaE-Ergebnisse einer einzelnen Sonderfarbe zu überprüfen. Die in der Tabelle aufgeführten Sonderfarbenregeln können bearbeitet oder gelöscht werden.

Erstellen neuer Sonderfarbenregeln

Klicken Sie auf Neu, um den Dialog Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe zu öffnen und wählen Sie die einzustellende Sonderfarbe durch Eingabe des Namens dieser Sonderfarbe aus.

Die Verarbeitung einer Sonderfarbe kann genau definiert werden.

Wenn eine Sonderfarbe angezeigt wird:
Wenn die Sonderfarbe in den Farbbibliotheken unter dem eingegebenen Namen verfügbar ist, werden die Namen der Bibliotheken neben Bibliothek angezeigt, und der Lab-Farbwert zusammen mit einer farbgetreuen Vorschau dieser Sonderfarbe wird im unteren Informationsbereich angezeigt.

Wenn mehrere Bibliotheken angezeigt werden, existiert der gleiche Spotfarbenname mehr als einmal und Sie müssen die richtige Bibliothek für diese Konfiguration auswählen.

Wenn die Sonderfarbe nicht angezeigt wird:
Falls die Sonderfarbe in keiner der Bibliotheken vorhanden ist, bleibt Bibliothek deaktiviert.
Hinweis: Prüfen Sie die Schreibweise des Sonderfarbennamen. Überprüfen Sie Groß- und Kleinbuchstaben und verwenden Sie Wildcards. Unterstriche in Namenselementen werden als Leerzeichen interpretiert.

Verwendung von Wildcards
Wenn identische Sonderfarben unterschiedliche Namen haben, sollten Sie bei der Eingabe des Kanalnamens mit Wildcards arbeiten. Um beispielsweise eine Sonderfarbe mit dem Namen Pantone 123c oder Pantone 123 CVC mit derselben Bibliothek zu verarbeiten, verwenden Sie die Wildcard (?), um genau eine Zahl oder Buchstabenkombination hinter der Wildcard zu ersetzen, oder verwenden Sie die Wildcard (*), um alle Kombinationen zu ersetzen. Die Eingabe von Pantone 123* bezieht sich auf Sonderfarben namens Pantone 123C oder Pantone 123 CVC.

Alias von: Wenn der Name der Sonderfarbe nicht gefunden wurde (zum Beispiel weil Sie eine Wildcard verwendet haben), geben Sie einen Alias an. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Auswählen neben der Bibliothek. Das Dialogfeld Sonderfarbe auswählen wird geöffnet. Wählen Sie die gewünschte Bibliothek aus und alle Sonderfarben dieser Bibliothek werden angezeigt.

Wählen Sie den Namen der Sonderfarbe aus und klicken Sie auf OK.

Hinweis: Verwenden Sie das Suchfeld unterhalb der Tabelle, um die Suche zu vereinfachen. Geben Sie einfach einen Teil des Namens ein und alle Sonderfarben mit Namen, die diese Zeichenkette enthalten, werden sofort angezeigt. Klicken Sie auf das X-Symbol, um Ihren Suchbegriff zu löschen.

Der Aliasname der Sonderfarbe wird nun im Dialogfeld Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe angezeigt und für die weitere Verarbeitung verwendet.

Hinweis: Wenn die als Alias ausgewählte Farbe bereits in der Tabelle angelegt wurde, wird die in der Tabelle eingerichtete Farbkonvertierung verwendet. Dadurch wird sichergestellt, dass identische Farben immer auf die gleiche Weise verarbeitet werden.

Verarbeitung: Die Verarbeitung von Sonderfarben umfasst fünf Verarbeitungsmöglichkeiten.

  1. Zielwerte: Dies ist die Standardeinstellung für die Konvertierung von Sonderfarben zu Prozessfarben. Die Ausgabewerte werden von ZePrA automatisch berechnet. Die berechneten Ausgabewerte sind im unteren Feld Ausgabewerte optimieren ausgegraut.
  2. PDF-Ersatzfarbe (Alternate Color Space): Ignoriert die Bibliothek und verwendet den alternativen Farbwert (alternativer Farbraum), der für den Vollton der Sonderfarbe in der PDF-Datei definiert ist. Diese Option ist verfügbar, um Kompatibilitätsprobleme mit Standardkonvertierungen in anderen Anwendungen zu vermeiden bzw. zu minimieren. Die High-End-ColorLogic-Technologie wird jedoch zur Berechnung von überdruckenden Farben verwendet.
  3. Keine Konvertierung: Lässt die Sonderfarbe unberührt.
  4. Entfernen: Entfernt die Sonderfarbe aus der Datei.
  5. Ersetzen: Ermöglicht das Ändern des Namens und der Werte einer bestimmten Sonderfarbe in einer Datei.

Anwenden auf: Gibt an, ob die Farbkonvertierung nur auf Bilder, nur Vektoren oder beides angewendet wird. Die Standardeinstellung ist Bilder und Vektoren. Dies ermöglicht es, die gleiche Sonderfarbe zweimal zu erzeugen und verschiedene Konvertierungen für Bilder und Vektoren durchzuführen.

Berechnungsmethode: Es stehen sieben Berechnungsmethoden zur Verfügung. Die Berechnungsmethode wirkt sich sowohl auf die automatische Zielwertoptimierung als auch insbesondere auf das Überdrucken von Sonderfarben aus.

Hinweis: Wenn die Checkbox Automatisch unter Zielwerte optimieren aktiviert ist, werden die Farbwerte beim Ändern der Berechnungsmethode automatisch aktualisiert.

  1. Gleiche Methode wie in der Konfiguration: Dies ist die Standardeinstellung. Verwendet die unter Konfiguration/Sonderfarben definierte Einstellung.
  2. Höchste Genauigkeit – Proofen: Sonderfarben auf einem Proofdrucker so präzise wie möglich wiedergeben. Diese Methode ist nicht für die Produktion gedacht, da hierbei alle Prozessfarben verwendet werden können (basierend auf DeltaE-2000), um das beste Ergebnis zu erreichen. Der Vollton wird mit dem Ergebnis des kleinstmöglichen DeltaE-2000 Wert berechnet. Kanalreduktion oder Druckoptimierung wird nicht angewandt.
  3. Visuelle Genauigkeit – mehr Kanäle nutzen: Die visuell beste Konvertierung mit hoher Farbgenauigkeit und guten Druckeigenschaften. Volltöne und Gradienten der Sonderfarben werden mit minimaler Kanalanzahl konvertiert und bleiben immer noch farbmetrisch akkurat. Sonderfarben, die mit anderen Prozess- oder Sonderfarben kombiniert sind, können nach der Konvertierung aus mehreren Prozessfarben aufgebaut sein. Diese Option ist für Digitaldruck, Großformat-Inkjet-Druck, Proofing oder Offsetdruck mit einer feinen Rasterweite geeignet.
  4. So wenig Kanäle wie möglich verwenden: Eine gute Option, um Volltöne und Gradienten der Sonderfarben mit minimaler Kanalanzahl zu konvertiert und immer noch farbmetrisch akkurate Ergebnisse zu liefern. Hier bestehen überdruckende Sonderfarben nach der Konvertierung aus möglichst wenigen Prozessfarben des Zielfarbraums. Wählen Sie diese Methode zum Beispiel für den Verpackungsdruck, wo bevorzugt reine Farben produziert werden sollen. Ein- oder Zweifarb-Kombinationen werden auch in die Suche nach der bestmöglichen Farbkombination mit aufgenommen.
  5. Sonderfarben auf maximal zwei Ausgabekanälen abbilden: Die beste Methode für die Produktion mit ein oder zwei Prozessfarben. Sie liefert automatisch die bestmögliche farbmetrische Darstellung für jede Sonderfarbe mit maximal zwei Kanälen. Das Ergebnis ist, eine Separation, die sich daher einfach drucken lässt, aber nicht unbedingt farbmetrisch sehr genau sein muss.
  6. Sonderfarbe auf einen Ausgabekanal abbilden: Hilfreich für den Verpackungsdruck, wo die Sonderfarben für Text und Barcodes nur mit maximal einer Prozessfarbe konvertiert werden sollten.
  7. Sonderfarben auf maximal drei Ausgabekanälen abbilden: Vergleichbar mit So wenig Kanäle wie möglich verwenden, stellt aber sicher, dass nicht mehr als maximal drei Kanäle verwendet werden. Wählen Sie diese Methode für den Verpackungsdruck, bei dem möglichst reine Farben erzeugt werden sollen und nicht mehr als drei Prozessfarben für die Sonderfarbenkonvertierung verwendet werden dürfen. Bei der Suche nach der besten Farbkombination werden auch Ein- und Zweifarbenkombinationen berücksichtigt.

Opazität: Ermöglicht die Einstellung der Opazität innerhalb der Konfiguration, was eine schnelle und einfache Möglichkeit bietet, verschiedene Opazitätsstufen anzuwenden, ohne die Bibliothek öffnen zu müssen.

  • Automatisch: Verwendet die Opazitätswerte aus der Spotfarbenbibliothek. Null entspricht keiner Opazität.
  • Vorgabe: Ermöglicht die Eingabe eines benutzerdefinierten Wertes. Diese Einstellung überschreibt die Opazität der Bibliothek.
    Hinweis: Dies ermöglicht Opazitätsänderungen auch für PantoneLIVE-Farben, die derzeit in der Bibliothek nicht vorgenommen werden können.

Einstellung zur Gamut-Warnung nicht verwenden: Das Aktivieren dieser Checkbox ignoriert alle Gamut-Warnungen, die für die ausgewählte Sonderfarbe im Dialogfeld Konfigurationen/Sonderfarben/Gamut-Warnung eingestellt wurden. Dies ist nützlich, wenn bekannt und akzeptiert ist, dass bestimmte Sonderfarbenkonvertierungen höhere DeltaEs aufweisen, während andere Sonderfarbenkonvertierungen innerhalb des definierten deltaE2000-Grenzwertes liegen sollten und bei Überschreitung eine Warnung auslösen sollten.

Zielwerte optimieren

Dieses Bedienfeld gibt Ihnen zahlreiche Einstellmöglichkeiten, mit denen Sie steuern können, wie der Vollton Ihrer Sonderfarbe in den Zielfarbraum konvertiert werden soll. Die angezeigten Farbkanäle entsprechen genau den Kanalnamen, die im Zielfarbraum und später in der konvertierten PDF-Datei verwendet werden.

Die Checkbox Automatisch ist standardmäßig aktiviert, um eine bestmögliche Optimierung der Konvertierung in Bezug auf Druck und Farbe basierend auf der gewählten Berechnungsmethode zu gewährleisten. Die berechneten Prozessfarben sind in den Wertefeldern ausgegraut und können nicht bearbeitet werden. Unter Information werden die aktuellen Lab- und deltaE76/deltaE2000-Werte angezeigt, die für die Sonderfarbe berechnet wurden.

