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ColorAnt | Hauptfenster

Hauptfenster

Zugriff auf alle Funktionen von einem zentralen Ort

Hauptfenster: Sidebar - Datensätze - Verlauf

Überblick

Das Hauptfenster von ColorAnt ist in drei Bereiche unterteilt.  Alle Werkzeuge befinden sich auf der linken Seite in der Sidebar und sind nach Funktionen gruppiert.

Messdaten werden im Abschnitt Datensätze im oberen rechten Bedienfeld des Fensters angezeigt.
Korrekturen und Werkzeuge, die auf die Messdaten angewendet wurden, werden im unteren rechten Bedienfeld Verlauf chronologisch aufgeführt.

Hinweis: Wenn kein Datensatz ausgewählt ist, werden die Werkzeuge auf alle geöffneten Datensätze angewendet!

Alle Drop-down-Menüs für ICC-Profile fungieren auch als Suchfelder. Geben Sie einfach einige Buchstaben des gewünschten Profilnamens ein und nur die Profile, die diese Buchstaben enthalten, werden im Drop-down-Menü angezeigt.

Arbeiten mit ColorAnt

Datensätze

Das Fenster Datensätze zeigt relevante Informationen über die Messdaten an: Anzahl der Farbfelder, DCS (Farbmodell: CMYK, RGB, Multicolor) und Messwerttyp CIE (colorimetrisch = Lab - spektral = Remission).

Öffnen oder Importieren von Daten

Messdaten können entweder geöffnet (Datei > Öffnen) oder per Drag-and-drop in das Fenster Datensätze gezogen werden.
Hinweis: Wenn Messdaten in einem ICC-Profil gespeichert wurden (zum Beispiel in Profilen, die mit ColorLogics CoPrA erstellt wurden), können diese einfach per Drag-and-drop auf das Fenster Datensätze gezogen werden. Die Messwerte werden dann angezeigt. Wenn das Profil keine Messwerte enthält erscheint eine Meldung (Fehlendes ICC-Tag: Konnte keine Farbdaten aus der Datei "XXX” auslesen).

Extrahieren der ursprünglichen Messdaten aus einem ICC-Profil: Importiert die ursprünglichen Messdaten aus ICC-Profilen. Wenn Sie ein Profil mit CoPrA unter Verwendung der Messdaten-Aufbereitung Aufheller-Korrektur und/oder Messdaten-Korrektur erstellt oder aktualisiert haben, speichert CoPrA zwei Datensätze innerhalb des Profils: Die ursprünglichen Messdaten (raw data) sowie die für die Profilerstellung verwendeten korrigierten Daten (profiling data). Beim Öffnen oder beim Ziehen eines ICC-Profils in das ColorAnt-Fenster extrahiert ColorAnt beide Datensätze und benennt sie entsprechend.

Vordefinierte Daten und zuletzt geöffnete Dateien sind auch über das Menü Datei verfügbar.
Messdaten können außerdem mit dem Measure Tool erfasst und an ColorAnt übertragen werden. Vom Measure Tool erstellte Messdateien werden im Ordner Benutzername/Dokumente/ColorAnt/MeasurementData gespeichert.

ICC-Profile können gemäß ICC-Spezifikation bis zu 15 Kanäle enthalten. ColorAnt unterstützt dementsprechend das Laden und Speichern von Testchartmessdaten mit bis zu 15 Kanälen. Wenn Daten mit mehr als 15 Kanälen geladen werden, wird eine Warnung angezeigt, da diese Daten nicht verarbeitet werden können.
Hinweis: Dies hat keinen Einfluss auf Daten von Sonderfarben. Es ist weiterhin möglich, Sonderfarbenmessdaten mit Tausenden von Farben zu laden.

Workaround für Profile ohne Messdaten

Wenn die Messdaten eines Profils fehlen, können Sie mit dem Werkzeug ICC-Umrechnung virtuelle Messdaten erstellen:

  1. Öffnen Sie eine Referenzdatei in ColorAnt mit dem Farbraum des Profils
  2. Öffnen Sie das Werkzeug ICC-Umrechnung
  3. Wählen Sie das Profil mit den fehlenden Messdaten aus, die Checkbox Nach Lab konvertieren wird automatisch aktiviert
  4. Wählen Sie Absolut farbmetrisch
  5. Klicken Sie auf Start, um das Profil nach Lab zu konvertieren
  6. Die Profildaten werden unter Datensätze in ColorAnt geöffnet

Die Qualität der erzeugten Messdaten hängt von der Genauigkeit des Profils ab.

Öffnen kombinierter CxF-Dateien

Eine einzige CxF-Datei kann mehrere Datensätze enthalten, zum Beispiel Lab-Daten, Remissionsdaten, CMYK-Daten oder andere DCS-Werte.

Beim Öffnen einer CxF-Datei, die mehrere Messbedingungen enthält, erscheint automatisch eine Abfrage, bei der angegeben werden kann, welche der enthaltenen Datensätze geöffnet werden soll.

Wählen Sie entweder den gewünschten Datensatz oder öffnen Sie Alle verfügbaren Datensätze.

Unterstützte Dateiformate

Folgende Dateiformate können geöffnet werden:
CGATS-Textdatei (TXT) (können mehrere Tabellen enthalten)
CGATS XML-Datei (XML) (können mehrere Tabellen enthalten)
Named ICC Profile (ICC)
Color Exchange Format (CxF)
Photoshop Palette (ACO)
Adobe Swatch Exchange (ASE)
GMG CSC-Datei (CSC)
Ink Master file format (MIF)

Folgende Dateiformate können gespeichert werden:
CGATS-Textdatei (TXT)
CGATS XML-Datei (XML)
Named ICC Profile (ICC)
Color Exchange Format (CxF)
Photoshop Palette (ACO)
Adobe Swatch Exchange (ASE)
GMG CSC-Datei (CSC)

Verlauf

Verlauf: Zeigt die auf die Messdaten angewandten Werkzeuge und Korrekturen jedes Bearbeitungsschritts und ermöglicht es, zwischen verschiedenen Bearbeitungszuständen einer Datei zu wechseln. Durch einen Klick auf einen Eintrag im Verlaufsfenster (entweder oberhalb oder unterhalb des aktuellen Status) kann auf einen einzelnen Bearbeitungsschritt zugegriffen und dieser überprüft werden, zum Beispiel im Fenster Betrachten.

Nach einem Doppelklick auf einen Eintrag im Verlauf öffnet sich ein Fenster, das die Einstellungen anzeigt, die in genau diesem Schritt auf die Daten angewendet wurden. Diese Informationen können mit Protokoll speichern als PDF-Dokument gespeichert werden.

Bei der Mittelwertbildung von Dateien mit dem Werkzeug Mitteln hat dies einen zusätzlichen Vorteil: Das Mittelwertbildungsprotokoll enthält einen detaillierten Bericht mit Beispielfarben, der die gemittelten Daten mit allen Dateien vergleicht und nützliche Statistiken für die Prozesskontrolle liefert, zum Beispiel Standardabweichungen (sigma, 2 sigma, 3 sigma) für Dichte, dE und dH/dL. Dadurch werden Farben mit großen Abweichungen einfach erkennbar.

Verlaufsprotokoll speichern: Speichert alle Änderungen, die auf alle Dateien angewendet wurden, in einem PDF-Dokument.

Vergleichen, Betrachten und Auswerten

Die erweiterten Anzeigeoptionen Vergleichen und Betrachten können am unteren Rand des Hauptfensters aufgerufen werden.

Mit Auswerten kann geprüft werden, ob die Proof-Messdaten eines Medienkeils die Anforderungen für einen Contract Proof nach ISO 12647-7 oder einen Validation Print nach ISO 12647-8 erfüllen.
Außerdem kann eine PSD-Bewertung mit zwei unterschiedlichen Auswertungsmethoden durchgeführt werden: „Side-by-Side“ oder “Media Relative”. Abschließend kann ein vollständig detaillierter Report mit einem erfolgreich/gescheitert-Indikator erstellt werden.

Hinweis: Das Auswerten-Werkzeug ist ab ColorAnt L verfügbar.

Am unteren Rand der Sidebar gelangen Sie über Registrierung auf die Registrierungsseite, wo Sie Ihre Lizenz laden und verwalten können. In die Grundeinstellungen des Programms gelangen Sie über Einstellungen.

Kontextmenü

Das Kontextmenü kann mit einem Rechtsklick auf eine ausgewählte Messdatei oder über das Zahnrad-Symbol geöffnet werden und ermöglicht so einen schnellen Zugriff auf alle Werkzeuge der Sidebar und die Funktionen aus dem Menü Datei der Menüleiste.

Hinweis: Über das Kontextmenü sind je nach der/den ausgewählten Datei(en) nur die entsprechenden Optionen verfügbar. Optionen, die nicht verfügbar sind, bleiben ausgegraut. Es muss eine Datei ausgewählt werden, damit das Kontextmenü angezeigt wird, es sei denn, es ist keine Datei geladen, dann erscheint das Kontextmenü, wenn Sie zum Beispiel mit der rechten Maustaste in den leeren Datensätze-Abschnitt klicken, um Dateien zu öffnen.

Workflow erstellen/anwenden

Die Workflow-Funktion ermöglicht das automatische Verarbeiten und Optimieren von Messdaten mit benutzerdefinierten Werkzeugen und Einstellungen. Die Anwendung verschiedener Werkzeuge für die Datenverarbeitung kann definiert und an die Anforderungen spezifischer Jobs angepasst werden, so dass Messdaten automatisch auf eine genau festgelegte Weise verarbeitet werden können.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Workflow-Seite.

Zuletzt benutzte Dateien: Öffnet eine Liste mit allen zuletzt geöffneten Dateien. Häufig genutzte Dateien (Favoriten) können ebenfalls zu dieser Liste hinzugefügt werden und lassen sich dann bequem über das Kontextmenü öffnen.

Um sie über das Kontextmenü zugänglich zu machen, müssen sie im Ordner FavoriteFiles gespeichert werden, der über den Eintrag Favoritenverzeichnis öffnen im Menü Datei geöffnet werden kann.

Alle unterstützten Dateien dieses Ordners werden oben in der Liste der zuletzt benutzten Dateien angezeigt, getrennt durch eine gestrichelte Linie. Da diese Liste von allen ColorLogic-Anwendungen gemeinsam genutzt wird, sind die dort enthaltenen Dateien auch in CoPrA und ZePrA verfügbar.

Layout

Das Untermenü Layout enthält Optionen zum Drehen und Spiegeln von Testcharts und zum Ändern des Gesamt-Layouts.

Layout: Ermöglicht eine Änderung der Breite und Höhe der Farbfelder. So kann zum Beispiel die Anzahl der Zeilen eines Charts über die Höhe und die Anzahl der Spalten über die Breite festgelegt werden.

Farbfilter

Primärfarben Filtern: Extrahiert die Primärfarben aus einer Messdatei.

Volltöne filtern: Extrahiert die Volltöne aus einer Messdatei.

Eckpunkte Filtern: Extrahiert die Eckpunkte aus einer Messdatei.

CxF/X-4 Daten Filtern: Extrahiert alle Werte, die der CxF/X-4-Spezifikation entsprechen (zum Beispiel die Gradienten der Primärfarben auf Weiß und Schwarz), aus einer Messdatei.

CxF/X-4 Daten Filtern inklusive Schwarzgradient: Extrahiert alle für CxF/X-4 relevanten Werte einschließlich des Schwarzgradienten aus einer Messdatei.

Import/Export von Daten

Farbfelder aus Bilddatei: Erstellt ein bildbezogenes Testchart basierend auf einer geladenen Bilddatei, indem die gängigsten/wichtigsten Farben aus diesem Bild extrahiert werden. Es kann über das Kontextmenü oder per Drag-and-Drop von TIFF- oder JPEG-Dateien in das Hauptfenster von ColorAnt aufgerufen werden. Wählen Sie im Fenster Farbfelder aus Bilddatei die Anzahl der gewünschten Farbfelder für das Testchart und ob auch die Eckpunkte hinzugefügt werden sollen.

Hinweis: Diese Funktion ermittelt den besten Farbsatz, um ein Bild genau wiederzugeben (Wenn diese Farben genau wiedergegeben werden, wird das gesamte Bild genau wiedergegeben). Dies erfordert einen Kompromiss bei der Farbhäufigkeit, der Vermeidung von benachbarten Farben, der Vermeidung großer Lücken und dem Abdecken des Gamuts des Bildes.

Esko-Testcharts separieren: Extrahiert Daten aus einem 7C-Datensatz, um ein 4x4 Equinox-Testchart zu erstellen (Equinox ist eine Multicolor-Profilierungsanwendung von Esko, die spezielle Anforderungen an das Erstellen von Testcharts für die Multicolor-Profilierung stellt).

Beispiel: Für einen CMYKOGV-Datensatz erstellt diese Funktion die folgenden vier Datensätze: 

  1. CMYK.txt, enthält die CMYK-Komponenten
  2. OMYK.txt, enthält die OMYK-Komponenten, wobei der erste Kanal (Orange) Cyan heißen muss
  3. CGYK.txt, enthält die CGYK-Komponenten, wobei der zweite Kanal (Grün) Magenta heißen muss
  4. CMVK.txt, enthält die CMVK-Komponenten, wobei der dritte Kanal (Violett) Gelb heißen muss

Lab/XYZ/Dichte/CxF/X-4 exportieren: Daten können in folgenden Formaten exportiert werden:
Als Lab, XYZ, Dichte in Formate wie zum Beispiel CGATS Textdateien (txt) oder Color Exchange Format (CxF3)
Als CxF/X-4. Näheres zu diesem Format finden Sie in der Hilfe unter Export als CxF/X-4.

Löschen: Entfernt die ausgewählten Dateien aus dem Fenster Datensätze. Die Dateien werden jedoch nicht von der Festplatte gelöscht.

Als kombiniertes CxF speichern
Kombinierte CxF-Dateien können mehrere Datensätze enthalten, zum Beispiel Spektral- und Lab-Daten. Derartige heterogene CxF-Dateien können nun auch direkt in ColorAnt erzeugt werden.
Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn mehrere Dateien im Bereich Datensätze ausgewählt sind. Wählen Sie die Dateien aus, die in einer einzigen CxF-Datei kombiniert werden sollen, und wählen Sie dann Als kombiniertes CxF speichern.
Hinweis: Ein einzelner Datensatz kann als CxF-Datei gespeichert werden, indem Speichern als im Kontextmenü ausgewählt wird.

Editieren

Schnittmenge: Zum Vergleichen von Messdaten mit einer unterschiedlichen Anzahl an Farbfeldern und/oder Farbkanälen. Wählen Sie dazu im Hauptfenster die beiden Messdatensätze aus und klicken dann im Kontextmenü auf Schnittmenge. Alternativ können Sie auch auf die Schaltfläche mit dem Zahnradsymbol rechts unterhalb der Datensätze klicken.

ColorAnt scannt dann beide Dateien nach Farbfeldern mit identischen Gerätewerten und entfernt alle anderen Werte. Dadurch werden zwei neue Dateien mit identischen Gerätewerten erstellt, die im Vergleichen-Fenster miteinander verglichen werden können.

