ColorAnt | Auswerten

Auswerten - Proofauswertung

Bewerten von Proof-Messdaten

Auswerten – Proofauswertung

Mit Auswerten kann geprüft werden, ob die Proof-Messdaten eines Medienkeils die Anforderungen für einen Contract Proof nach ISO 12647-7 oder einen Validation Print nach ISO 12647-8 erfüllen. Es kann ein vollständig detaillierter Report mit einem erfolgreich/gescheitert-Indikator erstellt werden.

Hinweis: Die Proofauswertung unterstützt alle Farbräume einschließlich Multicolor und Sonderfarben. Sie ist eine praktische Ergänzung der in ZePrA 8 eingeführten Proof-Funktion, die es Ihnen ermöglicht, die Referenzdateien der von ZePrA erstellten dynamischen Medienkeile für die Auswertung von Proofs zu verwenden.

Der Reiter Evaluation zeigt sofort die Kategorien, die sich auf den gewählten Standard beziehen, die Deltas zur Referenz und eine Bewertung entweder mit einem ✓ ( erfolgreich) oder einem ✕ ( gescheitert).

Eine Gesamtbewertung zeigt an, ob der Proof erfolgreich war oder gescheitert ist.

Sie haben zwei Möglichkeiten, um die Referenz auszuwählen:

  • Referenzdaten wählen: Dieses Drop-down-Menü enthält alle unter Datensätze geladenen Daten, die zu den ausgewählten Proof-Messdaten als Referenz passen, d.h. die Anzahl der Patches und der Farbraum müssen übereinstimmen. Wählen Sie die Referenz, die Sie mit den ausgewählten Medienkeil-Messdaten vergleichen möchten. Wenn in ZePrA dynamische Medienkeile verwendet wurden, können die entsprechenden Referenzdaten für die Proofauswertung in ColorAnt verwendet werden.

    Verwenden von Referenzdaten aus ZePrA:
    1. Öffnen Sie die Referenzdatei der ZePrA-Konfiguration in ColorAnt. Sie befindet sich in ZePrAs Report-Ordner der entsprechenden Warteschlange.
    2. Wählen Sie Messen, um den Medienkeil des Proofausdruckes zu messen
    3. Wählen Sie die erhaltene Messdatei und klicken Sie auf die Schaltfläche Auswerten.
    4. Wählen Sie die Original-Referenzdatei aus ZePrA unter Referenzdaten wählen im Fenster Proofauswertung aus.
  • Referenzprofil wählen: Dieses Drop-down-Menü enthält alle ICC-Profile, die zu den ausgewählten Proof-Messdaten hinsichtlich des Farbraums als Referenz passen. Wählen Sie das ICC-Referenzprofil, dass Sie mit den ausgewählten Medienkeil-Messdaten vergleichen möchten.
    Hinweis: Das ICC-Profil wird zum Erstellen virtueller Referenzwerte verwendet. Je nach Genauigkeit des ICC-Profils kann die Qualität der Referenzdaten von sehr genau (zum Beispiel von CoPrA erstellte CMYK-Profile) bis weniger genau (zum Beispiel Multicolor-Profile mit kleiner Profilgröße) variieren.

Auswertungsmethode: Wählen Sie eine Methode, um entweder einen Contract Proof gemäß ISO 12647-7 oder einen Validation Print gemäß ISO 12647-8 zu bewerten.

ISO 12647-7: Methode zur Bewertung eines verbindlichen Contract Proofs

ISO 12647-8: Bewertet die Konformität von Drucksystemen, die einen gedruckten Validation Print direkt aus digitalen Daten erzeugen, der das erwartete Erscheinungsbild des Druckjobs simulieren soll, das mit einer festgelegten Druckbedingung gedruckt wird.

Hinweis: In letzter Zeit haben andere Darstellungsweisen des endgültigen Drucks einen Platz im Druck-/Proofing-Workflow gefunden, da Designer und Druckauftraggeber es vorziehen, die Kosten für die Verwendung eines ISO 12647-7-konformen Contract Proofs nicht früher im Prozess als nötig auf sich zu nehmen. In vielen Situationen benötigen die am Workflow Beteiligten eine gedruckte visuelle Referenz von geringerer Qualität als einen Contract Proof. In der Vergangenheit waren diese Drucke von sehr unterschiedlicher Qualität und wurden oft als Design-Proofs, Konzept-Proofs, Layout-Drucke usw. bezeichnet. Dieses Qualitätsniveau wird hier als Validation Print bezeichnet.