Wenn die Checkbox Automatisch deaktiviert ist, können Werte für die Prozessfarben in den Zahlenfeldern eingegeben werden. Der erwartete Farbeindruck (basierend auf den eingegebenen Werten) wird als aktueller Lab-Wert und in der Farbansicht angezeigt. Probieren Sie verschiedene Werte aus, um das beste Farbergebnis zu erzielen.  

Es ist auch möglich, eine Sonderfarbe gezielt auf einen Prozessfarbkanal abzubilden, indem Sie einen Wert in den gewünschten Kanal eingeben und die anderen Kanäle auf Null setzen.

Verwenden Sie die Schaltflächen DeltaE-76 oder DeltaE-2000, um die bestmögliche Farbberechnung basierend auf den angegebenen Werten für die Kanäle des Zielprofils durchzuführen. Der Lab-Farbwert wird berechnet und unter Information angezeigt, ebenso wie die erwartete Farbdifferenz zur Originalfarbe in deltaE76/deltaE2000. Mit den beiden Schaltflächen wird die Berechnung streng nach farbmetrischen Regeln durchgeführt und berücksichtigt keine drucktechnischen Aspekte, wie dies bei Verwendung der Automatikfunktion der Fall ist, bei der eine Kanalminimierung stattfindet.

Tipp: Verwenden Sie bei der Minimierung von deltaE die Checkboxen für die Prozessfarben, um die Berechnung zu steuern. Nur aktivierte Kanäle sind von der Berechnung betroffen.

Beispiel: Wenn der Wert eines einzelnen Kanals beibehalten werden soll, geben Sie diesen Wert ein und deaktivieren Sie den Kanal, indem Sie die Checkbox deaktivieren. Wenn Null eingegeben und der Kanal deaktiviert wird, wird der Kanal nicht verwendet. Bei der Berechnung des minimalen DeltaE mit einer der beiden Schaltflächen wird der 100-%-Wert dieses Kanals bei der Berechnung berücksichtigt, aber nicht verändert.

Information

Unter Information zeigt Original Lab den Messwert aus der Bibliothek an, während Aktuelles Lab den mit den ausgewählten Prozessfarben des Zielprofils berechneten Farbwert anzeigt.

Zusätzlich wird die erwartete Farbdifferenz sowohl in dE76 als auch in dE2000 angezeigt.

Bei aktivierter Papierweiß-Simulation wird die Färbung des Substrats, das den Zielfarbraum darstellt, berücksichtigt. Die Berechnung des Ausgangs-Lab, des aktuellen Lab und der Farbabstände (DeltaE) erfolgt entsprechend.

Hinweis: Es wird empfohlen, die Papierweiß-Simulation zu aktivieren.

Geteilte Farbvorschau: Die geteilte Farbvorschau zeigt, wie die Originalfarbe (oben, linkes Dreieck) und die berechnete Farbe (unten, rechtes Dreieck) im Druck aussehen werden. Die Farbvorschau ist farbecht auf einem kalibrierten und profilierten Monitor.

Sonderfarben-Tabelle

Anhand der Tabelle können Sie bestimmte Sonderfarben überprüfen oder deren Konvertierung unabhängig von der automatischen Verarbeitung in ZePrA definieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um der Tabelle die gewünschten Sonderfarben hinzuzufügen.

Mit der Suchfunktion können bestimmte Sonderfarben schnell gefunden werden. Sonderfarbenbibliotheken können auch nach Lab-Werten durchsucht werden. Hat der Suchtext die Form “L a b Lab“, sucht ZePrA nach Sonderfarben, die dem angegebenen Wert entsprechen. Da exakte Übereinstimmungen oft an Rundungen und unpräzisen Eingaben scheitern, wird hier eine Toleranz verwendet.

Name: Zeigt die Namen der Sonderfarben an.

Verarbeitung: Zeigt die Art der Konvertierung an – Zielwerte, PDF-Ersatzfarbe (Alternate ColorSpace) oder Keine Konvertierung. Die Einstellungen können unter Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe geändert werden.

Wert: Die Tabelle der geladenen Sonderfarben gibt an, ob die Zielwerte automatisch berechnet werden oder ob sie manuell eingegeben wurden. Wenn Zielwerte manuell vorgegeben wurden, werden sie als Zahlenwerte in der Spalte Wert angezeigt.

Anwenden auf: Zeigt an, worauf die Konvertierung angewendet wird – nur Bilder, nur Vektoren oder auf Bilder und Vektoren gemäß den Einstellungen im Dialogfeld Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe.

Neu, Bearbeiten, Löschen: Greifen Sie auf die Bearbeitungsoptionen für Sonderfarben zu und bearbeiten Sie diese indem Sie:

  • Auf Neu klicken
  • Mit einem Doppelklick auf eine Sonderfarbe in der Tabelle auswählen

Exportieren und Importieren: Mit diesen Funktionen können Sie Einstellungen aus einer Konfiguration exportieren und in eine andere Konfiguration importieren.

Kontextmenü: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine der Sonderfarben, um ein Kontextmenü aufzurufen, mit dem Sie den Verarbeitungsmodus für ausgewählte Sonderfarben individuell ändern können. Darüber hinaus stehen Ausschneiden, Kopieren, Einfügen und Löschen zur Verfügung.

Hinweis: Eine einfache Möglichkeit eine Sonderfarbeneinstellung in einer anderen Konfiguration zu verwenden besteht darin, einen Eintrag in der Tabelle über das Kontextmenü zu Kopieren, zum Reiter Sonderfarben der anderen Konfigurationen zu navigieren und in der Tabelle dort über das Kontextmenü mit Einfügen zu übertragen.

Iterieren - Sonderfarben-Iteration

Iterieren Sie Sonderfarben, um Farbunterschiede (ausgedrückt in deltaE2000) soweit zu verbessern, dass die gemessenen deltaE-Werte innerhalb der gewünschten Toleranzen liegen.

Detaillierte Informationen finden Sie unter Sonderfarben-Iteration.

Arbeiten ohne Sonderfarbenlizenz

Ohne Sonderfarbenlizenz ist es nicht möglich, Farbbibliotheken zu erstellen oder zu verwenden. Dementsprechend ist dieses Werkzeug in der Sidebar dann nicht verfügbar.

Verwenden Sie im Reiter Sonderfarben unter Konfigurationen in ZePrA entweder die Checkbox Sonderfarben konvertieren oder Konvertieren mit PDF-Ersatzfarbe und Berechnungsvorschrifft, um alle als DeviceN erstellten Sonderfarben aufzulösen und zu konvertieren. Für die Konvertierung wird jedoch nur der im PDF gespeicherte alternative Farbwert verwendet. Dieser alternative Farbwert kann als CMYK-, RGB- oder Lab-Farbdefinition vorliegen.

Je nach Farbraum des alternativen Farbraums werden die Farben mit den CMYK-, RGB- oder Lab-Einstellungen verarbeitet, die unter Bilder/Vektoren festgelegt wurden. Stellen Sie sicher, dass die ausgewählten Einstellungen den Konvertierungszielen entsprechen. Die Konvertierung über den alternativen Farbraum ist im Vergleich zur Verwendung von Sonderfarbenbibliotheken sehr eingeschränkt und wird aus Qualitätsgründen nicht empfohlen.

Die Einstellung Sonderfarbe “All” nicht konvertieren unter Sonderoptionen wird automatisch aktiviert, um eine unerwünschte Konvertierung von Registermarken und anderen Druckermarken zu verhindern.

Ohne Sonderfarbenlizenz sind die Optionen zur Auswahl von Sonderfarbenbibliotheken und der Berechnungsmethode ausgegraut und können nicht verwendet werden, ebenso wie alle anderen Qualitätsoptionen.

In der Tabelle können Sie über die Schaltfläche Neu den Namen der Sonderfarbe eingeben, die Sie von der Konvertierung ausschließen möchten.  

Geben Sie im Fenster Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe den Namen der Sonderfarbe genau so ein, wie er im PDF angegeben ist. Die Verwendung von Groß- und Kleinschreibung ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung und wird von ZePrA automatisch erkannt.

Wählen Sie im Drop-down-Menü Verarbeitung den Eintrag Keine Konvertierung.

Andere Sonderfarben, die mit der PDF-Ersatzfarbe (Alternate Color Space) aufgelöst werden sollen, müssen nicht explizit angegeben werden, da der alternative Farbraum des PDF immer automatisch verwendet wird. Die anderen (sehr nützlichen) Verarbeitungsoptionen von ZePrA sind ohne Sonderfarbenlizenz nicht verfügbar.

Hinweis: Sie können das Zusatzmodul zur Verarbeitung von Sonderfarben jederzeit erwerben.

ZePrA | Konfiguration | Bilder/Vektoren

Bilder/Vektoren

Einstellungen zum Konvertieren von Bildern und Vektoren

Bilder/Vektoren

Überblick

Die Verarbeitung von CMYK-, RGB-, Grau- und Lab-Objekten (Bilder und Vektoren) kann individuell festgelegt und somit gezielt gesteuert werden. Für die Konvertierung können sowohl Bildern als auch Vektoren Geräte- oder DeviceLink-Profile zugewiesen, oder auch eingebettete Profile verwendet werden. Alternativ dazu können mit der SmartLink-Funktion qualitativ hochwertige DeviceLink-Profile “on-the-fly” für die Konvertierung jeden Objektes erstellt werden.

Zum Konvertieren von Bildern und Vektoren werden standardmäßig die gleichen Einstellungen verwendet, sie können jedoch auch unabhängig voneinander mit individuell angepassten Einstellungen verarbeitet werden.

Die unter Bilder/Vektoren ausgewählten Rendering-Intents werden für die Konvertierung von PDF-Dateien nur unter bestimmten Bedingungen benutzt – siehe weiter unten. Bei Bilddaten wie TIFF, JPEG, PSD und PSB werden die unter Farbkonvertierung von Bildern ausgewählten Rendering-Intents natürlich angewendet.

Farbkonvertierung von Bildern

Unter Farbkonvertierung von Bildern wird definiert, wie individuelle Bilder, zum Beispiel TIFF-, JPEG-, PSD- und PSB-Dateien oder Bilder in einer PDF-Datei, verarbeitet werden. Es gibt drei Konvertierungseinstellungen für CMYK, RGB, Grau und Lab:

  1. Keine Konvertierung: Bilder werden nicht konvertiert
  2. Konvertieren mit Normalisierung: Konvertiert die Bilddaten zuerst in das ICC-Geräteprofil, das als Dokument-Farbraum im Reiter Dokument/Ziel ausgewählt ist (das ist der Normalisierungsschritt). Im zweiten Schritt werden die Konvertierungseinstellungen, die im Reiter Dokument/Ziel vorgenommen wurden auf die Bilddaten angewendet. Dies führt dann gemäß den Einstellungen häufig zu einer zweiten Konvertierung der Bilddaten in das unter Zielfarbraum eingestellte Zielprofil.
    Hinweise: Die Konvertierung in den Dokument-Farbraum wird im PDF-Kontext auch als Normalisieren bezeichnet und ist eine häufige Anwendung. Für die Konvertierung von reinen Pixeldaten (PSD, TIFF, JPEG) ist die zweistufige Konvertierung über Konvertieren mit Normalisierung zumeist nicht zu empfehlen.
  3. Direkte Konvertierung zum Ziel: Konvertiert die Bilddaten vom Quellfarbraum in das Profil, das unter Zielfarbraum ausgewählt ist, ohne sie vorher in den Dokument-Farbraum zu konvertieren.

