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ZePrA | Bildschirmanzeige

Bildschirmanzeige

PDF- und Bilddateien als Voransicht prüfen

PDF- und Bilddateien als Voransicht prüfen

ZePrAs Bildschirmanzeige zeigt eine echtfarbige Darstellung von Dateien, die über Warteschlangen verarbeitet werden, auf dem Monitor, wobei auch überdruckende Elemente und Transparenzeffekte korrekt dargestellt werden.

Die Bildschirmanzeige verwendet eine gerasterte Version der verarbeiteten Datei.

ZePrA ist eines der wenigen PDF- und Bildvorschauprogramme, dass eine Echtfarbenvorschau von PDF- und Bilddateien mit Multicolor-Profilen ermöglicht.

Normalerweise ist in den von ZePrA verarbeiteten Jobs der Zielfarbraum als Output-Intent eingebettet. Die Bildschirmanzeige verwendet automatisch dieses Profil und das in den Einstellungen des Betriebssystems festgelegte Monitorprofil für die Darstellung. Wenn kein Profil eingebettet ist, wird das Zielprofil der Konfiguration, die zur Verarbeitung der Datei verwendet wurde, als Simulationsprofil verwendet. Dies ermöglicht eine potenziell farbechte Vorschau von Dateien (vorausgesetzt, der Monitor ist korrekt kalibriert).

Verwenden der Bildschirmanzeige

  1. Öffnen Sie in der Sidebar die Übersicht.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Job in Verarbeitete Jobs, um das Kontextmenü zu öffnen.
  3. Wählen Sie Bildschirmanzeige.
  4. Ihre Datei wird in einem neuen Fenster geöffnet.
  5. Über das farbige Symbol in der Titelleiste können die Farbmanagement-Einstellungen für die Bildschirmdarstellung aufgerufen und angepasst werden.
    Wählen Sie das gewünschte Simulationsprofil aus dem Drop-down-Menü und den Rendering-Intent für die Vorschau des Bildes (nur Profile, die zum Farbraum des geladenen Bildes passen, werden angezeigt). Wenn in der Konfiguration das Zielprofil als Output-Intent eingebettet ist, wird dies im Drop-down-Menü mit dem Kennwort Output-Intent angezeigt; wenn das Zielprofil nicht eingebettet ist, ist das Kennwort Target Profile. In beiden Fällen wird das entsprechende Profil aus der Konfiguration ausgewählt und in Klammern angezeigt. Wenn die Checkbox Papierweiß-Simulation aktiviert ist, wird der absolut farbmetrische Rendering-Intent verwendet, wenn die Checkbox deaktiviert ist, wird der relativ farbmetrische Rendering-Intent verwendet.

  6. Klicken Sie auf Anwenden, um die gewählte Datei mit diesen Einstellungen anzuzeigen und auf Speichern, um das Fenster mit diesen Einstellungen zu speichern und zu schließen. Beim nächsten Öffnen werden diese Einstellungen dann erneut verwendet.

    Hinweis: Generell ist es empfehlenswert, für die Auswahl des richtigen Bildschirmanzeige-Intents einen dimmbaren Normlichtkasten mit einem Referenzproof neben dem Monitor zum visuellen Vergleich einzusetzen.

Einstellungen für die Bildschirmanzeige ZePrA 9 und früher

Simulationsprofil: Die Farben werden über das ausgewählte Simulationsprofil zum Monitorprofil gerendert. Standardmäßig wird der Output Intent verwendet, der von ZePrA in die verarbeitete Datei eingebettet wurde. Er wird in Klammern angezeigt. Diese Einstellung ähnelt der Ausgabevorschau von Adobe Acrobat.
Hinweis: Das Default-Profil und die Checkbox Eingebettete Profile bevorzugen sind nur relevant, wenn sich das Simulationsprofil vom Farbraum der Datei unterscheidet.

Rendering Intent: Für die Berechnung muss eine Farbumrechnungsmethode (Rendering Intent) ausgewählt werden. Bei den Rendering Intents gibt es neben den normalen ICC-Intents noch vier weitere ColorLogic-Intents:

 

  • Black Compensation (Relativ mit Tiefenkompensierung)
  • Relativ+ und Absolut+: Wirken sich nur aus, wenn in einem Matrix-Monitorprofil der Schwarzpunkt heller ist als L* = 0. Die Bildschirmanzeige wird dadurch speziell in den Tiefen etwas dunkler, was in der Regel zu einer visuell besseren Übereinstimmung mit einem Referenzproof passt.
  • Relative Helligkeit: Basiert auf dem absolut farbmetrischen Intent mit Papierton-Simulation. Die Helligkeit der Papierton-Simulation wird auf die maximal darstellbare Helligkeit des Monitors skaliert, wobei die Farbigkeit der Papierton-Simulation und die Graubalance der Voransicht insgesamt erhalten bleiben. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn die absolut farbmetrische Voransicht eine visuell zu dunkle Darstellung liefert, wie es beim Zeitungsdruck oft der Fall ist.

Wenn kein Simulationsprofil in der Datei verfügbar ist (es wird kein Profil in Klammern angezeigt), wählen Sie das entsprechende Profil aus der Drop-down-Liste. Als Rendering Intent eignen sich hier die farbmetrisch aufgebauten und die speziellen ColorLogic-Intents.

Für die Darstellung auf Ihrem Monitor wird das in Ihrem System hinterlegte Monitorprofil automatisch ausgelesen.

Klicken Sie auf Anwenden, um die gewählte Datei mit diesen Einstellungen anzuzeigen und auf Speichern, um das Fenster mit diesen Einstellungen zu speichern und zu schließen. Beim nächsten Öffnen werden diese Einstellungen dann erneut verwendet.

Hinweis: Generell ist es empfehlenswert, für die Auswahl des richtigen Bildschirmanzeige-Intents einen dimmbaren Normlichtkasten mit einem Referenzproof neben dem Monitor zum visuellen Vergleich einzusetzen.

Einsatz von Multicolor-Profilen

Multicolor-Profile

ZePrA unterstützt die Verwendung von Multicolor-Druckerprofilen und Multicolor-DeviceLink-Profilen (RGB-zu-Multicolor, CMYK-zu-Multicolor und Multicolor-zu-Multicolor).

Einsatz von Multicolor-Profilen in PDF-Workflows

In ZePrA können Multicolor-Profile als Dokumentfarbraum, als Zielprofil oder Multicolor-DeviceLink-Profil zur Farbkonvertierung eingesetzt werden.

Gerade in der Druckvorstufe für den Verpackungsdruck ist dies wichtig, wenn Bilddaten als RGB- oder CMYK-Datei vorliegen. So können Sie RGB- und CMYK-Bilddateien direkt im fertigen Dokument platzieren, eine PDF-Datei davon erzeugen und dieses Dokument dann in ZePrA in den gewünschten Multicolor-Farbaufbau für den Druck konvertieren. Ein anderer interessanter Einsatzbereich ist der Druck von Fotobüchern in sogenannten Hifi-Color-Druckverfahren mit 6 oder 7 Druckfarben.

Hinweis: Zur Nutzung der Multicolor-Funktionen ist eine Multicolor-Lizenz erforderlich.

ZePrA generiert bei der Aufbereitung der Daten eine sogenannte DeviceN-PDF-Datei, bei der jeder einzelne Kanal nach den Kanalnamen des Multicolor-Zielprofils benannt ist. DeviceN ist seit vielen Jahren die Standard-Farbbezeichnung innerhalb von PDF, um Sonderfarben für die Druckproduktion zu beschreiben. Damit besteht eine hohe Kompatibilität zur bewährten Sonderfarbenverarbeitung in üblichen Anwendungsprogrammen. Die erzeugten PDF-Dateien können in der Regel mit aktuellen Versionen, zum Beispiel von Adobe Acrobat Professional, in der Separationsvorschau beurteilt werden und lassen sich mit aktuellen PDF-Workflow-Systemen verarbeiten. Auch das Platzieren der PDF-Dateien in und der Export aus aktuellen Adobe InDesign-Dokumenten ist möglich. ZePrA unterstützt den PDF/X-5n-Standard, der das Einbetten von Multicolor-Profilen in PDF-Dateien ermöglicht.

Eine mit dem Auto Setup angelegte Konfiguration bettet das Multicolor-Zielprofil in der Standardeinstellung zwar nicht in Bilddaten ein, jedoch in den Output Intent von PDF-Dateien. Im Fall einer konvertierten PDF/X-Datei (zum Beispiel einer PDF/X-4-, -X-3- oder -X-1a-Datei) wird die farbkonvertierte Datei in eine PDF/X-5n-Datei umgeändert.

