Was ist ZePrA?

ZePrA ist ein Hotfolder-basierter Farbserver zum Optimieren von TIFF-, JPEG-, PSD- oder PSB-Bilddateien und PDF-Daten mit DeviceLink- und ICC-Geräteprofilen.

ZePrAs primäre Einsatzgebiete sind die Optimierung und Konvertierung von CMYK-Druckdaten, medienneutrale Arbeitsabläufe mit RGB-Daten und die Multicolor-Verarbeitung.

Laden Sie hier den Quick-Start-Guide als PDF-Dokument.

 

ZePrAs Sidebar

Die Benutzeroberfläche von ZePrA ermöglicht durch ihre praktische Sidebar einen schnellen Zugriff auf alle Module. Bewegen Sie die Maus einfach über den Home-Button an der linken Seite und wählen Sie das entsprechende Modul aus.

Auto-Setup

Auto-Setup

Erzeugen Sie mittels Auto-Setup-Wizard neue Workflows

Konfigurationen und Übersicht

Übersicht

Wechseln Sie zum Übersichtsfenster, um Warteschlangen, offene Jobs und bearbeitete Jobs zu überwachen

Konfigurationen

Prüfen und passen Sie Ihre ZePrA-Konfigurationen an

Warteschlangen

Wählen Sie Eingangs- und Ausgabeordner, Fehlerorder und den Ordner für die Originaldateien

Werkzeuge

Sonderfarben-Report

Überprüfen Sie die Sonderfarben-Umsetzung bereits vor dem Druck

SaveInk-Report

Erzeugen Sie SaveInk-Reports für alle Ihre Konfigurationen

ICC-Profile extrahieren

Extrahieren Sie ICC-Profile und Ausgabebedingungen aus Bild- und PDF-Dateien

Globale Einstellungen

Sonderfarben-Bibliotheken

Das hervorragende Sonderfarben-Modul in ZePrA

Gradationen

Verwalten und erzeugen Sie Tonwertkorrektur-Kurven

Profilzuweisungen

Wählen Sie, ob vorhandene DeviceLinks oder dynamisch erstellte DeviceLinks für die Dateikonvertierung genutzt werden sollen

Installation

ZePrA – Systemvoraussetzungen

Mac OSX:

10.75 oder höher – (ausschl. Intel)

Windows:

Nur 64-Bit Windows XP, Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10

Die gelieferten Installationsprogramme installieren ZePrA im Programme-Ordner Ihres Betriebssystems (Macintosh oder Windows). Mit einem Doppelklick auf das jeweilige Installationsprogramm starten Sie die Installation von ZePrA.

Nachdem Sie die Lizenzvereinbarung akzeptiert haben, können Sie den Zielordner definieren und zwischen der Standardinstallation und einer angepassten Installation wählen. Die Standardinstallation installiert alle Komponenten, inklusive dem nachfolgend beschriebenen Measure Tool (ColorAnt). In der angepassten Installation können Sie entscheiden, ob Sie ColorAnt installieren möchten.

Measure Tool – Hierbei handelt es sich um eine Software, die die Messung von Sonderfarben unterstützt (Messgerät vorausgesetzt), so dass Sie individuell abgestimmte Farbbibliotheken für Ihre Sonderfarbenumsetzung anlegen können.

DLS-ManagerHiermit können Sie entscheiden, welche DeviceLink-Sets Sie auf Ihrem Rechner installieren und testen/nutzen möchten.

Computer- oder USB-Dongle-Lizenz

Eine Computer-basierte ZePrA-Lizenz bezieht sich immer auf einen einzelnen Computer, auf dem ZePrA installiert ist. Dies bietet sich beispielsweise für eine zeitlich begrenzte Testinstallation an. Ebenso sind diese Lizenzen von Vorteil, wenn der Computer keinen USB-Anschluss besitzt oder ein USB-Dongle nicht erwünscht ist, zum Beispiel bei einem Server.

USB-Dongle-Lizenzen funktionieren mit einem speziellen ZePrA-USB-Stick. Der ZePrA-USB-Dongle kommuniziert mit der entsprechenden ZePrA-Lizenz und erlaubt es, ZePrA auf unterschiedlichen Rechnern zu benutzen. Dabei ist es erforderlich, dass der USB-Dongle am jeweiligen Rechner angeschlossen ist, bevor ZePrA gestartet wird.

Demolizenz anfordern

Sie können für ZePrA eine 14-tägige Demolizenz anfordern, um sich einen persönlichen Eindruck von den Möglichkeiten in ZePrA zu verschaffen.

