Quick Start Guide

Der Schnelleinstieg in CoPrA

Quick Start Guide

Einführung

Vielen Dank, dass Sie sich für CoPrA entschieden haben.

CoPrA, die ultimative Profilierungslösung
ColorLogic zeigt, dass Farbmanagement nicht kompliziert sein muss und dennoch qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern kann. Mit wenigen Schritten erzeugt CoPrA herausragende Drucker-, DeviceLink- und SaveInk-Profile – auch für Multicolor-Anwendungen – und hilft so, die täglichen Anforderungen im Farbmanagement einfach und effektiv zu bewältigen. Die klare und übersichtliche Struktur von CoPrA wird in der nachfolgenden Quick-Start-Dokumentation erläutert.

CoPrAs Online-Hilfe
Über das Fragezeichen ? (rechts unten in allen Programmfenstern) wird die Online-Hilfe aufgerufen. Dies ist kontextsensitiv, wenn Sie beispielsweise im Werkzeug Editieren auf das ? klicken, wird die Online-Hilfeseite Editieren geöffnet. In der Online-Hilfe finden Sie detaillierte Informationen zu den verschiedenen Funktionen dieser Anwendung.

Automatische Updates
CoPrA kann beim Programmstart automatisch nach neuen Versionen der Anwendung suchen. Die automatische Update-Prüfung können Sie unter Hilfe > Prüfe auf Aktualisierung aktivieren oder deaktivieren.

Ihr ColorLogic-Team

Klicken Sie hier, um eine PDF-Version herunterzuladen.

01 INSTALLATION

Systemanforderungen

macOS®

  • macOS® oder macOS® Server Version 10.9 oder höher

Windows®

  • Windows® 10, Home oder Pro
  • Windows® 8, Home oder Pro
  • Windows® 7, Home, Pro, Ultimate oder Business
  • Windows® XP SP3, Home oder Pro
  • Windows® Server 2016
  • Windows® Server 2012
  • Windows® Server 2012 R2
  • Windows® Server 2008
  • Windows® Server 2008 R2
  • Windows® Server 2003, Standard oder Enterprise

Empfohlene Hardware

  • Minimum Dual Core Processor (Quad Core oder mehr empfohlen)
  • Minimum 2 GB RAM (4 GB oder mehr empfohlen)
  • Minimale Bildschirmauflösung 1024 x 768 (1280 x 1024 oder höher empfohlen)

 Besonderheiten

  • macOS: CoPrA, ColorAnt und ZePrA laufen im 64-Bit-Modus, wobei das Measure Tool im 32-Bit-Modus läuft
  • Windows: ZePrA läuft im 64-Bit-Modus, CoPrA, ColorAnt und das Measure Tool laufen im 32- Bit-Modus
  • CoPrA benötigt wenig Arbeitsspeicher für die Berechnung von Profilen
Installation

Die Installationsprogramme installieren die Anwendungen im Programme-Ordner des Betriebssystems (macOS oder Windows). Mit einem Doppelklick auf das jeweilige Installationsprogramm wird die Installation gestartet.

Nachdem Sie die Lizenzvereinbarung akzeptiert haben, können Sie den Zielordner definieren und zwischen einer Standardinstallation und einer angepassten Installation wählen. Die Standardinstallation installiert alle Komponenten (zum Beispiel ColorAnt/Measure Tool zusammen mit CoPrA oder den DLS-Manager). In der angepassten Installation können Sie entscheiden, welche Komponenten Sie installieren möchten.

ColorAnt: Die Integration von ColorAnt (oder dem Measure Tool bei CoPrA Basic) ermöglicht die Messung von Testcharts direkt in CoPrA (Messgerät vorausgesetzt).

DLS-Manager: Hiermit können Sie entscheiden, welche DeviceLink-Sets Sie auf Ihrem Rechner installieren und testen/nutzen möchten.