Überprüfen Sie vor der Nutzung eines Multicolor-Druckerprofils, das Sie im Werkzeug Konfigurationen im Reiter Dokument/Ziel als Zielfarbraum auswählen oder im Falle eines Multicolor-DeviceLink-Profils, ob die Kanalnamen und Lab-Farbdefinitionen Ihren Vorgaben entsprechend eingetragen worden sind.

Wenn die Checkbox In Zieldatei einbetten aktiviert ist, überträgt ZePrA die Kanalnamen und Farbdefinitionen aus dem Multicolor-Druckerprofil, dass als Zielfarbraum ausgewählt wurde, in die farbkonvertierte PDF-Datei.

Wenn diese Checkbox nicht aktiviert ist, werden die Kanalnamen und Farbdefinitionen aus dem Multicolor-DeviceLink-Profil übernommen. Achten Sie also auf gleiche Kanalnamen und Lab-Farbdefinitionen im Zielprofil und DeviceLink-Profil. Die Bezeichnung der Farbkanäle (Coloranten) und die Lab-Farbdefinitionen können in CoPrA mit dem Profile Manager für jedes Multicolor-Drucker- und DeviceLink-Profil nach Ihren Vorgaben angepasst werden.

Je nach eingesetztem Multicolor-Profil, den enthaltenen Kanalbezeichnungen und dem anschließendem Workflow außerhalb von ZePrA, empfehlen wir vorab Tests des kompletten Arbeitsablaufes durchzuführen, um sicher zu gehen, dass alles rund läuft.

Bilddaten mit Multicolor-Profilen konvertieren

ZePrA unterstützt PSB-, PSD-, TIFF- und JPEG-Dateien beim Konvertieren von Bilddaten mit Multicolor-Profilen. Da es in den aktuellen Dateiformat-Spezifikationen nicht vorgesehen ist (Stand Mai 2014), Multicolor-Profile in TIFF-, JPEG-, PSB- und PSD-Dateien einzubetten, sollten Sie für die Bilddaten-Konvertierung im Reiter Dokument/Ziel das Einbetten von Profilen deaktivieren. Wir empfehlen, Bilddaten, die nach Multicolor konvertiert werden, als PSB- oder PSD-Dateien in Photoshop zu speichern und dann mit ZePrA zu verarbeiten. Selbstverständlich können Sie PSB- und PSD-Bilddateien, die mit Multicolor-Zielprofilen in ZePrA konvertiert wurden, auch in Adobe InDesign platzieren.

ZePrA unterscheidet bei der Bilddatenkonvertierung von Multicolor-Dateien (kann unter Konfigurationen/Optionen/Bildqualität angepasst werden), folgende Fälle:

  • Wenn die Kanalbezeichnungen des Multicolor-Zielprofils CMYK+X lautet, wird eine TIFF-Datei erzeugt, wenn Bevorzugtes verlustfreies Format auf TIFF eingestellt ist.
  • Wenn die Kanalbezeichnungen des Multicolor-Zielprofils nicht CMYK sind, wird eine PSD-Datei erstellt.
    Hinweis: TIFF unterstützt nur CMYK+X.
  • Ist das Kompressionsverfahren auf Automatisch eingestellt, wird versucht, das Format zu erhalten oder eine TIFF-Datei zu erzeugen. Liegt jedoch eine JPEG-Datei vor oder ein nicht-CMYK-Multicolor-Profil, wird eine PSD-Datei erstellt.
    Hinweis: JPEG unterstützt grundsätzlich keine Multicolor-Farbräume.

ZePrA und PDF-Preflight

ZePrA und PDF-Preflight

PDF-Preflight

Folgende Punkte sollten mit einem PDF-Preflight bezüglich der Farbe kontrolliert werden:

 

Anzahl und Art der Farbkanäle in der PDF-Datei

Je nach Druckauftrag können zusätzliche Sonderfarben notwendig oder überflüssig sein. Im Preflight können Sie feststellen, ob die Anzahl und die Bezeichnung der Farbkanäle zum Druckauftrag passen.

Wenn Sie auf undefinierte Sonderfarben stoßen, können Sie deren Verarbeitung mit dem Sonderfarbenmodul in ZePrA definieren. Wenn Sie das Sonderfarbenmodul nicht lizensiert haben, können Sie Sonderfarben zumindest mit der PDF-Ersatzfarbe (Alternate Color Space) konvertieren. Auf diesem Weg erhalten Sie die gleichen Ergebnisse, wie mit einem Preflight-Programm. Weitere Informationen zu den Funktionen des Sonderfarbenmoduls finden Sie im Kapitel Sonderfarbenverarbeitung.

Sie können die in der PDF-Datei vorkommenden Sonderfarben nach erfolgter Job-Verarbeitung in ZePrA prüfen, indem Sie in der Übersicht mit einem Rechtsklick auf den verarbeiteten Job das Kontextmenü öffnen und mit Job-Eigenschaften anzeigen den Job-Report aufrufen. Dies ist besonders sinnvoll, wenn Sie kein zusätzliches Preflight-Programm verwenden.

Kontrolle auf RGB- bzw. CMYK-Objekte mit eingebetteten Profilen

Druckereien empfehlen wir, für vollautomatische Workflows, die ohne zusätzliche Freigabe durch den Kunden ausgeführt werden, nur reine CMYK-PDF-Dateien mit korrekt eingebundenen Profilen vom Kunden zu akzeptieren. Bei anderen Daten empfehlen wir, diese mit ZePrA zu optimieren und dem Kunden danach zumindest als CMYK-LowRes-Version zur erneuten Freigabe zu schicken.

Hinweis: Eine mit dem Auto Setup erstellte Standard-Warteschlange (Normalisieren und Farben zur neuen Ausgabebedingung konvertieren), in der die SmartLink-Funktion verwendet wird, optimiert sämtliche RGB-, CMYK- und Grau-Objekte einer PDF-Datei durch die Verwendung von DeviceLink-Profilen. Eventuell vorhandene eingebettete Profile werden bei der Konvertierung berücksichtigt. Alternativ kann eine Standard-Warteschlange dupliziert werden, um dort den Umgang mit eingebetteten Profilen zu ändern (siehe nächsten Abschnitt Ignorieren von CMYK-Objekten mit eingebetteten Profilen).

Sie können die in der PDF-Datei eingebetteten Profile nach erfolgter Job-Verarbeitung in ZePrA prüfen, indem Sie in der Übersicht mit einem Rechtsklick auf den verarbeiteten Job das Kontextmenü öffnen und mit Job-Eigenschaften anzeigen den Job-Report aufrufen.

Ignorieren von CMYK-Objekten mit eingebetteten Profilen

In einigen Workflows, besonders bei Druckereien, ist es üblich, eingebettete Profile aus CMYK-Objekten (Bilder und Vektoren) zu entfernen. Häufig wird vermutet, dass die Profile fälschlicher Weise hinzugefügt wurden und in einer nachfolgenden ICC-Konvertierung zu Problemen führen.

Diese Vorgehensweise entspricht der Grundeinstellung für Auto Setup-Warteschlangen, wenn die SmartLink-Funktion nicht lizensiert ist. Mit lizenzierter SmartLink-Funktion werden eingebettete Profile berücksichtigt. Durch die Separations-, Primär- und Sekundärfarben-erhaltenden Konvertierungen erfolgt über SmartLinks eine saubere Umrechnung.

Wenn eingebettete Profile ignoriert werden sollen, oder die SmartLink-Funktion nicht genutzt werden soll - zum Beispiel in Auto Setup-Warteschlangen zum Normalisieren und Farbkonvertieren oder für SaveInk-Anwendungen - können im Reiter Bilder/Vektoren die entsprechenden Checkboxen (Eingebettete Profile/Intents anwenden bzw. SmartLink anwenden) deaktiviert werden. Dies stellt sicher, dass keine eingebetteten CMYK-Profile verwendet werden. Stattdessen wird Wie Dokument-Farbraum ausgewählt und mit den im Reiter Dokument/Ziel eingestellten Profilen konvertiert.

Kontrolle der maximalen Tonwertsumme

Für Druckereien ist es wichtig, in den Vorgaben zur Datenanlieferung und in der Auftragsbestätigung zu definieren, welche maximale Tonwertsumme für den bedruckten Papiertyp erwartet wird, und für welchen Druckstandard der Datenlieferant die Druckdaten idealerweise aufbereiten sollte.

Wenn auf ungestrichenen Papieren oder Zeitungspapieren gedruckt wird, und die maximale Tonwertsumme deutlich Überschritten wird, ist dies ein Hinweis darauf, dass Bilddaten nicht für den jeweiligen Druckstandard optimiert wurden. In der Regel handelt es sich meist um Bilddaten für gestrichenes Papier im Offsetdruck.