Um eine Testlizenz anzufordern, folgen Sie bitte den beschrieben Schritten:

1. Klicken Sie auf den Eintrag Registrierung in der unteren, linken Ecke der Sidebar im Hauptfenster.

2. Gehen Sie nun auf den Reiter Demolizenz anfordern.

3. Geben Sie alle erforderlichen Informationen ein.

4. Sobald Sie Ihr Land eingegeben haben, zeigt ZePrA Ihnen eine Liste von unseren verfügbaren Händlern in Ihrem Land.

Wählen Sie einen Partner aus und klicken Sie auf Anfrage direkt abschicken. Die gewünschte Demolizenz wird Ihnen innerhalb weniger Minuten an die angegebene E-Mail-Adresse gesendet.

5. Speichern Sie die in der E-Mail enthalten Lizenzdatei (erkennbar an der Endung *.lic) auf Ihrem Rechner.

6. Im Reiter Lizenzdetails auf der Registrierungsseite können Sie die Lizenzdatei laden und somit ZePrA aktivieren.

Nach der Installation der Demolizenz sehen Sie das Ablaufdatum der Lizenz in den Lizenzdetails.

Einschränkungen einer ZePrA-Demolizenz

Bei der zeitlich begrenzten Demolizenz wird auf den ausgegebenen Daten ein „Demo“-Schriftzug eingefügt. Zudem ermöglicht die Demolizenz, mit optimierten Demo-Standard-DeviceLink-Profilen (DLS) von ColorLogic zu arbeiten, die Sie mit dem DLS-Manager nach dem Laden der Demolizenz installieren können. Um Ihre Tests übersichtlich zu gestalten, können Sie nach der Registrierung eine Vorauswahl der Demo-DeviceLink-Profilsets bezogen auf Ihr Produktions- oder Anwendungsfeld treffen (mehr Informationen zu den DeviceLink-Sets finden Sie in der Online-Hilfe im Bereich DLS).

Wenn Sie ZePrA innerhalb Ihrer Produktionsumgebung ohne Wasser-zeichen auf den ausgegebenen Seiten testen möchten, so setzen Sie sich bitte mit dem für Sie zuständigen Vertriebspartner in Verbindung.

ZePrA bestellen

Wählen Sie eines unserer ZePrA-Pakete (Beschreibung auf Seite 12), klicken Sie auf ColorLogic Produkt kaufen…, welches Sie in der unteren rechten Ecke auf der Registrierungsseite finden (Fig 1.1).

Sie werden automatisch auf unsere Kontaktseite weitergeleitet und können dort einen für Sie zuständigen Händler auswählen. Klicken Sie einfach auf dessen Namen, und Sie werden automatisch auf die Webseite des Händlers weitergeleitet, wo Sie seine Kontaktinformation finden und sich mit ihm in Verbindung setzen können.

Eine permanente Lizenz installieren

Sobald Sie ZePeA gekauft haben, wird Ihnen Ihr ColorLogic-Händler eine permanente Lizenz zusenden. Dies kann wunschgemäß entweder eine Computer-basierte oder USB-Stick-basierte Lizenz sein (lesen Sie zu den Unterschieden bitte die vorherigen Erläuterungen).

Die permanente Lizenz-Datei erkennen Sie an der Endung (*.lic) und muss im Registrierungsfenster im Reiter Lizenzdetails geladen werden.

Nachdem Sie die Lizenz geladen haben, können Sie unter Lizenzdetails die freigeschalteten Module einsehen.

Profile, die mit einer permanenten Lizenz erstellt wurden, können in allen ICC-kompatiblen Programmen, die ICC-Ausgabeprofile und DeviceLink-Profile unterstützen, genutzt werden, wie zum Beispiel in unserem ColorLogic-Farbserver ZePrA.

Auto-Setup

Workflow erzeugen mittels Auto-Setup

ZePrA bietet sechs Auto-Setup-Methoden für die meist genutzten Farbmanagement-Aufgaben. Um die erforderlichen Warteschlangen und die damit verbundenen Konfigurationen zu erstellen, sind nur wenige Schritte erforderlich.

Einstellungen zwischen CoPrA und ZePrA teilen

Eine der wichtigen Funktionen in ZePrA ist die Möglichkeit, Einstellungen zur DeviceLink-Erstellung, die in CoPrA definiert wurden, zu teilen. Ein Klick auf Mit ZePrA teilen und sofort ist die Einstellung verfügbar.

