Sonderfarben bearbeiten:

  • Einzelne, neue Sonderfarben als Vollton oder in Abstufungen erfassen Sie über den Neu-Button unter Sonderfarben definieren. Der Dialog Sonderfarbe bearbeiten öffnet sich.
  • Zuerst legen Sie im Dialog Sonderfarbe bearbeiten den Namen der Sonderfarbe an. Der Name ist wichtig und muss entsprechend so geschrieben sein, wie er in Ihren PDF-Dokumenten angelegt ist, um eine automatische Konvertierung erfolgreich durchzuführen.

    Hinweis: Wenn Sie unterschiedliche Bibliotheken für verschiedene Substrate oder Druckverfahren anlegen, wird es vorkommen, dass der gleiche Sonderfarbenname in unterschiedlichen Bibliotheken mit verschiedenen Messwerten vorliegt. Um Probleme auszuschließen, wählen Sie in der Konfiguration die gewünschte Bibliothek für die Farbkonvertierung selbst aus.

Sonderfarben bearbeiten

  • Die Checkbox Nicht druckende Farbe definiert, ob der angegebene Sonderfarbenname einer nicht druckenden Farbe entspricht (Stanzmarkierungen, Blindenzeichen, Lackierungen etc.) und nicht konvertieren werden soll. Im Falle einer nicht druckenden Farbe haben Sie durch die Auswahl der Checkbox bereits alle notwendigen Einstellungen vorgenommen. Schließen Sie den Dialog durch OK.  Hinweis: So kann eine Bibliothek mit nicht druckenden Farben entsprechend Ihrer Namenskonventionen angelegt werden, die dann in jeder Konfiguration automatisch benutzt wird und nicht druckende Sonderfarben in Dokumenten erhält.
  • Liegt Ihre Sonderfarbe auf weißem und auf schwarzem Hintergrund gedruckt vor, erfassen Sie beide Drucke (selber messen oder gemessene Werte importieren). Mit der Wahl auf weiß oder schwarz legen Sie fest, ob die im Folgenden angelegten oder gemessenen Farben auf Weiß oder Schwarz gespeichert werden.
  • Im Falle einer “echten“ Sonderfarbe legen Sie fest, ob Sie nur den 100% Vollton oder aber Abstufungen der Sonderfarbe angeben wollen. Unter Vorlage verwenden wählen Sie dazu die Option Vollton für den 100% Wert (opak) der Sonderfarbe. Wählen Sie für ganze Keile einen der zwei Templates mit drei Abstufungen (3 Felder: 0%, 50% und 100%) oder elf Abstufungen (11 Felder: in 10% Schritten) aus. Alternativ können Sie eine bereits gemessene und als Meswert -Datei vorliegende Sonderfarbe über den Button Importieren laden.
  • Falls ein bereits gedruckter Keil mit Abstufungen der Sonderfarbe vorliegt, der keinem der beiden vordefinierten Templates entspricht, so gehen Sie auf Hinzufügen und geben im erscheinenden Dialogs Weitere Tonwerte die Abstufungen Ihres Keiles in Prozentwerten an. Zwischen Prozentwerten geben Sie ein Leerzeichen ein und bestätigen dann mit OK.
  • Ihr eigener Keil wird nun als Individuell markiert und kann zur späteren Nutzung für weitere Sonderfarben als eigene Vorlage gespeichert werden. Klicken Sie dazu den Button Als Vorlage sichern an, vergeben Sie im erscheinenden Dialog einen Namen und schließen mit OK.
  • Nun haben Sie drei Möglichkeiten, Messwerte einzugeben. Erstens durch manuelle Eingabe des Lab-Wertes für jede Abstufung, zweitens durch Messen mit dem mit ZePrA mitgeliefertem Measure Tool oder drittens durch den Import einer bereits vorhandenen Messdatei.
    Hinweis: Wir empfehlen, einen Keil Ihrer Sonderfarbe direkt auf dem jeweiligen Substrat sowie einen zweiten Keil der Sonderfarbe als Überdruck mit der schwarzen Prozessfarbe unter korrekten Druckbedingungen zu drucken und diese in ZePrA spektral zu messen. So kann ZePrA eine qualitativ sehr gute Konvertierung, nicht nur des Volltones, sondern auch der Abstufungen und der Opazität vornehmen und dabei den Tonwertzuwachs berücksichtigen. Durch spektrale Messdaten kann im Vergleich zu Lab-Messdaten die Simulation von überdruckenden Sonderfarben verbessert werden.
  • Drücken Sie den Messen-Button, so öffnet sich das Measure Tool zum Messen eines Farbwertes.
    Hinweis: Im nächsten Abschnitt wird das Measure Tool genauer vorgestellt.
  • Nach vollständiger Messung im Measure Tool kann mit dem Übertragen-Button die Messung an ZePrA übergeben werden. Das Measure Tool schließt sich und Sie befinden sich wieder im Sonderfarbe bearbeiten Dialog. Bestätigen Sie den Dialog mit OK, um die gemessene Sonderfarbe in Ihre Farbbibliothek aufzunehmen.
  • Die Opazität legt fest, wie durchscheinend oder opak eine Farbe ist.
    Hinweis: Aus den Messwerten mit schwarzem Untergrund berechnet ZePrA automatisch die Opazität und berücksichtigt diesen Wert bei der Farbkonvertierung von Sonderfarben. Liegen Ihnen Informationen des Farbenherstellers zur Opazität der Sonderfarbe vor, so brauchen Sie keine Messung auf schwarzem Hintergrund durchführen, sondern können den Wert direkt eingeben. Mit Hilfe des Berechnen-Buttons können Sie die Opazität aus den Messwerten auf Schwarz berechnen und anzeigen lassen. Der berechneten Wert kann bei Bedarf manuell geändert werden. Liegen keine Informationen zur Opazität der Sonderfarbe vor, so nimmt ZePrA eine vollständig transparente Sonderfarbe an. 0 % bedeutet, dass die Sonderfarbe völlig transparent ist.

