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Flows

Automatisieren von verschiedenen wiederkehrenden Routineaufgaben

Flows

Übersicht

Mit dem Werkzeug Flows lassen sich verschiedene wiederkehrende Routineaufgaben automatisieren. Dazu gehören die Möglichkeiten, mehrere Konfigurationen zu verbinden, Dateien auf der Grundlage von Bedingungen weiterzuleiten und einfache Automatisierungsaufgaben durchzuführen, indem Regeln für die Dateiverarbeitung aufgestellt werden. Flows helfen dabei, die Anzahl an Warteschlangen und Hotfoldern zu reduzieren.

Komplexe Workflows hingegen lassen sich mit High-End-Automatisierungslösungen wie HYBRID CLOUDFLOW oder Enfocus Switch realisieren, in die ZePrA problemlos integriert werden kann.

Das Flows-Werkzeug deckt die folgenden Automatisierungsszenarien ab:

  • Verbinden mehrerer Konfigurationen, zum Beispiel einer Farbkonvertierungskonfiguration mit einer Konfiguration zum Sparen von Druckfarbe, in nur einer Warteschlange
  • Suche nach Output-Intents in PDF/X-Dateien und/oder Herausfiltern von PDF-Dateien ohne Output-Intents und Weiterleiten an die gewünschten Konfigurationen
  • Verteilen von Dateien anhand von Namen, Dateigröße, Dateityp, Breite oder Höhe von Pixeldateien oder der Anzahl an Seiten
  • Einbetten von CxF/X-4-Spektraldaten für Sonderfarben in PDF/X-Dateien
  • Automatisiertes Erstellen von Sonderfarben-Reporten für viele PDF-Dateien, und optional automatisiertes Verarbeiten der Dateien mit der jeweils bestgeeigneten Konfiguration

Hinweis: Das Werkzeug Flows ist Teil des ZePrA Multicolor-Pakets und kann einem ZePrA Process-Paket hinzugefügt werden (ab ZePrA 13).

Arbeiten mit Flows

Flows können im Abschnitt Flows einrichten konfiguriert werden. Jeder Flow trägt einen Namen und enthält eine oder mehrere Verarbeitungsregeln. Ähnlich wie Konfigurationen können Flows mit oder ohne Warteschlange erstellt und auf vergleichbare Weise verwaltet werden.

In der Übersicht sind Flows an einem orangefarbenen Symbol zu erkennen. Zur besseren Unterscheidung verwenden Konfigurationen ihr eigenes blaues Symbol.

Flows einrichten

Bereits vorhandene Flows können über das Drop-down-Menü ausgewählt werden. Die Sortierreihenfolge der Menüpunkte kann mit dem Symbol neben dem Menü geändert werden:

  • Sortier-Reihenfolge: Default – sortiert die Liste der Flows nach ihren IDs von der niedrigsten zur höchsten Nummer. Daher ist die Sortier-Reihenfolge: Default nicht unbedingt nur eine Sortierung nach Erstellungsdatum.
  • Sortier-Reihenfolge: Name (A-Z) – sortiert die Liste der Flows alphanumerisch, wobei die Zahlen an erster Stelle stehen, gefolgt von den Buchstaben.
  • Sortier-Reihenfolge: Änderungsdatum – stellt die zuletzt geänderten oder erstellten Flows an den Anfang der Liste.

Flows erstellen, umbenennen, löschen und speichern

Neu: Erstellt einen neuen Flow. Dieser ist leer und enthält keine Verarbeitungsregeln.

Umbenennen: Zum Ändern des Namens eines bestehenden Flows.

Löschen: Löscht den ausgewählten Flow.

Speichern: Speichert den ausgewählten Flow.

Verarbeitungsregeln

Das Herzstück eines jeden Flows sind die Verarbeitungsregeln. Eine Verarbeitungsregel kann eine oder mehrere Bedingungen enthalten. Wenn eine Bedingung erfüllt ist, kann eine Vorgehensweise definiert werden, die dann ausgeführt wird. Der nachfolgende Schritt kann ebenfalls definiert werden. Wenn eine Bedingung nicht erfüllt ist, können sowohl eine alternative Vorgehensweise als auch ein alternativer nächster Schritt definiert werden.

Neu: Öffnet den Dialog Verarbeitungsregel bearbeiten. Hier können neue Regeln mit Bedingungen und Vorgehensweisen für den ausgewählten Flow definiert werden.

Bearbeiten: Ermöglicht es, bei Bedarf die ausgewählte Verarbeitungsregel anzupassen. Die Regeln können auch durch Doppelklick bearbeitet werden.

Löschen: Entfernt die ausgewählte Regel aus dem Flow.

Verarbeitungsregel bearbeiten - Bedingungen

Verarbeitungsregel bearbeiten

Name: Hier muss der Name der Verarbeitungsregel eingegeben werden. Ohne einen eigenen Namen kann eine Verarbeitungsregel nicht angelegt werden.

Bedingungen

Pro Regel können eine oder mehrere Bedingungen definiert werden. Alle angegebenen Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Regel angewendet werden kann. Wenn mehrere Bedingungen definiert werden, muss die Filterlogik beachtet werden, siehe dazu den Punkt Filterlogik weiter unten.

Wählen Sie die Bedingungen aus, die erfüllt sein müssen, damit die Filterregel angewendet wird:

  1. Wählen Sie die Bedingungsart aus dem ersten Drop-down-Menü:
    Wenn Output Intent ausgewählt wird, ist das Mehr Optionen-Menü verfügbar (die Schaltfläche mit den drei Punkten, siehe Screenshot). Darin kann das entsprechende ICC-Profil ausgewählt werden.
  2. Wählen Sie die Vergleichsoption aus dem zweiten Drop-down-Menü.
    Es werden nur anwendbare Vergleichsoptionen angezeigt
  3. Geben Sie ein Vergleichskriterium an:
    Geben Sie im Textfeld den Wert oder Text ein, mit dem die Bedingungsart verglichen werden soll.

Die folgenden Bedingungen sind verfügbar:

Immer: Es müssen keine Bedingungen erfüllt werden; die gewählte Vorgehensweise wird immer ausgeführt.

Dateiname: Geben Sie den Namen der Datei ein. Der Dateiname muss nicht exakt eingegeben werden und es wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Für Dateinamen können auch Wildcards verwendet werden:

  • Die Wildcard „*“ steht für eine beliebige Anzahl an Zeichen.
    Beispiel: CL*.pdf findet alle Dateien, deren Name mit „CL“ beginnt und mit „.pdf“ endet - zum Beispiel CL_report.pdf oder CL123.pdf.
  • Die Wildcard „?“ bezieht sich auf genau ein Zeichen.
    Beispiel: CL testpage V?.pdf würde CL testpage V5.pdf oder CL testpage V9.pdf finden, aber nicht CL testpage V11.pdf, da „11“ zwei Zeichen enthält. Zwei Zeichen können entweder mit „??“ oder mit „*“ abgedeckt werden.

Hinweis: Damit Wildcards korrekt funktionieren, muss die Vergleichsoption erfüllt Ausdruck mit Wildcards ausgewählt werden (die Vergleichsoption gleich funktioniert nicht).
Sollen mehrere Dateinamen akzeptiert werden, müssen alle Wildcards angegeben und durch ein Semikolon getrennt werden (ohne Leerzeichen).
Beispiel: CL*;ColorLogic*

Wenn ein Suchbegriff ein Semikolon enthält, das nicht als Trennzeichen interpretiert werden soll, muss der gesamte Suchbegriff in Anführungszeichen gesetzt werden.
Beispiel: "CL;must be.pdf"

Dateigröße: Geben Sie die Größe der Datei in einer der folgenden Einheiten an: B, KB, MB, GB oder TB. Bei der Eingabe wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Leerzeichen zwischen der Zahl und der Einheit sind optional.

Wird keine Einheit angegeben, werden standardmäßig Bytes (B) angenommen.

Hinweis: Wenn das Vergleichskriterium im Bereich gewählt wird, kann auch eine Einheit für den Bereich angegeben werden.
Beispiel: 10MB-20MB bezieht sich auf eine Größe zwischen 10 und 20 Megabyte.

Hinweis: In einigen Systemen wird 1000 als Umrechnungsfaktor verwendet, das Werkzeug Flows verwendet 1024 (zum Beispiel: 1 KB = 1024 B, 1 MB = 1024 KB, 1 GB = 1024 MB, 1 TB = 1024 GB).

Dateityp: Die folgenden Dateitypen werden unterstützt: PDF, TIFF, PSD, PSB, JPEG.
Hinweis: Wenn mehrere Dateitypen akzeptiert werden sollen, muss die Vergleichsoption ist eins von verwendet und alle Dateitypen durch ein Semikolon voneinander getrennt werden (ohne Leerzeichen).
Beispiel: TIF;JPG;PSD

Output Intent: Wird die Bedingung Output Intent aus dem Drop-down-Menü ausgewählt, steht das Symbol Mehr Optionen zur Verfügung. Nach einem Klick auf diese Schaltfläche kann das gewünschte ICC-Profil ausgewählt werden.

Hinweis: Wenn der Profilname genau stimmen soll, muss die Vergleichsoption gleich verwendet werden.
Wenn Profile, die dem ausgewählten Profil ähnlich sind, als gleichwertig behandelt werden sollen, muss die Vergleichsoption entspricht verwendet werden.
ZePrA enthält eine interne Liste mit fast allen bekannten Standardprofilen. Viele dieser Standardprofile gibt es in mehreren Namensvarianten, die ebenfalls in der Liste enthalten sind. Diese Varianten sind die äquivalenten Profile, die von ZePrA erkannt werden.

Äquivalente Profile sind zum Beispiel: ISOcoated V2.icc, ISO coated V2 (300).icc, CoatedFOGRA39.icc, ISOcoated V2 (bas).icc

Hinweis: Wenn das Textfeld für das Vergleichskriterium leer gelassen wird, wird geprüft, ob die PDF-Dateien einen Output Intent enthalten. Dies kann hilfreich sein, um PDF-Dateien ohne Output Intent auszusortieren.

Seitenanzahl: Die Anzahl der Seiten muss in den folgenden Formaten eingegeben werden:

  • Einzelne Seite: 5 (bezieht sich nur auf Seite 5)
  • Seitenbereich: 2-6 (bezieht sich auf die Seiten 2 bis 6)
  • Mehrere einzelne Seiten: 5,7 (bezieht sich auf die Seiten 5 und 7, aber nicht auf 6)
    Hinweis: Wenn die Vergleichsoption im Bereich gewählt wird, müssen die Vergleichskriterien als kommagetrennte Liste von Bereichen oder Zahlen angegeben werden.
    Beispiel: 1-3,6-7 (bezieht sich auf die Seiten 1,2,3,6,7).

Breite: Bezieht sich entweder auf die Breite einer Pixeldatei (zum Beispiel TIFF, JPEG, PSD oder PSB) oder die Breite der Medienbox einer PDF-Datei.

