Verwendung des Profile Managers

Überblick

Der Profile Manager ermöglicht es , Profile zu verwalten, zu ordnen, zu analysieren, zu vergleichen und anzupassen, ohne dabei die CoPrA-Arbeitsumgebung verlassen zu müssen. Im Hauptfenster werden die auf dem Rechner verfügbaren Profile angezeigt. Der Profile Manager kann mit allen Arten von Profilen umgehen, einschließlich DeviceLink- und Multicolor-Profilen.

Über die fünf verschiedenen Reiter (Allgemein, Kurven, Farbraum, Farben, Automatisierung) haben Sie Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Darüber hinaus können Sie die Qualität Ihrer Profile schnell und umfassend überprüfen, indem Sie einen Profilreport erstellen.

Funktionen des Profile Managers

Funktionen im Hauptfenster

Profilauswahl

Auf der linken Seite finden Sie Filter für die Profilsuche und eine Profilliste mit allen Profilen, die auf Ihrem System verfügbar sind.

Profilauswahl

Filter für die Profilsuche

Mit Hilfe der vier Drop-down-Menüs und dem Texteingabefeld können Sie die Suche nach einem bestimmten Profil eingrenzen und es so schneller auffinden.

Geräteklasse: Zeigt alle Profile einer bestimmten Geräteklasse an. Sie können nach Eingabe (scnr), Ausgabe (prtr), Monitor (mntr), DeviceLink (link), Farbraum (spac), Abstrakt (abst) oder Farbliste (nmcl) filtern.

Geräteklasse auswählen

DCS und PCS: Mit DCS (Device Color Space) und PCS (Profile Connection Space) können Sie sich alle Profile eines bestimmten Farbraums anzeigen lassen.

Farbraum auswählen

Suche nach: Hier können Sie mit einem Suchbegriff ganz gezielt nach einem Text im Profilnamen suchen. Durch die Eingabe „preview“ können Sie sich so zum Beispiel alle Preview-Profile anzeigen lassen. Weiterhin können Sie nach Name, Profil-Hersteller, Geräte-Hersteller, Datum, System-Profile, Aktualisierte Profile, Linearisierungs-DeviceLinks oder Korrektur-DeviceLinks suchen. Die Eingrenzung der Suche auf das Datum ist zum Beispiel dann hilfreich, wenn Sie sich alle Profile anzeigen lassen möchten, die an einem bestimmten Tag erstellt wurden.

Umkehren: Alle Filter und Suchbegriffe lassen sich mit einem Klick auf die entsprechende Checkbox umkehren. Wenn Sie zum Beispiel unter Geräteklasse DeviceLink ausgewählt haben, werden alle DeviceLink-Profile angezeigt. Aktivieren Sie nun die Checkbox Umkehren, werden alle Profile außer den DeviceLink-Profilen angezeigt.

Mit einem Klick auf X können Sie die Filter zurücksetzen, so dass wieder alle Profile angezeigt werden.

Profilliste
Die Liste mit den verfügbaren Profilen wird bei jedem Aufruf des Programms automatisch aktualisiert (beim Programmstart und immer, wenn es in den Vordergrund geholt wird).

Nach einem Rechtsklick auf ein Profil öffnet sich ein Kontextmenü. Hier stehen – abhängig vom Profiltyp – folgende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:

Auswahloptionen im Kontextmenü

Die Einträge Profilreport erstellen (PDF)/(XML), Preview-Profile speichern, Grau-Profil berechnen und Glätte Profil-LUTs stehen nur zur Verfügung, wenn eine gültige Lizenz für die entsprechenden Module vorliegt.

Unter der Profilliste befinden sich vier Schaltflächen, die sich bei macOS- und Windows-Systemen voneinander unterscheiden (siehe Screenshots).

macOS-Schaltflächen

Windows-Schaltflächen

Löschen: Löscht das ausgewählte Profil.

Referenzprofil setzen: Das selektierte Profil wird als Referenzprofil für den Vergleich mit einem anderen Profil verwendet. Es wird auf der rechten unteren Seite des Fensters unter Referenzprofil angezeigt und kann mit der Checkbox aktiviert und deaktiviert werden. Bei Aktivierung wird es für den Farbraumvergleich (siehe unten) verfügbar und in der 3D– und 2D-Ansicht des Farbraums zusammen mit dem ausgewählten Profil angezeigt. Wenn Sie nur Ihr ausgewähltes Profil in der 3D- und 2D-Ansicht betrachten möchten, können Sie das Referenzprofil durch Deaktivieren der Checkbox ausblenden.

Speichern: Speichert alle Änderungen, die an einem Profil vorgenommen wurden.

macOS:
Öffnen: Öffnet das ICC-Profil im standardmäßig zugewiesenen Systemprogramm. Unter macOS öffnet sich die ColorSync Utility, welche die einzelnen Tags und Tabellen zum selektierten Profil anzeigt.

Windows:
Datei anzeigen: Öffnet den Ordner, in dem das gewählte Profil gespeichert ist.

Allgemein
Beschreibung: Hier steht der Dateiname des Profils. Dieser kann geändert und mit Speichern abgespeichert werden.

Copyright: Zeigt das nicht editierbare Copyright des Profils an.

Header: Zeigt alle wichtigen Einträge aus dem Header des Profils.

Allgemeine Profilinformationen

Farbraumvergleich

Mit dem Doppelpfeilsymbol am rechten unteren Rand des Fensters kann ein Farbraumvergleich erstellt werden (siehe Screenshots). Dabei wird die Gamutgröße des ausgewählten Profils berechnet und mit dem ausgewählten Referenzprofil verglichen (siehe oben). Das ausgewählte Profil wird hinter Profilpfad angezeigt.