Bei einer Optimierung von PDF-Dateien über Standard-Warteschlangen in ZePrA haben Sie im Auto Setup folgende Alternativen:

Überprüfen Sie die Ergebnisse im Softproof und fordern Sie bei Bedarf eine Freigabe vom Kunden an.

Kontrolle überdruckender CMY-Objekte ohne Schwarzaufbau

Die Kontrolle überdruckender CMY-Objekte ohne Schwarzaufbau ist ein eher selten auftretender Spezialfall. Im Hinblick auf eine möglichst hohe Farbstabilität im Fortdruck, eine möglichst schnelle Trocknung und das Sparen von Druckfarbe ist es sinnvoll, ColorLogics SaveInk-Warteschlangen in der Druckerei für möglichst alle Druckjobs zu verwenden.

Wenn ein überdruckendes Objekt in der PDF-Datei jedoch aus allen CMY-Farben ohne Schwarz aufgebaut ist, kann sich der resultierende Farbeindruck aus dem überdruckenden Objekt und dem Hintergrund nach der Farboptimierung ändern, was an den Überdrucken-Regeln im PDF-Standard liegt. Nur wenn in einem überdruckenden Objekt in einem Kanal keine Farbe vorhanden ist, “sehen“ Sie die Farbe des gleichen Kanals im darunterliegenden Objekt vollständig. Sobald im überdruckenden Objekt in einem Kanal ein minimaler Farbanteil vorhanden ist, wird nur der Farbanteil des oberen (überdruckenden) Objektes angezeigt.

Wenn bei SaveInk-Profilen CMY-Anteile ungewollt durch Schwarz ersetzt werden und sich dadurch das Überdruckenverhalten ändert, aber dennoch Farbe gespart werden soll, muss ein neues SaveInk-Profil berechnet werden, bei dem die Ausnahme 0% Schwarz erhalten aktiviert ist. Diese spezielle Ausnahme finden Sie in der Profilierungssoftware CoPrA im SaveInk-Modul Farbeinsparung.

Integration mit Enfocus Switch

Enfocus Switch-Integration

Integration von ZePrAs Features in Enfocus Switch-Workflows

Auch für hochentwickelte und gut konfigurierte Anwendungen wie ZePrA gibt es Anwendungsszenarien, bei denen eine spezielle Dateibehandlung oder ein weiterer Freigabeschritt für optimierte PDF-Dateien sinnvoll ist. Dies trifft besonders auf Druckdienstleister und Druckereien zu, die von vielen verschiedenen Kunden unterschiedlichste PDF-Daten erhalten. Die Kombination von ZePrA mit Enfocus Switch und einer Preflight-Lösung hat sich in diesem Anwendungsfall gut bewährt.

zepra_flow

Kombination von Enfocus Switch, PitStop Server und ColorLogic ZePrA

ZePrA | Quick Start Guide DE

Getting Started with ZePrA

Der Schnelleinstieg in ZePrA

Vorwort

Vielen Dank, dass Sie sich für ZePrA entschieden haben.

ZePrA stellt Ihnen einen Hotfolder-basierten Farbserver zur Verfügung, um TIFF-/JPEG-/PSD-/PSB-Bild- und PDF-Daten mit DeviceLink- und ICC-Geräteprofilen zu optimieren.

Das Haupteinsatzgebiet ist die Optimierung bzw. Farbkonvertierung von CMYK-Druckdaten, die Verwendung in medienneutralen Workflows mit RGB-Daten, die Multicolor- und Sonderfarben-Verarbeitung.

Die hohe Qualität bei der Optimierung bzw. Farbkonvertierung von CMYK-, RGB-, Grau- und Multicolor-Druckdaten erreichen wir durch die berechneten und eingesetzten DeviceLink-Profile und eine intelligente PDF-Verarbeitung. Für eine Reihe von standardkonformen Druckprozessen hat ColorLogic Standard-DeviceLink-Profile entwickelt, die Sie im Paket mit ZePrA erwerben können, oder aber Sie nutzen unsere SmartLink-Technologie, die hochqualitative Farbkonvertierungen in alle Druckverfahren on-the-fly berechnet.

Da das automatisierte Farbmanagement speziell bei PDF-Dateien oft umfangreiche Konfigurationen erfordert, haben wir in ZePrA sehr viel Wert auf ein einfaches Anlegen, Duplizieren und Anpassen von Konfigurationen und Warteschlangen für typische Aufgaben im Produktionsalltag gelegt. Dank der Multi-Threading-Technologie kann in ZePrA  ein noch höherer Datendurchsatz erreicht werden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Optimieren und Farbkonvertieren.

Ihr ColorLogic-Team

Laden Sie hier den Quick-Start-Guide als PDF-Dokument.

ZePrAs Sidebar

Die Benutzeroberfläche von ZePrA ermöglicht durch ihre praktische Sidebar einen schnellen Zugriff auf alle Module. Bewegen Sie die Maus einfach über das Haus-Symbol an der linken Seite und wählen Sie das entsprechende Modul aus.

Auto Setup

Auto Setup

Erstellen Sie neue Workflows mit dem Auto-Setup-Wizard

Konfigurationen und Übersicht

Übersicht

Wechseln Sie in die Übersicht (Hauptfenster), um Warteschlangen, offene Jobs und bearbeitete Jobs einzusehen

Konfigurationen

Passen Sie die Einstellungen für Ihre Jobs an

Warteschlangen

Verwalten Sie Ihre Jobs

Werkzeuge

Sonderfarben-Report

Überprüfen Sie die Sonderfarbenkonvertierung bereits vor dem Druck

SaveInk-Report

Informationen zur Farbersparnis

ICC-Profile extrahieren

Extrahieren Sie ICC-Profile und Ausgabebedingungen aus Bild- und PDF-Dateien

Globale Einstellungen

Sonderfarben-Bibliotheken

Verwalten Sie Ihre Bibliotheken und bearbeiten Sie Sonderfarben

Gradationen

Erstellen Sie Tonwertkorrekturkurven

Profilzuweisungen

Verwenden Sie vorhandene oder dynamisch erstellte DeviceLinks für Dateikonvertierungen

Systemanforderungen

macOS®

  • macOS® 10.15 Catalina
  • macOS® oder macOS® Server Version 10.9 oder höher

Windows®

  • Microsoft Windows® 10
  • Microsoft Windows® XP SP3 und höher

Empfohlene Hardware

  • Mindestens Dual Core Processor (Quad Core oder mehr empfohlen)
  • Mindestens 2 GB RAM (4 GB oder mehr empfohlen)
  • Minimale Bildschirmauflösung 1024 x 768 (1280 x 1024 oder mehr empfohlen)

 Besonderheiten

  • macOSColorAnt, Measure Tool, CoPrA und ZePrA laufen im 64-Bit-Modus
  • WindowsColorAnt, CoPrA und ZePrA laufen im 64-Bit-Modus, das Measure Tool läuft im 32- Bit-Modus
Installation

Die Installationsprogramme installieren die Anwendungen im Programme-Ordner des Betriebssystems (macOS oder Windows). Mit einem Doppelklick auf das jeweilige Installationsprogramm wird die Installation gestartet.

Nachdem Sie die Lizenzvereinbarung akzeptiert haben, können Sie den Zielordner definieren und zwischen einer Standardinstallation und einer angepassten Installation wählen. Die Standardinstallation installiert alle Komponenten (zum Beispiel ColorAnt/Measure Tool zusammen mit CoPrA oder den DLS-Manager). In der angepassten Installation können Sie entscheiden, welche Komponenten Sie installieren möchten.

ColorAnt: Die Integration von ColorAnt (oder dem Measure Tool bei CoPrA Basic) ermöglicht die Messung von Testcharts direkt in CoPrA (Messgerät vorausgesetzt).

DLS-Manager: Hiermit können Sie entscheiden, welche DeviceLink-Sets Sie auf Ihrem Rechner installieren und testen/nutzen möchten.


Lieferumfang

Im Lieferumfang von CoPrA sind enthalten:

  • CoPrA-Software
  • Weitere Software: Profile Manager (in CoPrA integriert) und ColorAnt oder das Measure Tool aus ColorAnt.
  • Hinweis: Das Programm ColorAnt M zum Erstellen und Analysieren von Messdaten ist in den Paketen CoPrA M bis XL enthalten. Das Paket CoPrA XXL enthält ColorAnt L. In CoPrA Basic ist das Measure Tool aus ColorAnt enthalten.
  • USB-Stick (Dongle) oder Computer-basierte Lizenz
  • Editierbare Testcharts (EditTargets) zur Verwendung mit dem DeviceLink-Werkzeug Editierung (nach Installation im Ordner EditTargets)
  • Testcharts und Referenzdateien für das Erstellen von Druckerprofilen (nach Installation im Ordner Testcharts) inklusive Multicolor-Testcharts
  • Quick Start Guide (gedruckt)
  • Diese Online-Hilfe

Hinweise:

Den Ordner EditTargets finden Sie nach einer Standardinstallation unter:

Windows: C:\Programme (x86)\CoPrA5\EditTargets

macOS: Programme\CoPrA5\ EditTargets

Den Ordner Testcharts finden Sie nach einer Standardinstallation unter:

Windows: C:\Programme  (x86)\CoPrA5\Testcharts

macOS: Programme\CoPrA5\Testcharts

Sie können aber auch in CoPrA über das Menü Werkzeuge und die Einträge EditTargets-Ordner öffnen und Testcharts-Ordner öffnen auf diese Ordner zugreifen.

