ColorAnt | Quick-Start

Was ist ColorAnt?

Greifen Sie auf ColorAnt zurück, wenn Sie spezielle Testcharts erstellen und messen möchten, gleich ob es sich um RGB, CMYK oder Multicolor-Daten handelt. Analysieren Sie Ihre Messdaten und optimieren Sie diese… 

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Betrachten und Vergleichen

Betrachten 

Anzeige verschiedener Darstellungen von Messdaten

Vergleichen 

Vergleichen Sie verschiedene Datensätze

Automatische Messdatenkorrektur

Automatik

Analysieren und korrigieren Sie  automatisch Ihre Messdaten

Import/Export von Daten

Individuelles Chart

Generieren Sie eigene Referenzdateien für die Testchart-Erstellung

Chart exportieren

Erstellen Sie druckbare Testcharts aus Ihren individuellen Referenzdateien

Messen 

Messen Sie gedruckte Testcharts mit dem Measure Tool

Report estellen

Erzeugen Sie detaillierte Analysen Ihrer Messdaten als PDF- oder XML-Datei

Editieren

Redundanzen

Bereinigen Sie redundante Farbfelder

Korrektur

Erkennen und korrigieren Sie fehlerhafte und inkonsistente Messdaten

Glätten

Glätten und korrigieren Sie Ihre Messdaten

Weiß/Schwarz Korrektur

Editieren Sie den Schwarz- und Weißpunkte einer Messwertdatei

Aufheller

Korrigieren Sie die störenden Effekte von optischen Aufhellern aus Ihrer Messwertdatei

Tonwerte 

Passen Sie Ihre Tonwertzunahme-kurven an

Umrechnen

Sortieren, skalieren, vergrößern oder verkleinern Sie Messwertdateien in verschiedensten Testchart-Layouts

Primärfarben editieren

Ergänzen, löschen oder tauschen Sie Primärfarben und das Papierweiß in vorhandenen Messdaten

Konsolidieren und konvertieren

Mitteln

Mitteln Sie Messwerte von vielen gleichartigen Testchartdrucken

Verbinden

Verbinden Sie die Messwerte mehrerer einzelner Testcharts zu einer neuen großen Messwertdatei

ICC Umrechnung

Benutzen Sie ICC-Drucker und DeviceLink-Profile, um Vergleiche und Profiltests durchzuführen

CIE Konvertierung

Ändern Sie Standard-Beobachter und Lichtart

Mit ColorAnt arbeiten

Das Hauptfenster von ColorAnt ist in drei Bereiche aufgeteilt. Links befindet sich die Toolbar mit den einzelnen Werkzeugen. Diese Werkzeuge können Sie auf geladene Messdaten im rechten, oberen Bereich unter Datensätze anwenden. Messdaten können Sie über das Datei-Menü oder über Drag&Drop auf den Datensätze-Bereich laden. Unter Verlauf, im rechten Bereich unten, werden alle Schritte gespeichert und angezeigt, die Sie angefangen vom Laden der Dateien über die Anwendung der verschiedenen Werkzeuge bis zum Speichern von Dateien vorgenommen haben. Sie können jederzeit zu einem vorherigen Schritt zurückkehren, indem Sie den entsprechenden Eintrag im Verlauf anwählen. Alle Fenster zur Darstellung von Messdaten, die Sie unter Betrachten sehen können, werden entsprechend des aktiven Verlauf-Schrittes aktualisiert.

Datensätze

Im Bereich Datensätze im Hauptfenster können Sie jederzeit Informationen über die Messdaten, wie. Anzahl der Farbfelder, Farbmodel (Lab, CMYK, RGB, Multicolor) und Art der Messdaten (Farbmetrisch = Lab, Spektral = Remission) nachlesen.

Verlauf

Alle auf die jeweiligen Messdaten verwendeten Werkzeuge werden im Verlauf angezeigt. Jeder dieser Schritte kann aktiviert werden, um Veränderungen rückgängig zu machen, nachzuvollziehen und kontrollieren zu können.

Messdaten analysieren und vergleichen

Die beiden großen Knöpfe am unteren Fensterrand des Hauptfensters öffnen die jeweiligen zusätzlichen Fenster zur genauen Ansicht und Analyse der Messdatei (Betrachten) und/oder zum Vergleich mehrerer Messdateien bzw. zum Vorher-Nachher-Vergleich (Vergleichen) einer Messdatei.

2D Ansicht mit Farbfiltern

Mit Hilfe der Farbfilter können in der 2D-und der 3D-Ansicht ausgewählte Farben hervorgehoben werden. So sehen Sie sofort, wo sich die entsprechend ausgewählten Farben im Testchart-Layout befinden und können z.B. die Völltöne, Grenzwerte, Primärfarben, Sekundärfarben, das Papierweiß oder Schwarz, sowie Duplex- und Triplexfarben einfach erkennen.

3D Ansicht

Die Farbfilter sind auch in der 3D-Ansicht verfügbar und Sie können den Farbkörper durch Klicken und Ziehen in die gewünschte Richtung drehen.

TWZ-Ansicht

In dieser Ansicht können die Tonwertzuwachskurven (TWZ) genau analysiert werden. Wenn der TWZ-Reiter während einer Editierung der Kurven oder einer anderen Korrektur, die sich auf die Tonwertkurven auswirkt, geöffnet ist, kann das Ergebnis der Korrektur hier sofort betrachtet werden.

Spinnennetz-Ansicht

Hier sehen Sie eine Aufsicht auf den Farbraum im a*-b*-Diagramm. Die gemessenen, bzw. durch die Optimierung errechneten Farbwerte sind in einem spinnen-netzartigen Gitter dargestellt. Auch hier können, wie in allen anderen Ansichten, im Betrachten-Dialog durch Auswahl einer Bearbeitungsstufe im Verlauf die Änderungen z.B. einer Messdaten-Glättung verfolgt werden.

