ZePrA’s Sonderfarben-Modul ermöglicht in PDF-Dateien das exakte Konvertieren von Sonderfarben zum CMYK-, RGB- oder Multicolor-Farbraum. Nur wenn eine Lizenz für das Sonderfarben-Modul geladen wurde, ist diese Funktion in ZePrA verfügbar. Standardmäßig ist das Sonderfarben-Modul ist Bestandteil von ZePrA XXL oder es kann als Add-On Modul zusätzlich zu jedem anderen ZePrA-Paket erworben werden.

Sonderfarben Reiter

Sie erhalten wie folgt Zugriff auf das Sonderfarben Modul:

  • Teil von ZePrA XXL, was eine Multicolor Lizenz enthällt
  • Als ein zusätzlich erwerbbares Module für ZePrA
  • Als Teil eines zusätzlich erwerbbares Multicolor Moduls

Folgen Sie diesen Anweisungen, um die bestmöglichen Druckergebnisse zu erzielen:

  1. Erstellen Sie eine Sonderfarben-Bibliothek. Für beste Resultate, messen Sie entweder die Sonderfarben oder versuchen Sie Farbwerte der Sonderfarben so zu definieren, dass sie so gut wie möglich dem Druckprozess oder dem Proofer entsprechen. Oder Sie definieren diese basierend auf den Kundenangaben. Dies Bibliotheken erlauben ZePrA dann die automatische Farbkonvertierung von Sonderfarben in PDF-Dateien zum Zielfarbraum. Die in ZePrA erstellten Sonderfarben-Bibliotheken enthalten die grundlegenden Beschreibungen der Sonderfarben, z.B. Messwerte der Volltöne und Gradationen, Messungen auf Weiß und Schwarz, sowie Informationen, ob es nicht-zu-druckende Kanäle gibt, wie z.B. Schnittmarken, Registermarken oder ähnliches. Lesen Sie mehr darüber unter Globale Einstellungen/Sonderfarben.
  2. Weisen Sie die Sonderfarben-Bibliotheken in der gewünschten Konfiguration der PDF-Datei zu. Im Konfiguration/SonderfarbenDialog, können Sie festlegen, wie eine Sonderfarbe zum Zielfarbraum konvertiert werden soll. Alle Konfigurationen greifen auf diese grundlegenden Beschreibungen in den Sonderfarben-Bibliotheken zu, um die notwendigen Lab- oder Spektralwerte zu bestimmen.

Konvertierung von Sonderfarben in Pixel-basierten Formaten: Es ist möglich, Sonderfarben in Bild-Dateien zu konvertieren (ZePrA unterstützt TIFF-, PSD- und PSB-Pixel-Formate). Um dies zu tun, erstellen Sie die Sonderfarbe als Alphakanal und versehen Sie es mit dem Attribut Sonderfarbe.

Ohne das Modul für Sonderfarbe, wird die im PDF angegebene PDF-Ersatzfarbe (Alternate ColorSpace) für die Konvertierung der Sonderfarbe zum Zielfarbraum verwendet.

Vom Anwender definierte Sonderfarben

Vom Anwender definierten Farben zu erhalten, ist für die Druckproduktion von großer Bedeutung, z.B. im Verpackungsdruck, wenn Bereiche für Stanzmarkierungen, Braille, Lacke, Falt- oder Trim-Marken, erhalten bleiben sollen.

Hinweis: Die Produktion von Sonderfarben basierend auf Standard-Konvertierungen und ohne die Verwendung von Sonderfarben-Bibliotheken führt oft zu ungenauen Farbumsetzungen oder einer unpassenden Ersatzfarbe.

Sonderfarben konvertieren

Unter Konfiguration/Sonderfarben können Sonderfarben-Objekte z.B. in CMYK-Objekte konvertiert werden, wenn das Zielprofil ein CMYK-Profil ist.

Es gibt drei Optionen zum Konvertieren von Sonderfarben:

  1. Sonderfarben nicht konvertieren: Alle Sonderfarben-Objekte bleiben unverändert erhalten. Falls nötig, verwenden Sie die Gradationen, um weitere Tonwertkorrekturen an den Sonderfarben-Gradienten vorzunehmen.
  2. Sonderfarben konvertieren: Wenn keine Sonderfarben im finalen Druckjob gewünscht sind, verwenden Sie diese Option.
  3. Konvertieren mit PDF-Ersatzfarbe und Berechnungsvorschrift: Führt zu einer qualitativ schlechteren Konvertierung und ist vergleichbar mit dem, wie Acrobat Sonderfarben umsetzt.