Die kontextsensitive Online-Hilfe öffnet sich im Browser durch das Anklicken des Fragezeichen-Symbols im jeweiligen Programmfenster oder über die F1-Taste oder über den Eintrag Online-Hilfe im Hilfe-Menü. Hierfür wird eine aktive Internetverbindung benötigt.

Aktivieren von Lizenzen

Eine permanente Lizenz installieren

Eine permanente Lizenz erhalten Sie von Ihnen Ihrem ColorLogic-Händler direkt nach dem Kauf der Anwendung. Dies kann wunschgemäß entweder eine Computer-basierte oder USB-Dongle-Lizenz sein.

Computer-basierte Lizenzen sind immer an den Computer gebunden, auf dem die jeweilige Software (CoPrA, ZePrA, ColorAnt) installiert ist. Dies bietet sich beispielsweise für eine zeitlich begrenzte Testinstallation an. Computer-basierte Lizenzen sind aber auch erforderlich, wenn der Computer keinen USB-Anschluss besitzt oder ein USB-Dongle nicht erwünscht ist, zum Beispiel bei einem Server.

USB-Dongle-Lizenzen funktionieren mit einem speziellen USB-Stick. Der USB-Dongle kommuniziert mit der entsprechenden Software-Lizenz und ermöglicht es, die Software auf unterschiedlichen Rechnern einzusetzen. Dabei ist es erforderlich, dass der USB-Dongle am jeweiligen Rechner angeschlossen ist, bevor die Software gestartet wird.

Nach dem Kauf der Software wird eine permanente Lizenzdatei (*.lic) per E-Mail verschickt.


Aktivieren der Lizenz

Zum Aktivieren der Anwendung Laden Sie die Lizenzdatei unter Registrierung im Reiter Lizenzdetails. Hier finden Sie neben dem Lizenzinhaber und dem Ablaufdatum außerdem eine Liste mit den freigeschalteten Modulen und Add-ons.


Verwenden einer Lizenzdatei auf einem Multi-User-System

macOS

Speichern Sie die Lizenzdatei im ColorLogic-Ordner:

/Benutzer/Geteilt/ColorLogic/LicenseInstall.

  • Falls der Ordner noch nicht existiert, können Sie ihn selbst anlegen.
  • Achten Sie darauf, dass alle User Leserechte haben.
  • Beim Start prüft die Software, ob sich in dem angelegten Ordner eine passenden Lizenzdatei befindet.

Windows

Speichern Sie die Lizenzdatei im ColorLogic-Ordner:

C:\Benutzer\Öffentlich\Dokumente\ColorLogic\LicenseInstall.

  • Falls der Ordner noch nicht existiert, können Sie ihn selbst anlegen.
  • Achten Sie darauf, dass alle User Leserechte haben.
  • Beim Start prüft die Software, ob sich in dem angelegten Ordner eine passenden Lizenzdatei befindet.

Lizenzdetails

Das Ablaufdatum der Software wird bei zeitlimitierten Versionen (zum Beispiel Demolizenzen) am rechten unteren Rand des Software-Fensters angezeigt. Für Vollversionen wird kein Ablaufdatum angezeigt.

Verfügbare Funktionen: Nach dem Laden der Lizenz können Sie unter Lizenzdetails die freigeschalteten Module einsehen.

Auto Setup

Workflow mit dem Auto-Setup-Wizard einrichten

ZePrA verfügt über sechs Auto-Setup-Methoden, um Workflows für die am häufigsten vorkommenden Aufgaben im Farbmanagement einzurichten. Um die erforderlichen Konfigurationen und Warteschlangen zu erstellen, sind nur wenige Schritte erforderlich.
Für die Verarbeitung Ihrer Daten können Sie entweder ein vorher erstelltes DeviceLink-Profil verwenden oder mit SmartLink ein DeviceLink-Profil „on-the-fly“ erstellen (SmartLink-Lizenz erforderlich).
Der automatische Konfigurationsassistent ermöglicht es auch, Workflows zu erstellen, mit denen Farbe gespart, der Farbauftrag optimiert und Gradationskorrekturen vorgenommen werden können.

Schritt 1: Auswahl eines Setup-Modus

Wählen Sie Auto Setup in der Sidebar. Hier stehen sechs verschiedene Setup-Modi zum Erstellen von Konfigurationen und Warteschlangen zur Verfügung:

Auswahl des Setup-Modus

 

  1. Normalisieren und Farben zur neuen Ausgabebedingung konvertieren
    Der Inhalt der PDF-Datei wird zunächst zum Dokumentfarbraum oder zum Output Intent normalisiert und anschließend unter Verwendung von DeviceLink-Profilen zum gewünschten Zielfarbraum konvertiert.
  2. Normalisieren zum Dokumentfarbraum oder Output Intent
    Die Daten werden zum Dokumentfarbraum oder Output Intent normalisiert. Die finale, normalisierte Datei besteht nach der Konvertierung nur noch aus einem Farbraum und eventuellen Sonderfarben.
    Wenn PDF-Objekte im RGB-Farbraum vorliegen, werden diese vom eingebetteten Profil über den im PDF definierten Rendering Intent in den Dokumentfarbraum konvertiert.
  3. Farbe sparen
    Die Daten werden erst zum Dokumentfarbraum normalisiert und anschließend entweder mit einem bestehenden SaveInk-Profil oder einer definierten SmartLink-SaveInk-Methode optimiert. Hier stehen drei Farbeinsparungsmethoden zur Verfügung.
  4. Gesamtfarbauftrag optimieren
    Die Daten werden zum Dokumentfarbraum normalisiert und der maximale Farbauftrag wird reduziert. Dies kann entweder über spezielle Profile zum Reduzieren des Gesamtfarbauftrags (TAC) erfolgen, oder – bei Verwendung von SmartLinks – über den Wert der unter Gewünschter Farbauftrag definiert wird.
  5. Direkte Farbkonvertierung zur neuen Ausgabebedingung
    Die Daten werden mit eingebetteten Profilen direkt zum Zielfarbraum konvertiert, ohne sie vorher zum Dokumentfarbraum zu normalisieren. Dieser Setup-Modus ermöglicht die beste Farbraumnutzung des Zielfarbraumes und eignet sich besonders für medienneutral aufbereitete Daten, z. B. RGB-Bilddaten mit ICC-Profil.
  6. Nur Gradationskurven anwenden
    Wenn Ihr Druckprozess aufgrund differierender Druckbedingungen abweicht (z. B. bedingt durch Bedruckstoff oder andere Druckparameter), und Sie eine Anpassung direkt in ZePrA, ohne CtP-Kompensationskurven im RIP durchführen möchten, können Sie eine Gradationskorrektur „on-the-fly“ vornehmen.

Schritt 2: DeviceLink-Profil oder SmartLink verwenden

Sie können entweder ein bereits vorhandenes DeviceLink-Profil verwenden oder mit SmartLink ein hochwertiges DeviceLink-Profil direkt im Workflow erstellen und verwenden.

  1. Vorhandenes DeviceLink-Profil verwenden
    Wenn Sie bereits über ein passendes DeviceLink-Profil für die gewünschte Konvertierung verfügen (z. B. aus unseren DeviceLink-Sets, die Sie mit ZePrA erwerben können) , können Sie es aus dem Drop-down-Menü auswählen. Quell- und Zielprofil werden dann durch das DeviceLink-Profil gesetzt.
  2. Verwende SmartLink
    Mit der SmartLink-Funktion können Sie „on-the-fly“ hochwertige DeviceLinks aus Ihren Quell- und Zielprofilen erstellen, um die bei einer normalen ICC-Konvertierung auftretenden Probleme zu vermeiden und die Qualität Ihrer Konvertierungen zu erhöhen.
    Hinweis: Erfordert eine SmartLink-Lizenz. Wenn die SmartLink-Funktion nicht verfügbar ist, wird für Objekte mit eingebundenem ICC-Profil eine normale ICC-Konvertierung durchgeführt.