Für Graustufenbilder ist eine vierte Einstellung vorhanden:

Wie CMYK behandeln: Die Grau-Komponenten werden dann mit den gleichen Einstellungen konvertiert, die auch für CMYK verwendet werden. Wenn unter CMYK eine DeviceLink-Konvertierung durch SmartLink eingestellt ist, bleiben die Grau-Bilder auch nach der Konvertierung Grau und werden nicht vierfarbig aufgebaut.

SmartLink:

Die SmartLink-Funktion verwendet die in den Bilddaten eingebetteten Quellprofile und berechnet für jedes Objekt automatisch das für die Konvertierung benötigte DeviceLink-Profil zwischen Quelle und Ziel und wendet es auf Objektebene an.

Das Drop-down-Menü SmartLink enthält alle für einen bestimmten Farbraum möglichen SmartLink-Optionen (der Screenshot zeigt die SmartLink-Optionen für RGB-Bilder). Dies ermöglicht es, eine spezifische SmartLink-Methode für eine bestimmte Farbraumkonvertierung anzuwenden, wodurch die Konvertierung maßgeschneidert ausgeführt wird.
Die Standard-Einstellung beim Erstellen neuer Konfigurationen verwendet für jeden Farbraum und jeden Konvertierungsschritt eine eigene Standardmethode, aber bei Bedarf können auch andere Methoden oder benutzerdefinierte Methoden verwendet werden.
Hinweis: Verwenden Sie nur dann eine benutzerdefinierte SmartLink-Methode, wenn Sie von der Standard-Einstellung abweichen müssen.

Wenn SmartLink nicht verwendet und eine normale ICC-Konvertierung mit Geräteprofilen ausgeführt werden soll, wählen Sie Kein im Drop-down-Menü.
Hinweis: Dies kann notwendig sein, um bei aktivierter Transparenzreduktion die gleiche Farbkonvertierung zwischen transparenzreduzierten und nicht transparenzreduzierten Objekten im PDF zu erhalten.

Auswählen eines Rendering-Intents

In der Regel sind die Rendering-Intents für jedes Objekt im PDF definiert und werden von ZePrA verwendet, wenn die Checkbox Eingebettete Profile/Intents anwenden aktiviert ist. Wenn Sie für die Konvertierung anstelle der eingebetteten Rendering-Intents den Rendering-Intent verwenden wollen, der unter Konfigurationen > Bilder/Vektoren eingestellt ist, aktivieren Sie im Reiter Optionen die Checkbox Rendering-Intents aus PDF-Dateien ignorieren.

Nähere Informationen zur Auswahl des Rendering-Intents finden Sie weiter unten.

Eingebettete Profile/Intents anwenden: Verwendet eingebettete ICC-Geräteprofile und eingebettete Rendering-Intents der PDF-Datei für CMYK-, RGB-, Grau-Bilder oder Vektordaten.

Der eingebettete Rendering-Intent wird zusammen mit den eingebetteten Profilen verwendet, der manuell eingestellte Rendering-Intent wird ignoriert.
Um qualitativ hochwertige Farbkonvertierungen ohne Genauigkeitsverlust bei der Verwendung von eingebetteten Rendering-Intents zu gewährleisten, sollte im Reiter Optionen die Tiefenkompensierung aktiviert werden.

Dokument-Farbraum anwenden: Wendet den als Dokument-Farbraum definierten Farbraum auch auf undefinierte Bilder und Vektoren mit demselben Farbraum an. Damit ist es möglich, einen Hotfolder und eine Konfiguration für alle Arten von PDF-Dateien einzurichten, die in einen einzigen Zielfarbraum konvertiert werden sollen.
Diese Option ist standardmäßig aktiviert, wenn eine neue Konfiguration mit dem Auto Setup eingerichtet wird.

Wenn beide Checkboxen aktiviert sind (Eingebettete Profile/Intents verwenden und Dokument-Farbraum anwenden), prüft ZePrA zunächst, ob ein eingebettetes Profil vorhanden ist. Wenn dies der Fall ist, wird dieses Profil verwendet. Wenn kein eingebettetes Profil vorhanden ist, prüft ZePrA, ob der Farbraum des Bildes mit dem Dokument-Farbraum übereinstimmt. Wenn dies der Fall ist, wird dieses Profil für das Bild verwendet. Nur wenn es keine Übereinstimmung gibt, wird das Default-Profil verwendet, das der Benutzer in der Profil-Drop-down-Liste auswählen kann.

Hinweis: Um sicherzustellen, dass ein bestimmtes Standardprofil auch wirklich verwendet wird, sollten die Checkboxen Eingebettete Profile/Intents verwenden und Dokument-Farbraum anwenden deaktiviert werden.

Farbkonvertierung von Vektoren

Unter Farbkonvertierung von Vektoren wird definiert, wie individuelle Vektorobjekte einer PDF-Datei verarbeitet werden. Standardmäßig werden Vektoren und Bilder mit identischen Einstellungen konvertiert, sie können jedoch auch unabhängig voneinander mit individuell angepassten Einstellungen verarbeitet werden:

Wie Bilder konvertieren: Die Standardeinstellung. Vektorobjekte werden mit den gleichen Einstellungen konvertiert, wie Bilder.
Hinweis: Bei PDF-Dateien mit flachgerechneten Transparenzen ist es sehr wahrscheinlich, das Pixel- und Vektordaten derselben Farbe direkt aneinander liegen. Wenn Bilder und Vektoren mit unterschiedlichen Einstellungen konvertiert werden, kann es vorkommen, dass Farbunterschiede zwischen angrenzenden Pixel- und Vektorobjekten derselben Farbe auftreten. Bilder und Vektoren werden deshalb standardmäßig mit identischen Einstellung konvertiert. Farbunterschiede können dann vermieden werden.

Nicht konvertieren: Vektordaten werden nicht konvertiert, wohingegen Bilddaten konvertiert werden.

Mit folgenden Einstellungen konvertieren: Ermöglicht es individuelle Konvertierungseinstellungen für CMYK, RGB, Grau und Lab zu definieren.

Drei Konvertierungseinstellungen stehen hier zur Verfügung:

  1. Keine Konvertierung: Vektordaten werden nicht konvertiert.
  2. Konvertieren mit Normalisierung: Konvertiert die Vektordaten zuerst in das ICC-Geräteprofil, das als Dokument-Farbraum im Reiter Dokument/Ziel ausgewählt ist (das ist der Normalisierungsschritt). Im zweiten Schritt werden die Konvertierungseinstellungen, die im Reiter Dokument/Ziel vorgenommen wurden auf die Vektordaten angewendet. Dies führt dann gemäß den Einstellungen häufig zu einer zweiten Konvertierung der Vektordaten in das unter Zielfarbraum eingestellte Zielprofil.
    Hinweis: Die Konvertierung in den Dokument-Farbraum wird im PDF-Kontext auch als Normalisieren bezeichnet und ist eine häufige Anwendung.
  3. Direkte Konvertierung um Ziel: Konvertiert die Vektordaten vom Quellfarbraum in das Profil, das unter Zielfarbraum ausgewählt ist, ohne sie vorher in den Dokument-Farbraum zu konvertieren.

Für Graustufen-Vektordaten ist eine vierte Einstellung vorhanden:

Wie CMYK behandeln: Die Grau-Komponenten werden dann mit den gleichen Einstellungen konvertiert, die auch für CMYK verwendet werden. Wenn unter CMYK eine DeviceLink-Konvertierung durch SmartLink eingestellt ist, bleiben die Grau-Vektorobjekte auch nach der Konvertierung Grau und werden nicht vierfarbig aufgebaut.

SmartLink:

Die SmartLink-Funktion verwendet die in den Vektordaten eingebetteten Quellprofile und berechnet für jedes Objekt automatisch das für die Konvertierung benötigte DeviceLink-Profil zwischen Quelle und Ziel und wendet es auf Objektebene an.

Das Drop-down-Menü SmartLink enthält alle für einen bestimmten Farbraum möglichen SmartLink-Optionen. Dies ermöglicht es, eine spezifische SmartLink-Methode für eine bestimmte Farbraumkonvertierung anzuwenden, wodurch die Konvertierung maßgeschneidert ausgeführt wird.

Die Standard-Einstellung beim Erstellen neuer Konfigurationen verwendet für jeden Farbraum und jeden Konvertierungsschritt eine eigene Standardmethode, aber bei Bedarf können auch andere Methoden oder benutzerdefinierte Methoden verwendet werden.
Hinweis: Verwenden Sie nur dann eine benutzerdefinierte SmartLink-Methode, wenn Sie von der Standard-Einstellung abweichen müssen.

Wenn SmartLink nicht verwendet und eine normale ICC-Konvertierung mit Geräteprofilen ausgeführt werden soll, wählen Sie Kein im Drop-down-Menü.
Hinweis: Dies kann notwendig sein, um bei aktivierter Transparenzreduktion die gleiche Farbkonvertierung zwischen transparenzreduzierten und nicht transparenzreduzierten Objekten im PDF zu erhalten.

Auswählen eines Rendering-Intents

In der Regel sind die Rendering-Intents für jedes Objekt im PDF definiert und werden von ZePrA verwendet, wenn die Checkbox Eingebettete Profile/Intents anwenden aktiviert ist. Wenn Sie für die Konvertierung anstelle der eingebetteten Rendering-Intents den Rendering-Intent verwenden wollen, der unter Konfigurationen > Bilder/Vektoren eingestellt ist, aktivieren Sie im Reiter Optionen die Checkbox Rendering-Intents aus PDF-Dateien ignorieren.

Nähere Informationen zur Auswahl des Rendering-Intents finden Sie weiter unten.

Eingebettete Profile/Intents anwenden: Verwendet eingebettete ICC-Geräteprofile und eingebettete Rendering-Intents der PDF-Datei für CMYK-, RGB-, Grau-Bilder oder Vektordaten.

Der eingebettete Rendering-Intent wird zusammen mit den eingebetteten Profilen verwendet, der manuell eingestellte Rendering-Intent wird ignoriert.

Um qualitativ hochwertige Farbkonvertierungen ohne Genauigkeitsverlust bei der Verwendung von eingebetteten Rendering-Intents zu gewährleisten, sollte im Reiter Optionen die Tiefenkompensierung aktiviert werden.

Dokument-Farbraum anwenden: Wendet den als Dokument-Farbraum definierten Farbraum auch auf undefinierte Bilder und Vektoren mit demselben Farbraum an. Damit ist es möglich, einen Hotfolder und eine Konfiguration für alle Arten von PDF-Dateien einzurichten, die in einen einzigen Zielfarbraum konvertiert werden sollen.
Diese Option ist standardmäßig aktiviert, wenn eine neue Konfiguration mit dem Auto Setup eingerichtet wird.