Report

Die verfügbaren Eingabefelder hängen von der gewählten Auswertungsmethode ab. Geben Sie die erforderlichen Informationen entsprechend der gewählten ISO-Norm ein.

Report Speichern: Wählen Sie den Speicherort der Datei und das Format für den Report (PDF, HTML, XML).

Der Report enthält alle Informationen, die Sie eingegeben haben, die Zusammenfassung aus der Auswertung, eine Liste aller Patches mit ihren Namen oder IDs, den Gerätefarbraum, die Lab-Referenzwerte, den Lab-Messwert und das Delta.

Video Tutorial (Englisch)

How to Use the Proof Evaluation Tool in ColorAnt in combination with ZePrA

Learn step-by-step how to use the Proof Evaluation tool in ColorAnt for the evaluation of a proofing media wedge created with ZePrA. In this example, we will be demonstrating the special feature of ZePrA to create a dynamic media wedge using process and spot colors and how to use the supplied reference data from ZePrA for evaluation of a Contract Proof.

ZePrA | Übertragen von Photoshop-Farbkorrekturen auf PDF-Dateien

Übertragen von Photoshop-Farbkorrekturen auf PDF-Dateien

In einigen Anwendungsfällen ist es nicht möglich, messtechnisch erstellte DeviceLink-Profile einzusetzen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Kunde Druckdaten und einen Druck mitbringt, der im Fortdruck möglichst gut getroffen werden soll, ohne dass ein korrekter Proof vorliegt. Wenn Sie die Druckdaten mit einem Softproof des Druckstandards für den Fortdruck auf einem Monitor betrachten, können deutliche Abweichungen zum mitgebrachten Druck sichtbar werden.

In diesem Fall könnte man entweder außerhalb des Standards drucken und versuchen, die Vorgabe nachzustellen – entweder durch Gradationskorrekturen in ZePrA, oder mit den Mitteln der Druckmaschine – oder innerhalb des Standards drucken, indem man Photoshop-Korrekturen auf die PDF-Datei überträgt. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie die farbkorrigierten Daten nach Standard proofen und vom Kunden freigeben lassen können. Bei dieser Vorgehensweise benötigen Sie einen geübten Photoshop-Anwender und CoPrAs Werkzeug Editierung.

Für einen Test mit Produktionsdaten kann auch die Demo-Version der Programme genutzt werden. Aus den vorhandenen PDF-Daten müssen dafür aussagekräftige Objekte in Photoshop zu einer Datei zusammengefasst und mit CoPrAs Testchart (EditTarget) kombiniert werden. Anschließend wird diese Testdatei unter Softproof-Bedingungen am Monitor korrigiert. Das editierte Bild wird in CoPrA eingelesen und die Korrekturen werden im erstellten DeviceLink-Profil berücksichtigt. Dann kann das DeviceLink-Profil in ZePrA zur Farbkorrektur der Original-PDF-Daten verwendet werden. Bei Bedarf lassen sich die Korrekturen vor dem Druck vom Kunden auf einem Proof freigeben. Der Drucker kann wie gewohnt nach Standard arbeiten und den Proof sicher erreichen.

Die einzelnen Schritte werden detailliert im Kapitel Wie man angepasste DeviceLink-Profile mit editierten Testbildern erstellt (EditTargets) der CoPrA-Hilfe beschrieben.

ZePrA | Proofen

Proofen

Farbverbindliche Darstellung des Druckes auf dem Monitor

Proofen

ZePrAs technisch anspruchsvolle Technologie – zum Beispiel die Qualität von DeviceLink- und SmartLink-Profilen oder die Sonderfarbwiedergabe des modernen Sonderfarbenmoduls – kann auch zum Proofen verwendet werden. Dies ist besonders interessant, da viele RIPs weder CxF/X-4-Daten und SCTV-Kalibrierung unterstützen noch über ein spektrales Farbvorhersagemodell für die Sonderfarbwiedergabe verfügen.

Der Reiter Proofen unter Konfiguration enthält alle Einstellungen für Medienkeile und die Proofing-Information.

Medienkeile

Zwei Arten von Medienkeilen können verwendet werden:

  1. Medienkeil im Simulations-Farbraum: Bestimmt die Genauigkeit des Proofs. Dieser Medienkeil wird konvertiert, wie in den verschiedenen Konfigurationsreitern definiert.
  2. Medienkeil im Proofer-Farbraum: Ermöglicht die Verwendung eines zweiten Medienkeils ohne Farbmanagement. Er muss den Farbraum des Proofers abdecken und kann verwendet werden, um die Stabilität des Proofdruckers zu überprüfen.