Höhe: Bezieht sich entweder auf die Höhe einer Pixeldatei (zum Beispiel TIFF, JPEG, PSD oder PSB) oder die Höhe der Medienbox einer PDF-Datei.
Hinweis: Für Breite und Höhe sollten Einheiten angegeben werden. Bei der Eingabe wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden, Leerzeichen zwischen Zahlen und Einheiten sind optional.
Beispiel: 5 cm, 5INCH - beide Angaben sind zulässig und entsprechen 5 Zentimetern bzw. 5 Zoll.
Wenn keine Einheit angegeben wird, wird der Wert standardmäßig als Pixel interpretiert.
Wenn das Vergleichskriterium im Bereich ausgewählt wird, kann auch für den Bereich eine Einheit angegeben werden.
Beispiel: 10cm-20cm bezieht sich auf einen Bereich zwischen 10 und 20 Zentimetern.

Mehr Optionen (Schaltfläche mit Punkten): Öffnet einen Dialog, in dem das gewünschte Element ausgewählt werden kann.
Hinweis: Nicht für alle Bedingungen verfügbar.

+/- Schaltflächen: Hinzufügen oder Entfernen von Bedingungen.

Filterlogik: Wenn es mehrere Bedingungen gibt muss angegeben werden, ob alle aufgeführten Bedingungen erfüllt sein müssen, oder nur eine:

  • oder: Es reicht eine der aufgeführten Bedingungen aus, um die entsprechende Vorgehensweise einzuleiten
  • und: Es müssen alle aufgeführten Bedingungen erfüllt sein, um die entsprechende Vorgehensweise einzuleiten

Verarbeitungsregel bearbeiten - Vorgehensweise - Operationen

In diesem Abschnitt können die Operationen definiert werden, die ausgeführt werden sollen, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

Die folgenden Operationen sind verfügbar:

Nichts: Es wird keine Operation durchgeführt.

Konfiguration anwenden: Die Daten werden entsprechend den Einstellungen in der Konfiguration konvertiert und verarbeitet. Über das Symbol Mehr Optionen kann die gewünschte Konfiguration ausgewählt werden.

Flow anwenden: Ein bereits vorhandener Flow kann als eigenständiger Schritt verwendet und implementiert werden. Mit dem Symbol Mehr Optionen kann der gewünschte Flow ausgewählt werden.

Externes Kommando: Nach dem Konvertieren kann eine Datei von einem Programm oder einer Skriptdatei weiterverarbeitet werden (beispielsweise einer Batch-Datei unter Windows oder einem Shell-Skript unter macOS). Dies entspricht einem Drag-and-Drop der konvertierten Datei auf das ausgewählte Programm oder Skript.
Ein Skript kann zum Beispiel dazu verwendet werden, die Datei umzubenennen oder eine Nummer hinzuzufügen.

Ausführbare Datei: Über das Symbol Mehr Optionen kann eine Batch-Datei oder eine Java-Script-Datei ausgewählt werden, wobei der Pfad zur Datei automatisch angegeben wird.
Beispiel für eine Batch-Datei: C:\CL\Temp\example.bat
Beispiel für ein Java-Script: C:\CL\Temp\example.js

Hinweis: Um Java-Skripte zu verwenden, muss eine Java-Skript-Laufzeitumgebung wie Node.js installiert sein.
Stellen Sie bitte sicher, dass der Skriptdatei die richtigen Berechtigungen zugewiesen sind, da sonst die Ausführung des Skripts fehlschlägt. Die Berechtigung kann über die Konsole (Terminal) mit dem Befehl „chmod 755 /path/to/scriptfile.sh“ gesetzt werden.

Argumente: Legt die Befehlszeilenargumente für die ausführbare Datei fest.

Zeitlimit: Das Zeitlimit muss in Sekunden angegeben werden. Wenn das Skript nicht innerhalb der angegebenen Zeit abgeschlossen werden kann, wird ein Timeout-Fehler ausgelöst.

Sonderfarben-Report: Erstellt automatisch einen Sonderfarben-Report. Über das Symbol Mehr Optionen wird der Dialog für den Sonderfarben-Report geöffnet.

Hier können eine oder mehrere Konfigurationen aus der Liste ausgewählt werden, die alle Einstellungen für die Konvertierung enthalten. In der Liste werden nur Konfigurationen angezeigt, bei denen die Option Sonderfarben konvertieren aktiviert ist.
Hinweis: Konfigurationen, die PantoneLive-Sonderfarbenbibliotheken verwenden, sind hier nicht aufgeführt, da X-Rite/Pantone das Exportieren oder Einbetten der ursprünglichen PantoneLive-Spektraldaten nicht ermöglicht.

Sortier-Reihenfolge: Sortiert die Sonderfarben in der Liste nach verschiedenen Kriterien. Bei der Sortierung nach Delta E stehen die Sonderfarben mit dem niedrigsten Delta E ganz oben und die mit dem höchsten Delta E ganz unten in der Liste.

Format: Der Sonderfarben-Report kann in verschiedenen Formaten gespeichert werden:

  • PDF
  • HTML
  • XML
  • Text
  • CGATS
  • CxF
  • JSON

Hinweis: Das Speichern als CGATS-Text und Color Exchange Format (CxF) ermöglicht das Öffnen der Datei in externen Werkzeugen, zum Beispiel in ColorAnt. Auf diese Weise können die Gerätewerte (DCS) nach dem Optimieren durch ZePrA und die resultierenden Lab-Werte untersucht werden. Die Lab-Werte der Sonderfarben in dieser Datei spiegeln die tatsächlich erreichbaren Lab-Werte nach der Konvertierung durch ZePrA wider und können von den ursprünglichen Lab-Werten abweichen (aufgrund von Out-of-Gamut oder anderen Einschränkungen).

Die beiden Dateiformate JSON und XML sind für das maschinelle Lesen optimiert und eignen sich am besten für die Verwendung in externen Systemen, um Daten für Reporte zu extrahieren.

Hinweis: Die Original-PDF- oder Bilddateien mit zu prüfenden Sonderfarben werden in den Output-Ordner des Flows kopiert (wenn dem Flow Hot Folder zugewiesen sind), wobei die Job-ID dem Dateinamen hinzugefügt wird. Für den Fall, dass die Original-PDF- oder -Bilddateien optional mit der am besten geeigneten Konfiguration entsprechend dem Ergebnis des Sonderfarben-Report-Flows konvertiert werden sollen, muss eine zweite Verarbeitungsregel mit einer Konfiguration anwenden Prozedur festgelegt werden, die den Platzhalter %BestConfiguration verwendet. Dieser Platzhalter kann entweder manuell eingegeben oder über die Schaltfläche Mehr Optionen als letzter Eintrag im Dropdown-Menü Konfiguration ausgewählt werden.

CxF/X-4-Daten in PDF einbetten: Bettet spektrale Messdaten von Sonderfarben (CxF/X-4-konform) in eine PDF/X-Datei ein, so dass andere CxF/X-4-konforme Werkzeuge diese Daten extrahieren oder verwenden können. Das Einbetten erfolgt gemäß den PDF 2.0- und CxF/X-4-Spezifikationen, wenn entsprechende Messdaten in den Sonderfarbenbibliotheken vorhanden sind.

Hinweis: CxF/X-4-Daten können nur in PDF/X-konforme Dateien eingebettet werden - ein Einbetten in normale PDF-Dateien ist nicht möglich.
Das Einbetten ermöglicht auch das Hinzufügen von Messdaten, die nur Vollton-Spektraldaten enthalten, selbst wenn diese nicht CxF/X-4b-kompatibel sind. (CxF/X-4b erfordert sowohl Vollton- als auch Papierweißdaten).

Nur Sonderfarbenbibliotheken, die Spektraldaten enthalten, werden in der Liste angezeigt. PantoneLive-Bibliotheken sind hier nicht aufgeführt, da X-Rite/Pantone das Exportieren oder Einbetten der ursprünglichen PantoneLive-Spektraldaten nicht ermöglicht. Über die Checkboxen können eine oder mehrere Sonderfarbenbibliotheken ausgewählt werden. Die Reihenfolge der Bibliotheken ist relevant, da ZePrA die Liste von oben nach unten auf übereinstimmende Sonderfarbennamen überprüft und nur die Sonderfarben verwendet, deren Namen mit den Namen in der PDF/X-Datei übereinstimmen. Die Reihenfolge der Bibliotheken kann über die Schaltflächen auf der rechten Seite geändert werden.

Mit den beiden Drop-Down-Menüs kann festgelegt werden, wie mit bereits vorhandenen CxF/X-4-Daten verfahren werden soll und was zu tun ist, wenn ein Sonderfarbenname nicht in einer der ausgewählten Sonderfarbbibliotheken enthalten ist.

Behandlung existierender CxF/X-4-Daten: Hier kann ausgewählt werden, wie mit bereits vorhandenen spektralen Sonderfarbdaten verfahren werden soll.

  • Immer überschreiben: Ersetzt alle vorhandenen CxF/X-4-Daten durch die Daten der ausgewählten Sonderfarbenbibliotheken.
  • Nicht überschreiben: Behält die vorhandenen Daten unverändert bei; die Daten werden nicht überschrieben.
  • Überschreiben, wenn die CxF/X-4-Konformität verbessert wird: Ersetzt die vorhandenen Daten nur, wenn die neuen Daten Überdruckinformationen enthalten und die Übereinstimmung mit dem CxF/X-4-Standard verbessern.

Undefinierte Sonderfarben: Wenn der Name einer Sonderfarbe in einer PDF/X-Datei in der ausgewählten Sonderfarben-Bibliothek nicht gefunden wird, gibt es drei Möglichkeiten, dies handzuhaben: Ignorieren, eine Job-Warnung erzeugen oder einen Job-Fehler erzeugen.

Job-Fehler erzeugen: Diese Option zeigt einen Job-Fehler an. Geben Sie die anzuzeigende Meldung in das Textfeld ein. Fehlermeldungen werden in der Liste Übersicht > Verarbeitete Jobs angezeigt und die entsprechende Datei in den Fehlerorder verschoben.

Job-Warnung erzeugen: Mit dieser Option wird eine Job-Warnung angezeigt. Geben Sie die anzuzeigende Warnung in das Textfeld ein. Job-Warnungen werden unter Übersicht > Verarbeitete Jobs angezeigt.

Informationen in Job-Report einfügen: Geben Sie die Informationen, die dem Job-Report hinzugefügt werden sollen, in das Textfeld ein.

Datei(en) kopieren: Kopiert die verarbeitete(n) Datei(en) in den hier angegebenen Ordner. Der Ordner kann über das Symbol Mehr Optionen ausgewählt werden.
Wenn das Textfeld leer bleibt, also kein Ziel-Ordner angegeben wird, wird automatisch der Ziel-Ordner des Flows verwendet.
Hinweis: Es werden nur die resultierenden Dateien kopiert, nicht die Originaldateien.

Verarbeitungsregel bearbeiten - Vorgehensweise – Fortsetzung

Der nächste Schritt nach dem Beenden einer Operation muss definiert werden. Wenn eine Bedingung nicht erfüllt ist, können sowohl eine alternative Operation als auch ein alternativer nächster Schritt definiert werden.

und fortfahren mit / und hier fortfahren: Das Drop-down-Menü enthält alle Schritte des aktuellen Flows sowie eine Ende- und eine Nächster Schritt-Option.

