Das Chart exportieren Fenster

Das Werkzeug Chart exportieren erstellt Testcharts aus Gerätefarbwerten (z.B. RGB, CMYK, 7 Kanäle etc.) als TIFF-, PSD- oder PDF-Dateien für die Druckausgabe und die Messung der Farbfelder.

Der Dialog besteht aus drei Abschnitten. Im oberen Bereich kann eine Voreinstellung, die alle Einstellungen abdeckt, ausgewählt werden. Eigene Voreinstellungen können erstellt, gespeichert oder gelöscht werden. Der große Mittelteil behandelt die Optionen für Chartgröße, Feldgrößen und weitere Optionen. Der darunter liegenden Bereich liefert Informationen darüber, wieviele Seiten mit der ausgewählten Voreinstellung und verwendeten Optionen erstellt werden und enthält die Buttons zum Schließen oder zum Start der Testcharterstellung.

Das Werkzeug ist optimiert für die Unterstützung der meisten Messgeräte im Measure Tool:

– Barbieri Spectro LFP- Barbieri Spectropad

– Konica-Minolta FD-7/ FD-5

– Konica-Minolta FD-9

– Techkon SpectroDens

– Techkon SpectroJet

– X-Rite i1Pro 2 /i1Pro 1

– X-Rite eXact

– X-Rite i1iO
Hinweis: Nicht unterstütze Geräte benötigen eventuell Software eines speziellen Herstellers für die Testchartgenerierung aus unseren Referenzdateien. Lesen Sie diesen Artikel über die Generierung von Testchart für das X-Rite iSis aus einer ColorLogic Referenzdatei im X-Rite i1Profiler.

Vorgehensweise

  1. Als erstes wählen Sie die Referenzdatei mit den gewünschten Gerätewerten aus und laden diese in der Sektion Messdateien. Verfügbare Referenzdateien für die verschiedenen Farbräume finden Sie unter Datei/Vordefinierte Daten. Eigene Referenzdateien erstellen Sie mit dem Werkzeug Individuelles Chart.
  2. Rufen Sie danach das Werkzeug Chart exportieren auf, um die Einstellungen für das Layout und das Spektralphotometer, mit dem Sie messen werden, zu bestimmen.
  3. Für eigene Chart oder Feldgrößen editieren Sie einfach eine der Voreinstellungen. Ihre Editierung wird mit (edited) gekennzeichnet. Falls Sie ihre eigenen Einstellungen speichern möchten, klicken Sie auf das Speichern Icon und geben Sie der Voreinstellung einen Namen. Gespeicherte Einstellungen werden unter dem GESPEICHERT Trenner im DropDown Menü aufgeführt.
  4. Wenn Sie Ihre Einstellungen vorgenommen haben (Details dazu finden Sie im nächsten Abschnitt) zeigt Ihnen ColorAnt an, auf wie viele Seiten das Testchart aufgeteilt wird. Mit einer größeren Charthöhe können mehr Felder untergebracht werden, wodurch sich die Anzahl der Seiten reduziert.
  5. Klicken Sie auf den Start-Knopf, um das oder die Testcharts zu exportieren. Im Speichern-Dialog legen Sie den Dateinamen und das Format (TIFF, PSD oder PDF) fest.
  6. ColorAnt erstellt die angezeigte Anzahl an Testcharts und eine neue, auf das Layout passende Referenzdatei. Nutzen Sie diese exportierte Referenzdatei und nicht Ihre unter Punkt 1 geladene Referenzdatei für die Messung der Farbfelder und die Profilerstellung.