Einstellungen zwischen CoPrA und ZePrA teilen

Hinweis: Für diese Funktion müssen Sie SmartLink lizensiert haben, und ZePrA und CoPrA müssen auf dem gleichen Rechner installiert sein.

Schritt 1: Auswahl eines Setup-Modus

Starten Sie ZePrA und klicken Sie im Hauptfenster an der linken Seite auf dem Home-Button. In der sich öffnenden Sidebar klicken Sie auf die Option Auto Setup.

Mit dem Auto-Setup-Wizard legen Sie eine neue Konfiguration und/oder eine Warteschlange für Ihre Aufgabenstellung an. Sie können TIFF, JPEG-, PSD oder PSB-Bilddateien als auch PDF-Dateien verarbeiten.

Einen Setup-Modus wählen

Normalisieren und Farben zur neuen Ausgabebedingung konvertieren

Ihre Daten werden zunächst zum Dokument-Farbraum oder Output Intent umgerechnet (normalisiert), so dass Ihre Dateien einen einheitlichen Farbraum aufweisen. Anschließend werden die normalisierten Daten mit einem DeviceLink-Profil zum gewünschten Zielfarbraum farbkonvertiert.

Normalisieren zum Dokumentfarbraum oder Output Intent

Ihre Daten werden zum Dokument-Farbraum oder Output Intent umgerechnet (normalisiert), so dass Ihre Dateien einen einheitlichen Farbraum aufweisen. Die finale, normalisierte Datei besteht nach der Konvertierung nur noch aus einem Farbraum und eventuellen Sonderfarben.

Liegen PDF-Objekte im RGB-Farbraum vor, werden diese vom eingebetteten Profil über den im PDF definierten Rendering Intent in den Dokument-Farbraum konvertiert.

Farbe sparen

Mit dem Workflow Farbe sparen normalisieren Sie Ihre Daten zum Dokumentfarbraum und optimieren den Farbauftrag der Daten anschließend mit Ihrem ausgewählten SaveInk-Profil, indem Sie ein vorhandenes DeviceLink-Profil verwenden oder auf Basis der SmartLink-Funktion eine von drei Farbeinsparungsmöglichkeiten auswählen.

Gesamtfarbauftrag optimieren

Mit Gesamtfarbauftrag optimieren wandeln Sie Ihre Daten einheitlich zum Dokumentfarbraum und optimieren Sie anschließend mit Ihrem vorgegebenen Gesamtfarbauftrag-Reduktionsprofil oder mit der unter SmartLink anwenden gewählten Tonwertsumme unter Gewünschter Farbauftrag.

Direkte Farbkonvertierung zur neuen Ausgabebedingung

Ihre Daten werden direkt zur gewünschten Ausgabebedingung (Zielprofil) farbkonvertiert, ohne dass die Daten zuvor in den Dokumentfarbraum normalisiert werden. Dieser Einstellungs-Modus eignet sich besonders für medienneutral aufbereitete Daten, zum Beispiel RGB-Bilddaten mit ICC-Profil. Mit diesem Modus wird die beste Farbraumnutzung des Zielfarbraumes ermöglicht.

Nur Gradationskurven anwenden

Weicht Ihr Druckprozess aufgrund differierender Druckbedingungen (z. B. bedingt durch Bedruckstoff oder andere Druckparameter) ab und Sie möchten eine Anpassung ohne CtP-Kompensationskurven im RIP durchführen, können Sie mit ZePrA eine Gradationskorrektur Ihrer Daten „on-the-fly“ vornehmen – ohne Veränderung der Kennlinien im CtP-RIP.

Schritt 2: Wahl der Konvertierung

Je nach gewähltem Setup-Modus stehen unterschiedliche Optionen zur Konvertierung zur Auswahl.

Dokumentfarbraum

Damit Ihre Daten zum Dokumentfarbraum oder Output Intent einheitlich umgerechnet werden können, wählen Sie hier bitte Ihren gewünschten Dokument-Farbraum aus und bei Bedarf den Output Intent.

Vorhandenes DeviceLink-Profil verwenden

Verfügen Sie bereits über ein passendes DeviceLink-Profil für Ihren Workflow, konfiguriert dieses DeviceLink-Profil das Quellprofil der Datei, falls Dateien ohne eingebettete Profile verarbeitet werden. Ebenso wird das Zielprofil durch das DeviceLink-Profil gesetzt.