Wenn beide Checkboxen aktiviert sind (Eingebettete Profile/Intents verwenden und Dokument-Farbraum anwenden), prüft ZePrA zunächst, ob ein eingebettetes Profil vorhanden ist. Wenn dies der Fall ist, wird dieses Profil verwendet. Wenn kein eingebettetes Profil vorhanden ist, prüft ZePrA, ob der Farbraum der Vektordaten mit dem Dokument-Farbraum übereinstimmt. Wenn dies der Fall ist, wird dieses Profil für die Vektordaten verwendet. Nur wenn es keine Übereinstimmung gibt, wird das Standardprofil verwendet, das der Benutzer in der Profil-Drop-down-Liste auswählen kann.

Hinweis: Um sicherzustellen, dass ein bestimmtes Standardprofil auch wirklich verwendet wird, sollten die Checkboxen Eingebettete Profile/Intents verwenden und Dokument-Farbraum anwenden deaktiviert werden.

Rendering-Intents

Normalerweise sind die zu verwendenden Rendering-Intents für jedes Objekt im PDF definiert und werden von ZePrA verwendet, wenn die Checkboxen Eingebettete Profile/Intents anwenden im Reiter Bilder/Vektoren aktiviert sind. Wenn man andere Rendering-Intents verwenden möchte, zum Beispiel die hochwertigen Rendering-Intents von ColorLogic, muss die Checkbox Rendering-Intents aus PDF-Dateien ignorieren im Reiter Optionen aktiviert werden.

Die Auswahl eines geeigneten Rendering-Intents ist entscheidend für die optimale Konvertierung von PDF-Objekten. Daher kann für die Konvertierung von CMYK-, RGB-, Grau- und Lab-Objekten jeweils ein eigener Rendering-Intent verwendet werden.

Um präzise Farbkonvertierungen zu gewährleisten, berechnet ZePrA die Konvertierung von Quell- und Zielprofil komplett “on-the-fly” neu. Dabei kommen die gleichen Algorithmen zum Einsatz, die auch in ColorLogics Profilierungssoftware CoPrA verwendet werden.

Neben den Standard-Rendering Intents enthält ZePrA sieben weitere Rendering Intents, die jedoch nur mit aktivierter SmartLink-Funktion verfügbar sind.

Zusätzliche SmartLink-Rendering Intents

Standard Komprimierung: Wenn die Umrechnung zwischen unterschiedlich großen Farbumfängen erfolgen soll. Berechnet eine perzeptive Umsetzung für Eingabe- und Zielprofil, die für alle Arten von Gamuts (Farbumfängen) gut geeignet ist. Das Erscheinungsbild der Grauachse hängt dabei immer vom Papierweiß des Zielprofils ab. Bei CMYK-Daten auf einem sehr gelblichen Papier wirkt auch die Grauachse der transformierten Datei gelblich. Dieselbe Grauachse wird auf einem bläulichen Papier bläulich aussehen. Bei der Standard Komprimierung werden unterschiedliche Gamutgrößen berücksichtigt. Bei sehr kleinen Farbumfängen (zum Beispiel beim Zeitungsdruck) werden die tiefen Töne leicht angehoben, um mehr Zeichnung in diesen Bereichen zu erreichen.

Schwarzkompensation: Verwenden Sie die Schwarzkompensation, um mit der perzeptiven Konvertierung die gleichen Ergebnisse zu erzielen, wie mit „Relativ farbmetrisch mit aktivierter Tiefenkompensierung”. Bei der Konvertierung von einem großen auf einen kleinen Farbraum bleibt die Zeichnung in den Lichtern und Tiefen erhalten, anders als bei einer reinen relativ farbmetrischen Konvertierung. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Out-of-Gamut-Farben werden abgeschnitten.

Absolute Komprimierung: Verwenden Sie diese Methode, wenn die Farbumfänge ähnlich oder unterschiedlich groß sind, die Papiertöne jedoch deutlich unterschiedlich sind. Im Unterschied zur Standard Komprimierung und Schwarzkompensation wird in der Graubalance die Papierfärbung ausgeglichen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die Farbanmutung der Ursprungsdatei auf einem Zielmedium mit anderer Papierfärbung bestmöglich erhalten bleibt. Auch bei dieser Methode werden Tiefenbereiche bei kleinen Farbumfängen angehoben.

Die Grauachse eines Quellfarbraums wird nach einer Konvertierung mit Absolute Komprimierung weitgehend identisch zum Original aussehen (zum Beispiel auf einem gelblichen oder einem bläulichen Papier).

Dynamische Komprimierung: Vergleicht den Eingabefarbraum mit dem Zielfarbraum und erzeugt eine Komprimierung, die Out-of-Gamut-Bereiche minimiert. Dabei bleibt sowohl die Helligkeit und damit die Zeichnung des Originalfarbraums erhalten, wie auch eine möglichst hohe Sättigung. Die Grauachse wird relativ zum Papierweiß des Zielprofils umgesetzt (wie bei der Standard Komprimierung). Gut geeignet, wenn sich Quell- und Zielprofil sehr stark im Kontrast- und Dynamikumfang unterscheiden, wie zum Beispiel bei RGB-zu-CMYK-Konvertierungen.

Minimale Komprimierung (Papier-absolut): Dieser Rendering Intent gibt den Farbraum möglichst absolut farbmetrisch wieder und kompensiert nur in der Nähe des Schwarz- und Weißpunkts. Dabei wird eine maximale Tiefe erreicht, die Zeichnung bleibt erhalten und das Weiß wird nicht simuliert. Verwenden Sie diesen Rendering Intent, wenn Sie eine sehr genaue Wiedergabe erzielen wollen, zum Beispiel mit Druckstandards wie ISO Coated V2 oder GRACoL2006 Coated1v2 auf einer Digitaldruckmaschine.
Hinweis: Beachten Sie dabei, dass ähnlich wie beim absolut farbmetrischen Rendering Intent der Zielfarbraum möglichst größer sein sollte, als der zu simulierende Farbraum (oder ähnlich groß), um den Verlust von Details und Farbigkeit zu vermeiden. Für Konvertierungen von großen auf kleine Farbräume verwenden Sie, wenn Sie die Graubalance des Quellfarbraumes erhalten wollen, stattdessen unseren Rendering Intent Absolute Komprimierung.

Minimale Komprimierung (Papier-relativ): Diese Methode ähnelt weitgehend der relativ farbmetrischen Methode und kompensiert nur in der Nähe des Schwarz- und des Weißpunkts. Sie ähnelt auch der Umrechnungsart Minimale Komprimierung (Papier-absolut), verwendet aber stattdessen den relativ farbmetrischen Intent.

Minimale Weißkomprimierung: Ist prinzipiell vergleichbar mit der Umrechnungsart Minimale Komprimierung (Papier-absolut). Bei diesen beiden Rendering-Intents wird der Weißpunkt ohne Simulation der Papierfarbe komprimiert, dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied:

Bei der minimalen Komprimierung erfolgt eine eher perzeptive Umrechnung, da hier auch der Schwarzpunkt komprimiert wird. So wird ein maximal dynamischer Kontrastumfang ohne Verluste in den Tiefendetails möglich. Die Minimale Weißkomprimierung kann hingegen eher als absolut farbmetrischer Rendering-Intent ohne Komprimierung des Schwarzpunkts betrachtet werden. Da die Minimale Weißkomprimierung nur den Weißpunkt und nicht den Schwarzpunkt komprimiert, kann eine sehr hohe Übereinstimmung zwischen Quell- und Zielfarbraum erreicht werden. Das ist vorteilhaft für eine medienübergeifend gleiche Farbdarstellung oder für den Druck auf leicht unterschiedliche Materialien. Die Minimale Weißkomprimierung ist nahe am absolut farbmetrischen Rendering ohne Simulation der Papierfarbe.

ZePrA | Konfiguration | Dokument/Ziel

Dokument/Ziel

Einstellungen für die Konvertierung vom Dokument- zum Zielfarbraum

Dokument/Ziel

Dokument-Farbraum

Der Dokumentfarbraum dient als Referenz, um einen einheitlichen Farbraum für die Farben der PDF-Datei zu definieren.

  • Für die Druckproduktion verwendet man meist CMYK-Farbräume, da in der Regel mit CMYK-Farben gedruckt wird.
  • RGB-Dokumentfarbräume eignen sich bei modernen Publikationen für mobile Medien.
  • Multicolor-Farbräume werden oft im HiFi-Verpackungsdruck oder im modernen Digitaldruck genutzt.

ZePrA unterstützt das volle Spektrum an Farbräumen (Multicolor-Farbräume erfordern eine entsprechende Multicolor-Lizenz). Wenn sich individuelle RGB- oder CMYK-Objekte mit eingebetteten Profilen in PDF-Dateien befinden, werden diese standardmäßig zum Dokumentfarbraum konvertiert (außer im Auto-Setup-Modus Direkte Farbkonvertierung zur neuen Ausgabebedingung). Bei Bedarf kann das im Reiter Bilder/Vektoren umgestellt werden. Der Datenaustausch sollte für professionelle Druckproduktionen möglichst auf dem PDF/X-Standard basieren.

Der Dokumentfarbraum kann entweder durch den Output Intent der PDF/X-Datei oder das ICC-Geräteprofil definiert werden, das (wahrscheinlich) bei der Erstellung des Dokuments verwendet wurde. Wenn die Datei keinen Output Intent enthält, können Sie unter Dokumentfarbraum ein ICC-Geräteprofil auswählen. Der Farbraum des ausgewählten Profils wird neben dem Drop-down-Menü angezeigt.

Output Intent bevorzugenIn PDF/X-Dokumenten wird der Dokumentfarbraum eindeutig durch den Output Intent definiert. Durch das Aktivieren dieser Checkbox wird der Output Intent der PDF/X-Datei anstelle des manuell eingestellten Dokumentfarbraums verwendet.

Wenn kein PDF/X-Dokument vorliegt, können Sie – zusätzlich zu den ICC-Geräteprofilen der individuellen Objekte der PDF-Datei – ein ICC-Geräteprofil als Dokumentfarbraum auswählen, das den Farbraum des gesamten PDF-Dokumentes definiert.

Wenn Output Intent bevorzugen aktiviert ist, können PDF/X-Dateien mit verschiedenen Output Intents korrekt in einer Warteschlange konvertiert werden, da der jeweilige Output Intent anstelle des Dokumentfarbraums berücksichtigt wird. In diesem Fall wird empfohlen, bei der Konvertierung vom Dokument– in den Zielfarbraum mit SmartLink anstelle eines festen DeviceLink-Profils zu arbeiten.

Hinweise:

  • Diese Funktion ist nur für PDF/X-Dateien geeignet.
  • Wenn Sie Grund zur Annahme haben, dass der Output Intent einer PDF/X-Datei falsch eingestellt wurde, sollten Sie ein geeignetes ICC-Profil als Dokumentfarbraum angeben, und die Checkbox Output Intent bevorzugen deaktivieren.