Der Medienkeil wird zu Proof-Überprüfung außerhalb der Medienbox des Dokuments hinzugefügt. Dies kann entweder ein dynamischer oder ein externer Medienkeil sein.

Dynamischer Medienkeil: Verwendet die Farben des Simulationsfarbraums und alle Sonderfarben aus den zu verarbeitenden Dokumenten.

Die erforderlichen Referenzdateien für die Vermessung der Keile werden von ZePrA on-the-fly erstellt. Sie werden im Report-Ordner der Proofing-Warteschlange gespeichert, die automatisch vom Auto-Setup-Assistenten eingerichtet wurde.

Die Referenzdateien für dynamische Medienkeile enthalten neben den Gerätewerten (DCS-Werte) auch die Ziel-Lab-Werte. Auch für die Sonderfarben des Jobs werden die Ziel-Lab-Werte berechnet und zusätzlich zu den Farbwerten des Dokument-Farbraums in die Referenzdatei eingefügt. Dies erfolgt gemäß den Einstellungen unter Konfigurationen > Optionen (nur der Vollton oder auch Abstufungswerte) und Konfigurationen > Sonderfarben.

Verwenden Sie diese Referenzdateien in geeigneten Werkzeugen (wie z. B. ColorAnts Measure Tool) zum Messen.  Die erhaltenen Messwerte können dann gleich mit den Ziel-Lab-Werten verglichen werden (z. B. in ColorAnt/Vergleichen).

Hinweis: Referenzdateien werden nicht erstellt, wenn der Report-Ordner Ordner für Reporte und andere Daten fehlt.

Wenn Sie eine normale Warteschlange zum Proofen verwenden, indem Sie das Proofing aktivieren, müssen Sie diesen Ordner manuell erstellen, damit eine Referenzdatei erstellt werden kann. Wenn dieser Ordner fehlt, kann keine Referenzdatei erstellt werden.

Referenzdateien werden für jeden Job in der Warteschlange erstellt und wie folgt benannt:

Jobname_DynamicMediaWedgeReferenceSource
Jobname_DynamicMediaWedgeReferenceTarget

Wenn dynamische Medienkeile für Quell- und Zielfarbraum verwendet werden, werden für jeden Auftrag zwei Referenzdateien erstellt.

Hinweis: Die Referenzdatei wird überschrieben, wenn der gleiche Job noch einmal ausgeführt wird. Das heißt, dass bei einer Änderung der Sonderfarbfelder unter Optionen eine geänderte Referenzdatei gespeichert wird und jede vorherige Konvertierung mit der Referenzdatei mit einer anderen Anzahl an Feldern verloren geht.

Die Verwendung von Sonderfarben für den dynamischen Medienkeil kann unter Optionen definiert werden.  

Medienkeil aus Datei: Können Medienkeile wie die FOGRA-, UGRA-, Idealliance- oder andere Medienkeile sein (als PDF-, TIFF- oder PSD-Deitei).

Für externe Medienkeile wird die dazugehörende Referenzdatei benötigt, um den gedruckten Keil zu vermessen. Die Messungen können mit jeder Proof-Auswerte-Software oder mit ColorAnts Measure Tool durchgeführt werden.

Hinweis: Für die Nutzung der Mess- und Vergleichsfunktionen ist eine gesonderte ColorAnt-Lizenz erforderlich.

Proofing-Information: Durch Aktivieren dieser Checkbox werden Textinformationen nach ISO 12647-7 hinzugefügt, wie z. B. Informationen über den Job, Datum und Uhrzeit, Konvertierungseinstellungen und die verwendete Software. Die Informationen, die der konvertierten Datei hinzugefügt werden, können im Textfeld überprüft und bearbeitet werden. Zum Bearbeiten wechseln Sie zu Individuell.

Position: Die beiden Medienkeile und die Proofing-Information können unabhängig voneinander auf dem konvertierten Dokument positioniert werden. Für jedes dieser drei Elemente kann der Benutzer angeben, wo es platziert werden soll. Möglich sind folgende Positionierungen: Automatisch, Unterer Rand, Rechter Rand, Oberer Rand, Linker Rand.