  • Nächster Schritt: Die Verarbeitungsreihenfolge wird mit der nächsten definierten Regel aus der Tabelle Verarbeitungsregeln fortgesetzt. Dies ist die Standardeinstellung.
    Hinweis: Wenn ein Schritt unter fortfahren mit / und hier fortfahren auf Nächster Schritt gesetzt ist, vergewissern Sie sich, dass dies auch dann noch in Ordnung ist, wenn eine Änderung der Schritte vorgenommen wurde.
  • Schritt 1, Schritt 2, …usw.: Legt eine der vorhandenen Regeln als nächsten Verarbeitungsschritt fest und sorgt dafür, dass eine definierte Regel als nächstes angewendet wird. Dies ermöglicht eine genaue Kontrolle über den Ablauf des Flows.
    Hinweis: Wenn die Reihenfolge der Schritte in der Tabelle Verarbeitungsregeln geändert wird, werden die Abschnitte und fortfahren mit / und hier fortfahren in der Regel ebenfalls entsprechend geändert. Nur wenn ein Schritt gelöscht wurde und dieser Schritt in einer Verarbeitungsregel ausgewählt war, ändern sich die Abschnitte und fortfahren mit / und hier fortfahren zu Ende.
  • Ende: Diese Option beendet die weitere Verarbeitung und sollte gewählt werden, wenn die aktuelle Regel der letzte Verarbeitungsschritt für die Datei sein soll. Standardmäßig werden die Dateien nacheinander durch alle Schritte von oben nach unten verarbeitet.
Tabelle Verarbeitungsregeln

Die erstellten Verarbeitungsregeln werden der Tabelle nacheinander hinzugefügt. Die Reihenfolge der Regeln ist wichtig, da die Dateien entsprechend ihrer Reihenfolge von oben nach unten verarbeitet werden. Daher ist es manchmal notwendig, Regeln von einer Position zu einer anderen zu verschieben oder neue Regeln beim Hinzufügen zwischen bestehenden Regeln zu platzieren.

Die Position von Regeln kann durch Ziehen und Ablegen verändert werden. Alternativ können Sie mit der rechten Maustaste auf eine Regel klicken und das Kontextmenü verwenden, um sie zu verschieben. Das Kontextmenü bietet auch zusätzliche Optionen zum Beispiel Duplizieren, Löschen, Ausschneiden, Kopieren und Einfügen. Mit Ausschneiden, Kopieren und Einfügen können Regeln aus einem Flow in einen anderen übertragen oder kopiert werden.

Aktive Regeln werden durch eine angekreuzte Checkbox kenntlich gemacht. Durch Entfernen des Kreuzchens wird die Regel deaktiviert, so dass sie bei der Verarbeitung übersprungen wird.

ZePrA | Konfiguration | Bildqualität

Bildqualität

Anpassen aller Bildqualitäts-Einstellungen an einem Ort

Bildqualität

Alle Aspekte, die die Bildqualität betreffen, wie zum Beispiel die Formatoptionen, die Bildauflösung und die Bildgröße sowie das Schärfen sind im Reiter Bildqualität vereint.

Formatoptionen

TIFF-, JPEG-, PSD- oder PSB-Bildformate werden auf die gleiche Weise verarbeitet wie die Bilddaten einer PDF-Datei. Dabei werden Bilder mit 8 Bit und 16 Bit Farbtiefe unterstützt. Die Farbtiefe der Eingangsdaten bleibt bei Konvertierungen erhalten, es sei denn, TIFF-, PSD- oder PSB-Dateien werden als JPEG-Dateien gespeichert. Dies führt zu einer Farbtiefe von 8 Bit, da in JPEG-Dateien nur 8 Bit möglich sind.

Kompressionsverfahren: Für die Farbkonvertierung von Bildern können vier Kompressionsverfahren verwendet werden:

  • Automatisch: Bilder in PDF-Dateien können eine Reihe von Komprimierungsmethoden verwenden. Die Methode Automatisch stellt normalerweise sicher, dass alle vorhandenen Bildformate und Komprimierungsmethoden beibehalten werden. Die einzige Ausnahme ist, dass JPEG2000-komprimierte Bilder aus PDF-Dateien als verlustfreie ZIP-komprimierte Bilder geschrieben werden.
    Dies verbessert die Interoperabilität mit verschiedenen PDF-Workflows und -Viewern.
  • Verlustfrei: Speichert die Bilddatei entweder im PSD- oder im TIFF-Format. JPEG-Daten, die komprimiert in einer PDF-Datei vorliegen, werden zu ZIP konvertiert. Multicolor-Dateien können nicht als JPEG gespeichert werden
  • JPEG: Mit einer JPEG-Komprimierung werden TIFF- und PSD-Dateien, genauso wie unkomprimierte oder ZIP-komprimierte Daten in einer PDF-Datei, zu JPEG konvertiert.
  • Wie Eingabe: Stellt sicher, dass alle vorhandenen Bildformate erhalten bleiben, weder die Farbtiefe noch der Typ oder die Komprimierung der Eingabedaten werden geändert.
    Hinweis: ZePrA unterstützt keine JPEG2000-Bilddateiformate wie *.jp2, *.jpf oder ähnliche

Bevorzugtes verlustfreies Format: TIFF oder PSD stehen als verlustfreie Ausgabeformate zur Verfügung.

JPEG-Qualität: Ermöglicht es, die Qualität der JPEG-Komprimierung für Pixel-Bilder und JPEG-komprimierte Bilder in PDF-Dateien zu definieren. Die Kompressionsrate ist standardmäßig auf Hoch gestellt, was bei maximal komprimierten JPEG-Bildern zu einer größeren Datei nach der Farbkonvertierung führen kann.

Wählen Sie unter JPEG-Qualität eine der vier vordefinierten Qualitätsabstufungen oder bestimmen Sie unter Eigene einen individuellen Komprimierungsfaktor mit Hilfe der Prozentangabe.

Tipp: ColorLogic empfiehlt die Standardeinstellung Hoch 90 %.

Bildauflösung

Im Bereich Bildauflösung kann die Auflösung von Bildern durch das Hinzufügen von Schwellenwerten für das Runterskalieren und das Hochskalieren geändert werden. Dies gilt sowohl für Bilder in Pixelformaten als auch für Bilder in PDF-Dateien.

Bildauflösung ändern: Durch das Aktivieren dieser Checkbox kann die Auflösung der Bilder eingestellt werden. Die Auflösung wird in dpi eingegeben. Mindestens eine der Checkboxen für den Schwellenwert muss aktiviert sein.

Schwellwert für Runterskalieren: Gibt die Auflösung an, ab der Bilder herunterskaliert werden sollen, beispielsweise um die Daten für die Darstellung im Internet zu optimieren, die Auflösung für den Druck anzupassen oder um eine unnötige Größenänderung zu vermeiden.

Hinweis: ZePrA verwendet die „Bisquare“-Interpolationsmethode, um den möglichen Schärfeverlust auszugleichen, der beim Herunterskalieren von Bildern auftreten kann.

Tipp: Die bikubische Interpolationsmethode (Schärfen) von Photoshop kann schärfere Bilder erzeugen als ZePrA, zeigt aber im Gegensatz zu ZePrA deutliche Artefakte. Wie unter Schärfen beschrieben, können die Funktionen zum Herunterskalieren und Schärfen von Bildern in ZePrA kombiniert werden, wobei für Bilder eine ZIP-Komprimierung verwendet wird.

Schwellwert für Hochskalieren: Gibt die Auflösung an, ab der Bilder hochskaliert werden sollen, zum Beispiel wenn die Bildauflösung für den Druck zu niedrig ist (zum Beispiel 72 dpi) oder um eine unnötige Größenänderung zu vermeiden.
Beispiel: Um Bilder mit einer Auflösung von weniger als 150 dpi auf 300 dpi hochzuskalieren, setzen Sie den Schwellwert für Hochskalieren auf 150 dpi und Bildauflösung ändern auf 300 dpi. Diese Einstellungen stellen sicher, dass nur Bilder mit einer Auflösung von weniger als 150 dpi hochskaliert werden, während Bilder zwischen 150 und 300 dpi unverändert bleiben, um unnötiges Resampling zu vermeiden.

Hinweis: ZePrA verwendet die „Bikubische Catmull“-Interpolationsmethode, um den potenziellen Schärfeverlust auszugleichen, der beim Hochskalieren von Bildern auftreten kann.

Hinweis: Beim Ändern der Bildauflösung reicht es nicht aus, nur die Checkbox Bildauflösung ändern zu aktivieren und die Schwellenwerte zu deaktivieren. Wenn keine Checkbox für die Schwellenwerte aktiviert ist, wird eine Job-Warnung angezeigt.

Wenn alle Bilder, unabhängig von ihrer Auflösung, auf eine bestimmte Auflösung (zum Beispiel 300 dpi) umskaliert werden sollen, aktivieren Sie die Checkbox Bildauflösung ändern und geben Sie die gewünschte Auflösung ein. Aktivieren Sie auch die beiden Checkboxen für die Schwellenwerte und geben Sie in jedem Zahlenfeld denselben dpi-Wert an. Auf diese Weise werden Bilder mit einer höheren Auflösung (in diesem Beispiel 300 dpi) herunterskaliert und Bilder mit einer niedrigeren Auflösung hochskaliert.

In den meisten Fällen sollte die Bildauflösung jedoch nicht verändert werden, und ein Resampling sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn die Bildauflösung viel zu hoch oder viel zu niedrig ist. In solchen Fällen können geeignete Schwellenwerte für das Resampling festgelegt werden.

Wenn nur ein Runterskalieren von höheren Auflösungen erforderlich ist, aktivieren Sie die Checkbox Schwellwert für Runterskalieren.

Wenn hingegen nur Bilder mit niedriger Auflösung hochskaliert werden sollen, aktivieren Sie einfach die Checkbox Schwellwert für Hochskalieren.

Bildgröße (nur Pixel-Dateien )

Im Bereich Bildgröße können die Dimensionen von Bilddateien geändert werden. Dies ist unter anderem nützlich, um die meist enormen Größen von Bildern (jedoch mit niedriger Auflösung) anzupassen, die mit Smartphones aufgenommen wurden.

Hinweis: Die Funktion bezieht sich ausschließlich auf Bilddateien (TIFF-, JPEG-, PSD-, PSB-Dateien), eingebettete Bilder in PDF-Dateien sind davon nicht betroffen.

Modus: Die verfügbaren Modi ermöglichen flexible Größenänderungen, wobei die ursprünglichen Proportionen des Bildes beigehalten oder geändert werden können.

  • Nicht ändern: Bildgröße und -proportionen bleiben unverändert.
  • Breite und Höhe ändern: Mit dieser Option können sowohl die Breite als auch die Höhe des Bildes unabhängig von den ursprünglichen Proportionen manuell festgelegt werden.
    Dies ist nützlich, wenn das Bild bestimmten Abmessungen entsprechen muss und das Seitenverhältnis keine Rolle spielt.
    Hinweis: Bei einer Änderung des Seitenverhältnisses wird das Bild verzerrt.
  • Proportionen erhalten (Breite festlegen): Diese Option ermöglicht es, die Breite des Bildes zu ändern, wobei die Höhe automatisch angepasst wird, um das ursprüngliche Seitenverhältnis beizubehalten.
    Dies ist nützlich, wenn das Bild auf eine bestimmte Breite eingestellt werden muss und eine Bildverzerrung vermieden werden soll.
  • Proportionen erhalten (Höhe festlegen): Diese Option ermöglicht es, die Höhe des Bildes zu ändern, wobei die Breite automatisch angepasst wird, um das ursprüngliche Seitenverhältnis beizubehalten.
    Dies ist nützlich, wenn das Bild auf eine bestimmte Höhe eingestellt werden muss und eine Bildverzerrung vermieden werden soll.
  • Nur Breite ändern: Mit dieser Option wird nur die Breite geändert, ohne die Höhe anzupassen. Das Bild wird dabei verzerrt.
    Diese Option ist nützlich, wenn ein horizontaler Streck- oder Staucheffekt erwünscht ist und keine proportionale Genauigkeit erforderlich ist.
  • Nur Höhe ändern: Ändert die Höhe, während die Breite unverändert bleibt. Dadurch wird das Bild vertikal gestreckt oder gestaucht.
    Diese Option ist nützlich, wenn ein vertikaler Streck- oder Staucheffekt gewünscht ist und keine proportionale Genauigkeit erforderlich ist.