Kurven-Ansicht

Im Kurven-Reiter können Sie sich die Linearitätskurven von Weiß zur 100% Volltonfarbe für alle Primärfarben, auch für Multicolor-Daten, ansehen. Dies ermöglicht die Linearität der Verläufe zu beurteilen und Unhomogenitäten zu erkennen.

Installieren

ColorAnt installieren

Systemvoraussetzungen

Mac OSX:

10.7.5 oder höher – (ausschließlich Intel)

Windows:

Windows XP, Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10

Die gelieferten Installationsprogramme installieren ColorAnt im Programme-Ordner Ihres Betriebssystems (Macintosh oder Windows). Mit einem Doppelklick auf das jeweilige Installations-programm starten Sie die Installation von ColorAnt.

Nachdem Sie die Lizenzvereinbarung akzeptiert haben, können Sie den Zielordner definieren und die Installation starten.

Computer-oder USB-Dongle-Lizenz

Eine Computer-basierende ColorAnt-Lizenz bezieht sich immer auf einen einzelnen Computer, auf dem ColorAnt installiert ist. Dies bietet sich beispielsweise für eine zeitlich begrenzte Testinstallation an. Ebenso sind diese Lizenzen von Vorteil, wenn der Computer keinen USB-Anschluss besitzt oder ein USB-Dongle nicht erwünscht ist, z.B. bei einem Server.

USB-Dongle-Lizenzen funktionieren mit einem speziellen ColorAnt USB-Stick. Der ColorAnt USB-Dongle kommuniziert mit der entsprechenden ColorAnt-Lizenz und erlaubt es, ColorAnt auf unterschiedlichen Rechnern zu benutzen. Dabei ist es erforderlich, dass der USB-Dongle am jeweiligen Rechner angeschlossen ist, bevor ColorAnt gestartet wird.

ColorAnt Registration Window

Demolizenz anfordern

Sie können für ColorAnt eine 14-tägige Demolizenz anfordern, um sich einen persönlichen Eindruck von ColorAnt zu verschaffen.

Um eine Testlizenz anzufordern, folgen Sie bitte den nachfolgenden Schritten:

1. Klicken Sie auf Registrierung in der unteren, linken Ecke der Sidebar im Hauptfenster.

2. Gehen Sie nun auf den Reiter Demolizenz anfordern.

3. Geben Sie alle erforderlichen Informationen ein.

4. Sobald Sie Ihr Land eingegeben haben, zeigt ColorAnt Ihnen eine Liste unserer Händlern in Ihrem Land.
Wählen Sie einen Partner aus und klicken Sie auf Anfrage direkt abschicken. Die gewünschte Demolizenz wird Ihnen innerhalb weniger Minuten an die angegebene Emailadresse gesendet.

5. Speichern Sie die in der Email enthalten Lizenzdatei (erkennbar an der Endung *.lic) auf Ihrem Rechner.

6. Im Reiter Lizenzdetails auf der Registrierungsseite können Sie die Lizenzdatei laden und somit ColorAnt aktivieren.

Unter Lizenzdetails sehen Sie das Ablaufdatum der Lizenz.

Einschränkungen einer ColorAnt-Demolizenz

Die ColorAnt-Demolizenz ermöglicht Ihnen für 14 Tage alle Funktionen zu testen. Lediglich das Speichern und Exportieren von Daten ist nicht möglich.

ColorAnt bestellen

Wählen Sie eines unserer ColorAnt-Pakete (Beschreibung auf Seite 8), klicken Sie auf ColorLogic Produkt kaufen…, in der unteren rechten Ecke auf der Registrierungsseite.

Sie werden automatisch auf unsere Kontaktseite weitergeleitet und können dort einen für Sie zuständigen Händler auswählen. Klicken Sie einfach auf dessen Namen, und Sie werden auf die Webseite des Händlers weitergeleitet, wo Sie seine Kontaktinformation finden und sich mit ihm in Verbindung setzen können.

Eine permanente Lizenz installieren

Sobald Sie ColorAnt gekauft haben, wird Ihnen Ihr ColorLogic-Händler eine permanente Lizenz schicken. Dies kann wunschgemäß entweder eine Computer-basierte oder USB-Stick-basierte Lizenz sein (lesen Sie zu den Unterschieden bitte die vorherigen Erläuterungen).

Die permanente Lizenz-Datei erkennen Sie an der Endung (*.lic) und muss im Registrierungsfenster im Reiter Lizenzdetails geladen werden.

Nachdem Sie die Lizenz geladen haben, können Sie unter Lizenzdetails die freigeschalteten Module nachlesen.

ColorAnt - Aufbau und Arbeitsweise

Mit ColorAnt arbeiten

Das Hauptfenster von ColorAnt ist in drei Bereiche aufgeteilt. Links befindet sich die Toolbar mit den einzelnen Werkzeugen. Diese Werkzeuge können Sie auf geladene Messdaten im rechten, oberen Bereich unter Datensätze anwenden. Messdaten können Sie über das Datei-Menü oder über Drag&Drop auf den Datensätze-Bereich laden. Unter Verlauf, im rechten Bereich unten, werden alle Schritte gespeichert und angezeigt, die Sie angefangen vom Laden der Dateien über die Anwendung der verschiedenen Werkzeuge bis zum Speichern von Dateien vorgenommen haben. Sie können jederzeit zu einem vorherigen Schritt zurückkehren, indem Sie den entsprechenden Eintrag im Verlauf anwählen. Alle Fenster zur Darstellung von Messdaten, die Sie unter Betrachten sehen können, werden entsprechend des aktiven Verlauf-Schrittes aktualisiert.

Automatische Messdaten-Optimierung

Laden Sie Ihre Messdaten und starten Sie die automatische Messdaten-Optimierung indem Sie auf den Automatik Knopf drücken und mit OK bestätigen. Die verwendeten Werkzeuge können Sie im Verlauf nachverfolgen. ColorLogic empfiehlt einen Report für detaillierte Informationen zu erstellen.

