Bilder/Vektoren

Einstellungen zum Konvertieren von Bildern und Vektoren

Bilder/Vektoren

Überblick

Die Verarbeitung von CMYK-, RGB-, Grau- und Lab-Objekten (Bilder und Vektoren) kann individuell festgelegt und somit gezielt gesteuert werden. Für die Konvertierung können sowohl Bildern als auch Vektoren Geräte- oder DeviceLink-Profile zugewiesen, oder auch eingebettete Profile verwendet werden. Alternativ dazu können mit der SmartLink-Funktion qualitativ hochwertige DeviceLink-Profile “on-the-fly” für die Konvertierung jeden Objektes erstellt werden.

Zum Konvertieren von Bildern und Vektoren werden standardmäßig die gleichen Einstellungen verwendet, sie können jedoch auch unabhängig voneinander mit individuell angepassten Einstellungen verarbeitet werden.

Die unter Bilder/Vektoren ausgewählten Rendering Intents werden für die Konvertierung von PDF-Dateien nur unter bestimmten Bedingungen benutzt – siehe weiter unten. Bei Bilddaten wie TIFF, JPEG, PSD und PSB werden die unter Farbkonvertierung von Bildern ausgewählten Rendering Intents natürlich angewendet.

Farbkonvertierung von Bildern

Unter Farbkonvertierung von Bildern wird definiert, wie individuelle Bilder, zum Beispiel TIFF-, JPEG-, PSD- und PSB-Dateien oder Bilder in einer PDF-Datei, verarbeitet werden. Es gibt drei Konvertierungseinstellungen für CMYK, RGB, Grau und Lab:

  1. Keine Konvertierung: Bilder werden nicht konvertiert
  2. In Dokument-Farbraum konvertieren: Konvertiert die Bilddaten zuerst in das ICC-Geräteprofil, das als Dokument-Farbraum im Reiter Dokument/Ziel ausgewählt ist. Im zweiten Schritt werden die Konvertierungseinstellungen, die im Reiter Dokument/Ziel vorgenommen wurden auf die Bilddaten angewendet. Dies führt dann gemäß den Einstellungen häufig zu einer zweiten Konvertierung der Bilddaten in das unter Zielfarbraum eingestellte Zielprofil.
    Hinweise: Die Konvertierung in den Dokument-Farbraum wird im PDF-Kontext auch als Normalisieren bezeichnet und ist eine häufige Anwendung. Für die Konvertierung von reinen Pixeldaten (PSD, TIFF, JPEG) ist die zweistufige Konvertierung über In Dokument-Farbraum konvertieren zumeist nicht zu empfehlen.
  3. Zum Ziel: Konvertiert die Bilddaten vom Quellfarbraum in das Profil, das unter Zielfarbraum ausgewählt ist, ohne sie vorher in den Dokument-Farbraum zu konvertieren.

Die Verarbeitung von Bilddaten kann gezielt gesteuert werden

Wie CMYK behandeln: Grauverlauf-Bilddaten können außerdem mit der Einstellung Wie CMYK behandeln konvertiert werden. Die Grau-Komponenten werden dann mit den gleichen Einstellungen konvertiert, die auch für CMYK verwendet werden. Wenn unter CMYK eine DeviceLink-Konvertierung durch SmartLink eingestellt ist, bleiben die Grau-Bilder auch nach der Konvertierung Grau und werden nicht vierfarbig aufgebaut.

SmartLink anwendenDie SmartLink-Funktion verwendet die in den Bilddaten eingebetteten Quellprofile und berechnet für jedes Objekt automatisch das für die Konvertierung benötigte DeviceLink-Profil zwischen Quelle und Ziel und wendet es auf Objektebene an.
Wenn keine eingebetteten Profile vorliegen (oder sie ignoriert werden sollen) und Wie Dokument-Farbraum eingestellt ist, erstellt SmartLink ein DeviceLink aus Dokumentfarbraum und Zielfarbraum. Der Dokumentfarbraum ist hierbei das Profil, das als Dokumentfarbraum unter Dokument/Ziel gewählt wurde, oder der Output Intent der PDF-Datei, wenn Output Intent bevorzugen aktiviert wurde.
Wenn Sie für die Konvertierung anstelle der eingebetteten Rendering Intents den Rendering Intent verwenden wollen, der unter Konfigurationen > Bilder/Vektoren eingestellt ist, aktivieren Sie im Reiter Optionen die Checkbox Rendering Intents aus PDF-Dateien ignorieren.