Felder Durchnumerieren: Manchmal geraten die IDs von Feldern durcheinander, z. B. beim Zusammenführen mehrerer Dateien aus unterschiedlichen Quellen, was zu unterschiedlichen ID-Typen führt.

Die Funktion Felder Durchnummerieren erstellt neue, einheitliche IDs für alle Felder.

Konsolidieren und konvertieren

DCS und PCS separieren: Trennt die Messdaten von den Referenzdaten. (Teilt Dateien mit Referenz- und Messdaten in zwei einzelne Dateien auf).

Sonderfarbenbibliothek zu DCS: Konvertiert Dateien mit Sonderfarben und bis zu 15 Kanälen in den entsprechenden Gerätefarbraum.

Charts aus Sonderfarben erzeugen: Teilt die gesamte Bibliothek in einzelne Charts für jede Farbe auf.

Charts zu einer Sonderfarbenbibliothek zusammenführen: Verbindet mehrere kompatible Charts zu einer Sonderfarbenbibliothek.

Verlauf löschen: Entfernt alle Einträge im Verlaufsfenster.

Sidebar

Automatische Messdatenkorrektur

Automatik

Automatisches optimieren von Messdaten

Workflow

Benutzerdefinierte automatische Verarbeitung und Optimierung von Messdaten

Import/Export von Daten

Individuelles Chart 

Erstellen eines eigenen, frei konfigurierten Testcharts

Chart exportieren 

Exportieren der ausgewählten Daten als Testchart

Messen

Messen von Testcharts

Report erstellen

Dokumentieren und Bewerten von Messdaten

CxF/X-4 einbetten

Spektrale Messdaten in PDF-Dateien einbetten

Editieren

Redundanzen

Bereinigen von redundanten Farbfeldern

Korrektur

Erkennen und korrigieren von fragwürdigen Messungen

Glätten

Glätten der Farbcharakteristik

Weiß-/
Schwarzkorrektur

Anpassen von Weiß- und Schwarzpunkt

Aufheller

Korrigieren von störenden Effekten durch optische Aufheller

Tonwerte

Anpassen der Tonwertzunahmen von Messdaten an gewünschte Tonwertzunahmekurven

Umrechnen

Berechnen eines großen Testcharts mit Messdaten eines kleinen Testcharts

Primärfarben editieren

Ergänzt, löscht oder tauscht Primärfarben und Papierweiß in Messdaten

Farbeditor

Manuelles Bearbeiten von Farbfeldern und bestmögliche Konvertierung von Sonderfarben

Konsolidieren und konvertieren

Mitteln

Zusammenführen mehrerer Datensätze zu einem gemittelten Datensatz

Verbinden

Vereinen von Messdatensätzen

ICC-Umrechnung

Anwenden von ICC-Geräte- oder DeviceLink-Profilen auf Referenzdaten

CIE-Konvertierung

Beobachter und Beleuchtung eines Datensatzes ändern

Menüleiste

ColorAnt

Über: Ruft die Registrierung auf. Hier finden Sie Informationen zur Versions- und Build-Nummer.
Einstellungen: ColorAnt an Ihre Anforderungen anpassen. Hier können die Anzeige von Dichtewerten, die Tonwertberechnung, Reporteinstellungen und allgemeine Einstellungen festgelegt werden.

Datei

Unter Datei können Sie Daten öffnen, speichern oder in verschiedenen Formaten exportieren.

Speichern unter: Ermöglicht das Speichern in den folgenden Formaten:

  • CGATS-Textdatei (txt)
  • CGATS XML-Datei (xml)
  • Named ICC Profile (icc)
  • Color Exchange Format (CxF)
  • Photoshop Palette (aco)
  • Adobe Swatch Exchange (ase)
  • GMG CSC-Datei (csc)

Besonderheiten der Formate:

  • Named Color Profile sind spezielle ICC-Profile, die für Sonderfarbentabellen gedacht sind. Sie enthalten neben dem Farbnamen die CIE- und DCS-Werte.
  • ACO- und ASE-Dateien können entweder CIE- oder DCS-Werte beinhalten. Deshalb erscheint beim Speichern in eines der beiden Formate auch eine Meldung zur Auswahl, welche Daten gesichert werden sollen.
  • CGATS-Dateien können verschiedene Spezifikationen in einer Datei enthalten, zum Beispiel Messungen aus verschiedenen Testcharts oder verschiedenen Farbräumen. ColorAnt unterstützt mehrere Tabellen in CGATS-Dateien. Ein typischer Anwendungsfall ist der Export verschiedener Lab-Werte von konvertierten Sonderfarben aus dem Sonderfarben-Report in ZePrA und deren Import in ColorAnt zur weiteren Prüfung.

Duplizieren: Erzeugt eine Kopie der ausgewählten Datei.

Lab/XYZ/Dichte/CxF/X-4 exportieren: Daten können in folgenden Formaten exportiert werden:

  • Als Lab, XYZ, Dichte in Formate wie zum Beispiel CGATS Textdateien (txt) oder Color Exchange Format (CxF3)
  • Als CxF/X-4. Näheres zu diesem Format finden Sie in der Hilfe unter Export als CxF/X-4.

Verlauf löschen: Entfernt alle Einträge im Verlaufsfenster.

Hilfe

Online-Hilfe
Führt direkt zur Online-Hilfe.

Quick Start Guide
Führt zur Download-Seite des Quick Start Guides.

Tutorials/Beispieldaten
Link zur Tutorials-Website, auf der ein Download-Link für Beispieldaten vorhanden ist. Mit diesen Daten können Sie die verschiedenen Werkzeuge von ColorAnt testen oder demonstrieren. Sie können die Beispieldaten als Archivdatei (SampleData.zip) herunterladen.
Das Paket enthält auch ein PDF-Dokument, das alle Beispiele und die Verwendung der Beispieldaten erklärt.

Was ist neu?
Führt zur Internetseite mit den Neuerungen und Fehlerkorrekturen in ColorAnt (benötigt eine Internetverbindung).

Readme.txt
Enthält die Release Notes mit Kurzinformationen zu den neuesten Änderungen.

ColorAnt CLI-Dokumentation: ColorAnt unterstützt eine Kommandozeilenschnittstelle für die Integration in andere Workflows. Mit einem Klick auf ColorAnt CLI-Dokumentation im Hilfe-Menü wird das ColorAntCLI.pdf der Kommandozeilenschnittstelle geöffnet. Es richtet sich an Entwickler, Scripter und Experten und beschreibt die Nutzung der Kommandozeilenschnittstelle von ColorAnt.
Hinweis: Die CLI-Funktionalität ist Teil des ColorAnt XL-Pakets.

Registrieren
Hier können Lizenzen geladen und aktiviert werden, eine Demolizenz angefordert oder weitere Informationen zu Lizenzen eingesehen werden.

Prüfe auf Aktualisierung
Die automatische Aktualisierung in ColorAnt sucht über eine Internetverbindung nach Updates. Das Aktivieren der automatischen Update-Prüfung kann jederzeit deaktiviert werden, was empfehlenswert ist, wenn keine Internetverbindung zur Verfügung steht. Wenn die automatische Update-Prüfung deaktiviert ist, ist es immer noch möglich, manuell zu aktualisieren und eine neue Version direkt aus dem Dialog heraus herunterzuladen.

Supportdaten speichern
Wenn Support-Fragen auftreten können Sie Support-Daten speichern und an einen ColorLogic-Vertreter senden, um Hilfe zu erhalten. Diese Funktion sammelt alle erforderlichen Informationen, wie das verwendete Betriebssystem, die Protokolldatei von ColorAnt und die Funktionen, die beim Auftreten des Problems aktiviert waren.

ColorAnt | Betrachten

Betrachten

Grafische Darstellungen von Messdaten

Messdaten betrachten und analysieren

Wählen Sie die Messwertdatei, die Sie genauer betrachten wollen, im Bereich Datensätze aus und öffnen Sie das Betrachten-Fenster. Fünf verschiedene Ansichten geben Ihnen einen schnellen Überblick über alle Farbfelder der Messwertdatei (2D-Ansicht), eine rotierende 3D-Ansicht des Farbkörpers, die TWZ-Kurven, eine zweidimensionale Farbansicht (Spinnennetz) und die Ansicht der Linearitätskurven unter Kurven. Eine der Herausforderungen bei der Analyse von Messdaten ist das Auffinden bestimmter Daten in großen Testcharts. Um die Suche zu erleichtern, können verschiedene Farbfilter ausgewählt werden.

Hinweis: Wenn Sie im Verlauf eine Korrektur auswählen, werden die mit diesem Korrekturschritt verbundenen Daten und die Auswirkungen dieser Korrektur sofort im ausgewählten Reiter des Betrachten-Fensters angezeigt.

Ansichtsoptionen

Das Betrachten-Fenster bietet viele Funktionen, die die Bewertung von Messdaten erleichtern. Filter ermöglichen die Kombination einzelner Kanäle. Kombinationen von 2, 3, 4, 5 oder 6 Kanälen sowie ein und zwei Kanälen in Kombination mit Schwarz können ein- und ausgeblendet werden. Diese Filter sind in der 2D– und 3D-Ansicht verfügbar.

Die Anzahl der dargestellten Farbfelder wird links angegeben, das heißt, wenn ein oder mehrere Filter ausgewählt sind, wird links die Anzahl der betroffenen Farbfelder und die Gesamtzahl der Farbfelder angegeben.

Farbfilter: Mit den Checkboxen können in der 2D– und 3D-Ansicht Farben gezielt ausgewählt und dargestellt werden. Alle anderen Farbfelder werden dann ausgeblendet. So kann man in der 2D-Ansicht sofort erkennen, wo sich die ausgewählten Farben im Testchart-Layout befinden.

In der 3D-Ansicht wird der durch die Farbfilter festgelegte Farbkörper dargestellt. Auf diese Weise können beispielsweise die Volltöne, Grenzwerte, Primärfarben, Sekundärfarben, das Papierweiß oder Schwarz separat betrachtet werden. Bei Multicolor-Daten kann man gut erkennen, in welchen Bereichen die Zusatzfarben den Farbkörper im Vergleich zu CMY oder CMYK erweitert.

Teilweise bestehen Abhängigkeiten zwischen den Farbfiltern, die dazu führen, dass bei Auswahl eines Filters ein anderer Farbfilter (oder auch mehrere) ebenfalls aktiviert wird. Wenn zum Beispiel die Checkbox Sekundärfarben aktiviert wird, werden die Farbfilter Primärfarben und Weiß automatisch ebenfalls aktiviert. Sie können deaktiviert werden, wenn nur zwei Farbkombinationen (Sekundärfarben) hervorgehoben werden sollen.

Farbkanäle: Durch die Auswahl von Farbkanälen können entweder alle Farbfelder oder nur die Farbfelder der ausgewählten Farbkanäle angezeigt werden. Farbkanäle können mit Farbfiltern kombiniert werden, so dass zum Beispiel nur die Multicolor-Primärfarben oder -Sekundärfarben angezeigt werden können. Duplex- und Triplexfarben können durch individuelle Auswahl geeigneter Farbkanäle angezeigt werden (zum Beispiel zeigt Cyan + Schwarz Duplexfarben und Cyan + Magenta + Schwarz zeigt Triplexfarben).

Zoom: Die Zoom-Funktion ermöglicht einen genaueren Blick auf die Farbfelder der Messdatei. Verwenden Sie die Shortcuts CMD+ und CMD- (macOS) bzw. STRG+ und STRG- (Windows) zum Vergrößern und Verkleinern.

Suchen: Diese Suchfunktion ermöglicht die Suche nach IDs, Namen, CIE-Daten und DCS-Daten. Sie kann mit einem rechten Mausklick über das Kontextmenü (oder die Tastenkombination STRG+F) aufgerufen werden.

Bei der Suche nach Farbwerten werden alle exakten Treffer markiert. Wenn es keine exakten Treffer gibt, wird das nächstgelegene Farbfeld oder alle nächstgelegenen Felder mit demselben Farbabstand markiert.

Wenn Sie nach Daten in einem bestimmten Farbraum (z. B. XYZ, Lab, CMYK) suchen möchten, hängen Sie einfach den Namen an die Daten an, z. B. '50 0 0 Lab' oder '10 20 30 40 CMYK'. Bei Spektraldaten werden drei Werte als Lab-Daten interpretiert. Wenn die Anzahl der Werte übereinstimmt, wird der angezeigte Farbtyp verwendet, bei Lab-Daten können Sie demnach einfach "50 0 0" eingeben. Bei Redundanzen können auch mehrere Felder markiert werden, und wenn keine exakten Treffer gefunden werden, wird das am besten passende Feld markiert.

Fünf verschiedene Ansichten geben einen schnellen Überblick über alle Farbfelder der Messwertdatei (2D-Ansicht), eine rotierende 3D-Ansicht des Farbkörpers, die TWZ-Kurven, eine zweidimensionale Farbansicht (Spinnennetz) und die Ansicht der Linearitätskurven unter Kurven. Eine der Herausforderungen bei der Analyse von Messdaten ist das Auffinden bestimmter Daten in großen Testcharts. Um die Suche zu erleichtern, können verschiedene Farbfilter ausgewählt werden.

Hinweis: Wenn eine Korrektur im Verlauf ausgewählt wird, werden die mit diesem Korrekturschritt verbundenen Daten und die Auswirkungen dieser Korrektur sofort im ausgewählten Reiter des Fensters Betrachten angezeigt.

2D-Ansicht

Ansichtsoptionen

Das Betrachten-Fenster bietet viele Funktionen, die die Bewertung von Messdaten erleichtern. Filter ermöglichen die Kombination einzelner Kanäle. Kombinationen von 2, 3, 4, 5 oder 6 Kanälen sowie ein und zwei Kanälen in Kombination mit Schwarz können ein- und ausgeblendet werden. Diese Filter sind in der 2D– und 3D-Ansicht verfügbar.

Die Anzahl der dargestellten Farbfelder wird links angegeben, das heißt, wenn ein oder mehrere Filter ausgewählt sind, wird links die Anzahl der betroffenen Farbfelder und die Gesamtzahl der Farbfelder angegeben.

Farbfilter

Mit den Checkboxen können in der 2D– und 3D-Ansicht Farben gezielt ausgewählt und dargestellt werden. Alle anderen Farbfelder werden dann ausgeblendet. So kann man in der 2D-Ansicht sofort erkennen, wo sich die ausgewählten Farben im Testchart-Layout befinden.

In der 3D-Ansicht wird der durch die Farbfilter festgelegte Farbkörper dargestellt. Auf diese Weise können beispielsweise die Volltöne, Grenzwerte, Primärfarben, Sekundärfarben, das Papierweiß oder Schwarz separat betrachtet werden. Bei Multicolor-Daten kann man gut erkennen, in welchen Bereichen die Zusatzfarben den Farbkörper im Vergleich zu CMY oder CMYK erweitert.