Verwende SmartLink

Haben Sie eine Lizenz für SmartLink erworben, können Sie „on-the-fly“ hochwertige DeviceLinks auf Basis Ihrer „normalen“ Quell- und Zielprofile berechnen, um die bei einer normalen ICC-Konvertierung auftretenden Probleme zu vermeiden und die Qualität Ihrer Konvertierungen zu optimieren.

Hinweis: Ist SmartLink nicht aktiviert, wird für Objekte mit eingebundenem ICC-Profil eine normale ICC-Konvertierung ausgeführt.

Vertiefung: Verwende SmartLink

Haben Sie den Setup-Modus Normalisieren und Farben zur neuen Ausgabebedingung konvertieren gewählt, wird Ihre Datei zunächst in den von Ihnen voreingestellten Dokument-Farbraum und/oder, falls vorhanden, Output Intent konvertiert. Anschließend findet eine  weitere Konvertierung vom Dokumentfarbraum und/oder Output Intent in den Zielfarbraum über die DeviceLink-Generierung mit SmartLink statt.

Unter Direkte Farbkonvertierung zur neuen Ausgabebedingung findet eine direkte Farbkonvertierung vom Dokument-Farbraum und/oder Output Intent sowie den Objekten unter Bilder und Vektoren in den Zielfarbraum mit DeviceLink via SmartLink statt. Bilder und Vektoren mit eingebetteten Profi len werden direkt zum Zielprofil konvertiert und nicht mehr zuvor in den Dokumentfarbraum  normalisiert.

Farbe sparen und Gesamtfarbauftrag optimieren berücksichtigen unter der SmartLink-Anwendung, dass Anmutung und Farbumfang erhalten bleiben, jedoch zusätzlich eine individuelle Farbeinsparung bzw. eine Begrenzung des Gesamtfarbauftrages genutzt werden kann. Vor der SmartLink-Anwendung erfolgt die Normalisierung der Daten in den Dokumentfarbraum.

SmartLink-Methoden

ZePrA berücksichtigt über die SmartLink-Methode die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Druckbedingungen, so dass die gedruckte Farbe korrekt getroffen und für den gewünschten Druckprozess optimal separiert wird.

Traditioneller Druck – klassisch ist für Daten geeignet, die Sie für den Offset-, Tief- oder Zeitungsdruck konvertieren möchten.

Falls Sie konventionell Drucken möchten, Farbe und Papier des Zielfarbraums aber deutlich vom Output Intent oder dem Dokumentfarbraum abweichen, ist die Einstellung Traditioneller Druck mit Automatik die richtige Wahl.

Drucken Sie auf einem (Großformat-) Tintensystem sollten Sie die Methode Großformatdruck – Inkjet wählen.

Falls Sie mit digitalen Produktionsmaschinen oder Officedruckern arbeiten, wählen Sie die Digitaldruck-Toner-Methode

 

Rendering Intents

Für die Berechnung wählen Sie bitte einen Rendering Intent. ZePrA bietet über die vier Standard-ICC-Rendering Intents hinaus zusätzlich eigene Umrechnungsmethoden an:

Standard Komprimierung, wenn die Umrechnung zwischen unterschiedlich großen Farbumfängen erfolgen soll.

Schwarzkompensation bei ähnlich großen Farbumfängen. Ähnelt der relativ farbmetrischen Umrechnung mit Tiefenkompensierung bei besserer Zeichnung in hochgesättigten Farben und einer farbtonrichtigen Farbwiedergabe. Nicht gut geeignet bei kleinen Farbumfängen.

Absolute Komprimierung, wenn der Farbumfang ähnlich groß ist, jedoch der Papierton deutlich abweicht.

Dynamische Komprimierung, wenn Eingabe- und Zielprofil einen sehr großen Dynamik- und Kontrastumfang aufweisen, wie zum Beispiel bei RGB-zu-CMYK-Konvertierungen.

Minimale Komprimierung ermöglicht eine absolut farbmetrische Reproduktion und kompensiert lediglich die Bereiche, die sich in der Nähe des Schwarz- und Weißpunktes befinden.

Auswahl des Rendering Intent

Vertiefung: Gradationsworkflow anlegen

Mit der Verwendung von Gradationskurven können Druckkennlinien direkt in die zu konvertierenden Daten eingerechnet werden. So können Druckstandards eingehalten und Unwägbarkeiten im Druckprozess, bedingt durch eine Vielzahl von Druckparametern, nicht zuletzt auch durch Bedruckstoff und Farbe, ausgeglichen werden. Im Anschluss muss bei der Belichtung der Daten nur noch eine lineare Umsetzung in der RIP-Software des Belichters erfolgen.