Alle weiteren Schritte hängen größtenteils davon ab, ob das Sonderfarben-Modul aktiviert ist oder nicht.

Sonderfarben-Bibliotheken

Wählen Sie eine oder mehrere Sonderfarben-Bibliotheken, die primär für die Konvertierung verwendet werden sollen. Die Auswahl der Sonderfarben-Bibliotheken in ZePrA geschieht über den Button rechts neben der ausgewählten Bibliothek.

Auswahl der Sonderfarben-Bibliothek

Zu verwendende Sonderfarben-Bibliotheken: Wählen Sie eine oder mehrere Sonderfarben-Bibliotheken. Die Option undere Bibliotheken durchsuchen ist ebenfalls verfügbar. Die standardmäßige Verwendung der undere Bibliotheken durchsuchen-Option ist nicht immer von Vorteil, da die Möglichkeit besteht, dass eine Sonderfarbe aus einer Bibliothek automatisch ausgewählt wird, die aber nicht den Möglichkeiten des Zieldruckers entspricht.

Beispiel: Wenn eine der Sonderfarben-Bibliotheken eine Sonderfarbe enthält, die auf OPP-Folie gedruckt wurde, das Zielprofil jedoch auf Papier, würde dies nicht zusammenpassen. In einem solchen Fall wird empfohlen, die Bibliotheken auszuwählen, welche am besten zu den Anforderungen des Druckers passen.

Sonderfarben-Bibliotheken priorisieren

Die Nach oben und Nach unten-Buttons priorisieren die ausgewählten Bibliotheken. Die oberste Bibliothek hat höchste Priorität, die anderen werden in der Reihenfolge von oben nach unten berücksichtigt.

Unabhängige Funktionen von ZePrA Bibliotheken

Eingebettete CxF Daten: Automatische Verwendung von CxF/X-4 Spektraldaten für Sonderfarben in der PDF-Datei. CxF/X-4 ist seit 2015 ein ISO-Standard und wurde entworfen, um Verhalten von Sonderfarben besser zu definieren. Dies kann spektrale Informationen über Volltonfarben und ihr Überdruckverhalten beinhalten. Diese Informationen erlauben Farbmanagementsystemen, wie ZePrA, eine bessere Proof-Produktion und Reproduktion von Sonderfarben.

Zu verwendende Sonderfarben-Bibliotheken

Lab-Werte aus PDF-Ersatzfarben: Verwendet den alternativen Farbraum anstelle einer Bibliothek. Neuere Versionen von Adobe InDesign speichern Lab PDF-Ersatzfarbwerte anstelle von CMYK in der PDF-Datei ab. Wenn Sonderfarben keine CxF-Werte haben oder nicht in einer Sonderfarben-Bibliothek verfügbar sind, kann der alternative Lab-Wert aus der PDF-Datei verwendet und mit den ausgefeilten Berechnungsmethoden von ZePrA verarbeitet werden.

Hinweis: Wenn der alternative Farbraum in der PDF-Datei nicht Lab, sondern z.B. CMYK ist, wird ZePrA diesen nicht verwenden und als undefiniert ansehen.

Undefinierte Sonderfarben

Geben Sie an, was mit einer Sonderfarbe geschehen soll, wenn sie weder in einer Bibliothek vorkommt noch in der unteren Tabelle im Sonderfarben-Reiter aufgeführt ist.

PDF-Ersatzfarbe (Alternate Color Space) verwenden: Wenn Sonderfarben immer aufgelöst und mit der eventuell ungenaueren PDF-Ersatzfarbe konvertiert werden sollen.

Sonderfarbe erhalten: Alle undefinierten Sonderfarben werden erhalten und nicht konvertiert.

Datei in Fehlerordner verschieben: Sobald die erste undefinierte Sonderfarbe gefunden wird, erzeugt ZePrA für den entsprechenden Job eine Fehlermeldung auf der Übersicht-Seite. Die Datei kann im Fehler-Ordner der entsprechenden Warteschlange gefunden werden.

Hinweis: Dateien können mehrere undefinierte Sonderfarben enthalten, auch wenn nur eine angezeigt wird.

Berechnungsmethode

Die Berechnungsmethode gibt an, wie ZePrA eine Sonderfarbe, eine Kombination von Sonderfarben und Prozessfarben, oder mehreren Sonderfarben zum Zielfarbraum konvertieren soll.

