PDF-Optionen Reiter

Im Register Konfigurationen/PDF können Sie Einfluss auf die Überdruckeneigenschaften sowie transparente Elemente nehmen und den optimierten bzw. farbkonvertierten PDF-Dateien PDF/X-spezifische Informationen mitgeben.

PDF/X-spezifische Informationen sind dann sinnvoll, wenn ZePrA zur Druckdaten-Erstellung eingesetzt wird. Die Druckerei, die diese PDF/X-Daten erhält, kann an den PDF/X-Einträgen erkennen, für welchen Druckstandard die angelieferten PDF/X-Dateien optimiert wurden.

ZePrA unterstützt die folgenden PDF/X Standards:

PDF/X – 1a

PDF/X – 3

PDF/X – 4

PDF/X – 5n

 

Transparenz/Überdrucken Einstellungen

Nehmen Sie Einfluss auf die Überdruckeneigenschaften sowie transparente Elemente und geben den optimierten bzw. farbkonvertierten PDF-Dateien PDF/X-spezifische Informationen mit.

Übersicht

Bedingt durch eine stärkere Verbreitung von PDF/X-4-Dateien und auch durch den generellen Trend mit Transparenzen im Kreativbereich zu arbeiten, sind PDF-Dateien mit Transparenzen mehr und mehr im Umlauf. Jedoch können sich Farbkonvertierungen und Transparenzen gelegentlich widersprechen. Mit ZePrA haben Sie die Möglichkeit, in solchen Fällen mit einer Transparenzreduktion die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Überdrucken-Effekte erhalten

Die Checkbox Überdrucken-Effekte erhalten bewirkt die automatische Anpassung von Überdruckeneigenschaften. Einige Überdrucken-Effekte können während des Farbraumwechsels verloren gehen. Diese Option sichert die korrekte Umrechnung von (insbesondere Vektor-) Farben so gut als möglich. Deshalb ist die Option Überdrucken-Effekte erhalten, wenn Sie keine Transparenzreduzierung durchführen, standardmäßig aktiviert.

Alle transparenten Elemente in PDF-Dateien konvertieren

Transparente Objekte in PDF-Dateien haben neben dem eigentlichen Transparenz-Effekt auch einen Farbraum und Farbwerte. Standardmäßig konvertiert ZePrA alle transparenten Objekte genau wie alle anderen Farbobjekte, auch wenn Sie keine Transparenzreduzierung vornehmen. Bei manchen Transparenzeffekten kann dies aber zu visuellen Fehlern führen. Wenn ein Fehler auftritt, deaktivieren Sie die Option Alle transparenten Elemente in PDF-Dateien konvertieren. Farbtranzparenzen werden dann korrekt verarbeitet und individuelle Effekte ohne relevante Farben werden ausgeschlossen.

Tipp: Beide Optionen, Überdrucken-Effekte erhalten und Alle transparenten Elemente in PDF-Dateien konvertieren, sind bei der Verwendung der Transparenzreduzierung verfügbar.

PDF/X Einstellungen

PDF/X-spezifische Informationen sind dann sinnvoll, wenn ZePrA zur Druckdaten-Erstellung eingesetzt wird. Die Druckerei, die diese PDF/X-Daten erhält, kann an den PDF/X-Einträgen erkennen, für welchen Druckstandard die angelieferten PDF/X-Dateien optimiert wurden.

PDF/X Output Intent

Der Output Intent ist ein Farbprofil, welches den Druckfarbraum beschreibt, für den die PDF-Datei erzeugt wurde. Über die Option Zielprofil einbetten, wird automatisch das Zielprofil der Konfiguration als Output Intent eingebettet. Alternativ lässt sich auch ein anderes Profil manuell definieren.