Am besten wenden Sie reine Gradationskorrekturen auf druckfertige PDF/X-1a-Dateien an, die nur aus CMYK und eventuell Sonderfarben bestehen.

Möglichkeiten zum Anlegen eines Gradations-Workflows

Kurven aus externer Datei verwenden
Laden Sie eine externe Datei mit den Gradationskurven für Prozessfarben und/oder Sonderfarben.

Mit linearer externer Datei beginnen
Definieren Sie vorab eine entsprechende Konfiguration mit zunächst linearen Kurven und passen diese im Nachhinein an.

Kurven auswählen
Nutzen Sie die mit ZePrA mitgelieferten statischen Gradationskurven oder eine von Ihnen in der Kurvenverwaltung selbst erstellten Kurven um eine Konfiguration anlegen.

Normalisierung der Daten
Wenn Sie mit PDF/X-3- oder -X-4-Dateien arbeiten, die eventuell noch RGB- oder CMYK-Objekte mit eingebetteten Profilen beinhalten, sollten Sie die Datei von ZePrA normalisieren lassen.

Wählen Sie ein ICC-Profil aus, das im Falle eines fehlenden Output Intents in einer PDF-Datei als Dokumentfarbraum angenommen werden soll.

Aktivieren Sie zudem unbedingt die Checkbox Output Intent bevorzugen, damit ein vorhandener Output Intent immer Vorrang vor dem eingestellten Dokumentfarbraum hat und erhalten bleibt.

Schritt 3: Queuenamen wählen und sichern

Im letzten Schritt des Wizards legen Sie einen Queuenamen fest, der gleichzeitig dem Namen der Konfiguration entspricht.

Unterhalb des Queuenamens können Sie Ihren Basis-Ordner, in dem die Warteschlangen angelegt werden sollen, definieren.

Möchten Sie im Basis-Ordner Warteschlangen (Hotfolder) anlegen, müssen Sie die Option Warteschlange erzeugen wählen.

Hiermit ist die Konfiguration Ihres Workflows abgeschlossen. Sie können die Warteschlange sofort nutzen.

Haupteinstellungen und Warteschlangen

Übersicht

Das Fenster Jobs und Warteschlangen Übersicht (Sidebar: Übersicht) gibt einen Überblick über die Warteschlangen und den dazugehörigen Konfigurationen in ZePrA. Warteschlangen, die mit dem Auto-Setup-Wizard erzeugt wurden, haben normalerweise den gleichen Namen, wie die dazugehörigen Konfigurationen.

Auch wenn in ZePrA Konfigurationen den Warteschlangen zugewiesen sind, können diese separat verwaltet werden und jederzeit Warteschlangen neu zugewiesen werden. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Online-Hilfe.

Um schnell auf Warteschlangen-Ordner zuzugreifen und Daten zu konvertieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Warteschlange in der Liste und öffnen das Kontextmenü.

Über das Kontextmenü können Sie einzelne Warteschlangen starten und stoppen und die dazugehörigen Hotfolder öffnen.

Die Reihenfolge der zu verarbeitenden Jobs können Sie über eine Änderung der Priorität beeinflussen. Ändern Sie die Priorität indem Sie mit einem Rechtsklick auf die Warteschlange den Standardwert Normal auf Hoch oder Niedrig ändern.

Mit den Buttons Start und Stopp rechts unten im Fenster lassen sich alle Warteschlangen direkt starten oder stoppen.

Entstehen bei der Verarbeitung Warnmeldungen, so wird die Datei verarbeitet, jedoch gelb markiert und mit einer Warnmeldung versehen.

Die Liste im unteren Bereich des Fensters zeigt an, welche Dateien auf Verarbeitung warten und welche bereit bearbeitet wurden.

Fehlerhaft verarbeitete oder nicht unterstützte Dateitypen, werden in der Liste Verarbeitete Jobs rot markiert.

Die Listen Wartende Jobs und Verarbeitete Jobs können jeweils nach ID, Dateiname, Warteschlange, Status und Datum sortiert werden (Klick auf die Spalte ID oder auf Spalte Status).