Lieferumfang

Im Lieferumfang von CoPrA sind enthalten:

  • CoPrA-Software
  • Weitere Software: Profile Manager (in CoPrA integriert) und ColorAnt oder das Measure Tool aus ColorAnt.
  • Hinweis: Das Programm ColorAnt M zum Erstellen und Analysieren von Messdaten ist in den Paketen CoPrA M bis XL enthalten. Das Paket CoPrA XXL enthält ColorAnt L. In CoPrA Basic ist das Measure Tool aus ColorAnt enthalten.
  • USB-Stick (Dongle) oder Computer-basierte Lizenz
  • Editierbare Testcharts (EditTargets) zur Verwendung mit dem DeviceLink-Werkzeug Editierung (nach Installation im Ordner EditTargets)
  • Testcharts und Referenzdateien für das Erstellen von Druckerprofilen (nach Installation im Ordner Testcharts) inklusive Multicolor-Testcharts
  • Quick Start Guide (gedruckt)
  • Diese Online-Hilfe

Hinweise:

Den Ordner EditTargets finden Sie nach einer Standardinstallation unter:

Windows: C:\Programme (x86)\CoPrA5\EditTargets

macOS: Programme\CoPrA5\ EditTargets

Den Ordner Testcharts finden Sie nach einer Standardinstallation unter:

Windows: C:\Programme  (x86)\CoPrA5\Testcharts

macOS: Programme\CoPrA5\Testcharts

Sie können aber auch in CoPrA über das Menü Werkzeuge und die Einträge EditTargets-Ordner öffnen und Testcharts-Ordner öffnen auf diese Ordner zugreifen.

Die kontextsensitive Online-Hilfe öffnet sich im Browser durch das Anklicken des Fragezeichen-Symbols im jeweiligen Programmfenster oder über die F1-Taste oder über den Eintrag Online-Hilfe im Hilfe-Menü. Hierfür wird eine aktive Internetverbindung benötigt.

Aktivieren von Lizenzen

Eine permanente Lizenz installieren

Eine permanente Lizenz erhalten Sie von Ihnen Ihrem ColorLogic-Händler direkt nach dem Kauf der Anwendung. Dies kann wunschgemäß entweder eine Computer-basierte oder USB-Dongle-Lizenz sein.

Computer-basierte Lizenzen sind immer an den Computer gebunden, auf dem die jeweilige Software (CoPrA, ZePrA, ColorAnt) installiert ist. Dies bietet sich beispielsweise für eine zeitlich begrenzte Testinstallation an. Computer-basierte Lizenzen sind aber auch erforderlich, wenn der Computer keinen USB-Anschluss besitzt oder ein USB-Dongle nicht erwünscht ist, zum Beispiel bei einem Server.

USB-Dongle-Lizenzen funktionieren mit einem speziellen USB-Stick. Der USB-Dongle kommuniziert mit der entsprechenden Software-Lizenz und ermöglicht es, die Software auf unterschiedlichen Rechnern einzusetzen. Dabei ist es erforderlich, dass der USB-Dongle am jeweiligen Rechner angeschlossen ist, bevor die Software gestartet wird.

Nach dem Kauf der Software wird eine permanente Lizenzdatei (*.lic) per E-Mail verschickt.


Aktivieren der Lizenz

Zum Aktivieren der Anwendung Laden Sie die Lizenzdatei unter Registrierung im Reiter Lizenzdetails. Hier finden Sie neben dem Lizenzinhaber und dem Ablaufdatum außerdem eine Liste mit den freigeschalteten Modulen und Add-ons.


Verwenden einer Lizenzdatei auf einem Multi-User-System

macOS

Speichern Sie die Lizenzdatei im ColorLogic-Ordner:

/Benutzer/Geteilt/ColorLogic/LicenseInstall.

  • Falls der Ordner noch nicht existiert, können Sie ihn selbst anlegen.
  • Achten Sie darauf, dass alle User Leserechte haben.
  • Beim Start prüft die Software, ob sich in dem angelegten Ordner eine passenden Lizenzdatei befindet.