Output Intent PDF/X:

Der Output Intent einer Konfiguration kann über vier Optionen eingestellt werden:

Zielprofil einbetten: Standardmäßig wird das Zielprofil als Output Intent eingebettet

Anderes Profil einbetten: Ein manuell ausgewähltes Profil wird als Output Intent eingebettet

Kein Output Intent: Der Output Intent wird entfernt

Nicht ändern: Der Output Intent bleibt erhalten

Hinweis: Wenn ein CoPrA Korrektur DeviceLink-Profil im Bereich Zielfarbraum im Dokument/Ziel Reiter ausgewählt wurde und die Aktualisiertes Zielprofil anstelle des eingestellten Zielprofils einbetten-Option aktiv ist, dann wird dieses korrigierte Zielprofil als Output Intent eingebettet.

Registrierter Name steht für die Farbmessdaten, auf denen das Farbprofil des Output Intents beruht. Diese Information ist wichtig, da es z. B. für Druckstandards von verschiedenen Anbietern Profile mit teilweise recht unterschiedlichen Namen gibt. Bekommt eine Druckerei PDF/X-Daten von Anwendern, die mit unterschiedlichen Profilen arbeiten, kann sie über Registrierter Name erkennen, ob es sich um ein Profil für einen Branchenstandard oder um ein ganz individuelles Profil handelt.

Ausgabebedingung

Umgangssprachliche Beschreibung, für welchen Druckstandard die PDF/X-Daten optimiert wurden.

Information

Unter Information können Sie zusätzlich kunden-, auftrags-, druckprozess- oder profilspezifische Einträge vornehmen.

 Name der Registry

Auf www.color.org führt der ICC ein Register für Farbmessdaten/Output Conditions, die internationale Druckstandards repräsentieren. Arbeitet eine Druckerei mit vielen verschiedenen Lieferanten zusammen, ist es sinnvoll, sich auf einen beim ICC registrierten Namen/Output Condition Identifier zu verständigen.

Importieren von PDF/X Informationen

Laden Sie über den Button Importieren eine PDF/X-Datei, extrahiert ZePrA die PDF/X-Informationen. Eine manuelle Eingabe der Informationen ist dann nicht mehr notwendig.

Tipp: Nutzen Sie die ColorLogic DeviceLink-Profilsets (DLS link) mit den Endungen CoLoV3/V4/V5, sind dort Informationen hinterlegt, die in ZePrA automatisch in die entsprechenden Felder für PDF/XInformationen eingetragen werden. Bei der Erstellung von Warteschlangen über Auto Setup und Verwendung der ColorLogic-DeviceLinks, sind in diesem Fall keine manuellen Einträge in den PDF/X-Informationen notwendig. Ebenso sind keine manuellen Einträge notwendig, wenn Sie mit einem Zielprofil arbeiten, das von ZePrA als Standard-Ausgabeprofil erkannt wird.

Hinweis: Bei selbsterstellten DeviceLink-Profilen können Sie mit Hilfe des ColorLogic-Programms Profile Manager, das Bestandteil von CoPrA ist, die Einträge, die zur automatischen Übernahme der PDF/X-Informationen in ZePrA benötigt werden, sehr einfach im Register Workflow vornehmen.

PDF-Objekte markieren (ICC-basiert)

Wählen Sie PDF-Objekte markieren (ICC-basiert) aus, wird jedem Objekt der PDF-Datei das Zielprofil nach der Farbkonvertierung zugewiesen. Diese Option können Sie dann verwenden, wenn Ihre PDF-Dateien keine PDF/X-Dateien sind, Sie aber sichergehen wollen, dass die Farbinformationen für Bilder und Vektoren mit dem Zielprofil korrekt definiert sind. Standardmäßig ist die Option PDF-Objekte markieren deaktiviert. Wir empfehlen, die Option nur in Ausnahmen zu verwenden.

 

Erweiterte Einstellungen

PDF Passwörter

Passwörter in PDF-Dateien verhindern, dass die Daten konvertiert werden können. Um den Passwortschutz aufzuheben und eine Konvertierung zu ermöglichen, geben Sie das Passwort im Feld PDF Passwörter ein.

Seiten

Für PDF-Dateien mit mehreren Seiten können Sie hier angeben, welche Seiten konvertiert werden sollen und welche nicht. Stellen Sie die Seiten individuell ein, falls alle Seiten eine unterschiedliche Farbkonvertierung benötigen.