Breite: Geben Sie die gewünschte Bildbreite ein und wählen Sie die entsprechende Einheit aus dem Drop-down-Menü.

Höhe: Geben Sie die gewünschte Bildhöhe ein und wählen Sie die entsprechende Einheit aus dem Drop-down-Menü.

Nicht neu berechnen: Die Anzahl der Pixel im Bild bleibt unverändert, nur die physischen Abmessungen (Breite und Höhe in cm oder Zoll) werden durch automatische Anpassung der Bildauflösung angepasst. Dadurch wird ein Resampling vermieden, das in der Regel mit einem Qualitätsverlust verbunden ist.
Dieser Ansatz ist besonders nützlich für Bilder mit niedrigen Auflösungen, die für den Druck ungeeignet sind, zum Beispiel Smartphone-Bilder mit 72 dpi, aber mit sehr großer Breite und Höhe.
Hinweis: Die Checkbox ist nur verfügbar, wenn die obigen Optionen für die Bildauflösung nicht aktiviert sind. Am besten geeignet ist sie, wenn einer der beiden Proportionen erhalten-Modi verwendet wird. Bei anderen Modi erscheint eine Workflow-Warnung, die Funktion kann aber ausgeführt werden.

Schärfen

Mangelnde Schärfe wird bei Fotoaufnahmen in der Regel bereits durch die Kamera, bzw. durch die integrierte Aufnahme-Software kompensiert. Zusätzlich wird die Funktion “Schärfen” auch als kreative Option in Bildbearbeitungsprogrammen genutzt.

ZePrA verwendet für das Schärfen den “Unsharp Masking”-Algorithmus, der auch von Adobe Photoshop verwendet wird. Das Schärfen von Bildern beinhaltet die Intensivierung von Helligkeitsunterschieden oder Farbe zwischen zwei angrenzenden Pixeln. Dies kann bei einer starken Schärfung zu Linien zwischen den Bildbereichen mit unterschiedlicher Helligkeit/Farbe führen.

Mit ZePrAs Schärfen-Funktion können Bilder nach der Farbkonvertierung geschärft werden. In der Mediaproduktion gibt es verschiedene Gründe für die Verwendung von Schärfen:

  • Zum Kompensieren von Unzulänglichkeiten bei der Digitalisierung (Digitalfoto oder Scan)
  • Schärfen als kreative Option
  • Zur Kompensation von Detailverlust nach dem Ändern der Bildauflösung
  • Zum Kompensieren von Unzulänglichkeiten des Druckprozesses (zum Beispiel Screening)

Das Schärfen von Bilddaten kann auf individuelle Farbformate (CMYK, RGB, Multicolor, Grau, Lab) oder alle Farbformate simultan angewendet werden.

Generell erfolgt das Schärfen nach einer Farbkonvertierung. In bestimmten Situationen, zum Beispiel wenn gleichzeitig eine Transparenzreduzierung durchgeführt werden soll, werden Bilder vor der Konvertierung geschärft.

Voreinstellungen für das Schärfen

Für das Schärfen stehen - neben der Option nicht zu schärfen - drei Vorstellungen zur Verfügung. Individuelle Einstellungen sind jedoch auch möglich.

Hinweis: Dateien, die in einem kontrollierten, hausinternen Arbeitsumfeld erstellt wurden, können meist stärker geschärft werden.

Voreinstellung

  • Alle Bilder moderat schärfen: Empfohlene Voreinstellung. Gleicht typische Anomalien im Druckprozess aus.
  • RGB- und Grau-Bilder stark schärfen: Für medienneutrale Arbeitsabläufe, die häufig auf hochauflösende RGB- und Graubilder zurückgreifen.
  • Herunterskalierte Bilder moderat schärfen: Gleicht kleinere Schärfeverluste aus, die zum Beispiel beim Herunterskalieren entstehen können.
  • Individuell: Ermöglicht es, alle Schärfen-Parameter individuell zu definieren. Eine Stärke von 80 % und ein Schwellwert von 8 liefern üblicherweise stabile Ergebnisse.

Die folgenden Parameter können individuell eingestellt werden:

Radius: Je breiter der Radius, desto breiter ist auch die Linie, die beim Schärfen entsteht. Die Wahl des richtigen Radius hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem üblichen Betrachtungsabstand oder der Auflösung des verwendeten Druckverfahrens. Weitere Informationen über die Beziehung von Skalierung und Bildauflösung finden Sie weiter unten im Abschnitt Zusammenhänge zwischen Skalierung und Bildauflösung.

Stärke: Gibt die Intensität des Schärfens in Bezug zum gewählten Radius an und sollte die Schärfe des Originalbilds und die Anomalien des Druckprozesses berücksichtigen.

Schwellwert: Beschreibt den Farb- oder Helligkeitsunterschied, ab dem der Schärfefilter greift. Je niedriger der Schwellwert, desto mehr Bildbereiche werden in die Schärfung einbezogen und desto größer ist die Gefahr, dass ungewünschte Bildartefakte ebenfalls mit geschärft werden. Übliche Werte liegen hier bei 2 bis 10.

Tipp: Zu starkes Schärfen durch einen zu hohen Radius und eine zu hohe Stärke kann zu einer unnatürlichen Bilddarstellung führen. Abhängig von den Schärfeeinstellungen können Artefakte, die zuvor nicht sichtbar waren, jetzt sichtbar und zu stark betont werden. Dies betrifft insbesondere die quadratischen Muster der JPEG-Komprimierung oder das Bildrauschen in dunklen Partien von Digitalfotos.

Mehr über spezielle Arbeitsabläufe/Flachgerechnete Transparenzen und Schärfen erfahren Sie unter Umgang mit Transparenzen.

Bildbasiertes vs ausgabebasiertes Schärfen

Der Radius der Schärfung kann auf zwei verschiedene Weisen definiert werden: bildbasiert oder ausgabebasiert.

Bildbasiertes Schärfen: Der Radius wird in Pixeln angegeben. Bei einem Radius von 2 Pixeln beträgt die Wirkbreite des Schärfens dementsprechend 2 Pixel. Entspricht der Methodik des Filters „Unscharfmaskieren“ in Photoshop.

Wird ein geschärftes Bild in einem Layoutprogramm platziert, ist die visuell wahrgenommene Wirkbreite bzw. der Radius der Schärfung abhängig von der Bildauflösung in Pixeln per Inch (ppi) und der Skalierung im Layoutprogramm.

Beispiel: Wenn Sie bei einem Bild mit 288 ppi Auflösung einen Radius von 2 Pixeln angeben und es mit einer Skalierung von 100 % in ein Layoutprogramm platzieren, beträgt der visuell wahrgenommene Radius der Schärfung 0,5 Punkte (0,18 mm). Dies ergibt sich daraus, dass 72 Punkte einen Inch ergeben. Bei einem Bild mit 288 Pixeln per Inch, ist ein Pixel 0,25 Punkte (0,09 mm) breit.

Ausgabebasiertes Schärfen: Der Radius der Schärfung (in Punkten bzw. in mm) bleibt für Bilder mit verschiedenen Auflösungen bzw. Skalierungen im Layoutprogramm gleich. Da ausgabebasiertes Schärfen vorwiegend Detailverluste des Ausgabesystems ausgleicht (zum Beispiel durch die Rasterung), wird sichergestellt, dass der Radius der Schärfung bei allen Bildern im Dokument dem Detailverlust der Ausgabe vergleichbar entgegenwirkt.

Zusammenhänge zwischen Skalierung und Bildauflösung

Wenn Sie das Bild aus dem vorangegangenen Beispiel mit 288 ppi Auflösung im Layoutprogramm auf 50 % verkleinern, ändert sich die Bildauflösung auf 576 ppi. Eine ausgabebasierte Schärfung mit 0,5 Punkten ergibt - bezogenen auf die Bildpixel - somit einen verdoppelten Radius von 4 Pixeln.

Typische bildbasierte Schärfe-Radien in 300-dpi-Bildern mit 100-%-Skalierung im Layoutprogramm entsprechen folgenden Werten der ausgabebasierten Schärfung in Punkten.

0,8 Pixel = 0,19 Punkte
0,9 Pixel = 0,22 Punkte
1,0 Pixel = 0,24 Punkte
1,1 Pixel = 0,26 Punkte
1,2 Pixel = 0,29 Punkte
1,3 Pixel = 0,31 Punkte
1,4 Pixel = 0,34 Punkte
1,5 Pixel = 0,36 Punkte
1,6 Pixel = 0,38 Punkte

Konvertieren der Breite eines Bildpixels mit beliebiger Auflösung in Punkte

Es gilt folgender Zusammenhang:

Radius (in Punkten) = 72 / Bildauflösung (in ppi)

Hinweis: Adobe Photoshop verwendet statt ppi (pixel per inch) die Bezeichnung dpi (dots per Inch).

Der Radius der Schärfe sollte nicht größer sein als die Rasterweite im Druck. Als Hilfe dient dabei folgende Tabelle, die die Rasterweite und den Radius der Schärfe (in mm) im Verhältnis 1:1 zeigt:

60 L/cm = 0,17 mm (0,48 Punkte)
70 L/cm = 0,14 mm (0,40 Punkte)
80 L/cm = 0,13 mm (0,37 Punkte)
90 L/cm = 0,11 mm (0,31 Punkte)
100 L/cm = 0,10 mm (0,28 Punkte)
110 L/cm = 0,09 mm (0,26 Punkte)
120 L/cm = 0,08 mm (0,23 Punkte)
200 L/cm = 0,05 mm (0,14 Punkte)

L/cm = Linien pro Zentimeter

Wenn Sie mit einem Raster von 70 L/cm drucken, sollte der Radius 0,14 mm oder weniger betragen.

Den Schärferadius (in mm), der einer gegebenen Rasterweite entspricht, können Sie mit folgender Formel berechnen:

Radius (in mm) = 10 / Rasterweite (in Linien pro Zentimeter)

Schärfen und Bildauflösung bezogen auf den Betrachtungsabstand, das Druckverfahren und die Rasterweite

Eine Möglichkeit, den Radius der Schärfung zu bestimmen, besteht darin, sich am Betrachtungsabstand, dem Druckverfahren und der Rasterweite im Druck zu orientieren.

Das maximale Auflösungsvermögen des Auges liegt - je nach Kontrast der Strukturen und der Position im Blickfeld - bei ca. 0,2 mm (127 Pixeln pro Inch) bei einem Betrachtungsabstand von 1 m oder bei ca. 0,05 mm (508 Pixeln pro Inch) bei einem Betrachtungsabstand von 25 cm.