Manuelle Messdaten-Optimierung

Öffnen oder Importieren von Messdaten

Messdaten können Sie auf unterschiedlichste Weise in ColorAnt in den Bereich Datensätze laden oder importieren. Im Datei-Menü finden Sie dazu die Optionen Öffnen, Zuletzt benutzte Dateien und Vordefinierte Daten und zudem die Werkzeuge unter Import/Export von Daten. Zudem können Sie vorhandene Messdaten einfach per Drag&Drop auf den Datensätze-Bereich ziehen.

Messdatensätze können mit Hilfe des Messen-Werkzeug erstellt und an ColorAnt übertragen werden. Sie befinden sich im Ordner Messdaten in Ihrem Benutzerverzeichnis unter Dokumente/ColorAnt.

Der Bereich Datensätze zeigt Ihnen wichtige generelle Informationen über Ihre Messdatensätze, wie z.B. Anzahl der Farbfelder oder Farbmodell.

Auf die von Ihnen selektierte(n) Datei(en) anwendbare Werkzeuge werden farbig dargestellt, während die Werkzeuge, die nicht angewendet werden können, ausgegraut sind. Per Rechtsklick im Datensätze-Bereich, öffnet sich ein Kontextmenü, das die anwendbaren Werkzeuge und Optionen für die selektierten Messdateien auflistet und Ihnen einen Schnellzugriff auf die verfügbaren Werkzeuge erlaubt. Werden mehrere Messdateien geladen, können Sie eine oder mehrere Dateien selektieren.

Messdaten analysieren und vergleichen

Die beiden großen Knöpfe am unteren Fensterrand des Hauptfensters öffnen die jeweiligen zusätzlichen Fenster zur genauen Ansicht und Analyse der Messdatei (Betrachten) und/oder zum Vergleich mehrerer Messdateien bzw. zum Vorher-Nachher-Vergleich (Vergleichen) einer Messdatei.

Das Betrachten Fenster ermöglicht eine 2D, 3D, Spinnennetz und TWZ-Kurven Ansicht der Messdaten.

Mittels Vergleichen können Sie die Veränderung Ihrer Messdaten im direkten Vergleich vor und nach der Optimierung nachverfolgen, z.B. Glätten von Daten.Wählen Sie im linken oberen Chooser oben die Original-Messdatei vor der Verarbeitung und rechts die Datei nach der Verarbeitung aus. Mit Hilfe der Regler Markieren von und Markieren bis heben Sie die Farbfelder hervor, die in einem bestimmten Delta E-Bereich liegen sollen. Im Chooser Vergleichsmodus wählen Sie die Farbabstandsformel aus (DeltaE-76 oder DeltaE-2000).

Speichern und Exportieren von Messdaten

Sobald Sie ein Werkzeug benutzt haben, wird der Name der verwendeten Messdaten durch den Werkzeugnamen ergänzt.

Ihre optimierten Messdaten speichern Sie im Datei-Menü Speichern unter. Ebenfalls im Datei-Menü befinden sich Speicheroptionen, um Spektraldaten nach Lab oder Dichte zu konvertieren und zu exportieren.
Auch können Spektraldaten als CxF/X-4 und Messwerte als XYZ-Werte exportiert werden.
Messdaten können in verschiedenen Formaten gespeichert werden: als CGATS kompatible TXT- und XML-Datei, als Named Color ICC-Profil, als CxF3 kompatible CXF-Datei, Photoshop-Farbpalette (ACO-Datei) und als GMG Gamut-Datei (CSC-Datei).

Report-Funktion

ColorAnt bietet Ihnen eine umfangreiche Report-Funktion zur Datenanalyse. Diese beinhaltet auch Empfehlungen zur Verbesserung der Messdaten, die Möglichkeit ein eigenes Logo einzufügen und den Report-Titel anzupassen. Die Reports können entweder als PDF- oder XML-Datei abgespeichert werden.

ColorLogic empfiehlt die Report Funktion sowohl bei den ursprünglichen, als auch bei den korrigierten Daten zu benutzen, um die Änderungen nachzuvollziehen.

Daten-Import und -Export

Individuelles Chart Fenster

Um ein individuelles Testchart zur Profilerstellung für alle von CoPrA unterstützten Farbräume zu erstellen, wird zuerst eine Referenzdatei mit den entsprechenden Gerätefarbwerten benötigt. Das Werkzeug Individuelles Chart ist dafür gedacht, genau diese Referenzdatei zu erstellen.

Folgende Farbräume werden in ColorAnt M unterstützt:

Gray, RGB und CMYK: Die Referenzdatei bestimmt die Anzahl der Farbfelder. Wählen Sie die passende Anzahl aus, klicken Sie auf OK und bestimmen Sie den gewünschten Farbraum.

Linearisierung:

Wir haben ColorAnt um ein „Experten System“ erweitert, das Ihnen Richtlinien für typische Anwendungsfälle gibt. Dies umfasst das Erzeugen von Linearisierungscharts, Profilierungscharts, spezielle Charts für Flexodruck oder um Profile zu aktualisieren.
Die Option Anzahl Felder beantwortet die häufige Frage nach der erforderlichen Anzahl der Felder für das gewünschte Testchart.

Ausführliche Informationen zu dem Thema Linearisierung finden Sie in der Online-Hilfe.

In ColorAnt L werden zusätzlich noch Multicolor-Farbräume unterstützt:

Wählen Sie den gewünschten Farbraum, um z. B. ein 7-farbiges Profilierungs-Chart zu erzeugen. ColorAnt verwendet vordefinierte Farben für die Kanäle, die Sie jedoch frei verändern können. Mit der Pipetten-Funktion können Sie die Farben und die Farbreihenfolge frei verändern. Wenn Sie z.B. die 5te Farbe Rot mit Grün austauschen wollen, so klicken Sie auf die rote Pipette und wählen aus dem erscheinenden Kontextmenü unter Farben die gewünschte Farbe aus, also hier Grün, indem Sie darauf klicken.

Um die Kanalbezeichnung der jeweiligen Farbe anzupassen, verwenden Sie das Bleistift-Ikon am rechten Rand des Dialogs und ändern den Kanalnamen nach Ihren Wünschen.