Die Elemente werden dieser Einstellung entsprechend außerhalb der Medienbox des Dokuments platziert. Dies führt zu einer vergrößerten Medienbox im konvertierten Dokument. Automatisch wird als Standardeinstellung für alle drei Elemente empfohlen, um sicherzustellen, dass sie beim konvertieren zusammen platziert werden.

Optionen für Medienkeile

Allgemein

Schriftgröße: Definiert die Schriftgröße, die für die Proof-Information verwendet wird (in Punkten).

Leerraum: Ermöglicht das Platzieren von Rändern an Medienkeilen durch Eingabe eines benutzerdefinierten Abstands in mm. Standardmäßig wird ein Leerraum von 15 mm hinzugefügt. Dadurch wird sichergestellt, dass links und rechts von den platzierten Medienkeilen genügend Weißraum hinzugefügt wird, den einige Instrumente für eine korrekte Messung benötigen. Der Leerraum kann sowohl auf externe als auch auf dynamische Medienkeile angewendet werden.
Hinweis: Wenn der externe Medienkeil bereits einen Rand hat, empfehlen wir, 0 mm als Leerraum einzugeben. Als Faustregel gilt, dass der Weißraum in Millimeter für dynamische Medienkeile mindestens der Feldbreite entsprechen sollte. Der Leerraum des Medienkeils im Simulationsfarbraum unterliegt dem Farbmanagement, der Leerraum des Medienkeils im Proofer-Farbraum hingegen nicht.

Auf jeder Seite platzieren: Bei mehrseitigen PDF-Dateien können Medienkeile auf jeder Seite platziert werden. Durch Deaktivieren der Checkbox werden Medienkeile nur auf der ersten Seite der PDF-Datei platziert.

Dynamische Medienkeile

Definiert die Default-Chart-Breite, die Feldbreite und die Feldhöhe des dynamischen Keils.

Gap-Breite: Zum Trennen der einzelnen Patches. Wählen Sie die Breite des Feldtrenners in mm.

Feldverteilung: Definiert die Verteilung der Patches auf dem Medienkeil.

  • Zufällig: Die Farbfelder werden zufällig verteilt.
  • Normal: Die Farbfelder werden verteilt, wie in der Referenzdatei angegeben.
  • Sortiert: Die Farbfelder werden von hell nach dunkel sortiert.

Felder pro Sonderfarbe: Legt fest, ob Sonderfarben im dynamischen Medienkeil verwendet werden sollen, und wenn ja, ob Abstufungen verwendet werden sollen.

  • Keine: Dem dynamischen Keil wird keine Sonderfarbe hinzugefügt.
  • Vollton: Nur der Vollton aller Sonderfarben im Job wird dem dynamischen Keil hinzugefügt.
  • 3 Felder: Verwendet die folgenden Felder für jede Sonderfarbe: 100 %, 70 %, 40 %.
  • 5 Felder: Verwendet die folgenden Felder für jede Sonderfarbe: 100 %, 70 %, 40 %, 20 %, 10 %.

Farben im dynamischen Keil vermeiden: Sonderfarben werden neben dem Drucken aus verschiedenen anderen Gründen in Dokumenten verwendet, z. B. zur Darstellung der DIE-Schnittlinien oder von Lack, Braille oder anderen nicht druckenden Elementen. Diese Farben sollten natürlich nicht im dynamischen Medienkeil verwendet werden.

Um ihre Verwendung in Medienkeilen zu vermeiden, erstellen Sie eine Bibliothek (oder bei Bedarf mehrere), die alle auszuschließenden Sonderfarben enthält, und wählen Sie diese aus der Liste unter Farben im dynamischen Keil vermeiden aus. Diese Liste enthält alle von ZePrA verwalteten Sonderfarbenbibliotheken. Aktivieren Sie nur die Checkboxen von Bibliotheken, die die auszuschließenden Farben enthalten.

Die ausgewählten Bibliotheken, die die auszuschließenden Farben enthalten, werden auch auf Sonderfarben von externen Medienkeilen angewendet. Wenn der Dokumentfarbraum ein Multicolor-Farbraum ist, ordnet ZePrA normalerweise die Kanäle des Dokumentfarbraums den Kanälen des Medienkeils zu. Dies ist in den meisten Fällen beabsichtigt, z. B. wenn ein 7C-Medienkeil mit generischen Kanalnamen für einen 7C-Dokumentfarbraum so verwendet wird, dass die Kanäle assoziiert sind. Dies ist jedoch nicht beabsichtigt, wenn eine Volltonfarbe Weiß als 5. Kanal verwendet werden soll und der 5. Kanal im Multicolor-Profil des Dokumentfarbraums als Orange (zum Beispiel) bezeichnet wird. Um die weißen Sonderfarben beizubehalten, kann eine Ausschlussbibliothek ausgewählt werden, die Weiß als nicht druckende Farbe enthält.