Teilweise bestehen Abhängigkeiten zwischen den Farbfiltern, die dazu führen, dass bei Auswahl eines Filters ein anderer Farbfilter (oder auch mehrere) ebenfalls aktiviert wird. Wenn zum Beispiel die Checkbox Sekundärfarben aktiviert wird, werden die Farbfilter Primärfarben und Weiß automatisch ebenfalls aktiviert. Sie können deaktiviert werden, wenn nur zwei Farbkombinationen (Sekundärfarben) hervorgehoben werden sollen.

Farbkanäle

Durch die Auswahl von Farbkanälen können entweder alle Farbfelder oder nur die Farbfelder der ausgewählten Farbkanäle angezeigt werden. Farbkanäle können mit Farbfiltern kombiniert werden, so dass zum Beispiel nur die Multicolor-Primärfarben oder -Sekundärfarben angezeigt werden können. Duplex- und Triplexfarben können durch individuelle Auswahl geeigneter Farbkanäle angezeigt werden (zum Beispiel zeigt Cyan + Schwarz Duplexfarben und Cyan + Magenta + Schwarz zeigt Triplexfarben).

Zoom: Die Zoom-Funktion ermöglicht einen genaueren Blick auf die Farbfelder der Messdatei. Verwenden Sie die Shortcuts CMD+ und CMD- (macOS) bzw. STRG+ und STRG- (Windows) zum Vergrößern und Verkleinern.

Redundanzen anzeigen: Beim Aktivieren der Checkbox werden alle mehrfach vorkommenden Farbfelder in der ausgewählten Messwertdatei mit einer farblichen Kontur hervorgehoben. So lässt sich erkennen, welche Farbfelder mehrfach vorkommen und wo sich diese im Testchart-Layout befinden. Diese Farbfelder werden bei der Korrektur von redundanten Farbfeldern mit dem Redundanzen-Werkzeug bearbeitet.

Zeige Dichtewerte: Wenn der Mauszeiger über ein Farbfeld bewegt wird, werden der Lab-Messwert und der Gerätefarbwert dieses Farbfelds angezeigt. Liegen Spektraldaten vor (als Remission gekennzeichnet), kann durch Aktivieren der Checkbox Zeige Dichtewerte die Dichte des Farbfeldes angezeigt werden.
Die Position eines Feldes wird (sofern verfügbar) in den Feldinformationen angezeigt, wenn der Mauszeiger darüber bewegt wird.

Das Feld im Screenshot befindet sich zum Beispiel in F01, d. h. in Spalte F Zeile 01.

Vergleich von Felddaten

Wenn man in ein Farbfeld klickt, wird es als Referenz festgelegt und die DeltaE-Anzeige wird auf Null zurückgesetzt. Wenn man dann mit dem Mauszeiger über ein anderes Farbfeld gleitet, ohne es anzuklicken, wird der Farbabstand in dE76 zum Referenzfeld angezeigt.

Durch Anklicken desselben Feldes wird es als Referenz abgewählt. Wenn die Referenz in demselben Datensatz ausgewählt wurde, wird neben dem dE-Wert auch der Name des Feldes, die Feld-ID oder die Feldnummer angezeigt. Wenn die Referenz in einem anderen Datensatz ausgewählt wurde, wird kein Name angezeigt.

Bearbeiten von Farbfeldern und Felddaten

In der 2D-Ansicht können einzelne Farbfelder über das Kontextmenü bearbeitet werden.

Über das Kontextmenü lassen sich Farbfelder Editieren, Hinzufügen, Entfernen, Kopieren, Ausschneiden und Einfügen. Außerdem kann der Spektrumdialog mit der Spektralkurve dieser Farbe geöffnet werden.

Farbwerte bearbeiten

Durch Auswahl von Editieren aus dem Kontextmenü oder durch Doppelklicken auf ein Feld in der 2D-Ansicht wird das Dialogfeld Farbwerte geöffnet, in dem der Lab-Wert des Feldes angezeigt wird. Dieser Wert kann geändert und durch Klicken auf OK übernommen werden.
Hinweis: Bei der manuellen Bearbeitung von Lab-Werten werden Spektraldaten verwendet, und die spektralen Eigenschaften dieser Daten bleiben erhalten.

Hinzufügen: Fügt ein weißes Feld mit einem Lab-Wert von 100.00 0.00 0.00 an der ausgewählten Stelle hinzu. Der Lab-Wert kann anschließend durch Doppelklicken geändert werden.

Wenn vorher schon ein Feld kopiert wurde, wird ein Feld mit der kopierten Farbe hinzugefügt.

Entfernen: Löscht das ausgewählte Feld.

Kopieren: Kopiert die Spektraldaten des ausgewählten Feldes. Die kopierten Daten können dann in ein Textdokument oder in ein vorhandenes Farbfeld eingefügt erden, wodurch dieses ersetzt wird.

Ausschneiden: Kopiert die Spektraldaten des ausgewählten Feldes und entfernt es aus dem Chart.

Einfügen: Fügt die Spektraldaten des kopierten oder ausgeschnittenen Feldes ein und ersetzt dadurch die ausgewählte Farbe.

Spektrumdialog

Der Spektrumdialog mit der Spektralkurve des ausgewählten Farbfeldes kann über das Kontextmenü geöffnet werden.

Hinweis: Wenn der Spektrumdialog geöffnet ist und mit gedrückter Maustaste über die Farbfelder in der 2D-Ansicht gefahren wird, werden die Spektralkurven der jeweiligen Farben angezeigt.

Auf maximale spektrale Verteilung skalieren: Wenn die Checkbox deaktiviert ist, wird 1 als höchster Wert auf der y-Achse festgelegt. Wenn die Checkbox aktiviert ist, wird der höchste Wert für den Skalenbereich automatisch festgelegt, sodass das gesamte Chart ausgefüllt und besser lesbar ist.

ColorLogic unterstützt Spektraldaten in fast allen Werkzeugen

ColorAnt liebt Spektraldaten! Bei ColorLogic beziehen sich Spektraldaten auf die vollständigen Reflexionskurven jeder gemessenen Farbe, nicht nur auf die reduzierten drei farbmetrischen Lab-Werte. In ColorAnt werden solche Messwerte als Remission in der CIE-Spalte unter Datensätze angezeigt.

ColorAnt bewahrt Spektraldaten in den meisten Werkzeugen bei (mit Ausnahme der CIE-Konvertierung). Dies ist sogar bei farbmetrisch basierten Werkzeugen wie der Weißkorrektur oder der manuellen Lab-Bearbeitung einzelner Felder der Fall. Dadurch können andere Programme, zum Beispiel unser Profilierungsprogramm CoPrA, nach dem Verarbeiten durch ColorAnt weiterhin auf die vollständigen Spektraldaten zugreifen.
Hinweis: Wenn andere Programme Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Spektraldaten haben, können die Messwerte unter Datei > Lab exportieren in einer einfacheren Form als farbmetrische Lab-Werte gespeichert werden. Die beiden Funktionen Lab exportieren und Dichte exportieren sind nur verfügbar, wenn Spektraldaten vorliegen.

Suchen

Diese Suchfunktion ermöglicht die Suche nach IDs, Namen, CIE-Daten und DCS-Daten. Sie kann mit einem rechten Mausklick über das Kontextmenü (oder die Tastenkombination STRG+F) aufgerufen werden.

Bei der Suche nach Farbwerten werden alle exakten Treffer markiert. Wenn es keine exakten Treffer gibt, wird das nächstgelegene Farbfeld oder alle nächstgelegenen Felder mit demselben Farbabstand markiert.

Wenn Sie nach Daten in einem bestimmten Farbraum (z. B. XYZ, Lab, CMYK) suchen möchten, hängen Sie einfach den Namen an die Daten an, z. B. ’50 0 0 Lab‘ oder ’10 20 30 40 CMYK‘.

Bei Spektraldaten werden drei Werte als Lab-Daten interpretiert. Wenn die Anzahl der Werte übereinstimmt, wird der angezeigte Farbtyp verwendet, bei Lab-Daten können Sie demnach einfach „50 0 0“ eingeben. Bei Redundanzen können auch mehrere Felder markiert werden, und wenn keine exakten Treffer gefunden werden, wird das am besten passende Feld markiert.

2D-Ansicht

Redundanzen anzeigen: Beim Aktivieren der Checkbox werden alle mehrfach vorkommenden Farbfelder in der ausgewählten Messwertdatei mit einer farblichen Kontur hervorgehoben. So lässt sich erkennen, welche Farbfelder mehrfach vorkommen und wo sich diese im Testchart-Layout befinden. Diese Farbfelder werden bei der Korrektur von redundanten Farbfeldern mit dem Redundanzen-Werkzeug bearbeitet.

Zeige Dichtewerte: Wenn der Mauszeiger über ein Farbfeld bewegt wird, werden der Lab-Messwert und der Gerätefarbwert dieses Farbfelds angezeigt. Liegen Spektraldaten vor (als Remission gekennzeichnet), kann durch Aktivieren der Checkbox Zeige Dichtewerte die Dichte des Farbfeldes angezeigt werden.
Die Position eines Feldes wird (sofern verfügbar) in den Feldinformationen angezeigt, wenn der Mauszeiger darüber bewegt wird.

Das Feld im Screenshot befindet sich zum Beispiel in F01, d. h. in Spalte F Zeile 01.

Vergleich von Felddaten

Wenn man in ein Farbfeld klickt, wird es als Referenz festgelegt und die DeltaE-Anzeige wird auf Null zurückgesetzt. Wenn man dann mit dem Mauszeiger über ein anderes Farbfeld gleitet, ohne es anzuklicken, wird der Farbabstand in dE76 zum Referenzfeld angezeigt.

Durch Anklicken desselben Feldes wird es als Referenz abgewählt. Wenn die Referenz in demselben Datensatz ausgewählt wurde, wird neben dem dE-Wert auch der Name des Feldes, die Feld-ID oder die Feldnummer angezeigt. Wenn die Referenz in einem anderen Datensatz ausgewählt wurde, wird kein Name angezeigt.

Bearbeiten von Felddaten

Ein Doppelklick auf ein Farbfeld im 2D-Reiter öffnet das Fenster Farbwerte, das den Lab-Wert angezeigt. Sie können diesen manuell verändern und mit OK bestätigen.
Hinweis: Auch die Lab-Editierung erfolgt an Spektralwerten, so dass die Charakteristik der originalen Spektralwerte erhalten bleibt.

In der 2D-Ansicht können einzelne Farbfelder bearbeitet oder gelöscht werden, indem das Farbfeld markiert und mit einem Rechtsklick ein Kontextmenü geöffnet wird.

Über das Kontextmenü der ausgewählten spektralen Farbe können Sie Farbfelder Editieren, Hinzufügen, Entfernen, Kopieren, Ausschneiden, Einfügen und den Spektrumdialog mit der Remissionskurve dieser Farbe öffnen.
Hinweis: Wenn der Spektrumdialog geöffnet ist und Sie mit gedrückter Maustaste über die Farbfelder in der 2D-Ansicht fahren, werden die Spektralkurven der jeweiligen Farben angezeigt.

Komplette Unterstützung von Spektraldaten in allen Werkzeugen

ColorAnt liebt Spektraldaten! Unter Spektraldaten verstehen wir bei ColorLogic die vollständigen Remissionskurven jeder gemessenen Farbe und nicht nur die reduzierten drei farbmetrischen Lab-Farbwerte. In ColorAnt werden solche Messwerte als Remission in der CIE-Spalte unter Datensätze angezeigt.


Zur Veranschaulichung zeigt der Screenshot die relative spektrale Strahlungsverteilung (physikalische Bezeichnung der Spektraldaten) eines 100-%-Magenta-Farbfeldes an. Das Spektrum jeder Farbe können Sie sich unter Betrachten > 2D mit einem Rechtsklick auf ein Farbfeld und Auswahl von Spektrumdialog im Kontextmenü anzeigen lassen.

ColorAnt behält in seinen Werkzeugen die Spektraldaten bei (außer CIE-Konvertierung). Dies ist sogar bei farbmetrisch arbeitenden Werkzeugen wie der Weißkorrektur oder bei der manuellen Lab-Editierung einzelner Farbfelder möglich. Diese großartige technologische Erweiterung ermöglicht es anderen Programmen auch nach der Verarbeitung durch ColorAnt weiterhin auf die kompletten Spektraldaten zuzugreifen, sofern dies möglich ist, wie zum Beispiel in unserem Profilierung-Programm CoPrA.
Hinweis: Sollten andere Programme Schwierigkeiten mit der Verarbeitung von Spektraldaten haben, können Sie unter Datei den Eintrag Lab exportieren auswählen und die Messwerte in einfacherer Form als farbmetrische Lab-Werte abspeichern. Die beiden Funktionen Lab exportieren und Dichte exportieren sind nur verfügbar, wenn Spektraldaten in ColorAnt vorliegen.

Unterstützung und Anzeige von Dichten

Solange Ihre Messdaten spektral vorliegen, ermöglicht es ColorAnt in der 2D-Darstellung unter Betrachten die Dichtewerte zu berechnen und anzuzeigen. Aktivieren Sie dazu die Checkbox Zeige Dichtewerte und navigieren Sie über die Farbfelder, um die CMYK-Dichtewerte für jedes Farbfeld angezeigt zu bekommen.

Die Dichte-Berechnungsmethode stellen Sie unter Einstellungen ein. Hier können Sie auswählen, ob die Relative oder die Absolute Dichte angezeigt werden soll und mit welcher Methode die Berechnung erfolgen soll:

  • Status-E: Die Standardeinstellung für CMYK-Daten, hauptsächlich in Europa gebräuchlich.
  • Status-T: Hauptsächlich in Amerika für CMYK-Daten genutzt, mit etwas geringeren Gelb-Dichtewerten.
  • Status-A: Wird in der fotografischen Industrie benutzt. Verwenden Sie diese Methode für RGB-Drucksysteme.
  • Maximum: Für Multicolor-/Sonderfarben-Messdaten. Verwendet automatisch die maximale Absorption aus den Spektralwerten zur Berechnung der Dichte anstelle der angegebenen CMY-Filter.

Hinweise: Die Dichtewerte der Volltöne werden auch im PDF-Report angezeigt.

Die reinen Dichtewerte Ihre Messwerte können Sie als separate Datei abspeichern, indem Sie Dichte exportieren aus dem Datei-Menü auswählen.

3D-Ansicht

In der 3D-Ansicht können Sie den Farbkörper durch Klicken und Ziehen in die gewünschte Richtung drehen.

Wenn Sie den Farbkörper mit der Maus in eine Richtung ziehen, dreht sich der Körper automatisch bis zu einer Minute weiter. Sie können die Bewegung stoppen, indem Sie noch einmal in das 3D-Fenster klicken.

Hinweis: Die 3D-Gamutansicht verwendet standardmäßig ein Achsenverhältnis von 1:1:1 für die Lab-Achsen (L:a:b). Alternativ kann auch das in ColorAnt 8 und älter verwendete Achsenverhältnis von 2:1:1 in den Einstellungen unter Allgemeine Einstellungen > Achsenverhältnis (L:a:b) in 3D-Gamutansicht gewählt werden.