Hinweis: Um ein generisches Multicolor-Testchart zu erstellen, entscheiden Sie sich für die Kanalanzahl und legen die Farben und deren Bezeichnungen pro Kanal fest (mit oder ohne CMYK), so dass diese möglichst nahe an die von Ihnen verwendeten Farben kommen. Es ist bei der Wahl der Kanalfarben in der Referenzdatei nicht wichtig, genau den Farbton zu treffen, sondern nur die Art des Farbtons, damit die richtigen Farbkombinationen im Testchart erstellt werden.

Nachdem Sie den Farbraum, die Kanalnamen und die Anzahl der Farbfelder definiert haben, klicken Sie auf den Start-Knopf um die Referenzdatei zu berechnen. Sie erscheint mit dem Gerätefarbraum und der Anzahl Farbfelder im Namen in der Sektion Datensätze. Speichern Sie die Referenz-Datei unter Datei/Speichern unter falls Sie diese für die Verwendung in anderen Programmen zur Testchart-Erstellung aus Referenzdateien benötigen. Verwenden Sie Chart exportieren in ColorAnt für die Erstellung der Testchart-Bilddatei, wenn Sie das Testchart mit Measure Tool messen wollen.

Chart exportieren

Chart exportieren

Das Werkzeug Chart exportieren erstellt Testcharts aus Gerätefarbwerten (Referenzdateien) als PDF-, TIFF- oder PSD-Dateien für die Druckausgabe und die Messung der Farbfelder.

Das Fenster is in drei Bereiche aufgeteilt. Im oberen Bereich können Sie Voreinstellungen laden, sichern und löschen, der mittlere Teil dient der Definition von Chartgröße, Feldgrößen und Optionen und im unteren Abschnitt sehen Sie wie viele Bilddateien erzeugt werden. Dort befinden sich auch die Start und Schließen Knöpfe und das ? um auf die Online Hilfe zuzugreifen.

Das Werkzeug ist an die unterstützen Messgeräte angepasst. Verschiedene Messgeräte haben unterschiedliche Anforderungen. Bitte lesen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Messgerätes um Besonderheit zu klären.

Sie können bei Chart exportieren auch den Gesamtfarbauftrag des exportierten Testcharts begrenzen. Standardmäßig sollte der Gesamtfarbauftrag auf der Maximalhöhe (400% bei CMYK- und Multicolor-Testcharts) verbleiben. Haben Sie jedoch in Ihrem Druckprozess oder der anschließenden Weiterverarbeitung Schwierigkeiten, so viel Farbe aufzubringen (z. B. kann das im Keramikdruck ein Problem sein), so reduzieren Sie hier den Gesamtauftrag auf den gewünschten Wert.
Das exportierte Testchart wird Ihren definierten Gesamtfarbauftrag nicht überschreiten.
Quick Start Vorgehensweise

Schritt 1: Selektieren Sie entweder eine Referenzdatei, die mit dem Werkzeug Individuelles Chart erstellt wurde oder wählen Sie eine andere vorhandene Referenzdatei, z. B. aus Datei/Vordefinierte Daten.

Schritt 2: Rufen Sie danach das Werkzeug Chart exportieren auf, um entweder eine Voreinstellung für Ihr Messgerät auszuwählen oder die Einstellungen für das Layout und das Spektralphotometer, mit dem Sie messen werden, individuell zu bestimmen.

Schritt 3: Legen Sie ggf. die Chartgröße, die Anzahl der Farbfelder, deren Höhe und Breite und Feldtrenner fest und klicken Sie auf den Start-Knopf, um das oder die Testcharts zu exportieren. Im Speichern-Dialog legen Sie den Dateinamen und das Format (PDF, TIFF oder PSD) fest.

Messen mit Measure Tool

ColorAnts Measure Tool ermöglicht Ihnen Messdaten direkt zu erfassen und automatisch zu importieren.

Wenn Sie Messdaten laden und Messen selektiert ist, greift das Measure Tool automatisch auf das zuvor gewählte Messchart und -gerät zurück.

So benutzen Sie das Measure Tool:

Schritt 1: Selektieren Sie eine Mess- oder Referenzdatei mit dem Layout des Testcharts, das Sie messen wollen unter Datensätze und klicken Sie auf Messen. Mit OK starten Sie Measure Tool.

Schritt 2: Wählen Sie Ihr Messgerät unter Auswahl und klicken Sie auf Verbinden. Ein auf das Messgerät abgestimmter Dialog wird geöffnet und führt Sie durch die nächsten Schritte (mehr Informationen dazu finden Sie in der Online Hilfe). Um ein anderes Messchart auszuwählen, wechseln Sie zum Reiter Chart. Um individuelle Charts auszuwählen, wechseln Sie unter Auswahl zum gewünschten Chart und Laden es.

Schritt 3: Wählen Sie in dem auf das Messgerät abgestimmten Dialog alle zusätzlichen Parameter aus (z.B. M1, M2 oder M0).

Schritt 4: Bestimmen Sie, wie gemessen werden soll, z.B. Zeilen- oder Spaltenweise.

Schritt 5: Sobald Sie den Messvorgang starten, werden die bisher ausgegrauten Farbfelder durch Messdaten ersetzt. Führen Sie den Messvorgang fort, bis alle Messdaten erfasst sind.

Schritt 6: Nachdem Sie alle Daten erfasst haben, können Sie diese durch Klicken auf den Übertragen-Knopf direkt zu ColorAnt senden.

Beispiel eines Messcharts

Report erstellen

ColorAnt bietet Ihnen die Möglichkeit detaillierte Reports in Bezug auf Messdatenanalyse zu erstellen und empfiehlt Ihnen auch Korrekturen zur Verbesserung der Messdaten.

Anwender haben zusätzlich die Möglichkeit, den Report mit einem individuellen Logo und anderen Überschriften anzupassen. Reports können als PDF- oder XML-Datei abgespeichert werden.

Der ColorAnt Report informiert Sie u.a. über optische Aufheller und zeigt Ihnen beispielsweise Tonwertzuwachskurven.