Video Tutorial (Englisch)

How to Use the Proof Evaluation Tool in ColorAnt in combination with ZePrA

Learn step-by-step how to use the Proof Evaluation tool in ColorAnt for the evaluation of a proofing media wedge created with ZePrA. In this example, we will be demonstrating the special feature of ZePrA to create a dynamic media wedge using process and spot colors and how to use the supplied reference data from ZePrA for evaluation of a Contract Proof.

ZePrA | Problembehandlung

Problembehandlung

Erkennen und Beseitigen von Fehlern

Überblick

Um Fehlern und Problemen beim Verarbeiten von Dateien vorzubeugen, werden sowohl Konfigurationen und Hotfolder, als auch Einstellungen und Lizenzen von ZePrA überprüft.

Wenn Fehler oder Probleme erkannt werden erscheint eine Fehlermeldung unten links im ZePrA-Fenster.

Klickt man diese Meldung an, wird der Fehler angezeigt. Wenn mehrere Fehler erkannt werden, wird eine Liste aller Fehler angezeigt.

Durch einen weiteren Klick auf die entsprechende Meldung, öffnet sich der Dialog Problembehandlung, in dem Lösungsmöglichkeiten zu dem gefundenen Problem aufgelistet werden.

Ursachen von Fehlern

Fehler können zum Beispiel auftreten, wenn in einer Konfiguration bestimmte Profile (oder Sonderfarbenbibliotheken) verwendet werden, ohne sie in der Konfiguration einzubetten, und diese Konfiguration dann auf einen Rechner übertragen wird, auf dem diese Profile (oder Sonderfarbenbibliotheken) nicht vorhanden sind. Es ist dann nicht möglich, Dateien mit dieser Konfiguration zu verarbeiten.

Aber auch bestimmte Kombinationen in den Einstellungen können Probleme verursachen.

ZePrA überprüft daher:

  • Konfigurationen
  • Einstellungen
  • Hotfolder (alle benötigten Ordner müssen vorhanden sein)
  • Profile (alle benötigten Profile müssen auf dem Computer verfügbar sein)
  • Gradationskurven (alle benötigten Gradationskurven müssen auf dem Computer vorhanden sein)
  • Lizenzen (alle erforderlichen Lizenzen müssen auf dem Computer vorhanden sein, je nach Job können das zum Beispiel SmartLink-, Multicolor-, Sonderfarben- oder SaveInk-Lizenzen sein)
  • Sonderfarben-Bibliotheken (alle benötigten Sonderfarben-Bibliotheken müssen auf dem Computer vorhanden sein)

Beseitigen von Fehlern

Im Dialog Problembehandlung wird das gefundene Problem beschrieben und es werden Möglichkeiten vorgeschlagen, um das Problem zu lösen.

Einige Probleme können in mehreren Konfigurationen auftreten und gleich für alle betroffenen Konfigurationen gelöst werden, zum Beispiel wenn der perzeptive Rendering-Intent in Verbindung mit SmartLink verwendet wird.

Klicken Sie auf die Meldung, um den Dialog Problembehandlung zu öffnen. Hier können Sie durch Aktivieren der Checkbox Dieses Problem automatisch lösen alle betroffenen Konfigurationen auf Standard Komprimierung umstellen, ohne jede Konfiguration einzeln ändern zu müssen.

CoPrA | DeviceLink-Iteration

Iteration

Verbessern von DeviceLink-Profilen

Iteration

Überblick

Ein vorhandenes CoPrA-DeviceLink-Profil kann mit Hilfe eines frei zu wählenden Testcharts (kann mit ColorAnt/Individuelles Chart erstellt werden, siehe Video-Tutorial weiter unten) anhand gemessener Farbwerte optimiert werden. Dazu wird das Testchart über das ursprüngliche DeviceLink-Profil vom Quell- zum Zielfarbraum konvertiert und auf dem Zieldrucker ausgedruckt. Die daraufhin gemessenen Farbwerte werden zur Verbesserung der Konvertierung genutzt, um kleinere Farbabstände bzw. damit verbunden, eine genauere Wiedergabe des Quellfarbraumes zu erzielen. Anhand der Messwerte wird automatisch ermittelt, ob die Zielwerte erreicht werden (die durch die Quell- und Zielprofile ermittelt werden) und bei Abweichungen eine Korrektur durchgeführt. 