Auswahl der Berechnungsmethode

Vier Optionen sind verfügbar:

Höchste Genauigkeit – Proofen: Ist geeignet, um Sonderfarben auf einem Proofdrucker so präzise wie möglich wiederzugeben. Diese Methode ist nicht für die Produktion gedacht, da sie unter Umständen für die Sonderfarben-Simulation alle Prozessfarben verwenden wird, um das beste Ergebnis zu erzielen (basierend auf DeltaE 2000). Der Vollton wird berechnet mit dem Ziel den kleinstmöglichen DeltaE 2000 Wert zu erzeugen. Es wird keine Kanalreduzierung oder Druckoptimierung angewandt.

Visuelle Genauigkeit – mehr Kanäle nutzen: Die visuell beste Konvertierung mit hoher Farbgenauigkeit und guten Druckeigenschaften. Volltöne und Gradienten der Sonderfarben werden mit minimaler Kanalanzahl konvertiert und bleiben immer noch farbmetrisch akkurat. Sonderfarben, die mit anderen Prozess- oder Sonderfarben kombiniert sind, können nach der Konvertierung aus mehreren Prozessfarben aufgebaut sein. Diese Option ist für Digitaldruck, Großformat-Inkjet-Druck, Proofing oder Offsetdruck mit einer feinen Rasterweite geeignet.

So wenig Kanäle wie möglich verwenden: Eine gute Option, um Volltöne und Gradienten der Sonderfarben mit minimaler Kanalanzahl zu konvertiert und immer noch farbmetrisch akkurate Ergebnisse zu liefern. Hier bestehen überdruckende Sonderfarben nach der Konvertierung aus möglichst wenigen Prozessfarben des Zielfarbraums. Wählen Sie diese Methode z.B. für den Verpackungsdruck, wo bevorzugt reine Farben produziert werden sollen. Ein- oder Zweifarb-Kombinationen werden auch in die Suche nach der bestmöglichen Farbkombination mit aufgenommen.

Sonderfarben auf maximal zwei Ausgabekanälen abbilden: Die beste Methode für die Produktion mit ein oder zwei Prozessfarben. Sie liefert automatisch die bestmögliche farbmetrische Darstellung für jede Sonderfarbe mit maximal zwei Kanälen. Das Ergebnis ist, eine Separation, die sich daher einfach drucken lässt, aber nicht unbedingt farbmetrisch sehr genau sein muss.

Details: Es wird empfohlen, diese Funktion nur für eigene individuell erstellte Sonderfarben zu verwenden.

ZePrA konvertiert Sonderfarben automatisch visuell und Druck-optimiert (Kanalreduzierung). Eine visuell optimierte Konvertierung wird die kleinstmögliche Farbdifferenz basierend auf DeltaE 2000 priorisieren. Dies kann zu dem Umstand führen, dass mehr Prozessfarben verwendet werden, um die Sonderfarbe zu simulieren. Mit unserer Methode zur Kanalreduzierung priorisieren wir die Verwendung möglichst weniger Kanäle, während ein niedriger DeltaE 2000 Wert erhalten bleibt. Selbstverständlich werden Kanäle nur dann nicht genutzt, wenn die resultierende Farbe immer noch gut genug die Sonderfarbe abbildet.  Abstufungen von Sonderfarben werden nur mit den Prozessfarben gedruckt, die Sie für die Volltöne entweder manuell oder mit Hilfe der Auto-Funktion definiert haben. Zusätzlich werden Kombinationen von Sonderfarben mit Prozess- oder anderen Sonderfarben in den Dateien analysiert und mit einer der vier Berechnungsmethoden zum Zielfarbraum konvertiert.

Gamut-Warnung

Das Sonderfarben-Modul liefert ein extrem genaues Farbrendering in der Konvertierung von Sonderfarben zu Prozessfarben. Es kann jedoch sein, dass sich einige Sonderfarben außerhalb des druckbaren Gamut des Zielprofilen befinden und deshalb ein präzise Umsetzung verhindern. Richten Sie in ZePrA ein deltaE Limit (dE 2000) ein, um eine Gamut-Warnung hervorzurufen.

Auswahl der Gamut-Warnung

Hinweis: Es treten keine Warnungs- oder Fehlermeldungen während der Sonderfarben-Konvertierung zum Zielfarbraum auf.

Warnung anzeigen und fortfahren: Während der Konvertierung von Sonderfarben zum Zielfarbraum wird eine Warnung erzeugt, sobald das eingestellte dE2000 Limit überschritten wird. Gleichzeitig wird die verarbeitete Datei gelb hinterlegt auf der Jobs und Warteschlangen Übersicht angezeigt. Die Datei wird anschließend konvertiert und in den Ziel-Ordner gespeichert.