Unterstützung von PDF 2.0

PDF-2.0-Dateien können Output Intents auf Seitenebene enthalten, das heißt, dass verschiedene Seiten unterschiedliche Output Intents enthalten können. Die Checkbox Output Intent bevorzugen muss aktiviert sein, um diese Output Intents für die Konvertierung zu berücksichtigen. Wenn die Checkbox aktiviert ist, werden alle Objekte jeder Seite mit den Einstellungen in den Zielfarbraum konvertiert, die in den Reitern Bild/Vektor und Dokument/Ziel definiert wurden, wobei der entsprechende Output Intent jeder einzelnen Seite verwendet wird.

Wenn Sie die Checkbox deaktivieren, werden die Output Intents auf Seitenebene ignoriert, und die Konvertierung wird für alle Seiten mit dem Quell-ICC-Profil durchgeführt, das als Dokumentfarbraum ausgewählt wurde.

Ein weiteres wichtiges Merkmal von PDF-2.0-Dateien ist die Unterstützung der Schwarzpunktkompensation in Kombination mit dem relativ farbmetrischen Rendering Intent.

Zielfarbraum

Unter Zielfarbraum wählen Sie das Ziel-ICC-Profil. Wenn der Dokument-Farbraum/Output Intent der PDF/X-Datei nicht dem Farbraum des finalen Druckprozesses entspricht, muss die gesamte PDF-Datei vom Dokument-Farbraum in den Zielfarbraum konvertiert werden. Für die Konvertierung können Sie aus verschiedenen Konvertierungsmethoden wählen und entweder ein vorher erstelltes DeviceLink-Profil verwenden oder mit SmartLink ein DeviceLink-Profil „on-the-fly“ erstellen.


Zusätzlich zum ausgewählten Zielprofil, wird der Farbraum des Zielprofiles angezeigt, was gerade bei Multicolor-Profilen mit 5, 6 oder 7 Kanälen sehr praktisch ist.


Wenn Sie mit dem Mauszeiger über das Symbol für den Farbraum gleiten, werden die Kanalnamen von Multicolor-Zielprofilen angezeigt.

 

Den Zielfarbraum definieren

Der Zielfarbraum wird durch das im Drop-down-Menü gewählte Zielprofil definiert. Wenn die Konfiguration mit Auto Setup erstellt wurde, ist die Auswahl bereits über die Wahl des Zielprofils oder eines DeviceLinks erfolgt. Bei Bedarf kann das Zielprofil hier geändert werden.

In Zieldatei einbetten: Bettet das Zielprofil nach der Konvertierung in die Datei ein.

Output Intent beibehalten: Der Output Intent der Datei wird anstelle des ausgewählten Zielprofils als Zielprofil verwendet. Das heißt, dass Farben in den Output Intent konvertiert werden, anstatt in das ausgewählte Zielprofil.

Diese Funktion sollte nur genutzt werden, wenn keine Änderungen am Output Intent nötig sind bzw. wenn Sie eine reine Normalisierung einer PDF/X-Datei durchführen.

Normalerweise ist nicht beabsichtigt, den Output Intent bei der Farbkonvertierung unverändert zu belassen. Wenn dies jedoch gewünscht wird, sollten die PDF/X-Einstellungen im Reiter PDF auf Nicht ändern gesetzt werden.

Hinweise: Wenn die Datei keinen Output-Intent hat, wirkt sich diese Option nicht aus.

Eingebettete Profile in Bilddateien (TIFF, PSD, JPEG) werden nicht als Output Intent behandelt. Das heißt, dass diese Funktion keinen Einfluss auf Bilddateien hat.

Korrektur des Zielprofils

Schwankungen im Druck, bedingt durch neue Papier-Chargen, andere Tonwertzuwächse oder Änderungen bei den Druckfarben, können mit aktualisierten Profilen und Korrektur-DeviceLinks ausgeglichen werden.

Hinweis: Detaillierte Informationen finden Sie im Kapitel Korrektur des Zielprofils.

Korrektur-DeviceLink-Profil anwenden: Diese Checkbox wird verfügbar, wenn ein Korrektur-DeviceLink-Profil für den Zielfarbraum vorhanden ist.

  1. Erstellen Sie mit CoPrA ein Korrektur-DeviceLink-Profil.
  2. Aktivieren Sie in ZePrA unter Konfigurationen im Reiter Dokument/Ziel die Checkbox Korrektur-DeviceLink-Profil anwenden.
  3. Klicken Sie auf Einstellungen und wählen das Korrektur-DeviceLink-Profil aus.
  4. Korrigiertes Zielprofil anstelle des oben eingestellten Zielprofils einbetten: Bettet das zugehörige optimierte Zielprofil in die konvertierte Datei ein. Dieses Profil wird dann zum neuen Output Intent der konvertierten PDF-Datei. Das korrigierte Zielprofil wird angezeigt.

Hinweis: ZePrA überprüft, ob für den ausgewählten Zielfarbraum geeignete Korrektur-DeviceLink-Profile und optimierte Druckerprofile vorliegen. Nur korrigierte oder optimierte Profile werden auch angezeigt und können nach Aktivieren der Checkbox Korrektur-DeviceLink-Profil anwenden ausgewählt werden. Liegen keine Korrektur-Device-Link-Profile vor, ist die Checkbox ausgegraut.

Konvertierung

Konvertierungsmethode

Es gibt vier Konvertierungsmethoden:

1. DeviceLink-Profil
Konvertierung des gesamten PDF-Dokuments mit einem DeviceLink-Profil
Ein DeviceLink-Profil definiert die Farbkonvertierung von einem Quellprofil in ein Zielprofil. Innerhalb des ICC-Standards, kann ein PSID-Tag im DeviceLink-Profil genutzt werden, um Information über die im DeviceLink-Profil verwendeten Quell- und Zielfarbräume zu speichern. Wenn ein DeviceLink-Profil ausgewählt wurde, kann ZePrA dessen PSID-Tag auslesen und dann automatisch die Profile unter Dokument-Farbraum und Zielfarbraum definieren.
Hinweis: Alle ColorLogic DeviceLink-Sets ab Profilversion CoLoV3 und höher enthalten einen PSID-Tag.

2. SmartLink
Mit der SmartLink-Funktion können Sie „on-the-fly“ hochwertige DeviceLinks aus Ihren Quell- und Zielprofilen erstellen, um die bei einer normalen ICC-Konvertierung auftretenden Probleme zu vermeiden und die Qualität Ihrer Konvertierungen zu erhöhen.
Hinweis: Erfordert eine SmartLink-Lizenz. Wenn die SmartLink-Funktion nicht verfügbar ist, wird für Objekte mit eingebundenem ICC-Profil eine normale ICC-Konvertierung durchgeführt.

Vorgehensweise

  • Wählen Sie SmartLink unter Konvertierungsmethode
  • Wählen Sie die SmartLink-Methode, die zur “on-the-fly”-Berechnung der DeviceLink-Profile vom Dokument-Farbraum zum Zielfarbraum verwendet werden soll.
  • Wählen Sie den entsprechenden Rendering Intent

3. Geräteprofil
Konvertierung des PDF-Dokuments mit einem ICC-Geräteprofil
Konvertiert das PDF-Dokument mit dem unter Zielfarbraum eingestellten ICC-Geräteprofil vom Dokument-Farbraum in den Zielfarbraum. Wählen Sie den entsprechenden Rendering Intent.

4. Keine Konvertierung
Es findet keine Konvertierung vom Dokument in den Zielfarbraum statt. Andere Farbkonvertierungen, die unter Bilder/Vektoren oder Gradationen und Sonderfarben definiert sind, finden dennoch statt.
Beispiel: Ein ansonsten druckfertiges PDF (das nicht konvertiert werden muss) enthält noch Sonderfarben, die in Prozessfarben konvertiert werden müssen.

Rendering

Allgemeine Informationen zum Aufbau von ICC-Geräteprofilen

Rendering Intents, wie perzeptiv oder relativ farbmetrisch, enthalten große Tabellen, die z. B. bei CMYK-Profilen entweder CMYK-Farbwerte nach Lab oder Lab-Farbwerte nach CMYK umrechnen. Aufgrund dieser beiden Farbumrechnungsrichtungen gibt es für jeden Rendering Intent jeweils zwei Tabellen. Die Tabellen werden bei der Erzeugung eines Farbprofils aus den Messdaten errechnet. Berechnet man ICC-Geräteprofile aus den gleichen Messdaten – jedoch mit unterschiedlichen Profilierungsprogrammen – dann können sich die dabei erzeugten Tabellen in manchen Farbbereichen erheblich voneinander unterscheiden.

Dies gilt besonders für die beiden Tabellen des perzeptiven Intents, für die Graubalance und auch für die Bereiche mit sehr hoher Farbsättigung in den beiden Tabellen des relativ farbmetrischen Intents (auch „Out of Gamut“ Farben genannt).

Für eine optimale und harmonische Farbkonvertierung empfiehlt es sich – besonders bei CMYK-zu-CMYK-Farbkonvertierungen – darauf zu achten, dass Quell- und Zielprofil mit der gleichen Profilierungssoftware berechnet wurden. Häufig kommen in der Praxis jedoch Profile von verschiedenen Anbietern zum Einsatz (wie Adobe, der ECI oder ColorLogic), was zu Problemen bei der Farbkonvertierung mit dem perzeptiven Rendering Intent führen kann.

Diese Probleme lassen sich durch die Verwendung von SmartLink umgehen.

Das SmartLink-Modul verwendet die in PDF- oder Bilddaten eingebetteten Quellprofile und berechnet für jedes Objekt automatisch das für die Konvertierung benötigte DeviceLink-Profil zwischen Quelle und Ziel und wendet es auf Objektebene an. Auch die Hauptkonvertierung vom Dokumentfarbraum zum Zielfarbraum erfolgt über SmartLink. SmartLink ist daher ideal geeignet, um Fremddaten aus den unterschiedlichsten Quellen optimal (per DeviceLink) farblich korrekt zu verarbeiten.

Für SmartLinks stehen sieben weitere Rendering Intents zur Verfügung

Zusätzliche SmartLink-Rendering Intents

ZePrA enthält sieben weitere Rendering Intents zum Vermeiden von unharmonischen Farbkonvertierungen, die sich aus unterschiedlich berechneten Tabellen bei Quell- und Zielprofilen ergeben können.

Um präzise Farbkonvertierungen zu gewährleisten berechnet ZePrA die Konvertierung von Quell- und Zielprofil komplett “on-the-fly” neu. Dabei kommen die gleichen Algorithmen zum Einsatz, die auch in ColorLogics Profilierungssoftware CoPrA verwendet werden.

Hinweis: Diese zusätzlichen Rendering Intents sind nur mit aktivierter SmartLink-Funktion verfügbar. Wenn SmartLink nicht als Konvertierungsmethode ausgewählt wurde, oder SmartLink nicht lizenziert wurde, können nur die vier ICC-Rendering Intents verwendet werden.