Die Iteration ist deshalb vor allem in Proofsituationen mit absolut oder relativ farbmetrischen Rendering-Intents sinnvoll. Die Iteration berechnet aus dem Original-DeviceLink-Profil und den Messwerten ein neues Profil. Dieses kann dann erneut zur Iteration eingesetzt werden, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

Iteration für das Proofen und den Produktionsdruck

Die Iteration ist eine hervorragende Methode, um beim Proofen das bestmögliche Ergebnis mit kleinsten Farbabständen zu erzielen. Normalerweise wird hierbei ein absolut farbmetrisches Rendering ohne Ausnahmen verwendet. Im digitalen Produktionsdruck hingegen wird mit perzeptiven Rendering-Methoden und Ausnahmen gearbeitet, um die Farben rein zu halten. Dennoch kann es auch im Produktionsdruck gewünscht sein, die Farben durch Iterationsmessungen zu optimieren. (Hinweis: Dies ist allerdings nicht immer empfehlenswert, insbesondere da Out-of-Gamut-Farben nicht optimiert werden können.)

Mit dem Werkzeug Iteration ist es möglich, Daten für den Produktionsdruck zu iterieren und dabei die gesetzten Ausnahmen beizubehalten. Ausnahmen und Rendering-Einstellungen werden aus dem ausgewählten Referenz-DeviceLink-Profil erkannt und können bei Bedarf beibehalten werden (nur bei ColorLogic-DeviceLink-Profilen). Wenn Ausnahmen verwendet werden, wird eine Checkbox angezeigt. Standardmäßig ist die Checkbox aktiviert, d. h. Rendering-Einstellungen und Ausnahmen werden beibehalten.

Hinweise

  • Die DeviceLink-Iteration erfordert eine DeviceLink-Lizenz.
  • Das Testchart muss den gleichen Farbraum haben wie das Quellprofil. 
  • Out-of Gamut-Farben des Original-Farbraums können nur eingeschränkt verbessert werden. 
  • Da in einer Proofsituation der Farbumfang des Zielfarbraumes größer als der des Quellfarbraumes sein sollte, ist die Iteration insbesondere für DeviceLink-Profile in Proofanwendungen interessant.
  • Iterationen können aufgrund von Schwankungen bei der Druckausgabe, dem Druckmaterial und der Wiederholgenauigkeit von Messgeräten nicht beliebig wiederholt werden. Mehr als zwei bis drei Iterationen sind meist nicht notwendig und auch nicht zu empfehlen.
  • Es können nur DeviceLink-Profile iteriert werden, deren Quell- und Zielprofile vorhanden sind und auf die im DeviceLink-Profil verwiesen wird. Fehlen die entsprechenden Quell- und Zielprofile wird eine Warnung ausgegeben.
  • DeviceLinks von Fremdherstellern, die auf die verwendeten Quell- und Zielprofile verweisen, können ebenfalls iteriert werde.
  • DeviceLinks, die Farbausnahmen und perzeptive Rendering-Optionen (wie zum Beispiel Konvertierungs- und Separationsprofile) verwenden, können ebenfalls iteriert werden, aber dies sollte mit Vorsicht geschehen und kann nur für DeviceLink-Profile von ColorLogic durchgeführt werden.
    Durch Iteration können die Zielwerte genauer erreicht werden. Dabei kann allerdings die Reinheit von Kanälen verloren gehen, wenn die Einstellungen für Ausnahmen nicht beibehalten werden. Perzeptive Rendering-Intents erfordern eine Interpretation der Messdaten, was zu leichten Verschiebungen während der Iteration führen kann.
  • Mit einer DeviceLink- und einer Multicolor-Lizenz lassen sich auch Multicolor-DeviceLinks iterieren.