Einstellungs- und Optionsdetails

  • Verschiedene Messgeräte haben unterschiedliche Anforderungen an die Farbfeldgrößen, die Abstände zwischen den Feldern und gegebenenfalls die Größe des gesamten Testcharts. Zusätzlich können Sie Anforderungen Ihres Druckverfahrens berücksichtigen und den Gesamtfarbauftrag bei Bedarf reduzieren.
  • Im Bereich Chartgröße geben Sie die Bildgröße der einzelnen Testcharts an. Geben Sie die gewünschte Charthöhe und Chartbreite an, der für die Farbfelder genutzt werden soll (minus dem Platz der für die Beschriftung der Patches benötigt wird). Verwechseln Sie diese Angaben nicht mit der Papiergröße – es verhält sich ähnlich zur Bildgröße. Das exportierte Chart kann anschließend auf der benötigten Papiergröße platziert und ausgedruckt werden.
  • Bei der Erstellung von einseitigen Testcharts versucht ColorAnt beim Exportieren die Felder möglichst gleichmäßig zu verteilen. Dies kann dazu führen, dass die Chartbreite nicht optimal ausgenutzt wird. Dies können Sie durch die Option Chartbreite immer komplett ausnutzen erzwingen.
    Hinweis: Beachten Sie die Dokumentation zu Ihrem Messgerät. Manche Geräte verwenden ein Lineal für die halbautomatische Messung. Die Chartbreite sollte sich an der Länge dieses Lineals orientieren. Die Dokumentation zu Ihrem Messgerät erklärt Ihnen ebenfalls, ob Feldtrenner benötigt werden und wie die Minimalgrößen des einzelnen Farbfeldes sein dürfen.
  • Im mittleren Rahmen legen Sie die Breite und Höhe des einzelnen Farbfeldes fest. Zudem wählen Sie im DropDown-Menü, ob ein Feldtrenner benötigt wird (Auto) oder nicht (Keine). Einige Geräte kommen mit sehr kleinen Trennern klar (0.5 mm), einige benötigen 1 mm. Für grobe Substratoberflächen und niedrig auflösende Drucker kann ein 2 mm Trenner hilfreich sein. Für weitere Informationen schauen Sie bitte in die Dokumentation ihres Messgerätes.
  • Unter Feldverteilung legen Sie fest, ob alle Farbfelder zufällig auf dem Bogen oder wie in der Referenzdatei angegeben (normal) verteilt werden. Mit der Einstellung sortiert werden die Farbfelder von hell nach dunkel sortiert. Dies ist hilfreich, wenn Sie z.B. eine zufällig angeordnete Referenzdatei in ein ansprechenderes, visuelles Layout überführen wollen, oder wenn Sie einen Farbkeil mit abgestuften Farbfeldern einer einzigen Farbe ausgeben wollen.
    Hinweis: Die Zufällig Option wird bei jedem Speichervorgang neu angewandt. Sie können also nicht die gleiche Referenz zweimal mit der gleichen zufälligen Anordnung der Patches speichern. Falls dies allerdings gewünscht ist, empfehlen wir folgenden Workaround: Speichern Sie ihr Chart einmal mit der Zufällig Option und öffnen Sie dann diese neu erstellte Referenz. Speichern Sie diese dann mit der Option Normal.
  • Eine Besonderheit des Werkzeuges Chart exportieren ist es, den Gesamtfarbauftrag des exportieren Testcharts begrenzen zu können. Standardmäßig sollte der Gesamtfarbauftrag auf der Maximalhöhe (400% bei CMYK- und Multicolor-Testcharts) verbleiben. Haben Sie jedoch in Ihrem Druckprozess oder der anschließenden Weiterverarbeitung Schwierigkeiten, so viel Farbe aufzubringen (z.B. kann das im Keramikdruck ein Problem sein), so reduzieren Sie hier den Gesamtauftrag auf den gewünschten Wert. Das exportierte Testchart wird Ihren definierten Gesamtfarbauftrag nicht überschreiten.
    Hinweis: Beachten Sie, dass die exportierte Referenzdatei für die Messung und die Profilerstellung benötigt wird, damit die Farbfelder und die Referenzdatei zueinander passen. Beachten Sie zudem, dass Sie bei der Profilerstellung, z.B. in ColorLogic CoPrA, entweder den gleichen oder gegebenenfalls einen niedrigeren (Max.Ink in ColorLogic CoPrA), jedoch keinesfalls einen höheren Gesamtfarbauftrag angeben. Es ist gut möglich, dass andere Profilierungslösungen mit einer im Gesamtfarbauftrag reduzierten Referenzdatei nicht zurecht kommen. In den meisten Fällen ist die Reduzierung des Gesamtfarbauftrages bei der Testcharterstellung nicht nötig.
  • Normalerweise ist die Option Patchnummern hinzufügen aktiviert. Falls Sie keine Patchnummerierung wünschen, deaktivieren Sie die Checkbox.
  • Falls der Anwender basICColor Catch zum Messen der exportierten Testcharts verwenden möchte, wird eine XML-Referenzdatei zum Laden in Catch benötigt. Aktivieren Sie zum Generieren der benötigten XML-Datei die Option Erzeuge Target Definition für basICColor catch.