Kontextmenü
Mit einem Rechtsklick auf die Gamutansicht lässt sich ein Kontextmenü mit mehreren zusätzlichen Ansichtsoptionen öffnen. Hier können Gitter, Achsen und Achsenbeschriftung ein- und ausgeschaltet werden.

Die Farbinformationen eines Patchs/Farbpunkts (Farbname, Gerätewert, Lab-Wert, usw.) werden angezeigt, wenn die Maus über diesen Farbpunkt bewegt wird. Der entsprechende Punkt wird dabei hervorgehoben.

Mit dem Schieberegler Zoom oder den Shortcuts CMD+ und CMD- (macOS) bzw. STRG+ und STRG- (Windows) können Sie die Ansicht vergrößern und wieder verkleinern. Dies ermöglicht einen genaueren Blick auf die Farbfelder der Messdatei. Mit dem Schieberegler Point Size verändern Sie die Darstellungsgröße der Messpunkte.

Durch Aktivieren der Checkbox Vergleiche mit ICC-Profil können Sie ein Vergleichsprofil aus der Drop-down-Liste auswählen. Der Farbraum des gewählten Profils wird in einem transparenten Grauton angezeigt, was einen Vergleich mit den Messdaten ermöglicht.

TWZ-Ansicht

Ermöglicht die genaue Analyse der Tonwertzuwachskurven (TWZ). Wenn der TWZ-Reiter bei der Bearbeitung der Kurven geöffnet ist, oder wenn eine andere Korrektur durchgeführt wird, die sich auf die Tonwertkurven auswirkt, wird das Ergebnis hier sofort dargestellt.

Ansichtsoptionen: Die verfügbaren Checkboxen werden von den Primärfarben der geladenen Messdaten vorgegeben. Mit den Checkboxen, zum Beispiel bei CMYK-Daten (und auch bei Multicolor-Dateien), können einzelne Kurven ein- und ausgeblendet werden.

Durch Aktivieren der Checkbox Skalierung der Y-Achse beibehalten werden die Tonwertzuwachskurven möglichst optimal in das Diagramm eingepasst. Die Skalierung der Y-Achse passt sich automatisch an die Erfordernisse der geladenen Messdatei an. Dies ermöglicht eine präzise und dabei möglichst große Ansicht der Kurven.

Durch Ausstellen der Checkbox unterbinden Sie das automatische Anpassen der Y-Achse, die immer beim Auswählen eines neuen Datensatzes angewendet wird. Dadurch können Sie die Auswirkungen einer Korrektur zwischen Dateien besser beurteilen (vorher und nachher).

Mit den Auswahlknöpfen kann zwischen den typischen dichtebasierten Tonwertzunahmekurven gemäß Murray Davies, den modernen farbmetrischen Tonwertzunahmekurven gemäß ISO 20654 (SCTV) oder den Tonwertzunahmekurven, die ein neutrales Grau gemäß G7® erzeugen, gewechselt werden. Lineare Tonwertzunahmekurven nach ISO 20654 zeigen in diesem Diagramm eine gerade horizontale Linie.

Abweichungen von der G7®-Graubalance werden als Tonwertdifferenzen in Prozent angegeben. Eine perfekte G7®-Graubalance wird in diesem Diagramm als gerade Linie dargestellt. Damit kann ein Bediener die CMYK-Kurven, zum Beispiel in einem RIP, entsprechend anpassen.
Hinweis: Die G7®-Graubalance ist so definiert, dass sie sich nur auf die CMYK-Kanäle bezieht. Zusätzliche Kanäle wie in Multicolor-Daten werden daher als gerade Linien angezeigt, die für die G7®-Graubalance ohne Bedeutung sind. Die tatsächlichen Kurven der zusätzlichen Kanäle sind in den anderen beiden Betrachten-Optionen für Murray David oder ISO 20654 (SCTV) dargestellt.

Messdaten, die nur aus CMY ohne Schwarz oder aus RGB bestehen, können ebenfalls mit ColorAnt optimiert werden.

Die TWZ-Kurven im Betrachten-Dialog werden immer mit intern berechneten Redundanzkorrekturen angezeigt. Dies verhindert seltsame Kurvendarstellungen, falls gleiche Farbfelder sich stark voneinander unterscheiden, insbesondere beim Papierweiß.

ColorAnt verwendet einen Korrekturfaktor für die Cyan-Kurvendarstellung von farbmetrisch berechneten TWZs, der die Übereinstimmung zwischen farbmetrischen und Dichte-basierten TWZ-Darstellungen verbessert.

Vergleiche mit ICC-Profil: Wählen Sie ein ICC-Profil aus der Drop-down-Liste. Die Kurven des gewählten ICC-Referenzprofils werden zusätzlich zu den Kurven der Messdaten in einer helleren Farbe angezeigt. Die Kurven des Referenzprofils können durch Aktivieren oder Deaktivieren der entsprechenden Checkboxen ein- oder ausgeblendet werden.

Tonwertberechnung: Die Darstellung der TWZ-Kurven kann mit der Checkbox Tonwertberechnung in den Einstellungen verändert werden. Sie können die Kurven entweder über XYZ oder mit Spektraldaten über Dichte berechnen und anzeigen lassen.

Hinweis: Als Grundeinstellung verwendet ColorAnt die Berechnung der Kurven mit XYZ-Werten. Dieser Modus ermöglicht eine konsistente Darstellung der Kurven, sowohl wenn sie auf den Messdaten basieren, als auch für Kurven, die aus dem resultierenden ICC-Profil entstehen.
Wenn die Checkbox in den Einstellungen deaktiviert wird (und Spektraldaten vorliegen), erfolgt die Berechnung der Kurven gemäß der eingestellten Dichtemethode. Diese Kurvendarstellung ist konsistenter mit der aus der Prozesskontrolle. Die TWZ-Kurven von Sonderfarben für Multicolor-Druckverfahren profitieren von der Dichtemethode, da die XYZ-Methode für Nicht-CMYK-Farben ungeeignet ist. Der Screenshot zeigt die unterschiedlich aussehenden TWZ-Kurven eines 7-farbigen Drucksystems mit CMYK+Orange+Grün+Violett.
Links sehen Sie die Kurven auf Basis von XYZ, bei denen ColorAnt schon intelligent die richtigen Filter für die jeweiligen Kanäle ausgewählt hat und rechts sehen Sie die Kurven mit der Dichtemethode nach Status-E.

Spinnennetz-Ansicht

Zeigt eine Aufsicht auf den Farbraum im a*-b*-Diagramm. Die gemessenen, bzw. durch die Optimierung errechneten Farbwerte sind in einem spinnennetzartigen Gitter dargestellt. Auch hier können durch Auswahl einer Bearbeitungsstufe im Verlauf die Änderungen, zum Beispiel durch eine Messdatenglättung, verfolgt werden.

Im Spinnennetz sind die Primär- und Sekundärfarbachsen farbig hervorgehoben (siehe Screenshot eines CMYK-Datensatzes).

Das Spinnennetz-Diagramm eines Multicolor-Datensatzes ist im nächsten Screenshot dargestellt. Es zeigt die Messpunkte des CMYK-Farbsatzes der Daten und die Volltöne der weiteren Primärfarben. Von diesen Volltönen werden gerade farbige Linien zu den am nächsten gelegenen beiden anderen Primärfarben gezogen. Diese Linien repräsentieren eine eher grobe Ansicht des Farbraumes, zeigen aber deutlich, in welchen Farbbereichen die Zusatzfarben den Farbraum erweitern.

Hinweis: CoPrA unterstützt beim Erstellen von Multicolor-Profilen drei chromatische Hauptprimärfarben, die einen ausreichend großen Gamut erzeugen sollten, der die Graubalance beinhaltet. Normalerweise erfolgt dies mit den Farben CMY, aber grundsätzlich kann jede beliebige sinnvolle chromatische Farbkombination gewählt werden.
Schwarz kann optional als vierter Kanal hinzugefügt werden. Wenn Schwarz verwendet wird, muss es zwingend als vierter Kanal sein.
Bis zu zwei Gamut-erweiternde Farben können zwischen jedem Abschnitt der Hauptprimärfarben verwendet werden.
Diesem Ansatz folgend könnten theoretisch Druckerprofile mit bis zu zehn Kanälen von CoPrA erstellt werden. Im Hinblick auf die Qualität ist es jedoch nicht empfehlenswert, Profile mit mehr als acht Kanälen zu erstellen. Jeder zusätzliche Kanal erhöht die Profilgröße exponentiell, so dass entweder eine sehr geringe Gitteranzahl oder ein übertrieben großes Profil verwendet werden müsste.

Vergleiche mit ICC-Profil: Durch Aktivieren der Checkbox können Sie aus dem Drop-down-Menü ein Vergleichsprofil auswählen. Der Farbraum des ausgewählten ICC-Profils wird in grüner Farbe im Diagramm zusätzlich zu Ihren Messwerten angezeigt. Auf diese Weise ist ein Vergleich der Farbumfänge möglich, um beispielsweise zu erkennen, ob die Messwerte des Hausstandards einen bestimmten Druckstandard gut abbildet.

Hinweis: Sie können zu Vergleichszwecken auch RGB-Profile für Arbeitsfarbräume wie AdobeRGB oder sRGB auswählen.

Vergleichen mit Messdaten: Aktivieren Sie die Checkbox und wählen die Messdaten, die Sie mit den aktuell geladenen Daten vergleichen möchten, aus dem Drop-down-Menü aus. Der Farbraum der ausgewählten Messdaten wird rot dargestellt.

Kurven-Ansicht

Zeigt die Linearitätskurven von Weiß zur 100-%-Volltonfarbe für alle Primärfarben – auch für Multicolor-Daten – und, im Falle von CMYK-Daten, auch die Sekundärfarben. Die Gradationskurven werden mit drei verschiedenen Methoden dargestellt. ColorLogic Standard ist hier die Grundeinstellung.

ColorLogic Standard: Zeigt die Ansicht der Kurven, wenn sie gemäß Lab/dE-76 linearisiert wurden. Das bedeutet, dass ein 50 %-Wert einer Primärfarbe den gleichen Abstand nach links (zu Weiß) wie nach rechts (zum Vollton) hat und sich daher in der Mitte der Grafik befindet. Moderne RIPs linearisieren Primärfarben häufig nach farbmetrischen Gesichtspunkten. Eine komplett lineare Kurve (45 Grad) deutet auf eine perfekte farbmetrische Linearität hin.

ISO 20654: Diese Methode kann verwendet werden, um zu zeigen, wie die Gradationskurven der Primärfarben unter Berücksichtigung der farbmetrischen Linearität aussehen. Eine komplett lineare Kurve (45 Grad) deutet nach ISO 20654 auf eine perfekte Linearität hin.

Hinweis: Dichtebasierende Methoden, wie Murray Davis, arbeiten nicht gut mit Nicht-CMYK Farben. Die IS0 20654-Methode (auch bekannt als SCTV-Methode oder Spot Color Tone Value) ist eine alternative Methode zum Behandeln der Tonwerte von Sonderfarben. Die mit ColorLogic Standard und ISO 20654 angezeigten Kurven sind sich ähnlich, da sich die Methoden ähneln. ColorLogic Standard berücksichtigt die Färbung der Primärfarben, was bei ISO 20654 nicht der Fall ist. Deshalb gibt es hier zwei Methoden aus denen Sie wählen können.

Tonwerte (Dichte): Wenn die Tonwertkurve auf Dichte basiert, ergibt sich eine andere Darstellung des TWZ-Diagramms. Diese Ansicht wurde für einen besseren Vergleich zu farbmetrischen Methoden hinzugefügt.

Durch Aktivieren der Checkbox Vergleiche mit ICC-Profil können Sie ein Profil aus dem Drop-down-Menü zum Vergleich der Kurven wählen.

Text

Der Reiter Text enthält einen Texteditor, der es ermöglicht, die Messdaten der ausgewählten Datei im CGATS-Format anzuzeigen und direkt zu bearbeiten. Das Bearbeiten des Dateiinhalts kann hilfreich sein, zum Beispiel zum Ändern der Farbnamen in Testcharts usw.

Revert: Macht alle Änderungen rückgängig.

Übernehmen: Alle durchgeführten Änderungen werden in die Datei übernommen.

Warnung! Änderungen können zwar jederzeit über den Verlauf rückgängig gemacht werden, beachten Sie aber, dass Änderungen, die direkt an der Datei vorgenommen werden, Schaden anrichten können, wenn Sie nicht wissen, was Sie tun – es ist recht einfach, eine beschädigte Datei zu erzeugen!

Dabei gibt es unter anderem die folgenden Einschränkungen:

  • Die Reihenfolge der Einträge in der Kopfzeile kann sich ändern oder die Daten können anders formatiert sein.
  • Nicht-konforme CGATS-Formate können zu verschiedenen Fehlern führen.
  • Einige Metainformationen für das Chart und die Farbfelder sind in der Textansicht möglicherweise nicht sichtbar.
  • Einige Metainformationen bleiben erhalten, das heißt, die Einträge können nicht entfernt werden, da sie aus den internen Daten wiederhergestellt werden. Sie können jedoch bearbeitet werden.

Suchfunktion: Bei der Suche wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Um Informationen zu finden, genügt es, einen Teil des Suchbegriffs einzugeben. Um beispielsweise den Begriff "Magenta" zu finden, genügt es, die Initialen "mag" einzugeben.

Alle Suchergebnisse werden hervorgehoben. Mit den Pfeiltasten neben der Suchmaske können Sie sich zwischen allen Suchergebnissen hin- und herbewegen.

Info

Der Reiter Info zeigt eine Reihe allgemeiner nützlicher Informationen über die ausgewählte Datei an, darunter den Farbmodus, Estimated Brightener usw.

ColorAnt | Automatische Messdatenkorrektur

Auto-Korrektur

Automatisches Optimieren von Messdaten

Automatische Messdatenkorrektur

Mit den richtigen Korrekturen lassen sich Messdaten optimieren und somit auch die Qualität der damit erstellten Profile erhöhen. Die Eigenschaften des Drucks werden dabei möglichst originalgetreu beibehalten.

Beim Optimieren von Messdaten ist eine bestimmte Reihenfolge der Korrekturen sinnvoll. Zunächst müssen redundante Farbfelder in der Messdatei bereinigt werden, dann sollten fehlerhafte Messwerte korrigiert werden und schließlich sollten die Messdaten geglättet werden.

Mit der Auto-Korrektur werden diese Optimierungen automatisch in der empfohlenen Reihenfolge durchgeführt, wobei die Werkzeuge Redundanzen, Korrektur und das Werkzeug Glätten nacheinander angewendet werden.
Hinweis: Messdaten aus dem Flexodruck sollten manuell optimiert werden, da die Auto-Korrektur Lichterbereiche glättet.

Die Screenshots zeigen die Einstellungen, die bei der Auto-Korrektur verwendet werden:

1. Redundanzen: Bereinigt redundante Farbfelder

2. Korrektur: Korrigiert fehlerhafte Messwerte ohne Optimierung des Überdruckenverhaltens

3. Glätten: Glättet die Messdaten mit einem Glättungsfaktor von 50 % ohne Schutz der Lichterbereiche


Alle angewendeten Werkzeuge werden unter Verlauf aufgelistet. Weiterhin ist es sinnvoll, einen Report mit detaillierten Ergebnissen und Hinweisen zu den Messdaten zu erstellen.