Die Bildauflösung und die Wirkbreite (bzw. der Radius der Schärfung) sollten nur an die Druckauflösung angepasst werden, wenn das gewählte Druckverfahren in der Lage ist, Details in der Auflösung des Auges für den jeweiligen Betrachtungsabstand zu reproduzieren. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte die Bildauflösung eine ca. 1,5-fache Reserve zur Druckauflösung bzw. dem angenommen Betrachtungsabstand haben.

Beispiel 1: Bei einem Offsetdruck mit einer Rasterweite von 70 L/cm (178 Lpi) können Details bis 0,14 mm Breite sicher wiedergegeben werden, was auch den maximalen Radius der Schärfung definiert. Mit einer 1,5-fachen Reserve sollte die Bildauflösung mindestens 267 ppi betragen.

Beispiel 2: Bei einem Messestand, der aus 1 m Entfernung betrachtet wird, kann das normalsichtige Auge Details bis ca. 0,2 mm erkennen, wodurch der Radius der Schärfung bestimmt wird. Mit einer 1,5-fachen Reserve reicht hier eine Bildauflösung von 191 ppi aus.

ZePrA | Automation DE

Automatisierung und Konnektivität

Job-Kontrolldateien - Command Line Interface - Auto-Import-Ordner - Enfocus Switch-Integration - Push-2-ZePrA

Automatisierung und Konnektivität

ZePrAs Automatisierungsfunktionen ermöglichen komplexe Workflows mit dynamischen Änderungen von Job zu Job.

Eine der größten Stärken von ZePrA ist seine Vielseitigkeit:

  • ZePrA kann als eigenständiger Farbserver verwendet oder in andere Workflows eingebunden werden.
  • ZePrA kann über die Bedienoberfläche oder das Command Line Interface (CLI) betrieben werden.
  • Die Push-2-ZePrA-Erweiterung für Adobe Photoshop ermöglicht die Farbkonvertierung von Bilddateien - die in Photoshop ausgewählt wurden - mit ZePrA, ohne Photoshop verlassen zu müssen.
  • Mehrere ZePrA-Instanzen können in größeren Unternehmen einen gemeinsamen Ordner - den Auto-Import-Ordner - teilen, um sich untereinander auszutauschen und Konfigurationen, Sonderfarbenbibliotheken und Profile gemeinsam zu verwenden und miteinander zu synchronisieren.
  • ZePrA Connector wurde in Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma HYBRID Software eingeführt und verbindet ZePrA mit der CLOUDFLOW enterprise packaging software.
  • Der Enfocus Switch ZePrA-Konfigurator ermöglicht die Integration von ZePrA in komplexere Workflows. Auch die Integration mit dem Impressed Workflow Server (IWS) ist möglich.
  • Mit Job-Kontrolldateien können fast alle Funktionen in ZePrA ferngesteuert werden, ohne dass in ZePrAs Bedienoberfläche interveniert werden muss. Job-Kontrolldateien sind XML- oder JSON-Dateien mit ZePrA-Befehlen und werden im Quell-Ordner einer ZePrA-Warteschlange abgelegt oder als Argument in einer Befehlszeile verwendet.

Push-2-ZePrA

Push-2-ZePrA ist eine Adobe Photoshop-Erweiterung, die die Farbkonvertierung einer in Photoshop ausgewählten Bilddatei mit ColorLogics Farbserver ZePrA aus Photoshop heraus ermöglicht.

Durch die Verwendung von DeviceLink-Profilen werden qualitativ hochwertige Farbkonvertierungen gemäß den Einstellungen im Farbserver realisiert, die zu einer besseren Farbwiedergabe der Bilder führen als bei einer typischen Farbkonvertierung mit Photoshop. Auch Sonderfarben können konvertiert werden, wenn die gewählte ZePrA-Konfiguration entsprechend eingerichtet ist. Die konvertierte Datei wird in Photoshop geöffnet, so dass Sie Photoshop nicht verlassen müssen, um bestmöglich farbkonvertierte Bilder zu erhalten.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Push-2-ZePrA-Seite.

Automatischer Import - ZePrAs Cloud-Funktion

Wenn ZePrA auf mehreren Computern eines Unternehmens verwendet wird, ermöglicht es die Cloud-Funktion Automatischer Import durch das Bereitstellen eines geteilten Ordners in der Cloud (DropBox, Google Drive, interne Cloud) oder im internen Netzwerk, Konfigurationen und Sonderfarben-Bibliotheken zu teilen. Der Ordner unterstützt ZePrAs Sonderfarben-Bibliotheken (*.ccf-Dateien), Sonderfarben in CxF-Dateien, ZePrA-Konfigurationen (*.ccf-Dateien) und CoPrA DeviceLink-Einstellungen für SmartLink (*.dlcfg- und *.sicfg-Dateien).

Speicherort für den Auto-Import-Ordner festlegen

Beispiel: Ein Flexo-Drucker fügt stetig neue Sonderfarben zur Verwendung in ZePrAs Sonderfarbenkonvertierung hinzu. Durch das Speichern der Sonderfarben-Bibliothek in den geteilten Ordner erhält jede ZePrA-Installation, gleich an welchem Standort sie sich befindet, automatisch die aktualisierte Datei. Wichtig ist, dass alle ZePrA-Anwendungen Zugriff auf den Cloud-Ordner haben.

Dateien (wie ICC-Profile, Konfigurationen, Sonderfarbenbibliotheken, Gradationen oder SmartLink-Einstellungen), die in den Auto-Import-Ordner verschoben oder kopiert werden, werden in den ZePrA-internen Datensatz übernommen und können dann von ZePrA verwendet werden.

Wenn die Datei im Auto-Import-Ordner durch eine neuere Version ersetzt wird, wird sie auch in ZePrAs internen Datensätzen aktualisiert.

Hinweis: Wenn eine Datei im Auto-Import-Ordner gelöscht wird, wird sie in ZePrAs internem Datensatz nicht gelöscht. Wenn beispielsweise eine SmartLink-Einstellung im Auto-Import-Ordner gelöscht wird, bleibt sie weiterhin in ZePrAs internem Datensatz verfügbar, und wenn diese Einstellung in ZePrAs Datensatz gelöscht wird, ist sie weiterhin im Auto-Import-Ordner vorhanden.

HYBRID CLOUDFLOW-Integration

CLOUDFLOW Colorspace

CLOUDFLOW Colorspace wurde in Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen HYBRID Software eingeführt und liefert modernste spektrale Farbvorhersagen für die CLOUDFLOW Enterprise Packaging Software. CLOUDFLOW Colorspace basiert auf ZePrA und nutzt ZePrAs innovative Technologien für die Berechnung von Sonderfarben und Farbkonvertierungen.

Die modular aufgebaute Produktions-Workflow-Suite von CLOUDFLOW ist speziell auf die Etiketten- und Verpackungsindustrie zugeschnitten und bietet Werkzeuge für die Dateiverarbeitung, das Asset-Management, das Softproofing und die Workflow-Automatisierung.

CLOUDFLOW Colorspace wird direkt von CLOUDFLOW angesteuert und ermöglicht automatische Farboptimierungen für eine verbesserte Wiedergabe von Sonderfarben, Kostenoptimierungen in Verbindung mit Extended Color Gamut Printing und tintensparender Technologie, sowie eine verbesserte Betriebszeit und Leistung der Druckmaschine durch reduzierten Abfall und Energieverbrauch.

Erweitern Sie Ihre Farbfähigkeiten mit CLOUDFLOW Colorspace:

  • Modernste spektrale Farbvorhersagen für Sonderfarben
  • Steuern von ZePrA über eine einfach zu bedienende und konfigurierbare Benutzeroberfläche in CLOUDFLOW
  • Kostenoptimierung durch Extended Color Gamut Printing und tintensparende Technologie (SaveInk)
  • Gezielte Farbgebung für Ihre individuellen Druckbedingungen
  • Enge Integration in Ihre individuellen Geschäftsprozesse
  • Automatisierte Entscheidungsfindung bei der Sonderfarbenwiedergabe
  • Routing-Flexibilität für konventionellen und digitalen Druck

Erfahren Sie mehr über CLOUDFLOW: cloudflow.hybridsoftware.com.

Über HYBRID Software

Mit Niederlassungen in Belgien, Deutschland, den USA, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien und China sowie einem globalen Partnernetzwerk ist HYBRID Software ein Entwicklungsunternehmen für Enterprise-Software, das sich auf innovative Produktivitätstools für die grafische Industrie konzentriert.

Der CLOUDFLOW-Workflow-, die PACKZ- und STEPZ-Editoren sowie die Print-Quality-Lösungen von HYBRID Software bieten einzigartige Vorteile, darunter native PDF-Workflows, Cloud-Lösungen für Unternehmen, skalierbare Technologie mit niedrigen Betriebskosten und die direkte Integration mit führenden MIS-Lösungen und Ausgabegeräten. Diese Produkte werden von Tausenden von Kunden weltweit in allen Bereichen der Druckvorstufe und des Drucks eingesetzt, einschließlich Etiketten und Verpackungen, Faltschachteln, Wellpappe, Großformat- und Digitaldruck. HYBRID Software ist eine Tochtergesellschaft der Hybrid Software Group.

www.hybridsoftware.com

Kontaktmarketing@hybridsoftware.com

Enfocus Switch-Integration

Integration von ZePrAs Features in Enfocus Switch-Workflows

Auch für hochentwickelte und gut konfigurierte Anwendungen wie ZePrA gibt es Anwendungsszenarien, bei denen eine spezielle Dateibehandlung oder ein weiterer Freigabeschritt für optimierte PDF-Dateien sinnvoll ist. Dies trifft besonders auf Druckdienstleister und Druckereien zu, die von vielen verschiedenen Kunden unterschiedlichste PDF-Daten erhalten. Die Kombination von ZePrA mit Enfocus Switch und einer Preflight-Lösung hat sich in diesem Anwendungsfall gut bewährt.

 

zepra_flow

Kombination von Enfocus Switch, PitStop Server und ColorLogic ZePrA

Job-Kontrolldateien

Job-Kontrolldateien sind XML- oder JSON-Dateien mit ZePrA-Befehlen und werden im Input-Ordner einer ZePrA-Warteschlange abgelegt oder als Argument in einer Befehlszeile verwendet. Mit Job-Kontrolldateien kann nahezu jede Funktion in ZePrA dezentral gesteuert werden, ohne in der ZePrA-Benutzeroberfläche aktiv werden zu müssen. Diese neue Funktion kann auch unabhängig von der CLI im normalen ZePrA-Betrieb genutzt werden.

Die Funktionsweise von Job-Kontrolldateien wird weiter unten in einem Video erklärt.

Für den Einstieg haben wir einige Beispiele für die Anwendung von Job-Kontrolldateien zusammengestellt, mit denen Sie sich mit der Funktionalität und Vorgehensweise vertraut machen können (Download hier).

Die technische Dokumentation zu den Configuration Options und dem Job Control File File format kann als PDF heruntergeladen werden.

Für Drittanbieter, die die im ZePrA-Job-Report bereitgestellten Informationen parsen und verwenden möchten, ist die Datei ZePrA_JobProperties.pdf verfügbar, die eine Beschreibung der ZePrA-Job-Eigenschaften im JSON-Format enthält.

