Konfigurationen einrichten kontrolliert die relevanten Einstellungen für den Umgang mit Farben und PDF spezifischen Parametern.

Der obere Bereich des Fensters erlaubt das Auswählen, Erstellen, Umbenennen, Löschen oder Speichern von Konfigurationen.

Zum Duplizieren einer vorhandenen Konfiguration:

  1. Klicken Sie auf Neu
  2. Geben Sie einen neuen Namen ein
  3. Nehmen Sie Anpassungen an den Einstellungen vor
  4. Klicken Sie auf  Speichern

Zum Umbenennen einer Konfiguration:

  1. Wählen Sie die Konfiguration aus der Drop-down-Liste
  2. Klicken Sie auf Umbenennen
  3. Ändern Sie den Namen
  4. Bestätigen Sie die Änderung mit einem Klick auf OK

Alle Änderungen, die im Konfigurations-Fenster gemacht werden, können gespeichert werden. Falls die Änderungen nicht vor dem Schließen des Fensters gespeichert werden, erscheint eine Dialogbox mit der Aufforderung die Korrekturen entweder zu speichern oder zu verwerfen.

Dokument / Ziel Reiter

Um eine Konfiguration einer Warteschlange zuzuweisen, wählen sie Warteschlangen aus der Sidebar.

Die Einstellungen für eine Konfiguration ermöglicht Farbkonvertierung mit ICC-Geräteprofilen oder ICC-DeviceLink-Profilen, Definition von Arbeitsabläufen für verschiedene PDF-Dateien (CMYK-, RGB-, Grau, Sonderfarben in einem Einzeldokument) und individuelle Anwendung von Gradationen und Sonderfarben. Alle Optionen sind verfügbar mit unterschiedlichen Voreinstellungen und Optimierungsoptionen, was in einer großen Vielfalt von möglichen Kombinationen resultieren kann.

Dokument-Farbraum

Der Dokumentfarbraum kann verwendet werden, um die Handhabung eines gesamten PDF-Dokuments und das Quell-ICC-Profil für das Dokument festzulegen. Wählen Sie das dem PDF-Dokument zugeordnete ICC-Geräteprofil aus. ZePrA kann auch auf den Output Intent (ICC-Geräteprofil) zugreifen, der einem PDF/X-konformen Dokument angehängt ist. ZePrA konzentriert sich auf die Verarbeitung von PDF-Dateien für den Druck, aber TIFF-, JPEG-, PSD- und PSB-Bilder können ebenfalls mit der gleichen Konfiguration verarbeitet werden. Eine PDF/X-Datei kann Grau-, RGB-, CMYK- oder Multicolor-Farbsysteme enthalten.

Der Dokumentfarbraum kann entweder der Output Intent der PDF/X-Datei oder das Profil sein, das (wahrscheinlich) bei der Erstellung des Dokuments verwendet wurde.

Wenn die Datei keinen Output Intent enthält, können Sie unter Dokumentfarbraum ein ICC-Geräteprofil auswählen. Das Farbsystem des ausgewählten Profils wird neben dem Drop-down-Menü angezeigt. Wenn die Checkbox Output Intent bevorzugen aktiviert ist, wird das unter Dokumentfarbraum angegebene ICC-Geräteprofil durch das PDF/X-Profil innerhalb des ZePrA-Workflows ersetzt. In diesem Fall wird empfohlen, bei der Konvertierung vom Dokument– in den Zielfarbraum mit SmartLink anstelle eines festen DeviceLink-Profils zu arbeiten.

Unterstützung von PDF 2.0

PDF 2.0-Dateien können Output Intents auf Seitenebene enthalten, das heißt, dass verschiedene Seiten unterschiedliche Output Intents enthalten können. Die Checkbox Output Intent bevorzugen muss aktiviert sein, um diese Output Intents für die Konvertierung zu berücksichtigen. Wenn die Checkbox aktiviert ist, werden alle Objekte jeder Seite mit den Einstellungen in den Zielfarbraum konvertiert, die in den Reitern Bild/Vektor und Dokument/Ziel definiert wurden, wobei der entsprechende Output Intent jeder einzelnen Seite verwendet wird.

Wenn Sie die Checkbox deaktivieren, werden die Output Intents auf Seitenebene ignoriert, und die Konvertierung wird für alle Seiten mit dem Quell-ICC-Profil durchgeführt, das als Dokumentfarbraum definiert wurde.