Windows

Speichern Sie die Lizenzdatei im ColorLogic-Ordner:

C:\Benutzer\Öffentlich\Dokumente\ColorLogic\LicenseInstall.

  • Falls der Ordner noch nicht existiert, können Sie ihn selbst anlegen.
  • Achten Sie darauf, dass alle User Leserechte haben.
  • Beim Start prüft die Software, ob sich in dem angelegten Ordner eine passenden Lizenzdatei befindet.

Lizenzdetails

Das Ablaufdatum der Software wird bei zeitlimitierten Versionen (zum Beispiel Demolizenzen) am rechten unteren Rand des Software-Fensters angezeigt. Für Vollversionen wird kein Ablaufdatum angezeigt.

Verfügbare Funktionen: Nach dem Laden der Lizenz können Sie unter Lizenzdetails die freigeschalteten Module einsehen.

02 HAUPTFENSTER

Sidebar

Die Benutzeroberfläche von CoPrA ermöglicht durch ihre praktische Sidebar einen schnellen Zugriff auf alle Module. Bewegen Sie die Maus einfach über das Home-Symbol auf der linken Seite und wählen Sie das entsprechende Modul aus.

Druckerprofil erstellen

Neues Druckerprofil
Neue Druckerprofile erstellen

Aktualisierung
Aktualisieren von Profilen mit optimierten Messdaten


DeviceLink-Profil erstellen

DeviceLink
Erstellen von DeviceLinks für eine Vielzahl von Druckverfahren

Editierung
Erstellen von DeviceLinks mit individuell modifizierten Testcharts

Farbeinsparung
Farbe sparen mit SaveInk-Profilen

Iteration
Verbessern von vorhandenen DeviceLink-Profilen

Linearisierung
Optimieren von Primärfarbgradationen

Neuberechnung
DeviceLinks mit einem neuen Profil neu berechnen


Werkzeuge

Dateikonvertierung
Konvertieren von Dateien für Profilbewertungen

Profile Manager
Verwalten und Analysieren von Profilen

Batch-Übersicht
Profilierungs-Jobs überwachen und verwalten


Registrierung
Aktivieren von CoPrA, Lizenzen verwalten

Einstellungen
Definieren der Startseite, Speicherort für Profile, Reporteinstellungen

CoPrA 6 - Pakete und Addon-Module

03 DRUCKER-PROFILIERUNG

Neues Druckerprofil

Je nach CoPrA-Paket stehen unterschiedliche Profilierungsfunktionen zur Verfügung. Mit einer Demolizenz können Sie alle Funktionen testen. Grundsätzlich können Sie – mit den entsprechenden Modulen – Profile für die Farbräume Grau, RGB, CMY, CMYK oder Multicolor erstellen.

Als Basis für jede Druckerprofilierung wird ein Testchart mit unterschiedlichen Farbfeldern des entsprechenden Farbraums benötigt. Es gibt zwei Möglichkeiten, um Messdaten zum Erstellen eines druckerspezifischen ICC-Profils zu erhalten:

  1. Vermessen und optimieren eines Testcharts mit einer entsprechenden Software (z. B. ColorAnt) und laden der erhaltenen Messwerte in CoPrA
  2. Erstellen der Messwerte direkt in CoPrA mit Hilfe des integrierten Measure Tools

Die Verwendung von ColorAnt für die Messdatenaufbereitung hat den Vorteil, dass Messfehler, Druckfehler oder andere Artefakte (zum Beispiel Inhomogenitäten) beseitigt werden können. Durch die Analyse und Optimierung der Messdaten wird die Profilqualität erhöht, was wiederum zu einer verbesserten Produktionssicherheit führt.