Erfahren Sie mehr über die sehr
hilfreiche Reportfunktion in der ColorLogic Online Hilfe.

Editieren

Redundanzen

Redundante Farbfelder, vor allem mit sehr unterschiedlichen Messwerten, können bei der Profilerstellung zu Fehlern führen. Korrigieren Sie dies, indem Sie gleiche Farbfelder mit gleichen, gemittelten Farbwerten hinterlegen.

Korrektur

Das Korrektur-Werkzeug erkennt Fehlmessungen oder “unlogische” Messwerte und ersetzt diese durch korrigierte Werte.

Messdaten glätten

Das Glätten-Werkzeug verwendet eine gutmütige Interpolations-Funktion um Unhomogenitäten in Ihren Messwerten zu glättet, unter Berücksichtigung der generelle Charakteristik. Mit Hilfe des Sliders können Sie die Stärke bestimmten. In der Automatik-Funktion wird einen 50% Stärke der Glättung verwendet.

Tonwerte Dialog

Weiß/Schwarz-Korrektur

Ziel des Werkzeugs Weiß/Schwarz-Korrektur ist es Farbton, Sättigung und/oder Helligkeit des hellsten (typischerweise der Papier- oder Substratweißpunkt) oder dunkelsten Messwertes editieren zu können. Das Werkzeug wird auf eine einzelne Messwertdatei angewendet.

Korrektur von optischen Aufhellern

Schritt 1: Analyse

Im ersten Schritt erkennt das Werkzeug durch Analyse der Remissionskurve des Papierweiß, ob es sich um ein Papier mit optischen Aufhellern oder z.B. nur ein blau eingefärbtes Papier handelt.

Schritt 2: Korrektur

Nur wenn ein optischer Aufheller erkannt wurde, wird eine Korrektur im zweiten Schritt ausgeführt. Die Korrektur lässt sich stufenlos über einen Regler einstellen und geht bei der 100% Einstellung so vor, dass ein ähnliches Ergebnis erzielt wird, wie wenn das Papier mit einem UVCut-Filter gemessen würde.

Tonwertkurven anpassen

Das Werkzeug Tonwerte ermöglicht die Tonwertzunahmen Ihrer Messdaten an gewünschte Tonwertzunahmekurven anzupassen oder die Graubalance zu optimieren (Fig 5.1). Die Daten werden hier so korrigiert, als ob sie entsprechend einem Standard gedruckt wurden.

Tonwertkorrekturen können mit dem Tonwerte-Werkzeug mit drei verschiedenen Methoden optimal in Messdaten hinein gerechnet werden:

Korrektur gemäß gegebener Tonwertkurven

Geben Sie ein Standardprofil und die damit verbundene Tonwertkurven aus diesem Profil vor. Die Messwerte werden so angepasst, dass genau die gleichen Tonwertzunahmekurven wie bei dem von Ihnen bestimmten ICC-Profil erreicht werden.

Korrektur gemäß …:

Die Tonwertkurven werden so berechnet, dass sie den Graubalance-Bedingungen des G7-Verfahrens, der ISO 20654 oder G7 und ISO 20654 entsprechen.

Korrektur gemäß TWZ-Zielwerten

Die dritte Möglichkeit Korrektur gemäß TWZ-Zielwerten ermöglicht sehr detaillierte manuelle Korrekturen an jedem einzelnen Farbkanal vorzunehmen. Dies kann auf CMYK- und Multicolor-Messdaten angewendet werden.

Umrechnen

ColorAnt bietet die Möglichkeit, aus Messdateien kleiner Testcharts (z.B. Kontrollkeile, Medienkeile) große Testcharts zu berechnen, um diese zur Profilierung zu nutzen. Bei manchen Druckprozessen, wie z. B. dem Flexodruck auf unebenen Materialien, ist es äußerst schwierig, einen von Artefakten freien Druck eines großen Testcharts zu erzielen. Hier ist es empfehlenwert mehrere kleine Testcharts, z. B. der ColorLogic-Reprofiler-Strips  auf einer Seite zu platzieren, diese zu messen, in ColorAnt zu mitteln und danach mit dem Umrechnen-Tool auf ein großes Testchart hochzuskalieren.

Mitteln von Messdaten

Mit ColorAnt können Sie mehrere Messdateien des gleichen Testchart-Layouts einfach mitteln. Für mehr Informationen bzgl. der verschiedene Methoden des Mittelns empfehlen wir die Online-Hilfe.

Verbinden

Verbinden Sie verschieden große Testcharts mit unterschiedlicher Anzahl von Farbfeldern oder Testcharts, die in mehreren Teilen gemessen wurden, zu einem großen Testchart mit dem Verbinden-Werkzeug. Um eventuell mehrfach vorkommende Farbfelder in der zusammengefügten Messwertdatei zu entfernen, nutzen Sie anschließend das Werkzeug Redundanzen.

ICC Umrechnung

Mit dem Werkzeug ICC Umrechnung können Sie sowohl ICC-Geräte- als auch DeviceLink-Profile auf Referenzdaten anwenden, um damit synthetisch zu prüfen, welche Auswirkung eine ICC-Farbkonvertierung mit bis zu drei Profilen hat. Es werden dabei nur die ICC-Profile angezeigt, die zu den geladenen Daten passen.

CIE Konvertierung

Dieses Werkzeug konvertiert Messdaten in eine andere Abmusterungsbedingung. So kann der Standard-Beobachter von 2 Grad auf 10 Grad geändert werden und/oder die Beleuchtung von der Standard-Beleuchtung D50 zu jeder beliebigen Lichtart umgestellt werden.