Using Job Control Files with the ZePrA CLI and the ZePrA GUI

ZePrA Job Control Files

This section describes the usage of Job Control Files with the ZePrA CLI and the ZePrA GUI. The content and format of Job Control Files are specified in detail in JobControlFileFormat.pdf and ConfigurationOptions.pdf.

Basics

  • Job Control File is an XML or JSON file
  • Job Control File can be processed using the CLI (via command line) or the ZePrA user interface (via Queues)
  • The Job Control File contains information about the input file, the desired output file and the to be used configuration and options

Configuration

The configuration can be specified in three ways:

  1. Name of an existing configuration plus options. A temporary copy of the existing configuration is modified with the options and the file is processed with the resulting configuration.
  2. Auto setup plus options. A temporary configuration is created with auto setup and modified with the options and the file is processed with the resulting configuration.
  3. Pure options. A temporary configuration is created "from scratch" based on the options and the file is processed with the resulting configuration. In this case, the options completely define the configuration.

In any case, creation or modification of configurations are only temporary and have no effect on the saved settings of ZePrA.

Input file

The input file can be specified in different ways:

  • full path
  • relative path (also a pure file name)
  • The input file is a file with the same base name and same path as the Job Control File. That means, if the Job Control File is "test.xml", ZePrA looks for a file name "test.pdf", test.tif", etc. at the same location.

Output file

The output file can be specified in different ways:

  • full path
  • file name without path
  • default

Reporting

  • In the Job Properties (e.g. available in the Overview dialog of ZePrA via right click on a processed job) in section Processing there is an entry Job Control File containing the Job Control File file name.

Queues (GUI only)

  • Job Control File are not supported with drag & drop
  • For hot folder queues, the Waiting time for Job Control Files can be activated with a checkbox in the Define Queues settings in the Options
  • In the Pending Jobs list on the Overview dialog, the target file name defined in the Job Control File is shown in the first place. The name of the Job Control File is displayed in brackets as additional information.
  • When a Job Control File arrives in a hot folder queue, ZePrA waits a certain time until the target file completely arrives. After the time elapsed an error is displayed.
  • When a PDF, TIFF, ... file arrives in a hot folder queue, ZePrA waits a certain time until a Job Control File arrives, which is recognized as belonging to the target file. When the time elapsed, one of the following happens, depending on the queue settings:
    • the file is processed as usual
    • the file is processed as usual, and a yellow job warning is generated
    • a job error occurs, and the file is placed in the Error folder

  • After processing, the Job Control File is removed from the Input folder and moved into the Done folder
  • The location of the output file depends on the input file and other settings in the Job Control File.

Command Line Interface - CLI

There are two ways of using a Job Control File with the CLI:

  1. Placing the Job Control File as argument of the -j option:
    zcmd -j <job control file> <inputfile> -o <outputfile>
    The file is converted using the configuration specified in the Job Control File.
    The Job Control File should not specify "Input File" and "Output File".
  2. Placing the Job Control File on the command line (without using -j):
    zcmd <job control file>
    The Job Control File should contain "Input File" and "Output File".

ZePrA | Sonderfarben-Iteration (ZePrA 9 und höher)

Sonderfarben-Iteration

Iteration von Sonderfarben zum verbessern oder erhalten der Qualität

Sonderfarben-Iteration

Bei der Sonderfarben-Iteration werden die von ZePrA konvertierten Sonderfarben zunächst auf dem Drucker ausgedruckt, der für den Druckauftrag verwendet werden soll. Anschließend werden Testcharts gemessen und Farbunterschiede so lange optimiert (in deltaE2000), bis sich die gemessenen deltaE-Werte innerhalb der gewünschten Toleranzen befinden. Bereits das einmalige Ausdrucken eines Testcharts und Anwenden der Sonderfarben-Iteration führt zu einer verbesserten Wiedergabe der Sonderfarben und ist in der Regel nah am Optimum für diesen Drucker.

Warum kann eine Sonderfarben-Iteration erforderlich werden?

Grundsätzlich berechnet ZePrA bereits die bestmögliche Farbkonvertierung basierend auf dem unter Konfiguration/Zielfarbraum festgelegten Zielprofil. Allerdings divergieren Drucker, Tinten und Papiere mit der Zeit, so dass es immer einige Abweichungen von dem Zustand gibt, in dem der Drucker profiliert wurde. Bei der Sonderfarben-Iteration wird zunächst gemessen, wie konvertierte Sonderfarben im aktuellen Zustand des Druckers tatsächlich gedruckt werden, anschließend werden dann die deltaE2000-Werte optimiert. Der Iterations-Report gibt an, welche Farben verbessert werden und wo Beschränkungen aufgrund des Farbumfanges oder der Sonderfarben-Berechnungsmethode auftreten, so dass Farben nicht weiter optimiert werden können, oder, ob zusätzliche Iterationsschritte empfohlen werden.

Vorgehensweise

Öffnen Sie die Sonderfarben-Iteration, hierfür gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Unter Konfigurationen im Reiter Sonderfarben (Konfigurationen > Sonderfarben > Iterieren unten rechts im Fenster)

  2. Im Menü Werkzeuge (Werkzeuge > Sonderfarben-Iteration)

  3. Wenn ein Job mit Sonderfarben über eine Warteschlange konvertiert wurde und in der verwendeten Konfiguration die Sonderfarbenkonvertierung aktiviert ist, kann der Sonderfarben-Iterations-Assistent aus dem Bereich Verarbeitete Jobs der ZePrA-Übersicht gestartet werden, indem man einfach mit der rechten Maustaste auf diesen Job klickt und Sonderfarben-Iteration wählt.

Hinweis: Erfordert eine Lizenz für das Sonderfarbenmodul.

Der Sonderfarben-Iterations-Assistent besteht aus den Reitern Aktuelle Iteration und Archiv. Der Reiter Aktuelle Iteration enthält den eigentlichen Iterations-Assistenten und typischerweise wird bei Auswahl einer noch nicht iterierten Konfiguration der Assistent direkt dort gestartet. Der Reiter Archiv enthält alle bisher durchgeführten Iterationsschritte einschließlich aller Auswertungsdetails.

Der Assistent führt den Anwender in sieben Schritten durch den Iterationsprozess:

Schritt 1: Wählen Sie die Konfiguration, die Sie für den Druck verwenden möchten. In dieser Konfiguration muss die Option Sonderfarben konvertieren aktiviert werden.

Hinweise: Wenn der Sonderfarben-Iterations-Assistent über Verarbeitete Jobs aus der Übersicht gestartet wird, ist die Konfiguration bereits vorausgewählt.
Der beste Ansatz für die Iteration von Sonderfarben ist, die Berechnungsmethode für die entsprechende Konfiguration auf Höchste Genauigkeit oder Visuelle Genauigkeit einzustellen.
Die Berechnungsmethode So wenig Kanäle wie möglich verwenden ist für die Iteration von Sonderfarben möglicherweise unzureichend. Wichtig: Die Iteration von Sonderfarben funktioniert nicht, wenn für die Sonderfarbenkonvertierung die Option Konvertieren mit PDF-Ersatzfarbe und Berechnungsvorschrift gewählt wurde.

Schritt 2: Wählen Sie die Quelle der Sonderfarben, die Sie optimieren möchten. Sie können entweder eine PDF- oder Bilddatei mit Sonderfarben oder eine komplette Sonderfarbenbibliothek wählen.

Hinweis: Wenn der Sonderfarben-Iterations-Assistent über Verarbeitete Jobs aus der Übersicht gestartet wird, ist der Job (PDF- oder Bilddatei) bereits vorausgewählt.

Schritt 3: Wählen Sie eine oder mehrere Sonderfarben für die Iteration aus. Alle Sonderfarben des Auftrags (PDF- oder Bilddatei) werden automatisch extrahiert und im Assistenten verwendet. Sie können die zu optimierenden Sonderfarben auswählen und die Farben, die nicht iteriert werden sollen, deaktivieren. Standardmäßig sind alle Sonderfarben des Auftrags ausgewählt.


Schritt 4: Wählen Sie, ob Sie ein Testchart erzeugen oder die Volltöne der Sonderfarben aus einem vorhandenen Druck messen wollen (Kein Testchart erzeugen).
Testchart erzeugen: Erstellt ein Testchart mit den im vorherigen Schritt ausgewählten Sonderfarben. Wählen Sie eine Messgeräte-Einstellung und klicken Sie auf Speichern, um die Schaltfläche Weiter freizugeben.

Kein Testchart erzeugen: Einige Drucke enthalten Kontrollfelder mit Sonderfarben, die zum Messen verwendet werden können. Größere Bereiche im Motiv, die den 100-%-Ton einer Sonderfarbe enthalten, können ebenfalls verwendet werden.



Hinweis: Das Testchart enthält die konvertierten Sonderfarben wie in der Konfiguration festgelegt unter Verwendung der Konvertierungseinstellungen und Berechnungsmethode, die im Reiter Sonderfarben definiert wurden.

Schritt 5: Messen Sie die gedruckten Sonderfarben. Wenn Sie das erzeugte Testchart verwenden, muss es ohne Farbmanagement gedruckt werden und kann nach dem Trocknen gemessen werden.

Messen: Startet das Measure Tool. Um die Referenzdatei und das Layout brauchen Sie sich nicht zu kümmern, da dies im Measure Tool bereits vorgewählt ist. Eine Anleitung zur Auswahl Ihres Messgeräts und zur Durchführung von Messungen finden Sie unter Messen.
Laden: Wenn Sie ein Testchart erstellt haben, können Sie die zugehörige exportierte Referenzdatei verwenden und Ihr gedrucktes Chart mit einem anderen Messwerkzeug messen. Achten Sie darauf, dass die Messungen in Standard-Dateiformaten gespeichert werden, die von ZePrA gelesen werden können, wie etwa CGATS TXT, XML oder CXF3. Die externen Messdateien können über die Schaltfläche Laden importiert werden.
Wenn die Messdaten vom Measure Tool übertragen oder aus externen Quellen geladen wurden und mit dem gedruckten Chart konform sind, zeigt ein grünes Häkchen diese Übereinstimmung an und Sie können mit einem Klick auf Weiter fortfahren.


Hinweis: Wenn Sie Messdaten laden, die nicht zum Chart-Layout oder zu den entsprechenden Patches in der Referenzdatei passen, werden Sie durch eine Warnmeldung darauf aufmerksam gemacht und ein Fortfahren mit dem nächsten Schritt ist nicht möglich.

Schritt 6: Die Auswertungsergebnisse der Messungen jeder Sonderfarbe werden im Vergleich zu den Referenz-Lab-Werten der Original-Sonderfarben angezeigt. Zusätzlich zu den Werten DeltaE00 und DeltaE76 wird ein Status-Informationstext angezeigt, und entweder in grüner, gelber oder oranger Farbe hinterlegt. Die Legende unterhalb der Tabelle erklärt die Anzeigefarben und Statusinformationen.


Grundsätzlich gilt: Wenn die Übereinstimmung einer Sonderfarbe weniger als 1 dE00 beträgt, ist eine perfekte Übereinstimmung erreicht und ihr Status wird in der Tabelle grün dargestellt. Eine weitere Optimierung ist dann nicht mehr erforderlich. Wenn die Übereinstimmung einer Sonderfarbe kleiner als 2 dE00, aber größer als 1 dE00 ist und die Übereinstimmung weiter verbessert werden kann, dann wird sie in der Spalte Status in Gelb angezeigt. Weist eine Sonderfarbe schließlich eine höhere Abweichung als 2 dE00 auf, wird sie orange hervorgehoben. Wenn eine Farbe nicht optimierbar oder Out-of-Gamut ist, kann sie nicht verbessert werden, was ebenfalls in der Status-Information angezeigt wird.