Als Fehler behandeln: Die Datei wird nicht konvertiert und rot hinterlegt auf der Jobs und Warteschlangen Übersicht angezeigt. Anschließend wird die Datei in den Fehler-Ordner verschoben.

Sonderfarbe erhalten und Warnung anzeigen: Die Sonderfarbe, welche eine Warnung verursacht, wird nicht konvertiert, sondern beibehalten. Alle anderen Sonderfarben werden konvertiert. Die berechnete Datei landet im Ziel-Ordner oder Ziel-Ordner im Warnungsfall (falls so unter Warteschlangen eingestellt) und wird gelb hinterlegt auf der Jobs und Warteschlangen Übersicht angezeigt.

Minimaler Tonwert für Ausgabewerte (0-20)

Ermöglicht dem Anwender einen minimalen Tonwert für die Sonderfarben-Konvertierung anzugeben.Tonwerte unterhalb dieses Schwellwertes werden nicht erzeugt. Diese Funktion ist speziell für den Flexodruck relevant.

Beispiel: Wenn Tintendrucke unter 3% instabil sind, sollten Sie 3 als Grenzwert eingeben. ZePrA wird dann keine Prozessfarbe unterhalb von 3% erzeugen.

Hinweis: Wenn diese Funktion genutzt wird und der Grenzwert ist zu hoch, kann es passieren, dass eine konvertierte helle Sonderfarbe in höheren DeltaE Werten resultiert. Setzen Sie die Prozentangabe mit Sorgfalt.

Druckreihenfolge für Sonderfarben

Ein weiterer Aspekt, welcher eine Rolle in Verbindung mit der Opazität spielt, ist die Druckreihenfolge für transparente Sonderfarben (sehen Sie auch Globale Einstellungen/Sonderfarben/Sonderfarben-Bibliotheken erstellen). Beispielsweise gibt es einen Unterschied in der Farbreproduktion, abhängig davon, ob die Sonderfarbe Silber auf der darunterliegenden Sonderfarbe Orange liegt. So wie in diesen zwei Beispielbildern (links: Silber über Orange, rechts: Orange über Silber).

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Wenn transparente Sonderfarben zu Prozessfarben konvertiert werden, beachtet ZePrA die Opazität und die Druckreihenfolge der Sonderfarben in der Reihenfolge, wie sie in der Konfiguration manuell angelegt wurden.

Ändern der Reihenfolge: Im Konfigurationen-Fenster unter Sonderfarben, wählen Sie mit einem Klick eine Sonderfarbe aus der Tabelle aus und halten Sie die Taste gedrückt. Nun verschieben sie die Sonderfarbe an die gewünschte Position in der Reihenfolge.

Hinweis: Die PDF-Spezifikation erlaubt es die Druckreihenfolge der Farben zu speichern. Falls die Druckreihenfolge korrekt in Ihren PDF-Dateien definiert wurde und die Checkbox Angaben zur Druckreihenfolge im Dokument berücksichtigen aktiviert ist, kann ZePrA die Reihenfolge anwenden, ohne dass die Sonderfarben in der richtigen Reihenfolge in der Tabelle stehen müssen. Jedoch wird diese wichtige Funktion nur selten von Programmen zur Erzeugung von PDF-Dateien genutzt.

Damit ZePrA die Druckreihenfolge korrekt interpretieren kann, müssen mehrere Sonderfarben in den PDF-Dateien zusammen in einem DeviceN-Objekt erstellt werden.

Sonderfarbe “ALL” nicht konvertieren

Registrierungsmarken und undere Markierungen werden oft mit der speziellen Sonderfarbe “All” erstellt. Um eine Konvertierung dieser Sonderfarbe zum Zielfarbraum zu vermeiden, ist die Option Sonderfarbe “ALL” nicht konvertieren standardmäßig aktiviert.

CIE-Konvertierung

Die CIE-Konvertierung-Option ist besonders hilfreich für spezielle Anwendungen, wie z.B. dem Textildruck. In der Textilindustrie ist die Standard-Beleuchtung D65 und der Beobachterwinkel 10 Grad. Anwender können die Lab-Werte, die von ZePrA für die Konvertierung verwendet werden, durch die Auswahl der gewünschten Beleuchtung und des Beobachterwinkels undern. Änderungen in diesem Dialog wirken sich nur auf spektral angegebene Sonderfarben aus und machen nur Sinn, wenn das Zielprofil auch mit der passenden Beleuchtung und dem passenden Beobachter erstellt wurde.