Dokumentfarbraum

Der Dokumentfarbraum dient als Referenz, um einen einheitlichen Farbraum für die Farben der PDF-Datei zu erstellen. Durch das Aktivieren der Checkbox Output Intent bevorzugen wird der Output Intent der PDF/X-Datei anstelle des manuell eingestellten Dokumentfarbraums verwendet.

Rendering Intent

ZePrA enthält zusätzlich zu den vier Standard ICC Rendering Intents fünf weitere Rendering Intents. Sie sind nur mit aktivierter SmartLink-Funktion verfügbar.

Zusätzliche Rendering Intents für SmartLinks

Standard Komprimierung: Wenn die Umrechnung zwischen unterschiedlich großen Farbumfängen erfolgen soll. Berechnet eine perzeptive Umsetzung für Eingabe- und Zielprofil, die für alle Arten von Gamuts (Farbumfängen) gut geeignet ist.

Schwarzkompensation: Verwenden Sie die Schwarzkompensation, um mit der perzeptiven Konvertierung die gleichen Ergebnisse zu erzielen, wie mit „Relativ farbmetrisch mit aktivierter Tiefenkompensierung”. Bei der Konvertierung von einem großen auf einen kleinen Farbraum bleibt die Zeichnung in den Lichtern und Tiefen erhalten, anders als bei einer reinen relativ farbmetrischen Konvertierung. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Out-of-Gamut-Farben werden abgeschnitten.

Absolute Komprimierung: Wenn die Farbumfänge ähnlich groß sind, der Papierton jedoch deutlich abweicht. Im Unterschied zur Standard Komprimierung und Schwarzkompensation wird in der Graubalance die Papierfärbung ausgeglichen. Farbanmutung der Ursprungsdatei bleibt auf einem Zielmedium mit anderer Papierfärbung bestmöglich erhalten. Tiefenbereiche werden bei kleinen Farbumfängen angehoben.

Dynamische Komprimierung: Vergleicht den Eingabefarbraum mit dem Zielfarbraum und erzeugt eine Komprimierung, die Out-of-Gamut-Bereiche minimiert. Helligkeit (und damit die Zeichnung des Originalfarbraums) und eine möglichst hohe Sättigung bleiben erhalten. Die Grauachse wird relativ zum Papierweiß des Zielprofils umgesetzt (wie bei der Standard Komprimierung). Gut geeignet, wenn Quell- und Zielprofil einen sehr großen Dynamik- und Kontrastumfang aufweisen, wie zum Beispiel bei RGB-zu-CMYK-Konvertierungen.

Minimale Komprimierung: Ermöglicht eine nahezu absolut farbmetrische Reproduktion und kompensiert lediglich die Bereiche, die sich in der Nähe des Schwarz- und Weißpunkts befinden.

SmartLink-Methode

Die SmartLink-Methode berücksichtigt die verschiedenen Anforderungen verschiedener Druckbedingungen, so dass die gedruckte Farbe korrekt wiedergegeben und für den Druckprozess optimal separiert wird.

Traditioneller Druck – klassisch: Konvertierung für Offset-, Gravur-, oder Zeitungsdruck. Schwarz, Grau, Primär-, Sekundär- und Tertiär-Farbtöne des Quellprofils bleiben erhalten. Der Gesamtfarbauftrag wird vom Zielprofil übernommen.

Traditioneller Druck mit Automatik: Wenn sich die Farben und das Papier des Zielfarbraums deutlich vom Output Intent oder dem Dokumentfarbraum unterscheiden. Die Separation bleibt erhalten.
Großfomatdruck – Inkjet: Die Separation zeichnet sich durch ein starkes GCR und einen späten Schwarzeinsatz aus. Der Schwarzpunkt und der Gesamtfarbauftrag werden automatisch berechnet. Ansonsten wie Traditioneller Druck mit Automatik.
Digitaldruck – Toner: Für tonerbasierte Digitaldrucker und Bürodrucker. Es wird ein hoher Prozentsatz an Schwarz genutzt, um einen stabilen Ausdruck und eine neutrale Graubalance zu erreichen. Der Gesamtfarbauftrag wird aus dem Zielprofil übernommen. Ansonsten wie Traditioneller Druck mit Automatik.

Vertiefung: Nur Gradationskurven anwenden

Bei diesen Gradationsanpassungen werden externe Dateien on-the-fly auf existierende Kurven angewendet und passen so Prozessfarben und/oder Sonderfarben an, ohne den Dokumentfarbraum zu verändern.

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Korrektur von Gradationen:
1: Kurven aus Datei verwenden
Hier können mit CoPrA erstellte Linearisierungs-DeviceLink-Profile oder bereits vorher importierte Dateien mit Kurven (Gradationen) ausgewählt werden.

2: Datei importieren und Kurven verwenden
Externe Dateien mit den Gradationskorrekturen für die zu ändernden Kurven (Gradationen) können hier geladen werden. ZePrA importiert diese Dateien dann in seine eigene Ordnerstruktur.

Hinweis zum Normalisieren der Daten

Wenn Sie mit PDF/X-3-, PDF/X-4- oder PDF/X-5n-Dateien arbeiten, die eventuell noch RGB- oder CMYK-Objekte mit eingebetteten Profilen beinhalten, sollten Sie die Dateien von ZePrA normalisieren lassen.

Für den Fall, dass kein Output Intent in der PDF-Datei vorhanden ist, sollten Sie ein ICC-Profil als Dokumentfarbraum definieren. Aktivieren Sie die Checkbox Output Intent bevorzugen, um sicher zu stellen, dass jeder existierende Output Intent immer Vorrang vor dem festgelegten Dokumentfarbraum hat und somit beibehalten wird.

Schritt 3: Konfigurationen und Warteschlangen erstellen

Im letzten Schritt des Wizards vergeben Sie einen Warteschlangennamen. Die zugehörige Konfiguration erhält automatische denselben Namen.

Definieren Sie den Basis-Ordner. Hier wird die Warteschlange und die Unterordner angelegt. Um lediglich eine neue Konfiguration zu erstellen, deaktivieren Sie die Checkbox Warteschlange erzeugen.

Hiermit ist die Konfiguration Ihres Workflows abgeschlossen. Sie können die Warteschlange sofort verwenden.

Jobs und Warteschlangen

Anlegen und verwenden von Warteschlangen

Jobs über Warteschlangen verarbeiten

In ZePrA werden Dateien über Warteschlangen verarbeitet, das heißt ein Job entspricht der Verarbeitung einer Datei über eine Warteschlange. Jeder Warteschlange ist eine Konfiguration zugewiesen. Sie enthält alle notwendigen Einstellungen für die Konvertierung und Verarbeitung der Datei. Warteschlangen und deren Konfigurationen werden getrennt voneinander verwaltet und Konfigurationen können Warteschlangen jederzeit neu zugewiesen werden.

Das Fenster Jobs und Warteschlangenübersicht (Sidebar: Übersicht) gibt einen Überblick über die vorhandenen Warteschlangen und die dazugehörigen Konfigurationen.

Warteschlangen, die mit dem Auto-Setup-Wizard angelegt wurden, haben normalerweise den gleichen Namen, wie die zugehörige Konfiguration.

Die Reihenfolge der zu verarbeitenden Jobs können Sie über die Priorität ändern, indem Sie mit einem Rechtsklick auf die Warteschlange den Standardwert Normal auf Hoch oder Niedrig setzen.
Mit Start und Stopp  rechts unten im Fenster lassen sich alle Warteschlangen direkt starten oder stoppen.

Verarbeitungsreihenfolge von Warteschlangen festlegen

Manuelles Einrichten von Warteschlangen

Um eine neue Warteschlange anzulegen muss ein Basis-Ordner erstellt, eine Konfiguration zugewiesen und ein Name vergeben werden. Mit der Schaltfläche Neu im Werkzeug Warteschlangen kann eine Warteschlange manuell erstellt und benannt werden. Um die Warteschlange anschließend zu konfigurieren, wählen Sie zunächst die Warteschlange aus und selektieren dann im Reiter Optionen die Konfiguration aus dem Drop-down-Menü Konfiguration.

Manuelles anlegen von Warteschlangen

Konfigurationen

Unter Konfigurationen können Sie alle Einstellungen festlegen, die mit der Handhabung von Farben und der PDF-Verarbeitung zusammenhängen. Dies beinhaltet die Farbkonvertierung über ICC-Ausgabeprofile oder DeviceLink-Profile, die Handhabung von gemischten PDFs (Dokumente mit Daten in CMYK, RGB, Graustufen und Sonderfarben) und das individuelle Zuweisen von Gradationskurven und Sonderfarben. Für alle Einstellungen sind verschiedene Voreinstellungen und Optimierungsmöglichkeiten verfügbar.