Verarbeitete Dateien

Im Fenster Verarbeitete Dateien können Sie mit einem Rechtsklick auf eine Datei eine Kontextmenü öffnen, das Ihnen folgende Funktionen anbietet:

Bildschirmanzeige

Erzeugt einen Softproof

Job-Eigenschaften anzeigen

Öffnet einen Job-Report

Job-Eigenschaften speichern

Erzeugt einen Job-Report

Job erneut verarbeiten

ermöglicht die erneute Konvertierung eines bereits verarbeiteten Jobs, ohne die Datei im Hotfolder suchen zu müssen

Löschen

Löscht ausgewählte Jobs

 

Konfigurationen

Konfigurationen ermöglicht alle Parameter zu definieren, die die Handhabung der Farben und die PDF-Verarbeitung beeinflussen. Dies beinhaltet die Farbumwandlung mittels ICC-Ausgabeprofile oder DeviceLink Profile, Definition der Handhabung von gemischten PDFs (Dokumente mit Daten in CMYK, RGB, Graustufen und Sonderfarben) und das individuelle Zuweisen von Gradationskurven und Sonderfarben. All dies ist mit den verschiedenen Presets und Optionen möglich, die zu einer Vielzahl von Möglichkeiten führen.

Im oberen Bereich des Fensters können Sie bestehende Konfigurationen auswählen, neue Konfigurationen erzeugen, umbenennen und sichern.

Um eine bestehende Konfiguration zu duplizieren, wählen Sie Neu, geben Sie den neuen Namen ein und sichern diese mit Speichern ab.

Warteschlangen

Warteschlangen werden im Übersicht-Fenster entsprechend ihrer chronologischen Reihenfolge dargestellt. Die älteste steht am Anfang der Liste, die neueste am Ende. Sie können aber die Reihenfolge jederzeit durch einfaches Verschieben ändern oder nach ID, Name oder Konfiguration sortieren.

Diese Funktion ist für alle Bereiche der Ordnerverwaltung verfügbar.

Wählen Sie im Kontextmenü Ordner öffnen, um den zugehörigen Input-Ordner im Dateisystem zu öffnen, oder ziehen Sie Ihre Datei (TIFF-, JPEG-, PSD-, PSB-, Bild- oder PDF-Datei) einfach via Drag-and-drop auf die gewünschte Konfiguration in der Warteschlangenübersicht.

Wenn Sie eine PDF-Datei in den Quell-Ordner der erzeugten Warteschlange schicken, konvertiert ZePrA diese automatisch gemäß Ihren Farbmanagement-Vorgaben und legt die umgerechnete Datei im Ziel-Ordner ab. Die Originaldatei wird in den Erledigt-Ordner verschoben. Fehlerhafte Dateien werden im Fehler-Ordner abgelegt.

Verarbeitete Daten erscheinen in der Liste Verarbeitete Jobs.

Ihre konvertierte Datei wird im Ziel-Ordner der Warteschlange abgelegt. Der Dateiname wird um die Job-ID und um den Namen der Konfiguration ergänzt.

So kommen Sie zum Ziel:

Wenn Sie Warteschlangen individuell definieren möchten, klicken Sie in der Sidebar auf Warteschlangen (Fig 4.4).

Klicken Sie auf Neu, um eine neue Warteschlange manuell anzulegen. Definieren Sie den Namen der Warteschlange und wählen Sie den Basis-Ordner aus, in dem die Unterordner angelegt werden sollen. Anschließend wählen Sie aus der Drop-down-Liste die Konfiguration aus, mit der die Daten konvertiert werden sollen (Fig. 4.5).

Die zu konvertierenden Dateien kommen später in den QuellOrdner, die Originaldateien finden Sie nach der Konvertierung im Erledigt-Ordner wieder. Die farbkonvertierten Dateien werden im Ziel-Ordner abgelegt. Von ZePrA nicht verarbeitete Dateitypen sowie fehlerhaft konvertierte Dateien befinden sich im Fehler-Ordner.

Dateien mit einer gelben Warnung im Übersichtsfenster wurden bearbeitet, haben aber eventuell ein Problem. Sie werden normalerweise in den Ziel-Ordner gelegt. Alternativ können Sie bei der Definition der Warteschlange zusätzlich einen Ziel-Ordner im Warnungsfall definieren, in den solche Dateien nach der Verarbeitung geschoben werden.

Legen Sie einen Temporären Ordner an, wenn Sie sicher gehen möchten, dass ein eventuell bereits bestehendes Workflow-System, in das ZePrA eingebunden werden soll, die Daten erst nach der Konvertierung abruft.

Unter Zieldateiname: Text anfügen können Sie dem Originaldateinamen ein Suffix anhängen. Mit der Option Job-ID anfügen wird eine eindeutige, fortlaufende Nummer erzeugt und an den Originaldateinamen angehängt.