Ein weiteres wichtiges Merkmal von PDF 2.0-Dateien ist die Unterstützung der Schwarzpunktkompensation in Kombination mit dem relativ farbmetrischen Rendering Intent.

Hinweis: Wenn Sie Grund zur Annahme haben, dass der Output Intent einer PDF/X-Datei falsch eingestellt wurde, sollten Sie ein geeignetes ICC-Profil als Dokumentfarbraum angeben, und die Checkbox Output Intent bevorzugen deaktivieren.

Zielfarbraum

Unter Zielfarbraum wählen Sie das Ziel ICC-Profil. Wenn der Dokument-Farbraum/Output Intent der PDF/X-Datei nicht dem Farbraum des finalen Druckprozesses entspricht, muss die gesamt PDF-Datei vom Dokument-Farbraum zum Zielfarbraum konvertiert werden. Für beste Qualität können DeviceLink-Profile oder SmartLink für die Konvertierung verwendet werden.
Zusätzlich zum ausgewählten Zielprofil, wird der Farbraum des Zielprofiles angezeigt, was bei Multicolor-Profilen mit 5, 6 oder 7 Kanälen besonders hilfreich ist. Wenn Sie zudem über das Icon für den Farbraum gleiten, werden die Kanalnamen eines Multocolor-Zielprofils angezeigt.

Den Zielfarbraum definieren

Um ein Zielprofil nach der Konvertierung in die Datei einzubetten, aktivieren Sie die In Zieldatei einbetten Checkbox.

Die Output Intent beibehalten Funktion bewirkt, dass der Output Intent der Originaldatei auch nach der Konvertierung in einen anderen Zielfarbraum beibehalten wird. Diese Funktion sollte nur genutzt werden, wenn keine Änderungen am Output Intent nötig sind.

Korrektur des Zielprofils

Schwankungen im Druck, bedingt durch neue Papierchargen, andere Tonwertzuwächse oder Änderungen bei den Druckfarben, können mit aktualisierten Profilen und Korrektur-DeviceLinks ausgeglichen werden. Die Vorgehensweise und weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Korrektur des Zielprofils.

 

Konvertierung

Konvertierungsmethode

Es gibt vier Konvertierungsmethoden:

1. Konvertierung des gesamten PDF Dokuments via DeviceLink-Profil
Ein DeviceLink-Profil ist eine festgelegte Farbkonvertierung von einem definierten Quellprofil zu einem Zielprofil. Innerhalb des ICC-Standards, kann ein PSID-Tag im DeviceLink-Profile genutzt werden, um Information über den im DeviceLink-Profil verwendeten Quell- und Zielfarbraum zu speichern. ZePrA kann diesen PSID-Tag auslesen und dann automatisch die Profile unter Dokument-Farbraum und Ziel definieren, wenn ein DeviceLink-Profil ausgewählt wurde.

Hinweis: Ab der Profilversion CoLoV3 und höher, beinhalten alle ColorLogic Standard-Profile das PSID-Tag.

2. SmartLink (falls lizensiert)

  1. Wählen Sie SmartLink als Konvertierungsmethode (nur mit entsprechender Lizenz verfügbar)
  2. Wählen Sie eine SmartLink-Methode, die zur “on-the-fly” Berechnung der DeviceLink-Profile vom Dokument-Farbraum zum Zielfarbraum verwendet wird.
  3. Wählen Sie den gewünschten Rendering Intent aus (refer to Rendering Intent section for details on each)

3. Konvertierung des PDF Dokuments mittels DeviceLink-Profile
vom Dokument-Farbraum zu dem unter Zielfarbraum eingestellten ICC-Geräteprofil. Wählen Sie den entsprechenden Rendering Intent.

4. Keine Konvertierung des gesamten PDF Dokuments
Stellt man die Konvertierung im Dokument/Ziel Reiter und im Bilder/Vektoren Reiter auf Keine Konvertierung werden Sonderfarben weiterhin zum Zielfarbraum konvertiert, falls nötig. (Beispiel: Ein ansonsten druckfertiges PDF  noch Sonderfarben und diese müssen in Prozessfarben konvertiert werden). Wählen Sie den entsprechenden Rendering Intent für die Verwendung der Datei.