Im oberen Bereich des Fensters können Sie bestehende Konfigurationen auswählen, neue Konfigurationen erstellen, umbenennen und sichern.

Um eine bestehende Konfiguration zu duplizieren, wählen Sie Neu, geben den neuen Namen ein und sichern dann mit Speichern. Weisen Sie die duplizierte Konfiguration einer Warteschlange zu, um sie zu nutzen.

Warteschlangen

Warteschlangen werden in der Übersicht in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Die älteste steht am Anfang, die neueste am Ende der Liste. Die Listen können durch einen Klick auf die jeweilige Spalte sortiert werden.

Dateien verarbeiten - Starten von Warteschlangen

Zum Starten eines Jobs wählen Sie im Kontextmenü Ordner öffnen, um den zugehörigen Input-Ordner (Hotfolder) der Warteschlange im Dateisystem zu öffnen. Kopieren oder verschieben Sie Ihre Datei (TIFF/JPEG/PSD/PSB-Bild, PDF) in diesen Ordner, oder ziehen Sie ihre Datei einfach via Drag-and-drop auf die gewünschte Konfiguration in der Warteschlangenübersicht, alternativ können Sie eine Datei auch direkt über Rechtsklick und Datei in Warteschlange einfügen in den Hotfolder kopieren.

Wenn die Datei im Quell-Ordner (Input) der Warteschlange abgelegt wurde, konvertiert ZePrA diese automatisch gemäß der Einstellungen in der Konfiguration und legt die konvertierte Datei im Ziel-Ordner (Output) ab. Dem Dateinamen wird die Job-ID und der Name der Konfiguration hinzugefügt. Die Originaldatei wird in den Erledigt-Ordner (Done) verschoben. Fehlerhafte Dateien werden im Fehler-Ordner (Error) abgelegt.

Übersichtliches verwalten von Warteschlangen

Verarbeitete Jobs

Dateien mit einer gelben Warnung im Übersichtsfenster wurden zwar bearbeitet, haben jedoch eventuell ein Problem. Sie werden normalerweise im Ziel-Ordner abgelegt. Alternativ können Sie beim Konfigurieren der Warteschlange zusätzlich einen Ziel-Ordner im Warnungsfall definieren, in den solche Dateien nach der Verarbeitung geschoben werden. Fehlerhaft verarbeitete oder nicht unterstützte Dateitypen werden rot markiert und in den Error-Ordner verschoben.

Ein Rechtsklick auf einen Job öffnet ein Kontextmenü mit den folgenden Einträgen:

Kontextmenü mit vielen nützlichen Funktionen

Bildschirmanzeige
Erzeugt und zeigt den Softproof des ausgewählten Jobs.

Job-Eigenschaften anzeigen
Öffnet den Job-Report.

Job-Eigenschaften speichern
Speichert den Job-Report als PDF, HTML, TXT oder XML.

Job erneut verarbeiten
Ermöglicht die erneute Konvertierung eines bereits verarbeiteten Jobs mit derselben Konfiguration, ohne die Datei im Hotfolder suchen zu müssen.

Konfiguration wiederherstellen
Mit jedem ab ZePrA 7 gespeichertem Job wird die zugehörigen Einstellungen der Konfiguration mitgespeichert. Der Eintrag erlaubt das Wiederherstellen der Konfiguration, falls Jobs erneut mit den gleichen Einstellungen verarbeitet werden sollen, die ursprüngliche Konfiguration jedoch verändert oder gelöscht wurde.

Löschen
Löscht ausgewählte Jobs.

Vorgehensweise

  1. Klicken Sie in der Sidebar auf Warteschlangen.
  2. Klicken Sie auf Neu, um eine neue Warteschlange manuell anzulegen. Geben Sie der Warteschlange einen Namen und wählen Sie den Basis-Ordner aus. In ihm werden die zugehörigen Unterordner angelegt. Anschließend wählen Sie die Konfiguration aus der Drop-down-Liste. Sie enthält alle Einstellungen für die Handhabung der Farben und die Verarbeitung der Datei.
  3. Kopieren oder verschieben Sie die Dateien, die konvertiert werden sollen, in den Quell-Ordner (Input) der gewünschten Warteschlange.
  4. Falls die Dateien auf einen Server oder ein Netzlaufwerk kopiert werden sollen, empfiehlt es sich, einen Temporären-Ordner auf dem lokalen System anzulegen.
  5. Die konvertierten Dateien finden Sie im Ziel-Ordner. Falls eine Datei nicht verarbeitet werden konnte, wird sie in den Fehler-Ordner verschoben. Dateien, die zwar verarbeitet werden konnten, aber eventuell ein Problem beinhalten, werden mit einer Warnung im Ziel-Ordner abgelegt. Die Originaldateien werden in den Erledigt-Ordner (Done) verschoben.

Hinweise

  • Zieldateiname: Text anfügen: Fügt dem Originaldateinamen ein Suffix an.
  • Job-ID anfügen: Erzeugt eine eindeutige, fortlaufende Nummer und fügt sie an den Originaldateinamen an.
  • Dateitypen kopieren: Transferiert eine Kontrolldatei (JDF, XML, TXT oder ähnliche Dateitypen) mit Ihrer Originaldatei.
  • Nachbearbeitung: Definiert die anschließende Weiterverarbeitung einer Datei nach der Farbkonvertierung in ZePrA. In dem Dialog können Sie ein verfügbares Skript oder eine Batch-Datei auswählen oder auch einen Kommandozeilenbefehl manuell eingeben.
  • Job-Report: Erstellt einen Report im Dateiformat PDF, HTML, XML oder Text. Mit Report-Ordner wird definiert, wo der Job-Report gespeichert wird.
Werkzeuge

Sonderfarben-Report

Der Sonderfarben-Report zeigt, welche Ergebnisse bei einer Sonderfarbenkonvertierung in Bezug auf deltaE00, deltaE76 und der Separation in die Prozessfarben erzielt werden. So wird es möglich, die Genauigkeit der Sonderfarbenkonvertierung schon vor dem Druck zu prüfen und bereits im Vorfeld zu ermitteln, wie Sonderfarben oder Pantone®-Farben in spezifischen PDF- und Bilddateien von ZePrA konvertiert werden.

 Überprüfen der Sonderfarben-Konvertierung

Vorgehensweise

  1. Konfigurationen: Wählen Sie eine oder mehrere Konfigurationen aus der Liste. Eine Konfiguration enthält alle Einstellungen für die Konvertierung. In der Liste werden nur Konfigurationen mit aktivierter Sonderfarbenkonvertierung angezeigt.
  2. Wählen Sie eine Datei oder Bibliothek unter Quelldaten.
    Datei: Wählen Sie die PDF-Datei mit Sonderfarben, die mit den Einstellungen der ausgewählten Konfiguration verarbeitet werden soll.
    Bibliothek: Wählen Sie die Sonderfarbenbibliothek, die Sie mit den Einstellungen der ausgewählten Konfiguration konvertieren möchten.
  3. Wählen Sie die Sortierreihenfolge.
    Sortieren nach: Sortiert die Liste nach verschiedenen Vorgaben. Wenn nach DeltaE sortiert wird, werden Sonderfarben mit dem niedrigsten dE oben in der Tabelle gelistet, die mit dem Höchsten unten.
  4. Erstellen Sie den Report.
    Speichern: Erstellt den Sonderfarben-Report und speichert ihn ab. Optional kann vorher eine Vorschau erstellt werden.

Hinweis: Beim Erstellen des Reports werden alle Sonderfarbeneinstellungen verwendet, die in den Konfigurationen gesetzt wurden, einschließlich manueller Einstellungen und Warnungen. Farben mit Warnungen werden mit roten deltaE-Werten dargestellt.

SaveInk-Report

Der SaveInk-Report gibt eine detaillierte Übersicht über die Farbersparnis aller SaveInk-Warteschlangen und der verarbeiteten Jobs.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie SaveInk-Report in der Sidebar
  2. Vergeben Sie einen Dateinamen und wählen Sie das Format. Der Report kann als PDF, TXT, HTML oder XML erstellt werden. PDF ist die Standardeinstellung. Geben Sie dann den Speicherort an.
  3. Klicken Sie auf Sichern und der Report wird erstellt.

Zusammenfassung: Zeigt die Farbeinsparung für alle Warteschlangen.

Farberstparnis pro Warteschlange und Job: Zeigt Details zu einzelnen Warteschlangen und Jobs (Fig. 5.2).

Hinweis: Die prozentualen Berechnungen im SaveInk-Report beziehen sich nur auf die CMYK-Anteile. Transparenzeffekte überdruckende Elemente, und Sonderfarben werden nicht berücksichtigt.