Eingebettete Profile/Intents anwenden: Verwendet eingebettete ICC-Geräteprofile und eingebettete Rendering Intents der PDF-Datei für CMYK-, RGB-, Grau-Bilder oder Vektordaten.
Der eingebettete Rendering Intent wird zusammen mit den eingebetteten Profilen verwendet, der manuell eingestellte Rendering Intent wird ignoriert.
Um qualitativ hochwertige Farbkonvertierungen ohne Genauigkeitsverlust bei der Verwendung von eingebetteten Rendering Intents zu gewährleisten, sollte im Reiter Optionen die Tiefenkompensierung aktiviert werden.

Farbkonvertierung von Vektoren

Unter Farbkonvertierung von Vektoren wird definiert, wie individuelle Vektorobjekte einer PDF-Datei verarbeitet werden. Standardmäßig werden Vektoren und Bilder mit identischen Einstellungen konvertiert, sie können jedoch auch unabhängig voneinander mit individuell angepassten Einstellungen verarbeitet werden:

Wie Bilder konvertieren: Die Standardeinstellung. Vektorobjekte werden mit den gleichen Einstellungen konvertiert, wie Bilder.
Hinweis: Bei PDF-Dateien mit flachgerechneten Transparenzen ist es sehr wahrscheinlich, das Pixel- und Vektordaten derselben Farbe direkt aneinander liegen. Wenn Bilder und Vektoren mit unterschiedlichen Einstellungen konvertiert werden, kann es vorkommen, dass Farbunterschiede zwischen angrenzenden Pixel- und Vektorobjekten derselben Farbe auftreten. Bilder und Vektoren werden deshalb standardmäßig mit identischen Einstellung konvertiert. Farbunterschiede können dann vermieden werden.

Nicht konvertieren: Vektordaten werden nicht konvertiert, wohingegen Bilddaten konvertiert werden.

Mit folgenden Einstellungen konvertieren: Ermöglicht es individuelle Konvertierungseinstellungen für CMYK, RGB, Grau und Lab zu definieren.

Drei Konvertierungseinstellungen stehen hier zur Verfügung:

  1. Keine Konvertierung: Vektordaten werden nicht konvertiert.
  2. In Dokument-Farbraum konvertieren: Konvertiert die Vektordaten zuerst in das ICC-Geräteprofil, das als Dokument-Farbraum im Reiter Dokument/Ziel ausgewählt ist. Im zweiten Schritt werden die Konvertierungseinstellungen, die im Reiter Dokument/Ziel vorgenommen wurden auf die Vektordaten angewendet. Dies führt dann gemäß den Einstellungen häufig zu einer zweiten Konvertierung der Vektordaten in das unter Zielfarbraum eingestellte Zielprofil.
    Hinweis: Die Konvertierung in den Dokument-Farbraum wird im PDF-Kontext auch als Normalisieren bezeichnet und ist eine häufige Anwendung.
  3. Zum Ziel: Konvertiert die Vektordaten vom Quellfarbraum in das Profil, das unter Zielfarbraum ausgewählt ist, ohne sie vorher in den Dokument-Farbraum zu konvertieren.

Wie CMYK behandeln: Grauverlauf-Vektordaten können außerdem mit der Einstellung Wie CMYK behandeln konvertiert werden. Die Grau-Komponenten werden dann mit den gleichen Einstellungen konvertiert, die auch für CMYK verwendet werden. Wenn unter CMYK eine DeviceLink-Konvertierung durch SmartLink eingestellt ist, bleiben die Grau-Vektorobjekte auch nach der Konvertierung Grau und werden nicht vierfarbig aufgebaut.

Um qualitativ hochwertige Farbkonvertierungen sicher zu stellen, sollten DeviceLink-Profile mit oder ohne SmartLink verwendet werden.

Rendering Intents

Normalerweise sind die zu verwendenden Rendering Intents für jedes Objekt im PDF definiert und werden von ZePrA verwendet, wenn die Checkboxen Eingebettete Profile/Intents anwenden im Reiter Bilder/Vektoren aktiviert sind. Wenn man andere Rendering Intents verwenden möchte, zum Beispiel die hochwertigen Rendering Intents von ColorLogic, muss die Checkbox Rendering Intents aus PDF-Dateien ignorieren im Reiter Optionen aktiviert werden.

Die Auswahl eines geeigneten Rendering Intents ist entscheidend für die optimale Konvertierung von PDF-Objekten. Daher kann für die Konvertierung von CMYK-, RGB-, Grau- und Lab-Objekten jeweils ein eigener Rendering Intent verwendet werden.