SmartLink-Methode

SmartLink-Methode (Methode der Konvertierung)

Die SmartLink-Funktion liefert die Möglichkeit zum Erstellen qualitativ hochwertiger DeviceLink-Profile und erledigt alle Farbkonvertierungsschritte ohne Ausnahmen. Die SmartLink-Funktion ist die Verwendung von dynamischen berechneten DeviceLink-Profilen basierend auf vordefinierten oder eingebetteten ICC-Geräteprofilen. ZePrA nutzt diese Profile für eine große Variation an Farbraumkombinationen, einschließlich:

RGB-zu-CMYK

CMYK-zu-CMYK

CMYK-zu-RGB

Gray-zu-Gray

Gray-zu-RGB

Gray-zu-CMYK

CMYK-zu-Gray

CMYK-zu-Multicolor

RGB-zu-Multicolor

Basierend auf spezifischen Produktionsanforderungen, liefert die SmartLink-Methode Einstellungsoptionen, welche von ZePrA kontrolliert und an verschiedenen Punkten während der DeviceLink-Konvertierung verwendet werden.

 

SmartLink Konvertierungen definieren

SmartLink-Methoden berücksichtigen die verschiedenen Anforderungen der unterschiedlichen Druckkonditionen, so dass die gedruckten Farben korrekt wiedergegeben und optimal für den verwendeten Prozess aufbereitet werden.

Traditioneller Druck – klassisch – Konvertierung für Offset-, Gravur-, oder Zeitungsdruck. Die erstellten DeviceLinks stellen sicher, dass Schwarz und Grau, genau wie die Primär-, Sekundär- und Tertiär-Farbtöne des Quellprofils erhalten bleiben. Der Gesamtfarbauftrag wird vom Zielprofil übernommen.

Traditioneller Druck mit Automatik – Wenn sich die Farben und das Papier des Zielfarbraums deutlich vom Output Intent oder dem Dokument-Farbraum unterscheiden, wählen Sie diese Einstellung. Diese Option stellt außerdem sicher, dass die Separation erhalten bleibt und die Farben, welche als Ausnahme definiert wurden, automatisch auf Basis beider Profile berechnet werden.

Großfomatdruck – Inkjet – Diese Option eignet sich, um auf einem Großformat Inkjet zu drucken. Die Separation zeichnet sich durch ein starkes GCR und einen späten Schwarzeinsatz aus. Der Schwarzpunkt und der Gesamtfarbauftrag werden automatisch berechnet, um die beste Farbausgabe zu garantieren. Alle anderen Konvertierungen sind konform zur Option Traditioneller Druck mit Automatik. Wenn Farben entweder zwischen unterschiedlichen Inkjet-Druckern oder zwischen dem Inkjet-Drucker und dem Quellfarbraum variieren (z.B ISOcoated V2 oder GRACol), werden Primär- und Sekundärfarben oft nicht zufriedenstellend konvertiert. Die Großfomatdruck – Inkjet Methode berechnet in den Fällen automatisch die erforderlichen Ausnahmen.

Digitaldruck – Toner – Diese Methode, die für tonerbasierte Digitaldrucker und Büro-Drucker geeignet ist, verwendet die gleichen DeviceLink-Voreinstellungen für die Ausnahmen wie Großfomatdruck – Inkjet. Die Separationsmethode stellt sicher, dass ein hoher Prozentsatz von Schwarz genutzt wird, um einen stabilen Ausdruck und eine neutrale Graubalance zu erreichen. Der Gesamtfarbauftrag wird aus dem Zielprofil übernommen.

Hinweis: Alle Methoden mit automatischen Farbausnahmen, können im Überdrucken von Primär- und Sekundärfarben resultieren. Außerdem kann während der Konvertierung Grau verloren gehen. Wenn SmartLink nicht lizensiert wurde, baut der Auto Setup Assistent die Konfigurationen anders auf, um die höchstmögliche Produktionszuverlässigkeit zu garantieren. Ohne eine SmartLink Lizenz werden CMYK-Objekte mit eingebettetem Profil wie Objekte ohne Profil behandelt und mit dem ausgewählten DeviceLink-Profil konvertiert. (Read More)

Wenn eine der vier genannten Standard-Settings ausgewählt wurde, sind keine weiteren SmartLink Voreinstellungen nötig.