 

Vorgehensweise

  1. Öffnen Sie die zu optimierenden Messdaten
  2. Klicken Sie auf Auto-Korrektur und dann auf Start. Die auf die Daten angewandten Korrekturen werden unter Verlauf angezeigt.
  3. Speichern Sie die optimierten Messdaten als neue Datei über Datei > Speichern unter.

Automatisches Korrigieren mehrerer Datensätze

Die Auto-Korrektur erkennt die vorzunehmenden Korrekturen anhand der Messdaten. Wenn mehrere Datensätze ausgewählt wurden, prüft sie, ob die Anzahl an Farbfeldern identisch ist und mittelt die Daten, während die Messdaten für einzelne Dateien oder mehrere Dateien mit unterschiedlicher Anzahl an Farbfeldern optimiert werden.

ColorAnt | Charts exportieren

Chart exportieren

Exportieren der ausgewählten Daten als Testchart

Chart exportieren

Überblick

Mit dem Werkzeug Chart exportieren kann man Testcharts aus Gerätefarbwerten (Grau, RGB, CMYK, Multicolor) als TIFF-, PSD- oder PDF-Dateien für die Druckausgabe und die Messung der Farbfelder erstellen.

Hinweis: Es können Testcharts mit bis zu 15 Kanälen oder Sonderfarbenbibliotheken mit bis zu 99 Sonderfarben exportiert werden. Wenn größere Sonderfarbenbibliotheken benötigt werden, können mehrere kleine Bibliotheken erstellt und dann mit dem Werkzeug Verbinden in ColorAnt zusammengeführt werden, wobei die Checkbox Verbinden unter Berücksichtigung der Kanalnamen aktiviert sein sollte.

Im oberen Bereich des Fensters kann aus dem Drop-down-Menü eine Voreinstellung ausgewählt werden. Es können jedoch auch eigene Voreinstellungen erstellt, gespeichert oder gelöscht werden.

Im großen Mittelteil des Fensters können Chartgröße, Feldgrößen und weitere Optionen angepasst werden.

Der untere Bereich enthält die Schaltflächen zum Schließen oder zum Start der Testcharterstellung.

Der Vorschaubereich auf der rechten Seite zeigt die Farbfeldverteilung auf allen generierten Seiten, sowie Informationen darüber, wieviele Seiten mit der ausgewählten Voreinstellung und den verwendeten Optionen erstellt werden. Änderungen in der Chartgröße, den Feldgrößen und den gewählten Optionen können somit direkt beurteilt werden.

Die folgenden Messgeräte werden unterstützt:

  • Barbieri Spectro LFP
  • Barbieri Spectro LFP qb
  • Barbieri Spectropad
  • Konica-Minolta FD-5
  • Konica-Minolta FD-7
  • Konica-Minolta FD-9
  • MYIRO-1
  • MYIRO-9
  • Techkon SpectroDens (Windows only)
  • Techkon SpectroJet (Windows only)
  • X-Rite eXact
  • X-Rite eXact2
  • X-Rite i1Pro 1
  • X-Rite i1Pro 2
  • X-Rite i1Pro 3
  • X-Rite i1iO
  • X-Rite iO3
  • X-Rite i1iSis 2/XL

Hinweis: Nicht unterstützte Geräte benötigen die Software des  Messgeräteherstellers für die Testchartgenerierung aus unseren Referenzdateien. Lesen Sie diesen Artikel über die Generierung von Testchart für das X-Rite iSis aus einer ColorLogic Referenzdatei im X-Rite i1Profiler.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie die Referenzdatei mit den gewünschten Gerätewerten und laden Sie sie in der Sektion Messdateien. Verfügbare Referenzdateien für verschiedenen Farbräume finden Sie unter Datei/Vordefinierte Daten. Eigene Referenzdateien können Sie mit dem Werkzeug Individuelles Chart erstellen.
  2. Öffnen Sie das Werkzeug Chart exportieren und legen Sie die Einstellungen für das Layout und Ihr Spektralphotometer fest.
  3. Wählen Sie aus den Voreinstellung eine geeignete Variante für Ihr Messgerät aus.

  4. Für eigene Chart- oder Feldgrößen editieren Sie einfach eine der Voreinstellungen. Ihre Editierung wird mit (edited) gekennzeichnet. Wenn Sie Ihre eigenen Einstellungen speichern möchten, klicken Sie auf das Speichern-Symbol und geben Sie Ihrer neuen Voreinstellung einen Namen. Gespeicherte Einstellungen werden im Drop-down-Menü unter GESPEICHERT geführt.
    Mit dem Besen-Symbol können bearbeitete aber noch nicht gespeicherte Voreinstellungen wieder gelöscht werden.

  5. Wenn Sie Ihre Einstellungen vorgenommen haben (Details dazu finden Sie im nächsten Abschnitt Einstellungen und Optionen) zeigt Ihnen ColorAnt an, auf wie viele Seiten das Testchart aufgeteilt wird. Mit einer größeren Charthöhe können mehr Felder untergebracht werden, wodurch sich die Anzahl der Seiten reduziert.
  6. Klicken Sie auf Start, um das oder die Testcharts zu exportieren. Im Speichern-Dialog legen Sie den Dateinamen und das Format (TIFF, PSD oder PDF) fest.
  7. ColorAnt erstellt die angezeigte Anzahl an Testcharts und eine neue, auf das Layout passende Referenzdatei. Nutzen Sie unbedingt diese exportierte Referenzdatei und nicht Ihre unter Punkt 1 geladene Referenzdatei für die Messung der Farbfelder und für die Profilerstellung.
    Hinweis: ColorAnt kann Referenzdateien aus PDFs erstellen, die Sonderfarben enthalten. Dies beinhaltet, dass Dateien, die NoSpace/Lab-Informationen enthalten, auch exportiert werden können (siehe Lab PDF erstellen weiter unten für weitere Informationen).

Einstellungen und Optionen

Verschiedene Messgeräte haben besondere Anforderungen an die Farbfeldgrößen, die Abstände zwischen den Feldern oder die Größe des gesamten Testcharts. Hinzu kommen Anforderungen des Druckverfahrens und eventuell Vorgaben für den Gesamtfarbauftrag. All dies können Sie mit richtig gewählten Einstellungen berücksichtigen.

Chartgröße

Im Bereich Chartgröße geben Sie die Größe des Testcharts an. Hier können Sie die  Charthöhe und Chartbreite festlegen, die für die Farbfelder genutzt werden soll. Die Werte sollten kleiner als die Papiergröße sein und Sie sollten Platz für die Beschriftung der Patches einplanen. Das exportierte Chart kann anschließend auf der entsprechenden Papiergröße platziert und ausgedruckt werden.


Beim Erstellen von einseitigen Testcharts versucht ColorAnt das Layout der Zeilen und Spalten beim Exportieren möglichst zu erhalten, was dazu führen kann, dass die Chartbreite nicht optimal ausgenutzt wird. Dies können Sie durch Aktivieren der Checkbox Chartbreite immer komplett ausnutzen erzwingen.

Hinweis: Beachten Sie die Dokumentation zu Ihrem Messgerät. Manche Geräte verwenden ein Lineal für die halbautomatische Messung. Die Chartbreite sollte sich an der Länge dieses Lineals orientieren. Die Dokumentation zu Ihrem Messgerät erklärt Ihnen ebenfalls, ob Feldtrenner benötigt werden und wie groß die einzelnen Farbfelder mindestens sein müssen.

Feldgrößen

Im Bedienfeld Feldgrößen legen Sie die Feldbreite und Feldhöhe der einzelnen Farbfelder fest. Zudem wählen Sie im Drop-down-Menü Gap-Breite, ob ein Feldtrenner benötigt wird (Auto) oder nicht (Keine). Einige Geräte kommen mit sehr kleinen Trennern klar (0.5 mm), einige benötigen 1 mm. Für grobe Substratoberflächen und niedrig auflösende Drucker kann ein 2 mm-Trenner hilfreich sein. Für weitere Informationen schauen Sie bitte in die Dokumentation ihres Messgerätes.
Vertikale Gaps entfernen: Entfernt die Lücken zwischen den Zeilen (Lücken zwischen den Spalten bleiben bestehen). Je nach Chartgröße passen so mehrere zusätzliche Zeilen auf eine Seite.

Unter Feldverteilung legen Sie fest, wie die Farbfelder auf dem Bogen verteilt werden.
Zufällig: Die Farbfelder werden zufällig verteilt.
Normal: Die Farbfelder werden wie in der Referenzdatei angegeben verteilt.
Sortiert: Die Farbfelder werden von hell nach dunkel sortiert. Dies ist hilfreich, wenn Sie eine zufällig angeordnete Referenzdatei in ein ansprechenderes, visuelles Layout überführen wollen, oder wenn Sie einen Farbkeil mit abgestuften Farbfeldern einer einzigen Farbe ausgeben wollen.

Hinweis: Die Einstellung Zufällig wird bei jedem Speichervorgang neu angewandt. Sie können also nicht die gleiche Referenz zweimal mit der gleichen zufälligen Anordnung der Patches speichern. Falls dies jedoch gewünscht ist, empfehlen wir folgenden Workaround: Speichern Sie ihr Chart einmal mit der Einstellung Zufällig und öffnen Sie dann diese neu erstellte Referenz. Speichern Sie diese dann mit der Feldverteilung Normal.

Einstellungen wie die Chartgröße, Reihen pro Seite und die Gap-Breite werden in der Referenzdatei gespeichert. Beim Vermessen des Testcharts mit dem Measure Tool lesen anschließend alle unterstützten Messgeräte, die über Setup-Wizards verfügen (zum Beispiel das i1iO, Konica-Minolta FD-9 und die Barbieri-Geräte), diese Informationen automatisch aus und übernehmen sie.

Randgrößen

In diesem Abschnitt können benutzerdefinierte Ränder für Testcharts festgelegt werden. Dies ist insbesondere für Messgeräte erforderlich, die einen zusätzlichen "Leerraum" vor und nach den zu messenden Zeilen benötigen.

Optionen

Gesamtfarbauftrag: Der TAC des individuellen Charts kann auf mehr als 400 % oder auf nur 100 % eingestellt werden. Standardmäßig sind 400 % voreingestellt, aber nach einem Klick auf das Schloss-Symbol können auch höhere Werte zugelassen werden. Da die Obergrenze 100 % pro Kanal beträgt, hängt der Gesamtfarbauftrag von der Anzahl der Kanäle in den Daten ab, das heißt, 7 Kanäle ergeben einen Gesamtfarbauftrag von 700 %. Grundsätzlich kann der Grenzwert so hoch gewählt werden, wie es die Anzahl an Kanälen zulässt, oder er kann bis auf 100 % gesenkt werden. Das exportierte Testchart wird Ihren definierten Gesamtfarbauftrag nicht überschreiten.

Hinweis: Beachten Sie, dass die exportierte Referenzdatei für die Messung und die Profilerstellung benötigt wird, damit die Farbfelder und die Referenzdatei zueinander passen. Beachten Sie außerdem, dass Sie bei der Profilerstellung (zum Beispiel in CoPrA), entweder den gleichen oder gegebenenfalls einen niedrigeren, jedoch keinesfalls einen höheren Gesamtfarbauftrag angeben (in CoPrA mit der Einstellung TAC). Es ist möglich, dass andere Profilierungslösungen mit einer im Gesamtfarbauftrag reduzierten Referenzdatei nicht zurechtkommen. In den meisten Fällen ist die Reduzierung des Gesamtfarbauftrages bei der Testcharterstellung nicht nötig.

Chartbreite immer komplett ausnutzen: Beim Erstellen von einseitigen Testcharts versucht ColorAnt, das Layout der Zeilen und Spalten beim Exportieren beizubehalten, was dazu führen kann, dass die Breite des Charts nicht voll ausgenutzt wird. Dies kann verhindert werden, indem die Checkbox Chartbreite immer komplett ausnutzen aktiviert wird.

Hinweis: Bitte beachten Sie die Bedienungsanleitung Ihres Messgeräts. Einige Messgeräte ermöglichen die Messung von Reihen von Feldern, indem Sie über die Reihen fahren. Diese Gerätetypen verwenden Lineale, die bis zu einer bestimmten Breite messen können, was beim Festlegen der Chart-Breite berücksichtigt werden muss. In der Bedienungsanleitung des Messgeräts erfahren Sie, ob ein Feldbegrenzer erforderlich ist und wie groß das Feld mindestens sein muss.

Patchnummern hinzufügen: Standardmäßig ist diese Checkbox aktiviert. Falls Sie keine Patchnummerierung wünschen, deaktivieren Sie die Checkbox. Ohne Patchnummern können gegebenenfalls mehr Felder auf den Seiten platziert werden.

Autopositionierungs-Markers hinzufügen: Um die automatische Positionierungsfunktion von Barbieri oder X-Rite (Barbieri Spectro LFP, Barbieri Spectro LFP qb oder X-Rite iSis) nutzen zu können, benötigt das Chart die entsprechenden Ränder und Markierungen. Nach Auswahl des Messgeräts aus dem Drop-down-Menü werden die für die automatische Positionierung erforderlichen schwarzen Linien auf jeder Seite des Testcharts hinzugefügt.

Hinweis: Positionsmarkierungen, die in hellen Farben gedruckt sind, können zu Messproblemen führen. Charts, die nur helle Farbkanäle enthalten und keinen dichten oder schwarzen Kanal aufweisen, können mit einigen Messgeräten, wie dem X‑Rite iSIS oder Barbieri LFP, nicht gemessen werden. Dies liegt daran, dass die Daten keinen ausreichend dichten oder schwarzen Kanal enthalten, um die erforderlichen automatischen Positionsmarkierungen zu generieren.

Kontrollfelder für jede Seite hinzufügen: Fügt Kontroll-Patches zum Überprüfen der Druckstabilität hinzu, wenn das Testchart mehrere Seiten enthält. Patches für 100%/70%/40% werden für jeden Kanal oben links auf jeder Seite des Testcharts hinzugefügt, gefolgt von einem einzelnen weißen Patch. Auf diese Weise können Sie die verschiedenen Seiten auf Redundanzen und Produktionskonsistenzen prüfen.

Lab PDF erstellen: Wenn die Checkbox aktiviert ist, wird das Chart der Sonderfarbenbibliothek als Lab-PDF exportiert, wobei alle Sonderfarben in Lab konvertiert werden. In diesem Fall kann man zwischen PSD und PDF wählen.

Wenn die Checkbox nicht aktiviert ist, wird das Chart der Sonderfarbenbibliothek als PDF exportiert, wobei alle Sonderfarben und ihre Namen erhalten bleiben. In diesem Fall wird eine PDF-Datei erstellt.

Wichtig: Standardmäßig ist die Checkbox nicht aktiviert, damit die Namen der Sonderfarben und Kanäle erhalten bleiben.