Standard Komprimierung: Wenn die Umrechnung zwischen unterschiedlich großen Farbumfängen erfolgen soll. Berechnet eine perzeptive Umsetzung für Eingabe- und Zielprofil, die für alle Arten von Gamuts (Farbumfängen) gut geeignet ist. Das Erscheinungsbild der Grauachse hängt dabei immer vom Papierweiß des Zielprofils ab. Bei CMYK-Daten auf einem sehr gelblichen Papier wirkt auch die Grauachse der transformierten Datei gelblich. Dieselbe Grauachse wird auf einem bläulichen Papier bläulich aussehen.
 Bei der Standard Komprimierung werden unterschiedliche Gamutgrößen berücksichtigt. Bei sehr kleinen Farbumfängen (zum Beispiel beim Zeitungsdruck) werden die tiefen Töne leicht angehoben, um mehr Zeichnung in diesen Bereichen zu erreichen.

Schwarzkompensation: Verwenden Sie die Schwarzkompensation, um mit der perzeptiven Konvertierung die gleichen Ergebnisse zu erzielen, wie mit „Relativ farbmetrisch mit aktivierter Tiefenkompensierung”. Bei der Konvertierung von einem großen auf einen kleinen Farbraum bleibt die Zeichnung in den Lichtern und Tiefen erhalten, anders als bei einer reinen relativ farbmetrischen Konvertierung. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Out-of-Gamut-Farben werden abgeschnitten.

Absolute Komprimierung: Verwenden Sie diese Methode, wenn die Farbumfänge ähnlich groß, die Papiertöne jedoch deutlich unterschiedlich sind. Im Unterschied zur Standard Komprimierung und Schwarzkompensation wird in der Graubalance die Papierfärbung ausgeglichen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die Farbanmutung der Ursprungsdatei auf einem Zielmedium mit anderer Papierfärbung bestmöglich erhalten bleibt. Auch bei dieser Methode werden Tiefenbereiche bei kleinen Farbumfängen angehoben.

Die Grauachse eines Quellfarbraums wird nach einer Konvertierung mit Absolute Komprimierung weitgehend identisch zum Original aussehen (zum Beispiel auf einem gelblichen oder einem bläulichen Papier).

Dynamische Komprimierung: Vergleicht den Eingabefarbraum mit dem Zielfarbraum und erzeugt eine Komprimierung, die Out-of-Gamut-Bereiche minimiert. Dabei bleibt sowohl die Helligkeit und damit die Zeichnung des Originalfarbraums erhalten, wie auch eine möglichst hohe Sättigung. Die Grauachse wird relativ zum Papierweiß des Zielprofils umgesetzt (wie bei der Standard Komprimierung). Gut geeignet, wenn Quell- und Zielprofil einen sehr großen Dynamik- und Kontrastumfang aufweisen, wie zum Beispiel bei RGB-zu-CMYK-Konvertierungen.

Minimale Komprimierung (Papier-absolut): Dieser Rendering Intent gibt den Farbraum möglichst absolut farbmetrisch wieder und kompensiert nur in der Nähe des Schwarz- und Weißpunkts. Dabei wird eine maximale Tiefe erreicht, die Zeichnung bleibt erhalten und das Weiß wird nicht simuliert. Verwenden Sie diesen Rendering Intent, wenn Sie eine sehr genaue Wiedergabe erzielen wollen, zum Beispiel mit Druckstandards wie ISO Coated V2 oder GRACoL2006 Coated1v2 auf einer Digitaldruckmaschine.
Hinweis: Beachten Sie dabei, dass ähnlich wie beim absolut farbmetrischen Rendering Intent der Zielfarbraum möglichst größer sein sollte, als der zu simulierende Farbraum (oder ähnlich groß), um den Verlust von Details und Farbigkeit zu vermeiden. Für Konvertierungen von großen auf kleine Farbräume verwenden Sie, wenn Sie die Graubalance des Quellfarbraumes erhalten wollen, stattdessen unseren Rendering Intent Absolute Komprimierung.

Minimale Komprimierung (Papier-relativ): Diese Methode ähnelt weitgehend der relativ farbmetrischen Methode und kompensiert nur in der Nähe des Schwarz- und des Weißpunkts. Sie ähnelt auch der Umrechnungsart Minimale Komprimierung (Papier-absolut), verwendet aber stattdessen den relativ farbmetrischen Intent.

Minimale Weißkomprimierung: Ist prinzipiell vergleichbar mit der Umrechnungsart Minimale Komprimierung (Papier-absolut). Bei diesen beiden Rendering-Intents wird der Weißpunkt ohne Simulation der Papierfarbe komprimiert, dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied:

Bei der minimalen Komprimierung erfolgt eine eher perzeptive Umrechnung, da hier auch der Schwarzpunkt komprimiert wird. So wird ein maximal dynamischer Kontrastumfang ohne Verluste in den Tiefendetails möglich. Die Minimale Weißkomprimierung kann hingegen eher als absolut farbmetrischer Rendering-Intent ohne Komprimierung des Schwarzpunkts betrachtet werden. Da die Minimale Weißkomprimierung nur den Weißpunkt und nicht den Schwarzpunkt komprimiert, kann eine sehr hohe Übereinstimmung zwischen Quell- und Zielfarbraum erreicht werden. Das ist vorteilhaft für eine medienübergeifend gleiche Farbdarstellung oder für den Druck auf leicht unterschiedliche Materialien. Die Minimale Weißkomprimierung ist nahe am absolut farbmetrischen Rendering ohne Simulation der Papierfarbe.

Wichtig: Wenn Sie sicherstellen wollen, dass ein “on-the-fly” mit SmartLink erstelltes DeviceLink-Profil den Rendering Intent verwendet, der unter Konfiguration > Bilder/Vektoren eingestellt ist, aktivieren Sie im Reiter Optionen die Checkbox Rendering Intent aus PDF-Dateien ignorieren.

SmartLink-Methode

Die SmartLink-Funktion verwendet die in ZePrA eingestellten oder die in Bildern und PDF-Dateien eingebetteten ICC-Geräteprofile zum “on-the-fly”-Erstellen von DeviceLink-Profilen. Die unterstützten Farbraumkombinationen umfassen:

  • RGB-zu-CMYK
  • CMYK-zu-CMYK
  • CMYK-zu-RGB
  • Gray-zu-Gray
  • Gray-zu-RGB
  • Gray-zu-CMYK
  • CMYK-zu-Gray
  • CMYK-zu-Multicolor
  • RGB-zu-Multicolor
  • Multicolor-zu-Multicolor

SmartLink-Konvertierungen definieren

Die SmartLink-Methode berücksichtigt die jeweiligen Anforderungen der verschiedenen Druckbedingungen, so dass die gedruckten Farben korrekt wiedergegeben und optimal für den verwendeten Prozess aufbereitet werden.

Hinweis: Wenn die Checkbox Output-Intent bevorzugen aktiviert ist, gibt es im Drop-Down-Menü SmartLink-Method Voreinstellungen für Multicolor. Damit wird eine automatische Verarbeitung von PDF/X-5n- oder PDF/X-6n-Dateien mit Multicolor-Output-Intent möglich.

Traditioneller Druck – klassisch: Konvertierung für Offset-, Gravur-, oder Zeitungsdruck. Die erstellten DeviceLinks stellen sicher, dass Schwarz und Grau, genau wie die Primär-, Sekundär- und Triplex-Farbtöne des Quellprofils erhalten bleiben. Der Gesamtfarbauftrag wird vom Zielprofil übernommen und die Separation der Quelldaten wird erhalten.

Traditioneller Druck mit Automatik: Wählen Sie diese Einstellung, wenn sich die Farben und das Papier des Zielfarbraums deutlich vom Output Intent oder dem Dokumentfarbraum unterscheiden. Die Separation bleibt erhalten, jedoch werden die Ausnahmen für spezielle Farben, wie Schwarz und Grau, Primär-, Sekundär- und Triplex-Farbtöne automatisch auf Basis beider Profile berechnet.

Großfomatdruck – Inkjet: Die Separation zeichnet sich durch ein starkes GCR und einen späten Schwarzeinsatz aus. Der Schwarzpunkt und der Gesamtfarbauftrag werden automatisch berechnet, um die beste Farbausgabe zu garantieren. Die Ausnahmen für spezielle Farben, wie Schwarz und Grau, Primär-, Sekundär- und Triplex-Farbtöne, werden automatisch auf Basis beider Profile berechnet. Um Probleme zu vermeiden, die auftreten können, wenn Farben zwischen unterschiedlichen Inkjet-Druckern oder zwischen dem Inkjet-Drucker und dem Quellfarbraum variieren (wie bei ISOcoated V2 oder GRACol), berechnet die Großfomatdruck – Inkjet-Methode in diesen Fällen automatisch die erforderlichen Ausnahmen.

Digitaldruck – Toner: Für tonerbasierte Digitaldrucker und Bürodrucker. Diese Methode verwendet die gleichen DeviceLink-Voreinstellungen für die Ausnahmen wie Großfomatdruck – Inkjet. Die Separationsmethode stellt sicher, dass ein hoher Prozentsatz an Schwarz genutzt wird, um einen stabilen Ausdruck und eine neutrale Graubalance zu erreichen. Der Gesamtfarbauftrag wird aus dem Zielprofil übernommen. Die Ausnahmen für spezielle Farben, wie Schwarz und Grau, Primär-, Sekundär- und Triplex-Farbtöne, werden automatisch auf Basis beider Profile berechnet.

Hinweis: Alle Methoden, die Ausnahmen automatisch berechnen, können zur Folge haben, dass Grau, Primärfarben und Sekundärfarben mehrfarbig aufgebaut werden, was zu Überdruckenproblemen in komplexen PDF-Dateien führen kann. Wenn SmartLink nicht lizensiert wurde, baut der Auto-Setup-Assistent die Konfigurationen anders auf, um Überdruckenprobleme möglichst zu vermeiden. Ohne SmartLink-Lizenz werden CMYK-Objekte mit eingebettetem Profil wie Objekte ohne Profil behandelt und mit dem ausgewählten DeviceLink-Profil konvertiert.

Wenn eine der vier genannten Standard-SmartLink-Methoden ausgewählt wurde, sind keine weiteren SmartLink-Voreinstellungen notwendig.

TAC-Reduzierung: Reduziert den Gesamtfarbauftrag bei gleichzeitigem Erhalt der Farbwahrnehmung. Diese Methode ist nur verfügbar, wenn die CMYK-Profile für den Dokument-Farbraum und den Zielfarbraum identisch sind. Unter Einstellungen kann dann der gewünschte maximale Farbauftrag in Prozent angegeben werden. Standardmäßig werden die TAC-Einstellungen aus dem Profil für den Zielfarbraum ausgelesen.

Farbeinsparung: Reduziert den Gesamtfarbauftrag bei gleichzeitigem Erhalt der Farbwahrnehmung. Diese Methode ist nur verfügbar, wenn die CMYK-Profile für den Dokument-Farbraum und den Zielfarbraum identisch sind. Unter Einstellungen kann dann eine vordefinierte Methode ausgewählt werden. Mit Importieren können jedoch auch eigene, mit CoPrA erstellte (und exportierte) Einstellungen importiert werden. Die Farbeinsparung erfordert ZePrA XL oder höher, bzw. eine SaveInk- und SmartLink-Lizenz.