Primärfarben editieren

Mit dem Werkzeug Primärfarben editieren können Sie virtuelle Messdaten erstellen, indem Sie aus den vorhandenen Messdaten Primärfarben löschen oder verändern, das Papierweiß ändern oder auch weiteren Primärfarben hinzufügen. Normalerweise würden Sie für solche Operationen neue große Profilierungs-Testcharts auf Ihrem Drucksystem ausdrucken, um daraus neue ICC-Profile zu erstellen, was eine kostspielige und zeitaufwändige Angelegenheit ist. Das Werkzeug Primärfarben editieren benötigt stattdessen nur die spektralen Messwerte der auszutauschenden neuen Primärfarben. Mittels eines ausgeklügelten spektralen Farbmischmodells werden das Linearitätsverhalten und sogar überdruckende Farben berechnet und damit neue Messdaten generieren. Auf diese Weise können Sie schnell neue Charakterisierungsdaten und damit ICC-Profile für Ihre neuen Farbkombinationen erstellen.

Die möglichen Anwendungsfälle und Effizienzsteigerungen Ihrer Produktion lassen sich wie folgt zusammen fassen:

Ausgleich von Druckschwankungen: Ändert sich die Dichte und Farbe Ihrer Primärfarben im Vergleich zum Druck der Charakterisierungsdaten, so können Sie diese mit den Messwerten der neuen Primärfarben einfach austauschen.

Austausch des Papiers/Substrates: Wenn Sie mit den gleichen Farben jedoch auf anderem Papier drucken wollen, können Sie das Papierweiß in den vorhanden Charakterisierungsdaten ändern.

Austausch von Farben im Verpackungsdruck:

Erstellen Sie einfach neue Messdaten und damit ein neues ICC-Profil, indem Sie in den vorhanden Charakterisierungsdaten z.B. Cyan gegen ein Blau oder Rhodamine Red für Magenta austauschen, ohne ein großes Testchart auf dem Drucksystem drucken zu müssen.

Flexibilität für den Verpackungs-druck: Erstellen Sie aus einem vollständigen 7C-Datensatz z.B. mit CMYK+Orange+Grün+Violett unzählige hochwertige Farbkombinationen für unterschiedliche Anwendungszwecke. Extrahieren Sie die CMYK-Werte für den 4-Farbdruck, Kombinationen aus CMYK plus entweder Orange, Grün oder Violett oder auch Daten für den 6C-Druck. Stellen Sie sicher, dass der Druckprozess stabil arbeitet und verwenden Sie die Farbkombinationen, die Sie zur Erfüllung der jeweiligen Kundenaufträge benötigen.

Vergrößern Sie den CMYK-Umfang: Fügen Sie eine fünfte, sechste oder siebte Farbe zu Ihren CMYK-Messdaten hinzu, indem Sie nur einen kleinen spektral gemessenen Keil mit der gewünschten zusätzlichen Primärfarbe hinzufügen.

Primärfarben editieren benutzen

Laden Sie die Charakterisierungsdaten eines Testchart-Drucks, welches Sie editieren möchten, in ColorAnt. ColorLogic empfiehlt zusätzlich die Messdaten eines weiteren Datensatzes mit der neuen auszutauschenden Primärfarbe zu laden. Diese Messdaten sollten am besten spektral gemessen worden sein, mindestens den Vollton und, wenn möglich, noch Abstufungswerte auf dem gewünschten Papier und auf Schwarz beinhalten.

Wählen Sie die zu ändernde Messwertdatei mit den Charakterisierungsdaten aus und klicken Sie auf Primärfarben editieren.

Austausch einer Primärfarbe: Um eine Primärfarbe auszutauschen, klicken Sie auf die Pipetten-Funktion der entsprechenden Farbe (siehe Beispiel eines Austauschs des Cyan-Kanals).Wählen Sie die neue Primärfarbe aus einer weiteren geladenen Messdatei aus, indem Sie auf diese Farbe klicken. Bestätigen Sie Ihre Änderungen mit dem Start-Button.

Hinweis: Um bestmögliche Qualität zu erreichen, empfiehlt ColorLogic die Verwendung von Spektraldaten. Alternativ, und wenn Sie keine zusätzliche Messwertdatei mit der neuen Primärfarbe haben, können Sie den gewünschten neuen Lab-Wert auch in das Zahlenfeld eintippen. Die Genauigkeit dieser Ersetzung ist dann jedoch nicht so gut, wie wenn Sie spektrale Werte importieren.

Die großartigste Funktion beim Import von Daten aus einer anderen Messwertdatei spielt sich für Sie unsichtbar im Hintergrund ab. Wenn die Daten vorhanden sind, dann werden nicht nur der spektrale Volltonwert, sondern auch Abstufungswerte und Überdruckinformationen übernommen und zur Berechnung hinzugezogen. Sie können zudem die Druckreihenfolge bestimmen, die sich auf die Berechnung der übereinanderliegenden Farben auswirkt. Je vollständiger die Daten sind, desto bessere Resultate erzielt die Farbersetzung. Falls Sie nur den Volltonwert zur Verfügung haben, so nimmt ColorAnt ein bestimmtes Druckverhalten an.

Austausch des Papiers/Substrats

Laden Sie neben der Messwertdatei mit den Charakterisierungsdaten eines Testchart-Drucks, welches Sie editieren wollen, eine weitere Messwertdatei, die die spektralen Messwerte des neuen Papiers/Substrates beinhaltet.

Wählen Sie die zu ändernde Messwertdatei mit den Charakterisierungsdaten aus und klicken Sie auf Primärfarben editieren.

Klicken Sie die Pipetten-Funktion bei Substrate/Papierweiß an und wählen einfach die gewünschte Messwertdatei aus. In Primärfarben editieren wird der Lab-Wert der neuen Primärfarbe angezeigt, so dass Sie sehen, dass eine Änderung erfolgt ist.

Bestätigen Sie Ihre Änderungen mit dem OK-Button und ColorAnt berechnet Ihre modifizierte Datei.

Kanäle hinzufügen

Laden Sie neben der Messwertdatei mit den Charakterisierungsdaten eines Testchart-Drucks, zu welchem Sie Kanäle hinzufügen wollen, eine weitere Messwertdatei, die die spektralen Messwerte der zusätzlichen Farbe beinhaltet.

Um diese Option nutzen zu können, benötigen Sie das ColorAnt L Paket.