Hinweis: Für die meisten CMYK-Druckprozesse empfehlen wir das Testchart IT8.7/4. Für RGB-Drucker sollten Sie Testcharts mit vielen Messfeldern (900 und mehr) verwenden. Für Multicolor-Druckprozesse verwenden Sie entweder die mit CoPrA mitgelieferten Testcharts und Referenzdateien, oder Sie erstellen sie mit ColorAnt.

Zum Erstellen von Druckerprofilen laden Sie einfach die Messdaten und Referenzdaten und wählen eine Einstellung zur Profilberechnung.

Messdaten für die Druckerprofilierung

CoPrA beinhaltet bereits eine Vielzahl von Standardeinstellungen für gängige Druckverfahren (z. B. Digitaldruck). Unter Anpassen können weitere Einstellungen vorgenommen werden, zum Beispiel Einstellungen zur Farberzeugung oder zur Festlegung des ersten druckenden Tons.

Die vielfältigen Optionen zur Definition des Schwarzpunktes und der Grauachse ermöglichen eine genaue Steuerung der Separationseigenschaften.

Vorgehensweise

  1. Laden Sie die Messdaten (alternativ per Drag-and-drop).
  2. Wählen Sie eine Einstellung für das eingesetzte Druckverfahren.
  3. Optional: Klicken Sie auf Anpassen, um die Perzeptive Umrechnung, die Messdaten-Aufbereitung und die Einstellungen für die Lichter festzulegen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in unserer Online-Hilfe, die Sie über das ? aufrufen können.
  4. Klicken Sie auf Weiter und legen Sie einen Namen für das neue Profil fest. CoPrA schlägt automatisch einen Profilnamen basierend auf den Messdaten und Einstellungen vor. Wählen Sie das ICC-Profil-Format (V2 oder V4) und die Profilgröße (definiert die Anzahl der Stützpunkte im Profil).
    Optional kann automatisch ein Profilreport erstellt werden. Dieser Report beinhaltet detaillierte Informationen über das Profil, den Farbumfang, die Graubalance, Sättigung, Linearität, Druckzuwachs und außerdem Konvertierungen von Beispieldaten.
  5. Erstellen Sie das neue Profil mit einem Klick auf Speichern. Der Fortschritt kann dann entweder in der Fußzeile oder in der Batch-Übersicht verfolgt werden.

Profil erstellen: Format, Größe und Weiterverarbeitung

Aktualisierung

CoPrA verfügt über eine innovative Methode, um ICC-Ausgabeprofile zu aktualisieren ohne umfangreiche Testcharts zu drucken und Profileinstellungen aufwendig zu definieren. Mit einem kleinen Testchart oder Kontrollstreifen kann ein bestehendes Druckerprofil einfach an geänderte Druckbedingungen angepasst werden.

Druckerprofile aktualisieren – Wenige Messdaten reichen aus

Vorgehensweise

  1. Drucken Sie ein kleines Reprofiler-Testchart (oder einen Kontrollstreifen) auf dem zu aktualisierenden Drucker und vermessen Sie es anschließend (z. B. mit ColorAnt).
  2. Laden Sie die Messdaten, alternativ per Drag-and-drop. Das Testchart kann auch direkt in CoPrA vermessen werden, rufen Sie dazu mit Messen das Measure Tool auf.
  3. Klicken Sie auf Weiter. CoPrA sucht automatisch das Profil, das am Besten zu Ihren Messdaten passt und zeigt es Ihnen im Drop-down-Menü an.
  4. Wählen Sie das Profil, das Sie aktualisieren möchten aus dem Drop-down-Menü. Weitere Informationen dazu finden Sie in unsere Online-Hilfe.
  5. Klicken Sie auf Weiter, benennen Sie das aktualisierte Profil und wählen Sie Größe und Format.

Einstellungen für das Aktualisieren von Druckerprofilen

Sie können auch hier direkt einen Profilreport, einen Profilvergleich (um die Unterschiede zwischen Original- und aktualisiertem Profil zu sehen) oder ein Korrektur DeviceLink erstellen.