Um präzise Farbkonvertierungen zu gewährleisten, berechnet ZePrA die Konvertierung von Quell- und Zielprofil komplett “on-the-fly” neu. Dabei kommen die gleichen Algorithmen zum Einsatz, die auch in ColorLogics Profilierungssoftware CoPrA verwendet werden.

Neben den Standard-Rendering Intents enthält ZePrA fünf weitere Rendering Intents, die jedoch nur mit aktivierter SmartLink-Funktion verfügbar sind.

Zusätzliche SmartLink-Rendering Intents

Standard Komprimierung: Wenn die Umrechnung zwischen unterschiedlich großen Farbumfängen erfolgen soll. Berechnet eine perzeptive Umsetzung für Eingabe- und Zielprofil, die für alle Arten von Gamuts (Farbumfängen) gut geeignet ist. Das Erscheinungsbild der Grauachse hängt dabei immer vom Papierweiß des Zielprofils ab. Bei CMYK-Daten auf einem sehr gelblichen Papier wirkt auch die Grauachse der transformierten Datei gelblich. Dieselbe Grauachse wird auf einem bläulichen Papier bläulich aussehen.
 Bei der Standard Komprimierung werden unterschiedliche Gamutgrößen berücksichtigt. Bei sehr kleinen Farbumfängen (zum Beispiel beim Zeitungsdruck) werden die tiefen Töne leicht angehoben, um mehr Zeichnung in diesen Bereichen zu erreichen.

Schwarzkompensation: Verwenden Sie die Schwarzkompensation, um mit der perzeptiven Konvertierung die gleichen Ergebnisse zu erzielen, wie mit „Relativ farbmetrisch mit aktivierter Tiefenkompensierung”. Bei der Konvertierung von einem großen auf einen kleinen Farbraum bleibt die Zeichnung in den Lichtern und Tiefen erhalten, anders als bei einer reinen relativ farbmetrischen Konvertierung. Neutrale Töne werden relativ farbmetrisch umgesetzt. Out-of-Gamut-Farben werden abgeschnitten.

Absolute Komprimierung: Verwenden Sie diese Methode, wenn die Farbumfänge ähnlich oder unterschiedlich groß sind, die Papiertöne jedoch deutlich unterschiedlich sind. Im Unterschied zur Standard Komprimierung und Schwarzkompensation wird in der Graubalance die Papierfärbung ausgeglichen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die Farbanmutung der Ursprungsdatei auf einem Zielmedium mit anderer Papierfärbung bestmöglich erhalten bleibt. Auch bei dieser Methode werden Tiefenbereiche bei kleinen Farbumfängen angehoben.

Die Grauachse eines Quellfarbraums wird nach einer Konvertierung mit Absolute Komprimierung weitgehend identisch zum Original aussehen (zum Beispiel auf einem gelblichen oder einem bläulichen Papier).

Dynamische Komprimierung: Vergleicht den Eingabefarbraum mit dem Zielfarbraum und erzeugt eine Komprimierung, die Out-of-Gamut-Bereiche minimiert. Dabei bleibt sowohl die Helligkeit und damit die Zeichnung des Originalfarbraums erhalten, wie auch eine möglichst hohe Sättigung. Die Grauachse wird relativ zum Papierweiß des Zielprofils umgesetzt (wie bei der Standard Komprimierung). Gut geeignet, wenn sich Quell- und Zielprofil sehr stark im Kontrast- und Dynamikumfang unterscheiden, wie zum Beispiel bei RGB-zu-CMYK-Konvertierungen.

Minimale Komprimierung: Gibt den Farbraum möglichst absolut farbmetrisch wieder und kompensiert nur in der Nähe des Schwarz- und Weißpunkts. Dabei wird eine maximale Tiefe erreicht, die Zeichnung bleibt erhalten und das Weiß wird nicht simuliert. Verwenden Sie diesen Rendering Intent, wenn Sie eine sehr genaue Wiedergabe erzielen wollen, zum Beispiel mit Druckstandards wie ISO Coated V2 oder GRACoL2006 Coated1v2 auf einer Digitaldruckmaschine.
Hinweis: Beachten Sie dabei, dass ähnlich wie beim absolut farbmetrischen Rendering Intent der Zielfarbraum möglichst größer sein sollte, als der zu simulierende Farbraum (oder ähnlich groß), um den Verlust von Details und Farbigkeit zu vermeiden. Für Konvertierungen von großen auf kleine Farbräume verwenden Sie, wenn Sie die Graubalance des Quellfarbraumes erhalten wollen, stattdessen unseren Rendering Intent Absolute Komprimierung.