TAC-Reduzierung: Die Tintenmenge der TAC-Reduktion kann eingestellt werden. Dies stellt eine minimale Dateninterferenz und eine Limitierung des Gesamtfarbauftrags, bei gleichzeitigem Erhalt der Farbwahrnehmung sicher. (Lesen Sie mehr: SmartLink Einstellungen). Die TAC-Reduzierung Methode ist nur verfügbar, wenn die für Dokument-Farbraum und Zielfarbraum ausgewählten CMYK-Profile identisch sind. Der Einstellungen Button wird aktiviert, um die Möglichkeit zu liefern, den gewünschten TAC-Wert in Prozent im SmartLink-Einstellungen Dialog anzugeben. Standardmäßig werden die TAC-Einstellungen aus dem Zielfarbraum-Profil ausgelesen.

Farbeinsparung: Wenn Farbeinsparung als SmartLink Methode ausgewählt wird, wird Tinte eingespart, während zugleich die Farbdarstellung der Daten erhalten bleibt. (Lesen Sie hier mehr: SmartLink Settings). Die Farbeinsparung-Methode ist nur verfügbar, wenn die für Dokument-Farbraum und Zielfarbraum ausgewählten CMYK-Profile identisch sind. ZePrA muss entweder für das Paket XL oder höher lizenziert sein, oder zusätzlich das SaveInk für SmartLink-Modul freigeschaltet haben.

SaveNeutral: Moderates Erhöhen des Schwarzanteils in den neutralen Farbbereichen. Ideal für Druckereien, welche Farbeinsparungen einbinden wollen und zuvor einige praktische Erfahrungen sammeln möchten. Diese Profile sind primär dafür gedacht, den Druckprozess zu stabilisieren und sind daher weniger geeignet, um große Mengen Tinte zu sparen.

SaveStrong: Der Schwarzanteil wird signifikant erhöht und zielt auf Druckereien ab, welche in Übereinstimmung mit dem zutreffenden Standard kontrolliert drucken.

SaveMaximum: Maximiert den Schwarzanteil zur höchsten Farbeinsparung. Hauptsächlich für Druckereien geeignet, welche erfolgreich Standards eingeführt haben und diese komplett kontrollieren.

Korrektur DeviceLinks anwenden
  1. Wählen Sie in der Konfiguration das Register Dokument/Ziel. In dem Bereich Zielfarbraum aktivieren Sie die Checkbox Korrektur-DeviceLink-Profil anwenden.
  2. Klicken Sie auf Einstellungen und wählen ein Korrektur-DeviceLink-Profil aus, das vorher mit CoPrA erstellt wurde.
  3. Wir empfehlen, nicht nur das Korrektur-DeviceLink-Profil auszuwählen, sondern auch das zugehörige optimierte Zielprofil in die konvertierten Dateien einzubetten (Korrigiertes Zielprofil anstelle des oben eingestellten Zielprofils einbetten). Wenn diese Option aktiviert wird, so wird dieses Profil zum neuen Output Intent einer konvertierten PDF-Datei. Das korrigierte Zielprofil wird unterhalb der Optionszeile angezeigt.

Hinweis: ZePrA überprüft, ob für den in der Konfiguration unter Ziel ausgewählten Zielfarbraum entsprechende Korrektur-DeviceLink-Profile und optimierte Druckerprofile vorliegen. Nur, wenn diese korrigierten oder optimierten Profile vorliegen, werden diese Profile auch angezeigt und können nach Aktivieren der Checkbox Korrektur-DeviceLink-Profil anwenden ausgewählt werden. Liegen keine Korrektur-Device-Link-Profile vor, ist die Option komplett ausgegraut.

SmartLink-Methode - Individuell

Wenn Sie die SmartLink-Methode – Individuell wählen, wird der Einstellungen-Button aktiviert und erlaubt Ihnen, alle Optionen individuell zu definieren.

SmartLink-Einstellungen Dialog

Der SmartLink-Einstellungen Dialog definiert wie Konvertierungen zum Zielfarbraum berechnet werden. Dies schließt sowohl die Umrechnung vom Dokument-Farbraum als auch die von Bildern/Vektoren ein.

Verschiedene Voreinstellungen können für die Konvertierung der CMYK-, RGB-, Grau- und Multicolor-Farbräume angewandt werden, so dass andere Berechnungsmethoden abhängig vom Farbraum definiert werden können. Individuelle SmartLink-Einstellungen, die mit CoPrA erstellt wurden, können automatisch von ZePrA importiert und angezeigt werden.

Die Import-Option ermöglicht es, Voreinstellungen, die von CoPrA exportiert wurden, zu laden. Sehen Sie sich Tutorials für spezielle Situationen an, wo dies zutrifft.