04 DEVICELINK-PROFILIERUNG

DeviceLink

DeviceLink-Profile besitzen einige Vorteile im Vergleich zu den üblichen Geräteprofilen:

  1. DeviceLink-Profile bilden eine direkte Konvertierung zwischen Eingabe- und  Ausgabefarbraum ab. Farbwerte oder Farbkombinationen lassen sich schützen oder gezielt anpassen und werden nur dort verändert, wo es notwendig ist.
  2. DeviceLink-Profile kompensieren zahlreiche Schwachpunkte, die bei einer Konvertierung mit ICC-Ausgabeprofilen auftreten können. Zum Beispiel kann über DeviceLinks der Schwarzkanal erhalten werden, damit Schrift nur mit schwarzer und nicht mit vier Druckfarben gedruckt wird.
  3. Druckfarbe kann eingespart (SaveInk) und das Ergebnis an die Papierfarbe angepasst werden.
  4. Beim Proofen können DeviceLinks ebenfalls für eine deutlich gesteigerte Proofqualität sorgen, wenn sie iteriert werden.

Mit CoPrA können Sie DeviceLink-Profile für alle Kombinationen von Farbräumen erstellen: Grau, RGB, CMYK und Multicolor. 

Um DeviceLink-Profile zu erstellen, benötigen Sie ICC-Druckerprofile. Diese können Sie in CoPrA einfach erstellen (mit dem Werkzeug Neues Druckerprofil).

Vorgehensweise

  1. Legen Sie das Quellprofil und das Zielprofil fest.
  2. Wählen Sie eine Einstellung für das eingesetzte Druckverfahren. Die Bezeichnungen der Einstellungen orientieren sich an typischen Aufgabenstellungen im Druck.
    Optional: Klicken Sie auf Anpassen, um die gewählte Einstellung zu modifizieren. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der Online-Hilfe, die Sie über das ? aufrufen können.
  3. Klicken Sie auf Weiter.
  4. Benennen Sie das Profil und wählen Sie Größe und Format des ICC-Profils.
    Sie können auch hier direkt einen Profilreport oder ein Preview-Profil erstellen.
  5. Erstellen Sie das neue Profi mit einem Klick auf Speichern. Der Fortschritt kann dann entweder in der Fußzeile oder in der Batch-Übersicht verfolgt werden.
Editierung

Ermöglicht es, angepasste DeviceLink-Profile aus individuell modifizierten Testcharts (EditTargets) zu erstellen. Dies eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten, z. B. bei wiederkehrenden Retuschearbeiten an ähnlichen Bilddaten, oder um Gradationsänderungen automatisch in Daten einzurechnen.

Anschließend können diese Profile automatisiert auf Farbservern, wie zum Beispiel ZePrA von ColorLogic, verwendet werden.

Öffnen Sie einfach eins der mitgelieferten EditTargets (für CMYK, RGB oder Graustufen) in einem Bildbearbeitungsprogramm (wie zum Beispiel Adobe Photoshop) und führen dort alle gewünschten Farbkorrekturen aus. Es können auch andere Bilder auf dem Chart einfügen werden, um es genau an Ihre Anforderungen anzupassen.

Anschließend wird das veränderte und mit neuem Namen gespeicherte EditTarget im Werkzeug Editierung geöffnet, entweder per Drag-and-drop oder über die Schaltfläche Editiertes Testchart laden. Falls im geladenen EditTarget ein Profil eingebunden ist, wird es automatisch als Zielfarbraum ausgewählt. Das Quellprofil muss dann manuell angegeben werden. Wenn kein Profil eingebunden ist, können Quell- und Zielprofile manuell zugewiesen werden.