Mit der Funktion Dateitypen kopieren können Sie z. B. zu einer Datei gehörende Steuerdateien (JDF, XML, TXT oder ähnliche Dateitypen) mit Ihren Originaldateien mitwandern lassen.

Mit der Funktion Nachbearbeitung kann zu einer Warteschlange eine nach der Farbkonvertierung in ZePrA anschließende Weiterverarbeitung jeder Datei ausgewählt werden. In dem Dialog können Sie ein verfügbares Skript oder eine Batch-Datei auswählen oder auch einen Kommandozeilenbefehl manuell eingeben (Fig. 4.6).

Mit der Option Job-Report können Sie sich zusätzlich einen Report im Dateiformat PDF, HTML, XML oder TXT erzeugen lassen. Mit dem Report-Ordner wird definiert, wo er gespeichert wird.

Werkzeuge

Sonderfarben-Report

Der Sonderfarben-Report erlaubt es, die Genauigkeit der Sonderfarben-Umwandlung vor dem Druck zu prüfen. So können Sie bereits im Vorfeld in einzelnen PDF-Dateien, die Sonderfarben oder Pantone®-Farben enthalten, erfahren, wie die Umwandlung mit ZePrA erfolgen wird.

Sonderfarben-Report Fenster

Um einen Report zu erstellen, klicken Sie einfach auf das Symbol in der Sidebar. In dem dann erscheinenden Dialog müssen Sie einige Einstellungen festlegen. Als erstes definieren Sie, welche Konfiguration Sie in ZePrA benutzen möchten.

Vorgehen:

Um Sonderfarben überprüfen zu können, wählen Sie eine Datei oder Bibliothek aus. Datei ermöglicht Ihnen ein PDF mit Sonderfarben mittels der ausgewählten Konfiguaration umzuwandeln. Mit Bibliothek können Sie eine Sonderfarben-Bibliothek in ZePrA für die Umwandlung anwählen. Nur Konfigurationen mit aktivierter Sonderfarben-Umwandlung werden auch unter Konfigurationen gelistet.

Beide Optionen zeigen das Ergebnis der Sonderfarben-Umwandlung in deltaE00, deltaE76 und die Verteilung der Prozessfarben. Sortieren nach ermöglicht es, die Ergebnisse entsprechend zu sortieren. Wählen Sie Delta E als Kriterium, wird die Sonderfarbe mit dem kleinsten dE als Erstes angezeigt.

Hinweis: Wenn Sie auf Vorschau klicken, wird der Report im Fenster generiert und angezeigt. Es werden alle Sonderfarben-Einstellungen verwendet, die unter Konfigurationen definiert wurden. Dies schließt manuelle Einstellungen und Warnungen mit ein. Farben, die eine Warnung auslösen, werden mit einem roten dE-Wert angezeigt.

Abschließend können Sie noch festlegen, ob Sie den erstellten Report mittels Speichern sichern möchten. Es stehen verschiedene Formate zur Auswahl.

SaveInk-Report

Erstellen Sie einen SaveInk-Report, indem Sie das entsprechende Symbol in der Sidebar oder im Menü Werkzeuge auswählen. Damit erzeugen Sie einen detailierten Bericht über alle SaveInk-Warteschlangen und -Jobs.

So kommen Sie zum Ziel:

Wählen Sie das Werkzeug und definieren Sie den Dateinamen und das Format. Der Report kann als PDF, TXT, HTML oder XML gespeichert werden. PDF ist die Standardeinstellung.

Im Bereich Zusammenfassung wird die Farbeinsparung für alle Warteschlangen angezeigt. Farbersparnis pro Warteschlange und Job zeigt Ihnen Details zu einzelnen Warteschlangen und Jobs.

Hinweis: Die prozentuale Berechnung im SaveInk-Report bezieht sich ausschließlich auf die CMYK-Anteile. Sonderfarben werden hier in die Berechnung nicht mit eingeschlossen.

ICC-Profil extrahieren

Das Werkzeug ICC-Profil extrahieren ermöglicht es, eingebettete Profile in Bildern und die Ausgabebedingung in PDF/X-Dateien an einen zu definierenden Ort abzuspeichern.

Beispiel: Sie haben das eingebettete Profil nicht verfügbar, benötigen es aber um ein DeviceLink-Profil oder SaveInk-Profil in CoPrA zu erstellen.