Alle Seiten konvertieren: Die Standardeinstellung konvertiert alle Seiten des PDF-Dokumentes.

Nur diese Seiten konvertieren: Konvertiert die Seiten eines mehrseitigen PDF Dokuments, die Sie hier angeben. Mehrere Seitenzahlen trennen sie mit Komma (z.B. 3,5,8), Bereiche definieren Sie mit einem Bindestrich (z.B. 5-9).

Diese Seiten nicht konvertieren: Konvertiert alle Seiten mit der Ausnahme von einer oder mehrerer ausgewählter Seiten. Geben Sie die Seitennummer der Seiten ein, die nicht konvertiert werden sollen.

Diese Seiten konvertieren und den Rest entfernen: Extrahieren Sie angegebene Seiten, die konvertiert werden sollen. Die restlichen Seiten werden entfernt.

Diese Seiten entfernen und den Rest konvertieren: Geben Sie die Seiten an, die entfernt werden sollen. Die restlichen Seiten werden konvertiert.

Zusätzliche Regeln zur Seitenauswahl können in dem Dialog gewählt werden, der sich mit einem Klick auf den kleinen Pfeil-Button auf der rechten Seite öffnet. Diese Optionen sind von Vorteil, wenn spezifische Seitennummern nicht passen oder wenn beispielsweise nur die Erste und letzte Seite (Umschlag außen) konvertiert werden sollen.

Erhöhte RIP-Kompatibilität komplexer grafischer Elemente

Mit ZePrA werden alle Objekte, inklusive Vektor-Verläufe (Shadings), mit höchster Genauigkeit und 16 Bit-Tiefe verarbeitet. Bei Verläufen, die in der Originaldatei als Funktionen angelegt sind, kann nur mittels einer hochaufgelöste LUT eine korrekte Farbdarstellung erzielt werden. Leider können diese 16-Bit Shadings und hochaufgelösten LUTs in PDF-Dateien bei einigen RIPs (z.B. EFI Fiery und Global Graphics MultiRIP) zu Verarbeitungsproblemen führen. Um dies zu umgehen und zudem die Verarbeitungsgeschwindigkeit in diesen RIPs drastisch zu beschleunigen, haben wir die neue Option Erhöhte RIP-Kompatibilität komplexer graphischer Elemente in dem Reiter Konfiguration/PDF ergänzt.

Die Option ist standardmäßig bei bereits bestehenden Konfigurationen und solchen, die mit dem Auto Setup Wizard neu angelegt werden, ausgestellt. Aktivieren Sie die Option, falls Sie mit Ihrem RIP Verarbeitungsprobleme nach der ZePrA-Konvertierung bemerken.

Private Daten anderer Anwendungen entfernen

Auf dem PDF-Reiter der Konfiguration steht eine neue Funktion zur Verfügung, die dafür sorgt, dass private Anwendungsdaten aus PDF-Dateien entfernt werden. Solche Daten können z. B. von Adobe Photoshop oder Illustrator beim Speichern als PDF optional mit gespeichert werden.

Auch andere Programme können die sogenannten Piece-Informationen im PDF nutzen, um nicht öffentliche Anwendungsdaten in PDF-Dateien zu schreiben. Dies ermöglicht z. B. das nachträgliche Öffnen und Editieren der Originaldatei in den zuvor genannten Applikationen. Solche Anwendungsdaten können jedoch bei farbkonvertierten Dateien missverständlich sein, da sie nicht konvertiert werden und ein erneutes Öffnen dieser Dateien in den genannten Applikationen eben nur die originalen Farbinformationen und nicht die konvertierten zeigen würde. Zudem sind PDF-Dateien, die Piece-Informationen beinhalten, unter Umständen deutlich größer. Um kleinere Dateien zu erhalten (ohne Piece-Informationen nach der Konvertierung von PDF-Dateien), aktivieren Sie die Funktion Private Daten anderer Anwendungen entfernen.