Daten eines editierten Testcharts (EditTarget)

Das Zuweisen von Profilen hat außerdem den Vorteil, dass die Farbfelder in CoPrA dann auch echtfarbig dargestellt werden. Ein weiterer Vorteil eines editierten DeviceLinks mit Zuweisung von Quell- und Zielprofilen ist, dass diese Profilinformationen im PSID-Tag des Profils gespeichert sind und eine intelligente Workflow-Lösung, z. B. ZePrA, automatisch Konfigurationen daraus erstellen kann.

Nun können Sie Ihre Editierungen für jedes Farbfeld beurteilen. Das originale unbearbeitete EditTarget dient hierbei als Referenz. Für jedes Farbfeld befindet sich der Originalfarbwert in der linken oberen Hälfte des diagonal geteilten Farbfelds, der bearbeitete Farbwert in der rechten unteren Hälfte. Wenn Sie den Mauszeiger über das Chart bewegen werden die Farbfelder zusammen mit weiteren Farbinformationen und einer in Klammern gesetzten Differenzanzeige (Farbraum und TAC-Wert) angezeigt.

Abschließend kann das angepasste DeviceLink-Profil erstellt werden.

Vorgehensweise

  1. Öffnen Sie eines der mitgelieferten EditTargets (im Menü Werkzeuge > EditTargets-Ordner öffnen).
  2. Modifizieren Sie das EditTarget in einem Bildbearbeitungsprogramm, bis es Ihren Anforderungen entspricht und speichern es anschließend ab.
    Hinweis: Ändern Sie niemals die Größe und Position der Kontrollelemente in der oberen, linken Ecke und speichern das Bild nicht als JPEG-Datei.
  3. Öffnen Sie das angepasste EditTarget im CoPrA-Modul Editierung und aktivieren Sie gegebenenfalls weitere Optionen, z. B. zur Reinhaltung von Farben. Mehr Informationen dazu finden Sie in der Online-Hilfe.
  4. Benennen Sie das Profil und wählen Sie Größe und Format des ICC-Profils.
    Sie können auch hier direkt einen Profilreport erstellen oder Profile einbetten.
  5. Erstellen Sie das neue Profi mit einem Klick auf Speichern. Der Fortschritt kann dann entweder in der Fußzeile oder in der Batch-Übersicht verfolgt werden.
Farbeinsparung

SaveInk-Profile verwenden weniger der teuren Druckfarben Cyan, Magenta und Gelb und dafür mehr Schwarz. Durch den modifizierten Schwarzaufbau können Sie Farbe sparen – und das, ohne Qualitätseinbußen bei gleichzeitiger Kontrolle des Gesamtfarbauftrags. CoPrA 6 ermöglicht es, die Farbeinsparung auch auf Multicolor-Profile anzuwenden.

Mit einer moderaten Einstellung für die SaveInk-Funktion stabilisieren Sie primär den Druckprozess.

Mit einer stärkeren Einstellung können Sie die Kosten für Druckfarbe weiter reduzieren. Die SaveInk-Funktion kann auch mit anderen Funktionen in CoPrA kombiniert werden, z. B. SaveInk mit einem Farbraumwechsel oder SaveInk für Multicolor-Profile.

Einstellungen beim Erstellen von SaveInk-Profilen

Vorgehensweise

  1. Laden Sie das CMYK-Druckerprofil aus dem Drop-down-Menü.
  2. Wählen Sie eine Einstellung für die angestrebte Farbeinsparung.
    Optional: Klicken Sie auf Anpassen, um die gewählte Einstellung zu modifizieren (Abb. 4.2). Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in der Online-Hilfe, die Sie über das ? aufrufen können.
  3. Klicken Sie auf Weiter.
  4. Benennen Sie das Profil und wählen Sie Größe und Format des ICC-Profils.
    Sie können auch hier direkt einen Profilreport erstellen oder Profile einbetten.
  5. Erstellen Sie das neue Profi mit einem Klick auf Speichern. Der Fortschritt kann dann entweder in der Fußzeile oder in der Batch-Übersicht verfolgt werden.
Iteration