SaveNeutral: Moderates Erhöhen des Schwarzanteils in den neutralen Farbbereichen. Ideal für Druckereien, die einen schnellen Einstieg in das Sparen von Druckfarbe suchen und in der Praxis Erfahrung sammeln wollen. Diese Profile sorgen vornehmlich für eine Druckprozessstabilisierung und sind weniger zum Einsparen von großen Mengen an Druckfarbe geeignet.

SaveStrong: Der Schwarzanteil wird signifikant erhöht. Wendet sich an Druckereien, die ihren Druckprozess gemäß der Standardisierung im Griff haben und eine hohe Farbeinsparung anstreben, jedoch an der Druckmaschine noch Spielraum für Anpassungen lassen möchten.

SaveMaximum: Maximiert den Schwarzanteil und ermöglicht die größte Farbeinsparung. Hauptsächlich für Druckereien geeignet, die erfolgreich Standards eingeführt haben und diese komplett kontrollieren.

Individuell: Aktiviert die Schaltfläche Einstellungen und ermöglicht es damit, alle Farbraum-Einstellungen individuell anzupassen.

Unter Einstellungen > SmartLink-Einstellungen kann gewählt werden, wie Konvertierungen zum Zielfarbraum erfolgen sollen. Dies schließt sowohl die Umrechnung vom Dokument-Farbraum als auch die von Bildern/Vektoren zum Zielfarbraum ein.

Für alle Farbraumkonvertierungen kann entweder eine vordefinierte oder eine mit CoPrA selbst erstellte Methode ausgewählt werden. Mit Importieren können außerdem auch eigene, mit CoPrA erstellte (und exportierte) Einstellungen importiert werden.

SmartLink-Konvertierung auf äquivalente Quell- und Zielprofile anwenden: Standardmäßig ignoriert ZePrA die Konvertierung von Quell- zu Zielfarbraum mit äquivalenten Profilen, um unnötige Farbänderungen zu vermeiden. Durch Aktivieren der Checkbox wird die Konvertierung von Bild- und Vektorfarbraum zu Zielfarbraum oder von Dokument- zu Zielfarbraum mit äquivalenten Profilen unter Verwendung der ausgewählten SmartLink-Methode durchgeführt.

Hinweis: ZePrA enthält eine interne Liste mit fast allen bekannten Standardprofilen. Viele dieser Standardprofile sind in mehreren Varianten verfügbar, die ebenfalls in der Liste enthalten sind. Diese Varianten sind die von ZePrA erkannten äquivalenten Profile.

Äquivalente Profile sind zum Beispiel: ISOcoated V2.icc, ISOcoated V2 (300).icc, CoatedFOGRA39.icc, ISOcoated V2 (bas).icc

Diese Option ist nicht auf Konvertierungen vom Bild/Vektor– in den Dokumentfarbraum anwendbar.

CoPrAs DeviceLink-Einstellungen in ZePrA verwenden

Durch die enge Verbindung von CoPrA (unserer Profilierungslösung) und unserem Farbserver ZePrA können Sie Ihre Profileinstellungen aus CoPrA für die Berechnung von DeviceLink-Profilen in ZePrA verwenden.

Detaillierte Informationen dazu, wie man CoPrAs DeviceLink-Einstellungen in ZePrA verwenden kann, finden Sie unter Mit ZePrA teilen.

DeviceLink-Iteration

Überblick

Insbesondere beim Proofen ist eine Iteration des Proofergebnisses erforderlich, um die bestmögliche Farbübereinstimmung zu erreichen. Dazu muss ein spezielles Testchart gedruckt werden, das zuvor mit den gewünschten Farbmanagement-Einstellungen einer gegebenen Konfiguration konvertiert und vermessen wurde. Anschließend wird das DeviceLink optimiert. Nach ein bis drei Iterationszyklen wird eine bessere Übereinstimmung in Bezug auf die DeltaE-Werte erreicht. Dieser Prozess ist fehleranfällig, wenn er manuell durchgeführt wird, doch mit dem DeviceLink-Iterations-Assistent, der den Anwender durch die einzelnen Schritte führt, ist er einfach zu bewerkstelligen.

Vorgehensweise

Die Iteration beginnt mit der Auswahl der zu iterierenden Konfiguration. Dies kann auf drei verschiedenen Wegen erfolgen:

  1. Wählen Sie im Abschnitt Warteschlangen der Übersicht die Warteschlange und die Konfiguration aus, die Sie iterieren möchten. Öffnen Sie das Kontextmenü mit einem Rechtsklick und wählen Sie DeviceLink-Iteration.

  2. Wählen Sie im Menü Werkzeuge den Eintrag DeviceLink-Iteration und suchen Sie im Drop-down-Menü Konfiguration des erscheinenden DeviceLink-Iteration-Wizards nach der gewünschten Konfiguration. Sie können die gleichen Such- und Sortierfunktionen verwenden, die Sie aus den Konfigurations-Drop-down-Menüs an anderen Stellen in ZePrA kennen, um eine gesuchte Konfiguration zu finden.

  3. Öffnen Sie die gewünschte Konfiguration und klicken Sie im Reiter Dokument/Ziel im Abschnitt Konvertierung unten auf die Schaltfläche Iterieren.

Der DeviceLink-Iterations-Assistent für die Iteration besteht aus den Reitern Aktuelle Iteration und Archiv. Der Reiter Aktuelle Iteration enthält den eigentlichen Iterations-Assistenten und typischerweise wird bei Auswahl einer noch nicht iterierten Konfiguration der Assistent direkt dort gestartet. Der Reiter Archiv enthält alle bisher durchgeführten Iterationsschritte einschließlich aller Auswertedetails.

Aktuelle Iteration

Der DeviceLink-Iterations-Assistent führt den Anwender in vier Schritten durch den Iterationsprozess:

  1. Erstellen des zu druckenden Testcharts
  2. Drucken und Messen dieses Testcharts
  3. Kontrolle der Auswertungsergebnisse
  4. Fortsetzen oder Beenden der Iteration

Schritt Eins: Erstellen des zu druckenden Testcharts

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie verwenden das integrierte Standard-Iterations-Testchart, das natürlich immer für den Farbraum der gegebenen Konfiguration optimiert ist. Oder, wenn Sie eine eigene Referenzdatei aus einem benutzerdefinierten Chart verwenden möchten, können Sie unter Eigenes Iterations-Testchart eine entsprechende Referenzdatei (TXT, CXF3, XML) auswählen.

Wählen Sie danach Ihre Messgerät-Einstellung. Aus dem Drop-down-Menü können verschiedene Einstellungen für die unterstützten Messgeräte im Measure Tool ausgewählt werden (das Measure Tool ist in ZePrA enthalten).

Hinweis: Mit ColorLogic ColorAnt können Sie Ihre eigenen, für Ihre individuellen Anforderungen optimierten Instrumenteneinstellungen im Werkzeug Chart exportieren erstellen (erfordert eine gültige ColorAnt-Lizenz).

Klicken Sie auf Speichern und wählen Sie ein Dateiformat (PDF, TIFF oder PSD), um das Testchart am gewählten Speicherort zu erstellen. Alle Farbmanagement-Einstellungen der Konfiguration werden dabei automatisch angewendet.

Hinweis: In einigen Fällen kann das Erstellen des Charts einige Zeit in Anspruch nehmen, zum Beispiel wenn in der Konfiguration die Konvertierungseinstellungen SmartLink oder Geräteprofil verwendet werden, da dann zunächst ein DeviceLink-Profil erstellt werden muss.

Wenn das Chart und die dazugehörige Referenzdatei erfolgreich erstellt wurde, zeigt eine Meldung und ein grünes Häkchen an, dass Sie nun mit Weiter fortfahren können.

Schritt zwei: Drucken und Messen des Testcharts

Dieser Schritt besteht eigentlich aus zwei Arbeitsgängen. Zunächst muss das in Schritt 1 erstellte Chart auf dem Drucker ohne Farbmanagement-Einstellungen gedruckt werden. Nach dem Trocknen muss der Druck dann gemessen werden. Wenn das MeasureTool verwendet werden soll, klicken Sie einfach auf die Schaltfläche Messen.

Sie müssen sich nicht um die Referenzdatei und das Layout kümmern, da dies im Measure Tool bereits für Sie vorausgewählt wird. Wie Sie Ihr Gerät auswählen und mit dem Measure Tool messen, wird hier erklärt.

Hinweis: Alternativ können Sie auch die zuvor exportierte Referenzdatei verwenden und das gedruckte Chart mit einem anderen Messwerkzeug messen. Achten Sie darauf, dass die Messungen in Standard-Dateiformaten gespeichert werden, die von ZePrA gelesen werden können, wie CGATS TXT oder XML, oder CXF3. Die externe Messdatei kann über die Schaltfläche Laden importiert werden.

Wenn die Messdaten vom Measure Tool übertragen oder aus externen Quellen geladen wurden und mit dem gedruckten Chart konform sind, wird dies durch ein grünes Häkchen bestätigt, und Sie können auf Weiter klicken.

Hinweis: Wenn Messdaten geladen werden, die nicht zum Chart-Layout passen, erscheint eine Warnmeldung. Das Fortfahren mit dem nächsten Schritt ist dann nicht möglich.

Schritt drei: Kontrolle der Auswertungsergebnisse

Der dritte Schritt zeigt die Auswertungsergebnisse der Messungen im Vergleich zur gewünschten Farbkonvertierung. Wenn alle Kategorien wie zum Beispiel Substrat, maximales und durchschnittliches DeltaE für alle Farbfelder, usw. innerhalb des Grenzwertes liegen, werden sie in Grün dargestellt und das Gesamtergebnis wird als OK angezeigt.

In einem Proofing-Fall, zum Beispiel wenn in der Konfiguration ein absolut farbmetrischer Rendering-Intent verwendet wird, kann der Proofdruck vom DeviceLink-Iterations-Assistenten gemäß ISO 12647-7 ausgewertet werden. Wenn nach der Messung alle Kategorien innerhalb der Toleranzen liegen, ist der Druck ein Contract Proof gemäß ISO12647-7, was mit einem grünen Haken angezeigt wird. Eine weitere Iteration ist dann nicht erforderlich. Der Anwender wird darüber informiert und das Auswahlfeld Optimierung nicht anwenden ist vorausgewählt.

Diese Vorauswahl kann natürlich geändert und eine weitere Iteration angewendet werden, wenn die Messwerte einzelner Farbfelder oder Kategorien orange markiert sind und die Ergebnisse weiter verbessert werden sollen. Wählen Sie dazu das Auswahlfeld DeviceLink optimieren und anwenden  und klicken Sie auf Weiter. Alternativ können Sie die Iteration auch später im Reiter Archiv anwenden.