Hinweis: Die Standardeinstellung ist D50 und 2 Grad Beobachter.

Das Dropdown-Menü Beleuchtung enthält verschiedene Optionen. Druckerprofile werden normalerweise für die D50 Betrachtungsbedingung erstellt. Wenn es allerdings nötig ist, Fotos in einer Galerie mit weißglühenden Lampen (entsprechend ungefähr der Lichtquelle A) auszustellen, oder bei Displays auf einer Ausstellung mit ungewöhnlichen Lichtverhältnissen (z.B. fluoreszierendes Licht), können diese Beleuchtungsbedingungen berücksichtigt werden. Wählen Sie entweder eine der drei vordefinierten Beleuchtungen oder geben Sie Ihre gemessenen Werte manuell in Form von Kelvin oder XYZ Werten an. ColorLogic bietet außerdem die Option Emission als zusätzliche Werkzeug zur Definition individueller Beleuchtungen an. Die Emission-Option ermöglicht es dem Anwender durch Laden einer CxF3- oder Text-Datei spektrale Emissionsdaten einer spezifischen Lichtquelle zu wählen. Zum schnellen Laden, ziehen Sie einfach Ihre Datei mit den gemessenen Lichtwerten per “Drag-&-Drop” auf das Wertefeld.

Verarbeitungsoptionen für Sonderfarbe

ZePrA liefert Optionen, um individuelle Sonderfarben in den Konfigurationen zu kontrollieren. Die Funktion ermöglicht die Druckreihenfolge einer Datei zu modifizieren oder spezifische Änderungen an einer Sonderfarbe vorzunehmen.

Eine Sonderfarbe auswählen

Wählen Sie die Sonderfarbe, indem Sie den Namen der Sonderfarbe eingeben. Für die Konvertierung von individuellen Sonderfarben in PDF-Dateien oder zum Modifizieren spezifischer Sonderfarben, öffnen Sie die VerarbeitungsOptionen für jede einzelne Sonderfarbe.

Wenn eine Sonderfarbe angezeigt wird:

Falls die Sonderfarbe in den Farbbibliotheken unter dem Namen verfügbar ist, werden die Namen der Bibliotheken neben der Option Bibliothek aufgeführt und die Lab-Farbwerte zusammen mit einer Echtfarb-Vorschau der Sonderfarbe unter Information angezeigt.

Sonderfarbe auswählen

Wenn mehrer Bibliotheken angezeigt werden, existiert der gleiche Sonderfarbenname mehrere Male und Sie müssen die korrekte Bibliothek für diese Konfiguration auswählen.

Wenn die Sonderfarbe nicht angezeigt wird:

Falls die Sonderfarbe in keiner der Bibliotheken vorhanden ist, bleibt die Bibliothek Option deaktiviert.

Tipp: Prüfen Sie die Schreibweise des Sonderfarbennamen. Groß- und Kleinbuchstaben und die Verwendung von Wildcards funktionieren vergleichbar zu den Möglichkeiten für Gradationen (lesen Sie das Kapitel Konfiguration – Gradationen anwenden/Gradationenkurven auf Sonderfarbenkanäle anwenden). Unterstriche im Namen werden als Leerzeichen interpretiert.

Wenn der Sonderfarbenname nicht gefunden wurde, kann ein Alias angegeben werden. Um dies zu tun, wählen Sie den Auswählen Button neben der Bibliothek-Option.

Der Dialog Sonderfarbe auswählen öffnet sich. Wählen Sie die gewünschte Bibliothek aus und alle Sonderfarben dieser Bibliothek werden angezeigt.

Wählen Sie den Namen der gewünschten Sonderfarbe aus und klicken dann auf OK.

Tipp: Um die Suche zu vereinfachen, geben Sie einen Teil des Namens in das Suchen-Feld unter der Liste ein. Alle Sonderfarben mit Namen, in denen dieser Teil vorkommt, werden dann sofort angezeigt. Um die Suche zu löschen, klicken Sie auf das X Icon.

Im VerarbeitungsOptionen für Sonderfarbe-Dialog, wird der Aliasname der Sonderfarbe nun angezeigt und für die weitere Verarbeitung verwendet.

Hinweis: Falls die ausgewählte Alias-Farbe bereits in der Tabelle vorkommt, wird die Farbkonvertierung, die in der Tabelle angegeben war, angewandt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass identische Farben immer auf die gleiche Art verarbeitet werden.

  1. Das Verarbeitung-Feld direkt unter dem Sonderfarbennamen liefert drei Optionen wie ZePrA die Sonderfarbe verarbeiten soll.