Farbräume vergleichen

Farbraumvergleich

Kurven
Der Reiter Kurven zeigt die Kurvenverläufe für das ausgewählte Profil. Für jede Geräteklasse stehen im Drop-down-Menü jeweils nur die entsprechenden Optionen zur Auswahl, zum Beispiel für DeviceLinks, Geräteprofile oder Monitorprofile (siehe Screenshots). 

Drop-down-Menü für DeviceLink-Profile

Drop-down-Menü für Geräteprofile

Drop-down-Menü für Monitorprofile

Bei DeviceLink-Profilen können Sie sich die Reinheit der Kanäle anzeigen lassen. Bei Druckerprofilen haben Sie neben den Kurven für die Graubalance noch viele weitere Kurven und Farbraumansichten zur Auswahl. Für Monitorprofile werden wieder andere Kurven zur Ansicht im Drop-down-Menü angeboten. Experimentieren Sie mit den verschiedenen Optionen und Kurvenverläufen, um sich einen Überblick über die Eigenschaften Ihrer Profile zu verschaffen.

Eine Besonderheit des Profile Managers ist die Möglichkeit, sich die Graubalance eines Druckerprofils für die verschiedenen Rendering Intents im Profil anzeigen zu lassen. So könnten Sie sich zum Beispiel die Graubalance mit dem relativ farbmetrischen Rendering Intent mit Tiefenkompensierung darstellen lassen (siehe Screenshot).

 

Ansicht der Graubalance

Graubalance eines CMYK-Druckerprofils bei Verwendung des relativ farbmetrischen Rendering Intents mit Tiefenkompensierung.

Farbraum
Der Reiter Farbraum zeigt entweder eine 2D– oder eine 3D-Darstellung des Farbraums für das ausgewählte Profil (siehe Screenshots).

 

2D-Ansicht der Farbräume

3D-Ansicht des Farbraums

Die Ansicht ändert sich entsprechend der gewählten Umrechnungsart.

Auswahl der Umrechnungsart

Beispieldaten: Als Beispieldaten können entweder Bilddateien (TIFF-, JPEG- und PSD-Dateien) oder Messdaten als Textdateien (CGATS-Dateien als Textformat oder CxF-Dateien) geladen werden oder ein einzelner Lab-Wert manuell eingegeben werden. Anhand der Position der Punkte im Lab-Farbraum kann in der 3D– oder 2D-Darstellung schnell festgestellt werden, ob Bilder oder Farbwerte im gewünschten Druckergamut und der eingestellten Umrechnungsart wiedergegeben werden können.

Vergleich von Beispieldaten mit dem Farbraum

Hinweis: Bilddateien (JPEG, TIFF oder PSD) werden mit einer geringen Auflösung in Farbfelder zerlegt und dann entweder mit dem eingebetteten Profil oder einem Default-Profil mit der eingestellten Umrechnungsart direkt nach Lab konvertiert und als Punkte dargestellt. Das verwendete Profil wird in Klammern hinter dem Namen der Datei angezeigt. Falls kein Profil eingebettet ist, wird bei RGB-Bildern AdobeRGB angenommen. Bei CMYK-Bildern ohne Profil wird angenommen, dass sie im CMYK-Farbraum des unter Profilauswahl ausgewählten Profils vorliegen. Der verwendete Farbraum wird immer hinter dem Dateinamen in Klammern angezeigt.

Farben
Im Reiter Farben wird die Farbtabelle (Coloranten) des Profils angezeigt (falls verfügbar, zum Beispiel bei Multicolor-Profilen und Multicolor-DeviceLinks).

Sowohl der Name als auch die Lab-Werte können editiert und gespeichert werden.

Ein kleines Farbfeld am Ende jeder Zeile zeigt immer den aktuellen Lab-Wert an.

Zusätzlich können Sie eine Tabelle erzeugen oder eine bereits erzeugte Tabelle laden.

Hinweis: Wenn diese Tabellen für ein Multicolor-Profil nicht korrekt aufgeführt sind, ist das ein Fehler des Profils und kann mit der Funktion Tabelle erzeugen berechnet und korrigiert werden.

Erstellen von Farbtabellen für Profile

Hinweis: Bei Druckerprofilen gibt es nur eine Farbtabelle, bei DeviceLinks können jedoch bis zu zwei Farbtabellen vorliegen (im Falle eines Multicolor-zu-Multicolor-DeviceLinks).

Automatisierung

Für das automatische Erstellen von Konfigurationen in ColorLogics Farbserver ZePrA können im Reiter Automatisierung das Quell- und Zielprofil eines DeviceLinks sowie die PDF/-X-Information automatisch in das Profil eingetragen werden. Dafür werden Quell- und Zielprofil aus dem DeviceLink benötigt. ZePrA liest dann die Informationen zum Quell- und Zielprofil sowie die PDF-X-Informationen automatisch aus dem geladenen DeviceLink aus und wendet sie in der Konfiguration an (PDF-X-Informationen können für CMYK-Druckerprofile oder DeviceLinks eingetragen werden). Im Reiter Automatisierung haben Sie die Möglichkeit, diese Informationen in selbsterstellten Profilen nachzutragen. Auch Profile anderer Hersteller können so für den ZePrA-Workflow optimiert werden.

Hinzufügen von PDF/X-Informationen