ICC-Profil extrahieren

Mit dem Werkzeug ICC-Profil extrahieren können Profile, die in Bildern oder Output Intents von PDF/X-Dateien eingebettet sind, extrahiert und abgespeichert werden. Auf diese Weise können eingebettete Profile, die nicht separat als ICC-Profil vorliegen, zum Erstellen von DeviceLink- oder SaveInk-Profilen verwendet werden.

Vorgehensweise

  1. Klicken Sie auf das ICC-Profil extrahieren-Symbol in der Sidebar.
  2. Klicken Sie auf Auswählen und wählen die Datei (PDF, JPEG, TIFF, PSB oder PSD) mit dem eingebetteten Profil. Klicken Sie auf Öffnen. Alternativ können Sie die Datei per Drag-and-drop in das Auswahlfenster ziehen.
  3. Das eingebettete ICC-Profil, die PDF/X-Version und die Ausgabebedingung werden angezeigt. Das eingebettete Profil kann mit Extrahieren gespeichert werden.

Iteration von Sonderfarben

Farbliche Abweichungen im Druck, zum Beispiel durch divergierende Drucker, Tinten oder Bedruckstoffe, können mit dem Werkzeug Sonderfarben-Iteration minimiert werden. So kann eine optimale Konvertierung von Sonderfarben zu Prozessfarben sichergestellt werden, was unter anderem im Digitaldruck oder Proofing sehr wichtig ist.

Bei der Sonderfarben-Iteration werden die von ZePrA konvertierten Sonderfarben zunächst ausgedruckt (auf dem Drucker für den Druckauftrag). Anschließend werden Testcharts gemessen und farbliche Abweichungen so lange optimiert, bis sich die gemessenen dE2000-Werte innerhalb der gewünschten Toleranzen befinden.

Vorgehensweise

Aktivieren Sie die Option Sonderfarben konvertieren im Reiter Sonderfarben unter Konfigurationen. Stellen Sie die Berechnungsmethode am besten auf Höchste Genauigkeit oder Visuelle Genauigkeit. Öffnen Sie dann die Sonderfarben-Iteration mit einem Klick auf Iterieren.

  1. Wählen Sie die Konfiguration.
  2. Wählen Sie die Quelle der Sonderfarben (PDF-Datei oder Sonderfarbenbibliothek).
  3. Hier erstellen Sie ein Testchart aus einer PDF-Datei oder Sonderfarben-Bibliothek. ZePrA verwendet dazu alle enthaltenen Sonderfarben (Volltöne) und konvertiert sie anhand der ausgewählten Konfiguration.
    Wählen Sie eine Messgerät-Einstellung und klicken Sie auf Speichern.
  4. Drucken Sie das Testchart aus ohne Farbmanagement anzuwenden.
Globale Einstellungen

Sonderfarbenbibliotheken

In ZePrAs Sonderfarbenmodul können Sonderfarbenbibliotheken und Sonderfarben übersichtlich verwaltet werden. Es kann mit einem Klick auf Sonderfarben-Bibliotheken in der Sidebar geöffnet werden. Hier können Sie Bibliotheken anlegen, hinzufügen, einsehen und anpassen. Sonderfarben können bearbeitet, importiert oder gemessen werden. So können zum Beispiel Sonderfarben aus Farbfächern mit einem Spektralfotometer gemessen oder Lab-Werte manuell eingegeben werden.

Es können aber auch Farbtabellen mit Sonderfarben importiert werden. Diese Farbtabellen können als Named Color ICC-Profile, als Photoshop ACO-Farbtabellen, Adobe ASE-Farbtabellen (aus InDesign oder Illustrator), als Text-Dateien im CGATS-Format oder als CxF- oder CxF/X-4-Dateien vorliegen. Unterstützt werden sowohl Lab- als auch Spektralfarbwerte. Spektrale Messdaten sind zu bevorzugen, da intern damit die besten Ergebnisse erzielt werden.

Hinweis: Es sind keine Sonderfarbenbibliotheken in ZePrA enthalten.

PantoneLIVE®

PantoneLIVE® von X-Rite ist eine Cloud-Lösung zur digitalen Speicherung von spektralen Sonderfarben. Dies beinhaltet Pantone-Fächer, papierabhängige, sogenannte „Dependent-Standards“, oder auch spezifische Farbbibliotheken.

ZePrA ermöglicht den direkten Zugriff auf PantoneLIVE®. Sie benötigen hierfür eine Lizenz für das Sonderfarben-Modul von ZePrA und eine PantoneLIVE® Production-Lizenz von X-Rite, die Sie unter My X-Rite für die Nutzung in ZePrA freischalten müssen.

Sie können dann aus ZePrA auf Ihre Pantone-Listen auf PantoneLIVE® zugreifen und in ZePrA für die Konvertierung von Sonderfarben verwenden. Melden Sie sich dazu einfach in ZePrA mit Ihrem PantoneLIVE®-Account an. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Online-Hilfe. Allgemeine Informationen zu PantoneLIVE® finden Sie in der PantoneLIVE®-Dokumentation.

Gradationen

Die Verwendung von Gradationskurven ermöglichen es Ihnen, Ihre Druckdaten optimal für die Ausgabe vorzubereiten. So können Sie beispielsweise Tonwertkorrekturen kurz vor dem Druck anpassen und die Wiedergabe innerhalb eines Druckstandards sicherstellen.

Druckdaten optimal vorbereiten

Vorgehensweise

Im Fenster Gradationskurven verwalten können Sie mit Neu neue Kurven anlegen und bestehende Duplizieren oder Löschen. Neue Kurven lassen sich im Bedienfeld Kurvendesign durch Anklicken und Ziehen der Kurve oder über die Eingabe von Werten ändern. Wenn Sie Prozentwerte in die Felder Eingabe und Ausgabe eingeben wollen, müssen Sie zuerst einen Ankerpunkt in der Kurve durch einen Klick in die Kurve erstellen, auf den sich die eingegebenen Werte auswirken. Mit dem X-Button können Sie Ankerpunkte löschen.

Profilzuweisungen

ZePrAs SmartLink-Funktion kann durch Profilzuweisungen genauer definiert werden. Standard-DeviceLinks, Hausstandards oder speziell angepasste Profile können Konfigurationen automatisch zugewiesen werden.

Beim Anlegen oder Bearbeiten von SmartLink-Profilzuweisungen können Sie auf bereits bestehende DeviceLink-Profile zurückgreifen.
Um neue SmartLink-Profilzuweisungen hinzuzufügen, klicken Sie am unteren Fensterrand unter Profilzuweisungen auf Neu und wählen das DeviceLink-Profil direkt über das Drop-down-Menü DeviceLink-Profil aus.
Zum Bearbeiten von vorhandenen Profilzuweisungen öffnen Sie das Fenster Profilzuweisung bearbeiten mit einem Doppelklick auf die entsprechende Zuweisung.

CLI-Modul

ZePrA kann mittels eines Konfigurators in Enfocus Switch und generell per Command Line Interface in andere Workflows eingebunden werden. Auf diese Weise sind auch komplexe Workflows von der Datenannahme über die Sortierung, Preflight, Farbkonvertierung und Datenweitergabe möglich.

ZePrA | Sonderfarben-Report

Sonderfarben-Report

Überprüfen der Konvertierungsgenauigkeit von Sonderfarben

Sonderfarben-Report

Überblick

Der Sonderfarben-Report zeigt, welche Ergebnisse bei einer Sonderfarbenkonvertierung in Bezug auf deltaE00, deltaE76 und der Separation in die Prozessfarben erzielt werden. So wird es möglich, die Genauigkeit der Sonderfarbenkonvertierung schon vor dem Druck zu prüfen und bereits im Vorfeld zu ermitteln, wie Sonderfarben (zum Beispiel Pantone®-Farben) in spezifischen PDF- und Bilddateien von ZePrA konvertiert werden.

Vorgehensweise

    1. Öffnen Sie den Sonderfarben-Report aus dem Menü Werkzeuge.
    2. Konfigurationen: Wählen Sie eine oder mehrere Konfigurationen aus der Liste. Eine Konfiguration enthält alle Einstellungen für die Konvertierung. In der Liste werden nur Konfigurationen angezeigt, bei denen die Option Sonderfarben konvertieren aktiviert ist.
    3. Wählen Sie unter Quelldaten eine einzelne PDF- oder Bilddatei, eine Sonderfarbenbibliothek oder mehrere Dateien aus.
      PDF- oder Bilddatei: Wählen Sie die PDF- oder Pixelbilddatei mit Sonderfarben aus, die mit den Einstellungen der ausgewählten Konfiguration verarbeitet werden soll.
      Bibliothek: Wählen Sie die Sonderfarbenbibliothek, die Sie mit den Einstellungen der ausgewählten Konfiguration konvertieren möchten.
      Mehrere Dateien: Hier können mehrere Dateien hinzugefügt werden, die dann gleichzeitig geprüft werden.
    4. Wählen Sie die Sortierreihenfolge.
      Sortieren nach: Sortiert die Liste nach verschiedenen Vorgaben. Wenn nach Delta E sortiert wird, werden Sonderfarben mit dem niedrigsten dE oben in der Tabelle gelistet, die mit dem Höchsten unten.
    5. Erstellen Sie den Report. Er kann in verschiedenen Formaten erstellt werden (PDF, XML, Text oder CGATS).
      Speichern: Erstellt den Sonderfarben-Report und speichert ihn ab. Optional kann vorher eine Vorschau erstellt werden.