Keine Konvertierung lässt die Sonderfarbe unverändert.

PDF-Ersatzfarbe (Alternate Color Space) ignoriert die Bibliothek und verwendet stattdessen alternative Farbwerte (Alternate Color Space), welche für die Volltöne der Sonderfarben in der PDF-Datei definiert wurden. Diese Option ist wegen Kompatibilitätsproblemen mit Standard-Konvertierungen in anderen Programmen verfügbar. Allerdings wird zum Berechnen von überdruckenden Farben die high-end ColorLogic-Technologie verwendet.

Zielwerte optimieren: Ermöglicht die Zielwerte automatisch von ZePrA berechnen zu lassen. Die berechneten Zielwerte werden im Zielwerte optimieren-Feld ausgegraut. ALternativ kann man manuell die Zielwerte eingeben oder optimiert auf DeltaE-76 und DeltaE-2000 berechnen lassen.

Anwenden auf: Geben Sie an, ob die Farbkonvertierung nur auf Bilder, Vektoren, oder beides angewandt werden soll. Die Standardauswahl ist Bilder und Vektoren. Diese Optionen ermöglichen die Konvertierung einer Sonderfarbe unterschiedlich für Bilder und Vektoren zu definieren.

Berechnungsmethode: Sechs Optionen sind verfügbar. Die Berechnungsmethode beeinflußt sowohl auf die automatische Zielwertoptimierung, als auch die überdruckende Sonderfarben.

Hinweis: Wenn die Berechnungsmethode geändert wird und die Automatisch Checkbox unter Zielwerte optimieren aktiviert wird, werden die Farbwerte automatisch aktualisiert.

Berechnungsmethoden:

Gleiche Methode wie in der Konfiguration: Dies ist die Standard-Einstellung. Manuell ausgewählte Sonderfarben können auch anders berechnet werden, als mit der globalen Methode, welche in der Sonderfarben-Konfiguration verwendet wird.

Höchste Genauigkeit – proofen: Sonderfarben auf einem Proofdrucker so präzise wie möglich wiedergeben. Diese Methode ist nicht für die Produktion gedacht, da hierbei alle Prozessfarben verwendet werden können (basierend auf DeltaE-2000), um das beste Ergebnis zu erreichen. Der Vollton wird mit dem Ergebnis des kleinstmöglichen DeltaE-2000 Wert berechnet. Kanalreduktion oder Druckoptimierung wird nicht angewandt.

Visuelle Genauigkeit – mehr Kanäle nutzen: Die visuell beste Konvertierung mit hoher Farbgenauigkeit und guten Druckeigenschaften. Volltöne und Gradienten der Sonderfarben werden mit minimaler Kanalanzahl konvertiert und bleiben immer noch farbmetrisch akkurat. Sonderfarben, die mit anderen Prozess- oder Sonderfarben kombiniert sind, können nach der Konvertierung aus mehreren Prozessfarben aufgebaut sein. Diese Option ist für Digitaldruck, Großformat-Inkjet-Druck, Proofing oder Offsetdruck mit einer feinen Rasterweite geeignet.

So wenig Kanäle wie möglich verwenden: Eine gute Option, um Volltöne und Gradienten der Sonderfarben mit minimaler Kanalanzahl zu konvertiert und immer noch farbmetrisch akkurate Ergebnisse zu liefern. Hier bestehen überdruckende Sonderfarben nach der Konvertierung aus möglichst wenigen Prozessfarben des Zielfarbraums. Wählen Sie diese Methode z.B. für den Verpackungsdruck, wo bevorzugt reine Farben produziert werden sollen. Ein- oder Zweifarb-Kombinationen werden auch in die Suche nach der bestmöglichen Farbkombination mit aufgenommen.

Sonderfarben auf maximal zwei Ausgabekanälen abbilden: Die beste Methode für die Produktion mit ein oder zwei Prozessfarben. Sie liefert automatisch die bestmögliche farbmetrische Darstellung für jede Sonderfarbe mit maximal zwei Kanälen. Das Ergebnis ist, eine Separation, die sich daher einfach drucken lässt, aber nicht unbedingt farbmetrisch sehr genau sein muss.

Sonderfarbe auf einen Ausgabekanal abbilden: Hilfreich für den Verpackungsdruck, wo die Sonderfarben für Text und Barcodes nur mit maximal einer Prozessfarbe konvertiert werden sollten.