Vorgehensweise

Vorgehensweise

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie Iteration in der Sidebar oder DeviceLink-Iterierung im Menü Navigation.
  2. Wählen Sie das DeviceLink-Profil, das Sie iterieren wollen, aus dem Drop-down-Menü. Stellen Sie sicher, dass sowohl das Quell- als auch das Zielprofil, das im DeviceLink benutzt wurde, im ICC-Profil-Ordner Ihres Betriebssystems verfügbar sind, da CoPrA diese zur Berechnung des iterierten Profils benötigt.
  3. Konvertieren Sie das Testchart, das zur Iteration genutzt werden soll, mit Hilfe des DeviceLink-Profils und drucken Sie es auf dem Drucker mit den gleichen Einstellungen aus, wie das Profilierungs-Testchart für diesen Drucker. Das Testchart kann mit dem Werkzeug Dateikonvertierung in CoPrA konvertiert werden.
    Hinweis: Verwenden Sie ein Testchart, das die Farben beinhaltet, die Sie optimiert haben wollen. Typischerweise reichen Testcharts mit wenigen Farbfeldern, die aber genau die Farben betreffen, die Sie optimieren wollen, anstatt große Profilierung-Testcharts zu verwenden.  Verwenden Sie statt großer Testcharts solche, die auch zum Aktualisieren von Profilen verwendet werden können (siehe dazu das Werkzeug ColorAnt/Individuelles Chart). Der Farbraum des Testcharts muss dem des Quellprofils aus dem DeviceLink entsprechen.
  4. Messen Sie das gedruckte Testchart in ColorAnt, speichern Sie die Messdaten ab und öffnen Sie sie in CoPrAs DeviceLink-Iteration, entweder per Drag-and-drop oder über die Schaltfläche Laden. Alternativ klicken Sie auf Messen und vermessen das Testchart mit dem integrierten Measure Tool in CoPrA.
  5. Je nach gewähltem DeviceLink-Profil und dessen Einstellungen wird die Checkbox Verwende die selben Einstellungen aus dem DeviceLink einschließlich Ausnahmen aktiviert oder ausgegraut. Für ColorLogic DeviceLink-Profile, die Ausnahmen verwenden, wird es aktiviert. Wenn das DeviceLink kein CoPrA-Profil ist oder wenn es keine Ausnahmen verwendet – was die Standardeinstellung für das Proofing sein sollte – ist die Checkbox ausgegraut.
    Hinweis: Wenn die Checkbox Verwende die selben Einstellungen aus dem DeviceLink einschließlich Ausnahmen deaktiviert wird, dann sind im iterierten DeviceLink-Profil alle Ausnahmen deaktiviert.
  6. Klicken Sie auf Weiter, um zum Speichern-Fenster Format, Größe und Weiterverarbeitung zu gelangen.
    Hinweise:
    a) Die Standardvorlage für die Profilbenennung verwendet eine Option, die jedem iterierten DeviceLink die Anzahl an Iterationen hinzufügt.
    b) Größe: Es wird empfohlen, die Profilgröße Automatisch zu wählen, da sie für die Iteration sehr wichtig ist. Die Automatik stellt sicher, dass beim Erstellen des iterierten DeviceLinks immer die größtmögliche Präzision verwendet wird.
    c) Das neu erstellte DeviceLink wird eine genauere Farbwiedergabe für die meisten In-Gamut-Farben im Vergleich zum Original-DeviceLink-Profil aufweisen. Sie können dieses DeviceLink-Profil nun genauso einsetzen wie das originale oder es für weitere Iterationen verwenden. . 
  7. Falls Sie das Ergebnis weiter optimieren wollen, gehen Sie genauso vor wie oben beschrieben. Wählen Sie jedoch statt des originalen DeviceLinks das zuvor iterierte aus. Konvertieren Sie das originale Testchart nun mit dem iterierten DeviceLink (bitte nicht das bereits konvertierte Testchart aus Punkt 3 nehmen!) und verwenden Sie die Messdaten dieses Ausdrucks, um daraus ein weiteres DeviceLink-Profil zu berechnen.
Format, Größe und Weiterverarbeitung

Im letzten Schritt der DeviceLink-Erstellung können Sie einen Namen vergeben, sowie Format und Größe des Profils festlegen (siehe Screenshot).

Name: Geben Sie einen Namen für das Profil ein.

Vorlagen: Ermöglicht die Auswahl und Kombination von Namenskomponenten aus einer Liste. Diese Auswahl kann dann auch als eigene Vorlage gespeichert werden. 

Die zuletzt ausgewählte Vorlage wird beim Erstellen neuer Profile verwendet, so dass die Benennung der Profile automatisiert erfolgt.

Die verfügbaren Namenskomponenten hängen vom aktuellen Profiltyp ab und beinhalten  Datum, Datum und Uhrzeit, Name der Messdatendatei, Quell– und Zielprofile, Name der aktuellen Voreinstellung und andere. Jede Namenskomponente kann an einer beliebigen Position unter Vorlage hinzugefügt werden (die Position wird mit dem Mauszeiger gewählt). Der folgende Bereich Beispiel zeigt den sich daraus ergebenden Namen. Neben den Namenskomponenten können eigene Namenskomponenten an jeder beliebigen Stelle im Bereich Vorlage hinzugefügt werden.