Wenn nur eine einzige Kategorie in der Tabelle der Auswertungsergebnisse rot angezeigt wird, ist der Proofdruck nicht in Ordnung und die Validierung ist gescheitert. In diesem Fall wird eine Warnung angezeigt und vorgeschlagen, eine Iteration anzuwenden, um das Ergebnis zu verbessern. Das entsprechende Auswahlfeld DeviceLink optimieren und anwenden ist dann automatisch vorausgewählt.

Wenn Sie DeviceLink optimieren und anwenden ausgewählt haben und auf Weiter klicken, wird on-the-fly ein iteriertes DeviceLink berechnet und automatisch in der Konfiguration eingetragen.

ZePrA enthält darüber hinaus noch weitere intelligente Funktionen, beispielsweise prüft ZePrA auf Out-of-Gamut-Farben und bewertet, ob diese Farben verbessert werden können. Farben, die in den Auswertungsergebnissen und im Report rot angezeigt werden, liegen außerhalb des Gamuts und ihre deltaE00-Werte können sehr wahrscheinlich nicht verbessert werden.

Dennoch kann eine Iteration die Darstellung von Out-of-Gamut-Farben leicht verändern, zum Beispiel, um Farbtonfehler zu korrigieren, wenn die Farben weit vom gewünschten Farbton entfernt sind. Außerdem können Farben, die orange dargestellt werden, mit einer weiteren Iteration durchaus verbessert werden. Wenn jedoch nur noch rot dargestellte Farbwerte vorliegen, informiert ZePrA den Anwender darüber, dass weitere Iterationen keinen zusätzlichen Nutzen bringen und wählt das Auswahlfeld Optimierung nicht anwenden aus.

Wenn sowohl rot als auch orange dargestellte Farben vorhanden sind, können die Farbwerte weiter optimiert werden und ZePrA schlägt vor, die Iteration anzuwenden.

Schritt vier: Fortsetzen oder Beenden der Iteration

Der vierte Schritt schließt den ersten Iterationsdurchlauf ab. Hier stehen drei Optionen zur Auswahl. Basierend auf den vorherigen Ergebnissen wählt der Assistent bereits eine logische Option aus, der Sie folgen können:

  1. Weitere Optimierung des DeviceLink-Profils durchführen: Führt eine weitere Iteration durch, zum Beispiel um zu überprüfen, ob ein zuvor iteriertes DeviceLink soweit optimiert werden kann, dass es die Bewertung erfolgreich besteht. Wenn Sie dieses Auswahlfeld auswählen und dann auf Weiter klicken, beginnt ein neuer Iterationsdurchlauf mit Schritt 1 und dem Erstellen eines neuen zu druckenden Testcharts.
  2. Die Auswertungsgebnisse auf der Registerkarte “Archive” ansehen: Wenn Sie bereits mehrere Iterationen durchgeführt haben oder die Bewertungsergebnisse noch einmal sehen möchten, können Sie diese Option wählen. Wenn Sie auf Weiter klicken, öffnet sich der Reiter Archiv, in dem der letzte Iterationsschritt hervorgehoben ist.
  3. Diesen Dialog schließen: Wenn Sie nicht weiter iterieren möchten oder das Ergebnis der Bewertung in Ordnung ist, können Sie die Option Diesen Dialog schließen wählen und durch einen Klick auf Weiter den DeviceLink-Iterations-Assistenten beenden.

Archiv

Alle während der Iteration erzeugten Daten - wie Testcharts, Referenz- und Messdaten sowie der Report - werden zusätzlich zu dem vom Anwender definierten Speicherort in einer internen Datenbank abgelegt.

Wenn also Daten aus dem Speicherort gelöscht werden, können sie dennoch weiterhin über den Reiter Archiv aus der internen Datenbank wiederhergestellt werden. Sie können also jederzeit einen Iterationsdurchlauf unterbrechen, dabei auch den Dialog des DeviceLink-Iterations-Assistenten schließen, und später anhand der im Archiv gespeicherten Informationen auf den letzten abgeschlossenen Schritt zurückgreifen.

Der Reiter Archiv zeigt alle Iterationsschritte und Auswertungsdetails an. Die Tabelle Verlauf enthält eine Liste aller Iterationen, wobei die aktive Iteration hervorgehoben ist. Weitere Informationen zum ausgewählten Iterationsschritt werden unter Einzelheiten angezeigt.

Die Spalten der Verlauf-Tabelle zeigen die Nummer des Iterationsschritts #, den maximalen DeltaE00-Wert dE00 (max), den durchschnittlichen DeltaE00-Wert dE00 (avg), den Status des ausgewählten Iterationsschritts und einige Informationen über die Iteration selbst, wie zum Beispiel Optimierung angewandt, wenn die Messungen aus dem gedruckten Testchart tatsächlich verwendet wurden, um ein iteriertes DeviceLink zu erstellen, oder Auswertungsmessung, wenn die Messungen nur für die Auswertung verwendet wurden und nicht zum Erstellen eines iterierten DeviceLinks.

Außerdem kann eine laufende Iteration (die im Reiter Aktuelle Iteration durchgeführt wird) abgebrochen werden, was im Verlauf in der Spalte Information kenntlich gemacht wird, zum Beispiel mit Nächster Schritt: Testchart speichern, Nächster Schritt: Messen oder Messdaten laden, Nächster Schritt: Auswertung.

Durch einen Rechtsklick auf einen Iterationsschritt im Verlauf wird ein Kontextmenü mit den folgenden Optionen angezeigt:

Testchart speichern: Exportiert das Testchart an einen gewählten Speicherort. Das Testchart wird dabei nicht neu erstellt, sondern nur aus der internen Datenbank kopiert. Daher berücksichtigt die Dateiauswahl nur den ursprünglich vom Benutzer festgelegten Dateityp.

Referenzdaten speichern: Speichert die zum Testchart gehörenden Referenzdaten am ausgewählten Speicherort.

Messdaten speichern: Speichert die Messdaten am ausgewählten Speicherort.

Report speichern: Speichert einen Report, der alle angezeigten Einzelheiten und die vollständigen Informationen zu jedem Messfeld enthält. Dies ist praktisch, um Farben mit den höchsten oder niedrigsten DeltaE-Werten oder Farben, die außerhalb des Gamuts liegen, zu identifizieren. 

Vorherigen Zustand wiederherstellen: Dies ist nur für Iterationen mit dem Zustand angewandt verfügbar. Kehrt zum Zustand vor diesem Iterationsschritt zurück und gibt dem vorherigen Iterationsschritt, falls vorhanden, den Zustand angewandt. Der Zustand ändert sich in Auswertungsmessung. Alle nachfolgenden Einträge werden gelöscht.

Zustand danach wiederherstellen: Dies ist nur für Iterationsschritte mit dem Zustand angewandt verfügbar. Geht zum Zustand nach diesem Iterationsschritt weiter, wodurch dieser zur aktiven Iteration wird. Der Zustand einer nächsten Iteration, falls vorhanden, wäre Auswertungsmessung. Alle nachfolgenden Einträge nach dem nächsten Iterationsschritt werden gelöscht.

Optimierung anwenden: Diese Option ist nur für Iterationen mit dem Zustand Auswertungsmessung verfügbar. Sie kann für Auswertungsmessungen verwendet werden, die nicht im Iterationsverlauf selbst angewendet wurden. Verwenden Sie diese Option, wenn Sie eine Iteration zu einem späteren Zeitpunkt anwenden möchten.

Auswertungsergebnisse

Die unter Einzelheiten angeführten Auswertungsergebnisse beziehen sich immer auf die Auswertungen des vorherigen Schritts. Das heißt, wenn in Schritt 1 eine Iteration angewendet wurde, sind die unter Einzelheiten angezeigten Auswertungsergebnisse für den ausgewählten Schritt 1 die Werte, bevor die Iteration tatsächlich angewendet wurde. Um die Ergebnisse der ersten Iteration zu sehen, ist also ein zweiter Schritt notwendig. Die für diesen zweiten Schritt angezeigten Auswertungsergebnisse geben daher die Iterationsergebnisse des ersten Iterationsschritts wieder, und so weiter. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Ergebnisse einer Iteration für eine zweite Iteration zu nutzen. Aber auch hier ist dann wieder eine weitere Messung nötig, um herauszufinden, ob diese Iteration das Ergebnis tatsächlich verbessert hat.

Die Auswertungsmessung jeder Kategorie wird gemäß den in ISO 12647-7 definierten Toleranzen für die Proofauswertung angezeigt. Diese Auswertungsmessungen können auch dann als Proofauswertung betrachtet werden, wenn in der Konfiguration ein absolut farbmetrischer Rendering-Intent verwendet wurde.

Die in der Tabelle dargestellten Werte können mit den Farben Grün, Orange und Rot dargestellt sein. Grüne Werte liegen innerhalb der Toleranz und sind somit in Ordnung. Orangefarbene Werte liegen außerhalb der Toleranz, können aber durch Iteration verbessert werden.

Rote Werte liegen außerhalb der Toleranz und können nicht verbessert werden. Dies ist meist dann der Fall, wenn eine Quellfarbe im Zielfarbraum nicht wiedergegeben werden kann, weil sie Out-of-Gamut ist. Unter der Tabelle befindet sich eine Gesamtaussage über die Genauigkeit der Wiedergabe. Ein grünes Häkchen zeigt an, dass die Farbkonvertierung innerhalb der Toleranzen liegt, während ein rotes Kreuz anzeigt, dass dies nicht der Fall ist.

Sonderfälle treten auf, wenn der in der Konfiguration verwendete Rendering-Intent nicht absolut farbmetrisch ist. Bei relativ farbmetrischen oder perzeptiven Rendering-Intents müssen die Referenz-Lab-Werte, die zur Iteration der Konvertierung verwendet werden, aus dem Ausgangs-DeviceLink-Profil berechnet werden. Die Messungen werden dann mit diesen Rendering-Intent-spezifischen Referenz-Lab-Werten verglichen. Die Iteration verwendet weiterhin die Toleranzen aus ISO 12647-7 für die Analyse der Iterationsgenauigkeit. Da es sich bei dieser Konvertierung jedoch nicht um einen Proofdruck handelt, ergibt sich für die Gesamtgenauigkeit der Iteration ein anderes Auswertungsergebnis als bei der Iteration mit einem absolut farbmetrischen Rendering-Intent.  

Der Report

Ein Report für einen Iterationsschritt kann mit einem Rechtsklick auf diesen Schritt in der linken Tabelle erstellt werden. Der Report kann in verschiedenen Formaten gespeichert werden, zum Beispiel als PDF, HTML, XML oder TXT. Die Formate PDF und HTML sind die gebräuchlichsten Varianten für Endanwender, während die anderen Formate eher für die Automatisierung und die Verwendung in anderen Systemen wie zum Beispiel einem MIS (Management Information System) gedacht sind. 

Der Report enthält alle angezeigten Einzelheiten und die vollständigen Informationen zu jedem Messfeld. Dies ist praktisch, um Farben mit den höchsten oder niedrigsten DeltaE-Werten oder Farben, die außerhalb des Gamuts liegen, zu identifizieren. Auf der letzten Seite des Reports unten finden Sie eine Legende, die die farblichen Markierungen in der DeltaE-Spalte des Reports erläutern.