Hinweise: In der Tabelle Sonderfarben definieren wird angezeigt, ob eine Sonderfarbe in der Bibliothek nur aus einem Vollton oder aus mehreren Abstufungen besteht, und ob Farbwerte spektral (Bezeichnung: Remission) oder in Lab vorliegen. Zudem wird die Opazität der Sonderfarben angezeigt, wenn diese Information verfügbar ist. Selbstverständlich können Sie Farbwerte editieren, löschen und Ihre Bibliothek zu jeder Zeit mit weiteren Sonderfarben ergänzen.

Zudem können Sie selektierte Farben von einer Farbbibliothek in eine andere verschieben. Dazu selektieren Sie eine oder mehrere Farben, und wählen mit einem Rechtsklick die Farbbibliothek aus, in die die Farbe(n) verschoben werden sollen.

Messen von Sonderfarben mit dem Measure Tool

Die Sonderfarbenmessung wird durch die Anbindung an das Measure Tool, welches Teil von ColorLogic ColorAnt ist, ermöglicht. Das Measure Tool läuft unter Windows und MacOS X-Betriebsystemen und erlaubt die Messung von einzelnen Farben, Keilen und Testcharts in Verbindung mit den ColorLogic-Produkten.

Bei der Installation von ZePrA wird standardmäßig das Measure Tool (ColorAnt) bereits installiert. Ist die Software nicht auf Ihrem Rechner installiert, ist der Messen-Button in ZePrA nicht verfügbar.

Durch die Anbindung an das Measure Tool können Sie mit den folgenden Messgeräten arbeiten:

  • Barbieri Spectro LFP
  • Barbieri SpectroPad
  • Konica Minolta FD 7/5
  • Konica Minolta FD-9
  • X-Rite eXact
  • X-Rite i1iO
  • X-Rite i1Pro 1 (without XRGA)
  • X-Rite i1Pro 2 (XRGA)

 

Vorgehensweise:

  1. Verbinden Sie Ihr Messgerät per USB-Anschluss mit Ihrem Rechner.
  2. Klicken Sie dann auf den Knopf Messen im Fenster Sonderfarben bearbeiten in ZePrA (Sonderfunktionen/Sonderfarben/Sonderfarben definieren/Neu)
  3. Das Measure Tool startet. Die nächsten Schritte führen Sie komplett im Measure Tool durch.
  4. Normalerweise wählen Sie in der Rubrik Auswahl im Chart-Register im Dropdown-Menü die Referenzdatei für das Testchart aus, das Sie gedruckt vorliegen haben und messen wollen. Im Falle einer Vollton- oder Keilmessung aus ZePrA sind diese Optionen jedoch nicht nötig und es wird bei Auswahl eines Volltones ein einzelnes Farbfeld für die Messung vorausgewählt oder bei der Wahl eines Keils, das Layout des in ZePrA ausgewählten Keils dargestellt.
  5. Wählen Sie in der Rubrik Gerät aus dem Dropdown-Menü Ihr per USB angeschlossenes Messgerät aus, klicken auf den Verbinden-Button und folgen den Instruktionen z. B. für den Weißabgleich, der je nach Messgerät unterschiedlich sein kann.

Hinweis: Bei manchen Messgeräten, wie den beiden Konica-Minolta-Geräten FD-5/-7, dem Barbieri SpectroPad, dem X-Rite i1Pro 2, haben Sie die Wahl, den Messmodus auf M1, M0 oder M2 umzustellen. Wählen Sie den für Ihren Aufgabenbereich passenden Modus.

  1. Wählen Sie den Messmodus, entweder Einzelfelder oder komplette Zeilen je nach Keil-Layout aus.
  2. Führen Sie nun die Messung durch Betätigen des Messknopfes am Gerät aus.

Hinweis: Die Einzelfeldmessung ist bei den für Testchart-Messungen optimierten Barbieri-Messgeräten nicht verfügbar.

  1. Nach Beendigung der Messung erscheint die gemessene Farbe im Measure Tool. Ein Dialog informiert, dass die Messung vollständig ist und per Übertragen-Button zurück an das Hauptprogramm gesendet wird. Klicken Sie den Übertragen-Button, so schließt sich das Measure Tool und die Messwerte liegen direkt in ZePrA vor. Sie brauchen den Messwert nicht im Measure Tool  zu speichern.

Hinweis: Es wird bei einer Einzelfeldmessung immer nur eine Farbe im Measure Tool gemessen und übertragen. Mit Wiederholen können Sie bei einer Fehlmessung den Messvorgang wiederholen.

Messen mit dem Measure Tool