Format: Hier legen Sie das Format für das Profil fest. Als Grundeinstellung ist ein ICC-Format gemäß der Spezifikation v2 zu empfehlen. Sie können aber auch das neuere ICC v4-Format wählen. Dabei müssen Sie jedoch sicherstellen, dass Ihre Programme dieses Format auch richtig unterstützen.
Hinweis: Profile im ICC v4-Format werden in ColorLogic-Produkten konsistent und richtig verwendet.

Größe: Die Einstellung Groß ist eine gute Wahl. Mit der Größe legen Sie die Anzahl der Stützstellen im Profil fest und bestimmen den Platzbedarf des generierten Profils. Kleine Profile sollten nur zu Testzwecken verwendet werden. Sehr große Profile können bei einer Nutzung in nachfolgenden Programmen die Verarbeitung verlangsamen. Darüber hinaus können einige Programme nicht mit sehr großen Profilen umgehen.

Weiterverarbeitung

Profil-Report erstellen: Wir empfehlen, diese optionale Einstellung zu aktivieren. Der PDF-Report enthält Statistiken zur Darstellung von Graubalancen, Farbkurven, Farbumfängen sowie Farbauszüge aus konvertierten Testdateien und gibt Ihnen so einen Überblick über die Qualität Ihres Profils.

Preview-Profile speichern: Wenn Sie diese Checkbox aktivieren, wird zusätzlich zum DeviceLink-Profil ein ICC-Preview-Profil aus Ihrer gewählten DeviceLink-Kombination generiert, welches Sie als Softproof-Profil in Adobe Photoshop verwenden können.
Hinweis: Preview-Profile sind ausschließlich für Proofanwendungen geeignet. Beim Erstellen von DeviceLinks aus editierten Testcharts kann ein Preview-Profil nur dann erstellt werden, wenn bei der Editierung die benötigten Informationen zu den Quell- und Zielprofilen bekannt sind.

Profile einbetten: Schließt die benutzen Quell- und Zielprofile physisch in das DeviceLink ein. Diese Funktion ist mit Vorsicht zu genießen und nur dann sinnvoll, wenn das DeviceLink auf einen anderen Computer übertragen werden soll, auf dem die entsprechenden Quell- und Zielprofile nicht verfügbar sind. Diese Option ist hauptsächlich für eine bestimmte RIP-Lösung eingebaut worden, die DeviceLinks nur dann akzeptiert, wenn Quell- und Zielprofile eingebunden sind.

Speichern: Erstellt das Profil und speichert es im Ordner Profiles (macOS) bzw. color (Windows) ab. (macOS: /Users/Username/Library/ColorSync/Profiles, Windows: C:\\Windows\\System32\\spool\\drivers\\color). Verschlüsselte und Demo-Profile werden an einem anderen Ort gespeichert, der nur von ColorLogic-Produkten verwendet wird.

Hinweis: CoPrA-SP-Profile werden im Unterordner Licensed-Profiles im ColorLogic-Ordner gespeichert.

Überprüfen der Optimierung

Überprüfen der Optimierung

Um sicher zu stellen, dass die Optimierung erfolgreich verlaufen ist, kann ColorAnt verwendet werden. Erstellen Sie sich zuerst Ihre „Lab-Referenz”, um die Messwerte der Ausdrucke mit den Werten der DeviceLinks vergleichen zu können. Die Lab-Referenzwerte können Sie mit dem Werkzeug ICC-Umrechnung aus den Gerätewerten des originalen Testcharts sowie dem Quellprofil und dem Rendering-Intent des DeviceLinks erstellen. 

Diese Lab-Referenzwerte dienen nun nach jeder Anwendung der iterierten DeviceLinks auf ihr Testchart als Vergleichswerte. Mit dem Vergleichen-Werkzeug können Sie nun die Messwerte der Iteration mit den zuvor erstellten Lab-Referenzwerten vergleichen. 

Sie werden sehen, dass die In-Gamut-Farben mit dem iterierten DeviceLink geringere Farbabstände gegenüber der Lab-Referenz aufweisen als mit dem Original-DeviceLink.

Video-Tutorial: How to create a test chart for iteration

Video-Tutorial: How to iterate