Hinweis: Die Option ist nur für Sonderfarbenbibliotheken verfügbar, die als SPOT (DCS) oder als NoSpace (DCS) in Kombination mit Lab (CIE) definiert sind.

Wenn eine Sonderfarbenbibliothek nicht als solche erkannt wird, weil sie zum Beispiel als CMYK definiert ist, müssen die Datensätze zunächst mit dem Werkzeug DCS und PCS separieren aus dem Kontextmenü entkoppelt werden (siehe Screenshot).

Entkoppeln der Daten der ausgewählten Sonderfarbenbibliothek

Dadurch wird eine Datei mit NoSpace (DCS)/Lab (CIE) erstellt. Infolgedessen wird die Checkbox Lab PDF erstellen im Werkzeug Chart exportieren verfügbar und das Chart der Sonderfarbenbibliothek kann als PDF oder Lab PDF exportiert werden.

Die resultierende PCS.txt-Datei ist als NoSpace/Lab definiert und kann als PDF exportiert werden

ColorAnt | Individuelles Chart erzeugen

Individuelles Chart

Erstellen eines eigenen, frei konfigurierten Testcharts

Erstellen von individuellen Testcharts

Überblick

Das Werkzeug Individuelles Chart dient zum Erstellen von Referenzdaten für individuelle Testcharts für verschiedene Anwendungsfälle, zum Beispiel zum Erstellen und Aktualisieren von Profilen, für die Linearisierung oder zum Erstellen von Sonderfarbenbibliotheken.

Folgende Farbräume werden unterstützt:

  • Grau, RGB, CMYK
  • Charts mit weißer Tinte: CMY+W, CMYK+W
  • 1 bis 15 Farben (ab 5C ist eine ColorAnt L-Lizenz erforderlich)
  • Sonderfarbenbibliotheken mit bis zu 99 Farben (erfordert eine ColorAnt L-Lizenz) 

Nach der Auswahl des Farbraums erstellen Sie mit dem Werkzeug Chart exportieren aus dieser Referenzdatei eine TIFF-, PDF- oder PSD-Datei, die Sie dann auf Ihrem Drucksystem ausdrucken und mit dem Measure Tool mit einem Spektralphotometer messen können.

Hinweis: Redundante Farbfelder für Papierweiß und Primärfarben werden automatisch zu mittleren und großen Charts hinzugefügt, die zwei oder mehr Kanäle enthalten. Dies ermöglicht eine bessere Überprüfung der Druckerstabilität und führt zu einer besseren Mittelwertbildung sowie einer besseren Redundanzkorrektur von Profilierungstestcharts.

Hinweis: Wir empfehlen, die Farbfelder vor dem Druck über das gesamte Layout des Testcharts zu verteilen, indem die Feldverteilung im Werkzeug Chart exportieren auf Zufällig gesetzt wird.

Das Werkzeug Individuelles Chart ermöglicht das Erstellen von Testcharts mit bis zu 15 Kanälen oder Sonderfarbenbibliotheken mit bis zu 99 Sonderfarben. Wenn größere Sonderfarbenbibliotheken benötigt werden, können mehrere kleine Bibliotheken erstellt und dann mit dem Werkzeug Verbinden in ColorAnt kombiniert werden, wobei die Checkbox Verbinden unter Berücksichtigung der Kanalnamen aktiviert sein sollte.
Hinweis: Mit ColorLogic CoPrA ist es möglich, Profile aus Charts mit bis zu 15 Kanälen zu erstellen. Wir raten jedoch davon ab, Profile mit mehr als 9 Kanälen zu erstellen, da dies derzeit keinen signifikanten Nutzen bringt.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie den Farbraum mit der erforderlichen Anzahl an Kanälen
  2. Wählen Sie einen Modus
  3. Wählen Sie die gewünschte Anzahl Felder
  4. Definieren Sie die Farben und ihre Namen. Für einige Farbräume können Sie Farben definieren, indem Sie auf das Pipettensymbol klicken und eine Farbe aus der Liste auswählen. Farben können auch importiert werden, indem Sie eine Datendatei öffnen, die die gewünschte Farbe enthält.

    Mit einem Klick auf das Stift-Symbol kann man eine Farbe umbenennen.
  5. Klicken Sie dann auf Start, um das individuelle Testchart zu erstellen.
    Hinweis: Wenn das Testchart erstellt wurde und Sie später eine oder mehrere Farben umbenennen möchten, können Sie dies im Reiter Text im Werkzeug Betrachten tun.

Farbraum: Legt den Farbraum fest, der als Referenz für das benutzerdefinierte Testchart verwendet wird.

Modus: Das Werkzeug Individuelles Chart erstellt verschiedene Testcharttypen, die aus dem Drop-down-Menü Modus ausgewählt werden können. Die folgenden Modi stehen zur Verfügung:

  • Profilierung: Verwenden Sie diesen Modus, um typische Testcharts für die Druckerprofilierung zu erstellen.
  • Flexo-Profilierung: Dieser Modus ähnelt dem Modus Profilierung; er erzeugt jedoch mehr Patches in den Lichtern, um das Verhalten von Flexodruckmaschinen besser zu erfassen.
  • Profilupdate: Verwenden Sie diesen Modus, um Testcharts mit einer minimalen Anzahl an Farbfeldern für die Verwendung in CoPrAs Modul Aktualisierung zu erstellen.
  • Linearisierung: Erstellt Farbrampen für alle Farbkanäle. Linearisierungs-Charts enthalten nur die Farbfelder der Primärfarben.
  • Linearisierung und InkSplitting: Durch das Aufteilen der logischen Kanäle (z. B. CMYK) in die vom Drucker tatsächlich verwendeten Druckfarbenkanäle (z. B. CcMmYK) werden in Bildern/Grafiken hellere Farben für hellere Bereiche und dunklere Farben für dunklere Bereiche verwendet, z. B. bei der Kombination einer hellen Cyan-Druckfarbe und eines Cyan-Kanals oder grauer und schwarzer Druckfarben in einem Kanal.
    Der Linearisierung- und InkSplitting-Modus erstellt Rampen für jeden Kanal und zweifarbige Überdrucke für alle Kanalkombinationen. Dies fügt den Linearisierungs-Charts weitere Farbfelder hinzu und ist für das Erstellen von DeviceLink-Profilen mit InkSplitting vorgesehen.
    Hinweis: Derzeit können InkSplitting-DeviceLink-Profile nicht mit CoPrA erstellt werden, dies wird jedoch in naher Zukunft implementiert. Mit dem CrossXColor SDK können InkSplitting-DeviceLinks bereits erstellt werden.
  • Linearisierung und G7-Farbfelder: Dieser Modus erstellt Linearisierungscharts mit Feldern, die für die Kalibrierung von Druckgeräten benötigt werden, um der G7®-Graustufendefinition zu entsprechen. Zu diesem Zweck werden die üblichen Linearisierungsrampen erstellt und die speziell für die G7®-Methode benötigten Felder hinzugefügt.

An additional Mode is available for all color spaces except RGB:

  • CxF/X-4-Messkeil: CxF/X-4 ist ein Format zur Charakterisierung von Sonderfarben. Ein vollständiges CxF/X-4-Chart enthält den Vollton und Abstufungen einer oder mehrerer Sonderfarben auf Weiß und Schwarz. Mit dieser Option wird ein vollständiges CxF/X-4-Chart mit zusätzlichem Schwarzgradient erstellt.

Anzahl Felder: Bestimmt, wie präzise der Farbraum des Druckers mit Farbfeldern gefüllt wird. Bitte berücksichtigen Sie den verfügbaren Platz auf Ihrer Druckausgabe, die erforderliche Genauigkeit der Charakterisierungsdaten und die Eigenschaften Ihres Druckers. Zur Auswahl stehen große, mittlere und kleine Testcharts und eine benutzerdefinierte Option, die die Eingabe einer bestimmten Anzahl von Feldern ermöglicht (die benutzerdefinierte Option ist für CxF/X-4 nicht verfügbar).

Hinweis: Das Werkzeug Individuelles Chart funktioniert auch mit nur wenigen Farbfeldern. Der Farbraum wird optimal abgedeckt, um eine korrekte Profilerstellung zu ermöglichen.

Gesamtfarbauftrag: Der TAC des individuellen Charts kann auf mehr als 400 % oder auf nur 100 % eingestellt werden. Standardmäßig sind 400 % voreingestellt, aber nach einem Klick auf das Schloss-Symbol können auch höhere Werte zugelassen werden. Da die Obergrenze 100 % pro Kanal beträgt, hängt der Gesamtfarbauftrag von der Anzahl der Kanäle in den Daten ab, das heißt, 7 Kanäle ergeben einen Gesamtfarbauftrag von 700 %. Grundsätzlich kann der Grenzwert so hoch gewählt werden, wie es die Anzahl an Kanälen zulässt, oder er kann bis auf 100 % gesenkt werden.

 

Die folgende Beschreibung erklärt Ihnen, wie Sie eine Referenzdatei für die Profilerstellung mit Hilfe des Werkzeugs Individuelles Chart erzeugen können. Je nach Farbraum stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Zum Erzeugen von Multicolor-Referenzdateien ist eine zusätzliche Multicolor-Lizenz erforderlich.

Erstellen individueller Charts 

Das Werkzeug Individuelles Chart dient zum Erstellen verschiedener Arten von Testcharts für unterschiedliche Anforderungen. Der erste Schritt beim Erstellen eines Charts besteht darin, den Verwendungszweck des Charts aus dem Drop-down-Menü auszuwählen. 

Folgende Anwendungsfälle stehen zur Verfügung:

Profil erstellen: Mit dieser Option werden typische Testcharts für die Druckerprofilierung erstellt. Wenn das Chart für die Flexo-Profilierung vorgesehen ist, aktivieren Sie die Checkbox Flexo-Profilierung, um dem Chart zusätzliche Flexo-spezifische Felder hinzuzufügen. 

Flexo-Profilierung: Fügt den Testcharts zusätzliche Flexo-spezifische Felder hinzu, beispielsweise mehr Felder in den Lichterbereichen, um das Verhalten von Flexodruckmaschinen besser zu erfassen.

Profil aktualisieren: Dieser Modus generiert Testcharts mit einer minimalen Anzahl an Feldern. Diese kleinen Testcharts können in Kombination mit den CoPrA-Werkzeugen Profil aktualisieren oder Iteration verwendet werden.

Linearisierung: Mit dem Modus Linearisierung werden Farbrampen für alle Kanäle erstellt. Linearisierungs-Charts enthalten nur Felder der Primärfarben.

InkSplitting: Durch das Aufteilen der logischen Kanäle (zum Beispiel CMYK) in die realen Druckfarbenkanäle, die vom Drucker verwendet werden (zum Beispiel CcMmYK), werden in Bildern/Grafiken hellere Farben für hellere Bereiche und dunklere Farben für dunklere Bereiche verwendet, zum Beispiel bei einer hellen Cyan-Druckfarbe und eines Cyan-Kanals oder von grauen und schwarzen Druckfarben in einem Kanal.
Die InkSplitting-Option erstellt Rampen für alle Kanäle und Zweifarben-Überdrucke für alle Kanalkombinationen. Dadurch werden mehr Felder zu den Linearisierungs-Charts hinzugefügt. Diese Option ist für das Erstellen von InkSplitting-DeviceLink-Profilen vorgesehen. 

G7-Farbfelder hinzufügen: Diese Option erstellt Linearisierungs-Charts mit Feldern, die für die Kalibrierung von Druckgeräten erforderlich sind, um die G7®-Graustufendefinition zu erfüllen. Zu diesem Zweck werden die üblichen Linearisierungsrampen erstellt und die speziell für die G7®-Methode erforderlichen Felder hinzugefügt. 

Sonderfarbenbibliothek: Diese Option dient zum Erstellen benutzerdefinierter Sonderfarbenbibliotheken sowie von CxF/X-4-Keilen. Ein vollständiges CxF/X-4-Chart enthält den Vollton und die Abstufungen einer oder mehrerer Sonderfarben auf weißem und schwarzem Hintergrund. 

Überdrucke auf Schwarz hinzufügen: Nach dem Aktivieren dieser Checkbox wird die Option Anzahl Felder auf Schwarz verfügbar, mit der die gewünschte Anzahl an überdruckenden Feldern eingestellt werden kann.
Hinweis: Das Spot-Format wird automatisch als CxF/X-4 exportiert, wenn Spektraldaten verfügbar sind und CxF zum Speichern ausgewählt wurde.

Ergänzendes Mini-Chart: Mini-Charts sind dazu gedacht, Profilierungen mit Sonderfarben über das Werkzeug Primärfarben editieren zu ergänzen, da im Mini-Chart mehr Sekundärfarben enthalten sind.

Ergänzende Mini-Charts enthalten Gradienten für die Primärfarben und Zweifarben-Überdrucke für die 50-%- und 100-%-Kombinationen:

Farbraum: Definiert den Farbraum, der als Referenz für das benutzerdefinierte Testchart verwendet wird.

Referenzdatei: Das Drop-down-Menü listet alle Referenzdateien auf, die im Bereich Datensätze des Hauptfensters geladen sind.

Anzahl Felder: Die Anzahl an Farbfeldern legt fest, wie genau der Gerätefarbraum mit Farbfeldern gefüllt wird. Dabei sollte der verfügbare Platz auf der Ausgabe, die erforderliche Genauigkeit der Charakterisierungsdaten und die Fähigkeiten des Druckers berücksichtigt werden. Zur Auswahl stehen große, mittlere und kleine Testcharts sowie eine benutzerdefinierte Option, die die manuelle Eingabe einer beliebigen Anzahl an Feldern ermöglicht. 

Hinweis: Das Werkzeug Individuelles Chart funktioniert auch mit einer geringen Anzahl an Feldern. Der Farbraum wird bestmöglich abgedeckt, um eine optimale Profilerstellung zu gewährleisten. 

TAC: Die TAC des individuellen Charts kann auf mehr als 400 % eingestellt oder auf 100 % herabgesetzt werden. Standardmäßig ist der Wert auf 400 % gesetzt, aber höhere Werte können nach einem Klick auf das Schlosssymbol eingestellt werden. Da die Obergrenze bei 100 % pro Kanal liegt, hängt die TAC von der Anzahl an Kanälen in den Daten ab, zum Beispiel führen 7 Kanäle zu einem TAC-Limit von 700 %. Im Allgemeinen kann das Limit so hoch eingestellt werden, wie es die Kanäle ermöglichen, oder auf den Minimalwert von 100 % runtersetzt werden.

Definieren der Farben und ihrer Namen 

Pipettensymbol: Für einige Farbräume können Farben durch Klicken auf das Pipettensymbol und Auswählen einer Farbe aus der Liste definiert werden. ColorAnt stellt vordefinierte Farben bereit, die nach Bedarf geändert werden können. Farben können auch aus Dateien importiert werden, die die gewünschten Farben enthalten.

Das Pipetten-Werkzeug kann auch verwendet werden, um die Reihenfolge der Farben zu ändern. Wenn beispielsweise die Farbe Rot mit Grün getauscht werden soll, klicken Sie auf das rote Pipettensymbol und wählen Sie unter Farben Green aus. 