Quick Start Vorgehensweise

Schritt 1: Wählen Sie die zu ändernde Messwertdatei mit den Charakterisierungsdaten aus und klicken Sie auf Primärfarben editieren.

R

ColorAnt M


STANDARD FUNKTIONEN


Darstellen, Vergleichen, Report erstellen

Korrektur, Glätten, Mitteln, Weiß/Schwarz Korrektur, Aufheller, Umrechnen, Tonwert, Verbinden


Primärfarben editieren

Primärfarben für CMYK editieren


Individuelle Chart erstellen

Farbräume: Grau, RGB und CMYK


CIE Konvertierung

Standard-Beobachter editieren

R

ColorAnt L


Alle Funktionen von ColorAnt M


Individuelle Charts erstellen für Multicolor


Primärfarben editieren

Primärfarben editieren für
Multicolor


Multicolor Charts verbinden

Basierend auf Kanalnamen


ColorAnt Hauptfenster

ColorAnt Hauptfenster

Intelligente Analyse und Optimierung von Messdaten

ColorAnt korrigiert und optimiert Messdaten vor der Profilierung. Es gibt viele Gründe, weshalb Messdaten vor der Weiterverarbeitung bearbeitet werden sollen. Einer der wichtigsten Gründe ist, dass die Qualität nicht gut genug ist und es bei der Profilerstellung deswegen zu minderwertigen Profilen kommt. Dies kann z.B. durch Messfehler, Druckfehler oder andere Artefakte (z.B. Unhomogenitäten) ausgelöst werden.

Mächtige und umfangreiche Werkzeuge

Vielfältige Werkzeuge, wie z.B. die Korrektur optischer Aufheller in Papieren, Tonwertkurvenanpassungen an Vorgaben (wie z.B. G7, ISO oder Hausstandards), Glätten, Fehlerkorrektur, Mitteln, Weißpunktkorrektur, sowie das Idealisieren von Messdaten, ermöglichen eine Messdatenaufbereitung, die keine Wünsche offen lässt. Die spektrale Änderung von Primärfarben und Überdruckfarben in ganzen Messdatensätzen ermöglicht die Profilerstellung ohne zeit- und kostenaufwändige Drucke von großen Testcharts. Zusätzliche Analyse-, Vergleichs- und Darstellungs-Funktionen liefern Ihnen Hinweise auf mögliche Fehlerquellen und zeigen Ihnen, welche Werkzeuge Sie zur Korrektur einsetzen sollten. Zudem können Sie eigene, für Ihre Druckbedingung angepasste, Testcharts für unterschiedliche Farbräume erstellen, um die Profilerstellung bestmöglich zu unterstützen.

Optimierte Produktionssicherheit

Die Qualität von berechneten ICC-Profilen ist höchstens so gut, wie die der Testcharts und Messdaten, aus denen sie erzeugt werden. Mit der Analyse und Optimierung der Messdaten wird somit eine höhere Profilqualität ermöglicht, die sich auch in einer verbesserten Produktionssicherheit niederschlägt.

ColorAnt unterstützt die Optimierung von Daten für jede Druckerprofilierungssoftware, ob es nun ICC konform ist oder nicht.

 

Hauptfenster

Die Werkzeuge zur Anwendung auf Messdaten sind in einer vertikalen Toolbar in verschiedenen Gruppen angeordnet. Tools, die auf Messdaten angewendet werden können, sind an ihrer Farbigkeit zu erkennen, während solche, die nicht angewendet werden können, ausgegraut sind. Am unteren Ende der Toolbar gelangen Sie über Registrierung in den Registrierungs- und Lizenz-Dialog und können die Grundeinstellungen des Programms über Einstellungen beeinflussen.

  • Da die Automatische Messdatenkorrektur das meistbenutzte Werkzeug ist, befindet es sich ganz oben in einer eigenen Gruppe. Die Automatik-Funktion arbeitet je nach geladenen Daten unterschiedlich. Wenn nur eine Datei unter Datensätzen selektiert ist wird diese optimiert, wenn mehrere Datensätze selektiert sind, werden sie gemittelt.
  • Unter Import/Export von Daten sind neben dem Öffnen von vorhandenen Messdaten über das Dateimenü verschiedene Optionen zur Erstellung von Messdaten verfügbar.
    • Mit Individuelles Chart generieren Sie eigene Referenzdateien für die Testchart-Erstellung.
    • Chart exportieren erlaubt es, aus Referenzdateien Testcharts für die Druckausgabe als TIFF-, PDF- oder PSD-Dateien zu erstellen.
    • Mit Messen wird ein Programm aufgerufen, mit dem Testcharts und Keile mit verschiedenen Messgeräten gemessen und direkt in ColorAnt übertragen werden.
    • Mit Report erstellen Sie eine umfangreiche Analyse Ihrer Messdaten als PDF- oder XML-Datei.
  • Die eigentlichen Werkzeuge zum Editieren der Messdaten finden sich in der Editieren-Gruppe.
    • Zur Messdatenaufbereitung ist eine bestimmte Reihenfolge der Arbeitsweise empfehlenswert: Sie sollten zuerst redundante Farbfelder bereinigen (Redundanzen), danach fehlerhafte Messwerte korrigieren (Korrektur) und zum Schluss die Messdaten glätten (Glätten). Diese Arbeitsweise ist in der obersten Reihe in der Editieren-Gruppe von links nach rechts abgebildet.
    • Weiß/Schwarz-Korrektur erlaubt das Editieren des Papier-Weiß- und des Schwarzpunktes einer Messwertdatei.
    • Den Effekt von optischen Aufhellern in Papieren auf die Messwerte passen Sie mit dem Aufheller-Werkzeug an.
    • Das Tonwerte-Werkzeug erlaubt es, die Tonwertezunahmenkurven anzupassen.
    • Das Umrechnen-Werkzeug ist für die Umsortierung, die Lesbarmachung von Random Testcharts oder auch für die Umskalierung auf komplett andere Testchart-Layouts gedacht.
    • Primärfarben editieren ist ein sehr mächtiges Werkzeug, um Primärfarben und das Papierweiß in vorhanden Messwerten anzupassen, zu verändern oder zu erweitern.
  • Die Gruppe Konsolidieren und konvertieren beinhaltet Werkzeuge für die Anwendung auf mehrere Messdaten und Sonderfunktionen zur Konvertierung.
    • Mitteln Sie Messwerte von vielen gleichartigen Testchartdrucken.
    • Verbinden Sie die Messwerte mehrerer einzelner Testcharts zu einer neuen großen Messwertdatei.
    • ICC Umrechnung ist dafür gedacht, Drucker- und/oder DeviceLink-Profile auf Referenzdaten anzuwenden, um Profiltests und Vergleiche durchzuführen.
    • Mit CIE Konvertierung ändern Sie den Standard-Beobachter und die Lichtart.