Sonderfarben bearbeiten

Zielwerte optimieren

Diese Funktion liefert eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Kontrolle darüber, wie die Volltöne der Sonderfarben zum Zielfarbraum konvertiert werden. Die angezeigten Kanäle entsprechen genau den Kanalnamen, die im Zielfarbraum und später in der konvertierten PDF-Datei verwendet werden.

Die Automatisch-Checkbox unter Zielwerte optimieren ist standardmäßig aktiviert, um die bestmögliche Optimierung der Konvertierung im Hinblick auf den Druck und Farben in Übereinstimmung mit der gewählten Berechnungsmethode sicherzustellen. Die berechneten Prozessfarben in den Wertefeldern werden ausgegraut und können nicht geändert werden. Im Information-Bereich sieht man die berechneten Werte für das Aktuelle Lab und dE76 / dE00 der Sonderfarbe.

Sobald die Automatisch-Checkbox deaktiviert ist, können Prozessfarbwerte in die Felder für die Prozessfarben eingegeben werden. Die mit diesen Werten erwartete Farbwiedergabe wird als Aktuelles Lab und in der Farbvorschau angezeigt. Geben Sie verschiedene Werte ein, um zu sehen, welche Farbergebnisse erreicht werden können.

Es ist auch möglich, eine Sonderfarbe gezielt einem Prozessfarbenkanal zuzuweisen, indem Sie einen Wert in den benötigten Kanal eingeben und die anderen Kanäle auf Null setzen.

Verwenden Sie die DeltaE-76 oder DeltaE-2000-Buttons um die bestmögliche Farbberechnung basierend auf festgelegten Werten für die Kanäle des Zielprofilen zu erhalten.

Der Lab-Farbwert wird berechnet und unter Information angezeigt, genau wie die erwartete Farbabweichung zur Originalfarbe in dE76 / dE00. Mit der Verwendung der beiden Buttons wird die Berechnung strickt nach farbmetrischen Regeln durchgeführt und berücksichtigt keine drucktechnischen Aspekte, so wie es die Automatisch-Funktion umsetzt, wo eine Kanalreduzierung stattfindet.

Hinweis: Beim Minimieren des DeltaE, verwenden Sie die Checkboxen für die Prozessfarben zum Manipulieren der Berechnung. Nur die aktiven Kanäle werden während der Berechnung geändert.

Beispiel: Wenn die Verwendung individueller Kanäle nicht gewünscht ist, geben Sie für diese Kanäle einen Wert von Null ein und deaktivieren sie. Es ist ebenfalls möglich, einen Kanal mit 100% Abdeckung (oder jeder andere Wert) zu erhalten, indem man 100% in das Wertefeld einträgt und die Checkbox deaktiviert. Wenn das minimale DeltaE mit einem der beiden Buttons berechnet wird, wird der 100% Wert dieses Kanals für die Berechnung berücksichtigt, aber nicht verändert.

Im Bereich Information, sehen Sie den gemessenen Wert aus der Bibliothek unter Original Lab und den mit den Prozessfarben des Zielprofilen berechneten Farbwert unter Aktuelles Lab.

Zusätzlich wird der erwartete Farbunterschied in dE76 (DeltaE-76) und dE00 (DeltaE-2000) angezeigt.

Mit aktivierter Papierweiß-Simulation wird die Färbung des Substrates, welches den Zielfarbraum darstellt, berücksichtigt. Die Berechnung der Original Lab und Aktuelles Lab Werte, sowie des Farbabstandes (DeltaE) werden entsprechend durchgeführt.

Hinweis: Es wird empfohlen, die Papierweiß-Simulation zu aktivieren.

Geteilte Farbvorschau: Die geteilte Farbvorschau zeigt, wie die Originalfarbe (das obere, linke Dreieck) und die berechnete Farbe (unteres, rechtes Dreieck) beim Druck aussehen würden. Auf einem kalibrierten und profilierten Monitor wird die Farbvorschau in Echtfarben angezeigt.

Sonderfarben Liste

Die Liste der Sonderfarben im unteren Bereich des Reiters Sonderfarben ist zum Überprüfen einer bestimmten Sonderfarbe, zum Bestimmen einer, von der automatischen Verarbeitung in ZePrA, unabhängigen Konvertierung oder um die Druckreihenfolge der Sonderfarben festzulegen. Es gibt verschiedene Wege um relevante Sonderfarben zur Liste im Sonderfarben-Reiter hinzuzufügen.