So kommen Sie zum Ziel:

Im Menü unter Werkzeuge finden Sie ICC-Profil extrahieren oder Sie klicken einfach auf das entsprechende Symbol in der Sidebar.

Mit Auswählen können Sie die gewünschte Datei (PDF, JPEG, TIFF, PSB oder PSD) wählen oder aber Sie ziehen die Datei einfach mit Drag-and-drop auf das entsprechende Feld.

Das eingebettete ICC-Profil oder die entsprechende Ausgabebedingung in der PDF/X-Datei wird angezeigt und kann mittels Extrahieren gespeichert werden.

Sonderfarben iterieren

Farbliche Abweichungen im Druck können verschiedene Ursachen haben, z. B. durch Schwankungen im Druckprozess, verschiedene Bedruckstoffe, o.ä.

Diese Abweichungen können in ZePrA 6 im Bereich Sonderfarben mit dem Werkzeug Sonderfarben iterieren minimiert werden. So kann eine bestmögliche Umwandlung von Sonderfarben zu Prozessfarben durchgeführt werden, was z. B. im Digitaldruck oder Proofing sehr wichtig ist.

Sonderfarben iterieren führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess, angefangen mit der Auswahl der Farben, die iteriert werden sollen, über den Druck und das Messen der Testcharts, bis zum Optimieren der Farbumwandlung und dem Erzeugen des Reports.

Globale Einstellungen

Sonderfarben-Bibliotheken

Das Sonderfarben-Modul kann als Erweiterung für ZePrA erworben werden und ermöglicht es, Sonderfarben kontrolliert und auf bestmögliche Weise zum Zielfarbraum umzuwandeln. Sollten Sie ZePrA XXL oder das Multicolor-Modul lizensiert habe, so ist das Sonderfarben-Modul bereits enthalten, und Sie haben die Option, Sonderfarben auch mittels Multicolor zu reproduzieren.

Weitere Informationen über die zahlreichen Möglichkeiten und die Benutzung dieses innovativen Moduls finden Sie in unserer Online-Hilfe.

Messdaten zu Sonderfarben hinzufügen

Klicken Sie auf Sonderfarben-Bibliotheken und wählen Sie eine entsprechende Bibliothek aus. Benutzen Sie ein Spektrofotometer, um einzelne Farbfelder zu erfassen oder importieren Sie existierende Sonderfarbentabellen. Dabei werden folgende Formate unterstützt: Named ICC Profile, Photoshop ACO-Farbtabellen, Textdateien in CGATS oder CxF-Dateien. Farben können als Lab- oder Spektralwerte vorliegen, wobei Spektraldaten immer zu bevorzugen sind, da sie die genauesten Berechnungen und Ergebnisse ermöglichen.

Gradationen

Gradationskurven ergänzen die Verarbeitung und ermöglichen Ihre Druckdaten optimal für die Ausgabe vorzubereiten. So können Sie beispielsweise Tonwertkorrekturen kurz vor dem Druck noch anpassen und einberechnen und somit die Wiedergabe innerhalb eines Druckstandards sicherstellen.

So kommen Sie zum Ziel:

In der Kurvenverwaltung können Sie mit Neu neue Kurven anlegen und bestehende Duplizieren oder Löschen.

Unter Kurvendesign modifizieren Sie bestehende Kurven, indem Sie entweder in der Grafik den Kurvenverlauf interaktiv ändern oder modifizierte Werte eingeben.

Um die Prozentwerte einzugeben, definieren Sie erst den Ankerpunkt, indem Sie auf die Kurve klicken. Die eingegebenen Werte beeinflussen den ausgewählten Ankerpunkt.

Mit dem X-Button löschen Sie ausgewählte Ankerpunkte.

Profilzuweisungen

Profilzuweisungen ist einen Option innerhalb von SmartLink, die es Ihnen ermöglicht, existierende und getestetet DeviceLink-Profile für die Konvertierung Ihrer Daten zu benutzen. Sie müssen sich lediglich entscheiden, ob ZePrA bereits bestehenden DeviceLink-Profile benutzen, oder sie dynamisch „on-the-fly“ neu berechnen soll. Diese beiden Möglichkeiten können auch kombiniert werden.

CLI-Modul

ZePrA kann mittels eines Konfigurators in Enfocus Switch und generell per Command Line Interface in andere Workflows eingebunden werden. Auf diese Weise sind auch komplexe Workflows von der Datenannahme über die Sortierung, Preflight, Farbkonvertierung und Datenweitergabe möglich.