ZePrA wählt je nach Auswertungsergebnis eine der beiden Optionen (Optimierung anwenden oder Optimierung nicht anwenden) aus. Diese Vorauswahl kann natürlich geändert und eine weitere Iteration angewendet werden, wenn die Messwerte einzelner Farbfelder oder Kategorien orange markiert sind und die Ergebnisse weiter verbessert werden sollen. Wählen Sie dazu Optimierung anwenden und klicken Sie auf Weiter. Wenn Sie die Messungen nur zur Auswertung benötigen, wählen Sie stattdessen Optimierung nicht anwenden.

Schritt 7: Im abschließenden Schritt der Iteration stehen Ihnen drei Optionen und eine Checkbox zur Auswahl. Je nach den zuvor erzielten Ergebnissen trifft der Assistent bereits eine Vorauswahl für eine logische Option, die Sie anwenden können:

  1. Weitere Optimierung der Sonderfarben durchführen: Führt eine weitere Iteration durch, zum Beispiel, um zu überprüfen, ob eine zuvor iterierte Sonderfarbe soweit optimiert werden kann, dass sie die Bewertung erfolgreich besteht. Wenn Sie diese Option wählen und dann auf Weiter klicken, beginnt ein neuer Iterationsdurchlauf mit Schritt 1 und dem Erstellen eines neuen zu druckenden Testcharts.
  2. Die Auswertungsgebnisse auf der Registerkarte “Archiv” ansehen: Wenn Sie bereits mehrere Iterationen durchgeführt haben oder die Bewertungsergebnisse noch einmal sehen möchten, können Sie diese Option wählen. Wenn Sie auf Weiter klicken, öffnet sich der Reiter Archiv.
  3. Diesen Dialog schließen: Wenn Sie nicht weiter iterieren möchten oder das Ergebnis der Bewertung in Ordnung ist, können Sie die Option Diesen Dialog schließen wählen und durch einen Klick auf Weiter die Iteration beenden.

Die Checkbox Job erneut verarbeiten arbeitet unabhängig von den drei Optionsschaltern. Ist sie aktiviert, wird beim Klicken auf Weiter der letzte Job erneut mit der Konfiguration konvertiert. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn die Sonderfarben dieses letzten Auftrags vom Assistenten optimiert wurden, der wiederum die Sonderfarbeneinstellungen in der Konfiguration optimiert, um die Wiedergabe der Sonderfarben zu verbessern.

In der Konfiguration finden Sie die optimierten Gerätewerte (Zielwerte in der Spalte Wert) in der Tabelle des Reiters Sonderfarben. Sie werden in der Spalte Information als Iteriert aufgeführt.

Archiv

Alle während der Iteration erzeugten Daten - wie Testcharts, Referenz- und Messdaten sowie der Report - werden unabhängig von dem vom Anwender definierten Speicherort auch in einer internen Datenbank gespeichert.

Wenn also Daten aus dem Speicherort gelöscht werden, können sie weiterhin über den Reiter Archiv aus der internen Datenbank wiederhergestellt werden. Anwender können einen Iterationsprozess anhalten und den Sonderfarben-Iterations-Assistenten schließen, und anhand der im Archiv gespeicherten Informationen zum letzten abgeschlossenen Schritt zurückkehren.

Der Reiter Archiv zeigt alle Iterationsschritte und Auswertedetails an. Die Tabelle Verlauf enthält eine Liste mit allen Iterationen. Unter Details werden weitere Informationen für den ausgewählten Iterationsschritt angezeigt.

Die Spalten der Tabelle Verlauf zeigen die Nummer des Iterationsschritts #, den maximalen DeltaE00-Wert dE00 (max), den durchschnittlichen DeltaE00-Wert dE00 (avg), den Status des ausgewählten Iterationsschritts und einige Informationen über den Iterationsprozess selbst, wie zum Beispiel Optimierung angewandt, wenn die Messungen aus dem gedruckten Testchart tatsächlich zur Iteration einer Sonderfarbe verwendet wurden, oder Auswertungsmessung, wenn die Messungen nur zur Bewertung und nicht zur Iteration einer Sonderfarbe verwendet wurden.

Außerdem kann der Iterationsprozess (der im Reiter Aktuelle Iteration ausgeführt wird) abgebrochen werden, was durch Meldungen wie Nächster Schritt: Chart speichern, Nächster Schritt: Daten messen oder laden, Nächster Schritt: Auswertung angezeigt wird.

Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf einen Iterationsschritt im Verlauf klicken, wird ein Kontextmenü mit den folgenden Optionen angezeigt:

Testchart speichern: Exportiert das Testchart in eine vom Anwender gewählte Datei. Das Testchart wird nicht neu erstellt, sondern nur aus der internen Datenbank kopiert. Das heißt, dass die Dateiauswahl nur den ursprünglich vom Anwender gewählten Dateityp unterstützt.

Referenzdaten speichern: Exportiert die Referenzdaten, die zum Testchart gehören, in eine vom Anwender gewählte Datei.

Messdaten speichern: Exportiert die Messdaten in eine Datei.

Report speichern: Speichert einen Report mit allen auf der rechten Seite angezeigten Details und den vollständigen Informationen zu jeder Sonderfarbe. Das ist praktisch, um Farben mit den höchsten oder niedrigsten DeltaE-Werten oder Farben, die außerhalb des Gamuts liegen, zu identifizieren. Der Report wird weiter unten ausführlicher erklärt.

Vorherigen Zustand wiederherstellen: Diese Option ist nur für Iterationen mit dem Status Optimierung angewandt verfügbar. Kehrt zum Zustand vor dieser Iteration zurück und gibt der vorherigen Iteration, falls vorhanden, den Status Optimierung angewandt. Der Status ändert sich in Auswertungsmessung. Alle nachfolgenden Schritte werden gelöscht.

Zustand danach wiederherstellen: Diese Option ist nur für Iterationen mit dem Status Optimierung angewandt verfügbar. Springt zum Zustand nach diesem Iterationsschritt und macht ihn damit zur aktiven Iteration. Der Status einer nächsten Iteration, falls vorhanden, wäre Auswertungsmessung. Alle nachfolgenden Schritte nach der nächsten Iteration werden gelöscht.

Optimierung anwenden: Diese Option ist nur für Iterationen mit dem Status Auswertungsmessung verfügbar. Sie kann für Auswertungsmessungen verwendet werden, die nicht im Iterationsprozess selbst angewandt wurden. Verwenden Sie diese Option, wenn Sie eine Iteration später anwenden möchten. 

Auswertungsergebnisse

Die unter Details angezeigten Auswertungsergebnisse sind immer die Auswertungen des vorherigen Schrittes. Das heißt, wenn in Schritt 1 eine Iteration angewandt wurde, sind die unter Details angezeigten Auswertungsergebnisse für den ausgewählten Schritt 1 die Werte, bevor die Iteration tatsächlich angewandt wurde. Um die Ergebnisse der ersten Iteration zu sehen, ist also ein zweiter Schritt notwendig. Die für diesen zweiten Schritt angezeigten Auswertungsergebnisse sind eigentlich die Iterationsergebnisse des ersten Iterationsschritts usw. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Ergebnisse einer Iteration für eine zweite Iteration zu verwenden. Aber auch hier ist ein weiterer Messschritt erforderlich, um zu ermitteln, ob diese Iteration das Ergebnis tatsächlich verbessert hat.

Der Report

Mit einem Rechtsklick auf einen Iterationsschritt in der linken Tabelle kann ein Report für diesen Schritt erstellt werden. Der Report kann in verschiedenen Formaten wie PDF, HTML, XML und TXT gespeichert werden. Die Formate PDF und HTML sind die gebräuchlichsten Formate für Endanwender, während die anderen Formate eher für die Automatisierung und die Verwendung in anderen Systemen wie zum Beispiel einem MIS (Management Information System) gedacht sind. 

Der Report enthält alle Information zum Namen der Sonderfarbe, den von ZePrA erzeugten Gerätewerten (angezeigt im Farbraum des Zielprofils) sowie den gemessenen Lab-Werten sowie die dE2000 und dE76 Abweichungen von den Referenz-Lab-Werten der Sonderfarbe und den Status. Unter Status wird angezeigt, ob die jeweilige Sonderfarbe gut getroffen wurde (kleiner 1 deltaE2000), ob sie noch optimierbar oder nicht optimierbar ist. Wenn die Übereinstimmung einer Sonderfarbe kleiner als 2 dE00, aber größer als 1 dE00 ist und die Übereinstimmung weiter verbessert werden kann, dann wird sie in der Spalte Status in Gelb angezeigt. Weist eine Sonderfarbe schließlich eine höhere Abweichung als 2 dE00 auf, wird sie orange hervorgehoben. Wenn eine Farbe nicht optimierbar oder Out-of-Gamut ist, kann sie nicht verbessert werden, was ebenfalls in der Status-Information angezeigt wird. In der Legende unterhalb der Tabelle werden noch weitere Informationesmeldungen erläutert, die erscheinen können.

Video-Tutorial: Der Sonderfarben-Iterations-Assistent im Überblick

ZePrA | Übertragen von Photoshop-Farbkorrekturen auf PDF-Dateien

Übertragen von Photoshop-Farbkorrekturen auf PDF-Dateien

In einigen Anwendungsfällen ist es nicht möglich, messtechnisch erstellte DeviceLink-Profile einzusetzen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Kunde Druckdaten und einen Druck mitbringt, der im Fortdruck möglichst gut getroffen werden soll, ohne dass ein korrekter Proof vorliegt. Wenn Sie die Druckdaten mit einem Softproof des Druckstandards für den Fortdruck auf einem Monitor betrachten, können deutliche Abweichungen zum mitgebrachten Druck sichtbar werden.

In diesem Fall könnte man entweder außerhalb des Standards drucken und versuchen, die Vorgabe nachzustellen - entweder durch Gradationskorrekturen in ZePrA, oder mit den Mitteln der Druckmaschine - oder innerhalb des Standards drucken, indem man Photoshop-Korrekturen auf die PDF-Datei überträgt. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie die farbkorrigierten Daten nach Standard proofen und vom Kunden freigeben lassen können. Bei dieser Vorgehensweise benötigen Sie einen geübten Photoshop-Anwender und CoPrAs Werkzeug Editierung.

Für einen Test mit Produktionsdaten kann auch die Demo-Version der Programme genutzt werden. Aus den vorhandenen PDF-Daten müssen dafür aussagekräftige Objekte in Photoshop zu einer Datei zusammengefasst und mit CoPrAs Testchart (EditTarget) kombiniert werden. Anschließend wird diese Testdatei unter Softproof-Bedingungen am Monitor korrigiert. Das editierte Bild wird in CoPrA eingelesen und die Korrekturen werden im erstellten DeviceLink-Profil berücksichtigt. Dann kann das DeviceLink-Profil in ZePrA zur Farbkorrektur der Original-PDF-Daten verwendet werden. Bei Bedarf lassen sich die Korrekturen vor dem Druck vom Kunden auf einem Proof freigeben. Der Drucker kann wie gewohnt nach Standard arbeiten und den Proof sicher erreichen.