Eine Sonderfarbe aus der Liste auswählen

Name: Zeigt den Namen der individuellen Sonderfarben an

Verarbeitung: Zeigt die Konvertierungsmethode – Zielwerte, PDF-Ersatzfarbe (Alternate ColorSpace) oder Keine Konvertierung. Einstellungen können im VerarbeitungsOptionen für Sonderfarbe-Dialog vorgenommen werden.

Wert: Die Tabelle der geladenen Sonderfarben zeigt, ob die Zielwerte automatisch berechnet oder manuell gesetzt wurden. Dort wo Zielwerte manuell vergeben wurden, werden diese Werte als Zahlen in der Spalte Wert angezeigt.

Anwenden auf: Gibt Auskunft darüber, auf was die Konvertierung angewandt wird, nur Bilder, nur Vektoren oder auf Bilder und Vektoren entsprechend der Voreinstellungen in den VerarbeitungsOptionen.

Druckreihenfolge: Zeigt die angenommene Druckreihenfolge der Sonderfarben an. Zum ändern der Reihenfolge, sehen Sie sich das Kapitel Druckreihenfolge für Sonderfarben an.

Neu, Bearbeiten, Löschen, Importieren, Exportieren: Greifen Sie auf die Sonderfarben zu, die bereits aus den Bibliotheken gespeichert wurden. Sonderfarben können mit Hilfe des Buttons Neu angelegt und zuvor exportierte Sonderfarben (.ccf Datei) hinzugefügt werden.

Öffnen und editieren Sie die VerarbeitungsOptionen für Sonderfarben in dem Sie:

  1. Auf Neu bzw. Bearbeiten klicken
  2. Einen Doppelklick auf eine Sonderfarbe in der Tabelle machen

Schneller Zugriff: Mit einem Rechtsklick auf eine der Sonderfarben erhält man ein Menü zum individuellen Anpassen des Verarbeitungsmodus für die ausgewählte Sonderfarben.

Arbeiten ohne eine Sonderfarben-Lizenz

Ohne eine Sonderfarben-Lizenz, ist es nicht möglich, eine Farbbibliothek anzulegen oder zu nutzen. Entsprechend ist auch die Globale Einstellung zum Sonderfarben erstellen nicht in der Sidebar verfügbar.

Im Sonderfarben-Reiter unter Konfiguration, verwenden Sie die Sonderfarben konvertieren Checkbox zum Auflösen und Konvertieren aller Sonderfarben die als DeviceN-Farben erstellt wurden. Allerdings werden nur die PDF-Ersatzfarben in der PDF-Datei für die Konvertierung verwendet. Diese alternativen Farbwerte können als CMYK-, RGB- oder Lab-Farbdefinitionen vorliegen.

Abhängig vom Farbraum des alternativen Farbraums werden Farben mit den CMYK-, RGB- oder Lab-Einstellungen unter Bilder und Vektoren verarbeitet. Stellen Sie sicher, dass die ausgewählten Einstellungen den Konvertierungszielen entsprechen. Konvertierungen mit dem alternativen Farbraum sind qualitativ begrenzt im Vergleich zur Verwendung von Sonderfarben-Bibliotheken und werden nicht empfohlen.

Die Sonderfarbe “All” nicht konvertieren-Option ist automatisch aktiviert, um ungewollte Konvertierungen von Registermarkierungen und anderen Druckmarkierungen zu verhindern.

Ohne eine Sonderfarben Lizenz, sind die Optionen zur Auswahl der Sonderfarben-Bibliotheken und Berechnungsmethode ausgegraut und können nicht genutzt werden, ebenso wie die anderen Sonderfarben-Optionen. In der unteren Tabelle, können Sie den Neu-Button benutzen, um einen Namen einer Sonderfarbe einzugeben, welche von der Konvertierung ausgenommen werden soll.

Im VerarbeitungsOptionen für Sonderfarben Fenster geben Sie den exakten Namen der Sonderfarbe ein, so wie er in der PDF-Datei angegeben ist. Die Verwendung von Groß- und Kleinbuchstaben in diesem Zusammenhang ist nicht wichtig.

Wählen Sie die Keine Konvertierung-Option unter Verarbeitung.

Andere Sonderfarben, die mit der PDF-Ersatzfarbe (Alternate Color Space) konvertiert werden sollen, müssen nicht explizit angegeben werden, weil der alternative Farbraum der PDF-Datei immer automatisch verwendet wird. Die anderen attraktiven VerarbeitungsOptionen sind ohne Sonderfarben-Lizenz nicht verfügbar.

Hinweis: Sie können jederzeit Ihre ZePrA Version durch das zusätzliche Modul zum Verarbeiten von Sonderfarben ergänzen.