Ein vorhandenes CoPrA-DeviceLink-Profil kann mit Hilfe eines frei zu wählenden Testcharts (kann mit ColorAnt/Individuelles Chart erstellt werden) anhand gemessener Farbwerte optimiert werden. Dazu wird das Testchart über das ursprüngliche DeviceLink-Profil vom Quell- zum Zielfarbraum konvertiert und auf dem Zieldrucker ausgedruckt. Die daraufhin gemessenen Farbwerte werden zur Verbesserung der Konvertierung genutzt, um kleinere Farbabstände bzw. damit verbunden, eine genauere Wiedergabe des Quellfarbraumes zu erzielen.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie das DeviceLink-Profil, das Sie iterieren wollen, aus dem Drop-down-Menü.
  2. Konvertieren Sie das Testchart, das für die Iteration genutzt werden soll, mit Hilfe des DeviceLink-Profils und drucken Sie es auf dem Drucker mit den gleichen Einstellungen aus, wie das Profilierungs-Testchart für diesen Drucker. Das Testchart kann mit dem Werkzeug Dateikonvertierung in CoPrA konvertiert werden.
    Hinweis: Verwenden Sie ein Testchart, das die Farben beinhaltet, die Sie optimiert haben wollen. Testcharts mit wenigen Farbfeldern, die aber genau die Farben enthalten, die Sie optimieren wollen, reichen normalerweise aus.
  3. Messen Sie das gedruckte Testchart, speichern Sie die Messdaten ab und öffnen Sie sie in CoPrAs DeviceLink-Iteration
  4. CoPrA schlägt einen Profilnamen vor, wenn Quell- und Zielprofil verfügbar sind und die Messdaten geladen wurden. Es können bei der Profilerstellung keine Einstellungen gewählt werden.

5. Mit Speichern wird das neue DeviceLink-Profil berechnet und im ICC-Profil-Ordner gespeichert.
Hinweis: Das neu erstellte DeviceLink wird eine genauere Farbwiedergabe für die meisten In-Gamut-Farben im Vergleich zum Original-DeviceLink-Profil aufweisen. Sie können dieses DeviceLink-Profil nun genauso einsetzen wie das originale oder es für weitere Iterationen verwenden.

Linearisierung

Die DeviceLink-Linearisierung optimiert die Tonwerte der Primärfarbgradationen für alle Drucker und Farbkombinationen, inklusive Multicolor. Das Ziel der Linearisierung ist es, glatte Gradationskurven und Primärfarben in einem definierten, reproduzierbaren Zustand für Unterschiede von Weiß bis zu 100 % der Primärdruckfarben zu erhalten.

Vorgehensweise

  1. Drucken Sie ein Linearisierungs-Testchart auf einem unkalibrierten Ausgangsgerät ohne Farbmanagement.
  2. Messen Sie das Testchart, z. B. mit ColorAnt oder CoPrAs Measure Tool, optimieren Sie die Messdaten mit ColorAnt und öffnen Sie die Messdaten in CoPrAs Linearisierungs-Modul.
  3. Klicken Sie auf Anpassen und wählen Sie eine Voreinstellung und eine Berechnungsmethode (Abb. 4.3).
  4. Klicken Sie auf Weiter und legen Sie die Profileinstellungen fest. Erstellen Sie einen Profilreport, um Details über das DeviceLink-Profil zu erhalten.
Neuberechnung

Mit dem Werkzeug Neuberechnung können vorhandene DeviceLink-Profile mit einem neuen Quell- oder Zielprofil neu berechnet werden. Dies ist besonders praktisch, wenn mit dem Werkzeug Aktualisierung aus einem Referenzprofil ein optimiertes Druckerprofil erstellt wurde und anschließend alle DeviceLinks, die das Referenzprofil enthalten, mit dem optimierten Profil neu berechnet werden sollen.