Die einzelnen Schritte werden detailliert im Kapitel Wie man angepasste DeviceLink-Profile mit editierten Testbildern erstellt (EditTargets) der CoPrA-Hilfe beschrieben.

ZePrA | Proofen

Proofen

Farbverbindliche Simulation des Druckergebnisses

Proofen

ZePrAs technisch anspruchsvolle Technologie - zum Beispiel die Qualität von DeviceLink- und SmartLink-Profilen oder die Sonderfarbwiedergabe des modernen Sonderfarbenmoduls - kann auch zum Proofen verwendet werden. Dies ist besonders interessant, da viele RIPs weder CxF/X-4-Daten oder die SCTV-Kalibrierung unterstützen, noch über ein spektrales Farbvorhersagemodell für die Sonderfarbwiedergabe verfügen.

Der Reiter Proofen unter Konfiguration enthält alle Einstellungen für Medienkeile und die Proofing-Information.

Medienkeile

Zwei Arten von Medienkeilen können verwendet werden:

  1. Medienkeil im Simulations-Farbraum: Bestimmt die Genauigkeit des Proofs. Dieser Medienkeil wird konvertiert, wie in den verschiedenen Konfigurationsreitern definiert.
  2. Medienkeil im Proofer-Farbraum: Ermöglicht die Verwendung eines zweiten Medienkeils ohne Farbmanagement. Er muss den Farbraum des Proofers abdecken und kann verwendet werden, um die Stabilität des Proofdruckers zu überprüfen.

Der Medienkeil wird zu Proof-Überprüfung außerhalb der Medienbox des Dokuments hinzugefügt. Dies kann entweder ein dynamischer oder ein externer Medienkeil sein.

Dynamischer Medienkeil: Verwendet die Farben des Simulationsfarbraums und alle Sonderfarben aus den zu verarbeitenden Dokumenten.

Die erforderlichen Referenzdateien für die Vermessung der Keile werden von ZePrA on-the-fly erstellt. Sie werden im Report-Ordner der Proofing-Warteschlange gespeichert, die automatisch vom Auto-Setup-Assistenten eingerichtet wurde.

Hinweis: Momentan werden maximal 32 Kanäle für dynamische Medienkeile unterstützt.

Die Referenzdateien für dynamische Medienkeile enthalten neben den Gerätewerten (DCS-Werte) auch die Ziel-Lab-Werte. Auch für die Sonderfarben des Jobs werden die Ziel-Lab-Werte berechnet und zusätzlich zu den Farbwerten des Dokument-Farbraums in die Referenzdatei eingefügt. Dies erfolgt gemäß den Einstellungen unter Konfigurationen > Optionen (nur der Vollton oder auch Abstufungswerte) und Konfigurationen > Sonderfarben.

Verwenden Sie diese Referenzdateien in geeigneten Werkzeugen (wie z. B. ColorAnts Measure Tool) zum Messen.  Die erhaltenen Messwerte können dann gleich mit den Ziel-Lab-Werten verglichen werden (z. B. in ColorAnt/Vergleichen oder Auswerten).

Hinweis: Referenzdateien werden nicht erstellt, wenn der Report-Ordner Ordner für Reporte und andere Daten fehlt.
Wenn eine bestehende Warteschlange für das Proofing verwendet werden soll, muss geprüft werden, ob der Ordner für Reporte vorhanden ist. Falls erforderlich, muss er manuell angelegt werden, damit eine Referenzdatei erstellt werden kann. Wenn dieser Ordner fehlt, kann keine Referenzdatei erstellt werden.

Referenzdateien werden für jeden Job in der Warteschlange erstellt und wie folgt benannt:

Jobname_DynamicMediaWedgeReferenceSource
Jobname_DynamicMediaWedgeReferenceTarget

Wenn dynamische Medienkeile für Quell- und Zielfarbraum verwendet werden, werden für jeden Auftrag zwei Referenzdateien erstellt.

Hinweis: Die Referenzdatei wird überschrieben, wenn der gleiche Job noch einmal ausgeführt wird. Das heißt, dass bei einer Änderung der Sonderfarbfelder unter Optionen eine geänderte Referenzdatei gespeichert wird und jede vorherige Konvertierung mit der Referenzdatei mit einer anderen Anzahl an Feldern verloren geht.

Die Verwendung von Sonderfarben für den dynamischen Medienkeil kann unter Optionen definiert werden.  

Medienkeil aus Datei: Können Medienkeile wie die FOGRA-, UGRA-, Idealliance- oder andere Medienkeile sein (als PDF-, TIFF- oder PSD-Datei).

Für externe Medienkeile wird die dazugehörende Referenzdatei benötigt, um den gedruckten Keil zu vermessen. Die Messungen können mit jeder Proof-Auswerte-Software oder mit ColorAnts Measure Tool durchgeführt werden.

Hinweis: Für die Nutzung der Mess- und Vergleichsfunktionen ist eine gesonderte ColorAnt-Lizenz erforderlich.

Proofing-Information: Durch Aktivieren dieser Checkbox werden Textinformationen nach ISO 12647-7 hinzugefügt, wie z. B. Informationen über den Job, Datum und Uhrzeit, Konvertierungseinstellungen und die verwendete Software. Die Informationen, die der konvertierten Datei hinzugefügt werden, können im Textfeld überprüft und bearbeitet werden. Zum Bearbeiten wechseln Sie zu Individuell.

Rahmen: Fügt einen Rahmen um die Proofing-Information ein.

Logo: Fügt das in den Einstellungen angegebene Logo in die Proofing-Information ein.

Position: Die beiden Medienkeile und die Proofing-Information können unabhängig voneinander auf dem konvertierten Dokument positioniert werden. Für jedes dieser drei Elemente kann der Benutzer angeben, wo es platziert werden soll. Möglich sind folgende Positionierungen: Automatisch, Unterer Rand, Rechter Rand, Oberer Rand, Linker Rand.

Die Elemente werden dieser Einstellung entsprechend außerhalb der Medienbox des Dokuments platziert. Dies führt zu einer vergrößerten Medienbox im konvertierten Dokument. Automatisch wird als Standardeinstellung für alle drei Elemente empfohlen, um sicherzustellen, dass sie beim Konvertieren zusammen platziert werden.

Optionen für Medienkeile

Allgemein

Schriftgröße: Definiert die Schriftgröße, die für die Proof-Information verwendet wird (in Punkten).

Leerraum: Ermöglicht das Platzieren von Rändern an Medienkeilen durch Eingabe eines benutzerdefinierten Abstands in mm. Standardmäßig wird ein Leerraum von 15 mm hinzugefügt. Dadurch wird sichergestellt, dass links und rechts von den platzierten Medienkeilen genügend Weißraum hinzugefügt wird, den einige Instrumente für eine korrekte Messung benötigen. Der Leerraum kann sowohl auf externe als auch auf dynamische Medienkeile angewendet werden.
Hinweis: Wenn der externe Medienkeil bereits einen Rand hat, empfehlen wir, 0 mm als Leerraum einzugeben. Als Faustregel gilt, dass der Weißraum in Millimeter für dynamische Medienkeile mindestens der Feldbreite entsprechen sollte. Der Leerraum des Medienkeils im Simulationsfarbraum unterliegt dem Farbmanagement, der Leerraum des Medienkeils im Proofer-Farbraum hingegen nicht.

Auf jeder Seite platzieren: Bei mehrseitigen PDF-Dateien können Medienkeile auf jeder Seite platziert werden. Durch Deaktivieren der Checkbox werden Medienkeile nur auf der ersten Seite der PDF-Datei platziert.

Dynamische Medienkeile

Definiert die Default-Chart-Breite, die Feldbreite und die Feldhöhe des dynamischen Keils.

Gap-Breite: Zum Trennen der einzelnen Felder. Wählen Sie die Breite des Feldtrenners in mm. Wenn die Option Automatisch verwendet wird, werden 0,5-mm-Abstände zwischen den Feldern eingefügt.

Feldverteilung: Definiert die Verteilung der Patches auf dem Medienkeil.

  • Zufällig: Die Farbfelder werden zufällig verteilt.
  • Normal: Die Farbfelder werden verteilt, wie in der Referenzdatei angegeben.
  • Sortiert: Die Farbfelder werden von hell nach dunkel sortiert.

Felder pro Sonderfarbe: Legt fest, ob Sonderfarben im dynamischen Medienkeil verwendet werden sollen, und wenn ja, ob Abstufungen verwendet werden sollen.

  • Keine: Dem dynamischen Keil wird keine Sonderfarbe hinzugefügt.
  • Vollton: Nur der Vollton aller Sonderfarben im Job wird dem dynamischen Keil hinzugefügt.
  • 3 Felder: Verwendet die folgenden Felder für jede Sonderfarbe: 100 %, 70 %, 40 %.
  • 5 Felder: Verwendet die folgenden Felder für jede Sonderfarbe: 100 %, 70 %, 40 %, 20 %, 10 %.

Farben im dynamischen Keil vermeiden: Sonderfarben werden neben dem Drucken aus verschiedenen anderen Gründen in Dokumenten verwendet, z. B. zur Darstellung der DIE-Schnittlinien oder von Lack, Braille oder anderen nicht druckenden Elementen. Diese Farben sollten natürlich nicht im dynamischen Medienkeil verwendet werden.

Um ihre Verwendung in Medienkeilen zu vermeiden, erstellen Sie eine Bibliothek (oder bei Bedarf mehrere), die alle auszuschließenden Sonderfarben enthält, und wählen Sie diese aus der Liste unter Farben im dynamischen Keil vermeiden aus. Diese Liste enthält alle von ZePrA verwalteten Sonderfarbenbibliotheken. Aktivieren Sie nur die Checkboxen von Bibliotheken, die die auszuschließenden Farben enthalten.

Die ausgewählten Bibliotheken, die die auszuschließenden Farben enthalten, werden auch auf Sonderfarben von externen Medienkeilen angewendet. Wenn der Dokumentfarbraum ein Multicolor-Farbraum ist, ordnet ZePrA normalerweise die Kanäle des Dokumentfarbraums den Kanälen des Medienkeils zu. Dies ist in den meisten Fällen beabsichtigt, z. B. wenn ein 7C-Medienkeil mit generischen Kanalnamen für einen 7C-Dokumentfarbraum so verwendet wird, dass die Kanäle assoziiert sind. Dies ist jedoch nicht beabsichtigt, wenn eine Volltonfarbe Weiß als 5. Kanal verwendet werden soll und der 5. Kanal im Multicolor-Profil des Dokumentfarbraums als Orange (zum Beispiel) bezeichnet wird. Um die weißen Sonderfarben beizubehalten, kann eine Ausschlussbibliothek ausgewählt werden, die Weiß als nicht druckende Farbe enthält.

Video Tutorial (Englisch)

How to Use the Proof Evaluation Tool in ColorAnt in combination with ZePrA

Learn step-by-step how to use the Proof Evaluation tool in ColorAnt for the evaluation of a proofing media wedge created with ZePrA. In this example, we will be demonstrating the special feature of ZePrA to create a dynamic media wedge using process and spot colors and how to use the supplied reference data from ZePrA for evaluation of a Contract Proof.