Stiftsymbol: Nach einen Klick auf das Stiftsymbol kann eine Sonderfarbe definiert werden, indem der Name und der Farbwert eingegeben werden.

Die Farbe kann auch im „Color Picker“ ausgewählt werden; dieser öffnet sich durch einen Klick auf das Farbfeld. 

Mit einem Klick auf Start werden die Daten für das benutzerdefinierte Testchart erstellt. 

Die Daten können unter Datei > Speichern unter gespeichert und in anderen Programmen zum Erstellen des Testcharts verwendet werden. Das Testchart kann auch in ColorAnt mit dem Werkzeug Chart exportieren erstellt werden. 

Hinweis: Wenn das Testchart erstellt wurde und Sie eine oder mehrere Farben später umbenennen möchten, können Sie dies im Reiter Text des Dialogs Betrachten tun. 

Anwendungsfälle 

Die folgenden Beispiele zeigen, wie Referenzdateien für verschiedene Profilierungsanforderungen mit dem Werkzeug Individuelles Chart erstellt werden. Je nach Farbraum stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Für das Erstellen von Multicolor-Referenzdateien ist eine ColorAnt L-Lizenz erforderlich. 

Referenzdateien für die Farbräume Grau, RGB und CMYK erstellen

Für das Erstellen von Referenzdateien stehen je nach Farbraum unterschiedliche Einstellungen zur Verfügung. Zum Erstellen von Multicolor-Referenzdateien ist zusätzlich eine kostenpflichtige Multicolor-Lizenz erforderlich.

  1. Sie haben die Möglichkeit, Referenzdateien mit oder ohne Linearisierung der Primärfarben zu erstellen.
    Hinweis: Eine Linearisierung ist immer dann sinnvoll, wenn sich das Drucksystem extrem unkooperativ verhält und zum Beispiel Farben sehr dunkel wiedergibt, weil der Tonwertzuwachs extrem hoch ist. Eine Linearisierung würde die Farbfelder dann optimal für dieses Drucksystem verteilen. Zudem verwendet ColorAnt eine möglichst glatte und homogene Linearisierung, um Unebenheiten in der Verteilung der Farbfelder im Testchart zu vermeiden.
  2. Wenn Sie ohne Linearisierung arbeiten möchten, öffnen Sie das Werkzeug Individuelles Chart und wählen den Farbraum aus dem Drop-down-Menü.
    Hinweis: Sie benötigen keine gesonderte Linearisierung wenn Sie bereits eine Kalibrierung durchgeführt haben, zum Beispiel mit einem RIP, oder eine CtP-Kurve hinterlegt haben oder das Drucksystem im linearen Modus keine negativen Auffälligkeiten im Ausdruck zeigt.
  3. Wenn Sie mit zusätzlicher Linearisierung arbeiten wollen benötigen Sie eine Messwertdatei eines Linearisierungs-Testcharts, das Sie zuvor auf dem Drucksystem ausgegeben und mit einem Spektralphotometer vermessen haben. Laden Sie diese Messwertdatei in ColorAnt, bevor Sie das Werkzeug Individuelles Chart öffnen.
    Hinweis: Sie können über die Modus-Einstellung Linearisierung ein eigenes Chart erstellen oder vordefinierte Daten verwenden (unter Datei/Vordefinierte Daten). Für CMYK-Systeme können Sie zum Beispiel die Datei Linearization-CMYK-v1.txt (siehe Screenshot) verwenden und für ein 5-farbiges CMYK+X-Druckverfahren die Referenzdatei Linearization-5CLR-v1.txt.
  4. Wählen Sie aus dem Drop-down-Menü Farbraum die zuvor geladene Messwertdatei des Linearisierungs-Testcharts. ColorAnt erkennt dabei den Farbraum automatisch und zeigt diesen an. Eine Information zur Linearisierung wird ebenfalls angezeigt.
  5. Wählen Sie die Art des benötigten Testcharts aus dem Drop-down-Menü Modus.
  6. Legen Sie die Anzahl Felder fest. Die Anzahl bestimmt, wie fein oder grob abgestuft der Gerätefarbraum mit Farbfeldern ausgefüllt wird. Orientieren Sie sich bei der Anzahl an Faktoren, wie dem vorhandenen Platz auf dem Bogen/Papier, der gewünschten Genauigkeit der Charakterisierungsdaten und den Eigenarten des Drucksystems. Es gibt drei Voreinstellungen für die Anzahl an Feldern: Groß, Mittel und Klein, sowie die Einstellung Benutzerdefiniert, mit der die Anzahl selbst festgelegt werden kann.
    Hinweis: Das Werkzeug ist so optimiert, dass auch bei wenigen Farbfeldern bereits die wichtigsten Bereiche für die Profilierung abgedeckt werden.
  7. Mit einem Klick auf Start wird die Referenzdatei berechnet und mit dem Gerätefarbraum und der Anzahl an Farbfeldern im Namen in der Sektion Datensätze angezeigt.
  8. Speichern Sie die Referenzdatei unter Datei/Speichern unter falls Sie diese für die Verwendung in anderen Programmen zur Testchart-Erstellung aus Referenzdateien benötigen. Verwenden Sie Chart exportieren in ColorAnt zum Erstellen der Testchart-Bilddatei.
    Hinweis: Lesen Sie diesen Artikel für die Nutzung unserer Referenzdateien in anderen Programmen wie zum Beispiel in X-Rite i1Profiler, um Testcharts für das X-Rite iSis zu erstellen.
Referenzdateien für die Farbräume Grau, RGB und CMYK erstellen

Zuerst müssen Sie entscheiden, ob eine Linearisierung der Primärfarben erforderlich ist. 

Eine Linearisierung ist immer dann sinnvoll, wenn das Drucksystem zu unerwarteten Ergebnissen neigt, zum Beispiel wenn die Farben aufgrund einer starken Zunahme der Tonwerte viel zu dunkel sind. Eine Linearisierung hilft dabei, die Felder für ein solches Drucksystem bestmöglich zu verteilen. Darüber hinaus erstellt ColorAnt eine sehr glatte und homogene Linearisierung, um Unebenheiten bei der Verteilung der Farbfelder in einem Testchart zu vermeiden. 

Ein separater Linearisierungsschritt ist jedoch nicht erforderlich, wenn das Drucksystem über das RIP kalibriert wurde, eine dedizierte CtP-Kurve verwendet wird oder wenn das Drucksystem keine Unregelmäßigkeiten in der Ausgabe aufweist. 

Profilierung ohne Linearisierung 

Öffnen Sie das Werkzeug Individuelles Chart, wählen Sie Profil erstellen aus dem Drop-down-Menü Verwendungszweck und dann den Farbraum aus.

Wählen Sie die Anzahl Felder aus und fahren Sie wie oben beschrieben fort. 

Profilierung mit Linearisierung 

Die Linearisierung erfordert zusätzliche Linearisierungsmessdaten von einem Linearisierungs-Testchart. Dieses Linearisierungs-Testchart muss auf Ihrem Drucksystem gedruckt und mit einem Spektralfotometer gemessen werden. Laden Sie die Messdaten in ColorAnt, bevor Sie das Werkzeug Individuelles Chart öffnen. 

Hinweis: Linearisierungs-Charts können mit dem Werkzeug Individuelles Chart erstellt werden, indem die Option Linearisierung aus dem Drop-down-Menü Verwendungszweck gewählt wird. Es kann jedoch auch ein vordefiniertes Chart verwendet werden, zum Beispiel die Datei Linearization-CMYK-v1.txt für ein CMYK-System (siehe Screenshot), die von ColorAnt unter Datei > Vordefinierte Daten bereitgestellt wird, oder die Datei Linearization-5CLR-v1.txt für ein 5-Farben-CMYK+X-Drucksystem.

Wählen Sie die gewünschte Messdatei im Drop-down-Menü Referenzdatei aus. ColorAnt erkennt automatisch den Farbraum und die Kanalnamen.

Wählen Sie die Anzahl Felder aus und fahren Sie wie oben beschrieben fort. 

Referenzdateien für Multicolor-Farbräume erstellen

Hinweis: Erfordert eine ColorAnt L-Lizenz.

  1. Genau wie für die Standardfarbräume Grau, RGB und CMYK, besteht auch für Multicolor die Möglichkeit, die Primärfarben optional zu linearisieren. Das Prinzip ist dabei dasselbe wie oben beschrieben.
  2. Wenn Sie ohne Linearisierung arbeiten wollen, öffnen Sie das Werkzeug Individuelles Chart und wählen den Farbraum, zum Beispiel 7 Farben, sowie den Modus aus dem Drop-down-Menü.
  3. ColorAnt verwendet vordefinierte Farben für die Kanäle, die Sie jedoch frei verändern können. Mit der Pipetten-Funktion können Sie die Farben und die Farbreihenfolge entsprechend ändern. Um zum Beispiel die fünfte Farbe Rot mit Grün auszutauschen (siehe Screenshot), klicken Sie auf die rote Pipette und wählen Sie aus dem erscheinenden Kontextmenü unter Farben die gewünschte Farbe aus, hier also Green, indem Sie darauf klicken.
    Hinweis: Wenn Sie vorher eine oder mehrere Messwertdatei(en) in ColorAnt geöffnet haben, stehen Ihnen im Kontextmenü neben Farben auch die Kanalbezeichnungen der Messwertdatei(en) zur Verfügung. Wählen Sie in diesem Fall die gewünschte Farbe aus der Messwertdatei aus.
  4. Um die Kanalbezeichnung der jeweiligen Farbe anzupassen, verwenden Sie das Bleistift-Symbol am rechten Rand des Fensters und ändern den Kanalnamen nach Ihren Wünschen.
  5. Durch einen Klick auf Start wird die Referenzdatei berechnet und mit dem Gerätefarbraum und der Anzahl der Farbfelder im Namen in der Sektion Datensätze angezeigt.
  6. Speichern Sie die Referenzdatei unter Datei/Speichern unter falls Sie diese für die Verwendung in anderen Programmen zur Testchart-Erstellung aus Referenzdateien benötigen. Verwenden Sie Chart exportieren in ColorAnt zum Erstellen der Testchart-Bilddatei.

Um ein generisches Multicolor-Testchart zu erstellen legen Sie die Kanalanzahl, die Farben und deren Bezeichnungen pro Kanal fest (mit oder ohne CMYK), so dass diese möglichst nahe an die von Ihnen verwendeten Farben kommen. Bei der Wahl der Kanalfarben in der Referenzdatei ist es nicht wichtig den Farbton genau zu treffen; die Art des Farbtons reicht aus, um die richtigen Farbkombinationen im Testchart erstellen zu können. Wenn Sie also mit einer violetten Farbe drucken wollen kann die Kanalfarbe ruhig Blau sein, jedoch nicht Grün oder Rot oder Cyan.

Hinweis: Zum Erstellen von Multicolor-Profilen in CoPrA werden drei chromatische Farben + optional Schwarz + maximal drei Gamut-erweiternde Farben benötigt. Beispiele für funktionierende Kombinationen sind: CMYK+Orange, CMY+Grün+Blau, CM+Orange+K, CMYK+Rot+Grün+Violet usw. Zusätzliche, den Farbraum nicht-erweiternde Farben, die innerhalb des CMYK-Gamuts liegen, können zu Problemen bei der Profilerstellung führen. Problematischen Farbkombinationen in Ihren Messdaten können Sie in der Spinnennetz-Ansicht unter Betrachten erkennen.

Referenzdateien für Multicolor-Farbräume erstellen

Hinweis: Erfordert eine ColorAnt L-Lizenz. 

Wie bei den Standardfarbräumen Grau, RGB und CMYK müssen Sie zunächst entscheiden, ob eine Linearisierung der Primärfarben erforderlich ist. 

Eine Linearisierung ist immer dann sinnvoll, wenn das Drucksystem zu unerwarteten Ergebnissen neigt, zum Beispiel wenn die Farben aufgrund einer starken Zunahme der Tonwerte viel zu dunkel sind. Eine Linearisierung hilft dabei, die Felder für ein solches Drucksystem bestmöglich zu verteilen. Darüber hinaus erstellt ColorAnt eine sehr glatte und homogene Linearisierung, um Unebenheiten bei der Verteilung der Farbfelder in einem Testchart zu vermeiden. 

Ein separater Linearisierungsschritt ist jedoch nicht erforderlich, wenn das Drucksystem über das RIP kalibriert wurde, eine dedizierte CtP-Kurve verwendet wird oder wenn das Drucksystem keine Unregelmäßigkeiten in der Ausgabe aufweist. 

Profilierung ohne Linearisierung 

Öffnen Sie das Werkzeug Individuelles Chart, wählen Sie Profil erstellen aus dem Drop-down-Menü Verwendungszweck und dann den Farbraum aus.

Wählen Sie die Anzahl Felder aus und fahren Sie wie oben beschrieben fort. 

Profiling with Linearization 

Die Linearisierung erfordert zusätzliche Linearisierungsmessdaten von einem Linearisierungs-Testchart. Dieses Linearisierungs-Testchart muss auf Ihrem Drucksystem gedruckt und mit einem Spektralfotometer gemessen werden. Laden Sie die Messdaten in ColorAnt, bevor Sie das Werkzeug Individuelles Chart öffnen. 

Hinweis: Linearisierungs-Charts können mit dem Werkzeug Individuelles Chart erstellt werden, indem die Option Linearisierung aus dem Drop-down-Menü Verwendungszweck gewählt wird. Es kann jedoch auch ein vordefiniertes Chart verwendet werden, zum Beispiel die Datei Linearization-CMYK-v1.txt für ein CMYK-System (siehe Screenshot), die von ColorAnt unter Datei > Vordefinierte Daten bereitgestellt wird, oder die Datei Linearization-5CLR-v1.txt für ein 5-Farben-CMYK+X-Drucksystem.

Wählen Sie die gewünschte Messdatei im Drop-down-Menü Referenzdatei aus. ColorAnt erkennt automatisch den Farbraum und die Kanalnamen.

Wählen Sie die Anzahl Felder aus und fahren Sie wie oben beschrieben fort.

Definieren von Multicolor-Kanälen 

Um ein generisches Multicolor-Testchart zu erstellen legen Sie die Kanalanzahl, die Farben und deren Bezeichnungen pro Kanal fest (mit oder ohne CMYK), so dass diese möglichst nahe an die von Ihnen verwendeten Farben kommen. Bei der Wahl der Kanalfarben in der Referenzdatei ist es nicht wichtig den Farbton genau zu treffen; die Art des Farbtons reicht aus, um die richtigen Farbkombinationen im Testchart erstellen zu können. Wenn Sie also mit einer violetten Farbe drucken wollen kann die Kanalfarbe ruhig Blau sein, jedoch nicht Grün oder Rot oder Cyan. 

Hinweis: Zum Erstellen von Multicolor-Profilen in CoPrA werden drei chromatische Farben + optional Schwarz + maximal drei Gamut-erweiternde Farben benötigt. Beispiele für funktionierende Kombinationen sind: CMYK+Orange, CMY+Grün+Blau, CM+Orange+K, CMYK+Rot+Grün+Violet usw. Zusätzliche, den Farbraum nicht-erweiternde Farben, die innerhalb des CMYK-Gamuts liegen, können zu Problemen bei der Profilerstellung führen. Problematischen Farbkombinationen in Ihren Messdaten können Sie in der Spinnennetz-Ansicht unter Betrachten erkennen. 