Vorgehensweise

  1. Laden Sie ein CMYK-Druckerprofil aus dem Drop-down-Menü Aktuelles Profil.
  2. Wählen Sie das ICC-Profil, das das aktuelle Profil ersetzen soll, aus dem Menü Neuberechnen mit.
  3. Unter Einstellungen legen Sie fest, ob Sie Neue Profile erstellen (DeviceLink-Profile) oder Existierende Profile überschreiben wollen.
  4. Definieren Sie die Namen der neu berechneten DeviceLinks, und gegebenenfalls der Sicherungskopien, im Textfeld Vorlage.
  5. Mit den Checkboxen können Sie auswählen, welche DeviceLinks neuberechnet werden sollen. Mit den Einstellungen Alle, Keins und Invertieren können Sie Checkboxen allumfassend aktivieren oder deaktivieren.
  6. Mit Start aktivieren Sie die Neuberechnung der DeviceLinks. Der Fortschritt kann in der Batch-Übersicht verfolgt werden.

05 WERKZEUGE

Dateikonvertierung

Die Dateikonvertierung konvertiert pixelbasierte Dateien für Profilbewertungen, z. B. bei der Evaluierung einer Demo-Version von CoPrA oder um die Profileinstellungen zu finden, die die beste Farbwiedergabe erzielen. Sie ist auch praktisch, um die Profilqualität direkt in CoPrA an Bildern zu testen, da typische Anwendungen oft nicht alle Arten an DeviceLinks (z. B. RGB zu CMYK) oder Multicolor-Profile unterstützen. 

Wenn eine Demoversion von CoPrA getestet wird, ermöglicht die Dateikonvertierung das Konvertieren von Bildern mit verschlüsselten CoPrA-Demoprofilen zur weiteren Evaluierung in anderen Programmen (z. B. Photoshop). Unterstützt werden PSD-, TIFF- und JPEG-Dateien, die mit ICC-Geräteprofilen oder DeviceLink-Profilen konvertiert werden können.

Konvertieren von Dateien für Profilbewertungen

Profile Manager

Der Profile Manager ermöglicht es, Profile zu verwalten, zu ordnen, zu analysieren, zu vergleichen und anzupassen, ohne dabei die CoPrA-Arbeitsumgebung verlassen zu müssen. Im Hauptfenster werden die auf dem Rechner verfügbaren Profile angezeigt. Der Profile Manager kann mit allen Arten von Profilen umgehen, einschließlich DeviceLink- und Multicolor-Profilen.

Über die sechs Reiter (Allgemein, Kurven, Farbraum, Farben, Automatisierung, Notizen) haben Sie Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Darüber hinaus können Sie die Qualität Ihrer Profile schnell und umfassend überprüfen, indem Sie einen Profilreport erstellen.

Profile verwalten mit dem Profile Manager

Batch-Übersicht

 Die Stapelverarbeitung ermöglicht es, Profile zu berechnen und parallel dazu weitere Profile vorzubereiten.

Vorteile der Stapelverarbeitung:

Während ein Profil berechnet wird, können Sie bereits die nächsten Messdaten laden, Profiloptionen festlegen oder verschiedene Varianten eines Profils anlegen. Alle Profile, die berechnet werden, erscheinen im Fenster Batch-Übersicht und werden nacheinander abgearbeitet. Dadurch müssen Sie nicht mit Ihren nächsten Arbeitsschritten warten, bis das vorherige Profil fertig berechnet ist.

Profile erscheinen automatisch in der Batch-Übersicht, wenn die Erstellung eines oder mehrerer Profile gestartet wird, zum Beispiel bei einer Neuberechnung von DeviceLink-Profilen.

Im linken oberen Bereich des Fensters Batch-Übersicht befinden sich drei Schaltflächen, mit denen Sie die Berechnung der Profile starten und stoppen oder Profile aus der Ansicht entfernen können.

Profilierungs-Jobs überwachen