    Unterstützte Dateiformate

    Der Sonderfarben-Report kann in verschiedenen Formaten gespeichert werden:

    • PDF
    • HTML
    • XML (sowohl ältere als auch neue Formate)
    • Text
    • CGATS
    • CxF
    • JSON

    Hinweis: Das Speichern als CGATS-Text und Color Exchange Format (CxF) ermöglicht das Öffnen der Datei in externen Werkzeugen, wie zum Beispiel ColorAnt. Auf diese Weise können die Gerätewerte (DCS) nach dem Optimieren durch ZePrA und die daraus resultierenden Lab-Werte untersucht werden. Die Lab-Werte der Sonderfarben in dieser Datei geben die tatsächlich erreichbaren Lab-Werte wieder, die sich aus den Konvertierungen durch ZePrA ergeben und können von den ursprünglichen Lab-Werten abweichen (aufgrund von Out-of-Gamut- oder anderen Einschränkungen).

    Die beiden Dateiformate JSON-Dateien und XML-Dateien am Ende der Liste sind für das maschinelle Lesen optimiert und eignen sich am besten für die Verwendung durch externe Systeme zur Extraktion von Daten für Reporte.

    Hinweis: Die Option XML (altes Format) ist nur für die Abwärtskompatibilität mit älteren ZePrA-Systemen verfügbar.

    Geeignetste Konfiguration: Bestimmt automatisch die geeignetste Konfiguration zum Erreichen der Sonderfarben eines oder mehrerer Jobs aus einer Liste ausgewählter Konfigurationen.
    Hinweis: Die Konfiguration mit dem höchsten Score wird automatisch als Geeignetste Konfiguration ermittelt und im Report ganz oben aufgeführt. Der höchste Score wird immer von der Konfiguration mit der geringsten Anzahl an Kanälen bei gleichem oder leicht schlechterem farbmetrischen Ergebnis erreicht (im Vergleich zu Konfigurationen mit Zielprofilen, die mehr Kanäle verwenden).

    Wenn zum Beispiel die Sonderfarben eines Jobs mit 7, 6 oder 5 Prozessfarben auf derselben Druckmaschine mit der gleichen Qualität verarbeitet werden können, ist die Konfiguration mit 5 Prozessfarben die geeignetste, weil sie bei der Produktion Farbe und Kosten spart.

    Übersicht: Die Vorschau und der Sonderfarben-PDF-Report zeigen eine Übersicht und den Abschnitt Geeignetste Konfiguration, der beschreibt, wie die Datei(en) mit den verschiedenen vom Anwender ausgewählten Konfigurationen verarbeitet wurden.

    Score: Zeigt die prozentuale Übereinstimmung aller getesteten Konfigurationen zum Erreichen der Sonderfarben eines Jobs beim Konvertieren von Sonderfarben zu Prozessfarben (0 % - keine Übereinstimmung, 100 % - perfekte Übereinstimmung mit maximal drei Prozessfarben).
    Hinweis: Bei der Berechnung des Scores werden der maximale dE00, der Mittelwert (Avg dE00) über alle einzelnen dE00s der Sonderfarbenkonvertierungen und die Anzahl an Kanälen berücksichtigt. Die Konfiguration, die den höchsten Score erreicht, wird oben unter Geeignetste Konfiguration aufgeführt.​

    Der Screenshot zeigt zwei Dateien, die mit vier Konfigurationen untersucht wurden. Im Abschnitt Geeignetste Konfiguration werden die Konfigurationen aufgelistet, die zu den besten Ergebnissen für jede Datei führen.

    Datei(en) verarbeiten: Ausgewählte Dateien können direkt aus dem Fenster Sonderfarben-Report mit der geeignetsten Konfiguration verarbeitet werden. Die Dateien werden automatisch in den Eingabeordner der entsprechenden Konfiguration verschoben und automatisch verarbeitet.

    Der Sonderfarben-Report zeigt, welche Ergebnisse bei einer Sonderfarbenkonvertierung in Bezug auf deltaE00, deltaE76 und der Separation in die Prozessfarben erzielt werden.

    Hinweis: Beim Erstellen des Reports werden alle Sonderfarbeneinstellungen verwendet, die in den Konfigurationen gesetzt wurden, einschließlich manueller Einstellungen und Warnungen. Farben mit Warnungen werden mit roten deltaE Werten dargestellt.
    Wenn die Funktion Ausgabekanäle minimieren aktiviert ist, listet der Report alle Profilvarianten auf, die in dieser Konfiguration angelegt wurden, und die Sonderfarbenkonvertierung mit diesen Varianten. Das kann zu einem recht langen Report führen, dessen Berechnung und Erstellung entsprechend lange dauern kann, vor allem wenn mehrere Konfigurationen zu überprüfen sind.

    Ein Inhaltsverzeichnis in der PDF-Report-Datei ermöglicht eine einfache Navigation zu den Details der einzelnen Konfigurationen. Insbesondere wenn viele Sonderfarben ausgewertet wurden, zum Beispiel eine ganze Sonderfarbenbibliothek mit Hunderten oder gar Tausenden von Sonderfarben, ist dies sehr praktisch, um direkt zu den Details der einzelnen Konfigurationsergebnisse zu gelangen.
    Grundsätzlich ist der Report so aufgebaut, dass die analysierten Dateien oben im Abschnitt Details aufgeführt werden, darunter die verwendeten Konfigurationen pro Datei, gefolgt von den Profilvarianten und deren Details.

    Funktionen zur Produktionsoptimierung
    Anstatt eine einzige Konfiguration mit der Funktion Ausgabekanäle minimieren zu verwenden, können mehrere verschiedene Konfigurationen eingerichtet werden, zum Beispiel für den Druck mit demselben Drucker, aber mit verschiedenen Zielprofilen, zum Beispiel mit CMYK, 5 Farben, 6 Farben oder 7 Farben. Dann können die Produktions-PDF-Datei(en) mit allen möglichen Farbkonfigurationen geprüft werden. Dabei kann sich herausstellen, dass die Produktions-PDF-Datei(en) nicht 7C benötigen, sondern bereits mit einem bestimmten Satz von 5 Farben oder sogar CMYK gut verwendbar sind.
    Auf diese Weise könnten viele Klicks im Digitaldruck oder viele Plattenproduktionen im konventionellen Druck eingespart werden. Nach dem Prüfen der Dateien und dem Ermitteln der am besten passenden Konfigurationen können die Dateien automatisch mit den Konfigurationen, die die niedrigsten maximalen DeltaE-Werte aufweisen, direkt aus dem Dialogfeld Sonderfarben-Report verarbeitet werden.

    Beispiel für einen Sonderfarben-Report: Der Screenshot zeigt die Vorschau für die Verarbeitung von Sonderfarben mit zwei verschiedenen Konfigurationen. Grundsätzlich werden alle Sonderfarben einbezogen, die in der PDF-Datei gefunden werden. Die eine Konfiguration verwendet ein CMYK-Zielprofil, die andere ein 7C-Zielprofil. Der Report zeigt, dass in diesem Fall das 7C-Profil viel besser für die Simulation der Sonderfarben in der PDF-Datei geeignet ist.

    Sonderfarben-Iteration

    Wenn Sonderfarben iteriert wurden (siehe Nummer 1 im Screenshot), stammen die angezeigten Lab-Werte und deltaE-Werte (2) aus der Sonderfarben-Iteration.

    Wenn eine abschließende Bewertungsmessung durchgeführt wurde, wird in der Informationsspalte (2) ein einziges Sternchen angezeigt und die entsprechende Informationsmeldung (3) weist darauf hin, dass die Lab- und dE-Werte auf den Messungen der Sonderfarben-Iteration basieren.

    Wenn keine abschließende Bewertungsmessung durchgeführt wurde, weist eine Meldung mit zwei Sternchen darauf hin, dass die Lab- und dE-Werte auf der zuletzt angewandten Sonderfarben-Iteration basieren und möglicherweise nicht mit dem tatsächlichen Druck übereinstimmen.