Referenzdateien für Farbräume mit Weiß erstellen

Um beim Drucken auf schwarzen Substraten, wie zum Beispiel Textilien, farbkräftige Grafiken zu erhalten, muss zuerst weiße Tinte verwendet werden. Die farbige Tinte muss anschließend auf die weiße Tinte aufgetragen werden. Zum Erstellen von Profilen, die Weiß enthalten, sind spezielle Testcharts erforderlich.

Farbraum: CMY+W und CMYK+W: Wenn weiße Tinte für die Separation verwendet werden soll, sind spezielle Testcharts erforderlich, die mit den Farbraumoptionen CMYK+W und CMYK+W erstellt werden können.

Hinweis: Diese Charts werden im Werkzeug Chart exportieren mit einem schwarzen Hintergrund angezeigt, um das schwarze Substrat zu simulieren. Beachten Sie, dass die Patch-Informationen und Lücken zwischen den Patches beim Exportieren des Charts mit weißer Tinte ausgedruckt werden, so dass sie, auch wenn sie vorhanden sind, beim Öffnen solcher Charts in Bildbearbeitungswerkzeugen oder PDF-Viewern nicht angezeigt werden.

Erstellen von benutzerdefinierten Sonderfarbenbibliotheken

Charts für Sonderfarbenbibliotheken werden wie folgt erstellt:

  1. Öffnen Sie das Werkzeug Individuelles Chart und wählen Sie Sonderfarbenbibliothek im Drop-down-Menü Verwendungszweck.
  2. Geben Sie die gewünschte Anzahl an Sonderfarben für die Bibliothek an und legen Sie die Anzahl an Feldern pro Sonderfarbe fest.

  3. Dies erstellt ein benutzerdefiniertes Chart für Sonderfarben unter Datensätze mit dem Farbmodell Spot (angezeigt in der Spalte DCS).

  4. Je nach Anzahl an eingegebenen Feldern pro Sonderfarbe werden entsprechende Gradienten für jede Farbe erzeugt.
  5. Legen Sie die Sonderfarben und die Namen der Sonderfarben fest. Sonderfarben können Sie definieren, indem Sie auf das Pipettensymbol klicken und eine Farbe aus der Liste auswählen. Sie können auch importiert werden, indem Sie eine Datendatei öffnen, die die gewünschte Sonderfarbe enthält.

    Wenn Sie auf das Stift-Symbol klicken, können Sie eine Sonderfarbe definieren, indem Sie den Namen und den Farbwert eingeben.

    Die Farbe kann auch im „Color Picker“ ausgewählt werden; dieser öffnet sich durch einen Klick auf das Farbfeld.
  6. Das erstellte Chart kann dann mit dem Werkzeug Chart exportieren (siehe unten) exportiert und anschließend gemessen werden, um die benutzerdefinierte Sonderfarbenbibliothek zu erstellen.
    Hinweis: Wenn die Bibliothek erstellt wurde und Sie eine oder mehrere Sonderfarben später umbenennen möchten, können Sie dies im Reiter Text im Werkzeug Betrachten tun.

Hinweis: Auf diese Weise können Charts für benutzerdefinierte Sonderfarbenbibliotheken mit bis zu 99 Sonderfarben erstellt werden. Wenn größere Sonderfarbenbibliotheken benötigt werden, können mehrere kleine Bibliotheken erstellt und dann mit dem Werkzeug Verbinden in ColorAnt kombiniert werden, wobei die Checkbox Verbinden unter Berücksichtigung der Kanalnamen aktiviert sein sollte.

Multicolor-Profilierungen und Multicolor-Testcharts

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen

CoPrA unterstützt drei chromatische Hauptprimärfarben, die einen ausreichend großen Gamut erzeugen sollten, der die Graubalance beinhaltet. Normalerweise erfolgt dies mit den Farben CMY, aber grundsätzlich kann jede beliebige sinnvolle chromatische Farbkombination gewählt werden.

Schwarz kann optional als vierter Kanal hinzugefügt werden. Wenn Schwarz verwendet wird, muss es zwingend als vierter Kanal sein.

Bis zu zwei Gamut-erweiternde Farben können zwischen jedem Abschnitt der Hauptprimärfarben verwendet werden.

Hinweis: Diesem Ansatz folgend könnten theoretisch Druckerprofile mit bis zu zehn Kanälen von CoPrA erstellt werden. Im Hinblick auf die Qualität ist es jedoch nicht empfehlenswert Profile mit mehr als acht Kanälen zu erstellen. Jeder zusätzliche Kanal erhöht die Profilgröße exponentiell, so dass entweder eine sehr geringe Gittergröße der Look-up-Tabelle oder ein übertrieben großes Profil verwendet werden müsste.

Beispiele

Der Multicolor-Normalfall
Wenn ein Standard-Multicolor-Farbraum mit CMYK-Anteilen verwendet wird, erweitern die zusätzlichen Farben Grün, Orange und Violett den Gamut in jedem Abschnitt der drei Primärfarben. Zwischen jedem dieser Abschnitte wird eine Gamut-erweiternde Farbe verwendet, so dass ein Farbraum mit sieben Farben entsteht.

Der komplexe Fall
Einige neue Tintenstrahldrucker verwenden zusätzlich zu den Standard-CMYK-Tinten zum Beispiel eine rote und eine orange Tinte. CoPrA ist in der Lage, einen solchen Sechsfarbendrucker zu profilieren, da Orange und Rot zwei Gamut-erweiternde Farben der Hauptprimärfarbenabschnitte Gelb und Magenta darstellen.

Hinweis: Wenn zwei Gamut-erweiternden Farben eingesetzt werden, müssen spezielle Testcharts verwendet werden. CoPrA enthält für solche Anwendungen geeignete Multicolor-Testcharts, die über das Menü Werkzeuge > Testcharts-Ordner öffnen > Multicolor verfügbar sind.

Spezielle Druckfarben
Im industriellen Druck, wie zum Beispiel dem Keramikdruck, werden die Hauptfarben oft durch zusätzliche helle (zum Beispiel Pink) oder dunkle Farben (zum Beispiel Braun) ergänzt. Ein weiteres Beispiel ist der Flexodruck, bei dem eine graue Tinte die schwarze Tinte ergänzt, um hellere Grautöne in der Druckvorlage besser wiederzugeben. Diese Farben sind das, was wir als “spezielle Druckfarben” bezeichnen. Sie können mit den speziellen Multicolor-Modi in CoPrA verwendet werden.

Unterstützte Farbsysteme

CoPrA ermöglicht das Erstellen von Drucker- und DeviceLink-Profilen für alle Arten von Farbräumen: Grau, RGB, CMYK und Multicolor. Farbraumübergreifende Profile werden ebenfalls unterstützt, wie zum Beispiel RGB-zu-CMYK, CMYK-zu-Graustufen oder RGB/CMYK-zu-Multicolor.

Die folgenden Farbsysteme werden unterstützt:

  • 2- und 3-Farbsysteme
  • 4-Farbsysteme mit CMYK
  • 4-Farbsysteme mit CMY + entweder Rot oder Grün oder Blau, ohne Schwarz
  • 5-Farbsysteme: CMYK + entweder Rot oder Grün oder Blau
  • 5-Farbsysteme: CMY + entweder Rot+Grün, Rot+Blau oder Grün+Blau, ohne Schwarz
  • 6-Farbsysteme: CMYK + entweder Rot+Grün, Rot+Blau oder Grün+Blau
  • 6-Farbsysteme: CMY + Rot+Grün+Blau, ohne Schwarz
  • 7-Farbsysteme: CMYK + Rot+Grün+Blau
  • 8-Farbsysteme: CMYK + Rot+Orange+Grün+Blau
  • 9-Farbsysteme: CMYK + Rot+Orange+Grün+Blau+Violet
  • Kombinationen spezieller Druckfarben wie CMYK+Grau, CMYK+Pink+Braun usw.
  • Die CMY-Kanäle können auch gegen andere ähnliche Farben ausgetauscht werden, zum Beispiel Magenta gegen eine andere rötliche Farbe oder Gelb gegen Beige usw.
  • DeviceLinks mit bis zu 9 Kanälen.
Verwenden von Multicolor-Testcharts

Zum Erstellen von Multicolor-Profilen stehen verschiedene Testcharts (Photoshop Multikanal-PSD- oder PDF-Dateien) mit den dazugehörigen Referenzdateien für die Messung, zum Beispiel mit ColorAnt, zur Verfügung. Die Multicolor-Testcharts finden Sie im Ordner Testcharts (im Installationsordner von CoPrA). Sie können den Ordner direkt in CoPrA öffnen (Menü Werkzeuge > Testchart-Ordner öffnen). Die darin befindlichen Multicolor-Testcharts sind eigens für CoPrA-Algorithmen optimiert. Alternativ dazu können Sie sich für Ihren Multicolor-Prozess mit Hilfe von ColorAnt (Individuelles Chart) eigene Testcharts erstellen.

Wenn Sie die vorgefertigten Testcharts nutzen wollen, wird die Auswahl des richtigen Testcharts für Ihren Druckprozess durch die Namensgebung erleichtert. Beachten Sie daher bitte folgende Namenskonventionen:

  • Aus dem Namen des Testcharts können Sie die Anzahl der Kanäle, die Farbkombination und die Anzahl der Farbfelder entnehmen. Am Namen des Testcharts CL-CMYKB-2140 können Sie daher erkennen, dass es sich um ein 5-kanaliges Testchart mit der Farbkombination CMYK+Blau und 2140 Farbfeldern handelt.
  • Unter "Blau" verstehen wir dabei einen recht weit gefassten Farbtonbereich von rötlichem bis grünlichem Blau. Er beinhaltet somit zum Beispiel auch Violett.
  • Die folgenden Farb-Kürzel werden in den Ordner- und Dateinamen verwendet: R = Rot, G = Grün, B= Blau, V= Violett, O = Orange, Yg= Yellow-Green,
  • Für ein Hexachrome-Druckverfahren mit CMYK+Orange+Grün sollten Sie dementsprechend das Testchart CL-CMYKRG verwenden. Die Bezeichnung CMYKRG steht hierbei für CMYK+Rot+Grün, wobei Rot auch Orange mit einschließt.
  • Für einen 7-farbigen Druck verwenden Sie das Testchart CL-CMYKRGB. Es enthält neben den CMYK-Farben auch die Zusatzfarben Rot+Grün+Blau.
  • Für zwei Gamut erweiternde Druckfarben (z. B. CMYK+Rot+Orange) stehen neun Spezialtestscharts für 6C- und 7C-Farbkombinationen zur Verfügung, die sich im Ordner Special befinden.
  • Die mitgelieferten Testcharts sind für die Handmessgeräte, die vom Measure Tool unterstützt werden, in den Formaten DIN A4 und US Letter Size optimiert und bestehen deshalb aus mehreren Seiten, wie Sie an den Seitenzahlen erkennen können: 1_6 bedeutet, dass es sich um das erste von sechs Testcharts handelt, die in entsprechender Reihenfolge vermessen werden müssen.

 Wichtige Hinweise

  • In keinem der Testcharts wird der Gesamtfarbauftrag von 400 % überschritten, auch nicht bei Multicolor-Testcharts.
  • Überprüfen Sie, ob Ihr RIP oder das Ausgabesystem für Ihren Drucker Photoshop Multikanal-PSD-Dateien unterstützt. Wenn nicht, sollten Sie die Testcharts in Photoshop (oder einem anderen geeigneten Bildbearbeitungsprogramm) öffnen und als DCS2-Dateien abspeichern.
  • Die Testcharts sind für das Messgerät X-Rite i1Pro optimiert, können aber auch mit anderen Einzelfarbmessgeräten vermessen werden.
  • Für Messungen mit den Messgeräten X-Rite i1iO, Barbieri Spectro LFP und Konica-Minolta FD-9 empfehlen wir, in ColorAnt mit dem Werkzeug Chart Exportieren aus der entsprechenden Referenzdatei eine angepasste Testchartdatei  zu erstellen.
  • Falls Sie ein Messgerät verwenden möchten, das nicht von ColorAnt/MeasureTool unterstützt wird, können Sie sich aus unseren Referenzdateien ein passendes Testchart für Ihr Messgerät und das vorgesehene Druckverfahren generieren. Verwenden Sie dabei unbedingt die zu Ihrem Farbsystem passende Referenzdatei. Wir empfehlen, die entsprechende Referenzdateien mit ColorAnt/Individuelles Chart zu erstellen.
  • Für die Multicolor-Profilierung müssen die Testcharts - anders als bei der CMYK-Profilierung - auf die Berechnungsalgorithmen abgestimmt sein, um Farbbereiche zu minimieren, da die Testcharts ansonsten außerordentlich groß werden würden.
    Wichtig: Die Multicolor-Profilierung unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. Falls Sie in CoPrA mit gemessenen Multicolor-Testcharts von anderen Herstellern arbeiten möchten, beachten Sie bitte, dass mit diesen Testcharts in CoPrA möglicherweise keine optimalen Ergebnisse erzielt werden können.
  • Wenn Sie keine Möglichkeit haben, die CoPrA-Testcharts neu zu drucken und Messdaten aus Multicolor-Testcharts anderer Hersteller verwenden müssen, sollten Sie die Messdaten vor der Profilerstellung in CoPrA mit ColorAnt aufbereiten. Mit dem Werkzeug Umrechnen können Sie die Mess- und Referenzwerte in ColorAnt an die für CoPrA geeigneten Testcharts anpassen. Fehlende Messwerte werden dabei interpoliert, was jedoch bei sehr vielen Lücken in alternativen Testcharts anderer Hersteller zu Ungenauigkeiten führen kann.
  • Spezielle Testcharts, wie zum Beispiel CMY-Testcharts für Drucksysteme die Schwarz nicht nutzen, sind ebenfalls im Ordner Testcharts/Multicolor verfügbar.

    Wenn Sie zum Beispiel mit CMY+Blau arbeiten, sollten Sie das entsprechende Testchart aus dem Ordner CMY+B verwenden.

    Hinweis
    : Viele Anwender haben für Farbkombinationen ohne Schwarz, wie zum Beispiel CMY+Blau, in der Vergangenheit Standard-CMYK-Testcharts verwendet, wie das ECI2002 oder IT8/7-4, und den K-Kanal mit Blau ausgetauscht. Dieser auf den ersten Blick praktikable Ansatz ist aber nicht sinnvoll, denn in CMYK-Testcharts hat die Prozessfarbe Schwarz eine ganz andere Rolle als eine Gamut erweiternde Prozessfarbe Blau. Entsprechend sind viele Farbkombinationen in den CMYK-Testcharts entweder unnötig oder sie fehlen. Deshalb empfehlen wir CoPrA in Verbindung mit CMY+X-Testcharts zu verwenden, um die bestmögliche Profilqualität zu erzielen.