Hinweis: Wenn die Messdaten in einem ICC-Profil gespeichert wurden (z.B. in Profilen, die mit ColorLogic’s CoPrA erstellt wurden), ziehen Sie diese einfach per „Drag&Drop“ auf das Datensätze Fenster.

ColorAnt | Automatische Messdatenkorrektur

Automatische Messdatenkorrektur

Zur Messdatenaufbereitung ist eine bestimmte Reihenfolge von Arbeitsschritten empfehlenswert. Bereinigen Sie zuerst redundante Farbfelder in der Messdatei, danach korrigieren Sie fehlerhafte Messwerte und zum Schluss glätten Sie die Messdaten. Durch die Automatik-Funktion wird diese Reihenfolge automatisch ausgeführt.

So wird’s gemacht:

  1. Laden Sie Ihre Messdatei, indem Sie sie auf den Bereich Datensätze ziehen oder mit Datei/Öffnen auswählen.
  2. Klicken Sie auf den Automatik-Button und im darauf erscheinenden Dialog auf den Start-Button.
  3. Sie können jeden Schritt im Verlauf verfolgen und dort einzeln anklicken und betrachten (wenn Sie den Betrachten-Dialog geöffnet haben) oder wieder rückgängig machen.
  4. Speichern Sie die optimierte Messdatei mit Datei/Speichern unter als neue Datei ab. Danach können Sie die optimierte Messdatei z.B. in einer Profilierungssoftware wie CoPrA zur Erstellung von hochwertigen ICC-Druckerprofilen verwenden.  

Die intelligente Automatik-Funktion erkennt anhand der Messdaten, was zu tun ist. So prüft sie bei Auswahl mehrerer Datensätze, ob die gleiche Anzahl Farbfelder vorliegt und mittelt die Daten, während bei der Auswahl einzelner Dateien oder mehrerer Dateien mit unterschiedlicher Anzahl an Farbfeldern die Optimierung der Messdaten vorgenommen wird.
Als erstes führt die Automatik-Funktion die Redundanzen-Korrektur (Redundanzen) aus, danach werden Fehler, ohne Anpassung der Überdruckeigenschaften, in den Messdaten korrigiert (Korrektur/Korrigiere fehlerhafte Messwerte) und beim Glätten wird eine 50% Einstellung verwendet. Dies führt zu optimierten Messdaten, die die Charaktereigenschaften des Drucks möglichst originalgetreu belassen und somit letztendlich zu besseren Profilen führen. Im beigefügten Screenshot sehen Sie die verwendeten Voreinstellungen.

Hinweis: Wir empfehlen die Messdaten aus dem Flexodruck manuell zu optimieren, da die Automatik Lichterbereiche glättet.

ColorAnt | Vergleichen

ColorAnt Vergleichen Fenster

Das Farbvergleich-Fenster zeigt die Messdaten vor und nach einer Optimierung und erlaubt es dem Anwender die Schritte, welche die Optimierung erzieht haben, zu sehen (z.B. Korrektur, Glätten oder Automatisch)

So wird’s gemacht:

  1. Wenden Sie zuerst das gewünschte Tool auf Ihre Messdatei an.
  2. Selektieren Sie anschließend die Messdatei unter Datensätze.
  3. Klicken Sie auf den Knopf Vergleichen, um das Vergleichsfenster zu öffnen.
  4. Wählen Sie im linken oberen Chooser oben die Original-Messdatei vor der Verarbeitung und rechts die Datei nach der Verarbeitung aus.
  5. Im Chooser Vergleichsmodus wählen Sie die Farbabstandsformel aus (DeltaE-76 oder DeltaE-2000).
  6. Mit Hilfe der Regler Markieren von und Markieren bis heben Sie die Farbfelder hervor, die in einem bestimmten Delta E-Bereich liegen sollen. Hervorgehobene Farbfelder sind mit einem roten Rahmen markiert und das Feld mit dem maximalen Fehler ist mit einem cyanfarbenen Rahmen markiert.
  7. Wenn Sie mit der Maus ein Farbfeld ansteuern, werden die beiden Farben, vor und nach der Optimierung, in einem großen Kasten geteilt, und die zugehörigen Lab-Werte und der Farbabstand (Delta) angezeigt. Klicken Sie in einen leeren Bereich außerhalb der Farbfelder, wird der maximale Farbabstand (Maximum) sowie der Mittelwert (Average) über alle Farbfelder angezeigt.
    Hinweis: Zu jedem selektierten Farbfeld wird neben den Lab-Werten auch das Farbmodell und die Gerätefarbwerte angezeigt.
  8. Mit Zeige Differenzen werden die Farbfelder je nach Farbabstand von weiß (keine Differenz) bis dunkelgrau (hohe Differenz) angezeigt.
  9. Die Checkbox An Breite anpassen sorgt dafür, dass die Farbfelder so groß wie möglich, in Relation zur Fenstergröße, oder das komplette Chart angezeigt werden.
  10. Im Reiter Graph sehen Sie eine graphische Fehlerverteilung in Perzentilen.
  11. Im Reiter Statistik werden statistische Größen wie Maximalwert, Durchschnitt, Median, Sigma, Variationskoeffizient sowie die 10 schlechtesten Messfelder und die Fehlerverteilung in 10% Stufen aufgelistet.